#21

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:07
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #19
Ein Tag vor dem 63. Jahrestag der DDR

Und nach Klamotten gucke ich drüben auch nicht mehr, ist alles so trist wie hier geworden oder a…teuer."




....... und schon laengst nicht mehr deutsche Wertarbeit (Made in Germany), sondern billiger Dreck aus China, Korea oder Indien.


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#22

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:07
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #15
Mal eine Frage ? Wie feiert man einen Jahrestag von etwas was es seit über 22 Jahren nicht mehr gibt??
Der 40. war der letzte Jahrestag der DDR. Aber einen 63. ? Habe ich da etwas verpasst? Gibt es die DDR doch noch?
Na ja in einigen Köpfen ist da der Wunsch der Vater des Gedanken das es die DDR noch geben möge!


Lieber turtle,

mein Gott, ach wie war sie doch so schön, unsere sozialistische Deutsche Demokratische Republik, der erste Arbeiter- und Hungernstaat auf deutschem Boden, alle meine Tränen fließen ihr in durchwühlenden Bächen nach!

Darauf einen doppelten Kristallwodka!

Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


zuletzt bearbeitet 06.10.2012 19:09 | nach oben springen

#23

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:10
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #22
Zitat von turtle im Beitrag #15
Mal eine Frage ? Wie feiert man einen Jahrestag von etwas was es seit über 22 Jahren nicht mehr gibt??
Der 40. war der letzte Jahrestag der DDR. Aber einen 63. ? Habe ich da etwas verpasst? Gibt es die DDR doch noch?
Na ja in einigen Köpfen ist da der Wunsch der Vater des Gedanken das es die DDR noch geben möge!


Lieber turtle,

mein Gott, ach wie war sie doch so schön, unsere sozialistische Deutsche Demokratische Republik, der erste Arbeiter- und Hungernstaat auf deutschem Boden, alle meine Tränen fließen ihr in durchwühlenden Bächen nach!

Darauf einen doppelten Kristallwodka!

Grüße

Ecki








Nun wird es aber unlustig!

Wer mußte hungern?


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#24

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:15
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #23
Zitat von Ecki im Beitrag #22
Zitat von turtle im Beitrag #15
Mal eine Frage ? Wie feiert man einen Jahrestag von etwas was es seit über 22 Jahren nicht mehr gibt??
Der 40. war der letzte Jahrestag der DDR. Aber einen 63. ? Habe ich da etwas verpasst? Gibt es die DDR doch noch?
Na ja in einigen Köpfen ist da der Wunsch der Vater des Gedanken das es die DDR noch geben möge!


Lieber turtle,

mein Gott, ach wie war sie doch so schön, unsere sozialistische Deutsche Demokratische Republik, der erste Arbeiter- und Hungernstaat auf deutschem Boden, alle meine Tränen fließen ihr in durchwühlenden Bächen nach!

Darauf einen doppelten Kristallwodka!

Grüße

Ecki








Nun wird es aber unlustig!

Wer mußte hungern?
Mein lieber Pitti53,

natürlich keiner. Ich finde es aber so bescheuert, dass, wenn man mal etwas humoristisch verpackt, dieses sofort ernst genommen wird.

Ecki

P.S.: Im Übrigen - wie soll man einem nicht gewesenen Bürger der DDR erklären, wie das war? Insonderheit einem Wessi? Das geht nicht. Lange her, der Nebel der Geschichte liegt darüber und jeder kann sich sein Bild machen, was darunter ist.


Gott sei Dank!


zuletzt bearbeitet 06.10.2012 19:15 | nach oben springen

#25

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:15
von Gelöschtes Mitglied
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Von welcher Zeit sprichst du Ecki?
Hungern musste ich als 62er Jahrgang wirklich nicht.

Edit: Alles klar,habe deinen Post eben gelesen....du pöser,pöser
Hatten unsere Zeilen in etwa zeitgleich abgeschickt.

