#21

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 13:16
von Thunderhorse | 4.001 Beiträge

Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#22

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 14:03
von eisenringtheo | 9.161 Beiträge

Ich halte die Beiträge von "Feind" für belletristisch sehr wertvoll. Eine gewisse Schöpfungshöhe ist zweifellos vorhanden.
Theo


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#23

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 16:45
von 86II | 7 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen


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#24

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 17:01
von Backe | 480 Beiträge

Zitat von 86II im Beitrag #23
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen



der hier http://www.google.de/imgres?q=hirschberg...29,r:4,s:0,i:81 ?????


"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing
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#25

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 17:17
von 86II | 7 Beiträge

Zitat von Feind im Beitrag #1
Wer weiß noch etwas, was im Winter 1986 in Hirschberg abgelaufen ist in Bezug auf die Fahnenflucht des Grenzposten.und den anschließenden Pioniertechnischen Neuausbau im Bereich Hirschberg Schlossfelsen bzw. im Bereich des Saalewehres. es war ein naß kalter Tag mit frischem Schneefall. Die Fahnenflucht der beiden Grenzsoldaten löste eine Welle von neues Dienstanweisungen und Versetzungen aus. Beide Soldaten waren eingesetzt auf dem Mauerbeobachtungsturmes unterhalb des Schlossfelsens in Hirschberg (in der Nähe des Saalewehres) Sie nutzten die Stunden um sich abzusetzen....

In diesem Zusammenhang wurden in der GK Hirschberg hinterher Ermittlungen der V2000 durchgeführt und zwei weitere Grenzsoldaten anschließend verhaftet. Auch mischte das MfS kräftig den Personalbestand anschließend durch. Wer weiß dazu noch etwas..
Wer kann sich erinner was im anschließenden Pioniertechnischen Ausbau der Grenze geschah. .


ich


Zitat von Feind im Beitrag #1
Text gefunden im www....
... es war ziemlich früh und regnete, so gegen 02:00 Uhr, der LO mit uns als Postenablösung kam unterhalb des Schlossfelsen/Hirschberg an, am GEZ-Tor. Normalerweise wurde man vom Grenzposten (Mauer-B-Turm Saalewehr) begrüßt, der meist das Tor schon geöffnet hatte, damit die Ablösung schneller geht.


der p steinmühle wurde nur in den seltensten fällen mal am pp abgesetzt, sondern handelte allein von der kompanie zur ablösung und zurück



Zitat von Feind im Beitrag #1
Wir standen zirka 2-3 Minuten vorm Tor (saßen im LO) aber nichts passierte. Ein Postenführer stieg aus dem LO aus und ging zur Sprechsäule. Alle wunderte es das in der Sprechsäule ein Kabel steckte, welches über die Mauer führte.
Ein Moment in dem klar wurde hier stimmt etwas nicht. Also alles runter vom LO und das Tor auf. Schnell war klar der Grenzposten fehlt. Das Kabel führte über die Mauer in den Westen. Auch eine Suche entlang des Kolonnenweges führte nicht zum Grenzposten. Dann gab es einen Sprechkontakt Kommandeur Grenzsicherung mit dem Posten, der sich aus dem Westen meldete.


die sprechsäule stand einge meter von der mauer entfernt ..., grenze war dort die saale, am wehr auch ca. 20 meter breit, unterhalb dann nur noch ca. 16 meter, wären also ca. 30 m kabel notwendig gewesen. wie ich schon in meiner vorstellung berichtete lag die obligatorisch mitgeführte verlängerung oben auf der bank mit vielen anderen unerwünschten sachen ausgebreitet. das geschriebene ist absoluter blödsinn. das pp ist außerhalb des turmes auf den müllkübel und dann am blitzableiter die mauer hoch und über das wehr über die saale, die waffen wurden mitgenommen, mehr war nicht. da haben sich zwei gefunden die sich einig waren und sind weg, völlig unspektakulär.


Zitat von Feind im Beitrag #1
Seit dem Tag waren ständig ein GAK in unmittelbarer Nähe als zweiter Posten B-Turm Saalewehr. /quote]

dies entspricht dern tatsachen, der pp auf dem schloßberg war danach einige zeit ständig von gak besetzt bzw. handelten sie in diesem bereich. einige besuchten dann auch zum netten plausch mal den danach außerhalb vom zaun eingesetzten posten ...

