#81

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 11:07
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Historiker84 im Beitrag #80
Zitat von Kalubke im Beitrag #78
Zitat von Historiker84 im Beitrag #74


Den Begriff "Einsatzkompanie zur Truppenaufklärung" ist mir neu. Außerdem hängt der Aufbau der Einsatzkompanie (damals nur die Bezeichnung "Aufklärungskompanie") mit dem Erfahrungen im August 1968 an der Grenze zur Tschechoslowakei zu zusammen.


Die Bezeichnungen können sich im Laufe der Zeit durchaus verändert haben und auch intern/extern unterschiedlich gewesen sein. EKzTA stammt m: E. aus den 60'er Jahren.

Gruß Kalubke


Ich habe sehr viel Material zur Einsatzkompanie und kenne diese Bezeichnung nicht. Deshalb wäre für mich interessant zu erfahren, wo diese Bezeichnung auftaucht bzw. wer sie so verwendet hat.


Habe ich hier gefunden: www.grenzkommando.de/mfs-hauptabteilungen.html

Gruß Kalubke



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#82

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 11:19
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #71

Bevor entsprechender Auftrag hinausgeht, meine Frage: Stimmen die Kennzeichen Interflug betreffender TU 154M des TG 44 ? Wenn ich sie mit dem Foto vergleiche, dann würde ich es bejahen.



Die Kennzeichen stimmen. Leider kam die DDR-SFC aufgrund der Abbestellung nicht mehr.
Und die echten Interflugmaschinen auch nicht mehr.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#83

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 11:57
von Historiker84 | 49 Beiträge

Habe ich hier gefunden: www.grenzkommando.de/mfs-hauptabteilungen.html

Gruß Kalubke[/quote]


Danke für den Hinweis. Dieser Text ist z. T. ohne Quellenangabe. Sie stammen aber aus Wolf, Handbuch zur HA I und wohl aus meinen diversen Auslassungen in verschiedenen Foren incl. mit meinen Fehlern bzw. damaligen Erkenntnisstand. Wobei zu berücksichtigen ist, dass Wolf viele Dokumente nicht kannte, weil diese zum damaligen Zeitpunkt vom Gericht im Zusammenhang mit dem "Gartenschlägerprozess" benötigt wurden.


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#84

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 16:55
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #68
... und die K9, vergleichbar mit dem heutigen SEK's der Länder.

Ham die sich wirklich so abgekürzelt? Das wäre ja ein blöder 'Zufall', odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#85

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 17:51
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #84
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #68
... und die K9, vergleichbar mit dem heutigen SEK's der Länder.

Ham die sich wirklich so abgekürzelt? Das wäre ja ein blöder 'Zufall', odär?


Im Thread: G7 in Lübeck Wer kennt sich mit Spezialeinheiten aus?


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#86

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 18:28
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit ,Gemeinde,.....

Zu Rudis # 68 :
Bei der Volkspolizei gab es die 1U (Observationseinheit) und die K9, vergleichbar mit dem heutigen SEK's der Länder.
Selbst ich als Angehöriger der damaligen Volkspolizei, wusste nichts von der Existenz der 1 U. So geheim waren die Mitarbeiter.
Ich erfuhr erst davon, als sie mich nach der Wende mit ausbildeten.

Stimmt so, war so. Mit der kleinen Einschränkung, dass die "Schlappes" von U 1 zwar Geheim waren, aber man als VP-Angehöriger da schon die Existenz mitbekam, zumindest wenn man längere Zeit in einem relativ kleinen Bereich gearbeitet hat, der für die U 1 von Interesse / Bedeutung war.
Das Kommissariat 9 war Vp- bekannt. Eigentlich logisch. Im Unterschied zur U 1 - die gab es ab Ebene VPI / VPKA, gab es die K 9 auf Bezirksebene. Also BdVP / PdVP.
Die hier mehrfach angesprochenen IKM haben mit diesem Themenbereich nichts zu tun.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#87

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 22:13
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #48
Zitat von Vierkrug im Beitrag #43
.....der Einsatzgruppen ....

Vierkrug


...allein die Bezeichnung finde ich schon pervers- (allerdings habe ich im Dokument nichts von Großbuchstaben in der Bezeichnung gelesen- wäre wahrscheinlich erst später zur "besseren Unterscheidung" gekommen.. )
(....)
Siggi
(der das nur mal einwerfen wollte- und schon gar keine "Gleichsetzung von Angehörigen der... mit ...usw.." beabsichtigt)
(....)


