#361

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 18:39
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #359
Hallo Weichmolch,

schön das Du den Beitrag von Werner Grossmann nochmals eingestellt hast.
Im Thread "Deckname Luna" hatte ich Diesen bereits einkopiert. Dazu noch die Beschreibung der Zustände der Hamburger JVA durch Larissa.
Bin gespannt, wie einige "kalte Krieger" darauf reagieren.

passport


@passport
ich finde es unpassend, und vor allem aus deinem Mund, diejenigen als kalte Krieger zu bezeichnen die die Rotlichtattacken nicht unkommentiert hinnehmen.
Zu dem Interview des W.Großmann ist zu sagen, es sind die üblichen Rechtfertigungs- und Verharmlosungs-Bemerkungen. Diejenigen, die die Stasi kennengelernt haben, wissen es bestimmt anders. Im Übrigen muss ich feststellen, dass ich diese Verharmlosungsreden schon einmal in meinem Leben gehört habe, das war in den 50er und 60er Jahren, so nach dem Motto : ach was wollt ihr denn war doch gar nicht so schlimm, es wurden doch "Autobahnen" gebaut usw.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#362

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:00
von DoreHolm | 7.709 Beiträge

Gert, ich habe den Eindruck, daß Du auch zu den Vielen gehörst, für die das MfS nur aus Horch und Guck besteht, also Leuten, die Dich "bearbeitet" haben. Wie Großmann schon sagte, das schien ein Fehler gewesen zu sein, das alles, was sich heute in BND, VS, MAD und teilweise auch BKA separat angesiedelt hat, in einem Ministerium zu verreinen. Versetze Dich mal in die Situation, das wäre in der DDR auch getrennt gewesen. Würde sich da nenneswert wer an der HVA hochziehen ? Dich würde doch das dann auch nur am Rande interessieren. Ich vermute, daß viele der Leute von der HVA nicht unbedingt Freunde von Mielke gewesen waren. Du sprichst Großmanns Aussagen jeglichen Wahrheitsgehalt ab, vermute ich. Aber ehemalige heute als politische Häftlinge zählende (tatsächliche oder auch nur vorgeschoben politische) Leute, die erzählen natürlich die reine Wahrheit. Du scheinst gegen andere Ansichten und Argumente, die bei Dir ein Abrücken von einer bisherigen Meinung bedeuten, noch resistenter zu sein als diejenigen, die Du gemeinhin in die linke Ecke stellst.



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#363

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:02
von Grenzverletzerin (gelöscht)
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Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


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#364

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von GZB1 im Beitrag #360
Zitat von Larissa im Beitrag #358
Mein Mann sagt ich soll jetzt endlich die Schnauze halten und mir ein Stueck Kuchen reinschieben.


Auch zuviel Kuchen ist ungesund Larissa.



GZB1, Siehste, der eine sagt so, der andere so................. bei mir nichts Neues!

Hallo Gert, kalter Krieger! So ist die eine Meinung der kalten Krieger, so die der anderen aus dem Rotlichtlager.
Nun kann's nach einem Tag Waffenstillstand hier wieder in alter Manier an die Waffen gehen. Feuerfrei.
Und danach kann wieder mit dem alten Wischmop weiterbesudelt werden.


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zuletzt bearbeitet 20.11.2012 19:06 | nach oben springen

#365

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:12
von DoreHolm | 7.709 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?



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#366

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:30
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Weichmolch im Beitrag #352
Ich habe aus der Versenkung ein Interview "ausgegraben", welches an dieser Stelle m.M.n. passt.

»Geschichte schreiben, nicht Geschichten erzählen«

Gespräch mit Werner Großmann.

Über den Umgang mit der DDR-Auslandsaufklärung, die anhaltende
Kalte-Kriegs-Hetze und das Ausblenden von Zeitzeugen.
Und darüber, wie die sich wehren

Interview: Peter Wolter

Werner Großmann kam nach einer Maurerlehre und einigen Semestern Studium an der TH Dresden 1952 zur Schule des Außenpolitischen Nachrichtendienstes (APN) der DDR, dem Vorläufer der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA). Er studierte 1966/67 an der Parteihochschule in Moskau und schloß ein Fernstudium an der Juristischen Hochschule Potsdam 1972 als Diplom-Jurist ab. 1986 wurde er Nachfolger des langjährigen HVA-Chefs Markus Wolf und stellvertretender Minister des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Sein letzter Dienstgrad war Generaloberst.

In letzter Zeit häufen sich Fernsehfilme wie etwa »Die Frau vom Checkpoint Charly« oder der SOKO-Leipzig-Krimi »Unerwarteter Nahschuß«. Es geht immer wieder um ein Thema, nämlich die böse DDR-Staatssicherheit. Sie haben jahrzehntelang an hervorgehobener Stelle in diesem Ministerium gearbeitet. Was haben derartige Filme aus Ihrer Sicht mit der Realität zu tun?

