#201

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 03.07.2015 04:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #199
Das erste Buch - "Schild ´84" - ist heute wieder zurück gekommen. Die Rückseite mit Eindrücken von der Ausbildung der AGM/S bzw. den Antiterrorkräften des MfS.



Wenn es bei den Teilnehmern des Treffens am 11.7. Interesse an dieser Dokumentation gibt, so bringe ich sie als Leihgabe mit.
Die zweite 150-seitige Dokumentation "Ultima Ratio" werde ich bis dahin noch nicht wieder zurück erhalten, aber bis zum Herbsttreffen bestimmt.



An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei @EMW-Mitarbeiter für die übermittelten Links bedanken. Die Jungs werden sich freuen.

Vierkrug



Na ja,
dieses "Ultima Ratio" ist von einem Kameraden einer meiner ehemaligen Ausbildungsgruppen geschrieben worden.Sehr gut,präzise und detailliert.Nachzulesen dort auch die Auslandsverwendungen der Spezialkräfte,Bewaffnungen und Ausbildungsobjekte in der DDR.Der Zeitraum dazu umfasst eher die 70er bis 80er Jahre.
Die für mich relevanten Jahre ,Ausbildung bei den FJ als Truppen zur Spezialverwendung z.b.unter OSL/GM Stöcker in den 60ern,finden dort keinerlei Erwähnung.

seaman


zuletzt bearbeitet 03.07.2015 04:38 | nach oben springen

#202

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 07.07.2015 16:49
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #199
Das erste Buch - "Schild ´84" - ist heute wieder zurück gekommen. Die Rückseite mit Eindrücken von der Ausbildung der AGM/S bzw. den Antiterrorkräften des MfS.



Wenn es bei den Teilnehmern des Treffens am 11.7. Interesse an dieser Dokumentation gibt, so bringe ich sie als Leihgabe mit.
Die zweite 150-seitige Dokumentation "Ultima Ratio" werde ich bis dahin noch nicht wieder zurück erhalten, aber bis zum Herbsttreffen bestimmt.



An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei @EMW-Mitarbeiter für die übermittelten Links bedanken. Die Jungs werden sich freuen.

Vierkrug






Noch ein Tipp für Interessierte !



HMF Herbst

Gützkower Str. 37

17489 Greifswald



hat noch ein (1) Exemplar des Buches "Ultima Ratio".

Eigentlich waren es mal 2 Exemplare gewesen



passport


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#203

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 13.07.2015 09:48
von Larissa | 834 Beiträge

„Das Buch dient ausschliesslich dem privaten Gebrauch, ist nicht kaeuflich zu erwerben, oder fuer Veroeffentlichung vorgesehen.“ Der Autor.

Ultima ratio ist in meinem Besitz. Bei einem Besuch der Familie bekam ich es 2011 mit personlicher Widmung. Ich wuerde nie das Buch ausleihen oder anderen ueberlassen, obwohl ich bin grosszuegiger Mensch. Ich halte mich an den Anweisungen, das Buch fuer den privaten Gebrauch zu lesen. Eine Vorgabe, die im Buch steht. Der Autor hat seine Gruende dieses Buch nicht zu veroffentlichen. Und darauf solte man Ruecksicht nehmen. Das Leben geht heute weiter. Wiederum. Wer hat 1989 nachgefragt beim MfS, ob er vertrauliche Unterlagen veroffentlichen darf? Das so nebenbei eingeworfen. Sehen wir doch alle, wie frei wir wirklich sind im Umgang mit der Vergangenheit und der Gegenwart.

Es moegen nicht alle Zeiten dieser Anti-Terroreinheit aufgefuehrt sein. Es sind jedoch lesenswerte Aussagen vom Verfasser dabei, die er unverbluemt aus seiner Betrachtungsweise wiedergibt, sowohl zur Einheit, aber auch gezielt auf damalige und heutige politische Tatsachen basierend sind. Diese Dokumentation ist umrahmt von Illustrationen und vor allem interessantes Fotomaterial. Er schreibt ehrlich, wie ihm ist der Mund gewachsen, vom Prolog, bis zum Nachsatz, auch darueber, dass er nicht alle Aspekte der Historie dieser Einheit beleuchten kann. Das Ernsthafte dieses Buches vermischt sich mit seinen sehr direkten Aussagen zu einer ehrlichen Melange.

