#1

Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.09.2012 19:55
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Erinnerungen an den ploetzlichen Wintereinbruch 1978 in Ost und West.


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#2

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.09.2012 20:20
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Den Silvesterabend 1978/79 war ich im "Fürstenhof " Um ca. 22.00Uhr ging das Licht aus. Das Kraftwerk in Breitungen war ausgefallen. Da gingen in ganz Eisenach die Lichter aus. Die Temperaturen waren in dieser Nacht so um die -25-30Grad. Die Kellner haben ein wenig miese gemacht, da niemand daran dachte zu bezahlen , aber als Entschädigung haben die Gäste alles mitgehen lassen was nicht niet-und nagelfest war. Ein Gast hat es wegen zu hohem C2H5OH -Konsum nicht mehr nach Hause geschafft. Dem wurden am nächsten Tag beide Arme und Beine amputiert, hat aber überlebt.
Ein guter Bekannter war auf Silvesterurlaub in Eisenach, ich glaube er war in Prora auf der OHS , der hatte dann gleich 14Tage mehr Sonderurlaub , da es keine Rückreisemöglichkeit gab. Alle Räder standen still. Wir Werktätigen sind zwar zur Arbeit gegangen, aber durften nichts machen , da es eine Stromsparnotverordnung gab und Maschinen die mehr als 15kW verbrauchen nicht in Betrieb gesetzt wurden. Im Stadtzentrum von Eisenach wurden wir zum Schneeräumen eingesetzt. Das sah dann so aus: Schneeschieber und Schaufeln in Empfang nehmen, ausrücken, Kneipe finden, Werkzeug abstellen, Tee mit 14.50er Goldkrone und Zucker(Grog) und dann wieder einrücken. Das ging ca. 14 Tage so. Bleibt eine unvergessene Zeit.


zuletzt bearbeitet 27.09.2012 20:21 | nach oben springen

#3

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.09.2012 20:28
von LO-Wahnsinn | 3.496 Beiträge

Ich erinnere mich auch noch.
Lag als 14 jähriger mit Fieber im Bett, der Schneesturm pfiff vorm Fenster über das Vordach und den Schornstein auf dem Vordach.

So schwer und oft auch tragisch solche Tage sind, ich finde es immer schön, wie die Menschen dann immer zusammenrücken, wär schön wenn das immer so wäre.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#4

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.09.2012 20:33
von Rüganer (gelöscht)
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Ein ungeheurer Zusammenhalt hat sich hier auf Rügen gezeigt, hier wo keine Straße mehr befahrbar war, wo die Bäcker Tag und Nacht gebacken haben, wo die Tierpfleger in den Ställen schliefen, weil keiner wusste, ob er morgen noch zu Fuß wieder zur Arbeit kam. Nachbarn sprachen noch miteinander, teilten sich den Inhalt der Kühltruhe, Jugendliche brachten auf Ski alten Menschen in den abgelegenen Ortsteilen etwas zu essen. Die Russen, - sie backten Brot und gaben es aus - manchmal die einzige Möglichkeit in den Dörfern auf Wittow, an Brot zu kommen. Zum Glück für die Insel gab es die NVA in Prora und die Marineflieger in Parow, gab es schwere Militärtechnik, die Schwangere und Schwerkranke durch den Schnee aus den Dörfern holte.
Die letzten beiden Winter hier auf Rügen waren auch nicht ohne, aber nur ein Abklatsch dieses Katastrophenwinters, und ich habe mich gefragt, wenn bei 90 cm Schnee und ein paar Verwehungen auf der Landstraße jetzt schon nichts mehr geht und die Straße aufgegeben wird, was hätten die bloß damals gemacht? Heute würde es im völligen Chaos enden und es würde ein Kompetenzgezerre losgehen, aber ob den Menschen in den entlegenen Orten geholfen werden würde, ich bezweifle es.
Mittels Räumpanzer ( wo sollten die denn heute herkommen ?) hat man damals bisschen was geschafft, der Zug, der freigegraben wurde ( macht so etwas heute das Technische Hilfswerk ?), nur durch Soldaten, die Dorfbewohner schippten alle in den Dörfern. Heute unvorstellbar.


