#21

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 27.10.2012 23:28
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #16
Wahrscheinlich als Abschuss-Basis für die Sylvester-Rakete???


Nein Jörg für die ganz grossen Böller.
Leere Tonne, da rein einen fetten Böller mit Zündschnur, am besten mehre zusammen gebunden und die Schnüre verbinden, dann breitet sich der Schall anders aus und es rumst kräftiger.
Jugendstreiche


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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zuletzt bearbeitet 27.10.2012 23:30 | nach oben springen

#22

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 27.10.2012 23:31
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #21
Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #16
Wahrscheinlich als Abschuss-Basis für die Sylvester-Rakete???


Nein Jörg für die ganz grossen Böller.
Leere Tonne, da rein einen fetten Böller, dann breitet sich der Schall anders aus und es rumst kräftiger.





und der 'druck' natürlich auch , die arme tonne !!!



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#23

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 27.10.2012 23:35
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #20
schau einfach nach' Heute' : lieber ehrliche und mühsame kleinarbeit , als illegale [systembedingte] 'geldbeschaffung' der jetzigen generation !!!


Oder gar kriminell werden.
Vor den Flaschensammlern hab ich vollsten Respekt, vor Dieben nicht.

Naja, es gab in der DDR schon viele Kinder denen alles in den Arsch geblasen wurde, die es nicht nötig hatten Flaschen und Gläser zu sammeln.

Heute gibts dafür garkein Geld, im Gegenteil man zahlt für die Bereitstellung der Glaskontainer.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#24

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 27.10.2012 23:38
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #22
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #21
Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #16
Wahrscheinlich als Abschuss-Basis für die Sylvester-Rakete???


Nein Jörg für die ganz grossen Böller.
Leere Tonne, da rein einen fetten Böller, dann breitet sich der Schall anders aus und es rumst kräftiger.





und der 'druck' natürlich auch , die arme tonne !!!


Die konnten das ab @frank, dass war noch Ostdeutsche Wertarbeit.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
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#25

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 00:57
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #21
Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #16
Wahrscheinlich als Abschuss-Basis für die Sylvester-Rakete???


Nein Jörg für die ganz grossen Böller.
Leere Tonne, da rein einen fetten Böller mit Zündschnur, am besten mehre zusammen gebunden und die Schnüre verbinden, dann breitet sich der Schall anders aus und es rumst kräftiger.
Jugendstreiche





So'n Mist haben wir damals in der BRD auch gemacht! Auch Sylvester-Raketen in Telefon-Häuschen angezündet...


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#26

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 08:08
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Die Tonne mit den Küchenabfällen nannte sich"Speckitonne".@KARNAK

Ich kenne die Dinger noch aus Holz,so kleine Kübel,die waren immer brechend Voll mit Küchenabfällen.Damit hat man aber nicht nur die Schweine gefüttert ,sondern auch die Ratten. Das war wirklich eine Sauerei.
Das mit den anderen Rohstoffen stimmt schon,da konnte man sich schnell ein paar Mark machen.

P.S. Wäre heute aber einfacher,mit der ganzen Werbung und Telefonbüchern,( welche man ja damals nicht brauchte )
Und Fortschrittliches Mülltrennsystem ? das ich nicht Lache,der Schacht bei uns hat fast Täglich gebrannt,und eine "Umweltfreundliche "Wolke
zog über die Stadt.


zuletzt bearbeitet 28.10.2012 08:26 | nach oben springen

#27

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 09:31
von Gelöschtes Mitglied
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Gibt es wirklich sinnvolle Mülltrennsysteme? Ich kenne keines.


