#81

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 20:21
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


zuletzt bearbeitet 12.04.2014 20:22 | nach oben springen

#82

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 20:23
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #71
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #68
Kann man eigentlich das Leid an Menschen an DV's oder Publikationen von einem Generalmajor der VP, messen? Mensch. ihr Ewigverteitiger....geht doch endlich mal einen Schritt auf die wirklichen Opfer zu....



@Grenzverletzerin


Was hälst Du davon wenn diese "sogenannten oder selbsternannten Opfer" auf uns zugehen. Es reicht mir einfach aus wenn Sie sagen würden .
"Ja, wir haben gegen die damaligen Gesetze verstossen und haben zurecht eine Strafe bekommen"




Gruß

passport


Soll ich den Anfang machen ??

Also,- Genosse @passport ,- ich gehe hiermit auf Dich zu und entschuldige mich für meine freien Meinungsäußerungen ,- welche ich in der damaligen DDR tätigte -und welche letztendlich zu meiner Ausbürgerung führten !

Ich sehe ein ,- das ich mir irrtümlich eingebildet habe - ein Mensch dürfte seine Meinung frei äußern ,- ich habe damals nicht bedacht ,- daß vielleicht vorbildliche Werktätige wie Du sich als angegriffen fühlten und die Staatsmacht selbverständlich u.a. zu deinem Schutze eingriff.

Ich bin also völlig zu Recht aus meiner angestammten Heimat verstossen worden - und ich entschuldige mich hiermit nach 25 1/2 jahren gern bei Dir und allen - die in ihre DDR verliebt waren und Dinge - die sie nicht hören wollten-auch nicht hörten !

War das so in etwa das , was Du ernsthaft erwartest ??


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Gert und Schuddelkind haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#83

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 20:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


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#84

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 20:39
von passport | 2.626 Beiträge

Ich bin mal so frei und stelle noch eine Aussage von D. Winderlich ein.
Er antwortet hier auf einen Beitrag den @Schuddelkind im Beitrag 67 eingestellt hat !



Auch für Antikommunisten gilt: Lügen haben kurze Beine.



In TABULARASA, der „Kulturzeitung aus Mitteldeutschland“ Nr. 58 steht ein Artikel von Jörg Bernhard Bilke „Die „Volkspolizei“ und die DDR-Zuchthäuser - Dieter Winderlichs „humaner Strafvollzug.“ Nach dieser Überschrift gleich ein großes Lob für mich: „Dieter Winderlich war begeisterter „Volkspolizist“ der ersten Stunde und eingefleischter Marxist-Leninist. Beide Überzeugungen vertritt der ehemalige Generalmajor und, nach Karl Maron und Friedrich Dickel, letzte Anführer der „Deutschen Volkspolizei“ noch heute.“ Leider war es mir, wegen der späten Geburt, nicht vergönnt, zu den Volkspolizisten der ersten Stunde zu gehören. Wie viele andere Menschen auch, freut man sich über ein Lob. Das spornt an. Allerdings auf das Lob dieses Herrn verzichte ich gerne. Ich lege keinen Wert auf die Meinung von Menschen, die seit über 14 Jahren für die „Junge Freiheit“ schreiben, einem Blatt der rechten Ecke. Auch bei Veröffentlichungen von Heimatvertriebenen und Opferverbänden kann man so einiges lesen, was zum Kopfschütteln führt.

Erfreulich ist, dass Herr Bilke den „RotFuchs“ liest. In seinem o. g. Artikel macht er den kläglichen Versuch, meinen Artikel zum 45. Jahrestag der Deutschen Volkspolizei und den in Nr. 145 „Was geschah in Hoheneck?“ zu widerlegen. Nun hat Herr B. aber keine Fakten oder Beweise. Was tun? Er greift zu den üblichen Praktiken: Anzweifeln mit böswilligen Worten und Fälschungen. Wo ihm Fakten fehlen, reichen ihm als Ersatz Anführungszeichen:

„Dort schwärmte er von der „antifaschistischen Polizei des Volkes“, in der „junge Arbeiter und Bauern“ gedient hätten. Dass diese Polizeitruppe von

80 000 Mann auch eine gut ausgerüstete Bürgerkriegsarmee war, um Aufstände und Unruhen bei wachsender Unzufriedenheit des hinter der Mauer eingesperrten „Volkes“ niederzukämpfen, schreibt er nicht.“

Wenn man an die Polizeieinsätze in Heiligendamm, Stuttgart und im Wendland denkt, dann sind wir nach Herrn B.s Wortwahl im Bürgerkrieg.

Im Artikel über Hoheneck habe ich zur Verpflegung und Versorgung der Gefangenen aus einem Buch einer politischen Gefangenen zitiert. Diese sachliche und objektive Schilderung seiner „Leidensgenossin“ kann Herr B. ja nicht so einfach leugnen, wie meine Aussagen. Der Ausweg: Falschaussage.