Das Wort "Einsatzgruppe" tönt eben gut
http://en.wikipedia.org/wiki/Einsatzgruppe_TIGRIS
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/27633082
Ist aufgeflogen, weshalb ich annehme, dass jetzt eine andere geheime Einsatzgruppe in der Schweiz existiert..
Theo


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#88

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 23:28
von Mart | 735 Beiträge

K9 und HA XXII wurden genannt: Über beide gibt es jeweils eine Fernsehdokumentation. Neben der zentralen K9 in Potsdam gab es kleinere strukturmäßige sowie nicht strukturmäßige K9 in den BBdVP. Darüber hinaus wäre noch die IX. Kompanie (auch Potsdam) zu erwähnen.

Zur K1 gibt/gab es eine umfangreiche textliche Ausarbeitung, die war zeitweise im Internet.

"1 U" ist mir persönlich neu. Wo waren die strukturell organisiert, bei K1 oder wo? Und in welchen Ebenen waren sie? Welche Aufgaben waren diesem Strukturelement gestellt?


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#89

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 10.06.2015 23:57
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #86

[...]
Die hier mehrfach angesprochenen IKM haben mit diesem Themenbereich nichts zu tun.
73, Hans



Gehörten die nicht zu I/U? Der aus den Informationen seiner IKM zusammengestellte Bericht von Hptm Ehlert (Präsidium der VP Berlin Abteilung K -Dezernat I-) über den Antiquitätenschieber Dr. Garcke ging damals sogar im Original an Hptm Richard Panse von der HA VIII/I/U des MfS (siehe Verteiler).

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 11.06.2015 10:50 | nach oben springen

#90

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 00:35
von sieben-seen | 142 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #88


"1 U" ist mir persönlich neu. Wo waren die strukturell organisiert, bei K1 oder wo? Und in welchen Ebenen waren sie? Welche Aufgaben waren diesem Strukturelement gestellt?



Die Dienststelle I/U hatte durch den Einsatz gedeckt arbeitender Kräfte und die Anwendung spezieller operativer Mittel, Methoden und Verfahren einen wirksamen Beitrag zur Erfüllung der dem AG I der Kriminalpolizei übertragenen Aufgaben zu leisten.
I/U war eine zentral geführte und selbstständig handelnde Struktureinheit des AG I der Kriminalpolizei und dem Stellvertreter des Leiters der HA Kriminalpolizei und Leiter der Abt. I unterstellt. Die Hauptaufgabe der Dienststelle I/U bestand in der Durchführung operativer Beobachtungen u. a. gedeckter Maßnahmen zur Erfüllung der dem AG I gestellten Aufgaben. I /U war vorrangig einzusetzen zur

- Aufdeckung und Verhinderung krimineller oder feindlicher Angriffe gegen die allgemeine Sicherheit und staatliche Organe der DDR, insbesondere des ungesetzlichen Grenzübertritts, des unbefugten Waffen-, Munitions- und Sprengmittelbesitzes sowie anderen Straftaten mit schwerwiegenden politischen, ökonomischen und ideellen Auswirkungen

- Aufdeckung und Aufklärung von Straftaten mit unbekannten und überörtlich handelnden Tätern

- Aufklärung und Bekämpfung krimineller Gruppen und Banden, insbesondere zur rechtzeitigen Aufdeckung ihrer Absichten, Pläne und Vorbereitungshandlungen, konspirativen Tat- und raffinierten Verschleierungsmethoden

- Aufdeckung und Verhinderung von Straftaten besonders gefährlicher Rechtsbrecher und Rückfalltäter sowie zur Lösung spezieller Sicherungs- und Personenaufgaben des AG I.

Aufgaben, Arbeitsweise, Kräfte, Mittel und Dienstobjekte der Dienststelle I/U waren Staatsgeheimnis. Der Leiter der Dienststelle I/U hatte zur Organisation, Durchsetzung und ständigen Vervollkommnung des Schutzes der Staats- und Dienstgeheimnisse seines Verantwortungsbereiches die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten und sicherzustellen, dass ihm unterstellten Angehörigen, ihre spezifischen Tätigkeiten, Mittel und Methoden, Aufenthaltsorte und operativen Legenden nur denen bekannt wurden, die unmittelbar für sie zuständig waren. Die Personalien von Angehörigen der Dienstelle I/U waren nicht in den Speichern der Verwaltung Kader des MdI zu erfassen.


Quelle: Die Kriminalpolizei im Ostteil Berlins / Remo Kroll

Gruß Andreas


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#91

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 01:37
von Mart | 735 Beiträge

Danke für Deinen informativen Beitrag, Andreas. Ich muss mal gucken wo ich das PDF üebr die K1 hin habe, da sollte dann auch etwas dazu stehen.

Wenn die Damen und Herren I/U nicht zu erfassen waren: Wie haben die denn ihr Geld bekommen? Für Gotteslohn werden sie ja nicht gearbeitet haben. Waren die legendiert in Räten der Kreise usw?