Gruß ek40


zuletzt bearbeitet 06.10.2012 19:19 | nach oben springen

#26

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:20
von glasi | 2.815 Beiträge

Wer war am letzten Feiertag 1989 in Ost Berlin dabei? Wie wurde der Tag in anderen Städte der DDR gefeiert?Lg Glasi



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#27

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #15
Mal eine Frage ? Wie feiert man einen Jahrestag von etwas was es seit über 22 Jahren nicht mehr gibt??
Der 40. war der letzte Jahrestag der DDR. Aber einen 63. ? Habe ich da etwas verpasst? Gibt es die DDR doch noch?
Na ja in einigen Köpfen ist da der Wunsch der Vater des Gedanken das es die DDR noch geben möge!




Nun die Erinnerung an singuläre Vorgänge wird mit dem Alter immer mehr gefestigt und genauso wie sich heute wieder vollkommen normale Leute auf Umzügen als Ritter und Burgfräulein verkleiden und fast 1100 Jahre alte Gemeinden alle fünf Jahre ihren runden Geburtstag zelebrieren könnte auch der 7. Oktober 100.000 Niedriglöhner und 500.000 Hartzrentner später eine solche Aufwertung erfahren.
http://www.dorfverein-unterroeblingen.de...feier-roeb.html
Übrigens dieses mein Heimatdorf ist voriges Jahr auch mit über zehn Nachbarnestern zwangsvereinigt worden und heißt jetzt schlichtweg Seegebiet Mansfelder Land- wie originell aber kein Grund nicht mehr zu feiern.
Identität ist immer.
Und das mit dem Wunsch, back to GDR kann ja auch erst nach 15 Jahren Einheit gereift sein, so etwas soll es geben.
Viele Auswanderer haben sich sogar ganz von Deutschland scheiden lassen, was sie als DDR- Bürger nie getan hätten, selbst wenn sie es gekonnt hätten.



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#28

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:28
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #17
Zitat von turtle im Beitrag #15
Mal eine Frage ? Wie feiert man einen Jahrestag von etwas was es seit über 22 Jahren nicht mehr gibt??



Peter da fragste mal am besten in Weimar nach, die haben z.B. auch dieses Jahr wieder den 263. Geburtstag, eines natürlich längst verblichenen, mit Stadtfest etc. gefeiert.



Ich feiere einen Jahrestag in Erinnerung dass ich in Ehren Gedenken kann.
Ein Jahrestag kann allerdings auch Erinnerung an etwas schlechten sein, wieder dem Vergessen. Aber einen solchen Jahrestag feiere ich nicht! Als Mahnung aber wichtig.

http://www.dra.de/online/hinweisdienste/...age/jt_2013.pdf


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#29

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 19:39
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #16
Gute Antwort @Karnak, gefällt mir wirklich.

Irgendwann müssen wir uns doch mal etwas näher kommen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#30

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 20:09
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #26
Wer war am letzten Feiertag 1989 in Ost Berlin dabei? Wie wurde der Tag in anderen Städte der DDR gefeiert?Lg Glasi


Ich habe mir den letzten Fackelzug "Unter den Linden" angeschaut. Da standen auffällig viele Zwillingspärchen in Zivil, aus der Kleiderkammer des Wachregiments mit unter den normalen Zuschauern im Spalier. Das waren wir in Berlin aber gewöhnt, dazu kam ja noch der hohe Gast aus der Sowjetunion. Laut Spiegelberichten in Archiven soll es Zwischenfälle durch Demonstranten gegeben haben. Ich habe davon nichts mit bekommen.


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#31

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 20:10
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Viel Spaß beim feiern...

Ob in 100 Jahren sich noch einer erinnert das es mal einen Arbeiter und Bauernstaat auf deutschem Boden gab ?



zuletzt bearbeitet 06.10.2012 20:15 | nach oben springen

#32

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 20:46
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #31
Viel Spaß beim feiern...

Ob in 100 Jahren sich noch einer erinnert das es mal einen Arbeiter und Bauernstaat auf deutschem Boden gab ?