„Ein Buch freilich, so scheint es, hat er gelesen. Es trägt den Titel „Die bröckelnde Festung“ (2002) und wurde geschrieben von der Erfurter Autorin Gabriele Stötzer, Jahrgang 1953, die 1988/89 ein Jahr gesessen hat wegen „Staatsverleumdung“, davon sieben Monate in Hoheneck. Sofort nach der Haftentlassung 1989 ist sie nach Ostberlin zu Christa Wolf gefahren, wo sie..“
Und zu den guten Zuständen bei Versorgung und Verpflegung der Gefangenen resümiert er: „ Es mag sein, dass es im letzten DDR-Jahr, als der Untergang des Sozialismus absehbar war, solche Dinge gegeben hat.“

Worin liegt die Fälschung? Der Herr B. verlegt die Haftzeit von Gabriele Stötzer von 1977/78 einfach 10 Jahre nach hinten und schon glaubt er den Lesern weiß machen zu können, dass es trotz guter Bewertungen in Hoheneck miserabel war. Und gleich stürzen sich in den verschiedensten Internetforen die Gegner der DDR auf diese Falschaussage und debattieren stundenlang, dass es eine solche Versorgung, wie sie Gabriele Stötzer beschreibt, in den Jahren vor 1988 nicht gegeben hat.

Es sind bei den Antikommunisten und Gegnern der DDR immer die kleinen, fast nebensächlich erscheinenden Angaben und Bemerkungen, die den wahren Charakter und die Absichten der Schreiber erkennen lassen.

Um die Bedingungen im Strafvollzug der DDR ins schlechte Licht zu rücken, bedienen sich manche Selektivhistoriker und Opfervereine seltsamer Forschungsmethoden. Sie befragen nur „politische“ Gefangene und ignorieren die Meinung der normalen Strafgefangenen. Im Strafvollzug der DDR ehemals Beschäftigte oder Arbeiter der Arbeitseinsatzbetriebe werden nicht gehört. So bekommt man natürlich erwünschte Ergebnisse und verkauft die als objektiv und wissenschaftlich. So geschehen z. B. bei der Beurteilung der Haftsituation in der Strafvollzugseinrichtung Cottbus.

In einem Buch von Herrn Hofmann, Journalisten der“ SuperIllu“, liest man zum Thema Verpflegungsversorgung Gefangener

„Der ursprüngliche Verpflegungssatz der Häftlinge wurde zwar Anfang Dezember 1989 von 1,10 DDR-Mark auf 3,50 und ab 4. Juli auf 4 DM erhöht, aber das reichte noch längst nicht aus, um eine menschenwürdige Verpflegung zu gewährleisten.“

Ist dies nicht ein Beweis für die Zweifel des Herrn Bilke an den Schilderungen über Hoheneck? Mit 1,10 Mark kann kein gutes Essen verabreicht werden.

Aber auch hier bedient sich der Verfasser einer bodenlosen Lüge.

Tatsache ist, dass die Grundnorm seit 1979 2,40 Mark der DDR betrug (Ordnung Nr. 0103/77 des Ministers des Innern und Chefs der DVP/Teil D in der Fassung vom 28. September 1979).

Es gab nicht den Verpflegungssatz für Inhaftierte, sondern mehrere Arten von Verpflegungssätzen, so z. B. für nicht arbeitende Inhaftierte (Grundnorm), für arbeitende Inhaftierte, für schwerstarbeitende Inhaftierte, für Inhaftierte in medizinischen Einrichtungen des Strafvollzuges und für schwerstkranke Inhaftierte. Im o. g. Dokument beträgt die Grundnorm 2,40 Mark der DDR, die Zulage für arbeitende Inhaftierte 0,45 Mark, für schwerstarbeitende 1,00 Mark und für Strafgefangene mit religiöser Ernährung 1,20 Mark der DDR. Um es noch mal zu verdeutlichen: Ein Gefangener, der Schwerstarbeit verrichtete hatte einen Verpflegungssatz von 3,40 M und ein Moslem oder Jude 3,60 M und dies schon seit 1979! Denen, die der DDR immer eine Benachteiligung religiöser Menschen ins Stammbuch schreiben, kann ich nur sagen, dass es so eine großzügige finanzielle Reglung bei der Verpflegung im Strafvollzug der BRD nicht gibt.

Die nächste Erhöhung der Verpflegungssätze für Inhaftierte erfolgte im Bereich MdI zum 1. Januar 1990 und im Bereich des MfS bereits 1987. („Reglung der Verpflegungsversorgung für Verhaftete und Strafgefangenen in den UHA des MfS“ vom 1987).

