#61

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 10:12
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Machtstreben, Raffgier, Völlerei


Dem letzteren fröne ich zu gern, die Anderen liegen mir fern.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
nach oben springen

#62

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 10:23
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Gert, bleib bei Deinen Ansichten, so wirklichkeitsfremd sie auch sein mögen. Kapitalismus ist keine Begriff der Kommunisten. Den gab es so ähnlich bereits im 18. Jahrhundert und wurde später immer mehr angewandt. Schau mal bei Wikipedia nach. Die macher dieser Seite waren bestimmt keine Kommunisten und ich habe dort auch nicht entnehmen können, daß der Begriff "Kapitalismus" von den Kommunisten stammt. Ich habe das Gefühl, daß Du Dich richtig wohlfühlst, die jetzige Ordnung als kapitalistisch zu bezeichnen. Klingt nicht sehr sozial, mehr nach arm und reich, Ungerechtigkeit, Verdummung, Krieg, Wirtschaftskrise, Umweltzerstörung und was auch immer unter diesen Bedingungen so passiert. Ja, ich weiß, daß Du jetzt wieder auf den "Kommunismus" zeigen wirst, bei dem ebenfalls nicht wenige Negativpunkte aufzählbar sind. Aber von diesen Differenzen in den Ansichten lebt ja unser Forum. Wäre zu langweilig, wenn wir hier alle einer Meinung wären.



nach oben springen

#63

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 10:26
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Ergänzung: In dem Satz " Ich habe das gefühl, daß Du Dich richtig wohlfühlst" muß es heißen, "Dich NICHT richtig wohlfühlst".



nach oben springen

#64

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 10:31
von elster427 | 789 Beiträge

da gab's mal den spruch mit dem lernen und siegen ! heute muss es wohl heißen vom westen lernen heißt.... was auch immer.


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
nach oben springen

#65

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 10:42
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #43
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #41
Um 00.01 Uhr steigt erstmal 3 Stern Rot auf und die Flagge wird im Vorgarten gehisst


Dafür ist es mir dann doch zu kalt und dunkel. In 9 Minuten gibt's, ob der vergebenen Chancen, ein Gläschen Sekt. Am Nachmittag dann im Kreise Gleichgesinnter das eine oder andere Bier zu Ehren der bereits verblichenen Genossen und Gefährten, sowie auf die vergangenen Tage.

Warum man auf vergebene Chancen mit einem Gläschen Sekt anstoßen muß,darüber lässt sich wohl streiten.Vieleicht liegt es auch im Auge das Betrachters.
Aber, wenn man bei Leichenreden vieleicht auch nicht schlecht über den Toten spricht,in dem Fall sollte man schon mal die Frage stellen,wer hat eigentlich im WESENTLICHEN die Chancen vergeben?Denn das ist doch wohl das eigentliche Problem.Wer war eigentlich für das zu frühe Dahinscheiden des Kindes verantwortlich?Die Erziehungsberechtigten oder der,das Kind hassende, böse Nachbar?Wenn wir uns diese Frage bei der Trauer-oder Geburtstagsfeier ehrlich beantworten sind wir schon mal einen Schritt weiter.Ist nun mal nicht anders,was wollen wir machen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 07.10.2012 11:01 | nach oben springen

#66

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 11:02
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Ganz klar waren es in erster Linie die Erziehungsberechtigten, aber bei nicht wohlgesonnenen Nachbarn lag es ganz gewiss nicht nur daran. Die hatten kein Interesse daran, daß Nachbarskind eine bessere Entwicklung nimmt als das Eigene. Andere Nachbarn hätten sich vielleicht davon beeinflussen lassen und am Ende stände man in der ganzen Siedlung als der da, auf den man mit den Fingern zeigt.



nach oben springen

#67

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 11:11
von Marder | 1.413 Beiträge

Deswegen hat der böse Nachbar ständig Geld an die Erziehungsberechtigten überwiesen, damit das Kind zumindest unter DER Erziehung nicht zu schlimm leidet.

MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
nach oben springen

#68

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 11:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #59


... mir sagt der Kapitalismus Begriff gar nichts, Dieser ist eine Erfindung der Kommunisten.


Ohle von Beust sprach vom "puren" Kapitalismus als Hoffungsträger für die wirtschaftliche Entwicklung nach dem Fall des eisernen Vorhanges....

Heiner Geisler forderte das die CDU den "Kapitalismus" bekämpfen müsse....

Die CDU hatte mal im Ahlener Progrramm die Erkenntnis verankert dass das kapitalistische Wirtschaftssystem den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden ist .......

Die CDU der Gegenwart stützt sich inhaltlich auf die Kapitlalismusdefinitionen welche in folgenden Büchern zu finden sind; J. Kromphardt: "Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus von seiner Entstehung bis zur Gegenwart" (4. Auflage, 2004); K. Bachinger / H. Matis: "Entwicklungsdimensionen des Kapitalismus verlauten" (2009)

und die da lauten:

Der Begriff Kapitalismus bezeichnet ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das durch die drei Elemente privates Eigentum, Koordinierung der Wirtschaftsaktivitäten durch die Märkte und das Preissystem sowie Gewinn- und Nutzenmaximierung gekennzeichnet ist

Heutige marktwirtschaftliche Systeme – wie die Soziale Marktwirtschaft – binden wohlfahrtsfördernd die drei Elemente des Kapitalismus in politische, ökonomische und soziale Rahmenordnungen ein, so in Regeln der Geld-, Wettbewerbs-, Arbeits- und Sozialordnung (Finanzpolitik; Sozialpolitik; Sozialstaat; Arbeit).

Nun glaube ich kaum das den Verfassern des Ahlender Programms,den Herren von Beust und H. Geisler und den nicht genannten Vertretern aus Politik und Wirtschaft eine geistige Nähe zum Kommunismus unterstellt werden kann nur weil sie einen Begriff verwenden den, so laut Gerts unerklärlicher Erkenntnis, angeblich die Kommunisten erfunden haben sollen.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

SCORN hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.10.2012 11:33 | nach oben springen

#69

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 11:24
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
.Wer war eigentlich für das zu frühe Dahinscheiden des Kindes verantwortlich?Die Erziehungsberechtigten oder der,das Kind hassende, böse Nachbar?Wenn wir uns diese Frage bei der Trauer-oder Geburtstagsfeier ehrlich beantworten sind wir schon mal einen Schritt weiter.



Ich weis nicht wie Du Dir diese Frage beantwortest @KARNAK.
Für mich, in erster Linie, klar die Erziehungsberechtigten.
All das Gegessene aber nur auf diese abzurollen, ist historisch und belegt falsch.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
nach oben springen

#70

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 11:44
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Deswegen habe ich bei den vergebenen Chancen ,im WESENTLICHEN, dazugeschrieben


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#71

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 12:48
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #32
Zitat von Zermatt im Beitrag #31
Viel Spaß beim feiern...

Ob in 100 Jahren sich noch einer erinnert das es mal einen Arbeiter und Bauernstaat auf deutschem Boden gab ?


Die Frage ist,ob ein Arbeiter und Bauernstaat zwingend etwas schlechtes sein muß.
In 100 Jahren ein solcher Staat im echten und im positiven Sinne.Unerträglich wäre die Vorstellung für mich jedenfalls nicht.



Nicht unbedingt...die Rahmenbedingen waren halt zu ungünstig.



zuletzt bearbeitet 07.10.2012 12:50 | nach oben springen

#72

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 13:32
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Um nochmal auf die kommunistische Erfindung Kapitalismus zurückzukommen.

Ich frage mich doch wirklich ernsthaft was den ausgewiesenen ehemaligen Finanzexperten der CDU, F. Merz, geritten haben könnte als er ein Buch veröffentlichte welches "Mehr Kapitalismus wagen!" betitelt ist.....

