#61

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 21:46
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Major Tom im Beitrag #


Und dass man sich heute nicht frei entfalten kann... das kann ja nicht dein Ernst sein... Zeige mir mal ein Land in welchem die Bürger so viele Bildungsmöglichkeiten haben wie in Deutschland und nebenbei noch voll abgesichert sind.


Ja und deshalb "studieren" viele auch ewig, jobben ein wenig nebenher und fühlen sich voll abgesichert. Im Alter sorgt dann Tante von der Leyen für sie.
Die Generation "Praktikum" wird Deine Zeilen mit Tränen der Rührung lesen.

Bildungsmöglichkeiten, das ist das eine, sie nutzen zu können das andere. Die Mär von der Chancengleichheit bei der Bildung stimmte weder vor hundert Jahren und heute stimmt sie auch nicht.

Ein Kind/Jugendlicher aus bildungsresistenten Umfeld wird es, wenn es Glück hat, bis zum einfachen Hauptschulabschluß schaffen.
Weiterführendes in Sachen Bildung ist bei dieser Klientel so häufig wie rumliegende Diamanten auf dem Bürgersteig


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#62

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:00
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Wolltest Du studieren?
Es ist mir absolut Neu das die Aufnahme einer Berufsausbildung nach der 10. Klasse in der DDR an die Bedingung sich für 3 Jahre Armee zu verpflichten gekoppelt war.

Schön das in Deiner Gegend ein namhafter Automobilhersteller ist der Lehrlinge einstellt und ausbildet.
Mit Übernahmegarantie nach erfolgreichem Lehrabschluß wie das in der DDR üblich war, oder ist das auch wieder Ausdruck von Zwang und Unmenschlichkeit einen Lehrling damals in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
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Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 08.09.2012 22:25 | nach oben springen

#63

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Zitat von Harra318 im Beitrag #

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Wolltest Du studieren?
Es ist mir absolut Neu das die Aufnahme einer Berufsausbildung nach der 10. Klasse in der DDR an die Bedingung sich für 3 Jahre Armee zu verpflichten gekoppelt war.

Schön das in Deiner Gegend ein namhafter Automobilhersteller ist der Lehrlinge einstellt und ausbildet.
Mit Übernahmegarantie nach erfolgreichem Lehrabschluß wie das in der DDR üblich war oder ist das auch wieder Ausdruck von Zwang und Unmenschlichkeit einen Lehrling damals in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Gruß
Nostalgiker



Nosti was muss man einnehmen um so etwas zu schreiben ? Schicke mir mal 'ne Kopie von dem Rezept, interessiert mich persönlich.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#64

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:18
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Zitat von Harra318 im Beitrag #

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Wolltest Du studieren?
Es ist mir absolut Neu das die Aufnahme einer Berufsausbildung nach der 10. Klasse in der DDR an die Bedingung sich für 3 Jahre Armee zu verpflichten gekoppelt war.

Schön das in Deiner Gegend ein namhafter Automobilhersteller ist der Lehrlinge einstellt und ausbildet.
Mit Übernahmegarantie nach erfolgreichem Lehrabschluß wie das in der DDR üblich war oder ist das auch wieder Ausdruck von Zwang und Unmenschlichkeit einen Lehrling damals in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Gruß
Nostalgiker

ich weiß nicht wie es üblich war !


zuletzt bearbeitet 08.09.2012 23:56 | nach oben springen

#65

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Zitat von Major Tom im Beitrag #


Und dass man sich heute nicht frei entfalten kann... das kann ja nicht dein Ernst sein... Zeige mir mal ein Land in welchem die Bürger so viele Bildungsmöglichkeiten haben wie in Deutschland und nebenbei noch voll abgesichert sind.


Ja und deshalb "studieren" viele auch ewig, jobben ein wenig nebenher und fühlen sich voll abgesichert. Im Alter sorgt dann Tante von der Leyen für sie.
Die Generation "Praktikum" wird Deine Zeilen mit Tränen der Rührung lesen.

Bildungsmöglichkeiten, das ist das eine, sie nutzen zu können das andere. Die Mär von der Chancengleichheit bei der Bildung stimmte weder vor hundert Jahren und heute stimmt sie auch nicht.