Nachtrag: Moment, halt. Da habe ich vielleicht einen Denkfehler. Heißt "zentral geführt", dass es nur eine einzige Dienststelle gab?. Wo befand diese sich dann?


zuletzt bearbeitet 11.06.2015 01:38 | nach oben springen

#92

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 08:39
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #88
K9 und HA XXII wurden genannt: Über beide gibt es jeweils eine Fernsehdokumentation. Neben der zentralen K9 in Potsdam gab es kleinere strukturmäßige sowie nicht strukturmäßige K9 in den BBdVP. Darüber hinaus wäre noch die IX. Kompanie (auch Potsdam) zu erwähnen.



Die zentrale DE IX des MdI befand sich nicht in Potsdam, sondern im Berlin-Pankow in der Grumbkowstraße. Die offizielle Bezeichnung war übrigens nicht K 9 sondern AR IX der DVP (Arbeitsrichtung IX der Deutschen Volkspolizei). Die zentrale Diensteinheit IX des MdI war beispielsweise dem Chef des Stabes, Generaloberst Wagner, unterstellt. In den Bezirken war die IX dem Chef der BDVP unterstellt, die unmittelbare Dienstaufsicht oblag dem Stabschef der BDVP. Die AR IX war also, abgesehen von der Anfangszeit, kein Bestandteil der K.
Quelle: Remo Kroll, "Die Bekämpfung von Terror- und Gewaltakten durch die Deutsche Volkspolizei".



94 und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 09:05
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #91


Nachtrag: Moment, halt. Da habe ich vielleicht einen Denkfehler. Heißt "zentral geführt", dass es nur eine einzige Dienststelle gab?. Wo befand diese sich dann?



Es gab eine Dienststelle I/U in Berlin auf Ebene MdI, dem Stellvertreter des Leiters der HA K und Leiter der Abt. I unterstellt sowie Operativgruppen dieser Dienststelle in den Bezirken.
Anfangs firmierte I/U in Berlin als " Prüfungsausschuss für Gerätebau" in der Rüdersdorfer Straße. Später befand sich die Dienststelle in Karlshorst, hatte aber auch andere U-Basen im Stadtgebiet.



Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.06.2015 09:12 | nach oben springen

#94

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 14:43
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von chantre im Beitrag #72

[...]
Wer sich ernsthaft mit diesem Thema befassen will, dem sei dieser Tread in unserem Forum empfohlen:
RE: die Kriminalpolizei (K1) der DVP und deren IM
[...]


Danke, ein sehr informativer Beitrag.

Gruß Kalubke



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#95

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 19:02
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

@EMW-Mitarbeiter

Zitat
Eine Flugzeugentführung, selbst zur DDR-Flucht, ist nur sehr weit entfernt eine Fluchtverhinderung. Das ist Terrorabwehr.



Nicht jede Flugzeugentführung zur Flucht war "Terror". In z.B. Berlin gab es mehrfach Piloten, die ihre eigenen Flugzeuge entführt haben. Es gab keinerlei Gefahr, die sind einfach statt z.B. in Schönefeld in Sichtweite davon in Tempelhof gelandet und haben sich nach der Landung den Behörden ergeben (US-Militär dort). Falls ein Passagier dableiben wollte, durfte er. Sonst eben wieder zurück. Einer hat seinen Bruder nach Gatow mitgenommen (GST). Das Flugzeug wurde wieder zurückgegeben.

Das waren Fluchten und kein Terror. Die hättest Du am liebsten zusammengeschossen oder wie?


Lutze und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 19:13
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Ich glaube, das war DDR-spezifische Sprachregelung, das mit der Einordnung von bestimmten Fluchtmethoden in die Kategorie Terror. Gewaltsame Durchbrüche an Straßen- und Bahn-GÜST zählten wohl auch dazu.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 11.06.2015 19:39 | nach oben springen

#97

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 19:43
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zum Thema DDR-Kripo habe ich noch eine Frage. Gab es in der Arbeitsrichtung II (Wirtschaftskriminalität) auch verdeckte Ermittlungen mit IKM, oder lief das ausschließlich über I/U?

Gruß Kalubke



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#98

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 22:49
von sieben-seen | 142 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #97
Zum Thema DDR-Kripo habe ich noch eine Frage. Gab es in der Arbeitsrichtung II (Wirtschaftskriminalität) auch verdeckte Ermittlungen mit IKM, oder lief das ausschließlich über I/U?

Gruß Kalubke


Oberflächlich betrachtet werden oftmals Arbeitsgebiete und Arbeitsrichtungen vermischt. Korrekt ist, dass innerhalb der Arbeitsgebiete der K verschiedene Arbeitsrichtungen existierten.

