#81

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 08.10.2012 11:00
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Der Begriff "Ausbeuten" hat immer etwas an sich, was auf ungleiche Geben- und Nehmen-Verhältnisse schließen läßt. Man kann Bodenschätze ausbeuten und niemand denkt sich Böses dabei und doch bedeutet es, daß nicht ein entsprechendes Äquivalent zurückgegeben wird. Werden Menschen ausgebeutet, bedeutet das ebenfalls, daß sich der Ausbeutende ein unverhältnismäßig großes Stück vom erzielten Gewinn abschneidet. da ist es völlig unbedeutend, ob der Ausgebeutet mit seinem Anteil verhältnismäßig gut leben kann oder nicht. Entscheidend dürfte hierbei das Verhältnis sein und da geht die Schere ja Bekannterweise zunehmend auseinander. Nettoeinnahmensteigerungen von 5% bedeuten eben beim "Ausgebeuteten" z.B. 100,-€, beim
"Ausbeuter" hingegen gleich einige Tausen bis gar Millionen Euro und dazu ist die Steigerungsrate nicht einmal prozentual gleich. Die 100,-€ werden durch die Verteuerung wieder aufgefressen, die ...zig Tausende auf der anderen Seite aber nicht, die hecken neues Geld. Da gibt es kein nachvollziehbares Verhältnis mehr zum Arbeits,-Verantwortungs,-Intelligenz- und sonstigem Aufwand, was so eine Differenz rechtfertigt. Ich glaube, kürzlich mal gelesen zu haben, daß ab 6.000,-€ Netto monatlich keine wesentliche Steigerung des Glücks- und Wohlbefindens mehr feststellbar ist. Fürstlich Esen und Trinken, anspruchsvolle Reisen, ein schönes Haus, Kultur, Freizeitklubs und was sonst noch so alles zu einem angenehmen Leben gehört, ist damit alles machbar. Ob die Grenze dazu nun bei 6.000,- oder 10.000,-€ monatlich liegt, darüber kann man streiten, aber sie liegt weit unter dem, was die Großen unter den "Ausbeutern" (ob nun damit Menschen, Rohstoffe oder Finanzanlagen gemeint sind) einstreichen.



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#82

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 08.10.2012 12:00
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #81
Der Begriff "Ausbeuten" hat immer etwas an sich, was auf ungleiche Geben- und Nehmen-Verhältnisse schließen läßt. Man kann Bodenschätze ausbeuten und niemand denkt sich Böses dabei und doch bedeutet es, daß nicht ein entsprechendes Äquivalent zurückgegeben wird. Werden Menschen ausgebeutet, bedeutet das ebenfalls, daß sich der Ausbeutende ein unverhältnismäßig großes Stück vom erzielten Gewinn abschneidet. da ist es völlig unbedeutend, ob der Ausgebeutet mit seinem Anteil verhältnismäßig gut leben kann oder nicht. Entscheidend dürfte hierbei das Verhältnis sein und da geht die Schere ja Bekannterweise zunehmend auseinander. Nettoeinnahmensteigerungen von 5% bedeuten eben beim "Ausgebeuteten" z.B. 100,-€, beim
"Ausbeuter" hingegen gleich einige Tausen bis gar Millionen Euro und dazu ist die Steigerungsrate nicht einmal prozentual gleich. Die 100,-€ werden durch die Verteuerung wieder aufgefressen, die ...zig Tausende auf der anderen Seite aber nicht, die hecken neues Geld. Da gibt es kein nachvollziehbares Verhältnis mehr zum Arbeits,-Verantwortungs,-Intelligenz- und sonstigem Aufwand, was so eine Differenz rechtfertigt. Ich glaube, kürzlich mal gelesen zu haben, daß ab 6.000,-€ Netto monatlich keine wesentliche Steigerung des Glücks- und Wohlbefindens mehr feststellbar ist. Fürstlich Esen und Trinken, anspruchsvolle Reisen, ein schönes Haus, Kultur, Freizeitklubs und was sonst noch so alles zu einem angenehmen Leben gehört, ist damit alles machbar. Ob die Grenze dazu nun bei 6.000,- oder 10.000,-€ monatlich liegt, darüber kann man streiten, aber sie liegt weit unter dem, was die Großen unter den "Ausbeutern" (ob nun damit Menschen, Rohstoffe oder Finanzanlagen gemeint sind) einstreichen.


