#121

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 08:00
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von EK82I im Beitrag #
Ein Staat,der seine Schwachen nicht vernünftig unterstütrzen kann bzw zulässt,dass viele sich selber aufgeben,den soll ich hier über den Klee loben? Ich wünsche keinem der Reichen und Gesunden hier sich selbst mal,sagen wir,mit den Problemen von zb Behinderten herumzuschlagen. Plötzlich im Rollstuhl sitzen,Gliedmassen einzubüssen oder wie ich dass Augenlicht langsam zu verlieren ist ja nicht ganz ohne. Alles ist auszuhalten,der Umgang mit den Ämtern und Hilfe eben dieses Staates,zum kotzen!!!


Vom Grundsatz her hast du vollkommen recht, aber ist dies ein Ergebnis der Wende? Wäre es nicht auch ohne die Wende, in einer reformierten DDR anders gewesen, als in der DDR, die wir kannten? Wir schreiben 2012, da wäre auch in der reformierten DDR einiges passiert, immer vorausgesetzt, die Grenzen wären durchlässiger gewesen und diese neue DDR hätte sich den Weltmarktbedingungen stellen müssen. Ohne Unterstützung des Bruders aus dem Osten, ohne RGW wäre uns ein eisiger Wind ins Gesicht geblasen und ob da das Gesundheitswesen der DDR Bestand gehabt hätte - wer weiß dies schon...
Ich würde nicht die Wende dafür verantwortlich machen.


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#122

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 08:26
von Major Tom | 846 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
Zitat von EK82I im Beitrag #
Ein Staat,der seine Schwachen nicht vernünftig unterstütrzen kann bzw zulässt,dass viele sich selber aufgeben,den soll ich hier über den Klee loben? Ich wünsche keinem der Reichen und Gesunden hier sich selbst mal,sagen wir,mit den Problemen von zb Behinderten herumzuschlagen. Plötzlich im Rollstuhl sitzen,Gliedmassen einzubüssen oder wie ich dass Augenlicht langsam zu verlieren ist ja nicht ganz ohne. Alles ist auszuhalten,der Umgang mit den Ämtern und Hilfe eben dieses Staates,zum kotzen!!!


Vom Grundsatz her hast du vollkommen recht, aber ist dies ein Ergebnis der Wende? Wäre es nicht auch ohne die Wende, in einer reformierten DDR anders gewesen, als in der DDR, die wir kannten? Wir schreiben 2012, da wäre auch in der reformierten DDR einiges passiert, immer vorausgesetzt, die Grenzen wären durchlässiger gewesen und diese neue DDR hätte sich den Weltmarktbedingungen stellen müssen. Ohne Unterstützung des Bruders aus dem Osten, ohne RGW wäre uns ein eisiger Wind ins Gesicht geblasen und ob da das Gesundheitswesen der DDR Bestand gehabt hätte - wer weiß dies schon...
Ich würde nicht die Wende dafür verantwortlich machen.



Welcher sozialistische Staat hat den von 89 bis heute überlebt? Kuba? Nordkorea? China? Ich möchte mir nicht ausmalen welche Zustände heute in der DDR herrschen würden gäbe es diesen Staat noch. Letztendlich war die Wende das Beste was den DDR-Bürgern passieren konnte.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#123

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 08:44
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
Zitat von EK82I im Beitrag #
Ein Staat,der seine Schwachen nicht vernünftig unterstütrzen kann bzw zulässt,dass viele sich selber aufgeben,den soll ich hier über den Klee loben? Ich wünsche keinem der Reichen und Gesunden hier sich selbst mal,sagen wir,mit den Problemen von zb Behinderten herumzuschlagen. Plötzlich im Rollstuhl sitzen,Gliedmassen einzubüssen oder wie ich dass Augenlicht langsam zu verlieren ist ja nicht ganz ohne. Alles ist auszuhalten,der Umgang mit den Ämtern und Hilfe eben dieses Staates,zum kotzen!!!


Vom Grundsatz her hast du vollkommen recht, aber ist dies ein Ergebnis der Wende? Wäre es nicht auch ohne die Wende, in einer reformierten DDR anders gewesen, als in der DDR, die wir kannten? Wir schreiben 2012, da wäre auch in der reformierten DDR einiges passiert, immer vorausgesetzt, die Grenzen wären durchlässiger gewesen und diese neue DDR hätte sich den Weltmarktbedingungen stellen müssen. Ohne Unterstützung des Bruders aus dem Osten, ohne RGW wäre uns ein eisiger Wind ins Gesicht geblasen und ob da das Gesundheitswesen der DDR Bestand gehabt hätte - wer weiß dies schon...
Ich würde nicht die Wende dafür verantwortlich machen.



Das denke ich auch mal, das hier nicht unbedingt die Wende verantwortlich zu machen ist. Es sind vielmehr die Fehlentwicklungen in einer globalisierten Welt, die wohl Ursachen im Zusammenbruch des Ostblocks mit haben. Allen voran den jahrelang von den Politikern nicht nur im wiedervereinten Deutschland tatenlos zugesehenen drastischen Fehlentwicklungen der s. g. Finanzmärkte mit extrem einseitigen Machtverschiebungen zu Gunsten der Strippenzieher, einiger super- megareichen Profiteure dieser "globalisierten Finanzmärkte".

Ganze Volkswirtschaften werden ausgesaugt, ausgepreßt. Ähnlich wie einst die UdSSR die DDR mit Reperationsleistungen auspreßte. Das Ergebnis kennen wir alle! Beste Beispiele derzeit die Eurokriese um Griechenland, Portugal, Spanien, Italien..., Volkswirtschaften, die historisch noch nie so leistungsfähig waren, wo natürlich auch etwas laxere südeuropäische Mentalitätsfragen und Versagen der Politik dieser Länder eine nicht geringe Rolle mit spielen. Aber hierauf haben diese Haie oder Heuschrecken, wie man sie auch gern nennt, immer nur gewartet.
Was ist die Folge?
Es muß gespart werden, egal was es kostet, egal, was an sozialen Errungenschaften vor die berüchtigten die Hunde geht! Und da sind nun mal Sozialleistungen und andere ähnliche Komponenten immer mit zuerst dran. Dies ist der einfachste Weg, weil die Gegenspieler ohnehin schon oder nur schwache und damit relativ hamlos wirkende Menschen (Wähler) oder gar Kinder, Kranke und Alte sind.