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#5

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.09.2012 20:39
von katerjohn | 559 Beiträge

Ja ,war eine schlimme Sache dieser Winter für unsere sozialistische Planwirtschaft.....siehe auch die vier Feinde des Sozialismus....Frühling,Sommer,Herbst und Winter
Ich persönlich war zu dieser Zeit Jugendherbergsleiter in Seeburg,eine sozialistische Brigade hatte alle 60 Belegungsplätze der Herberge gebucht.Gegen Mittag,das Wetter war noch normal, trafen Getränke und Speisen mit einigen Privat PKW's ein.Dann ab 16.00-17.00 Uhr Temperatursturz und Schnee in Massen.Das war dann auch der Grund ,das keine weiteren Feierwütigen den Weg nach Seeburg gefunden hatten.Mit ca .10 Damen und Herren wurde es eine zünftige Sylvesterfeier......geärgert hat sich nur einer ; der Hausmeister musste die ganze Nacht heizen und so nicht viel von diesem Sylvester.


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#6

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.09.2012 22:57
von utkieker | 2.929 Beiträge

Wir hatten an der GüSt Salzwedel Urlaubs- und Ausgangssperre, aber es war so wie so sinnlos die Schneewehen waren 3 bis 5 Meter hoch, auf Rügen auch noch darüber.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#7

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 08:14
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Auch Berlin bekam seine Ration Schnee und Kälte zu diesem Jahreswechsel ab.
Bereits am Vortag, ab Nachmittag, ging über Berlin Regen nieder der sich langsam in Eisregen verwandelte und die Strassen in Rutschbahnen verwandelte.
Am Sylvestermorgen lag über der Stadt eine eigentümliche Stille, es war extrem Kalt, so Minus 25 Grad und es schneite wie verrückt.

Es war auch der einzige Tag in Berlin an dem ich auf der Prenzlauer Promenade und der Schönhauser Allee Skiläufer sichtete.......
Die Räumfahrzeuge der Stadtreinigung waren vorhanden und auch emsig am arbeiten. Nur beschränkte sich ihr Elan darauf die sogenannte Protokollstrecke zu räumen, was sie auch meisterlich schafften. Es war die einzige Strasse in Berlin welche an diesem Tag geräumt war.........

Der S-Bahnverkehr war, ebenso wie Strassenbahn und Busverkehr bis zum frühen Nachmittag komplett zusammengebrochen.
U-Bahn für auch nicht, weil die Anstiege für den Hochbahnteil komplett vereist waren.

Also liefen alle Menschen die an diesem Tag irgendwo hinwollten, ich bin von Berlin Karow bis nach Adlershof gelaufen, sinnigerweise mit Sommerschuhen weil ich einen Teil der Wintersachen genau dort eingelagert hatte.....

Autos habe ich nicht gesehen, wie gesagt es fuhr nichts, die Stadt war verkehrstechnisch lahmgelegt.
Bis zum Abend hatte die Bahn den S-Bahnverkehr wieder aufgenommen und die Züge pendelten immer zwischen den Bahnhöfen.
Das hieß für uns also, weil wir zu einer Feier in den Prenzlauer Berg wollten, eine Station fahren, raus dem Zug, auf dem Bahnsteig, über den der eisige Wind fegte, auf den nächsten Zug warten, rein und wieder eine Station weiter.
Wir brauchten auf diese Art ein paar Stunden für unsere Strecke. Natürlich waren die Züge nicht geheizt aber alles war froh das überhaupt was fuhr.
Da die Zeit am Sylvesterabend immer mehr fortschritt verlegte sich die Feierei spontan in die S-Bahn. Es hatten die meisten ja Getränke und etwas zu Essen als Mitbringsel für die Feier dabei.

Am Neujahrsmorgen war das größte Chaos behoben, alle Nahverkehrsmittel fuhren wieder, wenn auch nicht gerade nach Fahrplan.

Das Licht ging in Berlin übrigens nicht aus, besonders die Grenze war wie immer sehr schön beleuchtet.