[quote=Feind|p216088]Einen Tag später erschoss sich ein Gefreiter, welcher unbedingt nach der Waffenausgabe vorm Grenzdienst, noch mal auf Klo musste. Die aufziehende Schicht stand im Flur bereit zur Vergatterung und im Klo knalltes es plötzlich in einer Salve. .
Danach ging in der Grenzkompanie gar nichts mehr. Keiner mehr in den Grenzdienst. Das Caos war perfekt.
Es folgten Ermittlungen und Befragungen. Die Ermittlungen der Staatssicherheit in der Grenzkompanie ergaben zwei Tages später, das zwei weitere Grenzer ebenfalls eine Flucht planten. Beide Grenzer die es betraf waren zu diesem Zeitpunkt in Sparenberg.
Die Schränke (ohne diese zu offnen wurden auf einen LO verladen und weggefahren. Die beiden Grenzer wurden draußen abgeholt und zur GK Hirschberg gefahren. Auf dem Hof legte man Ihnen ohne etwas zu erklären Handschellen an und beide wurden durch eine Spezialtruppe des MfS in Wartburgs weggefahren. Über das Thema wurde Stillschweigen gelegt. Tage später hieß es vom Offizieren des Grenzregimentes Plauen, das beide Grenzer in Schwedt (Millitärknast) sind. Angeblich hätte man Abschiedsbriefe gefunden.


völlig der grimmschen märchenwelt empfunden, deshalb auch kein weiter komentar.
einziger bezug dazu, es gab einige zeit später tatsächlich die rauslösung eines pp im bereich sparnberg. ein gf. meines zuges mit resi als posten nutzten das schlechte wetter um im trabant mit kabel neben der sprechsäule zu stehen, radio an ... und die aufgerauchte zigarette dem aus dem battallion zum geiern erschienenen offizier, der sich von hinten angepirscht hatte direkt ins gesicht geschnippt. genauso ist es passiert, über den gefreiten bin ich kurz in meiner vorstellung eingegangen. beide habe außer aresdt nichts schlimmes ertragen müssen.


natürlich gab es nach der ff in der kompanie einigen sackstand, konsquenzen in der führung usw., aber der grenzdienst ging gewohnt weiter. beide ff erschienen in westzivil noch einige male auf der anderen seite, teilweise in ziviler oder uniformierter begleitung und forderten die posten auf "rüber zu kommen ...". als sehr makaber und eigentlich schon damal zum fremdschämen habe ich die sofort danach einberufene fdj-versammlung in erinnerung, in welcher wir die verräter per handzeichen aus der fdj ausschlossen.


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#26

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 17:19
von 86II | 7 Beiträge

Zitat von Backe im Beitrag #24
Zitat von 86II im Beitrag #23
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen



der hier http://www.google.de/imgres?q=hirschberg...29,r:4,s:0,i:81 ?????



nein das ist ca. 1 km flußabwärts, im bereich untertiefengrün/lederfabrik


Backe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 19:03
von Thunderhorse | 4.001 Beiträge

Herbst 1986 (September)!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#28

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 19:11
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #27
Herbst 1986 (September)!



Da kommt sicher auch der Titel " Der Sommer der ein Winter war " her. *lol*

Mike59


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#29

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 19:58
von Feind (gelöscht)
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Zitat von 86II im Beitrag #23
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen




Hallo Zeitzeuge
Wann warst du in Hirschberg?
Was ist Dir zu diesen Ereignissen noch bekannt?

