#81

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:06
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #
Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #
Zitat von Harra318 im Beitrag #
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
[quote=Grenzwolf62|p207847]
..... bin dankbar, ja sehr dankbar das ich die Chance erhalten habe dieses Leben ohne staatliche Gängelei führen zu dürfen.



der Witz ist echt Klasse bezogen auf die durchbürokratisierte Gängelei, Bevormundung und Beschränkung persönlicher Entfaltungsmöglichkeiten in der heutigen Bundesrepublik.

Auch hier gilt ganz besonders: ohne Moos nix los und haste das kommt auch gleich das Finanzamt mit seinen Ansprüchen.

Nostalgiker

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Mal abgesehn von der Gängelei des Staates DDR, die ich auch nicht anzweifeln möchte.
Was passiert heute?
Das Du, bzw. Dein Sohn, aufgrund guter Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterkommt, dass ist natürlich schön und freut mich als Mensch.
Was ist aber mit all den anderen die nicht die schulischen Leistungen erbringen?
Das sind nicht wenige, die fallen in ein tiefes Loch, viele bleiben schon im Abitur hängen weil die Anforderungen viel zu hoch sind, weil viel zuviel Müll gelehrt wird.
Die Schüler sitzen heute länger in der Schule und haben weniger Freizeit, als Erwachsene auf Arbeit sind.
Heute diktiert nicht der Staat was zu tun und zu lassen ist um einen Job zu bekommen, sondern die Wirtschaft.
Und die wollen am liebsten selbst fürs Klo putzen Abiturienten haben.
Ab wann muss man sich fürs Abi entscheiden?
Ich glaub ab der 6. Klasse geht der Weg los, schon da wird getrennt, die schlechten haben bereits verloren und unter den guten wirds noch jede Menge verlierer geben.
Aslo die 3 Jahre NVA wovon man eh 18 Monate leisten musste waren doch Pillepalle gegen das was ein Gymnasiast heute leisten muss.
Die Folge ->Jugendliche mit Depressionen und Krankheiten die wir in der DDR als Kinder und Schüler garnicht kannten.
Und auch hier ist Moos, wie es Nostalgiker benannte, wichtig, denn ein höherer Bildungsweg ist ohne Aufwendungen der Eltern kaum möglich.
Die besseren Chancen sind doch sehr scheinheilig.
Klar wer es schafft ist oben, aber wieviele werden dabei auf der Strecke bleiben und das gabs in der DDR in der Form nicht.


Natürlich gibt es heute viele Möglichkeiten sich zu entwickeln die es in der DDR kaum gab, aber ob es MEHR Möglichkeiten sind und ob das alles so schillernd ist wie man das uns gern weiss machen möchte, davon bin ich nicht überzeugt.
Für mich, als sozial denkender Mensch, bleiben im heute viel zu viele auf der Strecke, zumal das dann noch halbe Kinder sind.
Die Folgen sieht man täglich, und diese Lage, wird sich in den nächsten Jahren erheblich verschlechtern -auch in der Automobilindustrie-.

Man muss schon sehr viel Erfolg haben und sehr egoistisch sein in dieser Gesellschaft, um in selbiger alles toll zu finden.
Das Schul- und Bildungssystem ist gewiss nicht toll.


Wie kommst du zu diesem Urteil ? Bist du je ausserhalb der DDR in die Schule gegangen ? Ich glaube nicht, wenn du den Beginn des Gymnasiums auf die 6. Klasse fixierst ist das schon dein erster Fehler. Aus diesem elementaren Fehler schliesse ich, das du keine blassen Schimmer über das Schulsystem hast.





Nein hab ich auch nicht.
Schulsystem ist Ländersache lieber Gert und bei dir in NRW beginnt das Gym ab der 4. Klasse.
Wie wäre es wenn Du zu den anderen Aussagen Stellung nimmst.