Soweit ich mich noch erinnern kann war der Reisefernverkehr erheblich gestört und die Züge fuhren nur "nach Ansage". Das Chaos bei der Bahn dauerte wohl ein paar Tage bis sie ihren Fahrplan wieder so einigermaßen in den Griff bekommen haben.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#8

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 08:26
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge


http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fskldwd.html
Brrr!!!! Aber in Zürich war es zehn Grad plus...
Theo


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#9

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 08:44
von Rüganer (gelöscht)
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Eigentlich waren es ja 2 Katastropheneinbrüche, die Lage zum Jahreswechsel und dann kam auf Rügen noch einmal, im Februar denk ich, so ein Nachschlag.
Mein Chef, der zum Jahreswechsel nach Rügen fuhr, erlebte diesen bei einer Familie zwischen Greifswald und Stralsund. Weiter kam er damals nicht.
So wie @Utkieker schon schreibt, höher als 5m lag der Schnee an manchen Stellen.
Als ich mit meiner Frau im Trabbi dann im Februar zu meiner Mutter nach Rügen fuhr, da gab mir mein Chef noch so gute Ratschläge mit auf den Weg: Ne Schaufel mitnehmen, Sack voll Sand, Katalytofen, wenn du anhalten musst, dann fahre einen Meter zurück und mach dir eine Bahn, wo du dann auch losfahren kannst, wenn es weitergeht.
Wir fuhren los, alles ganz harmlos, bis wir dann nach Altefähr kamen, da war dann der Schnee diese 5 Meter zu beiden Seiten. Wie durch einen Hohlweg fuhr man da durch, breit genug herausgefräst, aber unheimlich...
In Samtens dann musste ich abbiegen und Richtung Wittower Fähre fahren, ging gut bis Güttin, dort am Berg wehte es Schnee. Vor uns stand ein Bus, vor dem Bus ein LKW und von vorn kommend lag ein Langholz-LKW quer zur Straße, der Nachläufer war im Graben. Ich kannte den Busfahrer und der fragte dann, wo ich denn hinwolle, nach Hause käme ich nicht, alles zu. Auf die Frage, ob man denn anders herum dort hinkommen würde, antwortete er - auch alles dicht. Knappe 8 km von zu Hause, standen wir nun da, der Trabbi kühlte aus, zum Glück lief der Katalytofen. Nach ein paar Stunden hatte der Winterdienst den Langholz-LKW frei und die Karawane fuhr weiter bis in den nächsten Ort. Dort stoppte dann auch der Bus.
Damit war die Entscheidung, Auto stehen lassen und zu Fuß die letzten 5 Km oder versuchen. Mut machte uns, dass ab und an Fahrzeuge aus der Richtung kamen, wir hinwollten.
Also fuhren wir doch los, volles Rohr, nur nicht anhalten. Man sah ab 1 Meter hohe nichts mehr, nur noch Schneesturm und dies, obwohl wir in dem Hohlweg waren, zu beiden Seiten hoher Schnee am Straßenrand. Erstaunlicherweise ging es gut, es kam einmal ein PKW von vorn, den ich gesehen habe, wäre ein Räumfahrzeug von vorn gekommen, wäre es wohl eng geworden. Dann aber kam der Schreck, zu Hause war durch 4 m hohen Schnee ein Gang gegraben, Mutter musste ja zur Arbeit und hatte keine Hofauffahrt freigeschaufelt, so dass ich Angst bekam, meinen teueren Trabbi in diesem Hohlweg stehen lassen zu müssen. Aber etwas weiter hatte ein Nachbar geräumt und so stand der Trabbi dann erst einmal da, bis ich dann auch eine Niesche auf der Grundstückseinfahrt frei hatte. Schlimm: immer wenn Räumfahrzeuge vorbeifuhren, schoben die die Niesche wieder zu. Dann ging uns auch noch das Katalyt aus und an der Dorftankstelle hatten die keines.
Ich war dann jedoch wieder froh, zurück in die Stadt zu können, dort fuhr der Stadtbus und die Kaufhalle war um die Ecke.
Auf dem Land kann solch Witterungsunbilden schnell schlimme Folgen haben.