Wenn es im Strafvollzug der DDR keine menschenwürdige Verpflegung gab, was gab es dann? Gab es Schweinefraß, Hundefutter, Abfälle oder mussten die Gefangenen Gammelfleisch und dioxinverseuchte Nahrung zu sich nehmen?

Um die Verpflegungssätze für Gefangene in der DDR und heute nach ihrer Kaufkraft bewerten zu können, fehlen konkrete Zahlen. Jedes Bundesland hat seine eigenen Festlegungen und Gesamtbewertungen fehlen. Zugänglich waren mir Zahlen aus Bayern. Dort betrug der Verpflegungssatz 2010 2,19 €. Schauen wir beispielhaft hin, was pro Gefangenen verabreicht werden konnte:



DDR 1989 Bayern 2010

Preise Mark DDR Preise in €

500 g Roggenbrot 0,31 1,20

100 g Schweinefleisch 0,75 0,61

100 g Jagdwurst 0,68 0,60

50 g Margarine 0,20 0,14

100 g Zucker 0,15 0,07

100 g Nährmittel 0,15 0,09

-------------------------------------------------------------------------------------------------

2,24 Mark 2,71 Euro

Da der Verpflegungssatz in Bayern von 2,19 € überschritten ist, beende ich die beispielhafte Aufzählung. Wie man sieht, gibt es kaum Unterschiede. Diese Zahlengegenüberstellung geht natürlich an den tatsächlichen Verhältnissen etwas vorbei. Ich habe die Position Butter weggelassen, weil in Bayern für Gefangene mit Normalkost keine Butter vorgesehen ist. Beachtet werden muss auch, dass die eigentliche Kaufkraft beider Verpflegungssätze wesentlich höher ist, da die Vollzugseinrichtungen nur Großhandelspreise bezahlen, Rabatte erhalten und durch eigene Veredlung Geld sparen.

Bei der Bewertung der Verpflegungsversorgung der Inhaftierten in der DDR muss beachtet werden, dass in der Regel kaum einem Gefangenen durchgehend nur die Grundnorm zustand, da sie ja alle arbeiteten.

Die 1. Durchführungsbestimmung zum Strafvollzugsgesetz der DDR bestimmte in § 54:

„(1)Die Gemeinschaftsverpflegung für Strafgefangene besteht aus mindestens 3 Mahlzeiten, von denen eine als warme Mahlzeit zu verabreichen ist.(2) Im Drei- und durchgehenden Schichtsystem arbeitende Strafgefangene erhalten während jeder Nachtschicht zusätzlich zu der in Absatz 1 genannten Verpflegung eine warme Mahlzeit.

(3)Die außerhalb von Strafvollzugseinrichtungen und Jugendhäusern in Arbeitseinsatzbetrieben oder gleichgestellten Einrichtungen zur Arbeit eingesetzten Strafgefangenen bzw. in der Berufsausbildung befindlichen Jugendlichen erhalten an allen Arbeitstagen Werkküchenessen.“

Die Strafvollzugseinrichtungen verabreichten das Essen in einem ordentlichen Zustand. Dies bedeutet nicht, dass es in Einzelfällen auch Mängel gab. Schließlich bestand das Küchenpersonals aus Gefangenen, die sich große Mühe gaben, aber nicht immer die geforderte Qualifikation hatten. Das Mittagessen wurde täglich vom Leiter der Vollzugseinrichtung oder dem Leitungsdienst probiert und das Ergebnis dokumentiert. Eine Portion jeder Mahlzeit wurde aus Gründen des Gesundheitsschutzes 24 Stunden gekühlt aufgehoben. In jeder Einrichtung gab es eine Küchenkommission der Gefangenen, die auf die Gestaltung des Speiseplanes Einfluss nahm. Der medizinische Dienst überprüfte regelmäßig die Einhaltung der Hygienevorschriften. Große Einrichtungen, wie Brandenburg u. a. hatten eine eigene Bäckerei, Fleischerei und Gärtnerei. Man kaufte kein Brot, keine Wurst und weniger Gemüse und sparte Geld für andere Nahrungsmittel. Viele Volkseigene Betriebe, in denen Strafgefangene arbeiteten, gaben direkt im Betrieb ein kostenloses Mittagessen aus, was sie aus dem Sozialfond finanzierten. Wenn die Planerfüllung in Gefahr war, wurden auch die Gefangenen bei Sonderschichten mit einem besonders gutem Essen bei Laune gehalten.

Wie im zivilen Leben auch, so gingen die persönlichen Wertungen der Gefangenen über die Qualität des Essens auseinander. Aber menschen-

unwürdig empfand niemand die Versorgung im Strafvollzug. Natürlich gab es auch Versuche von Gefangenen, den Strafvollzug mit Manipulationen am Essen und falschen Behauptungen in Misskredit zu bringen. In der Einrichtung Berlin-Rummelsburg z. B. fand ein Gefangener angeblich Rattenfleisch in der Suppe und es gab ein mächtiges Geschrei. Die Fleischprobe wurde zur Begutachtung ins Kriminalistische Institut geschickt und entpuppte sich als ein Stück Fleisch vom Rüssel eines Schweins, an dem noch ein paar längere Haare wuchsen. Das Beispiel zeigt, jeder Beschwerde wurde nachgegangen.

