#461

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 03:34
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #460
Fuer meine beiden FOs haette ich alles getan. Und ich meine alles.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich (erst nach Deiner Geschichte) vielleicht einige fachliche Fragen habe.

Momentan habe ich eher eine Verständnisfrage:
Also Du hast (darf ich das so sagen?) so ziemlich jedem berichtet, der sich Geheimdienst nannte. Ok, verstanden.

Kannst Du bitte sagen, über welches konkrete Jahr Du momentan sprichst?
Waren die beiden Führungsoffiziere zu genau der gleichen Zeit? Oder war erst der eine Führungsoffizier, dann der andere Führungsoffizier?
Für welche Teams spielten die beiden Führungsoffiziere eigentlich konkret?


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#462

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 04:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mart im Beitrag #461
Zitat von Larissa im Beitrag #460
Fuer meine beiden FOs haette ich alles getan. Und ich meine alles.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich (erst nach Deiner Geschichte) vielleicht einige fachliche Fragen habe.

Momentan habe ich eher eine Verständnisfrage:
Also Du hast (darf ich das so sagen?) so ziemlich jedem berichtet, der sich Geheimdienst nannte. Ok, verstanden.

Kannst Du bitte sagen, über welches konkrete Jahr Du momentan sprichst?
Waren die beiden Führungsoffiziere zu genau der gleichen Zeit? Oder war erst der eine Führungsoffizier, dann der andere Führungsoffizier?
Für welche Teams spielten die beiden Führungsoffiziere eigentlich konkret?



Danke Mart fur Deine Fragen. Nein, nicht verstanden ganz hast Du, ich habe keinesfalls ‘jedem’ berichtet der sich Geheimdienst nannte. Die nannten sich nicht nur Geheimdienste, das waren diese. Das hoert sich an nicht ganz richtig. Sicher nicht der CIA, diese haben von mir nur Informationen zu Auslaendern bekommen, wie ich auch berichtet habe dem K15. Ja, ich war bereits wahrend meiner Kuwait- Zeit mit mehreren Geheimdiensten involviert und zwar in der Zeit ab 1980. Ich habe im Detail ueber meinen Werdegang hier geschrieben, auch zu diesen anderen Diensten und auch ueber die Art, wie ich berichtet habe an diese. Bitte suche diese entsprechenden Aussagen hier raus, dann wird Dir einiges klar. Aber ich will gerne Deine Fragen beantworten. Zunaechst hatte ich Kontakt zu einem ‘Freund’ der KGB Anwerber war. ‘Gemeldet’ bzw. berichten habe ich ihm nichts. Nach dem MfS Offizier den ich kurz kennenlernte, ebenfalls in Dresden, uebernahm mich sehr schnell der unten erwahnte Major in Leipzig. Danach ging es nach Berlin. Ich war in dieser Zeit zweimal in der SU. Wie gesagt, ich habe bereits genau ueber meine Anfaenge und zur Doppelagententaetigkeit berichtet und in welcher Form ich an die einzelnen Dienste berichtet habe.
Die zwei FOs waren zur gleichen Zeit, aber der zweite kam spaeter hinzu. Ich war schwierig, es gab Probleme. Der dem KGB zuarbeitenden war Deutscher und Major. Ich habe nie was anderes ausgesagt und kann hier nicht konkreter werden. Mein zweiter FO war Sowjetrusse, d.h. Offizier der Sowjetarmee. Dieser wurde mein spaterer Ehemann am Ende der Taetigkeit vor 1988.


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 04:48 | nach oben springen

#463

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 05:14
von Mart | 734 Beiträge

Hallo Larissa,

leider habe ich den Teil "zwei Führungsoffiziere" noch nicht verstanden. Ich frage neu.

Du wurdest in der DDR (oder für die DDR) angeworben.

Der erste Führungsoffizier war ein Mann des MfS? (Der MfS-Mann, den Du schon beschrieben hast?)
Warum verlor er Dich?