@LO-Wahnsinn wieder falsch getippt. Das Gymnasium beginnt in NRW nach der 4.Klasse also mit der 5.Klasse. Das wird in den meisten Bundesländern genauso sein. Ausnahme Berlin und Brandenburg ab 7.Klasse , MeckPom und Niedersachsen haben in der 5. + 6. Klasse eine Orientierungsstufe, danach Gymnasium. Als gebe ich dir teilweise recht, je nachdem welches Bundesland zugrunde gelegt wird.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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#82

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:11
von Marder | 1.413 Beiträge

Niedersachsen haben in der 5. + 6. Klasse eine Orientierungsstufe, danach Gymnasium. Als gebe ich dir teilweise recht, je nachdem welches Bundesland zugrunde gelegt wird.


Hier irrt der Gert. Niedersachsen hat seit Jahren keine OS mehr. Hier beginnt Gym auch mit der 5.

MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

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#83

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:17
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich weiß auch nicht, meine Kinder haben, trotz dieses scheinbar obergrottigem Schulsystems, was ordentliches gelernt und können sogar lesen und schreiben.


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#84

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #
Die Schuldenlast, umgerechnet auf die Bevölkerung betrug 1989 ca. 5.200 Mark (umgerechnet in DM) und die in der BRD deutlich über 15.000 DM pro Kopf der Bevölkerung.

Nostalgiker.

Wenn du schon rechnest uns vergleichst, musste auch die kaputten Straßen, verkommene Bauten usw. usw. dazu rechnen. Wenn man sich KAPUTT spart und die notwendigen Investitionen nicht tätigt, hat man zwar keine Schulden aber dafür ein schrottreifes GEBÄUDE. Was die Reparatur dieses GEBÄUDES DDR gekostet hat kannste getrost der Staatsverschuldung dieser Deutschen Demokratischen Republik hinzu rechnen.

Vielleicht hatten sie auch nicht mehr Schulden pro Kopf, weil ihnen niemand mehr Kredit geben wollte, außer FJS.

MfG Marder


marder ich stimme deinem Beitrag voll zu. Das Wort kaputt kann man normalerweise nicht steigern, ich machs aber trotzdem. Kaputter konnte ein Land nicht sein, wie die DDR 1989, damit meine ich den Bestand an Wohnungen, Fabriken, Strassen etc.. Sie haben seit der Staatsgründung die Substanz aufgezehrt, die noch nach dem Kriege übrig geblieben war. 1989 war dann nur noch ein leerer Torso vorhanden.
Die Reparaturkosten dafür findet man zum großen Teil in den Transferkosten für die Zeit nach der Einigung, wie sie unter anderem in der Sondersteuer Soli eingenommen wird- Da kommt schnell ein Billion EUR zusammen. Eine weiter Kriegslast, die das deutsche Volk zu tragen hat.

Schön' Sonntach an alle


.
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#85

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:30
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Meine Meinung, Grenzwolf. Ist eigentlich auch egal, wann in den einzelnen Bundesländern das Gymnasium beginnt. Fakt ist, dass trotz mittlerer Reife immer mehr Jugendliche immer schlechter schreiben. Ich kenne einen leitenden Bankmitarbeiter, der sagte mir, wenn das mit dem Bildungsstand so weiter geht, dann können wir keine Abiturienten mehr einstellen, sondern nur noch Akademiker. Mann hofft, dass sie wenigstens einigermaßen fehlerfrei schreiben.
Und am Rande: Ich habe ein Schild vor einer mir bekannten Fleischerei, die vom Sohn nach Meisterstudium übernommen wurde, gelesen. Darauf stand: Heute Sohljangha im Angebot! Kann aber sein, dass dieses Wort, da es ja aus dem Russischen kommt, als Fremdwort nicht so geläufig ist und nicht so richtig eingeordnet werden konnte. Na, dann Guten Aphaditt!