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 08:50
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Ja der Winter 78/79.Wir hatte erst einmal ne Woche arbeitsfrei.Weil bei uns im Schiffbau die Acetylen und Sauerstoffleitungen eingefroren waren,auf der Helling.Schweißmaschienen durften auch nicht im Betrieb genommen werde.Kann mich noch dran erinnern,das Angehörige der Kampfgruppen.Auf den Breitling eine Fahrrinne frei sprengten.Weil noch der Stapellauf erfolgen musste. Nachdem wir erfahren hatten,das die Arbeit für eine Woche ruhen tut,machten wir uns ersteinmal auf dem Weg zum Seehund und zum Clubhaus der Werftarbeiter um ein paar Bierchen zu trinken.
Wer nun glaubt,wir hatten dadurch eine Woche Urlaub mehr im Jahr--der irrt.Denn die Ausfallzeit musste später wieder eingearbeitet werden--in Form von Überstunden.Ja auch der Sozialismus hatte nichts zu verschenken.
Gruß Rostocker


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#11

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 09:51
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Ich wohnte in Berlin und fuhr zu dieser Zeit als Matrose auf der Eisenbahnfähre nach Gedser. In Gedser waren wir zum Jahreswechsel das einzige helle Objekt, ganz Gedser lag im Dunkeln. Beim Nachschlag im Februar hatten wir Ablösetag und ich kam mit Mühe und Not nach Warnemünde. Dort in der Fernschreibstelle vom Bahnhof erfahren: Die Schicht braucht erst zum nächsten Ablösetag anreisen. Also versucht wieder nach Berlin zu kommen. Auskunft dazu auf dem Bf Warnemünde: Um 18:00 Uhr ab Rostock über Schwerin nach Berlin. Also ab nach Rostock, das ging ja noch. In Rostock stand der Zug schon am Bahnsteig, aber Abfahrt 18:00 Uhr fraglich. Vorne wurde in den Packwagen noch emsig eingeladen, was, war von meinem Standort nicht zu erkennen. So gegen 20:00 Uhr dann Abfahrt. Unterwegs öfter durch freigeschaufelte Hohlwege gefahren und bei "jedem kläffenden Hund" an der Strecke hat der Zug gehalten. Es wurden dort Säcke und Plastekisten ausgeladen. Bei der Weiterfahrt gesehen, in den Plastekisten waren Milchtüten und aus einigen Säcken wurde Brot geholt.
So gegen 02:00 Uhr standen wir dann auf dem Berliner Ring vor einem Signal. Der Zugführer ging zum Streckentelefon, um mit dem Stellwerk zu telefonieren. Habe das Klappfenster aufgemacht, um das Gespräch mit anzuhören. Protest von den Mitreisenden, aber dann lauschten doch alle, was da gesprochen wurde. Der Bahner sagte jedenfalls sinngemäß, wenn du uns nicht weiterfahren lässt, schicke ich dir meine etwa 500 Reisenden aus dem Zug aufs Stellwerk, die sitzen teilweise seit 17:00 Uhr hier in den Wagen. Großer Beifall aus dem Abteil und kurz darauf fuhr der Zug weiter. War dann so etwa 04:00 Uhr auf dem Bf Lichtenberg. Von dort aus hatte ich noch eine halbe Stunde Fußweg bis nach Hause, denn zu nachtschlafender Zeit hat auch der Nahverkehr in Berlin Ruhepause. In der Wohnung schön warm, und mir erstmal eine heiße Dusche verordnet --- Hach war das eine Wohltat. Dann ab in die Butze und eine Runde schlafen.
Naja, und zum nächsten Aufsteigetag eine Woche später hatte sich alles mehr oder weniger eingespielt und die Züge fuhren wieder fast normale Zeit, nur der Fahrplan spielte noch keine große Rolle, aber ich bin pünktlich zum Einlaufen der Fähre im Hafen Warnemünde gewesen.
Peter, der Zaunkönig der damals zum Glück nicht nach Saßnitz musste


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 28.09.2012 09:55 | nach oben springen

