#1

Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 12:45
von Angelo | 12.396 Beiträge

Willy Brandt war ein DDR-Politiker, Erich Honecker demokratisch legitimiert und die Mauer wurde von der Sowjetunion errichtet: Das zumindest glauben Schülerinnen und Schüler, wenn sie zur DDR befragt werden. Multimediale Projekte wollen diese Wissenslücken schließen und bilden Jugendliche zu "Geschichtsreportern" aus.

Die Mauer in Berlin? Haben doch die Alliierten gebaut - oder die Sowjetunion? Erich Honecker? Kenn' ich nicht. Aber Willy Brandt, der kam doch aus der DDR. So oder ähnlich sieht es offenbar in den Köpfen vieler deutscher Schüler aus. Eine im Jahr 2008 veröffentlichte Befragung des Forschungsverbundes SED-Staat der FU Berlin belegt: Das Wissen der 16- und 17-Jährigen über die DDR ist erschreckend gering.

Hier weiter lesen bitte
http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/n...398032/17w9k0t/


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#2

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 12:52
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Angelo im Beitrag #1
Willy Brandt war ein DDR-Politiker, Erich Honecker demokratisch legitimiert und die Mauer wurde von der Sowjetunion errichtet: Das zumindest glauben Schülerinnen und Schüler, wenn sie zur DDR befragt werden. Multimediale Projekte wollen diese Wissenslücken schließen und bilden Jugendliche zu "Geschichtsreportern" aus.

Die Mauer in Berlin? Haben doch die Alliierten gebaut - oder die Sowjetunion? Erich Honecker? Kenn' ich nicht. Aber Willy Brandt, der kam doch aus der DDR. So oder ähnlich sieht es offenbar in den Köpfen vieler deutscher Schüler aus. Eine im Jahr 2008 veröffentlichte Befragung des Forschungsverbundes SED-Staat der FU Berlin belegt: Das Wissen der 16- und 17-Jährigen über die DDR ist erschreckend gering.

Hier weiter lesen bitte
http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/n...398032/17w9k0t/

ja und das mangelnde wissen ist keine wissenslücke sondern eine frage des bismarckchen schulbildungssystems, was damals eingeführt wurde um andere länder zu überholen, was auch gelang aber ewig auf diesem stand stehen blieb. die schulbildung der ddr war zwar eine der modernsten aber es darf nicht sein das etwas vom sozialismus übernommen wird. komisch das andere länder in skandinavien genau mit diesem ddr model weit aus besser sind. oma deutschland sollte anfangen zu lernen dann ist der weg frei zu neuen taten.
nachtrag:hier mal ein link und ist es denn so schwer etwas von der ddr zu lernen oder ist es verboten?
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungssystem_in_Finnland


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
Arnstädter, LO-Wahnsinn und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.10.2012 13:15 | nach oben springen

#3

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 13:17
von RalphT | 878 Beiträge

Dieser Artikel passt genau in mein Weltbild.

Jetzt frage ich mich gerade, wie reagieren die jungen Leute, wenn man sie mit diesem Thema in der Schule konfrontiert?

- Mit Unlust und Desinteresse
- Aufmerksamkeit
- Naja halt zuhören und etwas lernen, damit die nächste Klassenarbeit kein Reinfall wird

Ich tippe, die meisten liegen bei Antwort 1 + 3. Es ist für sie kein beonderes Thema, sondern eins von vielen Themen im Geschichtsunterricht.

Und deshalb bin ich der Meinung, dass in absehbarer Zukunft kein Keil mehr zwischen Ost und West existieren wird.


Angelo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 13:23
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von RalphT im Beitrag #3
Dieser Artikel passt genau in mein Weltbild.

Jetzt frage ich mich gerade, wie reagieren die jungen Leute, wenn man sie mit diesem Thema in der Schule konfrontiert?

- Mit Unlust und Desinteresse
- Aufmerksamkeit
- Naja halt zuhören und etwas lernen, damit die nächste Klassenarbeit kein Reinfall wird

Ich tippe, die meisten liegen bei Antwort 1 + 3. Es ist für sie kein beonderes Thema, sondern eins von vielen Themen im Geschichtsunterricht.

Und deshalb bin ich der Meinung, dass in absehbarer Zukunft kein Keil mehr zwischen Ost und West existieren wird.

wenn ich auch über vieles mecker liegt es sicher daran das ich in berlin lebe und pro wie kontra live erlebe wie auch hass und liebe gegenseitig von ost und west. aber ich kenne aus eigener fam.auch das es keine grenzen mehr gibt. mein sohn lebt am bodensee und ist weder ostler noch westler,er ist deutscher. wenn ich ihn besuche bin ich berliner und die frage von welcher seite ensteht gar nicht.also es geht auch anders.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#5

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 13:50
von elster427 | 789 Beiträge

es ist doch wohl politische absicht das reale wissen über die geschichte der ddr bei der jugend gegen null zu fahren. wer aus den fehlern der vergangenheit lernt kann die zukunft gestalten. dieses land braucht wohl eine neue zukunft um die missstände zwischen armut und reichtum zu beseitigen. dafür braucht es eine gut ausgebildete jugend und keine leute die nur versuchen die schule hintersich zu bringen um harz VI zu bekommen.