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#86

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:31
von Rüganer (gelöscht)
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Also wenn sich bei mir jemand zur Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Einzelhandel bewirbt und dann auf die spontane Frage: „Sagen Sie mir doch mal, wie viel sind eigentlich 20% von 9“, zu eiern anfängt, der ist ein Produkt der heutigen Bildung. Und wenn seine Mutter, die ihn begleitet, mir dann sagt: „Sie stellen aber schwere Fragen“, dann ist das ein Produkt der DDR-Bildung.
Ich denke, es kommt immer darauf an, welche Veranlagungen der Mensch hat und vor allem, was er aus den angebotenen Chancen macht, ob er sie überhaupt nutzen will.


zuletzt bearbeitet 09.09.2012 10:32 | nach oben springen

#87

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Schmiernippel im Beitrag #
Meine Meinung, Grenzwolf. Ist eigentlich auch egal, wann in den einzelnen Bundesländern das Gymnasium beginnt. Fakt ist, dass trotz mittlerer Reife immer mehr Jugendliche immer schlechter schreiben. Ich kenne einen leitenden Bankmitarbeiter, der sagte mir, wenn das mit dem Bildungsstand so weiter geht, dann können wir keine Abiturienten mehr einstellen, sondern nur noch Akademiker. Mann hofft, dass sie wenigstens einigermaßen fehlerfrei schreiben.
Und am Rande: Ich habe ein Schild vor einer mir bekannten Fleischerei, die vom Sohn nach Meisterstudium übernommen wurde, gelesen. Darauf stand: Heute Sohljangha im Angebot! Kann aber sein, dass dieses Wort, da es ja aus dem Russischen kommt, als Fremdwort nicht so geläufig ist und nicht so richtig eingeordnet werden konnte. Na, dann Guten Aphaditt!


Also, Menschen die nicht in der DDR gelebt haben, können ein solches Wort nicht unbedingt richtig schreiben. Es ist ein Fremdwort.


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#88

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
Also wenn sich bei mir jemand zur Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Einzelhandel bewirbt und dann auf die spontane Frage: „Sagen Sie mir doch mal, wie viel sind eigentlich 20% von 9“, zu eiern anfängt, der ist ein Produkt der heutigen Bildung. Und wenn seine Mutter, die ihn begleitet, mir dann sagt: „Sie stellen aber schwere Fragen“, dann ist das ein Produkt der DDR-Bildung.
Ich denke, es kommt immer darauf an, welche Veranlagungen der Mensch hat und vor allem, was er aus den angebotenen Chancen macht, ob er sie überhaupt nutzen will.



Es hängt immer wieder vom Interesse des jeweiligen Kindes und der Unterstützung durch das Elternhaus ab, wie gut oder wie schlecht diese Kinder in Sachen Wissen werden. Meine Frau war als Grundschullehrerin tätig und was sie mir so erzählte über Kinder und deren Motivation einschl deren Eltern, das lässt einen manchmal wirklich die Haare zu Berge stehen, so man dennn noch welche hat.
Mit anderen Worten, der Lehrer kann sich buchstäblich den A.. aufreissen um den Kindern etwas zu vermitteln, wenn die kleinen Monster nicht wollen und wenn dann auch noch geringes oder gar kein Interesse aus dem Elternhaus vorhanden ist, dann bleibt nur noch auf DSDS hoffen.
Erfahrung daraus: je mehr Bildung und je besser die berufliche Stellung des Elternhauses ist, je größer sind die Chancen, das die Nachkommen auch wieder eine gute Ausbildung bekommen. Also die Auswahl wird i.d.R. durch die Position der Eltern bestimmt.


.
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#89

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:49
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
Also wenn sich bei mir jemand zur Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Einzelhandel bewirbt und dann auf die spontane Frage: „Sagen Sie mir doch mal, wie viel sind eigentlich 20% von 9“, zu eiern anfängt, der ist ein Produkt der heutigen Bildung. Und wenn seine Mutter, die ihn begleitet, mir dann sagt: „Sie stellen aber schwere Fragen“, dann ist das ein Produkt der DDR-Bildung.
Ich denke, es kommt immer darauf an, welche Veranlagungen der Mensch hat und vor allem, was er aus den angebotenen Chancen macht, ob er sie überhaupt nutzen will.



Du kannst aber Fragen stellen
Sieh die Antwort der Mutter doch positiv! Sie hat wenigstens, dank der DDR Bildung, den Schwierigkeitsgrad der mathematischen Aufgabe erkannt.