Überhaupt nichts. Das sind Machwerke, die den Nachweis führen sollen, daß die DDR ein Unrechtsstaat und dessen Sicherheitsorgan, das Ministerium für Staatsssicherheit (MfS), eine verbrecherische Institution war. Die Realität ist eine ganz andere – wie viele andere habe auch ich sie miterlebt und mitgestaltet, ich weiß also sehr genau, wovon ich rede.

Was müßten diese Filme denn zeigen, wenn sie die Realität wiederspiegeln sollten?

Etwas davon ist z.B. in dem Film »12 heißt: ich liebe Dich« zu sehen. Realistische Wiedergabe von tatsächlichen Begebenheiten. Daß dies so war zeigt die widerliche öffentliche Reaktion von Hubertus Knabe, dem Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, und seinesgleichen.
Die Filmemacher müßten zunächst einmal auch mit den Personen sprechen, die sie als verbrecherisch darstellen – im Rechtswesen gibt es immerhin den schon den alten Römern geläufigen Grundsatz »audiatur et altera pars«, auf deutsch: auch die andere Seite muß gehört werden. Ich will gar nicht in Abrede stellen, daß es Menschen gibt, die in der DDR Unangenehmes erlebt haben, sie sollen ihr Schicksal auch schildern können. Aber lediglich aus den subjektiven Erzählungen Betroffener auf die Realität schließen zu wollen, ist intellektuell unsauber und führt mit Sicherheit zu Falschdarstellungen.

Es gibt sicherlich vieles, was man an der DDR schon damals kritisieren konnte. Aber warum fokussieren sich die Redaktionen von Fernsehen und von Zeitungen so auf das MfS?

Ich würde das nicht nur auf die Medien beschränken. Diese Fokussierung ist ja politisch gewollt, sie wird bewußt nicht nur staatlichen Institutionen aufgezwungen, sondern auch gesellschaftlichen Einrichtungen. Natürlich in erster Linie auch den Medien, weil diese eine große Rolle bei der Formierung der öffentlichen Meinung spielen.

Wenn man diesen Berichten Glauben schenkt, war das MfS ungefähr so etwas wie der Vorhof der Hölle. Seit Ende 1990 gilt auf dem Gebiet der Ex-DDR allerdings das bundesdeutsche Recht. Müßte man die angeblichen Untaten des MfS nicht auch in Gerichtsurteilen gegen dessen Mitarbeiter wiederfinden?

Auch hier ist die Realität eine ganz andere. Zur Allgemeinbildung eines durchschnittlichen deutschen Zeitungslesers gehört doch heutzutage, daß das MfS gefoltert hat, daß Dissidenten in die Psychiatrie kamen, daß Kinder ihren Eltern weggenommen wurden. Schauen wir uns die Zahlen an, wie sie z.B.der Jurist Friedrich Wolff in seinem Buch: »Einigkeit und Recht« wiedergegeben hat. Die BRD-Justiz hat demnach etwa 100000 Ermittlungsverfahren gegen Grenzsoldaten, Juristen, MfS-Angehörige und DDR-Politiker eingeleitet. Wolff zitiert den früheren Generalstaatsanwalt Christoph Schaefgen, der das 2000 in der Zeitschrift Neue Justiz bilanziert hat: Bis Anfang 1999 gab es nach seinen Erkenntnissen nur etwa 300 rechtskräftige Verurteilungen. Die Rechtsprofessoren Klaus Marxen und Gerhard Werle von der Humboldt-Universität Berlin sind laut Wolff etwas präziser, sie zählten 289 Verurteilungen – davon waren 86 Geldstrafen, 184 Freiheitsstrafen mit und 19 ohne Bewährung. Es gab demnach keine einzige Anklage wegen Folter, Zwangsadoptionen oder Einweisungen in die Psychiatrie.