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#28

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 09:56
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Im Prinzip war die Mülltrennung und der Umweltschutz nur von sekundärer Bedeutung, vorrangig ging es während meiner Kindheit um die Beschaffung von Taschengeld und später im Beruf um die Erfüllung der ökonomischen Kennziffern, Stichwort "Max braucht Schrott", um nur eines zu nennen.
Ein weiterer Sloagan war "Millionen für die Republik" http://www.alltagskultur-ddr.de/fileadmi...information.pdf (Seite 23), der uns Pioniere von damals durch die gesamte Schulzeit verfolgte.
Bei einer Tour mit Freundin und zwei Gummiwagen waren 40-50 Mark durchaus drin, je nachdem wie die Wichtung zwischen Schnaps- (0,20 M) und Weinflaschen (0,05 M) war und ob es mehr Altpapier oder Lumpen auf dem Wagen gab.
Kleine Episoden fallen mir dazu auch noch ein, so hatten wir einmal die gesamte Gartenwegbegrenzung aus hunderten Weinflaschen eines Nachbarn abgebaut, gewaschen und zur Sammelstelle gebracht, nachdem er uns auftrug, alles mitzunehmen, was wir an Flaschen u.a. Sero- Ware finden konnten.
Daß diese Flaschen eigentlich dekoratives Baumaterial eines Alkoholikers waren, hatten wir damals nicht auf der Rechnung, aber Erdbeernase (so war sein Spitzname damals) hatte sich schnell wieder beruhigt.
Wenig hilfreich bei der Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten war die Reaktion unseres ortsansässigen Zahnarztes, der auf unsere regelmäßigen Anfragen nach Altpapier auch mal einen Fünfmarkschein rüber schob, wenn andere schon vor uns abgeräumt hatten.
Das Geld konnten wir im Falle der Privatinitiative in der Freizeit natürlich behalten, abzugeben waren nur die Belege, welche die Sammelstelle ausstellte zwecks Statistik...der Kommunismus war eben noch weit weg.
Später im Beruf nahmen wir FDJler während einer Schrottsammelaktion alles mit, was ich in den Jahren auf der Rangierlok auf dem Bahnhofsgelände an offensichtlich herrenlosen Material aufgespürt habe und auch das ging nicht ohne Probleme über die Bühne.
Plötzlich wurden die Zuständigen, sei es Wagenwerkstatt oder Hochbaumeisterei wach und klagten die Rückgabe dieser abrissenen Zugstangen, seit Jahrzehnten vor sich hingammelnden Schrankenanlagen oder was auch immer bei unserem Leiter ein, nachdem wir es auf dem Hof abfahrbereit zwecks Fotodokumentation aufgestellt hatten.
Die mußten uns dann anderes Material im Austausch überlassen und machten seitdem wieder Begehungen auf dem Bahnhofsgelände, um eine solche Schlamperei in Zukunft zu vermeiden.



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#29

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 10:00
von schulzi | 1.764 Beiträge

ja das mit den altpapier sammeln zu ddr zeiten in der schule fand und finde ich immer noch gut es gab geld für die klassenkasse das vietnam spendenkonto stimmte ,aber die schulen waren damit überfordert da es in irgentwelchen räumen der schule gelagert wurde aber kein sprit da war es ab zu holen was unsere nachbarskinder (fühlten sich nicht zu schade) auf die idee brachte sich das geld selbst zu verdienen,fazit extra taschengeld und die hausbewohner hatten die alten zeitungen los.fortschrittlich ja aber es fehlte die basises richtig umzusetzen. schulzi


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#30

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 12:06
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Hatte jede Gemeinde einen Recycling-Hof für die Lagerung der Altstoffe, oder wie darf ich das verstehen?


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#31

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 13:06
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #30
Hatte jede Gemeinde einen Recycling-Hof für die Lagerung der Altstoffe, oder wie darf ich das verstehen?