Die Frage ist,ob ein Arbeiter und Bauernstaat zwingend etwas schlechtes sein muß.
In 100 Jahren ein solcher Staat im echten und im positiven Sinne.Unerträglich wäre die Vorstellung für mich jedenfalls nicht.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#33

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 20:48
von Schmiernippel | 244 Beiträge

„Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“!
Erich Honecker auf dem Festakt zum 40. Jahrestag der DDR)

"Den antifaschistischen Schutzwall wird es noch in hundert Jahren geben" und viele, auch im Westen haben daran geglaubt. Aber, Zermatt, es wäre nicht gut, wenn in 100 Jahren nichts mehr an einen Arbeiter- und Bauernstaat erinnert. In der Geschichtsschreibung ist die Nennung wichtig und es dürfen nicht immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden, vieles zu verschweigen oder einfach zu vergessen.
Gruß Schmiernippel



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#34

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 20:56
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #19
Ein Tag vor dem 63. Jahrestag der DDR

"Stünde die Grenze noch, würde morgen die DDR unter Egon Krenz den 63. Jahrestag der Republik feiern. Berliner Pioniere und FDJler sind wie immer verpflichtet, am Geburtstagsmarsch in der Karl-Marx-Allee unter den Augen und dem Beifall des neuen alten Politbüros teilzunehmen. Plakate und Winkelemente sind schon vor einer Woche auf Geheiß unseres Parteisekretärs vom Hausmeister unseres VEB entstaubt und verteilt worden, fehlende Schüler oder Brigademitglieder sind morgen wie immer vom Lehrer oder Brigadeleiter zu notieren und zu melden. Ich als Werksleitungsmitglied muß natürlich auch dabeisein. Aber ich wohne in der Nähe der Karl Marx Allee und reihe mich dann ein. Nach dem Vorbeimarsch löst sich der Zug eh auf und man geht ganz entspannt zu Fuß nach Hause. Morgen nachmittag feien wir mit der Hausgemeinschaft im Gemeinschaftsraum den Jahrestag, Stasi Klaus wird seine Lauscher wieder aufstellen, aber wer erzählt ihm schon was Kritisches? Jeder weiß, daß er bei VEB arbeitet, aber als IM die Leute aushorcht, ist für einen Normalo viel zu neugierig, wenn einer aus dem Westen zurückkommt. Denn in den Westen reisen dürfen die DDR Bürger weiterhin einzeln zu über 60 Jahre alten Verwandten zu runden Geburtstagen, ihre 100 Euro Empfangsgeld kurbeln die BRD Wirtschaft leicht an. Ich war schon mehrmals drüben, wenn mein Onkel oder meine Tante 70, 75. 80 und 85 Jahre alt wurden, nun sind sie tot, aber der Westen ist auch nicht mehr das, was er mal war, überall lungern Türken und Neger, bei meiner Tante wurde 2x eingebrochen, Täter nicht gefaßt, ist wie bei uns. Und nach Klamotten gucke ich drüben auch nicht mehr, ist alles so trist wie hier geworden oder a…teuer."