Laut Schaefgen waren nur 25 Verurteilte Angehörige des MfS. Davon wurde einer zu einer Freiheitsstrafe, 22 zu Freiheitsstrafen auf Bewährung, einer zu einer Geldstrafe verurteilt, einer wurde verwarnt. Die Frage wird in der Öffentlichkeit natürlich nicht gestellt, inwiefern diese Verurteilungen politisch motiviert waren. Ich gebe allerdings gerne zu, daß das eine oder andere Verfahren durchaus berechtigt war. Sicherlich hat es auch bei uns, wie eben auch in BRD-Behörden, Gesetzesverletzungen gegeben. Und wenn sie beweiskräftig erwiesen und nicht politisch motiviert sind, sind sie auch zu ahnden.
Zum Komplex der Auslandsaufklärung: Ich selbst wurde direkt am Tag der sogenannten Wiedervereinigung, am 3. Oktober 1990, vom Bundeskriminalamt auf Grund eines schon im September 1990 erlassenem Haftbefehls verhaftet. Dann gab es gegen mich eine Anklage wegen Landesverrats. Das Verfahren wurde 1995 durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts abgeschlossen. Darin heißt es: »Die Angehörigen der Geheimdienste der DDR hatten – wie die Geheimdienste aller Staaten der Welt – eine nach dem Recht ihres Staates erlaubte und von ihm sogar verlangte Tätigkeit ausgeübt«. Das heißt für uns, die DDR-Mitarbeiter der Auslandsaufklärung, daß unsere nachrichtendienstliche Tätigkeit nicht unter Strafe gestellt wurde. Anders sah es für unsere Kundschafter aus, die in westlichen Ländern, insbesondere in der BRD und in Westberlin, gearbeitet haben.

Es wird in Medien immer wieder behauptet, die HVA habe zur Nachrichtengewinnung Erpressung, Bestechung etc. eingesetzt.

Sowohl unser Dienst als auch die Gegenseite haben mit dem Ziel, Personen zur Mitarbeit zu gewinnen, im wesentlichen zu ähnlichen Methoden gegriffen. Wir haben aber viel stärker auf die ideologisch-politische Überzeugung gesetzt, uns ging es schließlich darum, einen Krieg zu verhindern. Auf diese Weise konnten wir Kundschafter gewinnen, die sehr lange Zeit sehr verläßlich und erfolgreich mit uns zusammengearbeitet haben. Die Gegenseite hingegen setzte vorwiegend auf Geld und Druck – was, wenn überhaupt, bestenfalls kurzfristige Erfolge brachte. Uns ist es gelungen, eine Vielzahl dieser Agenten dazu zu bringen, nur zum Schein für den Westen, in Wirklichkeit aber für uns zu arbeiten.

Im Zentrum der Kampagne gegen das MfS steht immer wieder das frühere Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen. Durch diese heutige »Stasi-Gedenkstätte« werden jedes Jahr Tausende Berlin-Besucher geschleust, darunter viele Schulklassen. Ihnen allen wird dort vermittelt, wie grausam es in der DDR zuging. Als Journalist habe ich schon den einen oder anderen BRD-Knast besucht – einen wesentlichen Unterschied habe ich nicht erkennen können. Was ist eigentlich das Besondere an Hohenschönhausen?

Ich hatte in meiner dienstlichen Tätigkeit nichts mit der Führung von Haftanstalten in der DDR zu tun, weiß aber, daß die Unterbringung der Gefangenen und die Verhörmethoden sich in keiner Weise von dem Vorgehen westlicher Länder unterschieden Es war aber allemal humaner, in der DDR einzusitzen, als etwa in Frankreich oder Spanien. Kundschafter von uns können das aus eigenem Erleben bezeugen. Ich selbst war z.B. 1993 für sechs Wochen in der Westberliner Haftanstalt Lehrter Straße in Beugehaft und zeitweise zu Zeugenaussagen geladen in Moabit – ich weiß also aus eigenem Erleben, wie man dort mit Gefangenen umgeht. Beugehaft ist nun zugegebenermaßen nicht die strengste Verwahrung, reicht aber durchaus, um psychischen Druck zu erleben. Von psychischem Druck braucht mir also niemand etwas zu erzählen.

In allen Knästen gibt es sogenannte Beruhigungszellen – auch Gummizellen genannt. In Hohenschönhausen wird dies als besonderes Martyrium dargestellt, aber niemals erwähnt, daß es in Westberliner Knast Moabit viel mehr solcher Einrichtungen gibt. So manches von dem, was in Hohenschönhausen gezeigt wird, wurde erst nachträglich eingebaut, wie die sogenannte Wasserzelle. Den Besuchern werden dort also Dinge vorgeführt, die es nie gegeben hat. Auch das an Zellenwänden klebende Blut hat es nie gegeben.

Am 22. April erschien in der Linkspartei-Zeitung Neues Deutschland ein Bericht über eine Fotoausstellung in Hohenschönhausen, Titel »Im Namen der guten Sache?«. Daraufhin hagelte es empörte Leserbriefe, von denen jedoch keiner abgedruckt wurde. Wie ist Ihr Kommentar dazu?