Wer dann solche markigen Sprüche loslässt, "Marktwirtschaft ist in sich sozial, und wer Demokratie will, muss den Kapitalismus als Wirtschaftsform wollen" und weiter meint "Der Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung!", will damit den weiteren Abbau von Regulierungen und gesellschaftlicher Solidarität legitimieren und durch das Prinzip Hoffnung ersetzen, das den rational Handelnden durch den gläubigen Raffer ersetzt, der sich für die moralische Avantgarde hält. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, wer in der besten aller möglichen Welten des freien Kapitalismus keinen Erfolg hat, ist halt selbst schuld, darf aber nach den Kapitalismus-Priestern hoffen, dass es irgendwann schon anders werden wird, wenn man nur schön ruhig bleibt, keine Veränderung einklagt und die freie Marktwirtschaft nicht einschränkt.

Hier wird die Ideologie der freien Marktwirtschaft als Religionsersatz verklärt und ist im Kern ein völlig irrationaler Glaube daran, dass das freie Spiel der Kräfte die beste und für Merz auch noch die gerechteste Gesellschaftsordnung schaffen wird, obwohl nur alle ihr schnödes individuelles Interesse verfolgen.

Wenn dann noch in einer aktuellen Stunde des Bundestages die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön völlig realitätsfremd verkündet "Wir leben nicht im Kapitalismus..." dann frage ich mich wirklich wie weltfremd diese junge Frau ist.
Die soziale Marktwirtschaft, wie Frau Schön die Gesellschaftsordnung Deutschlands bezeichnet, ist seit je her Erscheinungsform des Kapitalismus und stellt keine eigenständige Gesellschaftsordnung dar wie sie vermutet.

Eine der Haupteigenschaften des Kapitalismus ist die Teilung der Gesellschaft in Klassen, Besitzende und Nichtbesitzende in Bezug auf sogenannte Produktionsmittel und die permanente Gewinnschöpfung (Ausbeutung) der einen Klasse aus der anderen Klasse. Die Oberschicht beutet die Mittelschicht und Unterschicht aus, die Mittelschicht beutet "nur" die Unterschicht aus. Der Kapitalismus, auch in seiner Form der "sozialen Marktwirtschaft" ist ein System, an dessen oberster Stelle immer die Oberschicht kommt. Ein "Wechsel"in dieser Hierarchie erfolgt ausschließlich durch Bildung oder Gewinn und erfolgt in der Regel von Mittelschicht zur Oberschicht, während die Unterschicht nur auf dem Papier gleiche Bildungschancen hat, um aus der unteren Schicht in eine höhere wechseln zu können.

Wenn man die Gedanken von Nadine Schön, einer gewählten Repräsentantin des Volkes" hört, zeigt sich, dass auch in der politischen Mittelschicht erhebliche Bildungsdefizite bestehen und es stellt sich berechtigterweise die Frage, was man ihr auf Gymnasium im Fach Gesellschaftskunde überhaupt vermitteln konnte.

Wer sich die erhellenden Gedanken dieser übrigens blonden jungen Frau zum Thema antun möchte:


Ab Minute 1:01 kommt die besonders witzige Passage, alles andere was sie sagt ist ein wenig peinlich und weniger Witzig.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#73

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 13:37
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #62
Gert, bleib bei Deinen Ansichten, so wirklichkeitsfremd sie auch sein mögen. Kapitalismus ist keine Begriff der Kommunisten. Den gab es so ähnlich bereits im 18. Jahrhundert und wurde später immer mehr angewandt. Schau mal bei Wikipedia nach. Die macher dieser Seite waren bestimmt keine Kommunisten und ich habe dort auch nicht entnehmen können, daß der Begriff "Kapitalismus" von den Kommunisten stammt. Ich habe das Gefühl, daß Du Dich richtig wohlfühlst, die jetzige Ordnung als kapitalistisch zu bezeichnen. Klingt nicht sehr sozial, mehr nach arm und reich, Ungerechtigkeit, Verdummung, Krieg, Wirtschaftskrise, Umweltzerstörung und was auch immer unter diesen Bedingungen so passiert. Ja, ich weiß, daß Du jetzt wieder auf den "Kommunismus" zeigen wirst, bei dem ebenfalls nicht wenige Negativpunkte aufzählbar sind. Aber von diesen Differenzen in den Ansichten lebt ja unser Forum. Wäre zu langweilig, wenn wir hier alle einer Meinung wären.


