#301

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 15.11.2012 22:59
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #300
Zitat von frank im Beitrag #285
Zitat von Gert im Beitrag #270
Zitat von KARNAK im Beitrag #265
Zitat von GZB1 im Beitrag #255
An die Fachleute mal ne Frage:

Wie war das bei der Auflösung des MfS/ AfNS, wurden die ausscheidenden Mitarbeiter entpflichtet (vom Eid entbunden)?
Oder weiterhin zur Geheimhaltung verpflichtet?

Ach was,man ist einfach auseinandergerannt wie ein Haufen Hühner.Getreu dem Motto:Rette sich wer kann"Es war einfach nur Chaos,keiner konnte mit der Situation eigentlich umgehen,weil eben keiner wirklich damit gerechnet hat.Deswegen sind ja auch so ein Haufen Akten übrigeblieben.Denn auch auf diese eventuelle Notwendigkeit war man nicht vorbereitet.Wenn ich mal ein Geheimiss verraten darf,wir haben LKW davon einfach auf Müllhalden gefahren und zwischen den Hausmüll gekippt.Kein Mensch hatte zu diesem Zeitpunkt überhaupt eine Vorstellung davon und hat sich darum gekümmert.Und heute sind sie mit Sicherheit Kompost und kein Problem mehr.


rot mark.

Na gottseidank, dass so viele Akten übrig geblieben sind. Wie sollte man denn sonst später eure Renten berechnen, wenn gar kein Tätigkeitsnachweis mehr vorhanden ist.




was will man denn an einer 'einheitsrente' noch berechnen ???


Wahrscheinlich bekommst du eine Einheitsrente, denn was in der Stasi gearbeitet wurde, war ja so was von streng geheim, deswegen kann man das nicht an Leistungsmerkmalen orientiert berechnen, wie das für andere AN üblich ist.. Insofern stimme ich dir zu.



Gert dann informiere dich mal übers deutsche Rentenrecht!!

Für "staatsnahe" in der DDR GIBT es eine Einheitsrente,unabhängig vom ehemaligen Einkommen


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#302

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 15.11.2012 23:13
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Gert, mal eine Frage, die Doch sicher genau beantworten kannst. Wie sind denn die "staatstragenden" Leute des Dritten Reiches berentet worden ?
Da war man doch in der alten BRD nicht so pingelig, oder ?
Ein alter Sammlerfreund von mir war Musiker im Staabsmusikorchester der DDR-Marine. Weil er einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, galt er als "staatstragend" und bekam deshalb nur die für solche Fälle vorgesehene Mindestrente. Der Mann hat sein ganzes Leben lang nur Musik gemacht, allerdings in Unform. Mein Vater war Betriebsleiter in einer Möbelbude. Auch er hatte deshalb nur die Mindestrente bekommen. Erklär mir das bitte mal, warum das richtig gewesen sein soll. Das war eine rein politische Entscheidung nach Siegermentalität, nichts Anderes. Da ändert es von der Sache her nichts, daß später diese Benachteiligung durch das BVG aufgehoben wurde.



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#303

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 01:32
von Mart | 734 Beiträge

Da ich die Sache mit den Renten etwas anders in Erinnerung habe, möchte ich nachfragen - vielleicht weiß ich da etwas nicht:

Was ist mit Einheitsrente sowie mit Mindestrente ganz konkret gemeint?
Bei der Einheitsrente dann bitte auch die derzeit gültige Summe mitteilen.


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#304

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 07:14
von furry | 3.573 Beiträge

Nun fehlt nur noch, dass jemand einen Zusammenhang zwischen Rente und dem Geschlechtsleben der Pflastersteine findet.
Dann ist dieses interessante Thema total im A...!


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
EK82I und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#305

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 07:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #304
Nun fehlt nur noch, dass jemand einen Zusammenhang zwischen Rente und dem Geschlechtsleben der Pflastersteine findet.
Dann ist dieses interessante Thema total im A...!

Erzähl mal
Nein, ich will auch wieder Geschichten von Spiogenten lesen!


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 07:32 | nach oben springen

#306

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 09:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von SCORN im Beitrag #297
Zitat von Vierkrug im Beitrag #289
Die Kundschafter scheinen ausgeflogen zu sein !!!


dafür scheinst du ja hier zu sein!