Meine Gemeinde (damals 6000 EW) im Mansfelder Land hatte eine Annahmestelle, die alles nahm außer Schrott, für diese Erfassung mußte man ins Nachbardorf, was häufig allein dadurch schon nicht mehr lukrativ war, da man sich erst irgendwo ein Fahrzeug erbetteln mußte.
Soweit ich mich erinnere wurde die Differenzierung beim Altglas erst später eingeführt, das war zu Beginn meiner Sammeltätigkeit noch ein Einheitspreis, grünes wurde dann billiger und weißes teurer.
Auch beim Papier wurde meines Wissens erst später zwischen Pappe und Zeitungspapier preislich unterschieden.
Unsere Nachbardörfer mit weniger als ca. 2000 Ew. hatten keine Annahmestelle für Sero.



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#32

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 13:11
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

SERO hatte wohl meist in den Kreisstädten ihre zentralen Sammelplätze, zumindest war das bei mir in der Kreisstadt der Fall.
Die hatten auch ihre eignen Fahrzeuge und holten vermutlich nach einem Tourenplan die Altstoffe von den Sammelstellen ab.
Die wurden dann bei uns am SERO-Platz zwischen gelagert, Glas wurde getrennt in Farben und gebrochen, anschliessend ging das ganze zum grössten Teil mit der Bahn zur Endverwertung in die Fabriken.

Man hört also Wertstoffe, Verwertung statt Vernichtung UND noch Transport per Bahn.
Jaja, so mancher Ökofreak darf hier beim lesen ruhig blass werden.

Übrigens wurden auch Altstoffe/Wertstoffe wie Papier, Glas und Knochen nach Westdeutschland verkauft.
Speziell für die Knochen hatte SERO in meiner Kreisstadt sogar einen nagelneuen VOLVO Speziallastzug, gesponsert vermutlich vom Abnehmer in der BRD.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#33

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 13:25
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Danke für die Auskünfte, Hackel39 und Rainer!
Sero = Sekundärrohstoffe, also wiederverwertbare Altstoffe
Dann waren wohl Pimär-Rohstoffe die Rohstoffe, die abgebaut und gefördert wurden aus den Rohstoff-Vorkommen (Braunkohletageabbau und so)?


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#34

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 13:37
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #26
Die Tonne mit den Küchenabfällen nannte sich"Speckitonne".@KARNAK

Ich kenne die Dinger noch aus Holz,so kleine Kübel,die waren immer brechend Voll mit Küchenabfällen.Damit hat man aber nicht nur die Schweine gefüttert ,sondern auch die Ratten. Das war wirklich eine Sauerei.



Wie jetzt?
Wir hatten die Holzkübel Anfang der 60er auch, da kam öfters ein älteres Muttchen und
sammelte daraus für Ihre warscheinlich privateTierhaltung die Kartoffelschalen u.ä. ein.
Nach derer Aussage waren die immer ganz frisch.
.
.
.
.
Was sie allerdings nicht wußte, war, das wir Steppkes nur zu faul waren immer erst zum
Piipi-machen in den 3.Stock zu rennen.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#35

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 14:40
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #32
SERO hatte wohl meist in den Kreisstädten ihre zentralen Sammelplätze, zumindest war das bei mir in der Kreisstadt der Fall.
Die hatten auch ihre eignen Fahrzeuge und holten vermutlich nach einem Tourenplan die Altstoffe von den Sammelstellen ab.
Die wurden dann bei uns am SERO-Platz zwischen gelagert, Glas wurde getrennt in Farben und gebrochen, anschliessend ging das ganze zum grössten Teil mit der Bahn zur Endverwertung in die Fabriken.

Man hört also Wertstoffe, Verwertung statt Vernichtung UND noch Transport per Bahn.
Jaja, so mancher Ökofreak darf hier beim lesen ruhig blass werden.

Übrigens wurden auch Altstoffe/Wertstoffe wie Papier, Glas und Knochen nach Westdeutschland verkauft.
Speziell für die Knochen hatte SERO in meiner Kreisstadt sogar einen nagelneuen VOLVO Speziallastzug, gesponsert vermutlich vom Abnehmer in der BRD.