lies doch mal Post # 58, 1.Satz, da habe ich doch meine Meinung zu unserer Marktwirtschaft geschrieben. Hättest du das nicht übersehen, wäre sicher deine rot mark. Wertung nicht so formuliert. Im Übrigen finde ich es immer wieder amüsant, wenn ich lesen muss wie ich denke und fühle. Leider gibt es da manchmal starke Abweichung zwischen den mir zugedachtne Gedanken und den tatsächlichen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#74

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 13:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #72
Um nochmal auf die kommunistische Erfindung Kapitalismus zurückzukommen.

Ich frage mich doch wirklich ernsthaft was den ausgewiesenen ehemaligen Finanzexperten der CDU, F. Merz, geritten haben könnte als er ein Buch veröffentlichte welches "Mehr Kapitalismus wagen!" betitelt ist.....

Wer dann solche markigen Sprüche loslässt, "Marktwirtschaft ist in sich sozial, und wer Demokratie will, muss den Kapitalismus als Wirtschaftsform wollen" und weiter meint "Der Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung!", will damit den weiteren Abbau von Regulierungen und gesellschaftlicher Solidarität legitimieren und durch das Prinzip Hoffnung ersetzen, das den rational Handelnden durch den gläubigen Raffer ersetzt, der sich für die moralische Avantgarde hält. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, wer in der besten aller möglichen Welten des freien Kapitalismus keinen Erfolg hat, ist halt selbst schuld, darf aber nach den Kapitalismus-Priestern hoffen, dass es irgendwann schon anders werden wird, wenn man nur schön ruhig bleibt, keine Veränderung einklagt und die freie Marktwirtschaft nicht einschränkt.

Hier wird die Ideologie der freien Marktwirtschaft als Religionsersatz verklärt und ist im Kern ein völlig irrationaler Glaube daran, dass das freie Spiel der Kräfte die beste und für Merz auch noch die gerechteste Gesellschaftsordnung schaffen wird, obwohl nur alle ihr schnödes individuelles Interesse verfolgen.

Wenn dann noch in einer aktuellen Stunde des Bundestages die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön völlig realitätsfremd verkündet "Wir leben nicht im Kapitalismus..." dann frage ich mich wirklich wie weltfremd diese junge Frau ist.
Die soziale Marktwirtschaft, wie Frau Schön die Gesellschaftsordnung Deutschlands bezeichnet, ist seit je her Erscheinungsform des Kapitalismus und stellt keine eigenständige Gesellschaftsordnung dar wie sie vermutet.

Eine der Haupteigenschaften des Kapitalismus ist die Teilung der Gesellschaft in Klassen, Besitzende und Nichtbesitzende in Bezug auf sogenannte Produktionsmittel und die permanente Gewinnschöpfung (Ausbeutung) der einen Klasse aus der anderen Klasse. Die Oberschicht beutet die Mittelschicht und Unterschicht aus, die Mittelschicht beutet "nur" die Unterschicht aus. Der Kapitalismus, auch in seiner Form der "sozialen Marktwirtschaft" ist ein System, an dessen oberster Stelle immer die Oberschicht kommt. Ein "Wechsel"in dieser Hierarchie erfolgt ausschließlich durch Bildung oder Gewinn und erfolgt in der Regel von Mittelschicht zur Oberschicht, während die Unterschicht nur auf dem Papier gleiche Bildungschancen hat, um aus der unteren Schicht in eine höhere wechseln zu können.