Und wo bleiben diese Unmengen (erspekuliertes) Geld? Größtenteils nicht in den Ländern, wo es aufgebracht oder erwirtschaftet wurde. Es landet im Ausland wie USA oder Großbritanien... !
(Zwischenfrage: Warum wohl ist GB in der EU mit tonangebend hat aber den Euro wohl nicht als Währung eingeführt?)

Und wenn es in diesen Ländern wie jetzt klassisch Griechenland finanziell eng wird, was passiert dann? Die Reichen und Superreichen schaffen ihr Geld sofort ins Ausland..., in welches "Aus - land" wohl? Das kann Otto Normalverbraucher mit seinen parr gesparten Pimperlingen nicht...

Aber wir brauchen nur in Deutschland stehen zu bleiben, aktuelle Rentendiskussion, Altersarmut. Auch hier wird das in unserem(!) Lande erwirtschafte Geld "abgezogen", in wenigen Händen konzentriert privatisiert. Alles andere, wie nicht hochprofitabele Rentenkassen bleiben sozialisiert...

Man zwingt heute, Millöionen Menschen im besten arbeitsfähigen Alter ihres Lebens in Dumpinglöhne über Zeitarbeit & Co und erfindet immer neuere perfide Methoden, um gerchten Löhnen, gerechter Bezahlung aus dem Weg zu gehen. Es ist schon eine regelrechte Jagd nach derartigen Schlupflöchern, sobald eine Bundesregierung wieder ein neues Gesetz beschlossen hat. Der Gesetzgeber hingt dem hilflos hinterher, ob nun gewollt oder ungewollt, weil die Politik den Wähler verraten hat und fest in der Hand von Lobbyistenverbänden ist. Ist doch nichts Neues, oder?
Und da sind sie alle gleich, ob CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und wie und was in diesem mafiosen Syndikat sich noch so herumtreibt...!

Fazit. Der Wende wirst Du kaum die Schuld am Niedergang der sozialen Systeme geben können. Da sehe ich die vor 10, 15 Jahren auch durch die deutsche Politik forciert eingeläutete riegerose und rücksichtslose Globalisierung, besonders der Finanzmärkte schon eher als Ursache.
Einer der Erfolge dieser ausgesprochenen Lobbyistenarbeit sehen wir aktuell in der Eurokriese.

Einige wesentlichere und dramatischere Auswirkungen wie flächendeckende (Alters-) Armut in ganz anderen Dimensionen wie jetzt bereits vorhanden, werden wir noch knallhart zu spüren bekommen! Aber auch Konflikte, soziale Konflikte die nicht mehr gewaltlos über die Bühne gehen...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
LO-Wahnsinn und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.09.2012 08:51 | nach oben springen

#124

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 09:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Schmiernippel im Beitrag #
Nostalgiker, ich muss gestehen, dass ich auch keine Ahnung habe, wovon du redest. Zumindest nicht von dem, was du redest. Ich bin ja auch nicht mit allem einverstanden und bilde mir meine Meinung.
Wenn du die gegebenen Umstände, wie sie nun mal sind, nach deinem Sinne ändern willst, warum gründest du nicht eine Bewegung oder eine Partei?
Sogar die Linken haben mittlerweise eine Änderung in ihrem Denken zugegeben.
Gruß Schmiernippel


@Schmiernippel,
genau kann ich es nicht deuten was Du jetzt damit meinst was Du nicht verstehst aber ich gehe davon aus das Du meine Bemerkung zum Sozialdarwinismus meinst.
Dazu jetzt länger Ausführungen zu machen würde den Thread hier völlig sprengen. Wenn Du gerne wissen möchtest was sich dahinter verbirgt, einfach den Begriff in die Suchmachine Deiner Wahl eingeben und schon hast' ziemlich viele Informationen um Dir einen Überblick darüber zu verschaffen was gemeint ist.
Übrigens gab es hier im Forum auch eine kontrovers geführte Diskussion zu einem Buch "Deutschland schafft sich ab". Der Verfasser dieses Elaborates verbreitet in diesem auch sehr hemmungslos Thesen welche diese 'Theorie' aus dem Bereich der Sozialwissenschaften, der heutigen Zeitströmung angepasst, interpretiert und in 'modernen' Worten unter's Volk bringt.
Wenn du weiterführendes Interesse an dieser Thematik hast können wir uns gerne per PN darüber austauschen, Ich nehme einfach an das sich die Mehrheit hier nicht für Theorieansätze interessiert und auch nicht dafür woher und worauf die manchmal so eloquent von Politikeren und "unabhängigen" Experten geäußerten "Erkenntnisse" sich stützen, nämlich auf meist uraltes Zeug (im konkreten Fall stammt die Theorie aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) welches der staunenden Masse in immer neuen Varianten präsentiert wird. Manchmal mit dem Vorsatz "Neo-", meist besteht die einzige Geistesleistung des Experten darin für den alten Wein in neuen Schläuchen einen neuen Begriff zu kreieren.

Sei beruhigt, die Linke hat bezüglich Sozialdarwinismus ihre Meinung weder geändert noch ihren Standpunkt dazu korrigiert.

@Rüganer, schön das Deine Großeltern 1936 in der Lage waren sich auf Rügen, nehme ich mal an, ein Siedlungshaus zu finanzieren. Dazu gehörte, auch wie Heute ein gewisser Anteil an Eigenkapital.
Nun kenne ich Menschen welche zur gleichen Zeit auf Rügen gelebt haben und deren Eltern so wenig Eigenkapital besaßen das sie den Kindern noch nicht mal Schuhe kaufen konnten, sie waren Tagelöhner in dieser Zeit und die Kinder und Enkel wären es mit großer Wahrscheinlichkeit auch geworden, ja wenn sich nach 1945 nicht etwas grundlegendes geändert hätte und sie, die Kinder, die Chance bekamen eigenes Land als Neubauern zu bearbeiten. Auch sie haben ihre Chance genutzt.
Übrigens zeigten sie mir in den Siebzigern die damals noch stehenden Schnitterkasernen vom ehemaligen Gutshof und die Tagelöhnerkaten.
Da hatten sogar die Rüganer Skrupel ihre Feriengäste in diesen Behausungen unterzubringen.
Dein Glaube an die selbstregulierenden Kräfte des Marktes bei der Preisentwicklung ist zwar schön, nur nenne mir doch mal den Preis eines Gutes welcher zum Leben notwendig ist, der in den letzten Jahren eine deutlich sinkende Tendenz hatte. Klammere bitte die teilweise widernatürlichen Preiskämpfe der Discounter zwecks Erweiterung der Marktanteile aus, denn diese "Preise" werden auf dem Rücken und zum Nachteil der Erzeuger gemacht.
Natürlich gibt es Leute welche sich Heute eine Immobilie im PB für 4.000€/Qm aufwärts leisten können, bzw. die Bankfinanzierung. Nun könnte ich mich entspannt zurücklehnen und warten bis der ganze Hype platzt und mir aus der Konkursmasse das eine oder andere preiswerte Schnäppchen heraussuchen.
Was das Leben in Berlin zu DDR Zeiten betrifft, Du wirst schon recht haben mit Deiner Behauptung das die Berliner allesamt im Schlaraffenland lebten während der Rest der Republik in für Berliner unvorstellbarer Art darben mußte.

