#21

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.10.2012 09:18
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #20
Zitat von Ecki im Beitrag #19
Meine Lieben,

was ich nun hier schreibe hat überhaupt nichts mit irgendeiner Verteidigung des DDR-Regimes zu tun. Aber meine Meinung als gewesener DDR-Bürger ist folgende: Wer aus der DDR in die BRD "fliehen" wollte setzte sein Leben auf das Spiel. Das hat Jeder gewusst. Es gab keinen "sicheren" Fluchtweg. Umso mehr konnte und kann ich es nicht verstehen, dass ganze Familien Fluchtversuche unternommen haben. Sie spielten mit dem Leben ihrer Kinder.

Liebe Grüße

Ecki



Hat mal einer von euch, wo die Grenze komplett ausgebaut war, eine Familie mit kleinen Kindern rennen sehen?
Kann ich mir nicht vorstellen.
Wurde wohl eher im Kofferraum versucht, ist aber auch schon grenzwertig, ich hätte das meinen Kindern nicht antun wollen.



Also rennen nicht gerade aber bei unseren versuchten Grenzdurchbruch im Abschnitt Melpers/Fladungen hatte eine vierköpfige Familie versucht mit einen vollbeladenen Kama die Grenzanlagen zu durchbrechen, er ist dann im Kfz-Sperrgraben hängengeblieben. Zum Glück ist keiner zu Schaden gekommen.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#22

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.10.2012 09:43
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Duck
... aber bei unseren versuchten Grenzdurchbruch im Abschnitt Melpers/Fladungen hatte eine vierköpfige Familie versucht mit einen vollbeladenen Kama die Grenzanlagen zu durchbrechen, er ist dann im Kfz-Sperrgraben hängengeblieben. Zum Glück ist keiner zu Schaden gekommen.


Du warst bei dieser Lage dabei?

Falls ja, also mal *tschuldschung* schonemal vorab, wenn Du es bereits erwähnt hast. War dann entweder nicht besonders umfangreich oder ich hab schlicht und ergreifend nimmer aufm Schirm.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#23

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.10.2012 14:03
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

bester Fluchtweg... mit dem Wissen von heute..

Nun, ich würde den Luftweg wählen,zB mit einen Heissluftballon und passender Windprognose, nachts und ein ganzes Stück aus dem Hinterland. Und möglichst wenig metallische Teile am Fluggerät, wegen der Erfassung durch das Radar.
Warum: soweit ich mich erinnere, gab es eine Weisung, im Grenzgebiet nicht auf Luftziele zu schiessen. Es hätte ja sein können, dass der Absturzort auf fremdem Territorium liegt und das war unerwünscht.
Das ist mein Kenntnisstand von 1979/80. Falls es später anders gehandhabt wurde, berichtigt mich bitte, ehemalige Grenzer.
Eine erfolgreiche Flucht ist hier beschrieben:
http://www.ballonteam-badiburg.de/html/flucht.html
Eine Flucht über den Landweg hätte ich nicht mal im Bereich Rhön in Erwägung gezogen (ich war dort Grenzer). Es gab zu viele Entdeckungsmöglichkeiten, bis man überhaupt das Grenzgebiet erreicht hatte: Transportpolizei, ABV, Grenzhelfer.... Im unmittelbaren Grenzgebiet (Schutzstreifen) wäre dann eine exakte Ortskenntnis und die für alle Situationen passende Ausrüstung (Kletterhilfen, Spurenverwischung) erforderlich - und da sind die Möglichkeiten, dass der Flüchtende dann irgendeinen banalen Fehler macht und entdeckt wird, enorm.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#24

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.10.2012 22:43
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
daran wird eben der historische Konflikt deutlich in dem sich die DDR-Staatsführung, ebneso aber viele anderen Staaten der Erde auch befinden oder befanden.

Einerseits der humanitäre Wert des inviduellen Wunsch der Lebensgestaltung, demgegenüber der staatlich-volkswirtschaftliche Anspruch zum Wohle der Allgemeinheit die Arbeitskraft einzubringen.

Zum Wohle des gesamten Volkes kann der Staat weder auf Ärzte, Ingenieure, Arbeiter oder Agronomen verzichten, nicht in großer Zahl.

Und, betreff "Zumutung", in der Zeit des verschärften kalten Krieges, die Kubakrise ist jetzt 50 Jahre her, Reagans SDI 25 Jahre, Breschniew-Kabul auch..der "amerikanische" Krieg in Vietnam 35 Jahre..... Für den Spätkolonialismus schichten die Niederlande, Frankreich, GB und USA tausende ihrer jungen Männer in den Tod, dagegen ist die Pflicht für Ärzte oder Ingenieure im Land DDR zu bleiben nur eine kleine Forderung.



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#25

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 11:06
von Metze | 5 Beiträge

Hallo
meiner Meinung nach war wissen um die Örtlichkeiten ein großer Vorteil
egal zu welcher Tages oder Nachtzeit
habe es selbst 88 im Sommer Mittags gegen 12 Uhr auf dem Röhnkopf erlebt



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#26

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 11:19
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Metze im Beitrag #25
Hallo
meiner Meinung nach war wissen um die Örtlichkeiten ein großer Vorteil
egal zu welcher Tages oder Nachtzeit
habe es selbst 88 im Sommer Mittags gegen 12 Uhr auf dem Röhnkopf erlebt




Bereich Ellenbogen?