Im AG WK waren die Mitarbeiter für einen bestimmten Schwerpunktbereich, wie Handel, Verkehr, Bauwesen und Industrie verantwortlich. Mit speziellen Mitteln und Methoden wurde die innere Kriminalität, die latent vorhanden war und in ihrem äußeren Ausdruck in einer Vielzahl zu hohen Inventurminusdifferenzen führte, aufgeklärt. Entsprechend dieser Aufgabe kam der IKM / KK zum Einsatz. Die Zusammenarbeit mit dem IKM oder KK erfolgte grundsätzlich nur auf Basis der Freiwilligkeit und zum Zwecke der Kriminalitätsvorbeugung/-bekämpfung.

Die durch den IKM / KK erarbeiteten Hinweise, die den Verdacht strafbarer Handlungen ergaben, wurden dann in einer KA oder einem KM bearbeitet. In einer KA wurden grundsätzlich nur Sachverhalte bearbeitet, die einen Strafverdacht beinhalteten. Wenn während der Bearbeitung der KA der Nachweis erbracht worden ist, dass der begründete Verdacht einer Straftat bestand, wurde der Sachverhalt mittels Ermittlungsbericht an das Dezernat II, Kommissariat II übergeben, die dann die abschließenden Ermittlungs- und Untersuchungsmaßnahmen übernahmen.

IKM (Inoffizieller Kriminalpolizeilicher Mitarbeiter)
KK (Kriminalpolizeiliche Kontaktperson)
KA (Kriminalakte)
KM (Kontrollmaterial)

Andreas


Kalubke, eisenringtheo und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 23:23
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #95
@EMW-Mitarbeiter

Zitat
Eine Flugzeugentführung, selbst zur DDR-Flucht, ist nur sehr weit entfernt eine Fluchtverhinderung. Das ist Terrorabwehr.


Nicht jede Flugzeugentführung zur Flucht war "Terror". In z.B. Berlin gab es mehrfach Piloten, die ihre eigenen Flugzeuge entführt haben. Es gab keinerlei Gefahr, die sind einfach statt z.B. in Schönefeld in Sichtweite davon in Tempelhof gelandet und haben sich nach der Landung den Behörden ergeben (US-Militär dort). Falls ein Passagier dableiben wollte, durfte er. Sonst eben wieder zurück. Einer hat seinen Bruder nach Gatow mitgenommen (GST). Das Flugzeug wurde wieder zurückgegeben.

Das waren Fluchten und kein Terror. Die hättest Du am liebsten zusammengeschossen oder wie?


Du hättest sicher am liebsten, ich hätte die am liebsten zusammengeschossen.....

Immer schön versuchen, mit der Brechstange etwas möglichst böses aus dem Osten zu Konstruieren. In GST-Maschinen flogen sicher keine Sky-Marshals mit. Wer aber in Verkehrsflugzeugen Verkehrsflugzeugen mit Waffen hantiert, sogar schiesst, und das "Nur" um in die "bessere Welt" zu kommen, der gehört hinter schwedische Gardinen.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#100

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 11.06.2015 23:50
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #95
@EMW-Mitarbeiter

Zitat
Eine Flugzeugentführung, selbst zur DDR-Flucht, ist nur sehr weit entfernt eine Fluchtverhinderung. Das ist Terrorabwehr.


Nicht jede Flugzeugentführung zur Flucht war "Terror". In z.B. Berlin gab es mehrfach Piloten, die ihre eigenen Flugzeuge entführt haben. Es gab keinerlei Gefahr, die sind einfach statt z.B. in Schönefeld in Sichtweite davon in Tempelhof gelandet und haben sich nach der Landung den Behörden ergeben (US-Militär dort). Falls ein Passagier dableiben wollte, durfte er. Sonst eben wieder zurück. Einer hat seinen Bruder nach Gatow mitgenommen (GST). Das Flugzeug wurde wieder zurückgegeben.

Das waren Fluchten und kein Terror. Die hättest Du am liebsten zusammengeschossen oder wie?




Man muß hier einen Unterschied machen. Wenn ein Verkehrsmittel unter Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen den Verantwortlichen (Lokführer, Pilot oder Kapitän) entführt wird, ist dieses unabhängig vom Motiv ein terroristisches Delikt. Gleiches gilt, wenn die unbefugte Benutzung bzw. der Diebstahl eines Verkehrsmittel mit einer erheblichen Gefährdung der Allgemeinheit verbunden ist. Beispiele: Flucht mittels Zuges durch unbefugtes Befahren einer Strecke (haltzeigendes Signal überfahren, Strecke trotz offener Schranken an Bahnübergänge befahren) von Albrechtshof nach Spandau, Anfliegen eines Flughafens mit für den Flugzeugtyp zu kurzer Landebahn (z.B. mit TU 134 nach Tempelhof). Dagegen ist der Diebstahl eines Sportflugzeuges durch einen lizensierten Piloten, der nach Sichtflugregeln fliegt, kein Terror, aber wenn eine Grenze überflogen wird, trotzdem eine schwere Straftat.



EMW-Mitarbeiter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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