Wenn man die Gedanken von Nadine Schön, einer gewählten Repräsentantin des Volkes" hört, zeigt sich, dass auch in der politischen Mittelschicht erhebliche Bildungsdefizite bestehen und es stellt sich berechtigterweise die Frage, was man ihr auf Gymnasium im Fach Gesellschaftskunde überhaupt vermitteln konnte.

Wer sich die erhellenden Gedanken dieser übrigens blonden jungen Frau zum Thema antun möchte:


Ab Minute 1:01 kommt die besonders witzige Passage, alles andere was sie sagt ist ein wenig peinlich und weniger Witzig.

Gruß
Nostalgiker



es scheint wohl eine Hauptstrategie der (ehem.)Genossen zu sein, wenn sie mit Sachargumenten am Ende sind, das Knöpfchen " ins Lächerliche zu ziehen" drücken. So auch hier wieder geschehen.

Nostalgiker, wenn in diesem Forum etwas peinlich ist, dann sind es deine langatmigen politischen Ergüsse, die so klingen, als wärest du gerade aus dem Parteilehrjahr entsprungen. Das heutige historische Datum scheint deinen Dozierungsalltag noch zu befeuern. Aber nur zu, wenn ich etwas zum Erheitern brauche, ziehe ich mir deine Posts rein. In dem Sinne bis neulich


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Pit 59, Backe und glasi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#75

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 14:12
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #53
also sed = kommunistisch , was sind wir dann heute für ein staat? cdu = christlisch spd = sozial grüne = ökö? oder doch einfach nur kapitalistisch, weil dies die definition für diese gesellschaft ist? vieleicht mal nachlesen, was kommunismus bedeutet.


Vor allem ein demokratischer würde ich sagen...oder sagen wir mal lieber meistens.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


nach oben springen

#76

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 14:43
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #74

es scheint wohl eine Hauptstrategie der (ehem.)Genossen zu sein, wenn sie mit Sachargumenten am Ende sind, das Knöpfchen " ins Lächerliche zu ziehen" drücken.

Nostalgiker, wenn in diesem Forum etwas peinlich ist, dann sind es deine langatmigen politischen Ergüsse, die so klingen, als wärest du gerade aus dem Parteilehrjahr entsprungen. Das heutige historische Datum scheint deinen Dozierungsalltag noch zu befeuern. Aber nur zu, wenn ich etwas zum Erheitern brauche, ziehe ich mir deine Posts rein. In dem Sinne bis neulich


Da erstaunliche an Deinen Beitrag @Gert ist, das Du so langsam eine sehr innige Kenntnis an Inhalten eines Parteilehrjahres, welcher Jahrgang ist egal, offenbarst. Diese, für mich schon intime Kenntnis bestimmter Dinge lässt mich dann doch arg an Deiner hier so vehement vorgetragenen ablehnenden Haltung zu allen was die DDR betrifft arg zweifeln.

Im Gegensatz zu Dir bin ich nicht erheitert wenn ich Deine von vor Unkenntnis und Halbwissen strotzenden Beiträge lese. Zumal mir im Gedächtnis ist das Du, wie auch immer, bis zu einem gewissen Grade das Bildungssystem in der DDR durchlaufen bist. Entweder ist bei Dir nicht viel hängen geblieben oder Du bist eine der tragischen Ausnahmen an der jegliche, systemunabhängige Bildungsbemühung einfach scheiterte.......

Zitat
Im Übrigen finde ich es immer wieder amüsant, wenn ich lesen muss wie ich denke und fühle. [Zum Glück]... gibt es da manchmal starke Abweichung zwischen den mir zugedachten Gedanken und den tatsächlichen.



Diesem Zitat, mit kleiner Korrektur, stimme ich allzu gerne zu.

In diesem Sinne, Dozierungsalltag(was für ein grauenhaftes Deutsch) ist vom Datum unabhängig, weiterhin viel Spass beim lesen meiner Beiträge.