Bemerkenswert ist natürlich auch, daß es durchaus üblich war, echten Restmüll per Gummiwagen zur Müllhalde zu fahren, obwohl es Mülltonnen gab.
Das hatte den Hintergrund, daß die Karre auf dem Rückweg oftmals noch voller war als auf dem Hinweg.
Als Armut empfand ich das damals keineswegs, es war zuweilen recht abenteuerlich, was da so zum Vorschein kam, etliches davon war sogar noch zu reparieren.
Die häufigste Retourenfracht war Brennholz obwohl auch das eigentlich vollkommen überflüssig war, da Vater im Braunkohlekombinat ausreichend Briketts als Deputat bekam aber es war eben eine typische Ossi- Charakteristik, alles Verwertbare auch zu verwerten.
Man muß allgemein jedoch auch festhalten, daß viele Bürger trotz vorhandener kostenlos nutzbarer Müllkippe ihren Unrat anderswo abkippten ohne jegliches Unrechtsbewußtsein, oft sogar in unsere Angelgewässer.
Da spielte es nicht mal eine Rolle, daß unten am Ufer jemand saß und auf Fische wartete, so daß ich bis heute nicht weiß wieso ich mich damit arrangieren konnte.
War man tatsächlich so schmerzfrei ?
Einmal sprach ich an dieser ehemaligen Tongrube eine Person an und stellte sie wegen des frisch abgekippten Bauschutts zur Rede...mit meinen 14-15 Jahren...er sagte, es sei so vieles verboten, den traf ich später wieder, da er der Tankwart im Bahnbetriebswerk war und dort außerordentlich korrekt auftrat und sogar eine Autorität zu sein glaubte.
Der war einer der ersten, den ich später nach wenigen Jahren trotz des hohen Altersunterschieds bereits ungefragt duzte.
Ich konnte diese Begegnung am Baggersee einfach nicht vergessen und wie sagt man so schön- Man sieht sich immer zweimal im Leben.



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#36

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 15:04
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #33
Danke für die Auskünfte, Hackel39 und Rainer!
Sero = Sekundärrohstoffe, also wiederverwertbare Altstoffe
Dann waren wohl Pimär-Rohstoffe die Rohstoffe, die abgebaut und gefördert wurden aus den Rohstoff-Vorkommen (Braunkohletageabbau und so)?


Ja Sero = Sekundärrohstoffe
Deswegen nannte man es neben dem Wort Altstoffe, auch Wertstoffe, weil es ja kein wertloser Abfall war und ist.
Wie das Wort Sekundärrohstoffe nun genau eingeordnet wurde das weis ich nicht.
Vielleicht so -> Rohstoffe aus 2. Hand die gebraucht sind, Rohstoffe die nach den primären Rohstoffen im Mittelpunkt stehn, o.ä.
Das Wort Primärrohstoffe, kannte ich im DDR Sprachgebrauch nicht, ich weis nicht ob es verwendet wurde.

Was es nach meiner Erinnerung in der DDR nicht gab, dass war die Erfassung von Kunststoffen, da bin ich mir aber nicht mehr sicher.
Kunststoffe waren in der DDR auch längst nicht so im Gebrauch wie das heute ist.
Ich weis nicht, ob es in Grossstädten vermehrt Einwegverpackungen aus Kunststoff gab, in der Provinz konnte man das jedenfalls an 10 Fingern abzählen.
Das meiste "Eingetütete", also Konserven oder andere Lebensmittelverpackungen, bestanden in der Regel aus Glas, Metall oder Papier/Pappe.
Auch hier, war das System der DDR dessen weit vorraus was wir heute haben, auch wenn es dem Mangel, und/oder der Einsparung von Rohstoffen aus finanziellen Gründen geschuldet war, und nicht ökologischen Gesichtspunkten.