In der DDR inhaftierte ausländische Staatsbürger, darunter auch die aus der BRD, wurden von den diplomatischen Vertretungen ihrer Heimatländer regelmäßig besucht und betreut. Zur Verpflegungsversorgung gab es keine Beschwerden. Aber dies interessiert Antikommunisten ja sowieso nicht.


Dieter Winderlich



Nachtrag:

Als Insiderkomitee freuen wir uns immer wieder, wenn veröffentlichte Beiträge aufmerksam studiert werden, umso mehr, wenn sie dazu führen, irrige Meinungen zu korrigieren.

So sah sich Herrn Bilke zu dem Eingeständnis veranlasst: „Dass ich die Haftzeit Gabriele Stötzers im Zuchthaus Hoheneck um zehn Jahre aufs absehbare Ende der DDR vorverlegt habe, gebe ich zu. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass 1978/79 dort derart paradiesische Zustände geherrscht haben sollen, wie sie es in ihrem Buch „Die bröckelnde Festung“ (2002) beschreibt.“ Er ringt sich sogar zu der Feststellung durch: "Wir haben täglich ausreichend zu essen und zu trinken bekommen, sind also nicht verhungert. " (auch wenn er das anschließend wieder relativiert).

Wo er aber Recht hat, hat er Recht: "Während meiner Zeit in Waldheim 1962/64 hat sich nie ein Vertreter der Bundesregierung in Bonn bei mir blicken lassen, bei anderen westdeutschen Häftlingen auch nicht." Solche Besuche wurden erst nach der diplomatischen Anerkennung der DDR Anfang der 70er Jahre möglich.






passport


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 21:37
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Der D.Winderlich ist schon ein putziges Kerlchen. Zitat:" Da mancher Leser mir als Kenner des Strafvollzuges der DDR und anderer Länder nicht glauben könnte, will ich auf das Buch einer politischen Gefangenen verweisen, die in Hoheneck eine Freiheitsstrafe wegen Staatsverleumdung verbüßte. In ihrem, auch mich nachdenklich machendem autobiografischen Buch, „Die bröckelnde Festung“ (2002) schreibt Gabriele Stötzer u. a.:

Was sagt die Autorin selbst über ihr Werk? "Die "Bröckelnde Festung" sei nicht als emotional-autobiographische Aufarbeitung angelegt. Sie soll vielmehr Auskunft geben über Leben und Denken hinter den Mauern einer Ideologie. Dies vor allem als Mahnung an ihre Landsleute, nicht aus Enttäuschung über "den Westen" in falsch verstandener Ostalgie die DDR zu verklären."
https://hoheneck.files.wordpress.com/200...le-stotzer.pdf

Also, gelesen hat er es schon, aber verstanden hat er es wohl eher nicht.........


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 12.04.2014 21:39 | nach oben springen

#86

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 21:56
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


Wie jetzt, die juristische Auslegung der Menschenrechte?
Sonderbar wenn es um solche DDR-Themen geht, kommt irgendwer sofort mit H4 oder die Auslandseinsätze der Bundeswehr.


zuletzt bearbeitet 12.04.2014 21:56 | nach oben springen

#87

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 22:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


Wie jetzt, die juristische Auslegung der Menschenrechte?
Sonderbar wenn es um solche DDR-Themen geht, kommt irgendwer sofort mit H4 oder die Auslandseinsätze der Bundeswehr.


Das liegt wohl daran, das dies auch mit dem Begriff Menschenrechte bzw. Menschenwürde zu tun hat.

Leider wird mit diesen Begriffen zu oft "Schindluder" getrieben, ein "Schelm wer Schlechtes dabei denkt"....


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#88

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 22:41
von Gelöschtes Mitglied
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http://hafterfahrungen.myblog.de/hafterf...54224/Die-Farce

Warum eigentlich wird Hoheneck als normales Gefängnis von vielen hier verteidigt ." Alptraum DDR Haft " ratata


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#89

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 23:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


Wie jetzt, die juristische Auslegung der Menschenrechte?
Sonderbar wenn es um solche DDR-Themen geht, kommt irgendwer sofort mit H4 oder die Auslandseinsätze der Bundeswehr.


Das liegt wohl daran, das dies auch mit dem Begriff Menschenrechte bzw. Menschenwürde zu tun hat.

Leider wird mit diesen Begriffen zu oft "Schindluder" getrieben, ein "Schelm wer Schlechtes dabei denkt"....