@Gert, noch zwanzig Jahre weiter an der Legende häkeln und das Gebiet der DDR war 1989 faktisch unbewohnbar. Bestand nur aus Trümmern, Ruinen und Industriebetrieben für die sich die Bezeichnung 'Industrie' allein schon wegen ihres Zustandes verbot.
Die hungernde Bevölkerung hauste in Erdhöhlen und schob, soweit vorhanden, Handwagen über Sandwege die einstmals richtige Strassen waren.
So wird es gewesen sein und alles Andere ist typisch kommunistische Propaganda.

Schließlich lautete in den 80ger Jahren ein Agitationsspruch welcher einem überall begegnete: "Ruinen schaffen ohne Waffen!"
Oder hieß er doch anders?

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#90

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Zitat von Rüganer im Beitrag #
Also wenn sich bei mir jemand zur Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Einzelhandel bewirbt und dann auf die spontane Frage: „Sagen Sie mir doch mal, wie viel sind eigentlich 20% von 9“, zu eiern anfängt, der ist ein Produkt der heutigen Bildung. Und wenn seine Mutter, die ihn begleitet, mir dann sagt: „Sie stellen aber schwere Fragen“, dann ist das ein Produkt der DDR-Bildung.
Ich denke, es kommt immer darauf an, welche Veranlagungen der Mensch hat und vor allem, was er aus den angebotenen Chancen macht, ob er sie überhaupt nutzen will.



Du kannst aber Fragen stellen
Sieh die Antwort der Mutter doch positiv! Sie hat wenigstens, dank der DDR Bildung, den Schwierigkeitsgrad der mathematischen Aufgabe erkannt.

@Gert, noch zwanzig Jahre weiter an der Legende häkeln und das Gebiet der DDR war 1989 faktisch unbewohnbar. Bestand nur aus Trümmern, Ruinen und Industriebetrieben für die sich die Bezeichnung 'Industrie' allein schon wegen ihres Zustandes verbot.
Die hungernde Bevölkerung hauste in Erdhöhlen und schob, soweit vorhanden, Handwagen über Sandwege die einstmals richtige Strassen waren.
So wird es gewesen sein und alles Andere ist typisch kommunistische Propaganda.

Schließlich lautete in den 80ger Jahren ein Agitationsspruch welcher einem überall begegnete: "Ruinen schaffen ohne Waffen!"
Oder hieß er doch anders?

Gruß
Nostalgiker


Na du bist doch im Bilde, genau so war es. Und wenn ich dies nicht selbst gesehen hätte, würde ich dir sogar glauben, dass das Propaganda war.
Aber so ?


.
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#91

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 11:03
von Marder | 1.413 Beiträge

@ nostalgiker,

kurz nach der WENDE hat man bei uns scherzhaft gesagt. In der DDR musste aufmerksam fahren. In den Straßen sind Schlaglöcher. Musste aufpassen . da könnten Kinder drin spielen.

Ich war 1990 in Dresden . da gab es Straßen wo Birken in kaputten häusern wuchsen.

Tut doch bitte nicht so, als wenn 1990 blühenden Landschaften der 5 neuen Bundesländer den Anschluss gesucht haben und die anderen 11 alten Bundesländer dann diese 5 runter gewirtschaftet haben.

MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 09.09.2012 11:03 | nach oben springen

#92

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 11:05
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

noch zwanzig Jahre weiter an der Legende häkeln und das Gebiet der DDR war 1989 faktisch unbewohnbar. Bestand nur aus Trümmern, Ruinen und Industriebetrieben für die sich die Bezeichnung 'Industrie' allein schon wegen ihres Zustandes verbot.@Nostalgiker

So und nicht anders war es,da beist die Maus kein Faden ab.Es gab ein schönes Sprichwort wenn man die Autobahn in Richtung Dresden gefahren ist
Und das mit Deiner Hungernden Bevölkerung ist Käse,das hat hier auch noch Niemand geschrieben.


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#93

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 11:07
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Gut sah es nicht aus, vor allem viele kaputte Dächer..
http://www.veoh.com/watch/v207082985PBd3Gdh
Theo


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#94

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 11:33
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Zitat von Major Tom im Beitrag #

Um zu erkennen dass die DDR pleite war benötigt man keine Hasskappe.