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#6

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 13:53
von Alfred | 6.848 Beiträge

Hallo,

wenn Herrn XY nicht bekannt ist, wer W. Brandt war, dann ist dies kein mangelndes Wissen über die DDR, sondern wohl mehr mangelndes Wissen über die BRD oder noch besser, mangelndes Allgemeinwissen.


zuletzt bearbeitet 03.10.2012 14:59 | nach oben springen

#7

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 14:03
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #6
Hallo,

wenn Herrn XY nicht bekannt ist, wer W. Brandt war, dann ist dies kein mangeldes Wissen über die DDR, sondern wohl mehr mangelndes Wissen über die BRD oder noch besser, mangelndes Allgemeinwissen.

da brauche ich mir nur die anforderungen der 12. klasse heute mit meinen der10. bei der pos vergleichen!!


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#8

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 14:08
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hmm, ist das Glas halbleer oder halbvoll?

5000 Schüler wurden befragt:
"Beinahe die Hälfte der Jugendlichen kannte das Jahr des Mauerbaus nicht."
"Viele glaubten, der "antifaschistische Schutzwall" sei von der Sowjetunion oder gar den Alliierten errichtet worden... "
"... fast ein Drittel war der Meinung, das SED-Regime sei durch Wahlen demokratisch legitimiert gewesen."

Also:
Mehr als die Hälfte kennt das Jahr des Mauerbaus.
Die Mehrheit (das Gegenteil der journlistischen Mengeneinheit "viele") glaubt nicht, dass die Mauer durch die SU oder andere Alliierte gebaut wurde.
Mehr als zwei Drittel ist nicht der Meinung, dass die SED-Führung demokratisch legitimiert war.

Ich erinnere mich an eine Unterrichtsstunde in unserem gepriesenen Bildungssystem. Antwort auf die Frage, wo New York liegt: "Äh, na da irgendwo im Dschungel."

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 03.10.2012 14:13 | nach oben springen

#9

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 14:25
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

da brauche ich mir nur die anforderungen der 12. klasse heute mit meinen der10. bei der pos vergleichen!!@elster427

Aber 10.POS war doch schon Zuviel ! Wie sagte ein Kollege von Dir erst kürzlich hier: das meiste waren Anlern Jobs


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#10

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 15:13
von josy95 | 4.915 Beiträge

Da ich bei uns in der Firma auch Ausbildungsaufgaben mit zu "erfüllen" hab, stockt mir manchmal schon der Atem. Insbesondere, was Allgemeinwissen und Rechtschreibung und einfachstes Kopfrechnen anbelangt. Ich möchte in nicht wenigen (!) krassen Einzelfällen behaupten, das wir, ich gehe jetzt mal von den Jahrgängen aus, die bis etwa 1992 die Schule abgeschlossen haben, also im DDR- Schulsystem ihre Bildung vermittelt bekommen haben, in der 6. oder 7 Klasse schon eine wesentlich höheres Wissen und Bildungsniveau eben zu diesen Dingen des landläufig als Algemeinbildung bezeichneten Wissens hatten. Vergleich dazu der heutige (erfolgreiche) Abgänger der 10. Klasse, also Real- oder Sekundarschulabschluß.
Trotz aktuel besserer PISA- Ergebnisse für Deutschlanfd kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, das das Niveau immer noch weiter sinkt!

Mir fällt da immer wieder ein prägender Satz unserer Deutschlehrerin Ilse *reffkorn ein, eine Lehrerin vom alten Schrot und Korn:

Wer nämlich, ziemlich und dämlich mit h schreibt ist nämlich ziemlich

dämlich

....


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 03.10.2012 15:15 | nach oben springen

#11

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 15:36
von josy95 | 4.915 Beiträge

...hoppla, hatte noch was vergessen an das "dämlich" anzufügen...

...darum möchte ich gar nicht von einem halbweegs intakten Wissen über beide ehem. deutsche Staaten, die DDR, die Wende ect. anfangen. Aus Gesprächen mit Azubis weiß ich, da ist null oder kommt nur absolute Grütze...