2. Auflage 150 Exemplare 2008
Das Buch ist, bei geprueftem Interesse, gegen eine Schutzgebuehr erhaltlich. Ob das noch zutrifft, kann ich nicht sagen.

Es beginnt mit:
Wenn die eigene Geschichte ausradiert wird, der kommt sich heimatlos vor..... mag die Vergangenheit noch so schwer und zwiespaeltig sein, sie ist ein Stueck von mir selbst. Sich erinnern gehoert zur WUERDE DES MENSCHEN. Reinhard Hoeppner (ehem. Ministerpraesident Sachsen-Anhalt)

Aussage passt doch in DDR Forum denke ich auch zu andere Themen.
Larissa

Das mit dem 'Dienstgebrauch' nicht auf die Goldwaage legen! Erstauflage 2008

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"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
zuletzt bearbeitet 13.07.2015 09:57 | nach oben springen

#204

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 13.07.2015 10:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Larissa im Beitrag #203
„Das Buch dient ausschliesslich dem privaten Gebrauch, ist nicht kaeuflich zu erwerben, oder fuer Veroeffentlichung vorgesehen.“ Der Autor.

Ultima ratio ist in meinem Besitz. Bei einem Besuch der Familie bekam ich es 2011 mit personlicher Widmung. Ich wuerde nie das Buch ausleihen oder anderen ueberlassen, obwohl ich bin grosszuegiger Mensch. Ich halte mich an den Anweisungen, das Buch fuer den privaten Gebrauch zu lesen. Eine Vorgabe, die im Buch steht. Der Autor hat seine Gruende dieses Buch nicht zu veroffentlichen. Und darauf solte man Ruecksicht nehmen. Das Leben geht heute weiter. Wiederum. Wer hat 1989 nachgefragt beim MfS, ob er vertrauliche Unterlagen veroffentlichen darf? Das so nebenbei eingeworfen. Sehen wir doch alle, wie frei wir wirklich sind im Umgang mit der Vergangenheit und der Gegenwart.

Es moegen nicht alle Zeiten dieser Anti-Terroreinheit aufgefuehrt sein. Es sind jedoch lesenswerte Aussagen vom Verfasser dabei, die er unverbluemt aus seiner Betrachtungsweise wiedergibt, sowohl zur Einheit, aber auch gezielt auf damalige und heutige politische Tatsachen basierend sind. Diese Dokumentation ist umrahmt von Illustrationen und vor allem interessantes Fotomaterial. Er schreibt ehrlich, wie ihm ist der Mund gewachsen, vom Prolog, bis zum Nachsatz, auch darueber, dass er nicht alle Aspekte der Historie dieser Einheit beleuchten kann. Das Ernsthafte dieses Buches vermischt sich mit seinen sehr direkten Aussagen zu einer ehrlichen Melange.

2. Auflage 150 Exemplare 2008
Das Buch ist, bei geprueftem Interesse, gegen eine Schutzgebuehr erhaltlich. Ob das noch zutrifft, kann ich nicht sagen.

Es beginnt mit:
Wenn die eigene Geschichte ausradiert wird, der kommt sich heimatlos vor..... mag die Vergangenheit noch so schwer und zwiespaeltig sein, sie ist ein Stueck von mir selbst. Sich erinnern gehoert zur WUERDE DES MENSCHEN. Reinhard Hoeppner (ehem. Ministerpraesident Sachsen-Anhalt)

Aussage passt doch in DDR Forum denke ich auch zu andere Themen.
Larissa

Das mit dem 'Dienstgebrauch' nicht auf die Goldwaage legen! Erstauflage 2008


Mönsch, Larissa, wenn es so geheim ist, warum wird es hier erwähnt?
Ich habe Literatur da steht drauf "VLV"
"vorm lesen vernichten".
Micha


Larissa hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#205

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 13.07.2015 10:21
von Larissa | 834 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #204
Zitat von Larissa im Beitrag #203
„Das Buch dient ausschliesslich dem privaten Gebrauch, ist nicht kaeuflich zu erwerben, oder fuer Veroeffentlichung vorgesehen.“ Der Autor.

Ultima ratio ist in meinem Besitz. Bei einem Besuch der Familie bekam ich es 2011 mit personlicher Widmung. Ich wuerde nie das Buch ausleihen oder anderen ueberlassen, obwohl ich bin grosszuegiger Mensch. Ich halte mich an den Anweisungen, das Buch fuer den privaten Gebrauch zu lesen. Eine Vorgabe, die im Buch steht. Der Autor hat seine Gruende dieses Buch nicht zu veroffentlichen. Und darauf solte man Ruecksicht nehmen. Das Leben geht heute weiter. Wiederum. Wer hat 1989 nachgefragt beim MfS, ob er vertrauliche Unterlagen veroffentlichen darf? Das so nebenbei eingeworfen. Sehen wir doch alle, wie frei wir wirklich sind im Umgang mit der Vergangenheit und der Gegenwart.

Es moegen nicht alle Zeiten dieser Anti-Terroreinheit aufgefuehrt sein. Es sind jedoch lesenswerte Aussagen vom Verfasser dabei, die er unverbluemt aus seiner Betrachtungsweise wiedergibt, sowohl zur Einheit, aber auch gezielt auf damalige und heutige politische Tatsachen basierend sind. Diese Dokumentation ist umrahmt von Illustrationen und vor allem interessantes Fotomaterial. Er schreibt ehrlich, wie ihm ist der Mund gewachsen, vom Prolog, bis zum Nachsatz, auch darueber, dass er nicht alle Aspekte der Historie dieser Einheit beleuchten kann. Das Ernsthafte dieses Buches vermischt sich mit seinen sehr direkten Aussagen zu einer ehrlichen Melange.

2. Auflage 150 Exemplare 2008
Das Buch ist, bei geprueftem Interesse, gegen eine Schutzgebuehr erhaltlich. Ob das noch zutrifft, kann ich nicht sagen.

Es beginnt mit:
Wenn die eigene Geschichte ausradiert wird, der kommt sich heimatlos vor..... mag die Vergangenheit noch so schwer und zwiespaeltig sein, sie ist ein Stueck von mir selbst. Sich erinnern gehoert zur WUERDE DES MENSCHEN. Reinhard Hoeppner (ehem. Ministerpraesident Sachsen-Anhalt)

Aussage passt doch in DDR Forum denke ich auch zu andere Themen.
Larissa

Das mit dem 'Dienstgebrauch' nicht auf die Goldwaage legen! Erstauflage 2008


Mönsch, Larissa, wenn es so geheim ist, warum wird es hier erwähnt?
Ich habe Literatur da steht drauf "VLV"
"vorm lesen vernichten".
Micha



Jo Micha ... wie abhoeren und sofort vernichten! Mission impossible!
Ehrlich. So geheim ist es nicht. Es gab einiges an Literatur bereits vor erscheinen von Ultima ratio, welches wurde veroffentlicht. Ich halte mich jedoch daran, weil ich kenne den Autor und er ein Freund von mir ist. Und ich weiss auch zu genau, wie es ist mit dem Copyright und der inhaltlichen Rechte ist, die auch bei allem 'nicht Geheimsein' bestellt ist. Ich schrieb am Ende auch ......Dienstgebrauch....nicht auf die Goldwaage legen.
Zumal, ich bin mit einigen dieser Genossen sehr vertraut..... unter 'Veranlassung' des Autoren von Ultima ratio ich wurde bei Jueterbog gekidnappt....entfuehrt, vom Flugplatz bis in den tiefen deutschen Wald hinein. Und das ging rigeros und plotzlich vonstatten. Ich wusste nicht wie mir geschah als diese mich in einen SU Jeep verfrachteten. Wehren nuetzte nix. Die waren bewaffnet! Eine tolle Truppe. Sie hatten ein Einsehen mit mir. Es gab sicher diese Einheit.
Es sind noch Fotos von der Entfuehrung vorhanden. Muss ich mal nachschauen.
Gruss, Larissa


"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
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zuletzt bearbeitet 13.07.2015 10:22 | nach oben springen

#206

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 13.07.2015 18:00
von passport | 2.626 Beiträge

Am Samstag trudelten beide Bücher, "Schild 84" und "Ultima Ratio", bei mir ein.

Da ich an diesen Tage nichts vorhatte, "verschlang" ich mit den Augen beide Bücher nacheinander sofort.

Bei dem Buch "Schild 84" handelt es sich um eine biographische Darstellung einer Person der den Weg über das WR FED bis zur AGM / S ging. Der Autor beschreibt alle Stufen seiner Ausbildung und auch Einsätze..

Der Autor des Buches "Ultima Ratio" bringt auch stellenweise autobiographische Darstellungen mit ein. Hauptaugenmerk wird aber auf die Frage gelegt warum die DDR eine Antiterroreinheit brauchte bzw. benötigte. Er geht auch auf die Vorläufer dieser Einheit ein. Insbesondere werden Ausbildung und Einsatzvarianten in Bild und Wort dargestellt dargestellt. Gezeigt werden Ausrüstungsgegenstände und Waffen der AGM/S und der DE 9 des MDI.
Der Verfasser schreibt das er dieses Buch insbesondere deswegen geschrieben hat um Darstellungen zu widersprechen die diese Einheit als "Killer oder Terrorkommando" darstellt. Wie der Autor schreibt : das Blinde mir nichts über Farben erzählen brauchen


passport


sieben-seen, RudiEK89, Fritze, Larissa und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#207

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 08:36
von Beethoven | 137 Beiträge

Hi Männers und Damen,

ich erlaube mir auch mal was dazu zu schreiben.

Die Fallschirmjäger der NVA waren natürlich keine Antiterroreinheit konnten aber solche Aufgaben auch erfüllen und zwar aus dem Stand heraus, wie 2006 in Perleberg bei einer Vorführung bewiesen. Es gehörte ganz einfach zur täglichen Ausbildung, das Eindringen, Sichern, gefangen nehmen, absetzen, Stürmen usw. Wobei ein Flugzeug im Handstreich zu nehmen gehörte z.B. nicht dazu.

https://www.youtube.com/watch?v=nWJoyUgTFI8

Hierfür wurde am Vortag einmal trainiert und dann das Ding durchgezogen.

Trennung

Diese Mähr über die rote Mütze in Dresden im Stellwerk ist einfach nur lachhaft. Wie schon erwähnt, wurde das rote Barett nur im Ausgang und zur Parade getragen. Ganz sicher war die rote Mütze auf dem Kopf eines Schaffners aber nicht auf dem Kopf eines Fallschirmjägers.

In diesem Zusammenhang. Durch die NVA wurden in dieser Zeit 34 Hundertschaften zusammen gestellt und in Bereitschaft gehalten um, wenn die VP nicht mehr Herr der Lage ist, einzugreifen. Eigentlich ein klarer Verstoß gegen die Verfassung der DDR.
Drei Hundertschaften wurden durch das LStR-40 gestellt, verlegten nach Leipzig und kamen zurück nach Lehnin ohne im Einsatz gewesen zu sein. Ähnliches gab es schon mal zum VIII Parteitag. Da lag die 3. FJK im GR in Erkner. Kam aber auch nicht zum Einsatz.

Trennung

Ich schrieb es unten schon.
Mit Auflösung des MfS in der NVA wurde in der neu gegründeten Militärabwehr eine Abteilung Terrorabwehr / Personenschutz aus dem Boden gestampft. Hier griff man auf ehemalige Fallschirmjäger und andere Spezialisten der NVA zurück (sogar ein Marineleutnant war dabei). Diese Männer sollten den Stamm der neuen Abteilung bilden. Da alle Angehörigen dieser Truppe in ihrem jeweiligen Fach stark vorgebildet waren, übernahmen sie auch sofort Aufgaben vor allem im Personenschutz.
Die spezielle Ausbildung dazu fand in Kallinchen statt. Der Tarnname dieser Truppe war WE-22.

In diesem Sinne - ich fahre jetzt zu einem Termin nach Wünsdorf, komme also dicht an Kallinchen vorbei

https://www.youtube.com/watch?v=Tz5l_e3DXN4


02_24 und Larissa haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#208

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 13:02
von andy | 1.196 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #207
Hi Männers und Damen,

...
In diesem Zusammenhang. Durch die NVA wurden in dieser Zeit 34 Hundertschaften zusammen gestellt und in Bereitschaft gehalten um, wenn die VP nicht mehr Herr der Lage ist, einzugreifen. Eigentlich ein klarer Verstoß gegen die Verfassung der DDR.
Drei Hundertschaften wurden durch das LStR-40 gestellt, verlegten nach Leipzig und kamen zurück nach Lehnin ohne im Einsatz gewesen zu sein. Ähnliches gab es schon mal zum VIII Parteitag. Da lag die 3. FJK im GR in Erkner. Kam aber auch nicht zum Einsatz.

Trennung

Ich schrieb es unten schon.
Mit Auflösung des MfS in der NVA wurde in der neu gegründeten Militärabwehr eine Abteilung Terrorabwehr / Personenschutz aus dem Boden gestampft. Hier griff man auf ehemalige Fallschirmjäger und andere Spezialisten der NVA zurück (sogar ein Marineleutnant war dabei). Diese Männer sollten den Stamm der neuen Abteilung bilden. Da alle Angehörigen dieser Truppe in ihrem jeweiligen Fach stark vorgebildet waren, übernahmen sie auch sofort Aufgaben vor allem im Personenschutz.
Die spezielle Ausbildung dazu fand in Kallinchen statt. Der Tarnname dieser Truppe war WE-22.

In diesem Sinne - ich fahre jetzt zu einem Termin nach Wünsdorf, komme also dicht an Kallinchen vorbei

https://www.youtube.com/watch?v=Tz5l_e3DXN4



Wau, 34 Hundertschaften? Aus welchen Bereichen der NVA kam das Personal und verfügten diese Einheiten auch nur ansatzweise über eine Ausbildung in Polizeitaktik?

Rot

Nunja, die Vorbildung der Fallis und anderer Spezialisten der NVA in Fragen des Personenschutzes dürften sich stark in Grenzen gehalten haben. Kannst Du dazu näheres sagen, insbesondere zu Ausbildungsinhalten und dazu, wer die Ausbildung praktisch durchführte?

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#209

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 13:42
von Beethoven | 137 Beiträge

Die 34 Hundertschaften kamen aus den Offiziershochschulen der NVA, der Militärakademie, den Aufklärungsbataillonen der Divisionen und einigen Uffz.-Schulen.
Diese 34 Hundertschaften wurden gebildet, blieben jedoch in den Kasernen mit Ausnahme des LStR.
Auf Befehl des amtierenden Ministers wären sie ausgerückt.

Trennung

Sicher, der Personenschutz war kein Ausbildungszweig im FJB / LStR mit einigen Ausnahmen. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit gab es ein Kommando, welches den Minister in seinem Weihnachts- Silvesterurlaub begleitete und dort die Sicherung übernahm.

Die Ausbildung zum Personenschutz (zu jener Zeit wohl noch eher Personenbegleitung) wurde in Weißensee und Kallinchen durchgeführt.
In Kallinchen hauptsächlich Fahren und Schießen. Alles andere im Ministerium f. NV und dessen Ausbildunganlagen und in Weißensee bei der (nun schon) Polizei.

In diesem Sinne - Schießen ist auch Trainingssache


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 13:43 | nach oben springen

#210

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 14:19
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #209
Die 34 Hundertschaften kamen aus den Offiziershochschulen der NVA, der Militärakademie, den Aufklärungsbataillonen der Divisionen und einigen Uffz.-Schulen.
Diese 34 Hundertschaften wurden gebildet, blieben jedoch in den Kasernen mit Ausnahme des LStR.
Auf Befehl des amtierenden Ministers wären sie ausgerückt.




rot: um wieviele Hundertschaften es sich damals im Endeffekt gehandelt hat kann ich nicht sagen, jedoch bestanden diese nicht nur aus den o.g. Truppenteilen....

grün: das stimmt so nicht....!

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#211

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 14:24
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #209
Die 34 Hundertschaften kamen aus den Offiziershochschulen der NVA, der Militärakademie, den Aufklärungsbataillonen der Divisionen und einigen Uffz.-Schulen.
Diese 34 Hundertschaften wurden gebildet, blieben jedoch in den Kasernen mit Ausnahme des LStR.
Auf Befehl des amtierenden Ministers wären sie ausgerückt.

Trennung

Sicher, der Personenschutz war kein Ausbildungszweig im FJB / LStR mit einigen Ausnahmen. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit gab es ein Kommando, welches den Minister in seinem Weihnachts- Silvesterurlaub begleitete und dort die Sicherung übernahm.

Die Ausbildung zum Personenschutz (zu jener Zeit wohl noch eher Personenbegleitung) wurde in Weißensee und Kallinchen durchgeführt.
In Kallinchen hauptsächlich Fahren und Schießen. Alles andere im Ministerium f. NV und dessen Ausbildunganlagen und in Weißensee bei der (nun schon) Polizei.

In diesem Sinne - Schießen ist auch Trainingssache



Beethoven,

wenn ich richtig informiert bin, wurden die Fallschirmjäger von Lehnin nach Leipzig verlegt, blieben jedoch auch in Leipzig in der Kaserne, sprich, sie kamen nicht zum Einsatz.


zuletzt bearbeitet 17.08.2015 14:25 | nach oben springen

#212

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 14:39
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Ich habe mal einen Bericht über diese Gruppe bei Leipzig gesehen und stelle immer wieder meine Frage
Hätte die Truppe oder die anderen Regimenter den Befehl bekommen, in Leipzig einzumarschieren, was wäre passiert.?
Welcher Off. hätte sich geweigert und welcher hätte geschossen.?
Mir ist auch klar, das man das jetzt mit dem heutigen Wissen schlecht beantworten kann.


nach oben springen

#213

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 14:43
von andy | 1.196 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #210


rot: um wieviele Hundertschaften es sich damals im Endeffekt gehandelt hat kann ich nicht sagen, jedoch bestanden diese nicht nur aus den o.g. Truppenteilen....

grün: das stimmt so nicht....!

VG exgakl


Wenn Du genaueres weisst, erzähle doch mal...


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 14:44 | nach oben springen

#214

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 16:52
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #213
Zitat von exgakl im Beitrag #210


rot: um wieviele Hundertschaften es sich damals im Endeffekt gehandelt hat kann ich nicht sagen, jedoch bestanden diese nicht nur aus den o.g. Truppenteilen....

grün: das stimmt so nicht....!

VG exgakl


Wenn Du genaueres weisst, erzähle doch mal...


andy



Das habe ich doch hier schon öfters getan @andy ... z.B. waren Teile der 7. Panzerdivision wohl in Dresden und Hundertschaften des Artillerieregimentes aus Frankenberg im, damaligen Karl Marx Stadt sowie in Plauen...

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 17.08.2015 16:53 | nach oben springen

#215

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 17:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #212
Ich habe mal einen Bericht über diese Gruppe bei Leipzig gesehen und stelle immer wieder meine Frage
Hätte die Truppe oder die anderen Regimenter den Befehl bekommen, in Leipzig einzumarschieren, was wäre passiert.?
Welcher Off. hätte sich geweigert und welcher hätte geschossen.?
Mir ist auch klar, das man das jetzt mit dem heutigen Wissen schlecht beantworten kann.


Thomas, wenn Du die Berichte gesehen hast, dann sollte Dir nicht entgangen sein, das sich gerade die Fallschirmjäger geschlossen verweigert haben.
Der Chef der Bereitschaftspolizei in Leipzig meldet an die Einsatzleitung (Hummitzsch) den Rückzug aus Leipzig zur Eigensicherung.
Micha


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#216

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 17:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Alfred im Beitrag #211
Zitat von Beethoven im Beitrag #209
Die 34 Hundertschaften kamen aus den Offiziershochschulen der NVA, der Militärakademie, den Aufklärungsbataillonen der Divisionen und einigen Uffz.-Schulen.
Diese 34 Hundertschaften wurden gebildet, blieben jedoch in den Kasernen mit Ausnahme des LStR.
Auf Befehl des amtierenden Ministers wären sie ausgerückt.

Trennung

Sicher, der Personenschutz war kein Ausbildungszweig im FJB / LStR mit einigen Ausnahmen. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit gab es ein Kommando, welches den Minister in seinem Weihnachts- Silvesterurlaub begleitete und dort die Sicherung übernahm.

Die Ausbildung zum Personenschutz (zu jener Zeit wohl noch eher Personenbegleitung) wurde in Weißensee und Kallinchen durchgeführt.
In Kallinchen hauptsächlich Fahren und Schießen. Alles andere im Ministerium f. NV und dessen Ausbildunganlagen und in Weißensee bei der (nun schon) Polizei.

In diesem Sinne - Schießen ist auch Trainingssache



Beethoven,

wenn ich richtig informiert bin, wurden die Fallschirmjäger von Lehnin nach Leipzig verlegt, blieben jedoch auch in Leipzig in der Kaserne, sprich, sie kamen nicht zum Einsatz.




Siehe #215
Micha


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#217

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 18:29
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #215
Zitat von thomas 48 im Beitrag #212
Ich habe mal einen Bericht über diese Gruppe bei Leipzig gesehen und stelle immer wieder meine Frage
Hätte die Truppe oder die anderen Regimenter den Befehl bekommen, in Leipzig einzumarschieren, was wäre passiert.?
Welcher Off. hätte sich geweigert und welcher hätte geschossen.?
Mir ist auch klar, das man das jetzt mit dem heutigen Wissen schlecht beantworten kann.


Thomas, wenn Du die Berichte gesehen hast, dann sollte Dir nicht entgangen sein, das sich gerade die Fallschirmjäger geschlossen verweigert haben.
Der Chef der Bereitschaftspolizei in Leipzig meldet an die Einsatzleitung (Hummitzsch) den Rückzug aus Leipzig zur Eigensicherung.
Micha



Hallo,

Hummitzsch war nicht "die Einsatzleitung", sondern Chef der Bezirksverwaltung des MfS.

Auch ist mir bis heute keine Verweigerung der Fallschirmjäger bekannt. Was man dann zum Teil nach 1989 / 90 erzählt hat , steht auf einen ganz anderen Blatt.

Auch sollten die Fallschirmjäger nicht in Leipzig einmarschieren, sondern sie waren die Reserve von Honecker. Sie waren nur für den Fall für einen Einsatz vorgesehen, wenn bestimmte Gebäude wie Rundfunk o.ä. von den Demonstranten angegriffen worden wären. Und dies auch nur in Absprache zwischen Honecker - Vorsitzender NVR - , Mielke - MfS - , Dickel - Minister des Innern - und Streletz als amtierender Minister für Nationale Verteidigung.

Da ist Beethoven ein Fehler unterlaufen, Keßler konnte zu diesen Zeitpunkt überhaupt nichts befehlen, da dieser sich mit einer Militärdelegation in Nicaragua / Kuba befand.

Hat aber mit dem Thema nichts zu schaffen.


zuletzt bearbeitet 17.08.2015 18:35 | nach oben springen

#218

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 18:40
von Lutze | 8.027 Beiträge

Wozu sollten die Demonstranten den DDR-Rundfunk stürmen?
die meisten Leute haben sich sowieso aus den westdeutschen Funk-und Fernsehnachrichten
informiert
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
94, Hanum83 und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#219

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 18:59
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Alfred im Beitrag #217
Zitat von G.Michael im Beitrag #215
Zitat von thomas 48 im Beitrag #212
Ich habe mal einen Bericht über diese Gruppe bei Leipzig gesehen und stelle immer wieder meine Frage
Hätte die Truppe oder die anderen Regimenter den Befehl bekommen, in Leipzig einzumarschieren, was wäre passiert.?
Welcher Off. hätte sich geweigert und welcher hätte geschossen.?
Mir ist auch klar, das man das jetzt mit dem heutigen Wissen schlecht beantworten kann.


Thomas, wenn Du die Berichte gesehen hast, dann sollte Dir nicht entgangen sein, das sich gerade die Fallschirmjäger geschlossen verweigert haben.
Der Chef der Bereitschaftspolizei in Leipzig meldet an die Einsatzleitung (Hummitzsch) den Rückzug aus Leipzig zur Eigensicherung.
Micha



Hallo,

Hummitzsch war nicht "die Einsatzleitung", sondern Chef der Bezirksverwaltung des MfS.

Auch ist mir bis heute keine Verweigerung der Fallschirmjäger bekannt. Was man dann zum Teil nach 1989 / 90 erzählt hat , steht auf einen ganz anderen Blatt.

Auch sollten die Fallschirmjäger nicht in Leipzig einmarschieren, sondern sie waren die Reserve von Honecker. Sie waren nur für den Fall für einen Einsatz vorgesehen, wenn bestimmte Gebäude wie Rundfunk o.ä. von den Demonstranten angegriffen worden wären. Und dies auch nur in Absprache zwischen Honecker - Vorsitzender NVR - , Mielke - MfS - , Dickel - Minister des Innern - und Streletz als amtierender Minister für Nationale Verteidigung.

Da ist Beethoven ein Fehler unterlaufen, Keßler konnte zu diesen Zeitpunkt überhaupt nichts befehlen, da dieser sich mit einer Militärdelegation in Nicaragua / Kuba befand.

Hat aber mit dem Thema nichts zu schaffen.


@Alfred, die Fallschirmjäger mussten nicht in LE einmarschieren, die waren da, mitten drin (Olbrichtkaserne an der Lindenthaler Strasse)
Sohn Sche.... aber auch,
Micha


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#220

RE: Gab es in der DDR eine Antiterroreinheit?

in DDR Staat und Regime 17.08.2015 19:02
von Alfred | 6.841 Beiträge

Es ist ja nun ein Unterschied, ob sich eine Truppe in der Kaserne befindet oder ob diese einmarschiert / eingesetzt wird.


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