@Grenzwolf62, es hat historische Ursachen dafür das es in Deutschland solch "laxe" Einwanderungs und Immigrationsbestimmungen gibt mit der sehr breiten Auslegung was ist eine "politische Verfolgung".
Vielleicht kommst Du drauf und dann wirst Du auch erkennen warum Deutschland,gerade für Emigranten aus 'politischen Motiven' so hoch im Kurs steht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#125

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 09:56
von Rüganer (gelöscht)
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@Nostalgiker

Seltsam ist doch nur, dass die von Einigen ( natürlich bist du da ausgeklammert ) so hochgelobte sozialistische Gesellschaft nicht in der Lage war, diese Schnitterkasernen irgendwie zu modernisieren bzw. für den heranwachsenden sozialistischen Menschen bewohnbar zu machen. Im Gegenteil, die Behausungen verfielen immer mehr und wenn du offenen Auges ohne ideologisch verklärende Brille und von der politischen Überzeugung verschleierten Auges durch die landwirtschaftlich geprägte Gegend gefahren bist, dann hast auch du die verfallenen Scheunen und Stallungen gesehen, jedes Jahr ein bisschen mehr.
Und nicht nach der Wende schiefgelaufen ist, dass Wiedereinrichter, teilweise Alteigentümer diesen Müll und Schutt weggeräumt haben und aus den Schnitterkasernen und eingefallenen Scheunen wieder etwas aufgebaut haben, etwas so tolles, dass man sich wundert, warum sowas nicht früher möglich gewesen ist. Ein Ergebnis der Wende....
Und zu den Marktkräften sage ich dir noch einmal, ich verkaufe mein Produkt solange zu dem von mir festgelegten Preis, bis sich keiner mehr findet, der es mir abnimmt. Erst dann denke ich daran, es billiger zu machen. Und bisher habe ich nur Preissteigerungen erlebt, weil der Hersteller diese 2 mal im Jahr vornimmt und ich die weitergebe. Und man kommt an solchen Produkten als Kunde nicht vorbei, denn wer billig kauft – kauft zweimal, da ist was wahres dran.
Und um auf die Tagelöhner und meine Großeltern zurück zu kommen, es gab schon immer unterschiedliche Einkommenslagen, selbst beim Kaiser und arm und reich ist keine Erfindung der Bundesrepublik Deutschland. Dies kann man der Wende nicht anlasten. Vielleicht haben manche Leute eben mehr und erfolgreicher als andere gearbeitet?
Auch keine Sache, die erst durch die Wende begründet wurde.


Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#126

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 11:15
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Rüganer,

ja in der Geschichte vom erfolgreichen Tellerwäscher welcher zum Millionär wurde steckt viel Wahrheit.
Alleinig Fleiß und "mehr und erfolgreicher" arbeiten bringt es.

Meinst Du solche Anblicke?:



Diese Ansicht stammt allerdings aus dem Jahr 2009 und es sieht 2012 noch genauso aus.

Alles andere von Dir gesagte, Du hast eben für die heutige Zeit die rosarote Optimistenbrille eingetauscht gegen die DDR Brille welche nur das depressiv machende Grauspektrum für die Wahrnehmung zulies.
Ich brauchte weder solche, noch heutzutage die andere Brille um meine Wahrnehmungen in einen mir genehmen Zustand zu versetzen.....

Es ging hier auch nicht vorrangig darum wer wann wo und mit welchen finanziellen Aufwand eine verfallende Scheune restauriert hat, auch so ein schönes Thema: Rückgabe vor Entschädigung; sondern darum dass sich das Kapital nicht zu Schade war ganze Industriezweige auf dem Gebiet der DDR zu liquidieren wie weiland die marodierenden Heere im 30 Jährigen Krieg und unzählige Menschen ins soziale Abseits drängten.
Lebensleistungen zählten auf einmal nicht mehr weil der Mensch im "falschen" System geboren, aufgewachsen und gelebt hat......

Menschen welche schon zu DDR Zeiten flexibler waren, eine gute Ausbildung hatten und sich auch nicht scheuten um mit 40 nochmal etwas völlig Neues zu beginnen hatten vielleicht Glück, einige hatten auch irgendwann Pech. Ich kenne persönlich solche und auch solche und kann von mir behaupten das ich ebenfalls zu ersteren gehöre. Arbeit und Auskommen sind in Ordnung, ich kann und will nicht klagen.
Trotzdem habe ich noch soetwas wie ein soziales Gewissen und habe mir eben nicht diese Einstellung 'jeder ist seines eigen Glückes Schmied', bezogen auf den Arbeitsmarkt angenommen und bin der Meinung das ich Rücksichtslos meine Ellenbogen im Konkurrenzkampf einsetzen muß, wozu habe ich sie denn?

Bei allem Gefasel über 'selbstbestimmte' und 'eigenverantwortliche' Bürger, es wird in jeder Gesellschaft einen nicht geringen Anteil geben der den "Anforderungen" der 'modernen', globalen Welt nicht gerecht werden kann. Diese Menschen fallen heute Erbarmunglos durch das effiziente Rost der sogenannten Leistungsgesellschaft.
Die selbsternannten Leistungsträger entscheiden heute darüber, zumindest in Deutschland, wieviel finanzielle Mittel diesen Menschen zur Verfügung gestellt wird damit sie in einer vom Staat vorgeschriebenen Wohnungsgröße vor dem Fernseher ruhiggestellt dahinvegetieren.

- Auf die DDR bezogen wird damalige Praxis der Wohnungszuweisung gerne diskriminierend, unwürdig und menschenverachtend tituliert ..... -

In Zeiten des Manchesterkapitalismus wurde dieser "Bodensatz" der Gesellschaft, überflüssig und deshalb entbehrlich für die Gewinnmaximierung der Besitzenden, Lumpenproletariat bezeichnet. Heute heißt es vornehm Prektariat, ist aber das gleiche in Grün. Diese Menschen sind entbehrlich.
"Leider" herrschen in Deutschland (noch) keine Zustände wie in den Ländern der Dritten Welt, denn dann könnte dieses Prektariat auch in Deutschland sehen wo es bleibt und wir hätten in den Weichbildern der Städte auch das was dort Slum heißt.