Ein Kind/Jugendlicher aus bildungsresistenten Umfeld wird es, wenn es Glück hat, bis zum einfachen Hauptschulabschluß schaffen.
Weiterführendes in Sachen Bildung ist bei dieser Klientel so häufig wie rumliegende Diamanten auf dem Bürgersteig
Ach so ist das also.
Angenommen die DDR würde in der heutigen Zeit noch existieren,wie würde sie "dastehen"?
Hätte sie den Westen endlich überholt ohne einzuholen?
Hätte z.B. der Nachfolger von Onkel Harry T. oder Onkel Egon K. alles geregelt und uns (im Alter) realsozialistisch abgesichert?
Womit? Und von was?
Wohlgemerkt,dass fiktive Szenario spielt in der heutigen Welt,wo wir nur noch von "Globalisierung" sprechen und hören.
Ich denke, dass die Wende ein Glücksfall für uns Ostdeutschen war,denn es hätte,bei allen Schwierigkeiten die die Wiedervereinigung mitsichbrachte,schlimmer kommen können.
Siehe andere ehem. soz.Staaten,die keinen "Reichen Bruder" im Westen hatten.........
Ohne den stürmischen Herbt 89 hätte die Welt sich auch weitergedreht,doch die "Veränderungen" wären ebenfalls eingetreten,halt nur später.

Edit: Zusatz zur Chancengleichheit bei der Bildung (in der Ex-DDR)

Das die Mär auch für die Ex-DDR galt ist dir aber schon klar?
Dazu schrieb ich auch schon etwas über mich.
Ganz kurz nur soviel,ich sollte und wollte meinen Meister machen.
Ich war kein SED-Mitglied und wollte nie eins werden..........wurde es auch nie!
Da haben die Genossen beschlossen,dass ich dann eben meinen Meister abhaken kann.
Letzendlich wurde ich noch bestraft ,äh "Belobigt" und für 8 Wochen zur "Soz. Hilfe" abdelegiert.
Diese "Ehre" wollte mir man dann noch länger zukommen lassen,aber ich habe mich über den FDGB (erfolgreich) gewehrt und hatte einen guten Anwalt.
Ich konnte zurück in "Meine Brigade".
Dort hatte mich der "Brigadeleiter" dann permanent auf dem Kieker.
Denn ich trat niemals in die SED ein und war ab nun sein Feind. (Meine "Liebe" zur Ex-DDR wurde durch diese ganze Angelegnheit nicht gerade beflügelt...,so macht man sich bekanntlich keine Freunde......)
Obwohl mir die "Lieben Genossen" aus BPO,SED,FDJ usw. erklärten......."Junge Bäume lassen sich biegen"!...........
Tja ,dass klappte bei mir eben nicht und so bekam ich,wie schon erwähnt,statt meiner Meisterschule eine "Delegierung zur soz.Hilfe" in einem anderen Betriebsteil mit einer vollkommenen anderen Aufgabe.
Soviel zur Chancengleichheit Made in GDR.

ek40


zuletzt bearbeitet 08.09.2012 23:12 | nach oben springen

#66

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:24
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Harra318, Kommata werden nach der allerneuesten Rechtschreibreform prinzipiell nach Gefühl gesetzt

Ist wirklich etwas sinnenstellend so wie da steht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
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der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
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aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#67

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:29
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #

..... bin dankbar, ja sehr dankbar das ich die Chance erhalten habe dieses Leben ohne staatliche Gängelei führen zu dürfen.



der Witz ist echt Klasse bezogen auf die durchbürokratisierte Gängelei, Bevormundung und Beschränkung persönlicher Entfaltungsmöglichkeiten in der heutigen Bundesrepublik.

Auch hier gilt ganz besonders: ohne Moos nix los und haste das kommt auch gleich das Finanzamt mit seinen Ansprüchen.