Ich denke, mal eher nicht !!! Ich begehe doch keine "Amtsanmaßung". Die ist laut StGB strafrechtlich relevant. Da bleibe ich lieber wie der Schuster bei seinen Leisten.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 09:42 | nach oben springen

#307

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 09:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #302
Gert, mal eine Frage, die Doch sicher genau beantworten kannst. Wie sind denn die "staatstragenden" Leute des Dritten Reiches berentet worden ?
Da war man doch in der alten BRD nicht so pingelig, oder ?
Ein alter Sammlerfreund von mir war Musiker im Staabsmusikorchester der DDR-Marine. Weil er einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, galt er als "staatstragend" und bekam deshalb nur die für solche Fälle vorgesehene Mindestrente. Der Mann hat sein ganzes Leben lang nur Musik gemacht, allerdings in Unform. Mein Vater war Betriebsleiter in einer Möbelbude. Auch er hatte deshalb nur die Mindestrente bekommen. Erklär mir das bitte mal, warum das richtig gewesen sein soll. Das war eine rein politische Entscheidung nach Siegermentalität, nichts Anderes. Da ändert es von der Sache her nichts, daß später diese Benachteiligung durch das BVG aufgehoben wurde.



Da überraschste mich aber mit diesem Vergleich. Wenn ich hier mal Drittes Reich vs. DDR verglichen habe, überrollte mich ein Sturm der Entrüstung der eh. Staatstragenden, ja sie haben es sogar geschafft, diesen Vergleich als "nogoarea" in die AGBs zu lancieren und jetzt so etwas von dir?
Zum Rentenrecht : die politische Arbeit in der DDR kann man eben mit kapitalistischen Maßstäben nicht erfassen, daher Einheitsrente, habe ich nix dagegen. Die DDR hätte sie mit schlechteren Renten abgespeist also positiv denken und das im Vergleich zu DDR Renten positiv sehen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#308

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 09:19
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #301
Zitat von Gert im Beitrag #300
Zitat von frank im Beitrag #285
Zitat von Gert im Beitrag #270
Zitat von KARNAK im Beitrag #265
Zitat von GZB1 im Beitrag #255
An die Fachleute mal ne Frage:

Wie war das bei der Auflösung des MfS/ AfNS, wurden die ausscheidenden Mitarbeiter entpflichtet (vom Eid entbunden)?
Oder weiterhin zur Geheimhaltung verpflichtet?

Ach was,man ist einfach auseinandergerannt wie ein Haufen Hühner.Getreu dem Motto:Rette sich wer kann"Es war einfach nur Chaos,keiner konnte mit der Situation eigentlich umgehen,weil eben keiner wirklich damit gerechnet hat.Deswegen sind ja auch so ein Haufen Akten übrigeblieben.Denn auch auf diese eventuelle Notwendigkeit war man nicht vorbereitet.Wenn ich mal ein Geheimiss verraten darf,wir haben LKW davon einfach auf Müllhalden gefahren und zwischen den Hausmüll gekippt.Kein Mensch hatte zu diesem Zeitpunkt überhaupt eine Vorstellung davon und hat sich darum gekümmert.Und heute sind sie mit Sicherheit Kompost und kein Problem mehr.


rot mark.

Na gottseidank, dass so viele Akten übrig geblieben sind. Wie sollte man denn sonst später eure Renten berechnen, wenn gar kein Tätigkeitsnachweis mehr vorhanden ist.




was will man denn an einer 'einheitsrente' noch berechnen ???


Wahrscheinlich bekommst du eine Einheitsrente, denn was in der Stasi gearbeitet wurde, war ja so was von streng geheim, deswegen kann man das nicht an Leistungsmerkmalen orientiert berechnen, wie das für andere AN üblich ist.. Insofern stimme ich dir zu.



Gert dann informiere dich mal übers deutsche Rentenrecht!!

Für "staatsnahe" in der DDR GIBT es eine Einheitsrente,unabhängig vom ehemaligen Einkommen




Bin schon informiert, Pitti, habe einen excellenten Rentenbescheid nach 45 Jahren " Maloche " in der Bundesrepublik!


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#309

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 09:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Bekommen eigentlich eh. "Kundschafter des Friedens" eine Rente, bzw erwerben sie Rentenansprüche, auch wenn sie Gefängnisstrafen absitzen ?
Würde mich mal interessieren . Jetzt bin ich doch wieder beim Thema, oder?


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#310

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 10:08
von East67 | 9 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #239
Zitat von seaman im Beitrag #233
Zitat von Larissa im Beitrag #232


Zum Eid moechte ich noch was sagen,
Wenn es so waere, dass wir mit einem Eid uns ergeben treu zum Vaterland, Mutterland z.B. und dann bedingungslos zu dem stehen was der Staat uns aufhalftert,und nicht zumindest Umdenken duerften, zeigen wir dann nicht eine Kapitulation gegenueber Staat und System? Wir haben die Folgen eines solch bedinglosen Verhaltens gesehen und wohin diese fuehren kann. Wenn der Soldat erkennt, dass er benutzt wird und es nicht darum geht Menschenleben zu retten, warum sollte er dann nicht ueber seinen Eid hinweggehen. Wenn es dem Menschen nicht mehr erlaubt ist etwas zu hinterfragen, koennen wir uns gleich erschiessen lassen.