Ich lese das Neue Deutschland schon seit langem nicht mehr. Freunde haben mir diesen Artikel aber kopiert, ich bin entrüstet darüber. Das war so mit das Schlimmste, was ich an Hetze gegen die DDR seit langem gelesen habe. Der Autor hat nur Häme ausgegossen und die verfälschten Darstellungen über die Haftanstalt Hohenschönhausen bedient. Er hat nicht einmal versucht, einen eigenen Gedanken beizusteuern oder sich nach Hintergründen zu erkundigen. Von Folter z. B. ist darin die Rede, von Schreien aus der Nachbarzelle – wo bitte hat es Folter gegeben? Welchen Beweis gibt es dafür, wer ist deswegen verurteilt worden? Wenn es das gegeben hätte, wäre die BRD-Justiz mit Sicherheit tätig geworden. Ein anderes Beispiel: In dem Beitrag heißt es, man solle nicht über die Folter auf dem US-Stützpunkt Guantánamo sprechen, sondern über Hohenschönhausen. Das ist doch ein Skandal sondergleichen! Der Beitrag wimmelt von Lügen. Und daß so etwas mittlerweile im ND erscheinen kann, wundert mich seit längerem nicht mehr.

Nicht nur das MfS als Ganzes, auch die HVA wird von den Medien, von Opferverbänden oder von Politikern der CDU, der SPD oder den Grünen angegriffen. Ist der Eindruck richtig, daß diese Kritik auch dazu dient, die unbestreitbaren Leistungen der HVA klein zu reden? BND und CIA haben nicht annähernd so erfolgreich gearbeitet.

Das ist sicher auch ein Motiv für die immer wiederkehrenden Angriffe. Man versucht nicht nur, unsere erfolgreiche Arbeit zu verschweigen, sondern auch zu suggerieren, wir hätten daran gearbeitet, die BRD oder andere Staaten zu unterwandern, zu destabilisieren und schließlich zu liquidieren. Das ist alles Quatsch, das hat es gar nicht gegeben. Unsere Aufgabe war, für die Erhaltung und Sicherung des Friedens zu arbeiten. Dem diente z.B. auch unser Beitrag zum Scheitern des Mißtrauensvotums gegen den früheren Bundeskanzler WillyBrandt. Unsere Aufgabe war, zur äußeren Sicherheit der DDR und der anderen Staaten des Warschauer Paktes beizutragen.
Es ist richtig, daß wir sowohl in der politischen als auch in der militärischen, wirtschaftswissenschaftlichen und technischen Aufklärung große Erfolge hatten. Auch in der Aufklärung der gegnerischen Geheimdienste. Von bundesdeutscher Seite wird das gerne abgestritten – von Wissenschaftlern oder auch ehemaligen Geheimdienstlern anderer Staaten durchaus bestätigt. Diese Erfahrung haben wir bei bislang drei internationalen Konferenzen über die Geschichte der HVA immer wieder gemacht.

Die letzte Konferenz dieser Art fand am 17./18. November 2007 im dänischen Odense statt – sie wird dokumentiert in dem jetzt erschienenen 1. Band der Geschichte der HVA unter dem Titel »Hauptverwaltung A – Geschichte, Aufgaben Einsichten«. Wie kam es zu dieser Publikation?

Die erste Konferenz zum Thema HVA gab es 1994 in Berlin, unter dem Titel »Duell im Dunkeln«. Daran nahm auch ehemalige Geheimdienst-Prominz aus der BRD teil – etwa Heribert Hellenbroich, der sowohl Präsident des Bundesverfassungsschutzes als auch des BND war. Oder Flottillenadmiral a. D. Elmar Schmähling, der den Militärischen Abschirmdienst geleitet hatte. 2004 gab es – ebenfalls in Berlin – eine Konferenz unter der Fragestellung »Spionage für den Frieden?«. Einer der Teilnehmer war der langjährige Osteuropa-Verantwortliche der CIA, Milton Bearden. Er würdigte in seinem Redebeitrag ausdrücklich den Beitrag, den die Auslandsaufklärung der DDR für die Erhaltung des Friedens geleistet hat. Ähnlich äußerte sich Witali W. Korotkow, früher hoher Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Über diese Konferenzen haben die deutschen Medien so gut wie gar nicht berichtet.
Im vergangenen Jahr nun wollte das Zentrum für die Erforschung des Kalten Krieges der süddänischen Universität Odense ebenfalls hier in Berlin eine Konferenz zur Geschichte der HVA abhalten. Die Birthler-Behörde wollte anfangs mit Historikern daran teilnehmen, zog sich dann aber zurück, weil die Dänen auch ehemalige HVA-Offiziere als Zeitzeugen hören wollte. Und schließlich wurde sogar durchgesetzt, daß das für diese Konferenz fest gebuchte Harnack-Haus nach Interventionen der Birthler-Behörde, von Opferverbänden etc. gekündigt wurde. Die Tagung fand dann aber doch statt: In Odense und ohne Birthler-Behörde. Fast ohne: Der Historiker Helmut Müller-Enbergs ließ durch einen Kollegen seinen Beitrag verlesen, was ihm hausintern enorme Schwierigkeiten einbrachte. Auf der Konferenz hielten elf ehemals leitende HVA-Mitarbeiter und 13 Wissenschaftler aus mehreren Ländern Referate. Die internationale Resonanz war sehr beachtlich.