Nostalgiker

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Mal abgesehn von der Gängelei des Staates DDR, die ich auch nicht anzweifeln möchte.
Was passiert heute?
Das Du, bzw. Dein Sohn, aufgrund guter Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterkommt, dass ist natürlich schön und freut mich als Mensch.
Was ist aber mit all den anderen die nicht die schulischen Leistungen erbringen?
Das sind nicht wenige, die fallen in ein tiefes Loch, viele bleiben schon im Abitur hängen weil die Anforderungen viel zu hoch sind, weil viel zuviel Müll gelehrt wird.
Die Schüler sitzen heute länger in der Schule und haben weniger Freizeit, als Erwachsene auf Arbeit sind.
Heute diktiert nicht der Staat was zu tun und zu lassen ist um einen Job zu bekommen, sondern die Wirtschaft.
Und die wollen am liebsten selbst fürs Klo putzen Abiturienten haben.
Ab wann muss man sich fürs Abi entscheiden?
Ich glaub ab der 6. Klasse geht der Weg los, schon da wird getrennt, die schlechten haben bereits verloren und unter den guten wirds noch jede Menge verlierer geben.
Aslo die 3 Jahre NVA wovon man eh 18 Monate leisten musste waren doch Pillepalle gegen das was ein Gymnasiast heute leisten muss.
Die Folge ->Jugendliche mit Depressionen und Krankheiten die wir in der DDR als Kinder und Schüler garnicht kannten.
Und auch hier ist Moos, wie es Nostalgiker benannte, wichtig, denn ein höherer Bildungsweg ist ohne Aufwendungen der Eltern kaum möglich.
Die besseren Chancen sind doch sehr scheinheilig.
Klar wer es schafft ist oben, aber wieviele werden dabei auf der Strecke bleiben und das gabs in der DDR in der Form nicht.


Natürlich gibt es heute viele Möglichkeiten sich zu entwickeln die es in der DDR kaum gab, aber ob es MEHR Möglichkeiten sind und ob das alles so schillernd ist wie man das uns gern weiss machen möchte, davon bin ich nicht überzeugt.
Für mich, als sozial denkender Mensch, bleiben im heute viel zu viele auf der Strecke, zumal das dann noch halbe Kinder sind.
Die Folgen sieht man täglich, und diese Lage, wird sich in den nächsten Jahren erheblich verschlechtern -auch in der Automobilindustrie-.

Man muss schon sehr viel Erfolg haben und sehr egoistisch sein in dieser Gesellschaft, um in selbiger alles toll zu finden.
Das Schul- und Bildungssystem ist gewiss nicht toll.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#68

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #
Zitat von Harra318 im Beitrag #
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
[quote=Grenzwolf62|p207847]
..... bin dankbar, ja sehr dankbar das ich die Chance erhalten habe dieses Leben ohne staatliche Gängelei führen zu dürfen.



der Witz ist echt Klasse bezogen auf die durchbürokratisierte Gängelei, Bevormundung und Beschränkung persönlicher Entfaltungsmöglichkeiten in der heutigen Bundesrepublik.

Auch hier gilt ganz besonders: ohne Moos nix los und haste das kommt auch gleich das Finanzamt mit seinen Ansprüchen.

Nostalgiker

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Mal abgesehn von der Gängelei des Staates DDR, die ich auch nicht anzweifeln möchte.
Was passiert heute?
Das Du, bzw. Dein Sohn, aufgrund guter Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterkommt, dass ist natürlich schön und freut mich als Mensch.
Was ist aber mit all den anderen die nicht die schulischen Leistungen erbringen?
Das sind nicht wenige, die fallen in ein tiefes Loch, viele bleiben schon im Abitur hängen weil die Anforderungen viel zu hoch sind, weil viel zuviel Müll gelehrt wird.
Die Schüler sitzen heute länger in der Schule und haben weniger Freizeit, als Erwachsene auf Arbeit sind.
Heute diktiert nicht der Staat was zu tun und zu lassen ist um einen Job zu bekommen, sondern die Wirtschaft.
Und die wollen am liebsten selbst fürs Klo putzen Abiturienten haben.
Ab wann muss man sich fürs Abi entscheiden?
Ich glaub ab der 6. Klasse geht der Weg los, schon da wird getrennt, die schlechten haben bereits verloren und unter den guten wirds noch jede Menge verlierer geben.
Aslo die 3 Jahre NVA wovon man eh 18 Monate leisten musste waren doch Pillepalle gegen das was ein Gymnasiast heute leisten muss.
Die Folge ->Jugendliche mit Depressionen und Krankheiten die wir in der DDR als Kinder und Schüler garnicht kannten.
Und auch hier ist Moos, wie es Nostalgiker benannte, wichtig, denn ein höherer Bildungsweg ist ohne Aufwendungen der Eltern kaum möglich.
Die besseren Chancen sind doch sehr scheinheilig.
Klar wer es schafft ist oben, aber wieviele werden dabei auf der Strecke bleiben und das gabs in der DDR in der Form nicht.