Die "Erfolgsgeschichte" des Aufbau Ost ist eine riesengroße Bereicherungsmöglichkeit für Konzerne aus dem Westen gewesen und ist es noch.
Da werden mit Millionen von Fördermitteln überdimensionierte Kläranlagen gebaut, letztendlich bezahlt der Anwohner/Nutzer diese Fehlplanung oder Betriebe aus dem Boden gestampft, Fördermittel verbraten und kaum ist der Zeitpunkt gekommen das diese Mittel nicht mehr zurückgefordert werden können, geht der Betrieb in Insolvenz und die Karawane zieht weiter ins nächste Land wo neue Fördermittel locken.....

Vor nun 21 Jahren unterhielt ich mich mit einem Spanier über die zukünftige Entwicklung von Deutschland, speziell der DDR Gebiete.
Er sagte mir damals sinngemäß das sich Deutschland analog wie Spanien oder Italien entwickeln würde, armer Norden, reicher Süden oder wie in Italien reicher Norden, armer Süden nur das es in Deutschland einen reichen Westen geben werde dem ein armer Osten gegenüber steht.
Ich war sehr skeptisch über diese Aussage und war der Meinung das weder Politik noch Wirtschaft dieses in Deutschland so wollen und es deshalb auch nicht zulassen werden. Ja da kann ich nur sagen: fundamentaler Irrtum damals von mir! Denn genauso ist es gekommen.

Wir habe einen reichen Westen und der Osten stellt, wenn er es kann, die Arbeitskräfte welche dann für Dumpinglöhne im Westen arbeiten "dürfen", oder wenn Produktion noch in Landstrichen der Neufünfländer stattfindet, ebenfalls mit Gehältern abgespeist werden welche jenseits von gut und böse sind. Wer dagegen aufbegehrt dem wird sehr schnell deutlich gemacht das er froh sein darf überhaupt arbeiten zu dürfen.....

Ich hatte eine Zeitlang beruflich mit diesen "Verlierern" der Wende zu tun, daher habe ich bei diesem Thema eine etwas andere Sicht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

LO-Wahnsinn, Damals87 und Jawa 350 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#127

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 11:56
von Rüganer (gelöscht)
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@Nostalgiker,

ich habe weder eine rosarote Brille auf, noch eine ideologisch verklärte, ich habe keine Hassbrille auf die, ach so gepriesene DDR, ich sehe ganz normal dass, was ist. Und da schau dir die Boldevitzer Rügenkaten, an, sie waren Wohnungen für VEG-Arbeiter, menschenunwürdig, auch nach 40 Jahren DDR. Aber dies hatten wir ja schon, der Bewohner des Prenzlauer Berges hatte ja auch seine Last am Altbau zu tragen.
Schau dir Gut Kartzitz an, ich weiß, dass der Wiederaufbau zäh vorangeht, aber es läuft, Schau dir das Landhaus Moisselbritz an, eine Augenweide.
Dies alles ziehst du so in den Dreck, wenn du großschnäuzig meinst, es wäre nur durch die rosarote Optimistenbrille gesehen.
Frage an dich: was hast du denn persönlich geschafft, außer hier im Forum auf der bösen Wende rumzureiten und intellektuellen Schaum zu schlagen?
Wen ich dir jetzt auf den Schlips getreten habe, bitte ich gleich um Entschuldigung, aber immer alles Erreichte mies zumachen und auf Wendeverlierer hinzuweisen – von deren Schicksalen nun das Schlechte der Wende abzuleiten – so funktioniert das nicht.
Wir waren uns beide schon einig, dass es ohne Wende ebenfalls zu Veränderungen in der Wirtschaft, in der Sozialpolitik und in der Parteienlandschaft der DDR gekommen wäre, wenn man wirklich Reformen durchgeführt hätte. Die Schaffung von wirklicher Reisefreiheit hätte alleine schon den echten Wettbewerb zwischen den Systemen gebracht und wie der ausgegangen wäre, das hat man an den Wanderungen der Menschen vor 1961 gesehen.
Schon von daher hätten sich die Betriebe einem Weltmarkt stellen müssen, hätte eine entsprechende Bezahlung erfolgen müssen, denn sonst wäre der Arbeiter, der Ingenieur Richtung Westen gegangen, wo er mit seinem Geld dann auch etwas kaufen kann. Und schon dann hätte es auch in der reformierten DDR Verlierer gegeben, Leute, die die Leistungen nicht bringen, warum auch immer. Beriebe wären nicht mehr lebensfähig gewesen, weil völlig heruntergekommen. Es ist doch kein graumachender Blick durch die DDR – Brille, wenn man sagt, dass Betriebe in Gebäuden aus der Kaiserzeit produzierten, unter Bedingungen, die himmelschreiend waren. Wer dies bestreitet, der lügt. Und diese Betriebe wollten sich im Wettbewerb zu modernen Industriebetrieben in der Welt erfolgreich behaupten? Wer daran glaubt, muss blind sein. Also wären auch diese Arbeitskräfte ohne Job gewesen. Es war doch wie unter einem Folienzelt in der DDR, wenn da das raue Klima rangekommen wäre, wäre alles zusammengebrochen.
Es waren nur die wenigsten fit für die Wendezeit und die Zeit nach der Wende. Hatte denn jemand gelernt, sich selbst erfolgreich verkaufen zu müssen? Hatte jemand gelernt, dass man sich um jeden Kram selber kümmern muss? Es ging alles seinen berühmten sozialistischen Gang und der reichte nun nicht mehr, um zu bestehen. Dies kann man aber auch nicht der Wende anlasten.


Pit 59, linamax, LO-Wahnsinn, Gert und Schmiernippel haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#128

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 12:32
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Recht habt ihr alle beide @Rüganer und Nostalgiker, ihr redet nur etwas aneinander vorbei, weil vermutlich jeder von euch beiden, nach der Wende, einen ganz anderen Weg gegangen ist.
Trefft euch doch einfach in der Mitte, denn da scheint ihr ja beide zu stehn.

Es ist gut, dass die maroden Häuser heute so liebevoll saniert werden, statt abgerissen, wie es im Westen nach dem Krieg passierte und das die Menschen nun eine bessere Wohnqualität haben, ich denke das wird auch Nostalgiker keinesfalls bestreiten.
Man kann aber auch nicht abstreiten, dass Putz und schöne Farbe nicht über die Probleme der Menschen hinweg täuschen sollten, wie es Nostalgiker benannte.