Vielleicht braucht man um zu erkennen keine Hasskappe aber es sollten doch Grundkenntnisse in Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft/Politwissenschaft vorhanden sein um zu verstehen wann ein Staat "pleite" ist.
Alles andere ist inhaltsloses Nach- Geschwätz.

Verschone mich Bitte mit dem "Beweis" in Form des 'Schürer-Berichtes'. Er, Schürer, war Parteifunktionär und kein anerkannter Ökonom im Sinne theoretischer Grundlagenarbeit in Verbindung mit der wirtschaftlichen Praxis.

Es gibt einige Ökonomen, Ost wie West, die diese hahnebüchene These innerhalb von 30 Sek. ad adsudum führen und es auch gemacht haben.

Nur passen ihre Erkenntnisse nicht in den heutigen mainstream, welcher unvermindert seit 22 Jahren anhält, und schon überhaupt nicht in das Weltbild eines @Major Toms welches er von der DDR wahrnimmt und anschließend verbreitet.

Wir könnten uns auch mit der Staatsverschuldung der BRD beschäftigen und dem ach so ausgeglichenen Staatshaushalt selbiger. Aber als BRD Gläubiger willst sowas bestimmt nicht hören.

Die Schuldenlast, umgerechnet auf die Bevölkerung betrug 1989 ca. 5.200 Mark (umgerechnet in DM) und die in der BRD deutlich über 15.000 DM pro Kopf der Bevölkerung.
Wer ist den aus Deiner Sicht da 'Pleiter' gewesen?

Diskussionen entwickeln sich, aber auch dieser Fakt scheint Dir fremd und ungewöhnlich.

Nostalgiker



Du schreibst von Grundkenntnissen, die man in Volkswirtschaft haben sollte. Dazu gehört z.B., dass man beim Vergleich und der Bewertung von Staatsschulden diese nicht in Relation zur Bevölkerungszahl setzt, wie Du es tust, sondern in Relation zur Wirtschaftsleistung (BIP). Man ermittelt also die sog. Schuldenquote. Denn die Wirtschaftsleistung (BIP) ist entscheidend bei der Frage der Tragfähigkeit von Schulden bzw. beim Abbau von Staatsschulden und nicht die Einwohnerzahl.

Du nennst für die DDR eine Zahl von 5.200 DM Schulden pro Kopf - bei rund 17 Millionen Einwohnern wären das ca. 88 Mrd. DM (~45 Mrd.€). Demgegenüber beziffert die Bundesbank in Ihrem Monatsbericht vom März 1997, Seite 19, die "Schulden-Erblast" der DDR auf ca. 340 Mrd. DM (~174 Mrd. €). In dieser sog. "Schulden-Erblast" sind die Verbindlichkeiten des DDR-Staatshaushalts, der Währungsunion und für die Sanierung des (staatlichen) Unternehmenssektors enthalten.
http://www.staatsverschuldung.de/bundbank.pdf (Seite 3 im pdf-Dokument)

Das BIP der DDR betrug 1989 207,9 Mrd. € :
http://hsr-trans.zhsf.uni-koeln.de/hsrre...hsr2005_665.pdf (Seite 44 im pdf-Dokument)

Die Schuldenquote der DDR ("Schulden-Erblast"/BIP) betrug: 174 / 207,9 = 83,7 %.

Die Schuldenquote der BRD betrug 1990 etwa 43 %.
http://www.finanzkrise-politik.de/finanzsystem.html (Grafik 4 oder 14)

Und in den Zahlen für die DDR sind die noch aufzubringenden Investitionen für die unterlassene Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur noch nicht enthalten. Man sollte beachten, dass man durch Unterlassen von notwendigen Investitionen die Zahlen in Statistiken auch "schönrechnen" kann. Erst nach der Sanierung der staatlichen Unternehmen und der öffentlichen Infrastruktur auf einen in der BRD üblichen Standard macht ein direkter Zahlenvergleich einen Sinn. Insofern sind selbst die 83 % noch zu niedrig angesetzt, wenn man diese mit den 43 % vergleicht.