Wenn der Eid dem Schutz seiner ehemaligen "Mitarbeiter" dient,gilt er fuer immer!



Er gilt auch dann für immer, wenn man nicht vom Eid entbunden wurde. Fahneneid bleibt Fahneneid !!! Der Bruch des Fahneneides ist auch Verrat. Über Fahnenflucht brauchen wir wohl nicht diskutieren.
Wer hat denn die NVA-Angehörigen, die Angehörigen der GT, wie auch die Angehörigen der anderen Schutz-und Sicherheitsorgane der DDR von ihrem geleistetem Fahneneid entbunden ??? Von den Angehörigen des MfS ganz zu schweigen. Sie folgten teilweise dem Ruf der Strasse und gingen in die Produktion oder durchschritten den Spießrutenlauf nach preussischem Vorbild und das bis in die Gegenwart.
Später dazu mehr, denn ich muß etwas für meinen Brötchenverdienst machen.

Vierkrug




Hallo Vierkrug, wenn Du bei der NVA oder den GT warst, wurdest Du mit Wirkung vom 02.10.1990, 24:00 Uhr, aus diesem Dienst entlassen. Das Dokument habe ich noch zu Hause. Unterschrieben vom MInister für Abrüstung und Verteidigung. Wenn Du bei der "Firma" warst, hast Du wahrscheinlich Pech gehabt.


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#311

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 10:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #278
Keine noch so begabte Regierung hätte in so einer Zeit das unter Kontrolle gehabt.Die Leute, die irgendeine Chance gesehen hätten,hätten einfach mit den Füssen abgestimmt.Wie gesagt, es hätte nur eine Möglichkeit gegeben,daß zu verhindern,wiedermal eine Mauer.Die Frage wäre dann nur gewesen,wer diesmal den Blöden machen soll und sie baut.



...das (verlieren der Kontrolle - d. Rede) ist auch das unweigerliche Produkt bei gesellschaftlichen Umwälzungen. Wenn das, ein (Vorgänger) -System, ein politisches und gesellschaftliches System schlecht hin den Bezug zur Ralität total aus den Augen verliert und sich nur noch selbst verwaltet. Wenn die Machthaber dieses Systems am mehrheitlichen Willen der Bürger vorbeiregieren und sich nur noch auf die Wahrung der eigenen (materiellen) Interessen und die einer sie stützenden Minderheit konzentrieren.

Einfacher gesagt, wenn "die da Oben" nicht im Geringsten mehr wissen, was die da Unten treiben, was da Unten passiert... und es irgendwann zum flächendeckenden Knall kommt.


josy95

Verspüren wir diese Tendenz mit Eurokratismus, Lobbyismus und Förderalismus nicht auch schon wieder?


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#312

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 10:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von East67 im Beitrag #310
Zitat von Vierkrug im Beitrag #239
Zitat von seaman im Beitrag #233
Zitat von Larissa im Beitrag #232


Zum Eid moechte ich noch was sagen,
Wenn es so waere, dass wir mit einem Eid uns ergeben treu zum Vaterland, Mutterland z.B. und dann bedingungslos zu dem stehen was der Staat uns aufhalftert,und nicht zumindest Umdenken duerften, zeigen wir dann nicht eine Kapitulation gegenueber Staat und System? Wir haben die Folgen eines solch bedinglosen Verhaltens gesehen und wohin diese fuehren kann. Wenn der Soldat erkennt, dass er benutzt wird und es nicht darum geht Menschenleben zu retten, warum sollte er dann nicht ueber seinen Eid hinweggehen. Wenn es dem Menschen nicht mehr erlaubt ist etwas zu hinterfragen, koennen wir uns gleich erschiessen lassen.




Wenn der Eid dem Schutz seiner ehemaligen "Mitarbeiter" dient,gilt er fuer immer!



Er gilt auch dann für immer, wenn man nicht vom Eid entbunden wurde. Fahneneid bleibt Fahneneid !!! Der Bruch des Fahneneides ist auch Verrat. Über Fahnenflucht brauchen wir wohl nicht diskutieren.
Wer hat denn die NVA-Angehörigen, die Angehörigen der GT, wie auch die Angehörigen der anderen Schutz-und Sicherheitsorgane der DDR von ihrem geleistetem Fahneneid entbunden ??? Von den Angehörigen des MfS ganz zu schweigen. Sie folgten teilweise dem Ruf der Strasse und gingen in die Produktion oder durchschritten den Spießrutenlauf nach preussischem Vorbild und das bis in die Gegenwart.
Später dazu mehr, denn ich muß etwas für meinen Brötchenverdienst machen.