@Bürger der DDR
also wenn du schon solche hahnebüchene Vergleiche anstellst, wie wärs denn hiermit : die Frauen in Hoheneck wären froh gewesen, wenn sie statt Haftzeit den Hartz IV Satz bekommen hätten und in Freiheit leben könnten. Wie gefällt dir denn dieser "Vergleich" ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#90

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 23:07
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #89
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


Wie jetzt, die juristische Auslegung der Menschenrechte?
Sonderbar wenn es um solche DDR-Themen geht, kommt irgendwer sofort mit H4 oder die Auslandseinsätze der Bundeswehr.


Das liegt wohl daran, das dies auch mit dem Begriff Menschenrechte bzw. Menschenwürde zu tun hat.

Leider wird mit diesen Begriffen zu oft "Schindluder" getrieben, ein "Schelm wer Schlechtes dabei denkt"....



@Bürger der DDR
also wenn du schon solche hahnebüchene Vergleiche anstellst, wie wärs denn hiermit : die Frauen in Hoheneck wären froh gewesen, wenn sie statt Haftzeit den Hartz IV Satz bekommen hätten und in Freiheit leben könnten. Wie gefällt dir denn dieser "Vergleich" ?


Gert,

dies wäre wohl auch heute so.


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#91

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 23:53
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #89
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


Wie jetzt, die juristische Auslegung der Menschenrechte?
Sonderbar wenn es um solche DDR-Themen geht, kommt irgendwer sofort mit H4 oder die Auslandseinsätze der Bundeswehr.


Das liegt wohl daran, das dies auch mit dem Begriff Menschenrechte bzw. Menschenwürde zu tun hat.

Leider wird mit diesen Begriffen zu oft "Schindluder" getrieben, ein "Schelm wer Schlechtes dabei denkt"....



@Bürger der DDR
also wenn du schon solche hahnebüchene Vergleiche anstellst, wie wärs denn hiermit : die Frauen in Hoheneck wären froh gewesen, wenn sie statt Haftzeit den Hartz IV Satz bekommen hätten und in Freiheit leben könnten. Wie gefällt dir denn dieser "Vergleich" ?


Danke @gert , nun kann ich beruhigt schlafen, ohne Deinen Kommentar hätte mir was gefehlt


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#92

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 13.04.2014 09:02
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #91
Zitat von Gert im Beitrag #89
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #87
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hier sind mal paar Menschenrechte von der UN deklariert www.ohchr.org/en/udhr/pages/Language.aspx?LangID=ger wie die DDR-Gesetze dazu gepasst haben oder auch nicht kann sich ja jeder selbst zusammenreimen.


Hier geht es nicht ums "zusammenreimen", sondern um juristische Auslegung. beim "zusammenreimen" erkenne ich wie die Gesetze der BRD (z.B. H4) gegen Menschenrechte verstoßen.


Wie jetzt, die juristische Auslegung der Menschenrechte?
Sonderbar wenn es um solche DDR-Themen geht, kommt irgendwer sofort mit H4 oder die Auslandseinsätze der Bundeswehr.


Das liegt wohl daran, das dies auch mit dem Begriff Menschenrechte bzw. Menschenwürde zu tun hat.

Leider wird mit diesen Begriffen zu oft "Schindluder" getrieben, ein "Schelm wer Schlechtes dabei denkt"....



@Bürger der DDR
also wenn du schon solche hahnebüchene Vergleiche anstellst, wie wärs denn hiermit : die Frauen in Hoheneck wären froh gewesen, wenn sie statt Haftzeit den Hartz IV Satz bekommen hätten und in Freiheit leben könnten. Wie gefällt dir denn dieser "Vergleich" ?


Danke @gert , nun kann ich beruhigt schlafen, ohne Deinen Kommentar hätte mir was gefehlt


@Bürger der DDR
das freut mich doch dann aber auch, dass ich dir zu einer guten Nachtruhe verhelfen konnte


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#93

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 13.04.2014 11:33
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #77
[quote=ehem. Hu|p346479]... Und ein kluger Politiker hätte die Schlussfolgerung gezogen, die politischen Rahmenbedingungen zu ändern, die die Menschen zur Flucht animierten. Das wäre ja auch mal ein Überlegung wert gewesen, oder?



Das brauchst du mir nicht zu erzählen. Nichts anderes ist die Schlussfolgerung aus meinem Beitrag. Das System hätte geändert werden müssen. Nur nach meiner (damals schon latent vorhandenen) heutigen Meinung nicht in die Richtung, in die es letzlich 1990 ging. Kluge sozialistische Politiker hätten vielleicht einen "dritten Weg" eingeschlagen. Aber selbst mit dieser Erkenntnis wären sie in den 80er Jahren zu spät gekommen.

friedliche Grüße Andreas


Feliks D. und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 13.04.2014 21:14
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #93
Das System hätte geändert werden müssen.