Gruß
Nostalgiker

PS.: Anstands- und Umgangsformen, wie Unterzeichnen eines geschriebenen Beitrages als Ausdruck einer gewissen Höflichkeit, scheinen Dir wesensfremd zu sein.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen

#77

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 19:50
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #76
Zitat von Gert im Beitrag #74

es scheint wohl eine Hauptstrategie der (ehem.)Genossen zu sein, wenn sie mit Sachargumenten am Ende sind, das Knöpfchen " ins Lächerliche zu ziehen" drücken.

Nostalgiker, wenn in diesem Forum etwas peinlich ist, dann sind es deine langatmigen politischen Ergüsse, die so klingen, als wärest du gerade aus dem Parteilehrjahr entsprungen. Das heutige historische Datum scheint deinen Dozierungsalltag noch zu befeuern. Aber nur zu, wenn ich etwas zum Erheitern brauche, ziehe ich mir deine Posts rein. In dem Sinne bis neulich


Da erstaunliche an Deinen Beitrag @Gert ist, das Du so langsam eine sehr innige Kenntnis an Inhalten eines Parteilehrjahres, welcher Jahrgang ist egal, offenbarst. Diese, für mich schon intime Kenntnis bestimmter Dinge lässt mich dann doch arg an Deiner hier so vehement vorgetragenen ablehnenden Haltung zu allen was die DDR betrifft arg zweifeln.

Im Gegensatz zu Dir bin ich nicht erheitert wenn ich Deine von vor Unkenntnis und Halbwissen strotzenden Beiträge lese. Zumal mir im Gedächtnis ist das Du, wie auch immer, bis zu einem gewissen Grade das Bildungssystem in der DDR durchlaufen bist. Entweder ist bei Dir nicht viel hängen geblieben oder Du bist eine der tragischen Ausnahmen an der jegliche, systemunabhängige Bildungsbemühung einfach scheiterte.......

Zitat
Im Übrigen finde ich es immer wieder amüsant, wenn ich lesen muss wie ich denke und fühle. [Zum Glück]... gibt es da manchmal starke Abweichung zwischen den mir zugedachten Gedanken und den tatsächlichen.


Diesem Zitat, mit kleiner Korrektur, stimme ich allzu gerne zu.

In diesem Sinne, Dozierungsalltag(was für ein grauenhaftes Deutsch) ist vom Datum unabhängig, weiterhin viel Spass beim lesen meiner Beiträge.

Gruß
Nostalgiker

PS.: Anstands- und Umgangsformen, wie Unterzeichnen eines geschriebenen Beitrages als Ausdruck einer gewissen Höflichkeit, scheinen Dir wesensfremd zu sein.



Hi Nostalgiker, du hast recht, das mit dem Parteilehrjahr gefällt mir so, das ich offenbar inzwischen zu viele Wiederholungen poste. Hast du ein besseres Wort? Lass es mich wissen. Habe ich übrigens irgendwann mal im Kampfblatt der fortschrittlichen Werktätigen ( was immer das auch ist ) dem ND gelesen.

mit ergebendsten Grüßen an euer Gnaden

Hochachtungsvoll Ihr Gert ......

(is dat höflisch jenuch ?)


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 07.10.2012 19:50 | nach oben springen

#78

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 07.10.2012 20:13
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Aha @Gert, das mit dem "Parteilehrjahr" ist also ein running Gag von Dir .........

Die Bezeichnung 'Kampfblatt' trifft, wenn überhaupt, auf ganz anders geartete Pamphlete zu welche ich hier nicht näher benennen möchte....

Bist Du sicher das nur "fortschrittliche" Werktätige das ND lasen?

eine Grußformel ist ja nett aber nun übertreibst Du wieder ein wenig mit dieser obrigkeitshörigen, einem Mitläufer und Konformisten, ohne Zivilcourage agierenden Menschen würdigen Grußformel.

Die Stände sind meines Wissens seit 1918 in Deutschland abgeschafft.
Euer Hochwohlgeboren als Aanrede reicht und dann bitte: untertänigst und Euer ergebener Diener xxx ....

so passt es dann .......