#12

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 10:15
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

ich erinnere mich an einen Tag - irgendwann zwischen Weihnachten und Silvester '78 im GAR Eisenach.
Ein Eisregen war gerade heruntergegangen und unsere Kompanie sollte antreten, um im Gleichschritt zum Speisesaal zu marschieren.
Klappte natürlich nicht, der nächste Versuch hiess : "Ohne Gleichschritt, untergehakt und am Koppel des Nebenmannes festhalten"
Klappte auch nicht....
3. Versuch: Individuell, über den Rasen, zum Speisesaal. Ohne militärische Formation.
Klappte dann so einigermassen und das Ganze war ohne grössere Blessuren ausgegangen.
Nun ja, Vorschrift und Wirklichkeit klaffen eben manchmal ein wenig auseinander. Ausbildungsregiment, eben.
Auf der Grenzkompanie wäre wahrscheinlich keiner überhaupt auf die Idee gekommen, so etwas zu probieren.
Im Februar/März wurde dann ein grosser Teil des Eisenacher GAR nach Borna in die Braunkohle-Tagebaue zum Helfen geschickt.
Dort waren wir dann alle auf Luftmatratzen in einem grossen Saal untergebracht. Gleichschritt usw ? Fehlanzeige,

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 28.09.2012 10:20 | nach oben springen

#13

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 10:16
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #9
Eigentlich waren es ja 2 Katastropheneinbrüche, die Lage zum Jahreswechsel und dann kam auf Rügen noch einmal, im Februar denk ich, so ein Nachschlag.
Mein Chef, der zum Jahreswechsel nach Rügen fuhr, erlebte diesen bei einer Familie zwischen Greifswald und Stralsund. Weiter kam er damals nicht.
So wie @Utkieker schon schreibt, höher als 5m lag der Schnee an manchen Stellen.
Als ich mit meiner Frau im Trabbi dann im Februar zu meiner Mutter nach Rügen fuhr, da gab mir mein Chef noch so gute Ratschläge mit auf den Weg: Ne Schaufel mitnehmen, Sack voll Sand, Katalytofen, wenn du anhalten musst, dann fahre einen Meter zurück und mach dir eine Bahn, wo du dann auch losfahren kannst, wenn es weitergeht.
Wir fuhren los, alles ganz harmlos, bis wir dann nach Altefähr kamen, da war dann der Schnee diese 5 Meter zu beiden Seiten. Wie durch einen Hohlweg fuhr man da durch, breit genug herausgefräst, aber unheimlich...
In Samtens dann musste ich abbiegen und Richtung Wittower Fähre fahren, ging gut bis Güttin, dort am Berg wehte es Schnee. Vor uns stand ein Bus, vor dem Bus ein LKW und von vorn kommend lag ein Langholz-LKW quer zur Straße, der Nachläufer war im Graben. Ich kannte den Busfahrer und der fragte dann, wo ich denn hinwolle, nach Hause käme ich nicht, alles zu. Auf die Frage, ob man denn anders herum dort hinkommen würde, antwortete er - auch alles dicht. Knappe 8 km von zu Hause, standen wir nun da, der Trabbi kühlte aus, zum Glück lief der Katalytofen. Nach ein paar Stunden hatte der Winterdienst den Langholz-LKW frei und die Karawane fuhr weiter bis in den nächsten Ort. Dort stoppte dann auch der Bus.
Damit war die Entscheidung, Auto stehen lassen und zu Fuß die letzten 5 Km oder versuchen. Mut machte uns, dass ab und an Fahrzeuge aus der Richtung kamen, wir hinwollten.
Also fuhren wir doch los, volles Rohr, nur nicht anhalten. Man sah ab 1 Meter hohe nichts mehr, nur noch Schneesturm und dies, obwohl wir in dem Hohlweg waren, zu beiden Seiten hoher Schnee am Straßenrand. Erstaunlicherweise ging es gut, es kam einmal ein PKW von vorn, den ich gesehen habe, wäre ein Räumfahrzeug von vorn gekommen, wäre es wohl eng geworden. Dann aber kam der Schreck, zu Hause war durch 4 m hohen Schnee ein Gang gegraben, Mutter musste ja zur Arbeit und hatte keine Hofauffahrt freigeschaufelt, so dass ich Angst bekam, meinen teueren Trabbi in diesem Hohlweg stehen lassen zu müssen. Aber etwas weiter hatte ein Nachbar geräumt und so stand der Trabbi dann erst einmal da, bis ich dann auch eine Niesche auf der Grundstückseinfahrt frei hatte. Schlimm: immer wenn Räumfahrzeuge vorbeifuhren, schoben die die Niesche wieder zu. Dann ging uns auch noch das Katalyt aus und an der Dorftankstelle hatten die keines.
Ich war dann jedoch wieder froh, zurück in die Stadt zu können, dort fuhr der Stadtbus und die Kaufhalle war um die Ecke.
Auf dem Land kann solch Witterungsunbilden schnell schlimme Folgen haben.