Der zweite Führungsoffizier - war er Offizier?

Du hast Leipzig erwähnt - den zweiten Führungsoffizier hast Du in Leipzig getroffen?
Da wäre das Jahr interessant: 1985/86?

Larissa,
Du musst nicht antworten. Es ist Dein Leben - Dein Leben allein.

Ich bin jemand, der niemandem dient, auch nie diente:
Mich interessiert die Zeitgeschichte - sie ist in weiten Teilen nicht aufgeschrieben, nicht dokumentiert.

Hier hat ohne mein Einverständnis und vor allem ohne Kennzeichnung ein Moderator eine Frage verändert.


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 16:55 | nach oben springen

#464

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 11:24
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mart im Beitrag #463
Hallo Larissa,

Larissa,
Du musst nicht antworten. Es ist Dein Leben - Dein Leben allein.

Ich bin jemand, der niemandem dient, auch nie diente:
Mich interessiert die Zeitgeschichte - sie ist in weiten Teilen nicht aufgeschrieben, nicht dokumentiert.



Chronologisch und so kurz wie moeglich, ich habe das meinem Mann versprochen.
Gerade die Angaben zu diesem Teil und dem MfS sind einigermassen ausfuehrlich hier nachzulesen, waehrend viele andere die Zaehne nicht auseinander bekommen.
Deine Frage zu einem bestimmten Organ. Du scheinst Kenntnis der Materie zu haben, obwohl diese so plump gestellte Frage eher zeigt, dass Du nicht mit diesen Organen befasst gewesen bist. Du trittst mir voll auf den Fuss damit aber ich habe dicke Stiefel an, wie immer. Ja, es ist mein Leben. Und dieses Leben lebe nach wie vor in den USA und Russland. Und mein Leben allein ist es nicht, das habe ich mir oftmals gewuenscht. Du sollst wissen, es haben sich ganz andere an mir versucht, und sind zu keinem Resultat gekommen. Zu gewissen Diensten und zu den Offizieren keine Aussage. Das Jahr gab ich deutlich lesbar mit den Verwicklungen und den Diensten mit ab 1980 an.
Du sagst, Du hast nie in Diensten gestanden. Nach der Frage zu diesem bestimmten Organ .. kam dann allerdings von Dir: “ich frage neu”.
“ich frage neu” - diese Aussage von Dir habe ich ein paar Male wiederholt.....diese habe ich vierundzwanzig Jahre nicht mehr gehoert, aber ich kann Dir versichern, diese ist mir sehr bekannt. Stundenlang, tagelang, wochenlang, ueber Monate. “Fangen wir neu an, wir beginnen von vorne, ich frage neu”.
Wir reden hier ueber das dunkle Haus im Allgemeinen. Es wird einiges vermisst bleiben muessen aus meiner sogenannten Zeitgeschichte, wie bei vielen anderen auch. Das habe ich von vornherein gesagt. Mein Hinweis gestern mit dem Vermerk der Media zu einem Buch ist nicht in dem Masse verstanden worden, wie ich es mir wuenschte.
PN
Eine Frage zu einem bestimmten Organ der UdSSR wurde auf meinen Wunsch geloescht.


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 12:07 | nach oben springen

#465

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 13:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Hallo Larissa,

ist man als Agent nicht auch oft sehr einsam?
Ich kann mir das jedenfalls vorstellen, du musst ja stets mißtrauisch und vorsichtig sein und kannst dich nie offenbaren.
Sind Agenten seelisch daran zerbrochen?


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 13:45 | nach oben springen

#466

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 13:55
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Wie läuft die Spesenrechnung ab? Behörden wollen ja für jeden Mist eine Rechnung. Nur darf man ja eigentlich als Agent , nicht zu viele Spuren hinterlassen.


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#467

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 14:14
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Spuren sind immer zu vernichten..