Vierkrug




Hallo Vierkrug, wenn Du bei der NVA oder den GT warst, wurdest Du mit Wirkung vom 02.10.1990, 24:00 Uhr, aus diesem Dienst entlassen. Das Dokument habe ich noch zu Hause. Unterschrieben vom MInister für Abrüstung und Verteidigung. Wenn Du bei der "Firma" warst, hast Du wahrscheinlich Pech gehabt.



Ich hatte, wie Du es ausdrückst, "Pech gehabt" !!! Bei meiner späteren Tätigkeit im MdI habe ich dann noch die Umbenennung in die "neuen (alten) Polizeidienstgrade" mitgemacht und auch die entsprechend neue Dienstgradbezeichnung im Juni 1990 erhalten. Zur Ablegung eines neuen Eides bzw. eines Gelöbnisses kam es aber nicht mehr. Somit war die Angelegenheit für mich auch erledigt. Alles andere ist meine persönliche Angelegenheit, wie der Umgang mit diesen Dingen etc..

Vierkrug


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#313

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 10:51
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von josy95 im Beitrag #311
Zitat von KARNAK im Beitrag #278
Keine noch so begabte Regierung hätte in so einer Zeit das unter Kontrolle gehabt.Die Leute, die irgendeine Chance gesehen hätten,hätten einfach mit den Füssen abgestimmt.Wie gesagt, es hätte nur eine Möglichkeit gegeben,daß zu verhindern,wiedermal eine Mauer.Die Frage wäre dann nur gewesen,wer diesmal den Blöden machen soll und sie baut.



...das (verlieren der Kontrolle - d. Rede) ist auch das unweigerliche Produkt bei gesellschaftlichen Umwälzungen. Wenn das, ein (Vorgänger) -System, ein politisches und gesellschaftliches System schlecht hin den Bezug zur Ralität total aus den Augen verliert und sich nur noch selbst verwaltet. Wenn die Machthaber dieses Systems am mehrheitlichen Willen der Bürger vorbeiregieren und sich nur noch auf die Wahrung der eigenen (materiellen) Interessen und die einer sie stützenden Minderheit konzentrieren.

Einfacher gesagt, wenn "die da Oben" nicht im Geringsten mehr wissen, was die da Unten treiben, was da Unten passiert... und es irgendwann zum flächendeckenden Knall kommt.


josy95

Verspüren wir diese Tendenz mit Eurokratismus, Lobbyismus und Förderalismus nicht auch schon wieder?


Man kann es zynischerweise auch anders ausdrücken - "Die da Oben konnten nicht mehr und die da Unten wollten nicht mehr !!!"
Ironie der Geschichte, da diese Erkenntnis bereits Lenin in seiner Revolutionstheorie, hinsichtlich der Beschreibung einer revolutionären Situation herausarbeitete.

Vierkrug


josy95 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#314

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 11:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von josy95 im Beitrag #311
Zitat von KARNAK im Beitrag #278
Keine noch so begabte Regierung hätte in so einer Zeit das unter Kontrolle gehabt.Die Leute, die irgendeine Chance gesehen hätten,hätten einfach mit den Füssen abgestimmt.Wie gesagt, es hätte nur eine Möglichkeit gegeben,daß zu verhindern,wiedermal eine Mauer.Die Frage wäre dann nur gewesen,wer diesmal den Blöden machen soll und sie baut.



...das (verlieren der Kontrolle - d. Rede) ist auch das unweigerliche Produkt bei gesellschaftlichen Umwälzungen. Wenn das, ein (Vorgänger) -System, ein politisches und gesellschaftliches System schlecht hin den Bezug zur Ralität total aus den Augen verliert und sich nur noch selbst verwaltet. Wenn die Machthaber dieses Systems am mehrheitlichen Willen der Bürger vorbeiregieren und sich nur noch auf die Wahrung der eigenen (materiellen) Interessen und die einer sie stützenden Minderheit konzentrieren.

Einfacher gesagt, wenn "die da Oben" nicht im Geringsten mehr wissen, was die da Unten treiben, was da Unten passiert... und es irgendwann zum flächendeckenden Knall kommt.


josy95

Verspüren wir diese Tendenz mit Eurokratismus, Lobbyismus und Förderalismus nicht auch schon wieder?



@ Josy....die Bildueberschrift .... auch die koennte mich nicht mehr aergern....


Ich sehe diese sog. OTs nicht als stoerend an, meistens kommen doch Fragen auf auch zur Allgemeinheit und wie hier auch im Zusammenhang mit dem dunklen Haus.