Die nationale aber auch.

Das trifft zu, in deutschen Zeitungen wurde die Konferenz aber lediglich als Demonstration ewiggestriger und unbelehrbarer MfS-Hardliner dargestellt. Daß ausländische Wissenschaftler teilgenommen hatten, wurde – wenn überhaupt – nur am Rande erwähnt. Und auf Inhalte ging – bis auf die junge Welt – kein einziger der Korrespondenten ein. Die Berichterstattung stand voll in der Tradition der schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges.

Der Konferenz-Band sollte eigentlich, so war wohl die Absprache, von der Universität Odense herausgegeben werden. Jetzt erscheint er aber in Berlin – warum?

Es war mit der Universität Odense vereinbart, daß unsere Beiträge jeweils 20 Minuten dauern sollten. Mitunter war das Vortragsmanuskript aber viel umfangreicher, deswegen sollten die Texte anschließend in voller Länge in einem Buch abgedruckt werden, das die Universität zur Dokumentation herausgeben wollte. Wir haben umgehend alle unsere Unterlagen bei der Universität abgegeben – damit war unser Teil der Zusagen erfüllt. Zusätzlich sollten in dem Band natürlich die Referate erscheinen, die Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden gehalten haben.
Dann gab es jedoch das negative Medienecho in Deutschland, daraufhin wurde offenbar von deutscher Seite Druck auf die Dänen ausgeübt. Im Detail weiß ich natürlich nicht, was da gelaufen ist und wer wem was angedroht hat – jedenfalls nahmen die Verantwortlichen der Universität Odense plötzlich Abstand von dem Vorhaben, einen kompletten Konferenz-Reader herauszubringen. Uns wurde mitgeteilt, daß wahrscheinlich nur die Beiträge der westlichen Wissenschaftler publiziert würden, aber nicht die aus den Reihen der HVA. Daraufhin haben wir nicht lange gefackelt und selbst das jetzt vorliegende Buch herausgegeben. Die Beiträge der ausländischen Wissenschaftler sind darin auch wiedergegeben, wenn auch nicht im Wortlaut, sondern nur in referierender Form.
Wir planen schon seit längerem, die Geschichte der HVA festzuhalten. Dazu gibt es schon umfangreiche Vorarbeiten. Dieses Buch ist der erste Band einer geplanten Reihe.

Welche Themen stehen als nächste an?

Geplant sind viele Themen. Im Herbst wird nach unserer bisherigen Planung der zweite Band erscheinen, darin geht es um den Sektor Wissenschaft und Technik der HVA. Weitere Themen sind noch nicht im Detail festgelegt, aber es gibt schon eine Menge Material. Wir werden natürlich auch Fragen berücksichtigen, die von den ausländischen Referenten bei der Konferenz in Odense aufgeworfen wurden. Unser Vorhaben steht unter dem Motto, Geschichte zu schreiben und keine Geschichten zu erzählen.

Rechnen Sie damit, daß versucht wird, diese Publikationen zu behindern oder gar zu verhindern?

Man muß immer damit rechnen, daß das versucht wird. Ich selbst habe es zu spüren bekommen, als ich 2001 mein Buch »Bonn im Blick« vorstellen wollte. Da gab es von einer im Buch genannten Person den Antrag auf einstweilige Verfügung, mit der sie die Veröffentlichung verhindern wollte. Erst eine halbe Stunde vor der öffentlichen Präsentation des Buches erhielt ich den Bescheid eines Hamburger Gerichts, daß diese einstweilige Verfügung zurückgewiesen wurde. Ich sehe aber juristisch keine Möglichkeiten, gegen das jetzt vorliegende Buch vorzugehen.

[Junge Welt vom 03. Mai 2008]

Viele der genannten Aspekte finden in diesem Thread ihren Niederschlag.
Die Qualität dieses Threads lässt sich bestimmt nicht mit PN's oder zweifelhaften Mail's erhöhen. Solches Verhalten lehne ich grundsätzlich ab.