Theo


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#468

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 14:35
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das ist eine ernste Angelegenheit. Da braucht man sich nicht lustig darüber machen. Unser norwegischer Pseudo-Freimaurer Breivik hat sich selbst für 3Bier immer eine Spesenrechnung ausstellen lassen, als er mit den Geheimdienstleuten gefeiert hat. Da hat sich dann sogar die Kellnerin gewundert.


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 14:37 | nach oben springen

#469

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 14:54
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #468
Das ist eine ernste Angelegenheit. Da braucht man sich nicht lustig darüber machen. Unser norwegischer Pseudo-Freimaurer Breivik hat sich selbst für 3Bier immer eine Spesenrechnung ausstellen lassen, als er mit den Geheimdienstleuten gefeiert hat. Da hat sich dann sogar die Kellnerin gewundert.


Ernst ja Eisenacher, aber menschlich ist es zu lachen, das fehlte mir auch sehr oft, obwohl mein Humor nie versagte an den uebelsten Stellen im Leben! Den Russen habe ich zeitweise auch das Lachen beigebracht.

von Grenzwolf: ist man als Agent nicht auch oft sehr einsam?
Ich kann mir das jedenfalls vorstellen, du musst ja stets mißtrauisch und vorsichtig sein und kannst dich nie offenbaren.
Sind Agenten seelisch daran zerbrochen?


@Grenzwolf, was fuer eine Frage. Die geht an die Innereien. Und ich will die Frage auch offen und ehrlich beantworten. Ich war zeitweise die einsamste Frau der Welt, so kam ich mir jedenfalls vor. Das kann ich heute zugeben, damals nicht. Die grosse Liebe kam viel spaeter, ohne diesen Mann und mein Kind zu sein, war fuer mich das Schlimmste ueber alles hinweg was ich jemals erlebt habe. Mein FO sagte auch oft, er waere besorgt um mich als Frau. Prima hat er das gesagt, allerdings hat mir das auch nicht viel weiter geholfen wenn ich alleine im Feld sass. Dazu kam das Misstrauen und das Vorsichtigsein muessen. Jeder Agent und ich denke, ohne Ausnahme, hat seelische Probleme waehrend und im Nachhinein seiner Agententaetigkeit gehabt, sei es zur Taetigkeit oder im Privatbereich. Es sind Familien daran zerbrochen und Agenten daran zu Grunde gegangen. Wir waren Menschen und keine Maschinen.

@Eisenacher Wie läuft die Spesenrechnung ab? Behörden wollen ja für jeden Mist eine Rechnung. Nur darf man ja eigentlich als Agent , nicht zu viele Spuren hinterlassen.

Bauch tut weh vor Lachen, daran ist aber Eisenringtheo Schuld. Gleich dazu.

Spesenrechnung. Diese wurden stets abgezeichnet am Anfang, fuer Tickets oder Zugkarten, und fuer ‘den Lebensunterhalt’ da ich mich weigerte fuer die Taetigkeit bezahlt zu werden. Das wurde dann anders genannt, und zwar Aufwendungen zum Leben zum Beispiel. Groessere Betraege habe ich spaeter nicht mehr ‘geholt’ sondern wurden mir 'zugestellt’. Diese wurden getarnt angeliefert und dafuer unterschrieb ich nicht. Ich habe allerdings Blankoboegen unterschreiben muessen dann und wann am Anfang. Also eine gewisse Buchfuehrung gab es, nicht auf westlicher Seite. In der SU wurde weitaus korrupter gehandelt und viel mehr gebruellt.
Wenn ich etwas mitnehmen wollte aus dem Osten, nur die winzigste Kleinigkeit, eine Florena, oder ein Buechlein, ganz egal was, es wurde mir weggenommen. Einmal hatte ich ein Heft zur Sowjetunion eingesteckt, das war ein Aufstand.
So Theo, nun bist Du Schuld, dass hier wurde herzhaft gelacht. Natuerlich kennen meine Enkel und Ina den Film. Ich selbst habe noch nie etwas von Jonny English gehoert. Selbst als Englaenderin nicht! Nun habe ich es gesehen. Das war mein Auto. Ich glaube KID hat die Nachfolgeserie gefahren…. Danke fuer den Lacher!
Larissa