Mü. FRANKFURT, 8. August 2001. Das Bundesverfassungsgericht hat die Kürzung der betrieblichen Altersversorgung eines verurteilten DDR-Spions gebilligt. Der langjährige wissenschaftliche Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion war 1996 wegen Spionagetätigkeit für den Staatssicherheitsdienst der DDR zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Daraufhin wurde seine Zusatzversorgung, die er als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst neben einer Erwerbsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhielt, von etwa 3000 Mark im Monat auf rund 500 Mark gekürzt. Grundlage der Kürzung ist die Satzung der "Rheinischen Zusatzversorgungskasse". Danach erlischt der Anspruch.
Das wird hier kaum einer zugeben, vor allem wegen der schadenfrohen Rueckmeldungen.
Hier wurde grundsaetzlich in den einzelnen Faellen entschieden, mehr als man denkt, ging es rigeros zur Sache. Nach 35 Jahren Vollzeitarbeit in der BRD kann ich davon ein Lied singen. Meine US Rente ist weitaus hoeher als meine Deutsche, obwohl ich in den USA nie berufstaetig war.

Gerade gestern gelesen: 28 Jahre alt, ledig, 3 Jahre gearbeitet, nun Erwerbslosenrente und bekommt 870 Euro Rente monatlich in Deutschland. Von 870 Euro kann sie keine Wohnung bezahlen, keine Lampen und Fernseher kaufen, Kleidung etc. etc. sie muss essen. Guenstig in solch einem Fall sind noch ein oder zwei Kinder anzuschaffen von Vaetern, die nicht bezahlen. Erziehungsgeld, Kindergeld und das neu und unverschaemte Zuverdienst wenn die Kinder nicht in eine Kita geschickt werden sind auch dabei. Das nennt sich u.a. Sozialhilfe.
Diese Regierung und ihre Opposition haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Da muss man nicht mehr fragen, warum der Staat pleite ist. In den USA und England wird schon seit Jahren dieser Missbraucht bekaempft. Da gehen zwar einige Sozialhilfeempfaenger gewaltigen Schrittes in die Armut, viele fangen und besinnen sich jedoch; auf der anderen Seite, wird den Juengeren aufgezeigt, wohin der Weg geht bei gewaltigen Kuerzungen.
Gegenstueck: auch Deutschland. 48 Jahre alt, Pflegerin, gearbeitet seit sie 39 Jahren. Jetzt: 17 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, kein Urlaub, Verdienst ca. 1700 minus Abzuege. Diese Frau wird nicht sich auf ihre spaetere Rente verlassen koennen. Auch hier wird dann das Sozialamt einspringen muessen. Quo vadis? (domine) Fuer mich ist das ein sicheres Zeichen wohin wir gehen, mit oder ohne Gott.

Gert, bei einer ‘excellenten’ Rente, muesstest Du dann ca. 6000 netto verdient haben, und das ueber Jahre hinweg. Bist Du sicher, bei Deiner excellenten Rente, dass Du nicht die Rente Deiner lieben Frau mitgezaehlt hast? Bei diesen Lebenshaltungskosten waere eine excellente Rente um die 5000 Euro mindestens erforderlich. Die meisten Arbeitnehmer sind nach einem lebenslang durchschnittlich gutem Verdienst dermassen erschrocken darueber, was sie dann beim Ausscheiden aus dem Berufsleben nach 30-40 Jahren dann zum Leben haben, ob es der Kraftfahrer war oder der Bueroangestellte.
Die eigene Vorsorge wird gross propagandiert seit Jahren. Riester etc. Wenn die Renten ausreichen wuerden, muesste man diese Programme nicht aufstellen. Und, bei gerechteren Renten dann wuerden mehr Menschen zum Arbeiten angespornt, anstatt sich auf den Staat zu verlassen. Wenn 20jaehrige schon nicht arbeiten wollen, da ist irgendwas faul am System.

Eine Einheitsrente wird es sein, wenn egal was der Mensch verdient oder wie lange auch immer, alle am Ende die gleiche Rente bekommen. Und dieser Rentenbetrag kann sich nur am Zeitgeschehen anpassen; je mehr Arbeitslose und Schmarotzer am Staat, desto mehr muss auffangen werden, und zwar von denen, die gute Arbeit leisten und mehr verdienen. Im Grunde sind alle, aber am Ende sind Letztere die groessten Verlierer.

Die Mindestrente ist die, die Du bekommst, wenn Du nicht voll arbeiten konntest oder ueber nur wenige Jahre. Dann ist Mindestbetrag angesagt.

@GZB1 Klein Larissa wird sich melden hier offentlich. Wie gesagt, wir haben Besuch.
Gruesse von uns beiden


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#315

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 15:43
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #314

[i]Mü. FRANKFURT, 8. August 2001.
Daraufhin wurde seine Zusatzversorgung, die er als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst neben einer Erwerbsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhielt, von etwa 3000 Mark im Monat auf rund 500 Mark gekürzt.