Hallo Rüganer,

Meine Schwester war damals mit einen Berufsunteroffizier der Volksmarine verheiratet und Wohnte in Dranske/ Rügen. Zu Weihnachten war sie noch bei meinen Eltern in Rostock die sie noch vor dem großen Schneesturm zurück brachten. Später war Dranske lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten, die Versorgung erfolgte aus der Luft.
Ich war ja damals in der Altmark stationiert, wo es die eigentliche Katastrophe erst im Frühjahr begann, bedingt durch das Elbhochwasser trieben Teile der "Selbstschußanlage" auf den Polderflächen bei Aulosen (südl. von Wittenberge). Ich wurde zwar erst später von der GüSt abkommandiert, hab mir aber erzählen lassen, daß die Minen mit Schlauchbooten aufgelesen wurden. Manche "Selbstschußanlagen" detonierten unter der Schneelast.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#14

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 10:18
von LO-Wahnsinn | 3.496 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #12
ich erinnere mich an einen Tag - irgendwann zwischen Weihnachten und Silvester '78 im GAR Eisenach.
Ein Eisregen war gerade heruntergegangen und unsere Kompanie sollte antreten, um im Gleichschritt zum Speisesaal zu marschieren.
Klappte natürlich nicht, der nächste Versuch hiess : "Ohne Gleichschritt, untergehakt und am Koppel des Nebenmannes festhalten"
Klappte auch nicht....
3. Versuch: Individuell, über den Rasen, zum Speisesaal. Ohne militärische Formation.
Klappte dann so einigermassen und das Ganze war ohne grössere Blessuren ausgegangen.
Nun ja, Vorschrift und Wirklichkeit klaffen eben manchmal ein wenig auseinander. Ausbildungsregiment, eben.
Auf der Grenzkompanie wäre wahrscheinlich keiner überhaupt auf die Idee gekommen, so etwas zu probieren.

Gruss Hartmut





Ich stell mir grad bildlich vor wie die ganze Kompanie auf dem Eis abschmiert.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#15

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 10:24
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #14
Zitat von Jobnomade im Beitrag #12
ich erinnere mich an einen Tag - irgendwann zwischen Weihnachten und Silvester '78 im GAR Eisenach.
Ein Eisregen war gerade heruntergegangen und unsere Kompanie sollte antreten, um im Gleichschritt zum Speisesaal zu marschieren.
Klappte natürlich nicht, der nächste Versuch hiess : "Ohne Gleichschritt, untergehakt und am Koppel des Nebenmannes festhalten"
Klappte auch nicht....
3. Versuch: Individuell, über den Rasen, zum Speisesaal. Ohne militärische Formation.
Klappte dann so einigermassen und das Ganze war ohne grössere Blessuren ausgegangen.
Nun ja, Vorschrift und Wirklichkeit klaffen eben manchmal ein wenig auseinander. Ausbildungsregiment, eben.
Auf der Grenzkompanie wäre wahrscheinlich keiner überhaupt auf die Idee gekommen, so etwas zu probieren.

Gruss Hartmut





Ich stell mir grad bildlich vor wie die ganze Kompanie auf dem Eis abschmiert.


Ich hab das Bild noch vor Augen: die halbe Kompanie lag auf der Strasse vor dem Gebäude übereinander, nach dem ersten und dem zweiten Versuch.
Naja, ging nach meiner Erinnerung ohne Knochenbrüche ab...

Unsere "alten Gefreiten" haben mir dann im Frühjahr '79, als ich auf die GK Kaltenweistheim kam, von über 2 m Schnee und 12-h-Schichten auf dem Rhönkopf zu dieser Zeit erzählt.


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 28.09.2012 10:28 | nach oben springen

#16

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 12:53
von andy | 1.199 Beiträge

Ich war damals Landmaschinenschlosser - Lehrling und in einem Internat auf dem platten Land in der Nähe von Schwerin untergebracht. Der 28.12.78 war ein Donnerstag und am nächsten Tag sollte der Sylvester-Urlaub beginnen. Mein Freundin aus Tiefenort/Rhön war schon auf dem Weg Richtung Norden.
Wir hatten in der Woche theoretische Ausbildung und waren so schon kurz nach dem Mittag wieder im Internat. Am Nachmittag fing es an zu schneien zuerst leicht, dann etwas mehr - um halb fünf war es dunkel und keiner achtete mehr drauf.