Gruß
Nostalgiker

PS.: Sorry an die Anderen für den OT hier.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen

#79

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 08.10.2012 09:24
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #72
Um nochmal auf die kommunistische Erfindung Kapitalismus zurückzukommen.

Ich frage mich doch wirklich ernsthaft was den ausgewiesenen ehemaligen Finanzexperten der CDU, F. Merz, geritten haben könnte als er ein Buch veröffentlichte welches "Mehr Kapitalismus wagen!" betitelt ist.....

Wer dann solche markigen Sprüche loslässt, "Marktwirtschaft ist in sich sozial, und wer Demokratie will, muss den Kapitalismus als Wirtschaftsform wollen" und weiter meint "Der Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung!", will damit den weiteren Abbau von Regulierungen und gesellschaftlicher Solidarität legitimieren und durch das Prinzip Hoffnung ersetzen, das den rational Handelnden durch den gläubigen Raffer ersetzt, der sich für die moralische Avantgarde hält. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, wer in der besten aller möglichen Welten des freien Kapitalismus keinen Erfolg hat, ist halt selbst schuld, darf aber nach den Kapitalismus-Priestern hoffen, dass es irgendwann schon anders werden wird, wenn man nur schön ruhig bleibt, keine Veränderung einklagt und die freie Marktwirtschaft nicht einschränkt.

Hier wird die Ideologie der freien Marktwirtschaft als Religionsersatz verklärt und ist im Kern ein völlig irrationaler Glaube daran, dass das freie Spiel der Kräfte die beste und für Merz auch noch die gerechteste Gesellschaftsordnung schaffen wird, obwohl nur alle ihr schnödes individuelles Interesse verfolgen.

Wenn dann noch in einer aktuellen Stunde des Bundestages die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön völlig realitätsfremd verkündet "Wir leben nicht im Kapitalismus..." dann frage ich mich wirklich wie weltfremd diese junge Frau ist.
Die soziale Marktwirtschaft, wie Frau Schön die Gesellschaftsordnung Deutschlands bezeichnet, ist seit je her Erscheinungsform des Kapitalismus und stellt keine eigenständige Gesellschaftsordnung dar wie sie vermutet.

Eine der Haupteigenschaften des Kapitalismus ist die Teilung der Gesellschaft in Klassen, Besitzende und Nichtbesitzende in Bezug auf sogenannte Produktionsmittel und die permanente Gewinnschöpfung (Ausbeutung) der einen Klasse aus der anderen Klasse. Die Oberschicht beutet die Mittelschicht und Unterschicht aus, die Mittelschicht beutet "nur" die Unterschicht aus. Der Kapitalismus, auch in seiner Form der "sozialen Marktwirtschaft" ist ein System, an dessen oberster Stelle immer die Oberschicht kommt. Ein "Wechsel"in dieser Hierarchie erfolgt ausschließlich durch Bildung oder Gewinn und erfolgt in der Regel von Mittelschicht zur Oberschicht, während die Unterschicht nur auf dem Papier gleiche Bildungschancen hat, um aus der unteren Schicht in eine höhere wechseln zu können.

Wenn man die Gedanken von Nadine Schön, einer gewählten Repräsentantin des Volkes" hört, zeigt sich, dass auch in der politischen Mittelschicht erhebliche Bildungsdefizite bestehen und es stellt sich berechtigterweise die Frage, was man ihr auf Gymnasium im Fach Gesellschaftskunde überhaupt vermitteln konnte.

Wer sich die erhellenden Gedanken dieser übrigens blonden jungen Frau zum Thema antun möchte:


Ab Minute 1:01 kommt die besonders witzige Passage, alles andere was sie sagt ist ein wenig peinlich und weniger Witzig.