Das wird hier kaum einer zugeben, vor allem wegen der schadenfrohen Rueckmeldungen.


Mir ging es zunächst um die Frage, ob es tatsächlich eine Einheitsmindestrente als Strafrente gibt - das ist mir völlig neu. Und das mag ich auch nicht so recht glauben ... hört sich aber immer erstmal gut an.

Das da oben war 2001, da müßte man wissen, ob er gegen diese Kürzung geklagt hat und wie das ausging. Auf alle Fälle ging es da nicht um seine Rente, sondern um eine Zusatzversorgung. Das ist schon mal was ganz anderes. In diese Sonderversorgungssystem wurde typischerweise nicht eingezahlt, das war halt irgendwie da. (Hat man als MA des MfS aktiv in Zusatzversorgung eingezahlt?)

Und man muss in aller Sachlichkeit auch sehen, dass MA eines Geheimdienstes, der nun mal die Schlacht verloren hat, vom Gegner die Rentenzahlung einfordert. - Nein, keine Häme oder Schadenfreude (jedenfalls bei mir), ganz sachliche Feststellungen.


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#316

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 16:12
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mart im Beitrag #315
Zitat von Larissa im Beitrag #314

[i]Mü. FRANKFURT, 8. August 2001.
Daraufhin wurde seine Zusatzversorgung, die er als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst neben einer Erwerbsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhielt, von etwa 3000 Mark im Monat auf rund 500 Mark gekürzt.

Das wird hier kaum einer zugeben, vor allem wegen der schadenfrohen Rueckmeldungen.



Mir ging es zunächst um die Frage, ob es tatsächlich eine Einheitsmindestrente als Strafrente gibt - das ist mir völlig neu. Und das mag ich auch nicht so recht glauben ... hört sich aber immer erstmal gut an.

Das da oben war 2001, da müßte man wissen, ob er gegen diese Kürzung geklagt hat und wie das ausging. Auf alle Fälle ging es da nicht um seine Rente, sondern um eine Zusatzversorgung. Das ist schon mal was ganz anderes. In diese Sonderversorgungssystem wurde typischerweise nicht eingezahlt, das war halt irgendwie da. (Hat man als MA des MfS aktiv in Zusatzversorgung eingezahlt?)

Und man muss in aller Sachlichkeit auch sehen, dass MA eines Geheimdienstes, der nun mal die Schlacht verloren hat, vom Gegner die Rentenzahlung einfordert. - Nein, keine Häme oder Schadenfreude (jedenfalls bei mir), ganz sachliche Feststellungen.




Ich antworte fuer meine Mutter heute. Das war so nicht formuliert sagt sie, noch keine Freude aufkommen lassen. Einheitsmindestrente als Strafrente. Nein! Es wurden Rentenkuerzungen vorgenommen, der eine oder der andere wird weiterhin gut leben koennen. Auch eine Zusatzversicherung wurde durch Einzahlungen erworben.
Zum letzten Absatz: Die Rentenbeitraege. Viele Geheimdienstler lebten in der Bundesrepublik und haben viele Jahre in das Rentensystem hier einbezahlt. Es wurde nichts gefordert vom 'Gegner'.
Klein Larissa, ich heisse Ina.


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#317

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 16:12
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #315

Mir ging es zunächst um die Frage, ob es tatsächlich eine Einheitsmindestrente als Strafrente gibt - das ist mir völlig neu. Und das mag ich auch nicht so recht glauben ... hört sich aber immer erstmal gut an.
(...)



Wahrscheinlich nicht explizit. So wie mir es meine Bekannten erklärt haben, gab es in der DDR unterschiedliche Zusatzversorgungssysteme. Dies deshalb, weil die Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung ziemlich tief war (so etwa 600M pro Monat) und dementsprechend auch die daraus berechnete Rente bei Alter oder Invalidität. Weil fast alle auf einen Lohn von 600 M brutto kamen, hatte fast jeder Rentenbezüger die (allerdings sehr tiefe) "Maximalrente" aus der allgemeinen Rentenversicherung und war froh, zusätzliche Rente aus der Zusatzversorgung zu beziehen.
Wenn dem wirklich so war und wenn man in der BRD Einzahlungen in gewisse Zusatzversorgungssysteme als nicht rentenbildend erklärt, käme man dann faktisch auf eine "Einheitsmindestrente" für diese Berufsgruppen.
Theo


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 16:15 | nach oben springen

#318

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 16:39
von Mart | 734 Beiträge

Hallo Ina,
schöne Grüße an Dich und Deine Mutter.