Das hat m. Ea. aber nichts mit dem Jugendlichen von Heute zu tun oder allenfalls nur sehr, sehr wenig. Das ist eine Frage der Bildungspolitik, der Qualität des Schulsystems und der Politik, der Gesellschaft!

josy95


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#12

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 16:14
von 94 | 10.792 Beiträge

Ähm, wie hätte diese Lehrerin die Worte denn gerne geschrieben möchte haben? Also ich schreibe nämlich, ziemlich und auch dämlich mit einem Ha am Ende *grins*
Zum dem Kniefaller Herbert Frahm, welcher es zeitlebens aber nicht schaffte das Grab seiner Mutter wenigsten mal zu besuchen, von seinem Verhältnis zu seinem leiblichen Vater ganz zu schweigen ist historisch betrachtet schon eine auch mit der DDR im Zusammenhang stehende Person der Zeitgeschichte. Die DDR existierte ja nicht im luftleeren Raum, umgeben von Feinden, auch wenn Einigen (nicht Wenigen?) in Politschulungen (ob GWA oder GWW) es so vermittelt werden sollte. Und wenn man sich an seine eigene Schulzeit erinnert, wie ausgeprägt war denn bei einem selbst das Interesse an diesem doch eher trockenen Unterrichtsfach, hä? Wär hätte denn (dürfte ja in der gleich zeitlichen Relation liegen) was mit den Namen Bormann oder Goerdeler anfangen können, mal ehrlich ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 03.10.2012 16:16 | nach oben springen

#13

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 17:11
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von RalphT im Beitrag #3
Dieser Artikel passt genau in mein Weltbild.

Jetzt frage ich mich gerade, wie reagieren die jungen Leute, wenn man sie mit diesem Thema in der Schule konfrontiert?

- Mit Unlust und Desinteresse
- Aufmerksamkeit
- Naja halt zuhören und etwas lernen, damit die nächste Klassenarbeit kein Reinfall wird

Ich tippe, die meisten liegen bei Antwort 1 + 3. Es ist für sie kein beonderes Thema, sondern eins von vielen Themen im Geschichtsunterricht.

Und deshalb bin ich der Meinung, dass in absehbarer Zukunft kein Keil mehr zwischen Ost und West existieren wird.


Wenn der "Verlust" des Keils nur erreicht werden kann durch Unlust, Desinteresse oder kurzfristigem Denken ( an den nächsten Aufsatz ), dann sind wir ja auf dem richtigen Weg.



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#14

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 18:39
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Also die Arbeiter die die Mauer gebaut haben und die Soldaten die die Arbeiter mit Schusswaffen in Schach gehalten haben waren deutsche DDR Buerger. Aber die geistigen Urheber der Mauer sassen wohl in der SU. Und die Westallierten sahen tatenlos zu. So abwegig ist es gar nicht die Allierten fuer den Bau der Mauer verantwortlich zu machen.


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#15

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 18:45
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Hier mehr zum Thema "Schuelerwissen ueber die DDR".


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#16

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 18:55
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Ach so schlimm ist das nicht,da haben die Jugendlichen auch nichts Verpasst den zu kennen. Obwohl er doch für viele Jugendlichen in unserer Zeit ein Vorbild war,der hat doch auch seine Lehre abgebrochen. Hat der dann Überhaupt was gelernt ?


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 03.10.2012 19:47
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #16
Ach so schlimm ist das nicht,da haben die Jugendlichen auch nichts Verpasst den zu kennen. Obwohl er doch für viele Jugendlichen in unserer Zeit ein Vorbild war,der hat doch auch seine Lehre abgebrochen. Hat der dann Überhaupt was gelernt ?


Damit liegt er doch voll im heutigen Trend, lebe deinen Traum, da ist eine Ausbildung doch mehr hinderlich .......
Nur heutzutage wollen sie dann doch Gottseidank nur Model, Designer oder Superstar werden. Landesvati oder Landesmutti ist dahingehend uncool.....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#18

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 04.10.2012 08:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Wenn Menschen nicht den inneren Drang verspüren sich Wissen über einen schulischen Lehrplan hinaus anzueignen, dann werden sie wenig wissen.
Das war in der DDR so und halt auch hier, es gab auch da sehr viele die schlecht rechnen konnten.
Heute im Computer-Zeitalter stürmt mehr auf die junge Generation ein, das Filtern fällt schwerer und wer nimmt schon noch ein Buch zur Hand?


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.10.2012 08:43 | nach oben springen

#19

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 04.10.2012 11:48
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Und deshalb bin ich der Meinung, dass in absehbarer Zukunft kein Keil mehr zwischen Ost und West existieren wird.