Natürlich gibt es heute viele Möglichkeiten sich zu entwickeln die es in der DDR kaum gab, aber ob es MEHR Möglichkeiten sind und ob das alles so schillernd ist wie man das uns gern weiss machen möchte, davon bin ich nicht überzeugt.
Für mich, als sozial denkender Mensch, bleiben im heute viel zu viele auf der Strecke, zumal das dann noch halbe Kinder sind.
Die Folgen sieht man täglich, und diese Lage, wird sich in den nächsten Jahren erheblich verschlechtern -auch in der Automobilindustrie-.

Man muss schon sehr viel Erfolg haben und sehr egoistisch sein in dieser Gesellschaft, um in selbiger alles toll zu finden.
Das Schul- und Bildungssystem ist gewiss nicht toll.


Wie kommst du zu diesem Urteil ? Bist du je ausserhalb der DDR in die Schule gegangen ? Ich glaube nicht, wenn du den Beginn des Gymnasiums auf die 6. Klasse fixierst ist das schon dein erster Fehler. Aus diesem elementaren Fehler schliesse ich, das du keine blassen Schimmer über das Schulsystem hast.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 08.09.2012 22:45 | nach oben springen

#69

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 22:43
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Gert, ich glaube, ich sollte Dir langsam verraten was ich trinke: gutes Leitungswasser mit nix drin und dran.
Solltest auch langsam dazu wechseln

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

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Text: Kurt Demmler

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#70

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 23:08
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #
Zitat von Harra318 im Beitrag #
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
[quote=Grenzwolf62|p207847]
..... bin dankbar, ja sehr dankbar das ich die Chance erhalten habe dieses Leben ohne staatliche Gängelei führen zu dürfen.



der Witz ist echt Klasse bezogen auf die durchbürokratisierte Gängelei, Bevormundung und Beschränkung persönlicher Entfaltungsmöglichkeiten in der heutigen Bundesrepublik.

Auch hier gilt ganz besonders: ohne Moos nix los und haste das kommt auch gleich das Finanzamt mit seinen Ansprüchen.

Nostalgiker

Um meinen Wunschberuf zu bekommen, sollte ich drei Jahre zur Armee gehen.Heute sind schulische Leistungen ausschlaggebend.Unser Jünster hatte das Glück,durch seine Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterzukommen.


Mal abgesehn von der Gängelei des Staates DDR, die ich auch nicht anzweifeln möchte.
Was passiert heute?
Das Du, bzw. Dein Sohn, aufgrund guter Leistungen bei einem namhaften Automobilhersteller unterkommt, dass ist natürlich schön und freut mich als Mensch.
Was ist aber mit all den anderen die nicht die schulischen Leistungen erbringen?
Das sind nicht wenige, die fallen in ein tiefes Loch, viele bleiben schon im Abitur hängen weil die Anforderungen viel zu hoch sind, weil viel zuviel Müll gelehrt wird.
Die Schüler sitzen heute länger in der Schule und haben weniger Freizeit, als Erwachsene auf Arbeit sind.
Heute diktiert nicht der Staat was zu tun und zu lassen ist um einen Job zu bekommen, sondern die Wirtschaft.
Und die wollen am liebsten selbst fürs Klo putzen Abiturienten haben.
Ab wann muss man sich fürs Abi entscheiden?
Ich glaub ab der 6. Klasse geht der Weg los, schon da wird getrennt, die schlechten haben bereits verloren und unter den guten wirds noch jede Menge verlierer geben.
Aslo die 3 Jahre NVA wovon man eh 18 Monate leisten musste waren doch Pillepalle gegen das was ein Gymnasiast heute leisten muss.
Die Folge ->Jugendliche mit Depressionen und Krankheiten die wir in der DDR als Kinder und Schüler garnicht kannten.
Und auch hier ist Moos, wie es Nostalgiker benannte, wichtig, denn ein höherer Bildungsweg ist ohne Aufwendungen der Eltern kaum möglich.
Die besseren Chancen sind doch sehr scheinheilig.
Klar wer es schafft ist oben, aber wieviele werden dabei auf der Strecke bleiben und das gabs in der DDR in der Form nicht.


Natürlich gibt es heute viele Möglichkeiten sich zu entwickeln die es in der DDR kaum gab, aber ob es MEHR Möglichkeiten sind und ob das alles so schillernd ist wie man das uns gern weiss machen möchte, davon bin ich nicht überzeugt.
Für mich, als sozial denkender Mensch, bleiben im heute viel zu viele auf der Strecke, zumal das dann noch halbe Kinder sind.
Die Folgen sieht man täglich, und diese Lage, wird sich in den nächsten Jahren erheblich verschlechtern -auch in der Automobilindustrie-.

