#21

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 07.11.2012 18:53
von PF75 | 3.292 Beiträge

ich war auch ledig und durfte trotzdem überall hin,sogar bis zum weißen strich auf den eisenbahnschwellen.
Hatte allerdings auch keine westverwandschaft und kein parteibuch


zuletzt bearbeitet 07.11.2012 18:53 | nach oben springen

#22

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 07.11.2012 19:14
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Kann mich auch nicht dran erinnern--war so gut wie auf jeden PP mal gewesen.Grausam oder einer Bestrafung kam es gleich--wenn man als Gefreiter oder Glatter auf einer Führungsstelle zugeteilt war,mit so einen Treter.Da waren 8 Std lange Weile angesagt.Ist mir mal passiert.2 Posten auf den BT 11 und unten in der Röhre in der Führungsstelle der zu führende Unteroffizier mit einen Posten.Und das in der Nachtschicht.Was war das Resultat,3 spielten unten Skat und ich als Glatter hatte oben Rundumbeobachtung.Glaube noch zu wissen,das war in der Vallunerecke im GR6.Damals gab es noch nicht die Autobahn die nach Hamburg führte.


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#23

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 07.11.2012 20:14
von PF75 | 3.292 Beiträge

in bezug auf die "blutgruppen" war für mich die einführung der Batt.-sicherung ein Vorteil gewesen,4 KP-Abschnitte ergaben doch eine ganze menge an PP,bei Komp.-sicherung hätte ich sicherlich 90 % meiner dienste auf dem Bt 11 an der Bahnlinie nachn Büchen verbracht und das vieleicht nur mit 2 -3 weiteren leuten umschichtig(man das wäre aber seeeeeehr unterhaltsam geworden )


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#24

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 07.11.2012 21:26
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von utkieker im Beitrag #10
Ja sicherlich die "2000", aber gabs da irgendwelche Kriterien an die man sich aufgegeilt hat (eigentlich war ich doch ganz brav), gibts hier jemanden der mit der "2000" "Sicherheitsrisiken" abgesprochen hat (Kompaniechef?). Vieleicht ist sogar ein "2000er" im Forum oder kennt was vom Hörensagen.

Gruß Hartmut!


Ich glaube wenn man verheiratet war und Kinder hatte war man schon so etwas wie eine sichere Bank.
Auch die den ganz eifrigen Sozialisten raushängen ließen hatten sonderbarerweise nicht immer den absoluten Vertrauensbonus.


zuletzt bearbeitet 08.11.2012 07:10 | nach oben springen

#25

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 12.02.2013 22:41
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge

Hallo Grenzwolf und die anderen,

das mit den Blutgruppen kann ich für unseren Bereich nicht bestätigen.
Ich hatte zu Grenzzeiten keine Westverwandschaft (leider immer noch nicht!!!), keine Frau (desgl.), keine Kinder, kein Haus, kein Grundstück, keine pflegebedürftige Oma, kein großes Bankkonto, war kein Kandidat oder Mitglied irgendeiner (DDR-) Partei oder MfS, dafür hatte ich gesunde Eltern schon höheren Alters und ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium. Das wären (meiner Meinung nach) alles Gründe gewesen, mich nichtmal zur Grenze einzuziehen. Aber ich war sogar "feindwärts" (also dort, wo sonst die GAKls rumkrochen) zu Beräumungsarbeiten eingesetzt, bin (glaub ich) schon zwei Monate vorzeitig Postenführer und einen Monat vorfristig Gefreiter geworden, obwohl ich öfters die große Lippe riskiert hab.
Hatte deswegen und wegen unerlaubt mitgebrachte Dinge (GD-Radios (Mikki, Kosmos), Alk, Skatkarten mit nackten Weibern auf der Rückseite, V2A-Platten für Ufos und solche an sich harmlosen Dinge) sogar mehrfach "schwere" Arbeitsverrichtung außer der Reihe.
Und hatte trotzdem fast immer PP, wo Entwischen ein Leichtes gewesen wäre. Manchmal haben wir scherzhaft gesagt, daß ganze Busladungen Rudis (völlig ohne Gebietskenntnis) in unserem Abschnitt hätten abhauen können und es wäre erst beim K6K bemerkt worden. Naja, was man damals so gesagt hat.
Mißliebige PP bekam ich erst, nachdem ich zum AGS-17-Lehrgang kommandiert war und erfolgreich abgeschlossen hatte. Es kann aber auch sein, daß das mehr mit der Umstellung auf Kompaniesicherung 1981 im Zusammenhand stand. Jedenfalls kam dann auf etwa zehn (bitte nicht drauf festnageln, ich hab es mir damals nicht aufgeschrieben) Schichten außerhalb des Gebietes (Hinterlandsicherung, Kulperkontrolle) eine richtige Grenzschicht.
Vielleicht wollten sie mich nach der AGS-Ausbildung nicht mehr an den "Gegner" verlieren!