Für die DDR war es etwas anders. Für den Bruttobetrag, der oberhalb von 600 DDR-Mark im Monat lag, gab es die Freiwillige Zusatzrentenversicherung (FZR), in die hat der Beschäftigte tatsächlich eingezahlt. Dann gab es aber noch jede Menge verschiedene Sonderversorgungssysteme, da wurde überhaupt nichts eingezahlt. Das war einfach so da. Man könnte auch "Luftbuchung" dazu sagen.

Die Renten der MA des MfS sind (ich bitte ggf. um Korrektur) tatsächlich gekürzt, da wurde ein fiktiver Dienstgrad und Dienststellung bei der NVA angenommen, den der MA dort bei der NVA gehabt hätte - beim MfS war das ja durchaus höher.

Nein Theo, das ist so nicht richtig.
Du sagst, dass praktisch alle über 600 DDR-Mark verdient haben. Das stimmt nicht für das Jahr 1989 und erst recht nicht für 1980 oder gar 1970. Was mir aber tatsächlich nicht klar ist (vielleicht mag Vierkrug das mal erklären) ob die Rentenbasis eines MA des MfS tatsächlich nur Rente auf der Basis 600 DDR-Mark erhält oder ob das Sonderversorgungssystem mit Abschlag mit zur Anwendung kommt.
(Ideal wäre ein Beispiel mit Dienstgrad, Dienststellung, Dienstalter - aber natürlich ohne Name und Hausnummer.)

Ich bedanke mich für die sachliche Diskussion.
P.S: Das ist offtopic hier; vielleicht kann ein Mod die interessante Rentendiskussion abtrennen.)


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#319

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 17:11
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mart im Beitrag #318
Hallo Ina,
schöne Grüße an Dich und Deine Mutter.
Ich bedanke mich für die sachliche Diskussion.
P.S: Das ist offtopic hier; vielleicht kann ein Mod die interessante Rentendiskussion abtrennen.)



Sie hat gesagt, so OT ist die Rentengeschichte nicht, und fuer viele sicher auch interessant.
Vor einigen Tagen hatte sie geschrieben und vorbereitet aus ihrer Anfangszeit. Ich habe diese Geschichte kopiert fuer die, die auf andere Geschichten als Renten warten.