Am nächsten Morgen wurden wir um 0600 durch die "Heimerzieher" mit der Mitteilung geweckt, dass der Unterricht ausfällt und wir mal einen Blick aus dem Fenster werfen sollten. Der Schnee lag bis auf Unterkante Fenster und es schneite munter weiter.
Drei Ausbildungsjahre a'25 16-18jährige machten sich nach dem Frühstück auf, um die schon damals überalterten Dorfbewohner von den Schneemassen zu befreien. Mit den im Internat vorhandenem Gerät buddelten wir uns von Haus zu Haus und konfeszierten in den einzelnen Häusern das dort vorhandene und zum schneeschippen geeignete Gerät - es war ein langgezogenes Straßendorf.
Der Schneefall wurde immer stärker und von Heimfahrt konnten wir nur träumen Schwerin lag 14km weg und war nur mit dem Bus erreichbar. Wir schippten Freitag, Samstag und Sonntag, im Internat fiel Freitagnacht die Heizung aus und die einfachen Fenster trugen Eisblumen von innen und aussen.

Die Teereserven waren aufgebraucht, die eingelagerten GST-Klamotten wurden ausgegeben und mangels vorhandener Geldmittel wurde im Konsum eine Anschreib-Liste eingeführt und am Montag vormittag war in dem Laden kein einziger Schluck Alkohol mehr zu finden. Ab Sonntagmorgen wurden wir durch Panzer der NVA unterstützt, die die Milch von der nahe gelegenen Milchviehanlage zur Molkerei brachte und auf dem Rückweg Lebensmittel mitbrachte.
Wir hatten inzwischen Traktoren mit Schiebeschildern aus dem KfL geholt, hielten die Strasse im Dorf frei und sorgten für die Versorgung der Omis und Opis, heizten ihre Öfen und schauten in ihre dankbaren Gesichter.

Sonntagnachmittag hatte sich die Lage halbwegs normalisiert, an Heimfahrt war aber trotzdem noch nicht zu denken - Silvester im Internat und keinen Tropfen Alkohol mehr. Meine Freundin hatte es nach 18 h Irrfahrt auch bis zu mir nach Hause geschafft-zwischen uns lagen aber rund 50 km unpassierbare Strassen.

Neujahr, die Lage südwestlich von Schwerin hatte sich etwas normalisiert, bewies unser Betriebsdirektor Mut zum Risiko und der GST-W 50 sowie ein über das WE reparierter weiterer brauchbarer W 50 wurden mit uns drei Lehrjahren beladen. Zwei ZT 300 mit Allradantrieb und Schiebeschild fuhren vorne weg und irgendwann gegen Mittag waren wir am Schweriner Hbf. und irgendwann abends war ich dann auch zu Hause. Mir kam das damals als 16jähriger eher als Abenteuer vor und natürlich waren wir sauer, dass wir nicht nach Hause kamen. Alles in allem überwiegte ab dem zweiten Tag tagsüber wohl aber der Spass - wir konnten mit Maschinen spielen.
Lebensgefahr herrschte für keinen im Ort - wäre da nicht dieses Internat gewesen, wer weiss, wie das dann ausgegangen wäre ...

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
zuletzt bearbeitet 28.09.2012 12:57 | nach oben springen

#17

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 14:14
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen. Ich war 78/79 ,13/14 Jahre alt und kann mich noch daran erinner, das es vom 24. Dezember bis zum 27. Dezember keinen Strom gab, die Ursachen wurden ja schon in den Medien beschrieben. Die Förderbänder für die Braunkohle standen still.

Aber meine Eltern und ich kamen gut über die Runden, was leicht verderblich war kam auf den Balkon, der war total vereist und nichts wurde schlecht und geheizt wurde eh mit Glutosherd oder Kachelofen und gekocht wurde mit Stadtgas, alles das ging nur wenn es Abend wurde, war es sehr bescheiden, überall standen Kerzen, damit etwas Licht war und es wurde peinlichst darauf geachtet, dass nicht zuviel Wind gemacht wurde, wegen der Brandgefahr.