Ich persönlich gehöre heute auch nicht zu den Verlierern, doch das sah nicht immer so aus, auch ich bin durch ein tiefes Tal gegangen, welches allerdings zu 50% auch meine eigne Schuld war, aus den Gründen die Rüganer in seinem letzten Absatz benannte und zu 50% aus Gründen die Nostalgiker benannte.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#129

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 13:23
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
@Nostalgiker,

ich habe weder eine rosarote Brille auf, noch eine ideologisch verklärte, ich habe keine Hassbrille auf die, ach so gepriesene DDR, ich sehe ganz normal dass, was ist. Und da schau dir die Boldevitzer Rügenkaten, an, sie waren Wohnungen für VEG-Arbeiter, menschenunwürdig, auch nach 40 Jahren DDR. Aber dies hatten wir ja schon, der Bewohner des Prenzlauer Berges hatte ja auch seine Last am Altbau zu tragen.
Schau dir Gut Kartzitz an, ich weiß, dass der Wiederaufbau zäh vorangeht, aber es läuft, Schau dir das Landhaus Moisselbritz an, eine Augenweide.
Dies alles ziehst du so in den Dreck, wenn du großschnäuzig meinst, es wäre nur durch die rosarote Optimistenbrille gesehen.
Frage an dich: was hast du denn persönlich geschafft, außer hier im Forum auf der bösen Wende rumzureiten und intellektuellen Schaum zu schlagen?
Wen ich dir jetzt auf den Schlips getreten habe, bitte ich gleich um Entschuldigung, aber immer alles Erreichte mies zumachen und auf Wendeverlierer hinzuweisen – von deren Schicksalen nun das Schlechte der Wende abzuleiten – so funktioniert das nicht.
Wir waren uns beide schon einig, dass es ohne Wende ebenfalls zu Veränderungen in der Wirtschaft, in der Sozialpolitik und in der Parteienlandschaft der DDR gekommen wäre, wenn man wirklich Reformen durchgeführt hätte. Die Schaffung von wirklicher Reisefreiheit hätte alleine schon den echten Wettbewerb zwischen den Systemen gebracht und wie der ausgegangen wäre, das hat man an den Wanderungen der Menschen vor 1961 gesehen.
Schon von daher hätten sich die Betriebe einem Weltmarkt stellen müssen, hätte eine entsprechende Bezahlung erfolgen müssen, denn sonst wäre der Arbeiter, der Ingenieur Richtung Westen gegangen, wo er mit seinem Geld dann auch etwas kaufen kann. Und schon dann hätte es auch in der reformierten DDR Verlierer gegeben, Leute, die die Leistungen nicht bringen, warum auch immer. Beriebe wären nicht mehr lebensfähig gewesen, weil völlig heruntergekommen. Es ist doch kein graumachender Blick durch die DDR – Brille, wenn man sagt, dass Betriebe in Gebäuden aus der Kaiserzeit produzierten, unter Bedingungen, die himmelschreiend waren. Wer dies bestreitet, der lügt. Und diese Betriebe wollten sich im Wettbewerb zu modernen Industriebetrieben in der Welt erfolgreich behaupten? Wer daran glaubt, muss blind sein. Also wären auch diese Arbeitskräfte ohne Job gewesen. Es war doch wie unter einem Folienzelt in der DDR, wenn da das raue Klima rangekommen wäre, wäre alles zusammengebrochen.
Es waren nur die wenigsten fit für die Wendezeit und die Zeit nach der Wende. Hatte denn jemand gelernt, sich selbst erfolgreich verkaufen zu müssen? Hatte jemand gelernt, dass man sich um jeden Kram selber kümmern muss? Es ging alles seinen berühmten sozialistischen Gang und der reichte nun nicht mehr, um zu bestehen. Dies kann man aber auch nicht der Wende anlasten.






sehr treffend beschrieben, Rüganer, stimme voll zu.
Ich hatte als Flüchtling in den 60er Jahren auch meine persönliche " Wende", es brauchte einige Zeit bis ich begriff dass es eine Steuererklärung gibt und wie man sie ausfüllt bis hin zum Bedienen einer Telefonzelle. Es war nicht einfach, nach einer Woche Aufenthalt im Lager Giessen ins Leben entlassen zu werden mit nem netten Wunsch"viel Erfolg" ,es war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Aber ich war jung und hochmotiviert so habe ich alles mehr oder weniger gut gemeistert.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#130

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 13:32
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Rüganer, mir Großschnäuzigkeit vorzuhalten, auch wenn Du Dich im gleichen Atemzug meinst Dich dafür entschuldigen zu müssen; ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Um es mal so zu sagen, es stört mich weder die Wende noch wie es gekommen ist. Mir stören nur diese vorbehaltlosen Jubelarien, dieses gewollte "es ist doch alles nur Positiv geworden" etc,, um im gleichen Atemzug alles was mit der DDR zu tun hat in den Dreck zu ziehen. Das hat für mich sowas DDR-kafkaestes an sich, der grenzenlose Jubel über jeden noch so kleinen Erfolg.

Ich weiß aus der DDR Zeiten unter welch teilweise abenteuerlichen Bedingungen und mit welchen Mitteln etwas produziert wurde.
Ich kenne mich, ebenfalls auf die DDR Zeit bezogen, in ein, zwei Branchen der produzieren Industrie ganz gut aus. Ich weiß was es damals für Anstrengungen bedeutete überhaupt Mittel für die notwendigsten Investitionen für Instandhaltung zu bekommen, auch wenn die Werkhallen jeden Augenblick Gefahr liefen einzustürzen.
Von Investitionen will ich nicht anfangen....
Aus heutiger Sicht manchmal unvorstellbar unter welchen Bedingungen mit welchen Mitteln überhaupt etwas produziert wurde.

Ich bin auch nicht dem Irrglauben verfallen das mit einem Teil dieser Industrieanlagen weiter so lustig an der drohenden Katastrophe (ich meine nicht den wirtschaftlichen Kollaps) vorbeischrammend, weitere Zwanzig Jahre weiter produziert hätte können. Irgendwann gibt auch die robusteste Drehmaschine von 1900 ihren Geist auf......

