#241

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.11.2013 21:34
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Könnte hinkommen @94, wollte das Zitat nur nicht verfälschen.


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#242

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.11.2013 21:36
von passport | 2.638 Beiträge

Wenn ich mal erinnern darf !

http://de.wikipedia.org/wiki/Annemarie_Reffert

Und das war in meiner Schicht, der Spätschicht.

Für Güsten galten abgewandelte bestimmungen über den Einsatz von Schusswaffen !

1. Verbot der Anwendung der Schusswaffe im Kernbereich einer Güst.
2. Einsatz und Anwendung der Schusswaffe nur bei terroristischen Aktivitäten oder bei bewaffneten Angriffen auf Mitarbeiter oder Reisenden.

Ausserdem hatten die DDR-Bürger am 09/10.11.1989 und Tage später andere Gedanken und Interessen als sich mit den Grenzkontrolleuren anzulegen.

passport


zuletzt bearbeitet 28.11.2013 21:39 | nach oben springen

#243

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.11.2013 21:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Na dann freue ich mich jetzt mal die Story der Frau Doktor aus erster Hand referenziert zu bekommen, die losfuhr um ihrem Alten ein Dosenbier zu besorgen. Und ich meine da war ja nun kein Massenandrang hinter ihrem 353er, odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#244

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.11.2013 22:24
von passport | 2.638 Beiträge

Da unser Zugführer ein kluger Offizier war und ahnte was sich in wenigen Stunden an der Güst abspielen würde, setzte er es durch das unser Zug pünktlich Feierabend machen konnte. Die Katastrophe durfte dann die NS mit ihren begrenzten Kräften auffangen. Bekanntlich standen dann die Fahrzeuge am 10.11.89 weit über 50 km im Stau. Die Fzg. im Transit WB haben an diesen Tag 12-14 h im Stau gestanden.

Was die Story der A.R. angeht stimmt sie weitgehend. Die Entscheidung über ihre Ausreise traf aber der PKE-Leiter und nicht irgendein Zöllner wie von der A.R. beschrieben.
Zitat: Die Antwort des Zöllners spiegelt die Ratlosigkeit des DDR-Regimes an diesem Abend wieder: „Wieso? Ach, ist mir doch egal. Machen Sie, was sie wollen.“

Der PKE-Leiter hatte zu Hause die Schabowski-Rede gehört und ist sofort auf die Güst gefahren. Es waren die Leiter der Güsten in Zusammenarbeit mit den anderen Kräften des Zusammenwirkens die die Grenzen öffneten. Bekanntlich sind ja die Entscheidungsträger der zuständigen Ministerien nicht informiert worden und damit war das Chaos perfekt.


passport


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#245

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 13:34
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Ich weiß nicht ganz genau, worum es hier jetzt geht, aber wenn ich helfen kann:

1. Ich hatte Nachtschicht am 09.11.89, war verantwortlich im Bereich Ausreise
2. Mit der Frau R. habe ich bei ihrer Wiedereinreise gesprochen...
3. Es war eine angespannte Lage, bevor wir die Tore öffneten, aber über die Anwendung der Schußwaffe, die wir am Mann hatten, wurde nicht nachgedacht. Wir warteten einfach ständig auf Weisungen oder Befehle, damit wir wieder handeln konnten.

friedliche Grüße Andreas


zuletzt bearbeitet 29.11.2013 13:35 | nach oben springen

#246

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 15:30
von elster427 | 789 Beiträge

Also in Drewitz sind die ersten DDR Bürger um 20. 40 mit der Banane angekommen. ups -Banane
war der Begriff für die gelben BVG Busse zur Fußgängerabfertigung.
Da keiner zu diesem Zeitpunkt irgendetwas wußte , konnte man die Leute noch überzeugen zurück nach Potsdam zu fahren,
um die nächsten Entscheidungen der Regierung abzuwarten.
Hat geklappt -doch die nächste Banane war voll und man mußte die Entscheidung fällen zur Ausreise.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#247

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 15:35
von elster427 | 789 Beiträge

Zum Thema Schußwaffen - diese wurden durchgängig bis zur Einstellung der Kontrollen 1990
ausgegeben.
Gruß Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#248

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 15:52
von elster427 | 789 Beiträge

Aber zurück zum eigentlichen Thema .
Wenn man heute so nachdenkt, es hätte als MA der PKE an der Güst mehrere
Möglichkeiten für eine Flucht in den Westen gegeben.
Da dies nicht Eintratt , muß man wohl doch von einem hohen Bewußtsein der MA
ausgehen.
Im Bereich der Ausreise wären mehrere Möglichkeiten gewesen.
Eine war , bei Beanstandungen in der PKW Ausreise zogf man die Fahrzeuge hinter die
Paßkontrolllinie raus um Probleme zu klären.
Dabei befanden sich diese KFZ ncht mehr im Kamerawinkel.
Es wäre ein leichtes gewesen in der Situation mit einzusteigen und nach WB zu fahren.

gruß Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#249

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 16:01
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #244
Da unser Zugführer ein kluger Offizier war und ahnte was sich in wenigen Stunden an der Güst abspielen würde, setzte er es durch das unser Zug pünktlich Feierabend machen konnte. Die Katastrophe durfte dann die NS mit ihren begrenzten Kräften auffangen. Bekanntlich standen dann die Fahrzeuge am 10.11.89 weit über 50 km im Stau. Die Fzg. im Transit WB haben an diesen Tag 12-14 h im Stau gestanden.