Man muss schon sehr viel Erfolg haben und sehr egoistisch sein in dieser Gesellschaft, um in selbiger alles toll zu finden.
Das Schul- und Bildungssystem ist gewiss nicht toll.


Wie kommst du zu diesem Urteil ? Bist du je ausserhalb der DDR in die Schule gegangen ? Ich glaube nicht, wenn du den Beginn des Gymnasiums auf die 6. Klasse fixierst ist das schon dein erster Fehler. Aus diesem elementaren Fehler schliesse ich, das du keine blassen Schimmer über das Schulsystem hast.





Nein hab ich auch nicht.
Schulsystem ist Ländersache lieber Gert und bei dir in NRW beginnt das Gym ab der 4. Klasse.
Wie wäre es wenn Du zu den anderen Aussagen Stellung nimmst.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#71

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 23:17
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
@Gert, ich glaube, ich sollte Dir langsam verraten was ich trinke: gutes Leitungswasser mit nix drin und dran.
Solltest auch langsam dazu wechseln

Nostalgiker

och nöö !!!



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#72

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 08.09.2012 23:53
von Rüganer (gelöscht)
avatar

@LO-Wahnsinn,
hätte es diesen Stress für Abiturienten nicht auch ohne Wende gegeben? Wenn in einer offenen DDR auch der deutschsprechende Pole oder der Westdeutsche den Job hätte annehmen können, für den der Abiturient gebüffelt hat. Selbst heute wird doch derjenige, der auf Grund der möglichen Lernschwäche oder seines fehlenden Willens, sich zu bilden, im Wettbewerb mit dem polnischen oder baltischen Bürger stehen. Dies ist nicht der Wende geschuldet. So bedauerlich es für diese Menschen auch ist, sie werden in ein Loch fallen, oder aber einen Job annehmen müssen, der nicht viel einbringt.
Das dieses Schulsystem nichts taugt, darüber muss man nicht diskutieren, jedoch habe ich in der DDR auch einige gesehen, die durchgeschleift wurden, obwohl sie nicht das Zeug für den Abschluss dieser Klasse hatten – eine Frage der Quote oder der Klasse?
Ich hatte noch die Möglichkeit, mein Studium ohne diesen Zwang zu 3 Jahren Armee aufnehmen zu können, aber war denn dieser Zwang in deinen Augen richtig? Pillepalle, so kann man auch darüber urteilen, denjenigen, den es betroffen hat, erschien es bestimmt nicht so. damit hat sich die führende Klasse der DDR einen Teil ihrer heranwachsenden Intelligenz vergrault.
Sozial denkende Menschen – dies können nur Menschen sein, die dies auch finanzieren können, hast du eigentlich erkannt, dass wir heute im Wettbewerb mit anderen Ländern stehen, unter anderem China oder Indien? Wie mögen die Bildungschancen in Indien sein? Ich weiß zu wenig drüber, aber denke mal, sie sind schlechter, als hier. Wie mögen die sozialen Bedingungen in Indien oder in China sein?
Selbst wenn die Wende nicht gekommen wäre, sondern nur Reformen und eine weltoffene DDR – China und Indien wären wieder unsere Wettbewerber gewesen und das resultat – es wäre das gleiche wie heute.
LO-Wahnsinn, ich bilde auch aus, wenn ich jeden übernehmen müsste, dann müsste mit jedem Azubi, den ich übernehme, auch mein Umsatz und mein Gewinn steigen, denn der Übernommene will auch seine Kohle, jeden Monat. Aber wo nimmst du Umsatz und Gewinn her? Den kannst du nicht backen und demzufolge kannst du keinen übernehmen, auch wenn dies wünschenswert wäre und man ein sozial denkender Mensch ist.
Es gibt vieles, was sein müsste, aber es gibt eben manches, was ist… real ist…


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#73

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 00:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Gert, das Schulsystem, die Schukbildung besteht nicht nur aus Gymnasium, auch wenn es heutzutage fast so erscheint.

Nur muß am heutigen Bildungssystem wirklich etwas nicht stimmen, denn nicht umsonst stellte ein länderübergreifendes Gremium der IHK bei Untersuchungen zur Ausbildungssituation und der Fähigkeiten bzw. des 'Fitseins' für eine Ausbildung bei Real und Gymnasiasten erhebliche Mängel bei der Beherrschung der Grundrechenarten fest.