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#27

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 11:31
von Metze | 5 Beiträge

Ja , waren alle platt denn Posten gab es ja glaube ich bis zu der Zeit da oben nicht
wurde danach wohl als ständig eingerichtet



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#28

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 13:46
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Wenn ich den Gedanken zur Flucht mal aufnehme, dann wäre ich auf jedenfall am Fall80/Kelle zwischen Bornhagen und Lindewerra, auf der unteren, schwer einsehbaren Hälfte des Berges stiften gegangen, also genau mein Revier.
Bewaffnet mit 2 Knochen für die Hunde zur Belohnung, sowie selbst gefertigten Steigbügeln und dicken Arbeitshandschuhen zum Schutz der Hände, wär ich über Hundelaufanlage+GSZ geklettert und dann durch die Büsche zum Grenzzaun.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#29

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 18:05
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Metze im Beitrag #27
Ja , waren alle platt denn Posten gab es ja glaube ich bis zu der Zeit da oben nicht
wurde danach wohl als ständig eingerichtet


Kann ich bestätigen (1979): kein Posten auf dem Ellenbogen.
Gleich nebenan ist ein Erholungsheim (auch heute wieder genutzt: http://www.eisenacher-haus.de/) - dort durften nur absolut Linientreue hin.
Sicher war in dem Bereich aus damaliger Sicht keine Extra-Bewachung notwendig...
Posten waren im Bereich Birx, die beiden B-Türme waren üblicherweise besetzt. Der südliche (am Hochmoor) war nach meiner Erinnerung Führungspunkt des Abschnitts.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 28.10.2012 19:05 | nach oben springen

#30

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 18:53
von TOMMI | 1.988 Beiträge

Mit dem Wissen von heute - nun gut, auch wenn dieser Begriff müßig ist, es gab günstige Stellen, wo eine Flucht gelungen wäre.
Auf keinen Fall hätte man die Nähe einer GÜST suchen müssen! Die waren am stärksten bewacht und mit Lichtertrassen ausgestattet, welche
zwar selten beleuchtet waren, aber im Bedarfsfall war dies möglich.
Ebenso stark bewacht war bei uns die sogenannte Engstelle, hier lagen GSZ und GrenzZaun1 nur etwa 20m auseinander. Hier wurden aber zu den eigenen Posten auch GAKLs und nachts "Schmetterlinge"(3.Bataillon, diese jedoch außerhalb GSZ) eingesetzt.
Aber eine Stelle gab es, die wurde fast vernachlässigt. Außer den K6 und K2-Kontrollstreifen wurden hier nur sporadisch, aber nicht regelmäßig Posten eingesetzt. Es stand da zwar ein Lausch-Uhu, aber die FÜST mit der A-Gruppe war weit weg. Diese Stelle war in unserem Bereich die sogenannte
"2.Engstelle" genannt. Die befand sich am Tor "Sauenschlucht". Beide Sperrelemente waren nur etwa 50m voneinander entfernt.
Ein potentieller Flüchtling mit mittlerer sportlicher Begabung konnte locker die GSZ-Auslösung beim Überklettern riskieren, nach einigen Sekunden Sprint stand er vorm GSZ, den er je nach LAge mit Hilfsmitteln überklettern konnte, oder mit einigem Geschick nach dem Lösen einiger Schrauben durchkriechen konnte. Ja, kein Quatsch! Mit einem 17er-Schlüssel waren die Streckmetallplatten des GZ1 zu lösen. Dieses Werkzeug hatte den Spitznamen "Republik-Schlüssel". Dass es nie einer nutze und an dieser Stelle meines Wissens nach nie jemand einen Fluchtversuch unternahm, liegt wohl daran, dass kaum ein durchschnittlicher DDR-Bürger eine genaue kenntnis über den Grenzaufbau hatte.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#31

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 20:12
von Oss`n | 2.779 Beiträge

"Nicht Wissen" war ein nicht zu unterschätzender Teil des Vorteils, den wir hatten.
Hätte jeder gewußt, wie Grenzsicherrung abläuft, hätten "sie" uns überrollt.
Z.T. 3 PP auf 13 km und eine schläfrige A-Gruppe auf dem Bock.
Heute sehe ich das so :
Glück für "uns" , das die meißten GV schon vor dem "Einzugsgebiet" von uns geschnappt wurden.

BESSER FÜR BEIDE SEITEN !

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 20:28
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #29
Zitat von Metze im Beitrag #27
Ja , waren alle platt denn Posten gab es ja glaube ich bis zu der Zeit da oben nicht
wurde danach wohl als ständig eingerichtet


Kann ich bestätigen (1979): kein Posten auf dem Ellenbogen.
Gleich nebenan ist ein Erholungsheim (auch heute wieder genutzt: http://www.eisenacher-haus.de/) - dort durften nur absolut Linientreue hin.
Sicher war in dem Bereich aus damaliger Sicht keine Extra-Bewachung notwendig...
Posten waren im Bereich Birx, die beiden B-Türme waren üblicherweise besetzt. Der südliche (am Hochmoor) war nach meiner Erinnerung Führungspunkt des Abschnitts.