Was die Story der A.R. angeht stimmt sie weitgehend. Die Entscheidung über ihre Ausreise traf aber der PKE-Leiter und nicht irgendein Zöllner wie von der A.R. beschrieben.
Zitat: Die Antwort des Zöllners spiegelt die Ratlosigkeit des DDR-Regimes an diesem Abend wieder: „Wieso? Ach, ist mir doch egal. Machen Sie, was sie wollen.“

Der PKE-Leiter hatte zu Hause die Schabowski-Rede gehört und ist sofort auf die Güst gefahren. Es waren die Leiter der Güsten in Zusammenarbeit mit den anderen Kräften des Zusammenwirkens die die Grenzen öffneten. Bekanntlich sind ja die Entscheidungsträger der zuständigen Ministerien nicht informiert worden und damit war das Chaos perfekt.


passport


dass diese Informationspanne mit Schabowski passieren konnte, ist schon für die DDR ungewöhnlich. Dass aber im Nachhinein die Besatzungen der Güst'en keine klare Befehlslage zu der Führung bekamen oder herstellen konnten, ist für mich unbegreiflich. Wenn etwas in der DDR funktionierte, und das war zahlenmäßig nicht so viel, die Sicherheit auf allen Ebenen war stets einsatzbereit. Nur im aus SED Sicht entscheidenden Moment war sie es nicht. Ich glaube, es gibt so etwas wie eine höhere Macht, die wollte es an diesem Abend, weil sie das sozialistische Experiment DDR von 40 Jahren Dauer abschließen wollte.


.
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#250

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 16:08
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #247
Zum Thema Schußwaffen - diese wurden durchgängig bis zur Einstellung der Kontrollen 1990
ausgegeben.
Gruß Jan


Tatsächlich? Was wollte man denn zu diesem Zeitpunkt noch mit den Waffen am Mann?



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#251

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 16:35
von passport | 2.638 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #250
Zitat von elster427 im Beitrag #247
Zum Thema Schußwaffen - diese wurden durchgängig bis zur Einstellung der Kontrollen 1990
ausgegeben.
Gruß Jan


Tatsächlich? Was wollte man denn zu diesem Zeitpunkt noch mit den Waffen am Mann?




Im allgemeinen tragen nunmal Soldaten, Polizisten u.a. im Dienst Waffen. Also nichts falsches hineininterpretieren.


passport


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#252

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 16:43
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #251
Zitat von studfri im Beitrag #250
Zitat von elster427 im Beitrag #247
Zum Thema Schußwaffen - diese wurden durchgängig bis zur Einstellung der Kontrollen 1990
ausgegeben.
Gruß Jan


Tatsächlich? Was wollte man denn zu diesem Zeitpunkt noch mit den Waffen am Mann?




Im allgemeinen tragen nunmal Soldaten, Polizisten u.a. im Dienst Waffen. Also nichts falsches hineininterpretieren.


passport


Danke, deswegen frage ich ja gerade.



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#253

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 16:46
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #248
Aber zurück zum eigentlichen Thema .
Wenn man heute so nachdenkt, es hätte als MA der PKE an der Güst mehrere
Möglichkeiten für eine Flucht in den Westen gegeben.
Da dies nicht Eintratt , muß man wohl doch von einem hohen Bewußtsein der MA
ausgehen.
Im Bereich der Ausreise wären mehrere Möglichkeiten gewesen.
Eine war , bei Beanstandungen in der PKW Ausreise zogf man die Fahrzeuge hinter die
Paßkontrolllinie raus um Probleme zu klären.
Dabei befanden sich diese KFZ ncht mehr im Kamerawinkel.
Es wäre ein leichtes gewesen in der Situation mit einzusteigen und nach WB zu fahren.

gruß Jan


Es wäre ja noch einfacher möglich gewesen. Ich kann mich an den CC erinnern, da konnte man bis zum weißen Strich laufen.


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#254

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 16:47
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Ich danke den netten, ehemaligen Mitarbeitern der Güsts für die sachliche Schilderung. Was mich sehr interessiert ist, wie habt ihr diese Nacht (9.11.) ganz persönlich empfunden!? War da Angst, Wut, Unsicherheit oder sogar Freude über die Ereignisse??


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#255

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 17:22
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat
…Ich glaube, es gibt so etwas wie eine höhere Macht, die wollte es an diesem Abend, weil sie das sozialistische Experiment DDR von 40 Jahren Dauer abschließen wollte…



Nun Gert, ich glaube es waren eher zwei Mächte die damals dazu seit ein paar Jahren ein gentleman aggreement hatten.
Na wie dem auch sei, es hätte wesentlich schlimmer kommen können, bei allen nicht zu leugnenden, nachfolgenden Problemen.