EK82I hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.11.2012 14:57 | nach oben springen

#470

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 15:15
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Nein, ich möchte mich nicht lustig machen. Die Frage der Spesen und Belege ist schon interessant. Ich sehe vor allem das Problem von Quittungen, die im Operationsgebiet ausgestellt werden, speziell in Ländern, wo es üblich ist, mit Kreditkarten zu bezahlen. Solche Transaktionen sind immer mit einer Unmenge von Daten verbunden. Man braucht eine Identität einer Person, die real existiert.
http://www.tagesschau.de/inland/stasi170.html
Theo


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#471

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 15:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #470
Nein, ich möchte mich nicht lustig machen. Die Frage der Spesen und Belege ist schon interessant. Ich sehe vor allem das Problem von Quittungen, die im Operationsgebiet ausgestellt werden, speziell in Ländern, wo es üblich ist, mit Kreditkarten zu bezahlen. Solche Transaktionen sind immer mit einer Unmenge von Daten verbunden. Man braucht eine Identität einer Person, die real existiert.
http://www.tagesschau.de/inland/stasi170.html
Theo


Der Videoclip war aber lustig 'Donald Duck'.
Ich erinnere mich, es ist so lange her, dass ich eimal mit meinem richtigen Namen, dann auch mit den verschiedenen Decknamen unterschreiben musste. Ich hatte auch andere Identitaeten, einmal eine Deutsche, einmal eine Russische. Es wurde auch mit diesen Namen unterschrieben. Das zeigt darauf hin, dass die Dinge dann intern geregelt worden sind. Nur der Major hat diese Angelegenheiten geregelt. Wenn ich in die Hauptstadt fuhr kaufte in ein Zugticket fuer die Hin- und Rueckfahrt. Grundsaetzlich musste ich diesen Rueckfahrticket ihm geben. Ich bekam ein neues Einzelticket von ihm. Diese Vorgaenge gingen ganz schnell ueber die Buehne und es wurde auch nicht viel darueber gesprochen. Dann aenderte es sich als ich nicht in den Osten reisen durfte, wie oben beschrieben.
Zum Thema Kreditkarten, die sind so genau nachvollziehbar zu wo und wann mit allen Daten. Diese hatte ich damals nicht.


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 15:31 | nach oben springen

#472

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 15:32
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Danke für die Antwort.
Vielleicht sind wir politisch getrennt, aber ich schätze dich menschlich sehr.
Meine Hochachtung.


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#473

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 15:57
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Was sind deine Erfahrungen , bei den unterschiedlichen Geheimdiensten in der Betreuung von aufgeflogenen Agenten. Werden die komplett fallen gelassen oder gibt es da in der Praxis Staaten, die zu ihren Leuten stehen und da bereit sind auch einen hohen Preis zu bezahlen um ihre Leute frei zu kaufen. Agentenaustausch kennen wir. Aber wir kennen aus der Geschichte auch vollzogene Todesurteile. Die Top-Agenten sind da besser dran, oder das Fußvolk?

PS: Ich bin auch recht humorvoll, also nicht alles so ernst nehmen , wenn ich was schreibe. manchmal muss ich auch schmunzeln, wenn ich was schreibe oder Beiträge lese.


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 16:00 | nach oben springen

#474

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 16:01
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #472
Danke für die Antwort.
Vielleicht sind wir politisch getrennt, aber ich schätze dich menschlich sehr.
Meine Hochachtung.