Familienflucht Sparenberg 1986
... ja daran kann ich mich auch erinnern, Diese Grenzflucht der Familie aus Sparenberg ging über ein Garragendach in einer Schneefallnacht, neben der Hundelaufanlage, oberhalb der Ortschaft (Kuhställe). Sie hatten eine leiter vom Nachbarn benutzt. Die Hunde hatte zwar angeschlagen die Nacht über, aber keiner hatte reagiert. Einen GEZ gab es an dieser Stelle nicht, es war schon innerhalb des GEZ. Sparenberg war zwischen den Zäunen. Die Spuren kamen unterhalb der BAB Brücke raus soweit ich mich erinnern kann. Das war meines Wissens der 6. Oktober 1986. Am 07.Oktober 1986 gegen 06:00 Uhr hatte man Grenzalarm ausgelösst und wir haben Stundenlang diese Ortschaft Sparenberg durchsucht und das unterste nach oben geholt.
Sämtliche Leitern die nicht verschlossen waren, wurden eingesammelt und auf uneseren LO geladen. Die Leitern wurden anschließend zur Gaststätte in Sparenberg gefahren. Mit den Leitern wurden die Sparenberger Einwohner konfrontiert. Die Einwohner von Sparenberg hatten einen kleinen festumzug zum 7.Oktober und anschließend war Versammlung in der Gaststätte.
Auch kann ich mich erinnern, das in der Gaststätte in Sparenberg so gegen 10:00 Uhr alle Einwohner zusammen gerufen worden sind und jeder seinen Kommentar abgeben mußte (war eine Veranstaltung die seines Gleichen ich nie wieder erlebte). Dabei kam dann auch raus wer die Flucht entdeckt hatte. Aufgefallen war es einem Sparenberger Einwohner (Freiwilliger Helfer der GT) der sich beim B-Turm (Füst) gemeldet hatte und die Familie vermisste. Danach gab es Grenzalarm. das war so gegen 06:00 Uhr. Probleme waren auch die Tiere (Kühe und Schweine) die die Familie zurück gelassen hatte. Eine sehr merkwürdige Stimmung und Veranstaltung. Ab dem Zeitunkt wurde der Postenturm in Sparenberg mit einem Fotoposten ständig besetzt, weil man hofte, das die Familie noch mal am Weg gegenüber auftauchen könnte. Nach dieser Flucht wurde die A-Gruppe (zuvor untergebracht im BT-Führungsstelle oberhalb des Dorfes Sparenberg) verstärkt zu unregelmäßigen Zeiten in diesem Bereich eingesetzt meist nachts für 4-6 Stunden als fester Posten eingesetzt. Auch GAK bestreiften Sparenberg dann öfters. Die Streifen der freiwilligen Helfer der GT wurden verdoppelt.

Doppelfahnenflucht Hirscherg
...also doch und einige können sich hier ganz gut daran erinnern
... über die Mülltonne
... Spindkontrolle in der GK Hirschberg

Quelle des Textes:
MfS, Meldung an das Politbüro, Untersuchung der Fahnenflucht Hirschberg 1986, Grenzposten der GT der DDR (Millitärstaatsanwalt Erfurt, Ermittlungsprotokoll 167/86) verzeichnt eine genaue Schilderungen des Grenzpostens von der Führungsstelle, die Befragungsprotokolle des Grenzosten (Uferweg bis Klärwerk) der daneben war, was alles passierte aus seiner Sicht. Die Aufzeichnungen des Kommandeur Grenzsicherung sind vorhanden, was alle Streifen aufzeigt und wann was passierte

Flucht Hirschberg Lederfabrik eine männliche Person
was war da genau?


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#30

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 20:07
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Heißt der Ort zufällig Sparnberg


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#31

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 20:14
von Feind (gelöscht)
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Zitat von 86II im Beitrag #25
Zitat von Feind im Beitrag #1
Wer weiß noch etwas, was im Winter 1986 in Hirschberg abgelaufen ist in Bezug auf die Fahnenflucht des Grenzposten.und den anschließenden Pioniertechnischen Neuausbau im Bereich Hirschberg Schlossfelsen bzw. im Bereich des Saalewehres. es war ein naß kalter Tag mit frischem Schneefall. Die Fahnenflucht der beiden Grenzsoldaten löste eine Welle von neues Dienstanweisungen und Versetzungen aus. Beide Soldaten waren eingesetzt auf dem Mauerbeobachtungsturmes unterhalb des Schlossfelsens in Hirschberg (in der Nähe des Saalewehres) Sie nutzten die Stunden um sich abzusetzen....

In diesem Zusammenhang wurden in der GK Hirschberg hinterher Ermittlungen der V2000 durchgeführt und zwei weitere Grenzsoldaten anschließend verhaftet. Auch mischte das MfS kräftig den Personalbestand anschließend durch. Wer weiß dazu noch etwas..
Wer kann sich erinner was im anschließenden Pioniertechnischen Ausbau der Grenze geschah. .


ich


Zitat von Feind im Beitrag #1
Text gefunden im www....
... es war ziemlich früh und regnete, so gegen 02:00 Uhr, der LO mit uns als Postenablösung kam unterhalb des Schlossfelsen/Hirschberg an, am GEZ-Tor. Normalerweise wurde man vom Grenzposten (Mauer-B-Turm Saalewehr) begrüßt, der meist das Tor schon geöffnet hatte, damit die Ablösung schneller geht.