Und für mich schließt sich da ein Kreis.
Wie erwähnt, glaubte ich bis zur Jahrtausendwende eben doch an die Überlegenheit der Marktwirtschaft und dann geschah in Deutschland genau das, was Du mit der Verhältnismäßigkeit der Einkommen meintest.
Als sich weißkragenkriminelle Vorstandsassis plötzlich Gehälter verfünf-sechs-zigfachen konnten, z.T. sogar in Staatsbetrieben wie der DB mit der Parität Arbeitnehmer- Arbeitgeber im Aufsichtsrat (der diese Gehälter bestimmen sollte) kommt aus meiner Sicht einer Infektion mit dem Ebola- Virus gleich, die totale Katastrophe, schlichtweg Marktversagen.
Bezogen auf die Abgeordnete, die selbst wenn sie mal Kanzlerin werden sollte, maximal das zwanzigfache Gehalt einer durchschnittlich qualifizierten Angestellten im öffentlichen Dienst erhalten würde heißt das nicht mehr und nicht weniger als daß die Politik vor diesem Irrsinn kapituliert hat, u.a. auch deshalb meine Affinität zur Linkspartei.
Der Glaube an die Selbstheilungskräfte des Marktes ist genauso absurd wie der Glaube an den Sieg des Sozialismus einst war.
Nun könnte man sagen, solange es mir gut geht sind mir doch die Gehälter der abgehobenen Firmenkassenplünderer egal aber in dem Moment wo ein solcher Strohfeuerökonom wie Mehdorn seine Lokführer massenhaft in die Zeitarbeit abzudrängen versuchte, die dann ihrerseits das Weite in der Fremde suchten und dort die Züge fahren, die die Bahn verloren hat und bei diesen Firmen nun so viel Geld verdienen, daß sie teilweise sogar von ihren Nebeneinnahmen leben können, weil ihre Vorgesetzten eben keine solchen Abzocker sind, dann ist einfach etwas faul in dieser Republik, dann ist das Gehalt dieser Leute eben nicht mehr nebensächlich.
Ein anderer Aspekt, der primär nichts mit Neid zu tun hat sind die Milliardenerben, die mit Geldbeträgen Bewegungen auslösen von denen ich erstmals in der Schule im Zusammenhang mit dem Zauberlehrling hörte und je länger wir uns mit den Geistern die niemand rief hier noch herumärgern, solange wird dieser Kapitalismus weiter vor sich hinfaulen.
Jene Erbmilliardäre waren dazu verdammt, ihren Süßen Brei (man verzeihe mir diese Metapher http://www.textlog.de/40141.html) immer weiter zu vermehren, notfalls mit vollkommen irren Anlagemonstern, die uns nun diese Probleme bereiten.
Es ist eine kranke Betrügerökonomie, die offensichtlich nicht mehr zu retten ist und solange wie keiner eine Lösung hat wird es Gründe geben, den 7. Oktober weiterhin als alternativen Gedenktag zu behalten.



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#83

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 08.10.2012 17:29
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Kapitalismus bedeutet nichts weiter als freie Marktwirtschaft. Der Kommunismus hat versucht die freie Marktwirtschaft zu zerstoeren und mit einer sozialistischen Kommandomarktwirtschaft zu ersetzen. Wie wir alle wissen war es aber der Kommunismus der dabei auf der Strecke blieb.


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#84

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 16:02
von schulzi | 1.757 Beiträge

genossen der 7.oktober ist vor bei darum bereiten wir uns auf 01.12 .2012 vor und feiern den tag der grenztruppen .schulzi


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#85

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 17:46
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #84
genossen der 7.oktober ist vor bei darum bereiten wir uns auf 01.12 .2012 vor und feiern den tag der grenztruppen .schulzi


Hallo schulzi
Jetzt kommen mir die Tränen
linamax


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#86

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 18:02
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schulzi im Beitrag #84
genossen der 7.oktober ist vor bei darum bereiten wir uns auf 01.12 .2012 vor und feiern den tag der grenztruppen .schulzi
Na dann viel Spaß Genosse....freu dich drauf und feiere dann schön.

Für mich ist und war das nie ein Feiertag.


linamax und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#87

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 21:13
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Feiertage jeglicher Art sind doch für die Meisten, auch heute noch, ein willkommener bezahlter zusätzlicher Urlaubstag, zumindest aber wenn man zu den zu ehrenden gehörte, ein Grund für eine Fete oder zumind. für eine Sonderration. Da gab es immer einen Fonds dafür in den Betrieben und Behörden.



sektor hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#88

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 22:06
von Gert | 12.354 Beiträge

ja wenn das so ist, und hier so viel untergegangenes gefeiert wird, dann sollten wir uns auf den 30. Januar 2013 vorbereiten, den 80. Jahrestag der Machterg......


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#89

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 22:14
von jacky (gelöscht)
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #18
Zitat von Gert im Beitrag #12
na dann feiert mal schön eure deutsch demkratisch replik, ich persönlich habe an diesem Tag nichts zu feiern, es war nie meine Republik. Es war ein Staat von Russen Gnaden, errichtet von ihren deutschen Vasallen, die alle Interessen vertraten nur nicht die deutschen Interessen. Als deutscher Patriot kann ich so etwas nicht gut heissen. Es freut mich aber, dass der Lauf der Geschichte diese Episode bereinigt hat. Es freut mich nicht, dass vielen Menschen ihr Leben oder ihre gewünschte Biografie mehr oder weniger versaut wurde. Das ist leider nicht rückgängig zu machen oder mit Geld auszugleichen.





Stimme mit Dir hier ueberein, Gert. Aber stimmst Du jetzt auch mit mir ueberein wenn ich sage das es mir als deutschen Patrioten unmoeglich ist den Geburtstag der BRD zu feiern, da dieser Staat im Auftrag der Westalliierten von westdeutschen Handlangern der Siegermaechte aus der Taufe gehoben wurde?
Du siehst, hueben wie drueben leider nicht auf deutschem Mist gewachsen.

ist auch wieder wahr!


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#90

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 22:14
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Gert, Deine Auslegung der Ehrentagsnutzungen finde ich etwas geschmacklos, entschuldige bitte. Abgesehen davon ist das zum Glück nirgendwo ein Feiertag und es gibt auch keinen finanziellen Fond dafür in irgendwelchen Firmen und Behörden. Ob einige Leute von der NPD oder nahestehenden "Vereinen" das im Hinterzimmer ihrer Stammkneipe feiern, schließe ich aber nicht aus.



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#91

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 25.10.2012 23:06
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #88
ja wenn das so ist, und hier so viel untergegangenes gefeiert wird, dann sollten wir uns auf den 30. Januar 2013 vorbereiten, den 80. Jahrestag der Machterg......





Auch die Antifaschisten koennen an diesem Tag mitsaufen um die bittere Niederlage im Alkohol zu ertraenken.Jedem halt das Seine.


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