HG 82/I
Olsen


zuletzt bearbeitet 12.02.2013 22:41 | nach oben springen

#26

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 05:25
von furry | 3.574 Beiträge

Bitte um Erklärung für Laien. Was ist AGS 17?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#27

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 07:43
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

30mm Automatischer Granatwerfer AGS-17 (6G10)
Bestimmung:
automatische Waffe zur Bekämpfung von lebenden Kräften und nichtgepanzerter Ziele außerhalb von Deckungen, in offenen Stellungen, an Hinterhängen, in Schluchten u.ä.

Munition:
30-mm-Splittergranaten WOG-17
- Höhe eines Kampfsatzes: 300
- Vernichtungsradius der Granate: 7 m
- Masse Granatepatrone: 0,35 kg
- Masse Granate: 0,28 kg
- Anfangsgeschwindigkeit: 185 m/s

http://www.rwd-mb3.de/pages/ags.htm


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2013 09:04 | nach oben springen

#28

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 09:22
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Interessantes Ding. Habe es mir mal bei Google angesehen. Die gab es bei uns (66-68) noch nicht. Ich war in der GAK (Schwere Kompanie) Richtschütze am 81mm-GW. Hat Spaß gemacht, außer das Rumschleppen der Teile natürlich. Bedienung auch drei Mann.
Was die Einsatzgebiete betrifft, hatte ich wohl irgendeinen schwarzen Punkt in der Akte. Am Durchgang der Enklave wurde ich nie eingesetzt, war trotzdem zusammen mit meinem PF zum Fotografieren ca. 20 m auf "Feindgebiet" hinter dem Zaun (siehe Fotostrecke).



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#29

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 10:36
von 80er | 569 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #27
30mm Automatischer Granatwerfer AGS-17 (6G10)
Bestimmung:
automatische Waffe zur Bekämpfung von lebenden Kräften und nichtgepanzerter Ziele außerhalb von Deckungen, in offenen Stellungen, an Hinterhängen, in Schluchten u.ä.


@ Olsen

Es ist jetzt zwar OT,
aber verstehe ich das richtig, dass diese "Spritze" im Grenzdienst Hinterlandsicherung auf Personen zur Anwendung kommen sollten oder nur bei "gefechtsmässiger" Grenzsicherung?


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#30

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 10:55
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Mit solchen Spritzen wurde der Wald von der GSSD gepflügt, falls mal Kollegen abhanden gekommen sind. 2x zum Aufgeben aufgefordert und dann Feuer frei.


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#31

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 10:57
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #30
Mit solchen Spritzen wurde der Wald von der GSSD gepflügt, falls mal Kollegen abhanden gekommen sind. 2x zum Aufgeben aufgefordert und dann Feuer frei.

Aber belegen kannst du diese Aktion auch? Oder ist das was gehörtes vom Schwippschwager?


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#32

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 11:03
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Vom Bruder. Der war bei der BEPO. Die haben das Waldgebiet umstellt und gesichert und dann auf die Freunde gewartet.


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#33

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 11:34
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #32
Vom Bruder. Der war bei der BEPO. Die haben das Waldgebiet umstellt und gesichert und dann auf die Freunde gewartet.

Ist zwar weiterhin OT, aber das würde mich mal interessieren ob da wirklich AGS 17 im Wald eingesetzt wurde. Als ehem. AGS 17 Truppfü. stellen sich mir da halt ein paar Fragen. Z.b. Wie reagiert da der Aufschlagzünder der Granaten uvm.