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#256

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 17:33
von elster427 | 789 Beiträge

Hallo Grenzverletzerin,
es waren die unterschiedlichstenGefühle.
Angst - wie wird es weiter gehen?
Erleichterung - der große Druck auf die Grenze und die Güsten war genommen worden!
Es war ein Wechselbad der Gefühle!
gruß Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
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#257

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 17:51
von studfri | 762 Beiträge

Man darf nicht vergessen, dass diese Grenze für die hauptberuflich dort Tätigen deren Lebensgrundlage bedeutete. Ergo: Keine Grenze = keine Lebensgrundlage mehr. Ich könnte mir daher vorstellen, dass bei den allermeisten Angst und blankes Entsetzen überwiegt haben.



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#258

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 18:09
von passport | 2.638 Beiträge

@Gert

Das ist doch zu DDR-Zeiten öfters vorgekommen das der Generalsekretär oder das PB Entscheidungen traf ohne vorher das betreffende Ministerium zu informieren bzw sich abzustimmen. Ich erinnere mich, beim "Sputnik"-Verbot erfuhr es der zuständige Minister aus dem "ND".

Der Sperrvermerk für die Bekanntmachung des vorläufigen Reisegesetzes auf 04.00 Uhr hätte, das ist meine persönliche Einschätzung, am Chaos auch nichts geändert. Es wäre nur um ein paar Stunden nach hinten verschoben worden. Denn wer sollte am Abend des 09.11.89 die zuständigen Ministerien (MfS, MdI, MfNV-GT und MAH) verständigen sollen ? Das PB und alle Entscheidungsträger sind nach Hause gefahren. In den Ministerien waren nur noch die Diensthabenen da. Die konnten Meldungen empfangen und weiterleiten, aber nichts in dieser Größenordnung entscheiden!
Der Schabowski hatte in seiner flappsigen Art die Grenzöffnung in einer Art bekannt gegeben, die OSL Harald Jäger als "geistigen Dünnschiß" bezeichnete. Das war höchst unverantwortlich und unprofessionell von Schabowski gewesen und hätte auch anders enden können. Auch die späteren Äusserungen von dieser Person haben ihn disqualifiziert. Vielleicht war er für diese Tätigkeit auch überfordert und unwissend.


passport


utkieker und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#259

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 18:31
von elster427 | 789 Beiträge

Bei Schabowski würde ich nicht von flappsig sprechen , sondern der Mensch war Karrierist.
Der hat sich damit sicherlich etwas anderes versprochen , als dann eingetreten ist.
Man hätte ihn ja auch als Öffner der Mauer feiern können!
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
GZB1 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#260

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2013 18:46
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Genau so ist es @elster427

als Pressemann, der Schabowski fast sein gesamtes Berufsleben war, wußte er ganz genau welchen medialen Coup er in den Händen hielt, und er wollte es sein, der mit der Story in die Geschichte eingehen wollte.

"...1950 trat Schabowski der FDJ bei und wurde Kandidat der SED, 1952 Mitglied der SED. 1953 stieg er zum stellvertretenden Chefredakteur der Tribüne auf und schloss 1962 ein Fernstudium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig als Diplomjournalist ab. Als Zeichen seines politischen Aufstiegs folgte 1967 bis 1968 die Ausbildung an der Parteihochschule der KPdSU in Moskau. Im Anschluss arbeitete Schabowski beim SED-Zentralorgan Neues Deutschland, zunächst als stellvertretender Chefredakteur, von 1978 bis 1985 als Chefredakteur und zugleich Mitglied des Zentralvorstands des Verbandes der Journalisten der DDR (VDJ). Mit dieser für die Parteipropaganda wichtigen Position war ein weiterer politischer Aufstieg verbunden. 1981 wurde er Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der SED und 1984 Mitglied des Agitationskomitees beim Politbüro des ZK der SED..."

Er hat auch als 1.Sekretär der SED-Bezirksleitung und Chef der Berliner Bezirkseinsatzleitung ( verantwortlich für politische Führung der Sicherheitskräfte in Berlin im Spannungsfall) gewußt, welche Auswirkungen sein Auftritt auf der Pressekonferenz an der Grenze haben mußte.

"... 1985 wurde er nach dem Sturz von Konrad Naumann Erster Sekretär der Bezirksleitung der SED von Ost-Berlin; damit auch Vorsitzender der Bezirkseinsatzleitung (BEL) Berlin. Seit 1986 Sekretär des ZK, unterstand er direkt dem Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates. Aufgrund dieser Position war er zeitweise als Nachfolger Erich Honeckers für die Position des Staatsratsvorsitzenden und Generalsekretärs der SED im Gespräch..."

http://de.wikipedia.org/wiki/Schabowski


elster427 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2013 07:59 | nach oben springen



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