zuletzt bearbeitet 09.09.2012 11:37 | nach oben springen

#95

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 11:49
von Rüganer (gelöscht)
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Ich kann mich auch noch dunkel dran erinnern, dass unser Klassenlehrer bei der Berufsausbildung mit Abitur damals, uns eine Woche lang im Fach Deutsch 1967 Benehmen beibrachte, war zwar lustig verpackt:“ Wenn Ihr dem Vater eurer Freundin das erste mal begegnet, bietet dem um Himmels willen nicht gleich eine Zigarette an“, hatte aber zur Folge, dass man beim Essen nicht den Körper zur Gabel führte, sondern aufrecht saß und die Gabel zum Munde brachte.
Gestern war ich mit meiner Frau in einer Dorfkneipe, weil es da die besten Flundern auf Rügen gibt, gebraten und nicht über 12 Euro, da saß ein Ehepaar mit großem Kind und die Körper wippten immer in Richtung Teller, die Ellenbogen versuchten den Tisch durchzubiegen, so wurden sie aufgestützt – genau wie Rechtschreibung verflacht das Benehmen – alles nicht mehr zeitgemäß. Wird in der Schule nicht gelehrt und wenn doch, dann interessiert sich eh keiner dafür. Es kann einem schlecht werden, wenn solche Leute dann im Sichtbereich auftauchen und mampfen…
Ob die DDR nun Pleite war oder nicht – die Realität hat es doch gezeigt, wie es war. Und bitte nicht das Aushängeschild der DDR – Berlin als Basis der Realität nehmen, von den Dächern in Potsdam über die Straßen in der Provinz, zum Verfall von Leipzig außerhalb der Messegegend, zum Verrotten der Bäderarchitektur in Binz, der Zustand der Altstadt von Stralsund – alles unverleugbare Realität.
Dass diese Flecken heute fast beseitigt wurden, ist alleine der Wende zu verdanken, dass man immer noch was zu tun hat, ist unter anderem auch dem Grad des damaligen Verfalls geschuldet. Mag jeder nun den ökonomischen Zustand der DDR an diesen Dingen messen und nicht an theoretischen, zusammengeschwindelten Zahlen. Diese erinnern mich immer so daran, dass man theoretisch und nach betrieblichen Vorgaben auch mit 20 Litern Diesel für einen Multicar pro Monat auskommen konnte… sollte… und dass man diese Vorgabe sogar noch unterboten hat: Nur Lug und Betrug


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.09.2012 11:50 | nach oben springen

#96

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 11:57
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Tobeck, Zahlen kann ich so oder so interpretieren.

Zu Deinen Verweisen noch ein wenig Lektüre:

Ausverkauf der Republik

und

DDR Altschulden

________________________________________________________

@Rüganer, ich bin so ein Bewohner des "Aushängeschildes" gewesen in den 80ger Jahren. Nur lebte ich hinter dem Schild, sprich Prenzlauer Berg, und nicht davor.
Auch ich hatte fließend Wasser in der Wohnung, wen störts das es über den Fenstersturz im Wohnzimmer hereinkam..........
Also versuch bitte nicht mir andauernd zu suggerieren ich hätte in Wolkenkuckucksheim mit 'ner rosaroten Brille gelebt.


Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#97

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 12:20
von Rüganer (gelöscht)
avatar

@Nostalgiker,

du wirst dich damit abfinden müssen, dass Millionen von DDR - Bürgern einen Frust auf "die Berliner" hatten, die Mandarinen, Ungarische Salami, Gefriertruhen und was weiß ich noch, sofort kaufen konnten. Du wirst es einfach hinnehmen müssen, dass man in der Provinz nicht erfreut gewesen ist, wenn unsere Bauleute in Marzahn und anderswo Wohnungen hochzogen und hier verrotttete alles. Und wenn bei dir auf dem Prenzlauer Berg was nicht in Ordnung war, dann ist das bedauerlich gewesen, lass dir aber gesagt sein, dass es hier auf Rügen und anderswo ebenfalls 1989 noch Trockenklos gab und dass Menschen zu dem Zeitpunkt immer noch ihr Trinkwasser mit Eimern vom Brunnen holen mussten.
Dagegen hast du dann im Prenzelsberg auf hohem Niveau geklagt..., Falls du geklagt hast...
Ich suggeriere nicht, ich sage jeder Berliner hat auf der Sonnenseite gelebt und sei es eben nur wegen der o.a Vorzüge... Hier haben auch alle gearbeitet und es gab keine Salami oder Mandarinen, keine Gefirertruhen zum Mitnehmen aus dem Centrum Warenhaus, kein Bowlingcenter, kein Theater...


