#61

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:16
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@nostalgiker, möglich war das mit dem beginn einer operativen tätigkeit. meistens ab dem dienstgrad ofw. zuvor musste eine umfangreiche waffensachkundeprüfung (schusswaffengebrauchsbestimmung etc.) abgelegt werden, die nicht ohne war.
in biesdorf gab es nur einrichtungen des mdi. ich vermute mal, dass dein bekannter auch so ein ziviler des mdi war, wie wir ihn jetzt auch im forum jetzt haben. klar hat derjenige auf "dicke hose" gemacht, denn normalerweise hättest du die waffe nie kennenlernen dürfen. geltungsdrang gab und gibt es überall.... ständige waffenträge hatten zu hause ihre waffe gesondert aufzubewahren. dazu gab es genug "lustige" anekdoten... (teile nicht wieder gefunden, sohn mit in die schule genommen.... etc.)


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#62

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:17
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #52
[

@stabsfeldkoenig, nva´ler meinten immer, das ihre 2000´der verbindungsoffiziere zum dienstgrad zu alt aussahen. es war tatsächlich so, man wurde im mfs erst sehr spät offizier und wirkte dann, im gegensatz zu den nva- offizieren, die fast alle hochschule hatten, als alt bis sehr alt. im vergleichbaren lebensalter war ein nva- offizier mindestens 2 - 3 dienstgrade höher.


Hallo GW,

das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung bei der VM. Dort waren die 2000er alles Offiziere welche vorher eine Offiziershochschule besucht hatten!
Ihr Dienstgrad war also identisch mit denen der gleichaltrigen Bordoffiziere!

SCORN


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#63

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:18
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Barbarossa im Beitrag #58
Ich trug später ein A auf der Jacke,



antragsteller auf ständige ausreise oder eher @anarchie ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
zuletzt bearbeitet 20.09.2012 20:31 | nach oben springen

#64

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:25
von Barbarossa | 36 Beiträge

Hallo, das heißt , daß die Bereitschaft als Kandidat tätig zu werden diese SÜ -Sicherheitsüberprüfung von 4 Familien, ausgelöst hat.


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#65

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Barbarossa im Beitrag #58

aber eine SÜ -Sicherheitsüberprüfung einer gesamten Sippe ist nicht irgendeine Überprüfung.


.
Grundsätzlich! Wo sollte man auch zuerst ansetzen wenn nicht bei der "Sippe" und dem Umfeld


Ablauf Aktion Grün:



Genauer dann...










Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 20.09.2012 20:30 | nach oben springen

#66

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:36
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Barbarossa im Beitrag #64
Hallo, das heißt , daß die Bereitschaft als Kandidat tätig zu werden diese SÜ -Sicherheitsüberprüfung von 4 Familien, ausgelöst hat.


Da musste keine Bereitschaft des Betreffenden vorliegen! Wer Kandidat wurde bestimmten staatliche Stellen und z.T. auch wir, was dann schon die SÜ auslöste ohne dass der Betreffende etwas davon mitbekam. Das er als Kandidat (für was auch immer) in Betracht kam erfuhr dieser erst wenn die SÜ positiv für ihn ausging, im gegenteiligen Fall eher nie.

Also ruhig Blut, bevor Du bei der nächsten Familienfeier mit der Axt auftauchst.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#67

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 20:47
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Hallo Gilbert, danke für Deine Auskunft.
Über seinen "Dienstherren" hat er sich ausgeschwiegen oder ich kann mich nicht daran erinnern das er mal erwähnt hat das er zum MdI wechselte. Eine Uniform hatte er meiner Erinnerung nach nicht.
Ob er eine Schusswaffenunterweisung hatte, ich weiß es nicht.