Nun könnte ich Dir seitenlang darüber schreiben warum diese Propagierung "Störfrei machen vom Westen" nicht nur nicht eine Propagandfloskel war, sondern auch eine Reaktion auf die damaligen politisch/wirtschaftlichen Gegebenheiten.
In Zeiten internationaler Arbeitsteilung, effizienter Fertigung in Form von Großserien, was es alles bereits ab den Siebzigern gab, leistete sich die DDR den Luxus von den auf dem Weltmarkt verfügbaren Fertigungsmaschinen über 50% in Eigenregie zu entwickeln um sie dann in Kleinstserien für den Inlandsgebrauch zu produzieren. Das hält keine noch so starke Wirtschaft eines Landes über einen Zeitraum von mehreren Dekaden aus. Die geht unweigerlich in die Knie.
Ja die DDR hätte doch.....; es gab da die COCOM-Liste und ähnlich lustige Sachen welche die bösen Kapitalisten nur erfunden haben um die DDR ein wenig zu ärgern. Die anderen sozialistischen Staaten waren doch, sind wir ehrlich, keine ernstzunehmenden Industrienationen und damit fielen sie in den meisten Fragen der Industrieproduktion, speziell 'Arbeitsteilung' schlicht aus.

Dazu war das mitteldeutsche Industriegebiet welches die DDR "übernahm", ein historisch entwickeltes Gebiet in dem hauptsächlich verarbeitende Industrie und keine Montanindustrie angesiedelt war.
Um Schiffe zu bauen brauchst Stahlbleche, hatten wir nicht, also baute sich die DDR erstmal die entsprechenden Werke usw. usf.

Der Ingenieur, der Arbeiter der so Problemlos in den Westen hat gehen können, welcher gewollten politischen Entscheidung liegt das wohl zu Grunde? Ist Dir jemals der Begriff "Alleinvertretungsanspruch" unter gekommen?
Warum sind nicht Millionen von Polen, Tschechen, Ungarn dauerhaft nach Westeuropa zum arbeiten gegangen? Brauchten sie vielleicht soetwas wie eine Aufenthaltsgenehmigung für das Land weil sie Ausländer waren? Bitte jetzt keine Floskel "wir sind doch alles Deutsche".
Kürzlich habe ich etwas interessantes gelesen, im Zusammenhang mit der Wende, das selbst in dieser Zeit sich maßgebliche Politiker gegen die Anerkennung der Zweistaatlichkeit sträubten, einfach um die Flut der DDR Wirtschaftsflüchtlinge einzudämmen.
Ein sehr bekannter, alter Politiker meinte, das weder der Bevölkerung West, noch Ost eine solche, durchaus richtige politische Entscheidung in der Gegenwärtigen Situation erklärbar nahezubringen ist.
Leider finde ich jetzt auf die Schnelle besagtes Interview zu diesem und anderen Themen der Wende nicht.

Der Arbeitsmarkt, um ihn mal so zu nennen, ist auch in der DDR einem Wandel unterworfen gewesen. Viele Berufe und/oder Tätigkeiten verschwanden, weil sie durch bessere (nicht immer unbedingt) ersetzt wurden.
Mir fallen da spontan ein: Schaffner in der Straßenbahn und Bus, in den 50gern. Stell Dir heute die Personalkosten vor! Eine Straßenbahn mit zwei Anhängern hatte einen Fahrer und meist drei Schaffner, in jedem Wagen einen!
Stadtgaserzeugung, jede größere Stadt hatte ein eigenes Gaswerk um Stadtgas zu produzieren ........

Diese Menschen wurden, nicht wie Heute "freigesetzt", sondern sie kamen in der Regel in anderen Tätigkeiten unter.

Nur heute und da sollten wir uns nichts vor machen ist in Deutschland nicht genug Arbeit vorhanden für alle Menschen die Arbeiten können, könnten und auch wollen.

Natürlich sollte der heutige Werktätige flexibel sein und es ist nun mal keine Erkenntnis des Kapitalismus das die Arbeit nicht zum Menschen kommt, sondern der Mensch dahin geht wo Arbeit ist. Obwohl es in der DDR manchmal so war, das in ehemals industriell strukturschwachen Gegenden in Form einer Monokultur Großbetriebe hingeklotzt wurden, nur weil es anscheinend billiger war ihn dort zu bauen da die potenziellen Arbeitskräfte dort lebten, unter Nichtbeachtung das autark in die Landschaft gestellte Betriebe ohne alternierendes Umfeld in Bezug auf verarbeitende Industrie nur künstlich am Leben gehalten werden können.

Die Thematik, Wende, real verlaufende Entwicklung ist doch etwas facettenreicher zu sehen und ein "ein Glück das Wende gekommen ist, sei gefälligst dankbar!" ist mir zu einfach.
Auch solche, was wäre wenn Vermutungen in Bezug darauf wie es hätte eventuell kommen können wenn das oder das nicht eingetreten wäre, können manchmal reizvoll sein aber dann bitte mit dem nötigen Sachverstand und nicht nur meinen es hätte nur noch alles Schlimmer kommen können, eine alternierende Möglichkeit wird in diesen Überlegungen nicht in Betracht gezogen.

Im Zusammenhang mit eine globalen Studie, welche 1972 erschien, ich meine "Grenzen des Wachstums", las ich in der sich darauf heftig entfachenden Diskussion über die Methode der Datenerhebung und der verwendeten Methoden zur Trendberechnung manch kurioses, einfach um nachzuweisen das Entwicklungen der Gesellschaft nicht nur in mathematische Modelle gepresst werden können um daraus Schlüsse zu ziehen.
Ein Kritikerteam berechnete, ausgehend vom Entwicklungsbestand an Pferdefuhrwerken in Berlin im Zeitraum von 1870 bis 1910 folgendes:
Wenn sich die Entwicklungstendenz am Bestand von Pferdefuhrwerken der letzten 40 Jahre weiter so entwickelt dann sieht die Situation in Berlin 1975 folgendermaßen aus: Auf allen Strassen der Stadt liegt Hüfthoch der Pferdemist.......
Zum Glück wurde irgendwann das Auto erfunden......

Dieser ganzen Diskussion welche damals geführt wurde haben wir auch einen schönen Begriff zu verdanken welcher inzwischen Einzug in den Alltag gehalten ist und der alles und nichts aussagt weil völlig subjektiv empfunden und deshalb keinerlei objektive Aussage zulässt.
Es handelt sich hierbei um die beliebte: Lebensqualität

Gruß
Nostalgiker

PS.: Was den Verweis auf China betrifft, warum immer in die Ferne schweifen. Schau Dir die Entwicklung der Baltischen Staaten an.......