Hier weiterlesen: http://fakten-fiktionen.net/2012/10/ein-...restag-der-ddr/


Na, Ek40, ich glaube nicht, daß es so ziemlich unverändert weitergegangen wäre, wenn der (ost)deutsche Michel weitergeschlafen hätte. Paar Jahre vor der Wende hatte ich in der Mitgliederversammlung schon mal geäußert, daß Honis Nachfolger um unpopuläre Maßnahmen nicht drumrum kommt und ich an eine Wiedervereinigung glaube, wenn ich auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen offengelassen hatte, aber die Geschichte geht ja weiter und wie es in hundert oder mehr Jahren aussieht, weiß sowieso niemand auch nur annähernd genau. Auch die Reisebedingungen hatten sich in den letzten Jahren doch deutlich verbessert und ich nehme an, daß der Stand von 1989 nicht das Ende dieser Entwicklung gewesen wäre. Es wäre versucht worden, mit der BRD eine Vereinbarung zu treffen, bei deutlicher Lockerung der Reisebedingungen DDR-Bürger wieder nach Hause zu schicken. Das hätte die BRD abgelehnt, vermute ich. Immer vorausgesetzt, die Bevölkerung hätte alles geschluckt, wäre ganz sicher die Subventionspolitik auf den Prüfstand geraten. Löhne und Gehälter wären je nach Verantwortung und Leistung bei stärkerer sozialer Sicherheit als im Westen stärker differenziert worden, um Spitzenkräft zu halten. Das Wohnungsproblem wäre m.E. zumindest so weit gelöst, daß nahezu jeder Wohnungssuchende nicht seine, aber zumindest eine Wohnung hätte. Viele mittelalterliche Gebäude wären nicht saniert, sondern abgerissen und an ihre Stelle ein Neubau gesetzt worden. Hier in Erfurt wäre das ganz sicher passiert. Kenne das aus damaligen Bauplanungen für die Innenstadt von Erfurt. Für unser 8-Familien Mietshaus im Zentrum hätte ich vielleicht 40.000,-Ostmark bekommen und eine Plattenbauwohnung zugewiesen. Wo heute der Mainzerhofplatz hinter dem Dom ist, wäre jetzt eine vierspurige Straße, die den inneren Ring schließt.
Ausländer gäbe es auch bei uns nicht wenige, aber wohl kaum aus muslimischen Ländern. Beim PISA-Vergleich hätte sich Margot wahrscheinlich vor Selbstlob überschlagen. Ich glaube, wir lägen noch vor Bayern. Sportliche Erfolge würden auch heute noch als Aushängeschild dienen. Gedopt würde wohl auch weiterhin, worauf die soz. Länder kein Monopol hätten, wie man heute weiß. In Wissenschaft und Wirtschaft würden notwendigerweise mehr internationale Kontakte gepflegt als es vor 1990 war. Eine legale Umtauschmöglichkeit inzwischen für Ostmark in Euro halte ich ebenfalls für möglich, wenn auch zu einem horrenden Umtauschkurs. Der letzte in der Wirtschaft 1989 angenommen Kurs war etwa 1 DM zu 4,5 MDM. Sowas Ähnliches hatten vor 1989 meines Wissens auch die Polen und Tschechoslowaken, wahrscheinlich auch Andere. Weiß das von meinen damaligen Bekannten dort. Geld war ja auf privaten Konten genug da in der DDR. Kaffeeversorgung wäre kein Politikum mehr, denn die Plantagen in Vietnam hätten seit Mitte der 90er locker unseren Bedarf gedeckt. Ebenso würde wohl aus ähnlichen wirtschaftlichen und politischen Weichenstellungen in den 70er u. 80er Jahren die Versorgung mit Südfrüchten gegenüber der Situation von 1989 eine deutliche Verbesserung erfahren haben, wenn auch nicht mit der Versorgung in der BRD vergleichbar. Die BRD hätte mit Arbeitskräften, insbes. den Qualifizierteren, ein größeres Problem als heute, wenn man sich die gut ausgebildeten und motivierten Leute aus der ehem. DDR dort wegdenkt. Also, Lockerung der Reisebedingungen hätte im Gegenzug auch Maßnahmen bedingt, daß Fachkräfte nach ihrer Westreise wieder zurückkommen (Gehälter, Umtausch, Reisemöglichkeit, sozialpolitische Maßnahmen). Und das alles wäre auch nur denkbar, wenn ebenso die Bevölkerung in den anderen soz. Staaten sich ähnlich verhalten hätte. Mit dem Fall der Sowjetunion wären alle auch noch so fortschrittlichen Entscheidungen unserer Regierung wirkungslos geblieben und es wäre etwa so gekommen wie es gekommen ist. Es gibt hier zu viele "hätte der Hund nicht gesch...., hätte er den Hasen gekriegt". Außenpolitisch würde es den Warschauer Pakt noch geben und er würde ein größeres Wörtchen in der internat. Politik mitzureden haben als Russland heute. Gegenüber der SU würden wir ein größeres Maß an Selbstbewußtsein praktizieren. Viele Regionalkonflikte hätte es nicht so gegeben (Balkan, Kaukasusregion).
Vielleicht würde die DDR für die USA zu den "Schurkenstaaten" gehören, weil sie freundschaftliche Beziehungen zu den Staaten des Nahen Ostens unterhält, vielleicht hätte aber über diplomatische Kanäle der eine oder andere Terroranschlag nicht stattgefunden. Noch ein Wort zum MfS. Mielke wäre abgetreten und auch das Aufgaben- und Interessengebiet dieses Ministeriums hätte sich mehr auf wirtschaftliche und außenpolitische Gebiete verlagert, was nicht heißt, daß die innere Sicherheit zu kurz kommen würde. In dieser Beziehung würde sich mehr auf die wirklich staatsgefährdenden Aktivitäten konzentriert, also was der heutige Verfassungsschutz auch tut(oder tun sollte) und nicht auf Fluchtwillige und Regierungskritiker. Bei Wahlen läge die SED zwar noch an der Spitze, aber ganz sicher nicht bei z.B. 98 %. Mit 70% hätte sie immer noch das Sagen.
So, das mal nur so zusammengesponnen. Was wäre wenn-Studien gibt es ja zu einer Menge historischer Ereignisse, sogar in Filmen.