Ich bedanke mich Grenzwolf. Solche Worte tun gut, aber ich moechte mich dann auch verkriechen, nette Worte bin ich nicht gewoehnt. Als ich damals Turtle kennenlernte, ging es heiss her, ich habe geweint und ihn beschimpft, er schoss sofort breitseits zurueck. Damals war ich noch in Kentucky und was da an Emails ueber den Atlantik gingen.......... haben uns zusammengeraufen muessen, und glaubten nicht, dass wir es schaffen, bis wir ploetzlich feststellten, dass wir menschlich und auch nicht mal politisch so weit auseinander waren. Wir sind die besten Freunde heute und beide haben wir nicht einen Zacken aus unserer Krone verloren. Er ist mein Gudster, mit dem ich alles besprechen kann und der mich auch als Mensch dann kennenlernte. Ich habe auch so viele gute Begegnungen gehabt in den USA und Russland in diesem Jahr, dass ich richtig aufatmen konnte. Danke nochmal,
LG auch an das Frauchen, Larissa


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 16:02 | nach oben springen

#475

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 16:32
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #473
Was sind deine Erfahrungen , bei den unterschiedlichen Geheimdiensten in der Betreuung von aufgeflogenen Agenten. Werden die komplett fallen gelassen oder gibt es da in der Praxis Staaten, die zu ihren Leuten stehen und da bereit sind auch einen hohen Preis zu bezahlen um ihre Leute frei zu kaufen. Agentenaustausch kennen wir. Aber wir kennen aus der Geschichte auch vollzogene Todesurteile. Die Top-Agenten sind da besser dran, oder das Fußvolk?

PS: Ich bin auch recht humorvoll, also nicht alles so ernst nehmen , wenn ich was schreibe. manchmal muss ich auch schmunzeln, wenn ich was schreibe oder Beiträge lese.


Ich habe immer gemeint, aufgeflogene Agenten, die sich der Justiz im Operationsgebiet entziehen und ins Land des Auftraggebers gelangen können, würden eine neue, hieb. und stichfeste Identität mit nachprüfbarer "Vergangenheit" bekommen ( gefakte Einträge im Zivilstandsregister, Meldeamt, Wehrkreiskommando, etc.) bekommen. War aber offensichtlich nicht der Fall.
Theo


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#476

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 16:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #475
Zitat von Eisenacher im Beitrag #473
Was sind deine Erfahrungen , bei den unterschiedlichen Geheimdiensten in der Betreuung von aufgeflogenen Agenten. Werden die komplett fallen gelassen oder gibt es da in der Praxis Staaten, die zu ihren Leuten stehen und da bereit sind auch einen hohen Preis zu bezahlen um ihre Leute frei zu kaufen. Agentenaustausch kennen wir. Aber wir kennen aus der Geschichte auch vollzogene Todesurteile. Die Top-Agenten sind da besser dran, oder das Fußvolk?

PS: Ich bin auch recht humorvoll, also nicht alles so ernst nehmen , wenn ich was schreibe. manchmal muss ich auch schmunzeln, wenn ich was schreibe oder Beiträge lese.


Ich habe immer gemeint, aufgeflogene Agenten, die sich der Justiz im Operationsgebiet entziehen und ins Land des Auftraggebers gelangen können, würden eine neue, hieb. und stichfeste Identität mit nachprüfbarer "Vergangenheit" bekommen ( gefakte Einträge im Zivilstandsregister, Meldeamt, Wehrkreiskommando, etc.) bekommen. War aber offensichtlich nicht der Fall.
Theo


@Eisenringtheo so falsch liegst Du nicht. Das gibt es, das ist in jedem Falle entweder vorher mit der Identitaet oder hinterher passiert, ganz sicher.