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#131

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 13:58
von Rüganer (gelöscht)
avatar

@Nostalgiker

Du beklagst „Diese Menschen wurden, nicht wie Heute "freigesetzt", sondern sie kamen in der Regel in anderen Tätigkeiten unter.
Im nächsten Satz stellst du dann fest: Nur heute und da sollten wir uns nichts vor machen ist in Deutschland nicht genug Arbeit vorhanden für alle Menschen die Arbeiten können, könnten und auch wollen.
Ein richtiger Satz, wer dies erkannt hat kann doch nicht beklagen, dass heute Menschen „freigesetzt „ werden. Wenn es nicht genug Arbeit gibt, was sollten die dann machen?
Und wieder komme ich auf dein Eröffnungsthema zurück: was ist schiefgelaufen nach der Wende? Dass heute nicht genug Arbeit da ist, dies ist doch kein Ergebnis der Wende und eine DDR, die ökonomisch hätte anders geführt werden, um den kalten Wind des Weltmarktes zu bestehen, die hätte auch Arbeitskräfte freigesetzt.
Nostalgiker, die Entwicklung der baltischen Staaten ist sehr unterschiedlich und sicher kann man von den Löhnen da mit China Parallelen ziehen. Nur gibt es dort kein Wanderarbeitertum und jedenfalls in Litauen gibt es nicht diesen Arbeitseifer, den die Chinesen an den Tag legen. Ich hatte über mehrere Jahre ein Unternehmen in Litauen, erzähl mir bitte nichts über diesen Baltenstaat.
Ich lasse mir aber gerne von „Experten“ beschreiben, wie es denn ohne Wende heute alles ausgesehen hätte. Doch, darauf und auf deren Sachverstand bin ich sehr gespannt. Man kann ja nur von diesen "Experten" lernen.
Ganz besonders liebe Grüße von der Sonneninsel Rügen


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#132

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 15:30
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Rüganer,

es scheint Du liebst die leicht dramatische Note. Ich habe weder beklagt, noch geklagt, ich habe einfach festgestellt.
Ich könnte Dir auch schreiben; solange es nicht mich betrifft geht mir das ganze ganz gepflegt am Allerwertesten vorbei. Aber dem ist nicht so.

Die Menschen die Heutzutage freigesetzt werden, können und werden auch teilweise auf Kosten der Agentur für Arbeit zu Floristen ausgebildet. Nun frage ich mich wozu braucht eine Gemeinde Heerscharen von Floristinnen? Nur mal als Beispiel.

Dein Wunsch in allen Ehren, ich bin Überzeugt das Dir keine "Experten" sagen können wie es mit der DDR in den letzten 20Jahren gelaufen wäre wenn es nicht so gekommen wäre wie es gekommen ist.
Es sei denn du legst Wert auf die Meinung und Ahnungen von Kaffesatzlesern und solchen die Probleme auspendeln......

China, was schon durch seine kulturelle und soziale Entwicklung einem ganz anderen Kulturkreis angehört, mit mitteldeutscher und speziell deutscher Mentalität zu vergleichen; meinst das wirklich ernst.

Die baltischen Staaten nivelliert als Beispiel zu benennen war so von mir nicht ok. Da gibt es schon Unterschiede zwischen den drei Ländern.
Im Sinne des Threads sollten wir das Thema nicht weiter verfolgen.

Zumindest und das sozusagen als Spekulation von mir, hätte sich nach wirtschaftlichen Reformen, weltweiter Anerkennung der DDR Staatsbürgerschaft, Öffnung der Grenzen, schrittweiser Schaffung einer konvertierbaren Währung, die Zulassung das ausländisches Kapital im Lande investiert, die Besinnung der Industrie auf ihre Kernkompetenzen, Intensivierung der Forschung auf den Gebieten wo bereits entsprechende Erfahrungen und Erfolge vorhanden waren, internationale Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten um die immensen Entwicklungskosten, welche auch ein unabwägbares finanzielles Risiko darstellen, für den einzelnen Zweig zu minimieren, schrittweiser Ausbau der Infrastruktur und die Trennung von der heiligen Kuh der starren Preise und einer Vielzahl von"Subventionen", Wohnen kostendeckend, nicht unbedingt gewinnorientiert,
Umfassende Investitionen in die Bildung, Forschung und Entwicklung erwähnte ich schon.

Eine Vollbeschäftigung wie zu DDR Zeiten vor 89 hätte es bestimmt nicht mehr gegeben, dazu liefen in den Betrieben einfach zu viele Karteileichen herum die zwar nicht weiter störten aber keinerlei produktiven Sinn machten.

Na gut nun habe ich doch in den Kaffeesatz geblinzelt.

Was glaubst Du, um mal die Vermutungen in eine andere Richtung zu lenken, wäre passiert wenn sich 1989/90 ein, zwei Politiker und Wirtschaftbosse denen auch wirklich zugehört worden wäre, sich hingestellt hätten und die Zustände wie sie jetzt herrschen für das Gebiet der DDR prognostiziert hätten, ja wie hätte die DM trunkende und wiederveinigungsseelige Masse darauf reagiert?
Hätte sie diese Menschen als Nestbeschmutzer und Miesmacher niedergeschriehen die ihnen nur nicht die hübschen Fassaden, Einkaufstempel und Strassen gönnen, weil sie vielleicht politisch/soziale Verwerfungen befürchteten.
Letztere sind bisher ausgeblieben aber offensichtlich haben diejenigen die im Osten zu den Verlieren gezählt werden vollkommen resigniert oder sie gehören zu der dumpfen Masse denen alles solange egal ist was in der Welt passiert, Hauptsache das Geld reicht für Bier und Pizza vom Lieferdienst.

Sind die Menschen wirklich vor 22 Jahren auf die Strasse gegangen für zig Sorten Bier, Pizza und nen Flachbildfernseher womit sie sich inhaltsloses Zeug reinziehen und das war es? Sie scheinen glücklich zu sein?
Denn wenn nicht würden sie aufbegehren. Da sie es nicht tun, haben sie es wahrscheinlich nicht anders verdient.

Aber wie habe ich mal gehört. lieber arbeitslos und obdachlos in Freiheit als noch einen Tag länger mit Arbeit in Unfreiheit.