Wieso im Konjunktiv? Das System wurde geändert, von Grenzsicherung zu Grenzüberwachung ...

Am 28. Februar 1989 beschloss die ungarische Regierung den Abbau der Grenzanlagen zu Österreich. Die SED glaubte, das sei nur ein symbolischer Akt und die Grenze würde weiterhin dicht sein. Ein folgenreicher Irrtum.
Quelle: http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel88334.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#95

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 14.04.2014 14:09
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #52
Zitat von Barbara im Beitrag #51
Zitat von passport im Beitrag #43
@Peter42

Was muß diese heutige Republik für eine Angst haben vor einen Staat der vor gut 25 Jahren untergegangen ist. Immer wieder werden Dokumentationen gezeigt, nicht nur diese hier, wo bewußt Fälschungen und Verdrehungen gezeigt werden.
Ein Ratschlag von mir bevor man solche Propagandafilme ernst nimmt : Erst das Gehirn einschalten und dann Beitrag schreiben. Und mal überlegen und nachdenken WARUM so etwas produziert wird !


mit freundlichen Grüßen

passport






Meinst du "die heutige Republik" zeigt aus Angst vor der ehm. DDR solche Dokumentationen? Angst wovor?

Interessant finde ich, dass hier andauernd zu lesen ist, dass beim MfS keine Abteilung von der Arbeit der anderen wusste, zumal ich hier ebenfalls andauernd lese, dass der Strafvollzug Sache des Innenministeriums gewesen sei.
Also nimmst doch auch du, der bei der Zollverwaltung gearbeitet hat, auf Treu und Glauben die Stellungnahme von Winderlich als Wahrheit an, ohne selbst einen Einblick gehabt zu haben.

Ich hätte mir von seiner - Winderlichs Seite - mehr Faktisches auf die prinzipielle Struktur des DDR Strafvollzugs gewünscht, da er ja offensichtlich nicht nur vom Fach war sondern auch eine hohe Position in der DDR hatte. Damit meine ich nicht, dass er beschreiben soll, wer wann wieviele Päckchen in der Haft bekommen durfte.
So empfinde ich seine Stellungnahme lediglich als Verteidigung - von was eigentlich? - und ein bisschen mager. Warum? Er war ein Verantwortlicher in hoher Position!

Zitat Winderlich:
Da Bundesdeutsche die Welt nur mit ihrer eigenen Nabelschnur messen, verstehen sie nicht, dass die sozialistischen Länder eine ganz andere Herangehensweise an den Vollzug einer Freiheitsstrafe hatten. Man übernahm die sowjetischen Erfahrungen (kollektive gesellschaftlich-nützliche Arbeit, kollektive Unterbringung wie beim Militär, politisch-kulturelle Erziehung, zielgerichtete Wiedereingliederung von Haftbeginn usw.).

Was genau bedeutet das?



Zitat Winderlich:
Das war bis in die UNO bekannt und die erzielten Ergebnisse auch. Dies beweisen die Protokolle der Antifolterkommission der UNO und die alle vier Jahre stattfindenden Kongresse „Zur Kriminalitätsvorbeugung und – bekämpfung und der Behandlung von Strafrechtsverletzern.“

Was will er damit sagen?



Zitat Winderlich:
Über das Herangehen beim Vollzug der Freiheitsstrafen kann man unterschiedlicher Meinung sein. Der Strafvollzug der DDR hatte Licht und Schatten und war nicht durch das MfS bestimmt. Er war eine Zwangsmaßnahme des Staates und griff tief in das persönliche Leben jedes Gefangenen ein. Er war nicht unmenschlich.

Zwischen diesen beiden fett markierten Sätzen liegt der Hase im Pfeffer, da mogelt sich Winderlich um etwas herum.


Zitat Winderlich:
Wer in der DDR im Strafvollzug war, denkt nicht mit Freude daran zurück. Wer heute im Knast sitzt auch nicht.

Wer als politischer Häftling im DDR Strafvollzug war, leidet u.U. bis heute unter den Traumata seiner Erlebnisse“. Darüber gibt es nicht nur Zeitzeugenaussagen, sondern empirische Untersuchungen.

------------------------------------------

Das mit dem "Gehirn einschalten" finde ich ziemlich despektierlich. Du bist nicht der einzige im Forum der Denken kann.


Hallo,

Passport gehörte nicht zur Zollverwaltung, sondern zur PKE.

Die entsprechenden Personen wussten schon, wer für was im MfS verantwortlich zeichnet. So war in den op. Diensteinheiten schon bekannt, um was sich die verschiedenen Diensteinheiten kümmerten. Sonst hätte es ja keine Zusammenarbeite geben können. Es war eben - wenn nicht notwendig - nicht bekannt, um welche konkreten Vorgänge sich zum Beispiel die Hauptabteilung VI kümmerte.