@Eisenacher Mit ausgeflogen meinst Du sicher aufgeflogen? Die Geheimdienste versuchen alle, ihre Agenten nach Hause zu holen. Sie wirken auch darauf ein, dass diese nicht aussagen. Ich hatte Kontakte im Krankenhaus noch, und ich wurde daran erinnert, dass ich 'standhaft' bleiben sollte. Und dass man sich kuemmern wuerde.
Es gibt auch Faelle, in denen Agenten es sich anders ueberlegt haben und nicht ‘nach Hause’ wollten. Das gab es alles in der Geschichte von Geheimdiensten, sowohl blieben Russen als auch Englaender oder Amerikaner in Russland. Freikaufen da, ladna, das passiert auch. In den meisten Faellen gibt es Truempfe in der HInterhand. Beim letzten Austausch wurden aus den USA die erkannten Spione fuer US Buerger ausgetauscht, die in Moskau wegen Spionage einsassen. Ein paar Devisengeschaefte waren mit Sicherheit dabei.
Ich kann dazu nicht so viel sagen. Ich weiss nur, wie meine Tovarishi es gehalten haben. Sie haben auf jeden Fall gehalten was sie mir am Anfang sagten, sie kuemmerten sich um mich in allen Belangen. Diese Erkannten kommen auch in der freien Wirtschaft im eigenen Land zum Einsatz, so ganz auf der Strasse sitzen diese nicht, zumindest nicht in Russland. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, weil Heldentum in den USA grossgeschrieben wird, dass diese Leute in Amerika fallengelassen werden. Allerdings ist es ein Fakt, das einige SU Spione nachdem sie sich entschieden hatten in den USA zu bleiben, nach einiger Zeit die USA wieder verlassen haben, da wie geschrieben wurde, sie erkannten, dass es nicht das gelobte Land war und sie Muetterchen Russland zu sehr vermissten. Diese wurden auch ‘zuhause’ wieder aufgenommen.
Vollzogene Todesurteile, es faellt mir schwer, darueber zu reden aus personlichen Gruenden. Da gabs einige schoene Schaufaelle in den USA, und In der Sowjetunion wurde ebenfalls nicht gefackelt. Die meisten dieser Tragoedien blieben unter Schnee uns Eis verborgen. Schon beim leises Verdacht war der Ofen aus und es vergingen nur wenige Tage bis zur Vollstreckung des Todesurteils.
Top Agenten, die im Rampenlicht standen, sind in jedem Falle raus aus dem Spiel, wuerde ich sagen und werden wie heissse Kartoffel fallengelassen. Mit ihnen kann man ‘kein Staat mehr machen’ diese sind wertlos als Agenten. Kleinere Diamanten werden in bestimmten Faellen = wieder eingesetzt auf beiden Seiten. Es gab eine Menge zu tun nach 1991. Wobei es frueher einfacher war, diese wieder einzusetzen. Im Zuge der Fingerabdruckkontrollen z.B. hat sich alles erschwert, auch wenn Paesse auf anderem Namen weiterhin ‘echt’ ausgestellt werden.
Schlaefer waren und sind eine wichtige Waffe vor allem der oestlichen Geheimdienste.Wer besser dran ist? alle muessen ins Gefaengnis und hinterher muss der eine wie der andere neu anfangen. Geschenkt wird keinem etwas, vielmehr wird ihm viel genommen.

Ich freue mich, dass Du Humor hast! Humor ist so wichtig im Leben. Manchmal ist das eine ziemlich schwierige Sache mit den Deutschen was Humor angeht. Die Englaender und Amis sind da weitaus lockerer, die Russen muessen sich auch erstmal vergewissern, dass sie nicht persoenlich angegriffen werden, mein Mann begreift es langsam.
Das hier wiederspiegelt meine Meinung, es koennte stark differieren mit anderen Erfahrungen.


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#477

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 16:56
von Mart | 734 Beiträge

Liebe Moderation:
Ich halte es für bedenklich, dass in meinem Beitrag ohne mein Einverständnis -vor allem aber ohne dass es irgendwie gekennzeichnet wurde- eine Frage verändert wurde.


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#478

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 19:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mart im Beitrag #477
Liebe Moderation:
Ich halte es für bedenklich, dass in meinem Beitrag ohne mein Einverständnis -vor allem aber ohne dass es irgendwie gekennzeichnet wurde- eine Frage verändert wurde.

