#61

RE: Die Warteschlange

in Leben in der DDR 10.09.2012 14:55
von Rüganer (gelöscht)
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man man, jetzt, nach mehr als 20 Jahren, da zeigen diese Berliner ihr wahres Gesicht.
Und sowas habe ich an der Mauer auch noch bewacht...
Sollte ich tatsächlich mal an einem Treffen teilnehmen, wo der Nostalgiker auch teilimmt, dann bringe ich zum gemeinsamen Umtrunk aber noch eine lömrig gewordene Flasche Stralsunder mit...
Prost


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#62

RE: Die Warteschlange

in Leben in der DDR 10.09.2012 15:28
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #
Wer hat sie noch in Erinnerung ,die Warteschlangen an den Tankstellen. Samstag war ja bekanntlich so am Nachmittag 14 Uhr sense bei den hiesigen Tankstellen ,ausgenommen waren die Intertankstellen , diese gab es nur in den Großstädten . Wer am Sonntag mal eine große Fahrt vorhatte , der machte sich schnell noch mit einem 20 Literkanister auf zur Tanke. Wenn dan noch der Tankwagen von Minol Benzin anlieferte ,wurde die Tankstelle abgesperrt und dann stand man auch so eine halbe bis eine Stund in der Reihe an der Tanke .mG ratata


Es gibt hier eine freie Tankstelle die mit den Preisen immer sehr weit unter dem Durchschnitt liegt, teilweise 8-10 Cent unter der nächsten Markentankstelle (Aral, ca. 700 Meter Fahrstrecke). Leider komme ich dort selten vorbei, am Abend beträgt die Wartezeit jedoch auch regelmäßig 20 Minuten und mehr und die Schlange steht teilweise bis 200 Meter auf die Straße. Dies ist auch die einzige Tankstelle, an der ich seit der "Wende" schon 2x wegen "Hamma nich mehr" vor einer Absperrkette stand. Sicher eine absolute Rarität, aber tatsächlich noch kein ausgestorbenes Phänomen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#63

RE: Die Warteschlange

in Leben in der DDR 10.09.2012 15:38
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
man man, jetzt, nach mehr als 20 Jahren, da zeigen diese Berliner ihr wahres Gesicht.
Und sowas habe ich an der Mauer auch noch bewacht...
Sollte ich tatsächlich mal an einem Treffen teilnehmen, wo der Nostalgiker auch teilimmt, dann bringe ich zum gemeinsamen Umtrunk aber noch eine lömrig gewordene Flasche Stralsunder mit...
Prost


Ist das jetzt die Ankündigung eines Mordanschlages?

Ja so war das im Leben in der DDR, da alle außerhalb Berlin wohnenden den Berlinern die Ungarische Salami auf der Schrippe nicht gönnten, hat der Berliner weder den Fischköppen(alle nördlich der Stadtgrenze wohnende Eingeborene), noch den Sachsen(alles was südlich wohnte; Ost/West existierte in diesem Schema nicht!) verraten wo es was gab.
Es ist ein altes Sprichwort, selber essen macht dick......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#64

RE: Die Warteschlange

in Leben in der DDR 10.09.2012 16:54
von 94 | 10.792 Beiträge

Ähm, gehts jetzt um die Warteschlange an der Tanke im Besonderen oder um die solzialistische Wartegemeinschaft im Allgemeinen?
Na egal, SS (Selbst Schuld) sag ich ma, wenn man zu DDR-Zeiten kurz nach dem Tankwagen an die Zapfsäule wollte. Aber dann guckte man sich den Spruch Kesselruhe auf dem Schildchen an. Ansonsten tankte ich wenn der Tank leer war, oder hmm, da das eigentlich fast immer war, also wenn gerad mal wieder Geld im Oberschüler-Geldbeutel war.
Richtige Schlangen vor Tankstellen (so wie in Rumänien in der 80ern) erlebte ich in der DDR nur in den letzten Wochen mit dem Ostgeld. Im Juni '90 fuhr man mit fast jedem Behältnis ab 5l Fassungsvermögen, welches zur Aufnahme von Vergaserkraftstoff geeignet erschien an Tanke oder besser gesagt an das Ende der Schlange.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#65

RE: Die Warteschlange

in Leben in der DDR 10.09.2012 17:35
von Gelöschtes Mitglied
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Stimmt @Rüganer und nicht nur die Berliner welche im Prenzlauer Berg lebten finden solche Äußerungen überhaupt nicht lustig.

Allerdings ist es auch schön gewesen das die Dorfjecken diese ausflockende Plörre, oder auch Bier genannt, Kistenweise wegschleppten, so konnten wir wenigsten in Ruhe und mit Genuß Radeberger oder Wernergrüner trinken......
Das gab es nämlich in abgetrennten Ecken in den Kaufhallen und dorthin konnte man nur vordringen wenn überzeugt gesagt wurde: Ich bin ein Berliner!

Gruß
Nostalgiker

Hallo ,
eigentlich war es doch nicht weit von Hennigsdorf bis Prenzlauer Berg. Schon dort in der nähe war doch die Versorgung anders ,als in der Mitte der DDR. Wenn du denkst wir Dorfjacken waren so blöde und haben diese edlen Getränke nicht bekommen, für eine selbstgeschlachtete Wurst oder ein Glas Rotwurst ,brachten die Arbeitskollegen alles erdenkliche mit. So hatte jeder seine spezielle Kaufhalle. Wenn es hier zu Weihnachten pro Kopf eine Apfelsine gab, brachten sie Kistenweise diese besagten Artikel mit.
Sogar der Vrkaufstellenleiter gab den Jungs einen Zeitpunkt an , wenn er wieder was für sie hatte. Ich kann noch mehr von solchen Aktionen erzählen. In Postdam Babelsberg wurden für den ADK-125 Ersatzteile ausgelierfert, mein Kranfahrer hatte immer Westgeld von einer Mutter , was denkste wohl , was der dort im Betrieb an Ersatzteilen bekam , wir beide waren zig mal dort, denn die brauchten immer im nachhinein einen detaillierten Auftrag ,
mG ratata.


zuletzt bearbeitet 10.09.2012 17:39 | nach oben springen

#66

RE: Die Warteschlange

in Leben in der DDR 10.09.2012 18:27
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von ratata im Beitrag #

In Postdam Babelsberg wurden für den ADK-125 Ersatzteile ausgelierfert, mein Kranfahrer hatte immer Westgeld von einer Mutter , was denkste wohl , was der dort im Betrieb an Ersatzteilen bekam , wir beide waren zig mal dort, denn die brauchten immer im nachhinein einen detaillierten Auftrag ,
mG ratata.


Was? Dafür rückte der sein Westgeld raus? Ein echter Held der Arbeit....


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