der p steinmühle wurde nur in den seltensten fällen mal am pp abgesetzt, sondern handelte allein von der kompanie zur ablösung und zurück



Zitat von Feind im Beitrag #1
Wir standen zirka 2-3 Minuten vorm Tor (saßen im LO) aber nichts passierte. Ein Postenführer stieg aus dem LO aus und ging zur Sprechsäule. Alle wunderte es das in der Sprechsäule ein Kabel steckte, welches über die Mauer führte.
Ein Moment in dem klar wurde hier stimmt etwas nicht. Also alles runter vom LO und das Tor auf. Schnell war klar der Grenzposten fehlt. Das Kabel führte über die Mauer in den Westen. Auch eine Suche entlang des Kolonnenweges führte nicht zum Grenzposten. Dann gab es einen Sprechkontakt Kommandeur Grenzsicherung mit dem Posten, der sich aus dem Westen meldete.


die sprechsäule stand einge meter von der mauer entfernt ..., grenze war dort die saale, am wehr auch ca. 20 meter breit, unterhalb dann nur noch ca. 16 meter, wären also ca. 30 m kabel notwendig gewesen. wie ich schon in meiner vorstellung berichtete lag die obligatorisch mitgeführte verlängerung oben auf der bank mit vielen anderen unerwünschten sachen ausgebreitet. das geschriebene ist absoluter blödsinn. das pp ist außerhalb des turmes auf den müllkübel und dann am blitzableiter die mauer hoch und über das wehr über die saale, die waffen wurden mitgenommen, mehr war nicht. da haben sich zwei gefunden die sich einig waren und sind weg, völlig unspektakulär.


Zitat von Feind im Beitrag #1
Seit dem Tag waren ständig ein GAK in unmittelbarer Nähe als zweiter Posten B-Turm Saalewehr. /quote]

dies entspricht dern tatsachen, der pp auf dem schloßberg war danach einige zeit ständig von gak besetzt bzw. handelten sie in diesem bereich. einige besuchten dann auch zum netten plausch mal den danach außerhalb vom zaun eingesetzten posten ...

[quote=Feind|p216088]Einen Tag später erschoss sich ein Gefreiter, welcher unbedingt nach der Waffenausgabe vorm Grenzdienst, noch mal auf Klo musste. Die aufziehende Schicht stand im Flur bereit zur Vergatterung und im Klo knalltes es plötzlich in einer Salve. .
Danach ging in der Grenzkompanie gar nichts mehr. Keiner mehr in den Grenzdienst. Das Caos war perfekt.
Es folgten Ermittlungen und Befragungen. Die Ermittlungen der Staatssicherheit in der Grenzkompanie ergaben zwei Tages später, das zwei weitere Grenzer ebenfalls eine Flucht planten. Beide Grenzer die es betraf waren zu diesem Zeitpunkt in Sparenberg.
Die Schränke (ohne diese zu offnen wurden auf einen LO verladen und weggefahren. Die beiden Grenzer wurden draußen abgeholt und zur GK Hirschberg gefahren. Auf dem Hof legte man Ihnen ohne etwas zu erklären Handschellen an und beide wurden durch eine Spezialtruppe des MfS in Wartburgs weggefahren. Über das Thema wurde Stillschweigen gelegt. Tage später hieß es vom Offizieren des Grenzregimentes Plauen, das beide Grenzer in Schwedt (Millitärknast) sind. Angeblich hätte man Abschiedsbriefe gefunden.


völlig der grimmschen märchenwelt empfunden, deshalb auch kein weiter komentar.
einziger bezug dazu, es gab einige zeit später tatsächlich die rauslösung eines pp im bereich sparnberg. ein gf. meines zuges mit resi als posten nutzten das schlechte wetter um im trabant mit kabel neben der sprechsäule zu stehen, radio an ... und die aufgerauchte zigarette dem aus dem battallion zum geiern erschienenen offizier, der sich von hinten angepirscht hatte direkt ins gesicht geschnippt. genauso ist es passiert, über den gefreiten bin ich kurz in meiner vorstellung eingegangen. beide habe außer aresdt nichts schlimmes ertragen müssen.


natürlich gab es nach der ff in der kompanie einigen sackstand, konsquenzen in der führung usw., aber der grenzdienst ging gewohnt weiter. beide ff erschienen in westzivil noch einige male auf der anderen seite, teilweise in ziviler oder uniformierter begleitung und forderten die posten auf "rüber zu kommen ...". als sehr makaber und eigentlich schon damal zum fremdschämen habe ich die sofort danach einberufene fdj-versammlung in erinnerung, in welcher wir die verräter per handzeichen aus der fdj ausschlossen.



