#1

Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 12:21
von 94 | 10.792 Beiträge

... ist eigentlich nur Staatsoberhäuptern vorbehalten. Aber auch Honecker und der Papst wurden schon zu Lebzeiten konterfeiriert (ach iss das wieder ein schönes Wort *grins*).

Nun iss der Dicke fällig, in vierzehn Tagen soll's soweit sein.

Am 11. Oktober soll ein Sonderwertzeichen mit dem Konterfei des Altkanzlers erscheinen – dass so etwas zu Lebzeiten eines Geehrten geschieht, ist nur in absoluten Ausnahmefällen vorgesehen. Diese Ausnahme warf Anne Will dann Jakob Augstein bewusst zum Fraß vor: "Sollte ein Kanzler auf einer Briefmarke erscheinen, der sich in der Spendenaffäre über das Gesetz gestellt hat?"
Diese Steilvorlage nutzte Augstein, um Kohls Schweigen gegen die Fehltritte der heutigen Politikergeneration, gegen Guttenberg und Wulff, aufzurechnen. Fazit: Das damalige Vergehen sei das schwerwiegendere gewesen. Dafür habe der Pfälzer gleich drei herausragende Alleinstellungsmerkmale, hielt Dirk Metz dagegen, nämlich die Wiedervereinigung, Europa und den Euro.

Quelle: welt.de / Tim Slagman

Nur noch weiß fast keiner, wie der 55ct-Wert aussehen soll. Im BMF möchte man offiziell noch nix wissen, obs an der alten Feindschaft zwischen Chef dieser Behörde und dem Konterfeirierten liegt? ... http://www.bundesfinanzministerium.de/Co...dergalerie.html

Hmm, also mir gefällt ja von den schon vor Jahren veröffentlichten Designvorschlägen persönlich dieser ...


Quelle: mtmediaportal.de


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 27.09.2012 12:25 | nach oben springen

#2

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 13:03
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #1
... ist eigentlich nur Staatsoberhäuptern vorbehalten. Aber auch Honecker und der Papst wurden schon zu Lebzeiten konterfeiriert (ach iss das wieder ein schönes Wort *grins*).

Nun iss der Dicke fällig, in vierzehn Tagen soll's soweit sein.

Am 11. Oktober soll ein Sonderwertzeichen mit dem Konterfei des Altkanzlers erscheinen – dass so etwas zu Lebzeiten eines Geehrten geschieht, ist nur in absoluten Ausnahmefällen vorgesehen. Diese Ausnahme warf Anne Will dann Jakob Augstein bewusst zum Fraß vor: "Sollte ein Kanzler auf einer Briefmarke erscheinen, der sich in der Spendenaffäre über das Gesetz gestellt hat?"
Diese Steilvorlage nutzte Augstein, um Kohls Schweigen gegen die Fehltritte der heutigen Politikergeneration, gegen Guttenberg und Wulff, aufzurechnen. Fazit: Das damalige Vergehen sei das schwerwiegendere gewesen. Dafür habe der Pfälzer gleich drei herausragende Alleinstellungsmerkmale, hielt Dirk Metz dagegen, nämlich die Wiedervereinigung, Europa und den Euro.

Quelle: welt.de / Tim Slagman

Nur noch weiß fast keiner, wie der 55ct-Wert aussehen soll. Im BMF möchte man offiziell noch nix wissen, obs an der alten Feindschaft zwischen Chef dieser Behörde und dem Konterfeirierten liegt? ... http://www.bundesfinanzministerium.de/Co...dergalerie.html

Hmm, also mir gefällt ja von den schon vor Jahren veröffentlichten Designvorschlägen persönlich dieser ...


Quelle: mtmediaportal.de

Spazz an
@94er,extra für dich rot markiert,magst du doch

Nö,stimmt nicht ganz.........auch du kannst dich zu Lebzeiten auf einer Marke verewigen lassen.....und das schneller als in 14 Tagen.
Heißt,du kannst den "Dicken" mit der Veröffentlichung deines Konterfei's noch überholen ohne einzuholen.
Also,ran an's designen&individuelle gestalten.....und uns dann bitte am "Endprodukt" teilhaben lassen....... grinse,grinse

Guckst du z.B. hier:
http://www.posttip.de/rubrik2/18875/4/ei...riefmarken.html
http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=1013304
https://www.post-individuell.de/showstampsheet.do