Gruss Hartmut






Das EH war zu jener Zeit schon lange kein Erholungsheim mehr. Wurde durch die HA III des MfS genutzt.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#33

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 23:32
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #22

Zitat von Duck
... aber bei unseren versuchten Grenzdurchbruch im Abschnitt Melpers/Fladungen hatte eine vierköpfige Familie versucht mit einen vollbeladenen Kama die Grenzanlagen zu durchbrechen, er ist dann im Kfz-Sperrgraben hängengeblieben. Zum Glück ist keiner zu Schaden gekommen.

Du warst bei dieser Lage dabei?

Falls ja, also mal *tschuldschung* schonemal vorab, wenn Du es bereits erwähnt hast. War dann entweder nicht besonders umfangreich oder ich hab schlicht und ergreifend nimmer aufm Schirm.



Macht nix, ja ich war bei der Lage dabei zur Abriegelung. Es war zum Glück mein einziger Vorfall und er war kurz vor dem Mauerfall, Anfang Oktober 89.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#34

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.10.2012 23:36
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Metze im Beitrag #25
Hallo
meiner Meinung nach war wissen um die Örtlichkeiten ein großer Vorteil
egal zu welcher Tages oder Nachtzeit
habe es selbst 88 im Sommer Mittags gegen 12 Uhr auf dem Röhnkopf erlebt



Hallo Metze, grüß dich, kannst Du mehr darüber erzählen?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#35

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 19:49
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #23
bester Fluchtweg... mit dem Wissen von heute..

Nun, ich würde den Luftweg wählen [...]

Da stimme ich voll überein, ich hätte mich allerdings abholen lassen.

Eine, wenn nicht gar die letzte, spektakuläre Flucht fand im Mai 1989 statt, als die beiden Bethke-Brüder (zuvor auch jeweils sehr gerissen geflüchtet) ihren Bruder aus dem sowjetisch besetzten Sektor von Berlin mit Leichtflugzeugen herausholten. Die Jungs sind wirklich cool im wahrsten Sinne des Wortes. Wäre schön sie hier im Forum zu haben.

Mit den notwendigen Kontakten in den Westen und entsprechend motivierten und begabten Helfern/Fliegern bestand auf diese Art wohl eine fast 100%-ige Erfolgschance. Ort und Zeitpunkt wären vorher mit dem Westbesuch in der DDR geklärt worden.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 08.02.2013 19:50 | nach oben springen

#36

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 20:04
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Fliegen? Vergiss es. Nicht weit von mir in Berlin ist mal ein DDR-Ballonflüchtling in West-Berlin tödlich abgestürzt. Kurz vor der Wende. Der ist wohl nicht zum Landen runtergekommen mit seinem Ballon aus Gewächshausfolien.

http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Freudenberg

Auch wenn es oben ausgeschlossen wurde:
Ich hätte es irgendwie mit falschen Pässen über "Jugoslawien" oder so versucht. Da überlebt man wenigstens. Die Botschaftsflüchtlinge waren auch nicht so gefährdet.


zuletzt bearbeitet 08.02.2013 20:09 | nach oben springen

#37

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 20:07
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Der Ballonfahrer war offiziell der letzte Tote der Mauer. Ich meinte jedoch Leichtflugzeuge.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#38

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 20:21
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Hatten wir überhaupt schon die einfachste aller Optionen Männer? Genau, einfach freihwillig zur Grenze melden, das wär sie gewesen,dann den ganzen Anfangskram hinter sich bringen, noch bissel Geduld mitbringen und dann vorne am Kanten ne günstige Gelegenheit abwarten und schwupps, war man weg.

Lebensläufer
na gut, galt eben nur für junge Männer. Bei Mädels wärs wohl aufgefallen. Und alten Säcken auch.


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#39

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 21:01
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #38
Hatten wir überhaupt schon die einfachste aller Optionen Männer? Genau, einfach freiwillig zur Grenze melden, (...).
Konnte man das bei der Musterung wünschen? Wir konnten bei uns in der Schweiz nur die Funktion wünschen (z.B. Motorfahrer, Sappeur (=Pionier), Koch, Armeemusiker). Infanterist (=Schütze) wählte vermutlich keiner, aber die meisten kamen doch zur Infanterie. Aber wo man hinkam, das wusste man nicht, erst mit dem Marschbefehl.
Theo


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#40

RE: Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 21:24
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Mit Westverwandschaft, ledig und zweifelhaftem Leumund ein Wunschkonzert bei der Musterung und dann noch an die Grenze, das hat nicht funktioniert. Grenze war eher für Leute mit Pfand(Haus, Frau,Kinder) und einer anständigen Gesinnung. Wenn sich jemand freiwillig an die Grenze meldete ,wurde er erst richtig geröntgt.


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.02.2013 21:49 | nach oben springen



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