Kleiner Kommentar: ... es war keine FDJ Versammlung sondern eine ausordentliche Sitzung der SED Gruppe mit allen Angehörigen der GK Hirschberg, die mit Protokoll geführt wurden.Schreiber war der spätere SED Sekretär Fähnrich Schra... Der Spieß war der jenige der die leitende Funktion inne hatte und ordentlich auf dem Putz gehauen hat in dieser Veranstaltung. Der KC der Hauptmann Künz... saß wie ein Blöbs da vorne und war kreidebleich. verschiedene Leute haben sich da zu Wort gemeldet um Ihren Sempf ab zu geben. Anwesend waren der Millitärstaatsanwalt, der Regimentskommandeuer und eben auch der Hauptmann der V2000. Unmittelbar nach der makaberen Veranstaltung in Abwesentheit - Ausschlussverfahren aus allen Organisationen - begannen die Spindkontrollen und jeder wurde eingehend von Vorgesetzten befragt. Tagelang hockte der Hauptmann der V2000 in der GK und unterhielt sich mit allen. Es gehörte zum Ritual der GK das man ein Gespräch mit diesem Hauptmann nach seiner Grenzschicht hatte.
Der grenzabschnitt wurde mit Doppelpostenpaaren aus GAK in dieser zeit besetzt. Soldaten und Gefreite durften Tage lang nur noch hinter dem GEZ eingesetzt werden. Die SIK BAB unterstützte in dieser zeit die Grenzstreifen.


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#32

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 20:59
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat
Kleiner Kommentar: ... es war keine FDJ Versammlung sondern eine ausordentliche Sitzung der SED Gruppe mit allen Angehörigen der GK Hirschberg, die mit Protokoll geführt wurden.Schreiber war der spätere SED Sekretär Fähnrich Schra... Der Spieß war der jenige der die leitende Funktion inne hatte und ordentlich auf dem Putz gehauen hat in dieser Veranstaltung. Der KC der Hauptmann Künz... saß wie ein Blöbs da vorne und war kreidebleich. verschiedene Leute haben sich da zu Wort gemeldet um Ihren Sempf ab zu geben. Anwesend waren der Millitärstaatsanwalt, der Regimentskommandeuer und eben auch der Hauptmann der V2000. Unmittelbar nach der makaberen Veranstaltung in Abwesentheit - Ausschlussverfahren aus allen Organisationen - begannen die Spindkontrollen und jeder wurde eingehend von Vorgesetzten befragt. Tagelang hockte der Hauptmann der V2000 in der GK und unterhielt sich mit allen. Es gehörte zum Ritual der GK das man ein Gespräch mit diesem Hauptmann nach seiner Grenzschicht hatte.
Der grenzabschnitt wurde mit Doppelpostenpaaren aus GAK in dieser zeit besetzt. Soldaten und Gefreite durften Tage lang nur noch hinter dem GEZ eingesetzt werden. Die SIK BAB unterstützte in dieser zeit die Grenzstreifen.




ich hab ja auch viel vergessen, was um Himmels willen war ein "GEZ" - und eine außerordentliche Sitzung der SED Gruppe mit allen Ang. der GK hört sich schon sehr spektakulär an.
Aber wir sind schon in der Nachbereitung angekommen, da haben wir den Vorfall als solchen noch nicht einmal klar abgehandelt.

Mike59


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#33

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 21:22
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Ich glaube hier ist ein neuer User am Werk der gerne Infos abgreifen möchte ohne wirklich zu sagen was er möchte und wer er auch nur halbwegs ist.

Das sollte man eventuell mal überdenken !!