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#35

RE: Zum fiktiven 63. Jahrestag der ehem. Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 21:12
von Gelöschtes Mitglied
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@DoreHolm,da gebe ich dir Recht,zusammenspinnen kann man viel.

Gruß ek40


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#36

RE: Zum fiktiven 63. Jahrestag der ehem. Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 21:16
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Ja, da könnte man alle Computer der Welt zusammenschalten und die Daten von, sagen wir mal, 1988, eingeben und das Ergebnis würde vielleicht mit einer Wahrscheinlichkeit von einigen % eintreffen. Wäre etwa so, als wollte man das Wetter am 7. Oktober 2022 voraussagen.



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#37

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 21:29
von utkieker | 2.916 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #12
na dann feiert mal schön eure deutsch demkratisch replik, ich persönlich habe an diesem Tag nichts zu feiern, es war nie meine Republik. Es war ein Staat von Russen Gnaden, errichtet von ihren deutschen Vasallen, die alle Interessen vertraten nur nicht die deutschen Interessen. Als deutscher Patriot kann ich so etwas nicht gut heissen. Es freut mich aber, dass der Lauf der Geschichte diese Episode bereinigt hat. Es freut mich nicht, dass vielen Menschen ihr Leben oder ihre gewünschte Biografie mehr oder weniger versaut wurde. Das ist leider nicht rückgängig zu machen oder mit Geld auszugleichen.




Ach Gert,

ob es deine Republik war ist für mich irgendwie uninteressant, ich selbst hege keine privaten Eigentumsrechte an die DDR. In der DDR haben Millionen Bürgerinnen und Bürger freiwillig (ich möchte dies ausdrücklich hervorheben) fleißig und ehrlich ihr Tagwerk vollbracht. Haben sich den Arsch aufgerissen, die Füße platt gestanden und sich Gedanken gemacht. Für wen? Für die Russen? Für Ulbricht oder Honecker? Sie haben es getan für ein kleines bisschen Lebensglück!
Dein Patriotismus in allen Ehren, ich habe die Erfahrung gemacht, daß Patriotismus immer wieder mißbraucht wurde und wird. Ich bin Niemanden zur Dankbarkeit verpflichtet, warum auch? Wenn Jemand gesucht wird, der jung und dynamisch ist, mit 25 Jahren über 30 Jahre Berufserfahrung verfügt, 20 Fremdsprachen fließend spricht und auch noch weiß wo von er spricht, der mag seine Vita im deutschen Untertanengeist verreißen und verbiegen. Mein Lebenslauf ist ehrlich ich bin kein Akrobat. Meine DDR- Vergangenheit gehört zu meinem Leben und da zu stehe ich!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
LO-Wahnsinn, furry und Schmiernippel haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.10.2012 21:31 | nach oben springen

#38

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 22:02
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #32
Zitat von Zermatt im Beitrag #31
Viel Spaß beim feiern...

Ob in 100 Jahren sich noch einer erinnert das es mal einen Arbeiter und Bauernstaat auf deutschem Boden gab ?


Die Frage ist,ob ein Arbeiter und Bauernstaat zwingend etwas schlechtes sein muß.
In 100 Jahren ein solcher Staat im echten und im positiven Sinne.Unerträglich wäre die Vorstellung für mich jedenfalls nicht.



Aber bitte ohne Mauern, Stacheldraht, Toetungsautomaten und Mienen.