Weichmolch



Vielen Dank für dieses aufschlußreiche Interview mit Werner Großmann! Da fielen mir doch spontan die Worte des Genossen Mielke ein: "Dabei liebe ich doch alle --alle Menschen." Ich werde jetzt in stillem Gedenken an alle Mitarbeiter des MfS, die immer nur zum Wohle der Gesellschaft und der dort lebenden Menschen gewirkt haben, eine Kerze anzünden und wegen der verdrehten Geschichtsschreibung und der diffamierenden Darstellung in den Medien leise ins Kissen schlurzen.


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#367

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


beantworten wir doch die Frage von DoreHolm
Werner Großmann (* 9. März 1929 in Oberebenheit geboren) ist ehemaliger stellvertretender Minister für Staatssicherheit und war von 1986 bis 1990 Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), dem Auslandsgeheimdienst der Deutschen Demokratischen Republik.


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#368

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 19:50
von Grenzverletzerin (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


Lesenswert!!
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=...&t=3213286&pg=1


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#369

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 20:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #368
Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


Lesenswert!!
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=...&t=3213286&pg=1


Danke, kein Bedarf, reingeschaut, muss ich nicht lesen. Wer liest das was die andere Seite zu sagen hat?
Da genau ist die Problematik, die versucht wurde zu erklaeren hier in den letzten Stunden. Zur Verarbeitung gehoeren beide Seiten und da muss auch die andere Seite zuhoeren. Die Ausfuehrungen der hier sogenannten 'Rotlichter' werden grundsaetzlich abgeschmettert, und die, die alles auf ihrer Seite fuer richtig halten und keinen cm auf den anderen zugehen, muessen sich dann nicht wundern. Vielleicht koennen wir uns alle wieder beruhigen und zum Thema zurueckfinden, und gemeinsam wenigstens etwas anhoeren, wahrscheinlich gibts darueber auch Streit...
http://www.youtube.com/watch?v=e882_kyvAsw


EK82I hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2012 20:01 | nach oben springen

#370

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 20:23
von WernerHolt (gelöscht)
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@ larissa

sorry werde jetzt total OT:

Zitat
Nun kann's nach einem Tag Waffenstillstand hier wieder in alter Manier an die Waffen gehen. Feuerfrei.



das war immer das feuerkomando ,beim gefechtsschiessen in bergen ........ weiß auch nicht wie ich gerade darauf komme

sorry

und weiter hier im irrenhaus........


zuletzt bearbeitet 20.11.2012 20:23 | nach oben springen

#371

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 20:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von WernerHolt im Beitrag #370
@ larissa

sorry werde jetzt total OT:

Zitat
von Larissa: Nun kann's nach einem Tag Waffenstillstand hier wieder in alter Manier an die Waffen gehen. Feuerfrei.


das war immer das feuerkomando ,beim gefechtsschiessen in bergen ........ weiß auch nicht wie ich gerade darauf komme
sorry
und weiter hier im irrenhaus........



Sweetheart, so irre ist das hier gar nicht, es sind nur wir Menschen hier...............

meiner hat gesagt, er schmeisst den Computer gleich aus dem Fenster. Wird schwierig, die Fensterlaeden sind schon runter. Gute Nacht allen, Morgen ist ein neuer Tag, wenn kein Hurrikan oder Tornado uns vernichtet, dann machen wir selber weiter..........

Angefügte Bilder:
6a00d8341bf89d53ef00e54f4503ce8834-640wi.jpg

zuletzt bearbeitet 20.11.2012 20:41 | nach oben springen

#372

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 20:41
von WernerHolt (gelöscht)
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*lach*


ja,ja die berühmten 3 affen : nix hören , nix sehen und nix sagen ...........auf gut deutsch : "schnauze halten"


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#373

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 20:45
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Liebe Larissa, mal eine kurze Frage: Das sich auf dem Gebiet der BRD die üblichen Verdächtigen, sprich CIA, KGB, MfS usw. getummelt haben, ist klar. Was ist mit den anderen Geheimdiensten? So jedes Land hat ja seinen Geheimdienst.....waren die hier auch aktiv und hat da jeder sein eigenes Süppchen gekocht? Wie muss ich mir als Laie das vorstellen?


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#374

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 20:52
von passport | 2.640 Beiträge

Hier die Aussage und Einschätzung der Tätigkeit des MfS von Hannes Sieberer ( Nationalität Österreich ) der für einen amerikanischen GD in der DDR spionierte und auch Spione anwarb. Interessant sind dabei seine Eindrücke über die UHA HSH und Bautzen II.