LO-Wahnsinn, Theo85/2 und Schmiernippel haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 12:49
von Alfred | 6.848 Beiträge

Rüganer,

wo sollte es denn alles Theater geben ? In jeden Dorf, in jeder Kreisstadt oder wo ?
Gab es nicht auch in Rostock eine Stadthalle und in Gera, Dresden und anderen Städten ?

Was wollen denn einige von der DDR ? Ein Schlaraffenland ?

Ich war viel auf Tour und habe mir meine Wurst lieber in Thüringen gekauft, weil die viel besser schmeckte als in Berlin.

Aber eigentlich will ich hier keine "Wurstdiskussion" führen.

Das es in Berlin einiges schnellen zu bekommen war , wird keiner bestreiten. Man soll bitte aber nicht so tun, als hätte man nur in Berlin Wohungen gebaut und der "Rest" der DDR hätte in Erdlöcher gehaust.


zuletzt bearbeitet 09.09.2012 12:57 | nach oben springen

#99

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 13:08
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #
@Nostalgiker,

du wirst dich damit abfinden müssen, dass Millionen von DDR - Bürgern einen Frust auf "die Berliner" hatten, die Mandarinen, Ungarische Salami,
Gefriertruhen und was weiß ich noch, sofort kaufen konnten.

"Schade" das dies alles seit über Zwanzig Jahren vorbei ist, denn sonst würde ich doch dringend um die Anschriften der Läden in Berlin bitten wo die von Dir genannten Produkte allzeit verfügbar waren.
Offensichtlich war der 'PB' eine Mandarinen, Salami und Gefriertruhenfreie Zone.
Aber ich will dir Deinen Mythenglauben nicht vorhalten das es in Berlin angeblich an jeder Ecke alles und das zu jeder Zeit ausreichend gab.
das war auch so ein DDR Aberglauben, die "Berliner" bekommen es vorne und hinten reingesteckt.
Ich habe, nur als Beispiel fast vier Monate gebraucht bis ich den Teppichboden welcher mir einigermaßen gefiel "sofort" kaufen konnte. Das bedeutete aber das ich jeden Tag ! (außer Sonntags natürlich) in diesem Einrichtungsladen vorstellig wurde um nachzusehen ob Ware gekommen war.....

Du wirst es einfach hinnehmen müssen, dass man in der Provinz nicht erfreut gewesen ist, wenn unsere Bauleute in Marzahn und anderswo Wohnungen hochzogen und hier verrotttete alles.

"Alles" ist wohl wieder eine der typischen Untertreibungen. Vieles trifft es da wohl eher.
Ja die schöne "Berlin Initiative" der Bauarbeiter.......
Echte Urberliner (Ost) sind ihnen noch heute dankbar das dadurch die Sachsen in die Neubaugebiete abgeschoben werden konnten wo sie unter sich ihren seltsamen Brauchtümen nachgehen konnten.

Und wenn bei dir auf dem Prenzlauer Berg was nicht in Ordnung war, dann ist das bedauerlich gewesen, lass dir aber gesagt sein, dass es hier auf Rügen und anderswo ebenfalls 1989 noch Trockenklos gab und dass Menschen zu dem Zeitpunkt immer noch ihr Trinkwasser mit Eimern vom Brunnen holen mussten.

Da ich bis 89 jedes Jahr einen Teil meines Sommerurlaubes auf Rügen, in der Gegend von Altenkirchen auf einem kleinen Dorf, Vorwerk hießen solche Ansammlungen von 3 Häusern wohl, bin durchaus mit den Gegebenheiten eines Trockenklos vertraut. Allerdings gab ab Anfang der 80ger auch dort fließend Wasser, seltsamerweise endete die Leitung im Stall und das Wasser mußte von dort geholt werden. Wobei das Klo sich praktischerweise im Stall befand......