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#39

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 23:00
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #24
Zitat von Pitti53 im Beitrag #23
Zitat von Ecki im Beitrag #22
Zitat von turtle im Beitrag #15
Mal eine Frage ? Wie feiert man einen Jahrestag von etwas was es seit über 22 Jahren nicht mehr gibt??
Der 40. war der letzte Jahrestag der DDR. Aber einen 63. ? Habe ich da etwas verpasst? Gibt es die DDR doch noch?
Na ja in einigen Köpfen ist da der Wunsch der Vater des Gedanken das es die DDR noch geben möge!


Lieber turtle,

mein Gott, ach wie war sie doch so schön, unsere sozialistische Deutsche Demokratische Republik, der erste Arbeiter- und Hungernstaat auf deutschem Boden, alle meine Tränen fließen ihr in durchwühlenden Bächen nach!

Darauf einen doppelten Kristallwodka!

Grüße

Ecki








Nun wird es aber unlustig!

Wer mußte hungern?
Mein lieber Pitti53,

natürlich keiner. Ich finde es aber so bescheuert, dass, wenn man mal etwas humoristisch verpackt, dieses sofort ernst genommen wird.

Ecki

P.S.: Im Übrigen - wie soll man einem nicht gewesenen Bürger der DDR erklären, wie das war? Insonderheit einem Wessi? Das geht nicht. Lange her, der Nebel der Geschichte liegt darüber und jeder kann sich sein Bild machen, was darunter ist.



PS: zumindest nicht mit lügenmärchen !! man sollte dann auch schon an die verantwortung gegenüber 'unbedarften' denken , die dann dieses , wie du es so schön erklärst 'humoristisch verpackt' , vielleicht auch richtig einorden können !!! wenn ich schon in hundert jahren erwähnt werde dann bitte immer noch als Stasi - scherge und nicht Nazisch...!!!



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#40

RE: Zum 63. Jahrestag unserer Deutschen Demokratischen Republik

in DDR Staat und Regime 06.10.2012 23:03
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Schmiernippel im Beitrag #33
„Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“!
Erich Honecker auf dem Festakt zum 40. Jahrestag der DDR)

"Den antifaschistischen Schutzwall wird es noch in hundert Jahren geben" und viele, auch im Westen haben daran geglaubt. Aber, Zermatt, es wäre nicht gut, wenn in 100 Jahren nichts mehr an einen Arbeiter- und Bauernstaat erinnert. In der Geschichtsschreibung ist die Nennung wichtig und es dürfen nicht immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden, vieles zu verschweigen oder einfach zu vergessen.
Gruß Schmiernippel



Da bin ich ganz Deiner Meinung, unabhängig von der persönlichen Wertung des deutsch- deutschen Systemwettstreits.
Es ist keine 500 Jahre her, da hatten sich die Herren Luther und Müntzer in einem Richtungsstreit zur Qualität der Auseinandersetzung zwischen den Klassen auseinanderzusetzen, wenn auch nur mittelbar.
Jener Bauernkrieger, der so etwas ähnliches wie die Systemfrage stellte (Kampf um weltliche und geistige Werte) wurde vom Reformator zu Beginn des Bauernkrieges weitgehend ignoriert, weil es nun ans Eingemachte gehen sollte.
Reformator Luther predigte, verurteilte den Ablaßhandel oder was auch immer- alles schön publizistisch aufbereitet- fürchtete aber die Konfrontation auf der Ebene der weltlichen Werte, nichts anderes macht Merkel heute auch bloß.
Man kann das vernünftig oder eben feige nennen, eines ist aber eine phänomenale Duplizität von Ereignissen, die ein halbes Jahrtausend auseinander liegen- der Bauernkrieger vom Kyfhäuser wurde von der einen Geschichtsschreibung vergessen und totgeschwiegen während der andere allgegenwärtig ist und selbst heute noch in seiner bettelarmen Heimat millionenschwere Gedenkstädten (Eisleben) gestiftet bekommt.
Es ist armseelig, die Ansichten und Beweggründe der Eigensinnigen wie Müntzer einer war so zu ignorieren wie es armseelig ist, die Sozialismuspraktikanten auf deutschen Boden auf der ganzen Linie zu verdammen, aus welchem Grund auch immer.



furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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