Diese Einstellung wird für mich immer ein Mysterium sein.
Offensichtlich wissen diejenigen die sowas von sich geben nicht was Menschenwürde ist.
Auch dies ist ein anderes Thema.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

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aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#133

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 16:11
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Was ist schiefgelaufen... http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...d=1347089307086 ...zum 3. Mal seit der "Wende"!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#134

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 17:02
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #
Was ist schiefgelaufen... http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...d=1347089307086 ...zum 3. Mal seit der "Wende"!







gelöscht da falscher Thread


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 10.09.2012 17:10 | nach oben springen

#135

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 17:23
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Nostalgiker,
nimm es mir bitte nicht übel, aber langsam kommt mir das alles zu oberlehrerhaft vor. Das ist ja fast, wie früher im Parteilehrjahr. Wir sollten auch daran denken, dass andere hier fleißig mitlesen und sich einen Reim auf das gegenseitige Beharken machen.
Gruß Schmiernippel



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#136

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 17:27
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Was ist schiefgelaufen... http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...d=1347089307086 ...zum 3. Mal seit der "Wende"!@Feliks

Wunderlich das es Überhaupt so lange gut gegangen ist.Die Konkurenz auf dem Weltmarkt ist viel zu gross.Was den Wimmer geritten hat die Bude zu Übernehmen wird sein geheimnis bleiben.
Ich hatte eine 250 TS Ich glaube so für 3.200.- Alu,übrigens ohne Wartezeit,ja ja von wegen alles Schlecht.


zuletzt bearbeitet 10.09.2012 17:29 | nach oben springen

#137

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 17:30
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Nostalgiker,
nimm es mir bitte nicht übel, aber langsam kommt mir das alles zu oberlehrerhaft vor. Das ist ja fast, wie früher im Parteilehrjahr. Wir sollten auch daran denken, dass andere hier fleißig mitlesen und sich einen Reim auf das gegenseitige Beharken machen.
Gruß Schmiernippel

langsam ???


zuletzt bearbeitet 10.09.2012 17:31 | nach oben springen

#138

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 18:24
von EK82I | 869 Beiträge

Hallo Rüganer,erst mal Danke für Deinen sachlichen Beitrag (121).Krankheiten oder Unfälle haben ja normalerweise mit ideologien und Systemen wenig am Hut.Eigentlich müsste ich glücklich sein,erst 2007 in ein Loch gefallen zu sein.Die Gesundheit ist das höchste Gut,egal ob damals oder heute.Glücklich bin ich natürlich nicht,stecke den Kopf aber auch nicht in den Sand.
Theoretisch mag es ja sein,Deutschland des beste Gesundheitssystem zu haben,aber praktisch sieht das schon ganz anders aus.Weil dem so ist,kann ich mir die Freiheit nehmen auch darüber zu mosern.
Familie,Freunde und Selbshilfegruppen machen es einen schon leichter,den Kampf gegen die Tücken der Beamtenstuben aufzunehmen.Ansonsten sehr erstaunlich die Tiefe der Diskusion hier.
Zum anderen möchte ich an dieser Stelle denen Gute Besserung und baldige Genesung wünschen,die ebenfalls mit sich und Ihrer Gesundheit herumplagen müssen!
Beste Grüsse Michael


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#139

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 18:26
von EK82I | 869 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #
Hallo Rüganer,erst mal Danke für Deinen sachlichen Beitrag (121).Krankheiten oder Unfälle haben ja normalerweise mit Ideologien und Systemen wenig am Hut.Eigentlich müsste ich glücklich sein,erst 2007 in ein Loch gefallen zu sein.Die Gesundheit ist das höchste Gut,egal ob damals oder heute.Glücklich bin ich natürlich nicht,stecke den Kopf aber auch nicht in den Sand.
Theoretisch mag es ja sein,Deutschland des beste Gesundheitssystem zu haben,aber praktisch sieht das schon ganz anders aus.Weil dem so ist,kann ich mir die Freiheit nehmen auch darüber zu mosern.
Familie,Freunde und Selbshilfegruppen machen es einen schon leichter,den Kampf gegen die Tücken der Beamtenstuben aufzunehmen.Ansonsten sehr erstaunlich die Tiefe der Diskusion hier.
Zum anderen möchte ich an dieser Stelle denen Gute Besserung und baldige Genesung wünschen,die ebenfalls mit sich und Ihrer Gesundheit herumplagen müssen!
Beste Grüsse Michael


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#140

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 10.09.2012 19:47
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Schmiernippel im Beitrag #
Nostalgiker,
nimm es mir bitte nicht übel, aber langsam kommt mir das alles zu oberlehrerhaft vor. Das ist ja fast, wie früher im Parteilehrjahr. Wir sollten auch daran denken, dass andere hier fleißig mitlesen und sich einen Reim auf das gegenseitige Beharken machen.
Gruß Schmiernippel


@Schmiernippel, wie sollte ich es Dir übelnehmen das Du Dich nach 22 Jahren noch so genau daran erinnern kannst wie ein Parteilehrjahr ablief, ich meine inhaltlich und Oberlehrerhaft. Ich bin eher beeindruckt über Dein Erinnerungsvermögen.

Auch bin ich nicht der Meinung das ich mich mit @Rüganer beharke, wir tauschen unsere Meinung zu einem Thema aus, für einen Außenstehenden vielleicht etwas prinzipiell. glaubst Du etwa das ich wenn mir der Austausch mit dem Rügener Dickkopf; Entschuldigung dafür Rüganer; nicht zusagen würde das ich hier soviel Zeit opfern würde? Nur um mich zu beharken? Oder um inhaltslose Blasen zu produzieren? Der Part ist bereits von anderen Usern besetzt.....
Gib mir bitte einen Tipp wie ich mich so verflache das in meinen Beiträgen a) keine nennenwerten Informationen mehr enthalten sind, b) sich niemand brüskiert vorkommt, c) ich in den inhaltslosen Plauderton verfalle, egal welches Thema ansteht und ich d) letztendlich, wenn es sich überhaupt nicht vermeiden lasse, die allgemein gern gelesenen Phrasen dresche.

Ich weiß nicht wie es bei Dir im realen Leben zugeht aber bei mir kommt es schon ab und an vor das bei Diskussionen um und über Sachthemen die, wie der Volksmund sagt, die Fetzen fliegen.
Das mag zwar für außenstehende den Eindruck erwecken; gleich gehen sie sich an die Gurgel......
Zumindest was @Rüganer betrifft, ich habe keinen Grund ihm an die Gurgel zu gehen, wozu auch. Im Gegenteil ich finde seinen Standpunkt und seine Argumente, er hat wenigsten welche!, zum Thema sehr interessant und es wert darüber nachzudenken und ihm zu antworten.

Wie gesagt wenn Du lieber unverbindliche Plaudereien magst, lass es mich bitte wissen.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
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außen und unter`m Haar
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aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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