Man könnte, wenn man denn wollte, soviele Ressourcen einsparen, womit sich Rohstoffvorkommen länger nutzen lassen, wo weniger Müll entsteht.
Aber nein, es geht nur ums Geld, und das hasse ich an diesem System, in dem wir jetzt leben, dermassen.
Wir trennen hier im Haushalt, wir zahlen und verbrauchen wichtige Ressourcen wie Wasser und Energie, um die Sachen die in den gelben Sack kommen auszuwaschen, wir zahlen Gebühren für Bereitstellung der Behälter und die Transport- und Verwertungslogistik, wir gehen mit ökologischem Gewissen an die Mülltrennung heran, wenn schon Müllvermeidung in dieser Gesellschaft kaum möglich ist.
Doch für was das alles? Es landet im Ofen, und diese WERTstoffe werden unwiederbringlich verheizt.
Müll ist ein riesen Geschäft, viele Menschen verdienen so ihre Brötchen, manche sich auch ne goldne Nase.
Man könnte das ganze Verwertungssystem aber auch erhalten, wenn man die Stoffe aus dem gelben Sack auch wirklich restlos wiederverwerten würde.
Warum das aber nicht passiert, ich weis es nicht, vielleicht haben ja Lobbyisten hier die Hand drüber und wollen den Rohstoffvertrieb so zu weiterem Wachstum bringen.
Fragt sich nur immer, WER wächst, und WAS wächst, ich kann dieses Unwort nicht mehr hören denn das Wachstum findet nur in eine Richtung statt.

Aber ich gleite ab...


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
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#37

RE: Hatte die DDR schon früh ein fortschrittliches Mülltrenn-System?

in Leben in der DDR 28.10.2012 19:48
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

LO-Wahnsinn, das gipfelt darin, daß von bestimmten Politikern gleich mit drohendem Arbeitsplatzverlust argumentiert wird, wenn Verpackungen reduziert oder mehrfach genutzt werden sollen. Diese Politiker stehen m.E. direkt oder indirekt im Sold der Verpackungsmittelindustrie und pfeifen darauf, daß sie eigentlich einen Wählerauftrag im Interesse der Gesellschaft haben und von unser aller Steuergelder bezahlt werden. Zu DDR-Zeiten wären solche Leute ein Fall für die ABI oder gar die entsprechende Abteilung des MfS für Wirtschaftssabotage.
Und jetzt spreche ich mal als ein Chemiekundiger: Bei der Entsorgung von sog. "Schadstoffen" oder "Gefahrstoffen" erfolgt mitunter eine gewaltige Übertreibung mit dem Ziel, durch möglichst aufwändige Entsorgung möglichst viel Geld zu verdienen. Nach der Wende hatten wir ca. 100,-kg rotes Farbpigment zur Einfärbung bestimmter Produkte, was nicht mehr benötigt wurde. Wir hätten dafür 16,-DM/kg Entsorgungskosten bezahlen müssen.
Da habe ich meinen Produktionsdirektor gesagt, gib mir das Zeug, ich habe Verwendung dafür. Damit hatte ich immer meine Schmucksteine (Achate u.a.) poliert. es handelte sich um Eisenoxidrot, auch Polierrot genannt. Das ist praktisch ganz normaler Rost. Ein Loch in die Erde, rein damit und Erde drauf hätte gereicht. Wäre was für eine normale Bauschuttablagerung gewesen. Weitere Beispiele: Flußsäure. Loch in die Erde, Kalkstein rein und die Säure draufgekippt. Es entsteht unlösliches Calciumfluorid, ein in großen Mengen natürlich vorkommendes Mineral. Asbest: Loch in die Erde und Bauschutt drüber. Da könnte man noch viele Beispiele aufführen. Klingt für manche Ohren zwar als zu einfach, aber ich will hier nur kurz darstellen, daß mit der Entsorgung viel Geld verdient werden kann wenn man der Bevölkerung eine möglichst höhe Gefährlichkeit weismachen kann.



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