Hallo @Mart,es zeugt nicht gerade von Respekt und Anstand,der sonst von allen anderen eingefordert wird.
Höflich sind solche Aktionen schon gar nicht.
Aber die Admins dürfen das,sie sind keinem Rechenschaft schuldig.
Hier wird es nicht demokratisch zugehen,sondern diktatorisch.
So ähnlich wurde das im Forum schonmal von den Königen und Chefs kundgetan.
Also musst du dich damit abfinden...wie ich und andere auch.

Übrigens wurde gestern Abend hier in diesem Thread auch ein Beitrag von mir komplett gelöscht.
Es war der #451 .
Ohne Begründung,Hinweis,Wieso,Weshalb,Warum.
Höflichkeit lässt grüßen......
(PS:Es kommt immer darauf an,Wer hier Was schreiben darf)
Wirst du schon noch merken.
Einige dürfen die Keule schwingen und wenn man dementsprechend antwortet und zum "falschen Lager" gehört,wird jetzt scheinbar ohne Grund und Erklärung radiert.

Also,nur nicht kritisieren,sondern selbst Kritik einstecken........

ek40


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#479

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 20:21
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #450
Zitat von frank im Beitrag #449




du mich auch!



nicht's wi... macht nicht's !!! kick mal wo ich war und google meinen damaligen 'chef' dann wirst du den 'joke' vielleicht verstehen !!!



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#480

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 23.11.2012 20:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von ek40 im Beitrag #478
Zitat von Mart im Beitrag #477
Liebe Moderation:
Ich halte es für bedenklich, dass in meinem Beitrag ohne mein Einverständnis -vor allem aber ohne dass es irgendwie gekennzeichnet wurde- eine Frage verändert wurde.

Hallo @Mart,es zeugt nicht gerade von Respekt und Anstand,der sonst von allen anderen eingefordert wird.
Also,nur nicht kritisieren,sondern selbst Kritik einstecken........
ek40



Ich fand Deine Posting mit dem Hund nicht so schlim EK40. Allerdings haben die Admins hier eben das Recht einzugreifen und sie haben wie immer das letzte Wort. Auch bei mir wurde schon gestrichen. Wir sind hier nicht in einem antiautoritaeren Kindergarten, wo wir alle machen koennen was wir wollen.

Zu Marts Problem, das sich zu einem Problem fuer mich entwickelte.
Eine Frage von Mart zu einem bestimmten Organ der UdSSR und das in Verbindung mit meinem damaligen Ehemann, wurde auf meinen Wunsch geloescht. Hoeflich und auch reichlich detailliert habe ich trotzdem Marts Fragen beantwortet.

Beim ‘Loeschen’ wurden ganze drei Buchstaben entfernt und die GRU durch das Wort Organ ersetzt. So nun sind alle im Bilde.
Ganz klar schrieb ich vorher: der zweite Fuehrungsoffizier, im Dienst der Sowjetarmee, wurde am Ende mein Ehemann. Ganz klar hiess es von mir: Zu den Diensten und zu den Offizieren keine Aussage.
Es kamen trotzdem weitere Fragen zu beiden Offizieren, unter anderem: Der zweite Fuehrungsoffizier, war er Offizier der GRU?
Ich verlor meinen Mann in den Wirren der Transformation der UdSSR..
Du hast die richtigen Worte gefunden EK40: Es geht um Respekt und Anstand, die jeder fuer sich beanspruchen kann. Vielleicht ist das Wort Persoenlichkeitsrechte erwaehnenswert. Ich sitze hier nicht auf dem Vernehmungsstuhl. Ich erzaehle aus meiner Zeit damals. Das waren persoenlich Fragen, wobei Respekt und Anstand fehlten. Kritik soll das nicht sein, eher Aufklaerung des Sachverhalts.
Vielen Dank, freundliche Gruesse, Larissa


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.11.2012 20:38 | nach oben springen



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