Sehe ich nicht so.
Bildung, wenn sie denn auch wirklich Bildung ist, was sie ja leider nicht immer wirklich ist, ist der beste Weg um den Keil zu beseitigen.
Wenn Geschichten in der Familie, die ja stets auch "lastig" sein können, an die Kinder, sowohl in Ost als auch in West, weitergegeben werden, dann kann auch der Keil über Generationen weitergegeben werden.
Eine faire, umfassende Schul/Geschichtsbildung wäre also weit sinnvoller, nur die findet scheinbar nicht statt.
Ich denke, es kommt hier auch sehr auf die Lehrer an, wie sie den Schülern den Lehrstoff vermitteln, im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten.


Ich hab immer wieder den Eindruck, dass die Schüler viel zu viel "Mist" lernen müssen, teils sinnloses Zeug, was später keiner mehr brauch.
War in der DDR teilweise sicher auch so, nur scheint mir das heute viel krasser zu sein.
Das Schulsystem ist total krank, Schüler überfordert, weil eben auch zuviel Mist gelehrt wird und wirklich wichtige Dinge oft auf der Strecke bleiben werden, wie auch die deutsche Geschichte.
Man reduziert es offenbar auf Judenverfolgung und Naziterror sowie den 2.WK, DDR, sofern man davon was lehrt, begrenzt auf Stasi und Unterdrückung, jedoch ist die deutsche Geschichte viel komplexer, gerade auch die Ursachen für das zuvor genannte.
Ich stelle bei Gymnasiasten und Studierten immer wieder erhebliche Lücken fest.
Sie sind zwar im Umgang mit Sprache gut geschult, zu deutsch, das geschwollene Reden mit möglichst viel Bürokratendeutsch beherrschen viele und brüsten sich damit, um sich von anderen abzuheben, doch bei grundlegenden Dingen, die für in der DDR zur Schule (POS) gegangene als normale Bildung bezeichnen, versagen viele kläglich.
Möglich, dass das so gewollt ist, möglich aber auch, dass die Komplexivität des Lehrstoffs tiefgründigere Betrachtungen zeitlich nicht zulässt, möglich natürlich auch beides.

Um den Kreis zu schliessen.
Man kann natürlich auch durch vergessen den Keil beseitigen und die Zeit wird hier auch viele Wunden heilen, doch gehören auch 40 Jahre DDR zur deutschen Geschichte, und wenn man diese gänzlich ausblendet, verleugnet, man mindestens eine Generation von Menschen die dort geboren und aufgewachsen sind, sowie dort gelebt haben, die einen gut die anderen schlecht, vergisst, dann ist das -wie soll ich sagen- ganz mies und auch dumm.
Mit der Ausblendung, negiert man nicht nur die Menschen die in der DDR gut oder normal leben konnten, sondern auch all die, die dem Staat DDR nicht positiv gesinnt waren, die Verfolgten, die Flüchtlinge, einfach alle die in der DDR aufgewachsen sind.

Die DDR nur auf Stasi zu reduzieren, wie es scheinbar Bildungswille ist, ist einfach dumm, und zeigt mir den Wert des Bildungssystems.
Jeder der das tut, blendet dabei Millionen von Menschen, Familien, Kindern und Existenzen aus, die nichts mit der Stasi zutun hatten und das war definitiv die Mehrheit.

Und da hier Finnland genannt wurde, man könnte sagen Finnland war in den letzten 4 Jahren mein 2. zu Hause, ja der Bildungsunterschied ist täglich zu spüren wenn man sich mit den Menschen unterhält und betrachtet was ihnen wichtig ist, und man merkt, wie und an was sie interessiert sind.
Sollte ich mal aus Deutschland auswandern wollen, wäre Finnland, aus vielerlei Hinsicht, meine erste Wahl.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#20

RE: Schülerwissen über die DDR mangelhaft

in DDR Zeiten 04.10.2012 12:15
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #16
Ach so schlimm ist das nicht,da haben die Jugendlichen auch nichts Verpasst den zu kennen. Obwohl er doch für viele Jugendlichen in unserer Zeit ein Vorbild war,der hat doch auch seine Lehre abgebrochen. Hat der dann Überhaupt was gelernt ?


Ich bitte Dich Pit 59, um seinen Feind zu besiegen muss man ihn auch kennen.

E.H. war Dachdecker, und auch wenn abgebrochen, was ist Dir lieber, Plagiatsträger welche es in der gesamtdeutschen Politik nicht wenige gibt, oder ein abgebrochener Dachdecker aus der Arbeiterklasse?
Wer erscheint Dir ehrlicher?
Also ich bevorzuge letzteren, zumindest von der Grundvorraussetzung her.

Aber E.H. war ja gelernter Kommunist/Sozialist, FDJodler, SED-Chef und Staatschef der DDR.
Gut das wir Angela Merkel haben, ich wüsste sonst nicht wer ihm das Wasser reichen könnte.
Also wir sollten mal im Glasbiergeschäft Nachhilfe veranstalten. *Zunge rausstreck*


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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