Spazz aus


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#3

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 13:11
von SanGefr | 218 Beiträge

Die Bundespräsidenten Heuss, Lübke und Heinemann wurden auch auf gängigen Briefmarken (also nicht nur auf Sondermarken), geehrt, was seinerzeit gängige Praxis war. Der Bundespräsident Walter Scheel hat dies im Jahre 1974, nach seinem Amtsantritt, abgelehnt mit der sinngemäßen Begründung, er möchte nicht von jedem abgeschleckt werden. Daran haben sich bis heute auch alle seine Nachfolger im Amt gehalten.


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#4

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 14:13
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Die Marken mit dem Kloß drauf gehen eh erst ab C5.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#5

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 15:13
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Auch wenn Kohl viel falsch gemacht hat, so muss er doch -zumindest bis 1989- auch viel richtig gemacht haben, sonst wäre er nicht insgesamt 16 Jahre Kanzler gewesen und man hätte im Westen Deutschlands nicht so viele Jahre CDU/CSU gewählt.
Seine Arbeit nur auf die Jahre nach 1989 und auf die Spendenaffäre zu reduzieren, ist mir bei der Betrachtung seiner Person zu wenig.
Es ist immer leicht Fehler nur auf andere zu schieben, da gabs in Regierung, Bundestag, Bundesrat etc.pp. noch mehr Politiker als nur Kohl.

Ich halte diese Ehrung, trotz aller Fehler und Versprechungen, für machbar, schon aus Respekt vor seinen Verdiensten die er durchaus auch hat.
Das nach 1989, besonders auch für uns im Osten, vieles anders lief als versprochen, dass kann ich ihm mit Einschränkungen verzeihen, denn man darf und soll sich auch vor Augen führen, welche Aufgabe da zu bewältigen war, für die es keine Vorlagen oder Lehrbücher gab.
Seine europäische Vision, auch wenn ich die nur auf rein menschlicher Basis teile, halte ich für ehrlich, ohne Lobbyarbeit.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 18:10
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5
Auch wenn Kohl viel falsch gemacht hat, so muss er doch -zumindest bis 1989- auch viel richtig gemacht haben, sonst wäre er nicht insgesamt 16 Jahre Kanzler gewesen und man hätte im Westen Deutschlands nicht so viele Jahre CDU/CSU gewählt.
Seine Arbeit nur auf die Jahre nach 1989 und auf die Spendenaffäre zu reduzieren, ist mir bei der Betrachtung seiner Person zu wenig.
Es ist immer leicht Fehler nur auf andere zu schieben, da gabs in Regierung, Bundestag, Bundesrat etc.pp. noch mehr Politiker als nur Kohl.

Ich halte diese Ehrung, trotz aller Fehler und Versprechungen, für machbar, schon aus Respekt vor seinen Verdiensten die er durchaus auch hat.
Das nach 1989, besonders auch für uns im Osten, vieles anders lief als versprochen, dass kann ich ihm mit Einschränkungen verzeihen, denn man darf und soll sich auch vor Augen führen, welche Aufgabe da zu bewältigen war, für die es keine Vorlagen oder Lehrbücher gab.
Seine europäische Vision, auch wenn ich die nur auf rein menschlicher Basis teile, halte ich für ehrlich, ohne Lobbyarbeit.




Wenn verglichen mit der SPD und Strauss von der CSU galt Kohl damals als das "kleinere Uebel". Leider waehlen halt immer zuviel Buerger das "kleinere Uebel" anstelle von gar kein Uebel zu waehlen. Es wird Zeit das der "muendige Buerger" den Etablierten das Gehorsam verweigert.
Kohlkopf hat doch damals nur die Vereinigung so schnell vorangetrieben, ja ueberstuerzt, weil der die Buerger aus der DDR als Stimmvieh fuer die naechste Wahl benoetigte.

Was die Kohl-Briefmarke betrifft, so koennte die Post beschwerden bekommen das die Briefmarke nicht auf den Umschlaegen kleben bleibt. Nach einer Untersuchung wird man dann herausfinden das die Postkunden immer auf die falsche Seite der Briefmarke spucken.