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#34

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 11:59
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Da wird dir mein Bruder keine konkreten Infos geben können. Die BEPO hat nur das Waldgebiet abgesichert. Die Dreckarbeit haben die sowjetischen Kameraden selbst gemacht. Nach seinen Aussagen sollen auch Granatwerfer zum Einsatz gekommen sein. Ich kann ihn ja mal fragen ob er noch nähere Infos hat. Das müsste so 1975/1976 gewesen sein.


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#35

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 13:18
von 80er | 569 Beiträge

Uns war auch bekannt, dass die GSSD bei der Ergreifung eigener abgängiger AA nicht zimperlich waren, aber eine Ausbildung an dieser Waffe, wie von @Olsen als AGT wie in #25 geschrieben, nur für solche Abgängigen der GSSD macht ja nun nicht viel Sinn?


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#36

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 13:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Auf der Knolle gab es diese AGS, an der Grenze habe ich die aber dann nicht mehr gesehen.
Was soll dort auch so ein Ding nützen?
In unsere Richtung war mal einer von der roten Armee mit SPW unterwegs, da ging es mal mit RPG an die Zufahrtsstraße, die Freunde klärten aber die Sache selber weit vorher, es hieß sie hätten ihn mit einer PAK abgeschossen.


zuletzt bearbeitet 13.02.2013 13:38 | nach oben springen

#37

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 13:39
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #34
Da wird dir mein Bruder keine konkreten Infos geben können. Die BEPO hat nur das Waldgebiet abgesichert. Die Dreckarbeit haben die sowjetischen Kameraden selbst gemacht. Nach seinen Aussagen sollen auch Granatwerfer zum Einsatz gekommen sein. Ich kann ihn ja mal fragen ob er noch nähere Infos hat. Das müsste so 1975/1976 gewesen sein.


Hallo Eisenacher,

BePo mäßig kann ich das voll bestätigen. Allerdings ohne Granatwerfer. Ich selbst war damals noch ein Stift und ein Genosse der CA hatte sich vom Schießplatz entfernt, ca. 5 km Luftlinie entfernt vom Garten meiner Eltern. Da ging die Post ab. 1 Zug BePo (ich glaube 3 Ellos) riegelte das ganze Gelände ab und der Alte hatte mich in den Keller gesperrt (sichergestellt), wegfahren durften wir nicht mehr. Meine Mutter kochte Kaffee für die Genossen und nach einiger Zeit kamen die Russen und übernahmen. Klein Erik durfte wieder raus aus dem Verschlag... Ich habe den jungen Soldaten noch gesehen. Er lebte, hat zwar paar auf die 12 bekommen, aber Schüsse sind nicht gefallen.

Ich hatte auch ein Erfolgserlebnis: Ich durfte von einem BePo aus der Feldflasche trinken...

Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass es später ob des Schießplatzes zu weitaus schwereren Zwischenfällen kam. Nebenbei konnte man damit rechnen, dass alle 2 Monate die Bude aufgebrochen wurde....


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#38

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 14:26
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Bei der BEPO hat mein Bruder öfter solche Einsätze mitgemacht. Beim Weinhold war er mit seiner Einheit, auch ein paar Tage unterwegs. Da waren die Jungs schon so nervös, das es manchmal nicht viel gefehlt hat und die hätten sich gegenseitig abgeknallt. War kein leichter Job.


erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 15:05
von furry | 3.574 Beiträge

Als BePo-Indianer sind mir persönlich solche Einsätze erspart geblieben. Aber die Jungs aus den Schützenkompanien waren während meiner Zeit wohl 2 oder 3 mal unterwegs. CA war ja im Raum Gotha und Ohrdruf reichlich vetreten.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#40

RE: A, B, C - Postengebiete

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 15:23
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Kurz vor Gotha gab es ein Objekt aus Richtung Eisenach links, ca 5km vor Gotha. Da war ich mal als Jugendlicher. Da liefen echt die Schweine und Hühner durchs Objekt. Das war ein Erlebnis. Ich habe mich wie in Lenins Heimat gefühlt. Gegen Uhren und Goldringe haben wir, Schnaps getauscht. Die wollten immer meine Schwester kaufen, hatte leider keine nur 2 Brüder im Angebot. Das war damals noch nicht so Mode.

http://www.youtube.com/watch?v=0UxRQ-qNdUU


zuletzt bearbeitet 13.02.2013 15:52 | nach oben springen



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