Korrekte Behandlung

Sieberer erläutert in seinen Beiträgen denn auch, wie es dazu kam, daß er sich schon in sehr jungen Jahren auf die CIA eingelassen hatte, wie er ausgebildet wurde und wie seine Spionageaufträge abliefen. Kierstein steuert die Darstellung von Fahndungsmethoden bei, ergänzt durch seine konkreten Erinnerungen an diesen Fall. Immer wieder kommen beide auf Sieberers Haftzeit im Gefängnis zurück. Denn beide haben ganz anderes zu erzählen als das, was heute kampagnenartig immer wieder der DDR und dem MfS vorgehalten wird.

Aus Sieberers Schilderungen ergibt sich folgendes Bild: Die DDR war ein souveräner Staat, der jedes Recht hatte, Spionage zu unterbinden. Im Gegensatz zu den Erwartungen der CIA war das MfS hochprofessionell - sowohl in der Qualifikation der Mitarbeiter als auch in den technischen Fähigkeiten. Verhaftung, Vernehmung und die Behandlung beim Prozeß und in der anschließenden Haft waren korrekt. Willkürakte von MfS-Offizieren oder von Seiten des Gefängnispersonals gab es nicht. Sieberer hat weder Folterzellen erlebt noch gesehen noch über andere Häftlinge davon gehört. Die DDR-Gefängnisse waren nicht angenehm, entsprachen nach seinen Schilderungen aber etwa dem BRD-üblichen Standard. Er hält zu dem Thema wissenschaftliche Distanz. Sieberer hat 1990 an der Universität Innsbruck zu dem Thema promoviert, das sein Leben geprägt hatte. Titel: »Geheiminstrumente des Friedens. Nachrichtendienste in den internationalen Beziehungen. Ihre Zulässigkeit und ihr Wesen unter Berücksichtigung eliten- und kommunikationstheoretischer Aspekte.«


Nachzulesen in seinen Buch (Co-Autor Herbert Kierstein)





passport


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#375

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 21:11
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #373
Liebe Larissa, mal eine kurze Frage: Das sich auf dem Gebiet der BRD die üblichen Verdächtigen, sprich CIA, KGB, MfS usw. getummelt haben, ist klar. Was ist mit den anderen Geheimdiensten? So jedes Land hat ja seinen Geheimdienst.....waren die hier auch aktiv und hat da jeder sein eigenes Süppchen gekocht? Wie muss ich mir als Laie das vorstellen?


Andere Geheimdienste? Du meinst sicher die Geheimdienste der maechtigeren Staaten.
Hier eine Karte
http://diepresse.com/home/politik/aussen...ienste-der-Welt

Die kochen schon ihre eigenen Suppen, nur, eine wirkliche Zusammenarbeit wuerde ich nicht als unbedingt sicher ansehen. Wie schon erwaehnt hier, der grosse Bruder beobachtet auch seine kleineren Brueder, das gilt fuer die USA und fuer die RF.
Vor allem die Geheimdienste arabischer Staaten waren sowohl in der BRD als auch in der DDR taetig. Mein Doppelagent ‘Iraker’ war in beiden deutschen Staaten taetig. Syrische und libysche Geheimdienste waren in beiden Teilen Deutschlands anzutreffen, da ging es in verschiedene Richtungen was Aufgabengebiete anging. Vor allem England, BRD, DDR, UdSSR und die USA bedienten sich unter anderem dieser Geheimdienste. Wir sprechen vom Kalten Krieg, davon gehe ich aus. Der Mossad war nicht nur, sondern ist ueberall anzutreffen, gerade heute. Denn die Arbeit von terroristischen Vereinigungen gegen Israel spielten sich nicht nur im Iran oder in arabischen Nachbarlaender, sondern in ganz Europa, und bei den Grossmaechten ab.
Z.B. befinden sich gegenwaertig Spione der CIA in Suedrussland, im Kaukasus und in den benachbarten frueheren Republiken der SU. Und die arbeiten mit Sicherheit nicht mit der RF zusammen.
Es gaebe dazu noch so viel zu sagen, wir muessen es allerdings auf Morgen verschieben. Meine Tochter hat keine Lust mehr zu korrigieren, mein Mann spricht nicht mehr mit mir.....

Ich hoffe einige andere warten hier mit Wissen auf, ich kann nur hineinbringen, was ich gelernt und erlebt habe.


zuletzt bearbeitet 20.11.2012 21:16 | nach oben springen

#376

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 21:17
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


DoreHolm die Kiste mit dem Auseinanderdividieren von HVA und dem übrigen Unterdrückungsapparat, hie die Guten da die Bösen, funktioniert nicht. Es ist dank der Akten, die sie uns hinterliessen, erwiesen, dass beide Fraktionen eng miteinander kooperierten und vor Dingen nicht zurückschreckten, die heute zu Recht angeprangert werden. Selbst die Spione, die für die DDR arbeiteten, haben dazu beigetragen, dieses sog. politische System zu stabilisieren und damit und dadurch gleichzeitig gegen die Mehrheit der Menschen in der DDR gearbeitet. Im Übrigen gibt es dazu sicher genug Literatur oder auch mal ein Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen wäre hilfreich. Dort kannst du Opfer genug dokumentiert sehen ( auch von ihren Meistern dem NKWD später KGB )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#377