Mike59


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#34

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 22:29
von 86II | 7 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #32

Zitat
Kleiner Kommentar: ... es war keine FDJ Versammlung sondern eine ausordentliche Sitzung der SED Gruppe mit allen Angehörigen der GK Hirschberg, die mit Protokoll geführt wurden.Schreiber war der spätere SED Sekretär Fähnrich Schra... Der Spieß war der jenige der die leitende Funktion inne hatte und ordentlich auf dem Putz gehauen hat in dieser Veranstaltung. Der KC der Hauptmann Künz... saß wie ein Blöbs da vorne und war kreidebleich. verschiedene Leute haben sich da zu Wort gemeldet um Ihren Sempf ab zu geben. Anwesend waren der Millitärstaatsanwalt, der Regimentskommandeuer und eben auch der Hauptmann der V2000. Unmittelbar nach der makaberen Veranstaltung in Abwesentheit - Ausschlussverfahren aus allen Organisationen - begannen die Spindkontrollen und jeder wurde eingehend von Vorgesetzten befragt. Tagelang hockte der Hauptmann der V2000 in der GK und unterhielt sich mit allen. Es gehörte zum Ritual der GK das man ein Gespräch mit diesem Hauptmann nach seiner Grenzschicht hatte.
Der grenzabschnitt wurde mit Doppelpostenpaaren aus GAK in dieser zeit besetzt. Soldaten und Gefreite durften Tage lang nur noch hinter dem GEZ eingesetzt werden. Die SIK BAB unterstützte in dieser zeit die Grenzstreifen.



ich hab ja auch viel vergessen, was um Himmels willen war ein "GEZ" - und eine außerordentliche Sitzung der SED Gruppe mit allen Ang. der GK hört sich schon sehr spektakulär an.
Aber wir sind schon in der Nachbereitung angekommen, da haben wir den Vorfall als solchen noch nicht einmal klar abgehandelt.

Mike59





sorry, taste verrutscht, soll natürlich gsz(grenzsignalzaun) heißen.

@ feind
ob ich an fdj-versammlungen oder parteisitzungen teilgenommen habe, werde ich wohl selbst am besten wissen. deine märchenerzählungen jetzt zur familienflucht werde ich nicht weiter komentieren.

wenn konstruktive fragen zu vorgängen in der gk hirschberg von anderen usern kommen beantworte ich diese gern.


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#35

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2012 23:23
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #33
Ich glaube hier ist ein neuer User am Werk der gerne Infos abgreifen möchte ohne wirklich zu sagen was er möchte und wer er auch nur halbwegs ist.

Das sollte man eventuell mal überdenken !!

Mike59


das seh ich auch so

der feind wird erstmal "ruhig"gestellt


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#36

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.11.2012 11:13
von Fritze (gelöscht)
avatar

Auf das nahstliegende kommt man ja immer zuletzt.Obwohl wir doch alle gelernt haben ."Gib den Feinden keine Chance ! "


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#37

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.11.2012 11:25
von Thunderhorse | 4.001 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #33
Ich glaube hier ist ein neuer User am Werk der gerne Infos abgreifen möchte ohne wirklich zu sagen was er möchte und wer er auch nur halbwegs ist.

Das sollte man eventuell mal überdenken !!

Mike59



Grinsbacke!!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#38

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.11.2012 14:05
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Zitat
Zitat Feind:
.....Der grenzabschnitt wurde mit Doppelpostenpaaren aus GAK in dieser zeit besetzt. Soldaten und Gefreite durften Tage lang nur noch hinter dem GEZ eingesetzt werden. Die SIK BAB unterstützte in dieser zeit die Grenzstreifen.




Was bitte ist die SiK BAB ??



Na ich glaub es wurden hier schon die richtigen Maßnahmen vom admin ergriffen.


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.11.2012 14:19 | nach oben springen

#39

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.11.2012 14:16
von Pit 59 | 10.128 Beiträge

Einen GEZ gab es an dieser Stelle nicht, es war schon innerhalb des GEZ. @feind

Von der Truppe die Nerven aber auch


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#40

RE: Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.11.2012 15:08
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #38

Zitat
Zitat Feind:
.....Der grenzabschnitt wurde mit Doppelpostenpaaren aus GAK in dieser zeit besetzt. Soldaten und Gefreite durften Tage lang nur noch hinter dem GEZ eingesetzt werden. Die SIK BAB unterstützte in dieser zeit die Grenzstreifen.



Was bitte ist die SiK BAB ??



Na ich glaub es wurden hier schon die richtigen Maßnahmen vom admin ergriffen.



War eigentlich nur erstmal vorsorglich,hat sich aber bestätigt


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