Auch heute noch wenn es auf diese Tage zugeht sprechen wir über diese Zeit.

Und der viele Schnee toll, wir Kinder hatten ja frei und waren jeden Tag draussen, kamen nass und durchgefroren heim, es war toll, heute als Erwachsener denkt man anders wenn es viel Schnee gibt, wie vor nicht allzu langer Zeit in Leipzig und anderswo.

Grüsse von Küche69

______________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn"!



zuletzt bearbeitet 29.09.2012 07:58 | nach oben springen

#18

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.09.2012 14:31
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #7


(Zitat Auszug)

Soweit ich mich noch erinnern kann war der Reisefernverkehr erheblich gestört und die Züge fuhren nur "nach Ansage". Das Chaos bei der Bahn dauerte wohl ein paar Tage bis sie ihren Fahrplan wieder so einigermaßen in den Griff bekommen haben.

Gruß
Nostalgiker




...das kann ich Dir soweit bestätigen, auch wenn ich zu der Zeit nicht bei der Reichsbahn sondern bei der NVA in Havelberg in Diensten war. Hatte in einem älteren Thread schon mal darüber berichtet. In der Region Havelberg kam der rabiate Wintereinbruch mit etwas Zeitverzögerung zum Norden. In der Nacht vom 30. zum 31.12.1978 gegen 02 Uhr ging der peitschende (Eis-) Regen bei minus 5 grad langsam in Schnee über, dazu ein "laues Lüftchen" von Windstarken um die 8 bis 10... und wir durften Objektwache stehen... Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!

Sylvester ging der Strom gegen 19:30 Uhr auf tagelang nimmer- wiedersehen weg, gerade als die AK anfing...

Am 01.01.1979 sind wir dann späten Vormittag für mehrere Tage und Nächte "rausgeflogen" zum Schneeschippen an der Transitbahnstrecke Berlin - Hamburg zwischen den Bahnhöfen Nauen und Glöwen. Die Transitstrecken hatten absolute Priorität. In Wistock/ Dosse stand ein eingeschneiter Personenzug in einem Nebengleis, 2 Tage noch mit Fahrgästen drin.... Die ersten Züge fuhren so am 3. Januar wieder. Größtenteils waren das die Interzonenzüge Berlin - Hamburg - Berlin.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#19

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 14.01.2014 18:05
von Streckmetall | 99 Beiträge

Ich finde das Video echt fesselnd und würde mich über noch weitere Berichte zu diesem Winter freuen.
Egal, ob es an der Grenze oder im Landesinneren war, ob ihr es selbst erlebt, oder nur gehört habt,
ob es um öffentliche Ereignisse oder um persönliche private Geschichten geht.

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Beitrag von Krepp:

Hallo,
31.12.78
15:00Uhr Leipzig fast Sonnenschein so um die +10°
16:00Uhr leichter Schneeregen, +5°
18:00Uhr Schneegestöber, -5°
22:00Uhr Schneesturm -10°
23:59Uhr Chaos


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#20

RE: Winter 1978/79 in Ost und West

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 14.01.2014 20:15
von Fritze (gelöscht)
avatar

Ich war noch Schüler der 9. Klasse. Am 26.12 1978 war noch knapp über 0 Grad ,aber dann gings los In der nächsten Nacht fiel die Temperatur auf unter -10 Grad . Verwandte von uns ,die aus der Grossstadt kamen waren über Weihnachten -Neujahr zu Besuch . Wir hatten min. 8Tage keinen Strom . Gut das wir Kachelöfen und in der Küche einen Beistellherd hatten. Schnee wurde in der Badewanne aufgetaut,daß wir Wasser zum Spülen hatten . Trinkwasser musste im Dorf an einer Handpumpe geholt werden.
Im umserem Dorf war es kein so grosses Problem .Alle die auswärts arbeiteten mussten sich bei der Gemeinde zum Schneeschippen melden .
Der Schulbus mit den fahrschölern kam 3 Tage nicht und wir Dorfkinder gingen vormittags unsere Schule freischippen .
Im Februar hatte schon Tauwetter eingesetzt und dann ging es wieder los . Dasselbe wie zum Jahreswechsel.


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