"quote Larissa"
Am Anfang des Weges. Ich hatte eine staendige Verbindung mit dem VSchutz Berlin und auch mit K15 in Bremen, mit eigens dafuer eingerichteten Telefonnummern. Fuer die Arbeit unter den Islamisten war das lebensnotwendig, damit ich sofort bei Bedarf Kontakt herstellen konnte. Damals gab es laengst nicht die Infrastruktur, bzw die Mittel, die heute zur Verfuegung stehen. Es gab einen Vorfall, in der ich Unterlagen (weil so viele konnten nicht abgelichtet, sondern mussten kopiert werden) nicht rechtzeitig zurueckbringen konnte in die verdaechtige Wohnung. Ich kannte den Mann. Nennen wir ihn Ali. Ali war bereits zuhause als ich die Dokumente wieder zurueckbringen wollte; er hatte den Verlust noch nicht bemerkt. Uber eine normale Telefonzelle in einiger Entfernung des Hauses in Kreuzberg redete ich freundlich mit ihm, und versuchte, ihn aus seiner Wohnung zu locken, damit ich selbst dann wieder hinein konnte um die Dokumente zurueckzulegen. Der Berliner VSchutz Beamte war nicht zu erreichen, der haette zu erreichen sein muessen, um mir den Ruecken zu sichern im Ernstfall. Bei K15 in Bremen bekam ich sofort Kontakt, ebenfalls via Telefonzelle, und das Fuer und Wider wurden kurz besprochen. Der K15 Beamte war in der Lage mit Berlin Kontakt aufzunehmen. Was allerdings recht langatmig war. Wenn diese Typen wie ‘Ali’ merkten, dass man ihnen auf die Schliche kam, waren die weg wie Schmidts Katze und tauchten unter. Normalerweise war man in solchen Faellen auf sich alleine gestellt, aber die Lage war nicht ungefaehrllich, zumal in diesen Wohnungen meist mehrere Leute sich aufhielten. Ich musste selbst entscheiden letztendlich. Ich konnte ‘Ali’ aus seiner Wohnung locken, sah ihn in den 29er Berlin Bus Richtung Charlottenberg steigen, begab mich umgehend in seine Wohnung und legte die Dokumente wieder zurueck. Danach bin ich auch hinterher in den naechsten 29er und habe dann Kaffee mit ihm getrunken, mit Unschuldsmiene und einem hohen Adrenalinspiegel.
Diese Menschen sind nach wie vor der Abschaum der Erde, die weder auf die eigenen, noch auf Kinder oder irgendetwas Ruecksicht nehmen, um zu ihren Zielen zu kommen. Meine Meinung. Diese hier aufgenommenen und gut behandelten waren die Vorlaeufer der ‘menschlichen Bomben’ die uns alle heute in ihren Bann halten mit dem Schrecken, den sie verbreiten. Ich habe kein Mitleid mit ihnen. Die Politiker hoerten nicht auf die Warnungen, in einer Zeit, als BKA/LKA und Verfassungsschutzaemter alle ihr eigenes Loch hatten und darin verschwanden wie die Muraenen, und hingebungsvoll ihre Akten alle fuer sich behielten. Immer wieder wurde beteuert, dass es eine bessere Zusammenarbeit geben muesse. Diese Arbeit war kostspielig und vollkommen sinnlos. Zwischen mir und den VSchuetzern wurden ‘Pieper’ benutzt. Auch der Westler war so zustaendig fuer mich. Es gab dafuer eine Sondernummer. Rief ich die Nummer an, wusste er sofort dass ich es war und egal wo er sich befand, rief er bei mir zurueck, auch nur unter einer mir bekannten Nummer zuhause. Es wurde nie mit den ueblichen Telefonnummern gearbeitet, nie via Anschriften oder Domizile direkt der Kontakt gesucht. Kamen die beiden Westbeamten zum ausgemachten Treffpunkt, das konnte ein Restaurant oder sonstiges Gebaeude sein, es war nie anders. Sie versuchten einigermassen sicheren Abstand zum Treffpunkt zu halten und kamen nicht mit ihren Fahrzeugen an die Objekte heran. Diese ahnten nicht, dass ich von der anderen Seite war. Einige Male, ohne dass sie es merkten, konnte ich mir einen Ueberblick ueber die Lage verschaffen und Autonummern notieren. Celler Kennzeichen war damals angesagt, auch wenn sie des oefteren die Fahrzeuge wechselten. Bei einem der Beamten fand ich sehr schnell den richtigen Namen, Anschrift usw. heraus. Eine Todsuende, das ihm nie haette passieren duerfen. Trotz seiner Vorsichtsmassnahmen am Anfang, konnte ich auch 2 und 2 zusammenzaehlen. Ort, Richtung, Fahrzeug, und noch eine gehoerige Portion Glueck, dass sein Kollege sich einmal vesprach und seinen richtigen Vornamen nannte. Ich kannte diese beiden nur unter ihren fuer mich ausgesuchten Decknamen. Ich fand schnell heraus, wo er wohnte und wer er war. Ich glaube das war ‘auskundschaften’ wie es im Buche steht, schliesslich war ich Anfaengerin. quote Ende Larissa

Auch diese Geschichte gehoert zum dunklen Haus der Spionage sagt sie, weil sie bereits auf beiden Seiten wirkte. Ich moechte noch einiges erzaehlen, ob sie mich laesst, ist fraglich. Wir werden sehen, auch ich bin stur. Ich durfte frueher nur einmal mit nach Berlin, in der DDR war ich nie. Ich war im letzten Jahr erstmalig im Osten. Mein Bruder und ich wurden politisch anders erzogen in der Bundesrepublik und sie blieb eine Genossin.
Ina


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#320

RE: Das Dunkle Haus der Spionage

in Spionage Spione DDR und BRD 16.11.2012 17:34
von Mart | 734 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #319
Mein Bruder und ich wurden politisch anders erzogen in der Bundesrepublik und sie blieb eine Genossin.
Ina


Hallo Ina,
danke für Deine offene Bemerkung am Schluss des Beitrags.

Jeder darf ja in der Demokratie seine eigene Meinung haben, seine eigene Überzeugung. Und diese auch öffentlich vertreten. Deine Mutter darf das, Du darfst das - und das ist sehr schön.

Ich sehe im Moment ein anderes Problem:

Was Deine Mutter schreibt, ist (also aus meiner Sicht) fachlich nicht völlig unumstritten. Das mag am Erzählstil Deiner Mutter liegen, ich weiß es nicht. Vierkant hatte darauf hingewiesen; auch ich hätte gelegentlich einige ganz fachliche Nachfragen. Die wollte ich aber momentan noch nicht stellen, um den Lesefluss nicht völlig zu stören.

Was aus meiner Sicht aber sehr schwierig wird: Wenn sich mehrere Leute mit unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen politischen Ansichten einen Account teilen - das wird dann so unübersichtlich "wie bei einem Spiel" - Deine Mutter wird die Redewendung sicher verstehen.

Abschließend: Du schriebst, dass Du nur einmal im Osten warst. Na, dann wird das aber mal Zeit - da kann es ausnehmend schön sein.


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