Gruß
Nostalgiker


Immerhin ist Frau Schön eine Idealistin und wenn sie nicht zu Beginn ihrer Rede so platte Argumente wie Oskars Wohnhaus oder Sarahs Essen gebracht hätte, war es doch ein recht eindeutiges Bekenntnis zu dem Wirtschaftssystem, das die sehr junge Abgeordnete für das richtige hält.
Davor sollten wir alle erst mal Respekt haben.
Allerdings stelle ich mir gerade vor, wie Frau Merkel in dieser Phase ihres Lebens die Errungenschaften des Sozialismus in den allerhöchsten Tönen lobt, das allerdings ohne die Zwischenrufe auf der FDJ- Kreisdelegiertenkonferenz in der Uckermark.
Frau Schön hat in der Sache recht, indem sie dem aktuellen System Reparaturstau bescheinigt.
Sie wird aber noch erfahren müssen, daß sie in dieser Klientelpartei kaum etwas bewegen wird, um tatsächlich dieses Wirtschaftssystem, das ich bis zum Jahrtausendwechsel ebenfalls für das überlegene gehalten habe wieder auf Kurs "Wohlstand für Alle" zu bringen.
Ein parlamentarischer Tiefpunkt waren die Zwischenrufe der Linken (falls sie tatsächlich von dort gekommen sind) in der späteren Phase der Rede, aber wie gesagt- als Anfängerin so gegen die o.g. Personen Lafontaine, Ernst oder Wagenknecht auszuteilen, sollte man unterlassen wenn man irgendwo neu dazu kommt, aber gleichwohl waren die Zwischenrufe der Linken ebenso unprofessionell.
Es stimmt einmal mehr sehr pessimistisch, daß man als Dienstleister des Volkes sich nicht der Sache stellt sondern private Profilierungsmaßnahmen in den Vordergrund gestellt hat.



nach oben springen

#80

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 08.10.2012 10:36
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Hackel, vielleicht ist es nicht so deutlich rübergekommen, für mich war der Ausgangspunkt meiner Überlegungen die Aussage das der Kapitalismus eine Erfindung der Kommunisten sei und dazu die von dieser jungen Frau welche behauptet das wir nicht im Kapitalismus leben.

Bei sehr vielen Menschen verbindet sich mit dem Wort Kapitalismus meist automatisch der Begriff 'Ausbeutung'.
Warum das so ist lassen wir mal außen vor.

Nun habe ich hier und anderswo schon öfters die vertretene Auffassung gelesen in Deutschland oder zumindest in West- und Mitteleuropa gebe es keine Ausbeutung mehr.
Wenn nachgefragt wird woran sie das festmachen, kommt meist als Antwort an den Löhnen/Gehältern. Die seien schließlich so hoch das kann einfach keine Ausbeutung sein und zur Bekräftigung ihrer Ansicht verweisen sie auf Billiglohnländer in Südostasien und Regionen in Südamerika.
Dort herrsche noch Ausbeutung, die verdienen ja so wenig.......

Natürlich kann ich den guten alten Ausbeutungsbegriff von vor Hundert oder mehr Jahren nicht 1 zu 1 auf die Gegenwart übertragen, das ist schlichtweg Quatsch.
Aber nun den Zirkelschluss ziehen wir haben keinen Kapitalismus mehr, weil es jetzt Marktwirtschaft hieße, und deshalb ist in unseren Breiten ebenfalls die Ausbeutung passé ist genauso Blauäugig und falsch.

In der DDR herrschte auch kein Sozialismus obwohl es hieß er sei der in den Farben der DDR.
Genauso hatten wir kein Volkseigentum obwohl es so hieß, nämlich Volkseigener Betrieb, also des Volkes eigen.......
Es war doch wohl mehr Staatseigentum und wem der Staat "gehörte", darüber können wir gerne an anderer Stelle weiterreden.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen



Besucher
15 Mitglieder und 65 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: gerhard
Besucherzähler
Heute waren 1901 Gäste und 140 Mitglieder, gestern 3956 Gäste und 189 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14370 Themen und 558009 Beiträge.

Heute waren 140 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen