#21

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 25.09.2012 10:15
von utkieker | 2.920 Beiträge

Tja Josy wir nannten das auch die P...- Connection oder die P...- Brothers geben sich die Ehre

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#22

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 25.09.2012 10:31
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #21
Tja Josy wir nannten das auch die P...- Connection oder die P...- Brothers geben sich die Ehre

Gruß Hartmut!



...war dieser Familienclan denn einigermaßen erträglich, umgänglich? Vermute nach Deinen Schilderungen mal eher das Gegenteil, denn wenn der eine als Wirt schon seine eigenen Gäste denunziert hat...!

Das soviele Familienangehöhrige mehr oder weniger und umgangssprachlich "auf einem Haufen" stationiert waren, ist nach meinen Erfahrungen, Erlebnissen und Dafürhalten auch für DDR- Verhältnisse eher ungewöhnlich, fast schon seltsam!`


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#23

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 25.09.2012 17:58
von utkieker | 2.920 Beiträge

Tja Josy, bizarr war die Konstellation schon.
Die Dorfkneipe hatte ich glaube montags Ruhetag. Aber wenn sein Bruder, der Hauptfeld, dem Gastwirt einen heißen Tipp gibt, daß die Kompanie am Montag Frühschicht hat, war auch am Ruhetag geöffnet. Der "schlimmste" von den Brüdern war wohl der Gastwirt. Wer so gemein petzen kann, den mußte man einfach einen Denkzettel verpassen. Und die Zeit der "Rache" kam!
Es war mal wieder ein Montag und wir hatten Frühschicht der Dorfwirt rieb sich die Hände, er wußte auf was die Soldaten abfuhren - Broiler mit Pommes! Also wurden die Broiler schon mal vorgegart. Zu unseren Ausgangsgebiet gehörte aber auch das Nachbardorf Bömenzin. Wer sollte uns zurückhalten die 5 km nach Bömenzin zu marschieren, man mußte bestenfalls einplanen auch im besoffenen Zustand wieder zurückzumarschieren. Die Wirtin von Bömenzin hat wohl den Umsatz ihres Lebens gemacht, sie hatte zwar kein Broiler aber Bratkartoffeln mit Spiegelei tuts auch. Und sie hat uns mächtig abgefüllt - so besoffen war ich selten. Die haben extra einen LO hingeschickt um uns abzuholen.
Und der Dorfwirt von Gollensdorf ist auf seine Broiler hängen geblieben, wie er es später kleinlaut zugab. Aber sollten wir etwa Mitleid haben?

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#24

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 25.09.2012 18:41
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #22
Zitat von utkieker im Beitrag #21
Tja Josy wir nannten das auch die P...- Connection oder die P...- Brothers geben sich die Ehre

Gruß Hartmut!



...war dieser Familienclan denn einigermaßen erträglich, umgänglich? Vermute nach Deinen Schilderungen mal eher das Gegenteil, denn wenn der eine als Wirt schon seine eigenen Gäste denunziert hat...!

Das soviele Familienangehöhrige mehr oder weniger und umgangssprachlich "auf einem Haufen" stationiert waren, ist nach meinen Erfahrungen, Erlebnissen und Dafürhalten auch für DDR- Verhältnisse eher ungewöhnlich, fast schon seltsam!`


josy95


So seltsam war das meiner Meinung nach gar nicht. Im ländlichen Gebiet, da wo sich Fuchs und Grenzer "Gute Nacht" wünschen, waren die Jobs damals auch nicht soooo dicht gesäht. Wenn man im Ort bleiben wollte blieben meißtens nur GT, Kolchose oder eben die Dorfkneipe.


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#25

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 25.09.2012 18:45
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #20
Zitat von utkieker im Beitrag #19
Hallo Rainer,

Als Abstandshalter für die Ufo- Platten hatten wir einen hölzernen Kleiderbügel gesetzt ohne Querstange und Haken. So konnten wir unseren Ufo wie ein Tauchsieder einsetzen und die Sicherungen wurden auch geschont. Wurde ein Ufo hochgezogen, war das Nächste schon da. Die Ufo's wurden nämlich in der Werkstatt des Narichten- Uffz. produziert und der hatte immer ein in Reserve, der hatte auch Seifenschalen- Radios hergestellt, er hatte schon was auf der Kirsche.
Was unseren Hauptfeld anbelangt, er hatte ja noch zwei Brüder in der Kompanie und einen Bruder außerhalb! Außerhalb war es der ortsansässige Gastwirt, der seinen Bruder darüber informieren konnte, wer eine Flasche Schnaps in der Kneipe gekauft hat. Innerhalb der Kaserne war der älteste der Gebrüder Schirrmeister und der jüngste Sproß Grenzaufklärer. War schon eine lustige Konstellation und war wohl auch sicherlich einmalig.Gruß Hartmut




@Hartmut,


das riecht ja ganz arg nach Clanbildung und Vetternwirtschaft.....!


josy95


Ja oder das Wort Sippenhaft bekommt eine ganz neue Bedeutung.