Dagegen hast du dann im Prenzelsberg auf hohem Niveau geklagt..., Falls du geklagt hast...

Ich habe nicht geklagt, ich habe mir legendtlich erlaubt darauf hinzuweisen das auch in Berlin nicht alles eitel Sonnenschein gewesen ist.

Ich suggeriere nicht, ich sage jeder Berliner hat auf der Sonnenseite gelebt und sei es eben nur wegen der o.a Vorzüge... Hier haben auch alle gearbeitet und es gab keine Salami oder Mandarinen, keine Gefirertruhen zum Mitnehmen aus dem Centrum Warenhaus, kein Bowlingcenter, kein Theater...

Nun klar jetzt gibt es auf Rügen aller 3 Kilometer einen Einkaufstempel, Bowlingcenter en mass, Theater und Kinos wohin das Auge schaut. Keinerlei Unterschied mehr zwischen Stadt und Land......
Zu den immer verfügbaren Spezialitäten, siehe etwas weiter oben.




Mal im Ernst Rüganer, meinst Du nicht auch das diese Neiddebatte gegen die Berliner, welche noch aus tiefsten DDR-Ressentiments gegenüber allem was 'Berlin' betraf, irgendwie hilfreich ist?

Es gab, und das ist unbestreitbar, eine für den Außenstehenden sichtbare bessere Versorgung in Berlin wie in den anderen Landesteilen.
Das hatte etwas mit den, von wem weiß ich nicht, festgelegten Prioritäten in der Versorgung zu tun.
Berlin: Stufe 1, Bezirkstädte: Stufe 2, Sondergebiete: wie Wismut z. Bsp. auch Stufe 1, Kreisstädte: Stufe 3 und der "Rest": Stufe 4 um das mal zu veranschaulichen.
Auch in Berlin war es der arbeitenden Bevölkerung nicht vergönnt nach Feierabend alles in ausreichenden Mengen vorzufinden, was zum Beispiel Lebensmittel betraf. Hielt sich doch unter den Rentnern das hartnäckige Gerücht das nach Feierabend in den Kaufhallen die Leckereien extra für die Werktätigen bereitgestellt würden, Also blockierten sie zusätzlich am späten Nachmittag noch die Einkaufstempel.....
Ich habe mal eine Autobatterie quer durch die Republik schleppen müssen weil es mir einfach nicht gelang in Berlin eine zu ergattern. Ein guter Bekannter 'vons Dorf' wurde fündig und kaufte sie für mich.......
So könnte ich Dir noch mehrere Dutzend Beispiele bringen wie sich das alltägliche Leben auf der Sonnenseite in Berlin gestaltete.
Ihr auf Rügen habt dafür aus Rache eure Hühnerställe in der Saison an bedürftige Urlauber und da besonders an die aus Berlin für horrende Preise vermietet.
Das ist doch ausgleichende Gerechtigkeit für die erlittene Schmach der Benachteiligung bei der Versorgung mit Mandarinen, Salami und Kühltruhen.....

Frage: wozu brauchtet ihr auf Rügen Kühltruhen wenn es eh nichts gab was eingefroren werden konnte? Nur so ein Gedanke....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#100

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 13:31
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #


.... als hätte man nur in Berlin Wohungen gebaut und der "Rest" der DDR hätte in Erdlöcher gehaust.



Hallo Alfred,

da geb ich Dir recht.
Ich habe in Ha-Neu in der Platte in einer kleinen, aber schönen 56qm Wohnung "gehaust".
In Halle /Saale gab es aber auch solche Ecken bzw. ganze Straßenzüge:

http://www.deutsches-architektur-forum.d...ad.php?p=341866

vom link die obersten 7 Bildder

Da fiel es schon schwer, an den Sieg des Sozialismus zu glauben.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
zuletzt bearbeitet 09.09.2012 13:31 | nach oben springen


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