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 21:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #376
Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


DoreHolm die Kiste mit dem Auseinanderdividieren von HVA und dem übrigen Unterdrückungsapparat, hie die Guten da die Bösen, funktioniert nicht. Es ist dank der Akten, die sie uns hinterliessen, erwiesen, dass beide Fraktionen eng miteinander kooperierten und vor Dingen nicht zurückschreckten, die heute zu Recht angeprangert werden. Selbst die Spione, die für die DDR arbeiteten, haben dazu beigetragen, dieses sog. politische System zu stabilisieren und damit und dadurch gleichzeitig gegen die Mehrheit der Menschen in der DDR gearbeitet. Im Übrigen gibt es dazu sicher genug Literatur oder auch mal ein Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen wäre hilfreich. Dort kannst du Opfer genug dokumentiert sehen ( auch von ihren Meistern dem NKWD später KGB )



Danke Gert fuer den Wink mit dem dicken Zaunpfahl. Nun schmeisse ich selbst den Computer aus dem Fenster. Auch Dich hab ich lieb!


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#378

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 21:38
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #377
Zitat von Gert im Beitrag #376
Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


DoreHolm die Kiste mit dem Auseinanderdividieren von HVA und dem übrigen Unterdrückungsapparat, hie die Guten da die Bösen, funktioniert nicht. Es ist dank der Akten, die sie uns hinterliessen, erwiesen, dass beide Fraktionen eng miteinander kooperierten und vor Dingen nicht zurückschreckten, die heute zu Recht angeprangert werden. Selbst die Spione, die für die DDR arbeiteten, haben dazu beigetragen, dieses sog. politische System zu stabilisieren und damit und dadurch gleichzeitig gegen die Mehrheit der Menschen in der DDR gearbeitet. Im Übrigen gibt es dazu sicher genug Literatur oder auch mal ein Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen wäre hilfreich. Dort kannst du Opfer genug dokumentiert sehen ( auch von ihren Meistern dem NKWD später KGB )



Danke Gert fuer den Wink mit dem dicken Zaunpfahl. Nun schmeisse ich selbst den Computer aus dem Fenster. Auch Dich hab ich lieb!


you are welcome, aber so dick ist der Zaunpfahl nicht, wenn ich deine Post richtig gelesen habe, hattest du mit den Ostberlinern nichts am Hut, oder doch ?


.
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#379

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 21:39
von KID | 234 Beiträge

Gert, ich sage es nu ganz frech... wenn du wirklich meinst, es geht nicht HVA und MfS voneinader generall zu unterscheiden, dann koennte ich auch sagen: das deutsche Volk waehrend des 2. Weltkrieges sieht fuer mich und meine Landsleute genauso aus. Wer nicht unbedingt nachweislich im Knast war oder verfolgt war, war fuer mich dann Mitlaeufer und damit auch schuldig. Schluss, Ende. Das heisst, fuer mich, sind Deine Vorfahren genauso fuer Auschwitz, Khatyn, usw verantwortlich wie die Hiwis und SS-Leute, die diese verbrechen direkt veruebten. Passt Dir das? Wahrscheinlich nicht. Deine dummen Ausserungen passen mir naemlich auch nicht. Und so geht das dumme, entgleiste gespraech weiter.

Schoenen Abend an die 'Braunlichter'

Jens


DoreHolm und Uleu haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#380

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 20.11.2012 21:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #378
Zitat von Larissa im Beitrag #377
Zitat von Gert im Beitrag #376
Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #363
Beiträge wie die des Herrn Werner Grossmann sind ein Tritt ins Gesicht für alle Opfer!! Bäh...Bäh...


Welche Opfer der Auslandsaufklärung meinst Du ?


Dort kannst du Opfer genug dokumentiert sehen ( auch von ihren Meistern dem NKWD später KGB )



Danke Gert fuer den Wink mit dem dicken Zaunpfahl. Nun schmeisse ich selbst den Computer aus dem Fenster. Auch Dich hab ich lieb!


you are welcome, aber so dick ist der Zaunpfahl nicht, wenn ich deine Post richtig gelesen habe, hattest du mit den Ostberlinern nichts am Hut, oder doch ?


Richtig Gert, es bleiben aber meine Kameraden und Genossen. Und die 'Meister' erwaehnst Du.


zuletzt bearbeitet 20.11.2012 21:45 | nach oben springen



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