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#7

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 27.09.2012 18:15
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat
Was die Kohl-Briefmarke betrifft, so koennte die Post beschwerden bekommen das die Briefmarke nicht auf den Umschlaegen kleben bleibt. Nach einer Untersuchung wird man dann herausfinden das die Postkunden immer auf die falsche Seite der Briefmarke spucken.




Der war gut


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#8

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 28.09.2012 16:06
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5
Auch wenn Kohl viel falsch gemacht hat, so muss er doch -zumindest bis 1989- auch viel richtig gemacht haben, sonst wäre er nicht insgesamt 16 Jahre Kanzler gewesen und man hätte im Westen Deutschlands nicht so viele Jahre CDU/CSU gewählt.
Seine Arbeit nur auf die Jahre nach 1989 und auf die Spendenaffäre zu reduzieren, ist mir bei der Betrachtung seiner Person zu wenig.
Es ist immer leicht Fehler nur auf andere zu schieben, da gabs in Regierung, Bundestag, Bundesrat etc.pp. noch mehr Politiker als nur Kohl.

Ich halte diese Ehrung, trotz aller Fehler und Versprechungen, für machbar, schon aus Respekt vor seinen Verdiensten die er durchaus auch hat.
Das nach 1989, besonders auch für uns im Osten, vieles anders lief als versprochen, dass kann ich ihm mit Einschränkungen verzeihen, denn man darf und soll sich auch vor Augen führen, welche Aufgabe da zu bewältigen war, für die es keine Vorlagen oder Lehrbücher gab.
Seine europäische Vision, auch wenn ich die nur auf rein menschlicher Basis teile, halte ich für ehrlich, ohne Lobbyarbeit.




Kohl nicht viel falsch gemacht !!!??? Da lachen ja meine Enten.An den Fehlern werden wir noch Jahrzehnte zu bezahlen haben.Und ausserdem ist doch aus der Geschichte bekannt,daß die glatte Lüge besser runtergeht ,als die bittere Wahrheit.
Die schnelle Einheit und das zu schnelle Europa sind doch seine grössten Kabinetstückchen !
Immer schnell und bevor jemand auf den Trichter kommt und nachfragt oder abblockt.Schnell Tatsachen schaffen und Verträge abschliessen.Genau die schnellen Wahlen im Dez.1990.Ein Jahr später wär das Ergebnis anders gewesen.
Ebenso die europäische Vereinigung mit Gewalt und ohne Volkes Wille durchgesetzt.Wurde da jemand der Bürger gefragt ? Jetzt dürfen wir dafür bürgen.



Bundesbürger : verKOHL t, geSCHRÖDER t und ausgeMERKEL t !!!


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#9

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 28.09.2012 17:20
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Na wenn der Hoencker ne Marke bekommen hat sich der "Dicke"auch eine verdient.Auch wenn die Meinungen über seine politsches
Lebenswerk sehr geteilt sind.



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#10

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 28.09.2012 23:58
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #9
Na wenn der Hoencker ne Marke bekommen hat sich der "Dicke"auch eine verdient.Auch wenn die Meinungen über seine politsches
Lebenswerk sehr geteilt sind.


Zumindest ist er da in bester Gesellschaft!

Angefügte Bilder:
Stamp_Breschnew_Honecker.jpg

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#11

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 01.10.2012 09:50
von 94 | 10.792 Beiträge
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#12

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 01.10.2012 17:28
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #8
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5
Auch wenn Kohl viel falsch gemacht hat, so muss er doch -zumindest bis 1989- auch viel richtig gemacht haben, sonst wäre er nicht insgesamt 16 Jahre Kanzler gewesen und man hätte im Westen Deutschlands nicht so viele Jahre CDU/CSU gewählt.
Seine Arbeit nur auf die Jahre nach 1989 und auf die Spendenaffäre zu reduzieren, ist mir bei der Betrachtung seiner Person zu wenig.
Es ist immer leicht Fehler nur auf andere zu schieben, da gabs in Regierung, Bundestag, Bundesrat etc.pp. noch mehr Politiker als nur Kohl.

Ich halte diese Ehrung, trotz aller Fehler und Versprechungen, für machbar, schon aus Respekt vor seinen Verdiensten die er durchaus auch hat.
Das nach 1989, besonders auch für uns im Osten, vieles anders lief als versprochen, dass kann ich ihm mit Einschränkungen verzeihen, denn man darf und soll sich auch vor Augen führen, welche Aufgabe da zu bewältigen war, für die es keine Vorlagen oder Lehrbücher gab.
Seine europäische Vision, auch wenn ich die nur auf rein menschlicher Basis teile, halte ich für ehrlich, ohne Lobbyarbeit.