Ja es kann schon etwas Imponiergehabe dabei gewesen sein.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#68

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 21:14
von dornbusch | 24 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #62
Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #52
[

@stabsfeldkoenig, nva´ler meinten immer, das ihre 2000´der verbindungsoffiziere zum dienstgrad zu alt aussahen. es war tatsächlich so, man wurde im mfs erst sehr spät offizier und wirkte dann, im gegensatz zu den nva- offizieren, die fast alle hochschule hatten, als alt bis sehr alt. im vergleichbaren lebensalter war ein nva- offizier mindestens 2 - 3 dienstgrade höher.


Hallo GW,

das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung bei der VM. Dort waren die 2000er alles Offiziere welche vorher eine Offiziershochschule besucht hatten!
Ihr Dienstgrad war also identisch mit denen der gleichaltrigen Bordoffiziere!

SCORN



Scorn, dass stimmt meiner Meinung nach so nicht ganz. In die Verwaltung 2000 kamen nicht unbedingt jeder OS der bei uns "mitliefen" und als IM tätig waren. So viele Planstellen hatten die Verwaltung 2000 nun auch wieder nicht. Wir hatten 2 Im pro Zug, macht 10 im AK 81. Diese wurden meist ganz normal in die 1. Offiziersdienststellung versetzt an Bord oder auch an Land und dann auch entsprechend befördert. Wurden sie aus ihrer Bordverwendung herausgezogen und kamen direkt in die Verwaltung 2000 dann galten dort auch die Beförderungsbedingungen des MfS und dort war nach meinem Wissen eine Beförderung nicht so schnell zu ereichen wie in der VM. Es trat also mit der Zeit dann doch ein "Alterungsprozess" auf.
Der für unsere zahlreichen RD-Einheiten im Raum Wolgast zuständige 2000er war ewig Hauptmann und 1990 hätte ich mit ihm als Kaleu gleichgezogen, obwohl ich einiges jünger war.


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#69

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 21:43
von dornbusch | 24 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #29
.

Nur sind mir solche Beförderungen in den 70 oder 80 iger Jahren nicht bekannt. Selbst die größten Arschkriecher haben dies bei uns nicht geschafft.



Mir auch nicht, weil es klare Regularien gab, wann die nächste Beförderung möglich war.

Unterleutnant -> Leutnant 2 Jahre
Leutnant -> Oberleuntnant 2 Jahre
Oberleutnant -> Kapitänleutnant/Hauptmann 3 Jahre
Kapitänleutnant -> Korvettenkapitän/Major 4 Jahre auch für Korvettenkapitän -> Fregattenkapitän

Wer Kapitän zur See /Oberstleutnant werden wolte/konnte musst dann noch 5 Jahr warten.

Diese Zeit musste man im Normalfall im jeweiligen Dienstgrad verbringen ehe es weiter ging. Natürlich war auch die entsprechende Planstelle notwendig (Ausnahmen möglich).

Das war in der "Ordnung zur Kaderarbeit" - Ordnung 002/9/008 - so festgelegt.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.09.2012 21:48 | nach oben springen

#70

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.09.2012 23:12
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von dornbusch im Beitrag #68


Scorn, dass stimmt meiner Meinung nach so nicht ganz. In die Verwaltung 2000 kamen nicht unbedingt jeder OS der bei uns "mitliefen" und als IM tätig waren. So viele Planstellen hatten die Verwaltung 2000 nun auch wieder nicht. Wir hatten 2 Im pro Zug, macht 10 im AK 81. Diese wurden meist ganz normal in die 1. Offiziersdienststellung versetzt an Bord oder auch an Land und dann auch entsprechend befördert. Wurden sie aus ihrer Bordverwendung herausgezogen und kamen direkt in die Verwaltung 2000 dann galten dort auch die Beförderungsbedingungen des MfS und dort war nach meinem Wissen eine Beförderung nicht so schnell zu ereichen wie in der VM..


hallo dornbusch,wir reden da aneinander vorbei! ich meine keine IM! die mitarbeiter der HA I welche für die schiffsabteilungen der flottillen zuständig waren sind berufsoffiziere gewesen welche ihren offiziersdienstgrad an OHS der NVA/GT( meist auf der schwedenschanze) erworben hatten!