Auch konnte man sich nach 1989 mit verschiedenen Personen austauschen, so dass es einen Zugewinn an Informationen gab.




Danke für die Richtigstellung. Das ändert aber nichts an meinem oben geäußerten Erstaunen, denn Passport war doch an der Grenze, bestätigt aber die Einschätzung von Winderlich zu den Haftbedingungen in Hoheneck. Weder er noch Winderlich waren Insassen oder Anstaltspersonal. Daher kann man Winderlichs Einschätzung zu den Haftbedingungen und Passport's Zustimmung dazu ebenso in Zweifel ziehen, wie sie selbst das mit den Aussagen der Häftlinge tun - diese kannten allerdings Hoheneck "von innen" :-)
.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 14.04.2014 14:13
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #53
Zitat von Alfred im Beitrag #52

Hallo,

Passport gehörte nicht zur Zollverwaltung, sondern zur PKE.

Die entsprechenden Personen wussten schon, wer für was im MfS verantwortlich zeichnet. So war in den op. Diensteinheiten schon bekannt, um was sich die verschiedenen Diensteinheiten kümmerten. Sonst hätte es ja keine Zusammenarbeite geben können. Es war eben - wenn nicht notwendig - nicht bekannt, um welche konkreten Vorgänge sich zum Beispiel die Hauptabteilung VI kümmerte.

Auch konnte man sich nach 1989 mit verschiedenen Personen austauschen, so dass es einen Zugewinn an Informationen gab.



Und was heißt das nun konkret? Wer tauschste sich da mit wem aus? Gab es auch einen Austausch zwischen ehemaligen Inhaftierten und Vollzugsbeamten u.ä.? Und wenn nicht, woran scheiterte solch ein Austausch? Gab es überhaupt Bemühungen solche Gespräche zu führen?

Ich weiß, das ist ein schwieriges Thema. Aber vielleicht gibt es auch solche Beispiele, in meinen Augen positive Versuche die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten. Ich meine konkret in Hoheneck.

LG von der Moskwitschka





.... in dem Film-Beitrag oben kommen auch ehem. Wärtinnen zu Wort. Wenn also der Wahrheitsgehalt der Doku in Frage gestellt wird, muss man auch die Stellungnahmen der Wärterinnen in Zweifel ziehen.
Es findet allerdings dort kein Dialog zwschen den "beiden Gruppen" statt...
.
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#97

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 14.04.2014 14:16
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

ich weiß auch manches!


Peter42 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 14.04.2014 14:45
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von passport im Beitrag #71
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #68
Kann man eigentlich das Leid an Menschen an DV's oder Publikationen von einem Generalmajor der VP, messen? Mensch. ihr Ewigverteitiger....geht doch endlich mal einen Schritt auf die wirklichen Opfer zu....



@Grenzverletzerin


Was hälst Du davon wenn diese "sogenannten oder selbsternannten Opfer" auf uns zugehen. Es reicht mir einfach aus wenn Sie sagen würden .
"Ja, wir haben gegen die damaligen Gesetze verstossen und haben zurecht eine Strafe bekommen"

passport



Da du oben im Plural schreibst, reagiere ich auch in der grammatikalischen Form:


Du meinst, die von dir so bezeichneten "sog. oder selbsternannten Opfer" sollten nach 25 Jahre rückwirkend "eure" Tätigkeiten rechtfertigen?
Ich fürchte, das müsst "ihr" selbst tun :-)

Diejenigen, die gegen die entsprechenden Gesetzte der DDR verstoßen haben, haben sie aus ihrer Sicht nicht gebrochen, sondern sie haben sie nicht als solche anerkannt, das ist eine großer Unterschied, denn:



Sieh mal die folgenden Paragrafen aus der DDR Verfassung:


Grundrechte und Grundpflichten der Bürger Artikel 19

[…[Achtung und Schutz der Würde und Freiheit der Persönlichkeit sind Gebot für alle staatlichen Organe, alle gesellschaftlichen Kräfte und jeden einzelnen Bürger.[..]

[..] Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht, den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß seine Meinung frei und öffentlich zu äußern. Dieses Recht wird durch kein Dienst- oder Arbeitsverhältnis beschränkt. Niemand darf benachteiligt werden, wenn er von diesem Recht Gebrauch macht.[…]

[…]Die Persönlichkeit und Freiheit jedes Bürgers der Deutschen Demokratischen Republik sind unantastbar. [..]

[..] Einschränkungen sind nur im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen oder einer Heilbehandlung zulässig und müssen gesetzlich begründet sein. Dabei dürfen die Rechte solcher Bürger nur insoweit eingeschränkt werden, als dies gesetzlich zulässig und unumgänglich ist. [..]