Kohl nicht viel falsch gemacht !!!??? Da lachen ja meine Enten.An den Fehlern werden wir noch Jahrzehnte zu bezahlen haben.Und ausserdem ist doch aus der Geschichte bekannt,daß die glatte Lüge besser runtergeht ,als die bittere Wahrheit.
Die schnelle Einheit und das zu schnelle Europa sind doch seine grössten Kabinetstückchen !
Immer schnell und bevor jemand auf den Trichter kommt und nachfragt oder abblockt.Schnell Tatsachen schaffen und Verträge abschliessen.Genau die schnellen Wahlen im Dez.1990.Ein Jahr später wär das Ergebnis anders gewesen.
Ebenso die europäische Vereinigung mit Gewalt und ohne Volkes Wille durchgesetzt.Wurde da jemand der Bürger gefragt ? Jetzt dürfen wir dafür bürgen.



Bundesbürger : verKOHL t, geSCHRÖDER t und ausgeMERKEL t !!!



Kohl primäres Anliegen war es, Spuren zu hinterlassen.
Das unterscheidet ihn nicht weiter von Graffiti- Sprühern und anderen bildenden Künstlern.
Zur Einheit ist er getrieben worden einerseits von seinen späteren Spendern aus der Wirtschaft, welche die nachbarliche Billigkonkurrenz zu Recht fürchteten und andererseits durch die drohende Überlastung seines Sozialstaates durch die gefährlichen Flüchtlingsströme.
Keinesfalls war es Kohls primäres Anliegen, Deutschland wieder zu vereinigen, vielmehr mußten die notwendigen Sicherungsmaßnahmen des westdeutschen Wohlstands so deklariert werden, daß es einen ethisch vertretbaren Hintergrund hatte, was sonst hätte man auch tun sollen.
In seinen Reden vor 1989 waren nie und nimmer Einheitsfantasien auszumachen und auch mit der DDR- Regierung hatte man sich schon viel zu gut arrangiert als daß man mit derartigen Forderungen nach Mauerabriß und Grenzöffnungen einen solchen Partner als billigen Warenlieferanten vergrätzen würde.



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#13

RE: Zu Lebzeiten auf einer deutschen Briefmarke ...

in Themen vom Tage 01.10.2012 18:33
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #12


Kohl primäres Anliegen war es, Spuren zu hinterlassen.
Das unterscheidet ihn nicht weiter von Graffiti- Sprühern und anderen bildenden Künstlern.
Zur Einheit ist er getrieben worden einerseits von seinen späteren Spendern aus der Wirtschaft, welche die nachbarliche Billigkonkurrenz zu Recht fürchteten und andererseits durch die drohende Überlastung seines Sozialstaates durch die gefährlichen Flüchtlingsströme.
Keinesfalls war es Kohls primäres Anliegen, Deutschland wieder zu vereinigen, vielmehr mußten die notwendigen Sicherungsmaßnahmen des westdeutschen Wohlstands so deklariert werden, daß es einen ethisch vertretbaren Hintergrund hatte, was sonst hätte man auch tun sollen.
In seinen Reden vor 1989 waren nie und nimmer Einheitsfantasien auszumachen und auch mit der DDR- Regierung hatte man sich schon viel zu gut arrangiert als daß man mit derartigen Forderungen nach Mauerabriß und Grenzöffnungen einen solchen Partner als billigen Warenlieferanten vergrätzen würde.



Das Thema deutsche Einheit war fuer die Etablierten seit 1948 eher ein Lippenbekenntnis um Waehler zu gewinnen als eine ernste politische Zielrichtung. Die Separatisten in Boon bevorzugten "Westeinbindung" der Einheit des eigenen Landes. Bei Brandt angefangen gab es die deutsche Einheit noch nicht mal mehr als Lippenbekenntnis. Und bei Kohl war es genau so. Aber Druck aus der Wirtschaft und eine drhende Niederlage bei der naechsten Wahl zwangen ihn sein Desinteresse an der deutschen Einheit wieder zu ueberdenken.


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