offiziere welche nach der absolvierung einer OHS zum MfS wechselten wurden im MfS nicht später befördert wie ihre "kollegen" in der NVA sondern mindestens im selben zyklus wenn nicht früher!

gruss
SCORN


zuletzt bearbeitet 20.09.2012 23:13 | nach oben springen

#71

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.11.2013 08:26
von RUnger | 66 Beiträge

Hallo Gilbert und alle anderen

Was die Möglichkeiten betraf, im MfS offzier zu werden, stimme ich den bisher genannten 6 Möglichkeiten, aber auch der JHS zu. Es gab aber auch die Möglichkeit, sich normal hochzudienen und Offizier zu werden.
Was meine Person betraf, war der Besuch der OH GT Plauen nach der WSE. Grund: man brauchte im MfS militärische Ausbilder für die Diensteinheiten und auch Personal für die nichtstrukturmäßigen Antiterroreinheiten in den BV, dazu kamen die Spreng-,Pionier-,Panzer-und KfZ- aber auch Nachrichten-und Chemieausbildung zugute. Damit war ich zunächst Ausbilder in der WSE,Ausbilder in der KD,Waffenwart, KCB-Beauftragter und 2. Funker. Und das bis fast Ende 89.Außerdem gehörte ich zur genannten Antiteroreinheit der BV.
Als ich an der Grenze war, erfolfte mein Einsatz als Gruppenführer, Zugführer, Grenzabschnittsleitender Offizier,Ausbilder. Da war ich im GR 24 Sazwedel,2. Grenbat. 8. Kompanie Henningen. War auch Nachbargrenzposten an der Pkw-Güst.

Ausbildung erfolgte meistens jenachdem, wofür gebraucht wurde. So bekam ich Abkommandierung für Volkswirtschaftsvorhaben bzw plötzlich in einer hochsensiblen Situation als Vernehmer in der IX. Da ging es um Aufklärung des Panzersprengers in Chemnitz bzw. wiederholte anonyme Briefe gegen die Mitarbeiter der BV.
Da habe ich auch zusätzliche juristische Kenntnisse in den Wochenschulungen erworben-auch forenssche Psychologie.

Den ersten älteren Offiziersdienstgrad habe ich erst als Reservist erhalten. Das erfuhr ich aus den Wehrunterlagen in Potsdam.

MfG R. Unger



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#72

RE: Anatomie der Staatssicherheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.11.2013 13:52
von RUnger | 66 Beiträge

Hallo Gilbert

Deinem Beitrag zu den persönlichen Waffenträgern im MfS stimme ich zu.Allerdings war ich schon vor dem operativen Dienst Träger einer persönlichen Waffe. Das begann mit meiner Tätigkeit als Offz. in der WSE. Die" M" war im DA hinten eingetragen, neben dem letzten Dienstgrad.Voraussetzung waren dafür waffenrechtliche Kenntnisse und Kenntnisse im praktischen Umgang mit der Waffe. Als Operativer kamen dann die turnusmäßigen Belehrungen und das praktische mehrfache jährliche Schießen hinzu, was in der WSE sowieso mehrfach der Fall war.
Die KD-Wachleute waren bei uns keine ständigen Waffenträger. Die "M" befand sich neben den MPi im Panzerschrank der Wache
Nur im Dienst und nach Alarmierungen wurde die Waffe am Mann geführt.Zivilangestellte wie Schreibkräfte haben die Waffen erst nach Alarmierung ausgegeben bekommen, weil sie keine ständigen Waffenträger waren. Dafür gab es entsprechende Waffenkarten.
Da ich mehrere Jahre Waffenverantwortlicher und militärischer Ausbilder auf der KD war, kenne ich mich aus. Nur 1989 habe ich die Waffenübergabe verweigert. Die Vorbereitungen dazu-Bestandsaufnahmen an Waffen, Monition,R2, Imitationsmittel usw. habe ich allerdings vorbereitet.

MfG R. Unger



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