Wir hatten auch ein Ufo für grosse Kannen, den hat einer aus Konservenbüchsendeckeln gebaut.
Allerdings hielt das keine Sicherung aus und das Teil wurde schnell Museumsgeschichte.

Wir hatten auch ein Stern-Radio auf der Bude, Kassettenteil natürlich verblombt.
War aber dermassen schlecht gemacht, dass man die Schnur -selbe Schnur wie für Signalgeräte- langsam ziehend zur Seite bekam um eine Kassette einzulegen.
Erwischt wurden wir damit zum Glück aber nie.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#26

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 25.09.2012 23:30
von KAMÜ | 198 Beiträge

Hallo LO-Wahnsinn, war dein Hauptfeldwebel in Mengelrode zufällig Stabsfähnrich Sand.... , oder der Batallionskommander Fredi Kaps (OSL). war zu diener Zeit im Oktober 1985 nach Freienhagen als Grenzaufklärer gekommen. Gruß KAMÜ



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#27

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 26.09.2012 00:22
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von KAMÜ im Beitrag #26
Hallo LO-Wahnsinn, war dein Hauptfeldwebel in Mengelrode zufällig Stabsfähnrich Sand.... , oder der Batallionskommander Fredi Kaps (OSL). war zu diener Zeit im Oktober 1985 nach Freienhagen als Grenzaufklärer gekommen. Gruß KAMÜ


Den Namen vom Hauptfeld weis ich leider nicht mehr.
Ich hab aber eine alte Gängerzeitung von den EKs die gingen als ich nach Mengelrode kam.
Da ich eh beim Digitalisieren von alten Zeitdokumenten bin, schau ich da mal rein ob da ein Name steht.
Drin steht er auf jedenfall, weis aber nicht genau ob mit Name.
Da steht auch noch der Schirrmeister drin der auch "Heimgang" hatte als ich kam, er machte aber Zivil weiter denn unsere Buckels mussten ihre Autos ja weiter Reparieren lassen.
Jü nannten wir ihn, auch ein ganz schlimmer Stubenschreck (wenn,er kam hiess es Bandmass, Ufos und Radio weg) wenn er Dienst hatte, aber sonst ein feiner Kerl, ich hab so manchen Abend mit ihm in der Werkstatt verbracht und die Autos der Offiziere repariert.
Den Namen vom Kommander hatte ich auch vergessen bis ich ihn in Deinem Posting las, ja OSL K. ist richtig.
Freienhagen war ich oft aber nur bis Ende 84 oder Januar 85 dann musste ich nach Klettenberg.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#28

RE: Glück gehabt!

in Grenztruppen der DDR 26.09.2012 11:57
von VNRut | 1.486 Beiträge

Das beschriebene Bockwurst-Erwärmen wie im Blog https://groups.google.com/forum/?fromgro...9hIUE%5B1-25%5D von @94 kenne ich auch noch aus meiner Dienstzeit. Auf dem BT hatten wir Bockwürste mit den Reinigungsstäben der Kalaschnikow erwärmt, womit auch geheizt wurde indem man eine Heizspirale dazwischen klemmte. Ansonsten ging es mit der großen eckigen metallischen Brotdose super leicht Essen aufzuwärmen bzw. erst schmackhaft werden zu lassen. War manchmal ganz schön leichtsinnig.

Kann mich auch noch an eine Begebenheit mit unseren "Hfw Kjeld" erinnern. Bei uns auf der Stube saß er immer besonders gern. Dafür sorgte unser Kradfahrer, der dann leckeren Kuchen vom Bäcker besorgte, aber auch mein Stubenältester (übrigens beide bestätigte Leute, die auf Gebiete dürften wo sonst kein Normalsterblicher hindürfte) der im Kompaniebereich das Sagen hatte. Jedenfalls, für Kuchen und Kaffee hat unser Kjeld schon mal seine Frau am KDP stehen lassen. An diesen Tag hielt er es besonders lange auf unsere Bude aus. Er bemerkte nicht einmal oder wollte es nicht bemerken, dass wir im Radio einen "Feindsender" hörten. Vielleicht waren meine Stubenkameraden soo verlässlich oder der Drang nach frischen Kuchen so intensiv, dass er seinen Blick aufs Radio beim Betreten der Stuben vergas. Zu unsem Glück spielte der Radio-Sender gerade keine Werbung bzw. Nachrichten ein. Unser Krad´ler schaffte es auch das Radio nach einer gewissen Zeit unbemerkt leiser zu drehen. Ein Ausstellen oder andere Sendereinstellung wäre sicherlich eher aufgefallen. Aber unser Kjeld war auch sonst in Ordnung, da gab es auf den anderen Grenzkompanien richtige .... , wie auch immer.

Gruß VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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