[…] Zum Schutze seiner Freiheit und der Unantastbarkeit seiner Persönlichkeit hat jeder Bürger den Anspruch auf die Hilfe der staatlichen und gesellschaftlichen Organe. Artikel 31 [...]
-------------------------------------------------------------

Sind diese Grundrechte, die der Staat seinen Bürgern verfassungsrechtlich zugesichert hat, seitens des Staates eingehalten worden?
Konnte ein Bürger der DDR diese Grunderechte einfordern - gerichtlich? Gab es ein Verfassungsgericht in der DDR?
Was meinen Sie, Herr Winderlich, sie waren doch ganz oben dabei!

Nein, richtig?
Wurden also Bürger, die diese Grundrechte in Anspruch nehmen wollten, staatlicherseits kriminalisiert? Und z.B. in Hoheneck inhaftiert?



Ganz "feinsinnig" ist übrigens der folgende Artikel der Verfassung:

[..] Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat im Rahmen der Gesetze das Recht auf Freizügigkeit innerhalb des Staatsgebietes der Deutschen Demokratischen Republik. Artikel […]

Diese Formulierung ist das Gegenteil von dem, was sie von sich behauptet: nämlich das "Recht auf Freizügigkeit" zu zu sichern.


Also mache es dir nicht ganz so einfach Passport :-)

-------------------------------------


Bevor irgend jemand mal wieder auf die Idee kommt, mit mangelnder Meinungsfreiheit etc. in der ehm. und heutigen BRD zu argumentieren:

Bei dem was ich in meinem Leben an freier und auch unbequemer Meinung in Wort und Tat öffentlich geäußert habe, hätte ich in der DDR mehrer Jahre Knast bekommen. In der BRD nicht einen Tag.

-----------------------------------

Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik
vom 6. April 1968
In der Fassung des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7. Oktober 1974 Quelle: Gesetzesblatt der DDR Teil I Nr. 47 - Ausgabetag: 27. September 1974

.
http://www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc....html#praeambel


Schuddelkind und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 14.04.2014 15:14
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #96
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #53
Zitat von Alfred im Beitrag #52

Hallo,

Passport gehörte nicht zur Zollverwaltung, sondern zur PKE.

Die entsprechenden Personen wussten schon, wer für was im MfS verantwortlich zeichnet. So war in den op. Diensteinheiten schon bekannt, um was sich die verschiedenen Diensteinheiten kümmerten. Sonst hätte es ja keine Zusammenarbeite geben können. Es war eben - wenn nicht notwendig - nicht bekannt, um welche konkreten Vorgänge sich zum Beispiel die Hauptabteilung VI kümmerte.

Auch konnte man sich nach 1989 mit verschiedenen Personen austauschen, so dass es einen Zugewinn an Informationen gab.



Und was heißt das nun konkret? Wer tauschste sich da mit wem aus? Gab es auch einen Austausch zwischen ehemaligen Inhaftierten und Vollzugsbeamten u.ä.? Und wenn nicht, woran scheiterte solch ein Austausch? Gab es überhaupt Bemühungen solche Gespräche zu führen?

Ich weiß, das ist ein schwieriges Thema. Aber vielleicht gibt es auch solche Beispiele, in meinen Augen positive Versuche die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten. Ich meine konkret in Hoheneck.

LG von der Moskwitschka





.... in dem Film-Beitrag oben kommen auch ehem. Wärtinnen zu Wort. Wenn also der Wahrheitsgehalt der Doku in Frage gestellt wird, muss man auch die Stellungnahmen der Wärterinnen in Zweifel ziehen.
Es findet allerdings dort kein Dialog zwschen den "beiden Gruppen" statt...
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Wo stelle ich den Wahrheitsgehalt der Doku in Frage

Mein Beitrag bezog sich ausschließlich auf den informellen Austausch ehemaliger MfS Mitarbeiter nach 1989. Manchmal habe ich nämlich den Eindruck, dass es bei den "ehemaligen" wie eine stille Post ist. Und was dann hinten herauskommt bei diesem Spiel, ist doch wohl bekannt. Und diesen Eindruck habe ich auch bei manchen Beiträgen hier. Das kritikwürdige dabei ist, dass persönliche Erfahrungen und Erlebnisse Betroffener (Opfer) dabei oft völlig unberücksichtigt bleiben. Im Gegenteil - sie werden Heute noch oft angezweifelt.

LG von der Moskwitschka


Peter42 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.04.2014 15:27 | nach oben springen

#100

RE: Die Frauen von Hoheneck

in DDR Staat und Regime 14.04.2014 18:17
von passport | 2.626 Beiträge

@Barbara

Nur mal so eine Frage ?

Was glaubst Du was für ein Klientel im Strafvollzug der DDR eingesessen hat ?


passport


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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