Selbst Schüler der 5. Klasse, egal in welchem Bundesland, beherrschen heutzutage das sogenannte kleine 1x1 oder Kopfrechnen mit Zahlen bis 100 nicht problemlos.
Es ist schon sehr peinlich das an einer mir bekannten Uni im Studienfach Mathematik ein 'Vorstudiensemester' eingerichtet wurde um die studierenden auf das Hochschulniveau zu bringen welches für ein Studium notwendig ist.
Hier handelt es sich wohlgemerkt um Abiturienten welche den Wunsch verspürten Mathematik als Hauptfach zu studieren!
Ergo, Abiturienten haben im Fach Mathe keine Hochschulreife. Wie blamabel ist das denn fürs deutsche Bildungssystem?

Um diese Mißstände zu sehen, muß ich nicht in andere Länder reisen um deren Schulsystem zu studieren.

Das Schul- und Bildungssystem der DDR, vom ideologischen Ballast in bestimmten Fächern befreit, war und ist nicht das schlechteste gewesen in dieser Welt.
Inwieweit ich heutzutage Kinder in der Schule auf Leistung trimme, ich denke da besonders an einige asiatische Länder, sei dahingestellt.

Aber die heutige Schule mit einer großen Bespaßungsanstalt zu verwechseln, in der die Kinder völlig zwangfrei das machen dürfen was sie am liebsten machen; da gehört garantiert lernen nicht dazu.
Denn lernen ist meist öde. langweilig und mühsam. Welches Kind macht dies in der Regel schon freiwillig.

Unterrichtszeiten betrugen zu DDR Zeiten ab der 5. Klasse 32 UE/Woche und steigerte sich auf 36 UE/Woche; mit Samstagsunterricht in der POS und an der EOS in der Regel 35 UE/Woche. Bei der Berufsausbildung mit Abitur betrug die Wöchentliche Stundenzahl um die 28 UE. Ab 1967 war am Samstag kein Unterricht. Der Abiturlehrstoff für die 11. und 12. Klasse wurde auf insgesamt drei Jahre verteilt und dazu kamen noch die berufstheoretischen Fächer.

Aus einer beliebigen Stundentafel aus dem Netz ist ersichtlich das in der 10. Klasse 30 UE/Woche die Regel sein zu scheinen.
Wobei das deuten dieser Stundentafeln eine Wissenschaft für sich ist da nicht nur jedes Bundesland es macht wie es sich das denkt, auch jeder Schule ist in seiner Gestaltung sehr frei....

Jedenfalls kann ich solche Aussagen, das die Kinder heutzutage viel mehr Zeit in der Schule verbringen müßten wie zu DDR Zeiten nicht nachvollziehen.
Auch wir mußten Hausaufgaben machen, hatten umfangreichere Belegarbeiten in einzelnen Fächern zu erstellen und das außerhalb der regulären Schulzeit.
Die Klagen, das die Kinder heutzutage mehr "ran müßten" eröffnet sich mir nicht.

Gruß
Nostalgiker


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Text: Kurt Demmler

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#74

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 00:42
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Selbst Schüler der 5. Klasse, egal in welchem Bundesland, beherrschen heutzutage das sogenannte kleine 1x1 oder Kopfrechnen mit Zahlen bis 100 nicht problemlos.

Das Schul- und Bildungssystem der DDR, vom ideologischen Ballast in bestimmten Fächern befreit, war und ist nicht das schlechteste gewesen in dieser Welt.



Du machst es dir wirklich leicht, das muss man sagen, vergleichst die damalige DDR mit der heutigen Bundesrepublik. Warum eigentlich nicht mit der damaligen Bundesrepublik, da sah es mit der Bildung noch wesentlich besser aus wie heute. Und was meinst du wie das Bildungssystem der DDR heute aussehen würde wenn dieser Staat trotz seiner moraden Wirtschaft noch existieren würde? Die DDR war hoffnungslos pleite, da hätten Honnecker und Co. auch im Bildungssystem den Rotstift ansetzen müssen. Wenn du schon vergleichst dann bitte richtig.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
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#75

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 01:03
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Major Tom, solange Du die Geschichten von der maroden Wirtschaft und dem Pleitestaat DDR erzählst, behalte ich mir vor Vergleiche zu ziehen wie sie mir gefallen.
Natürlich hätte ich lieber das heutige Finnland zum Vergleich mit der heutigen BRD hernehmen müssen.

Was sind 24 Milliarden DM Auslandschulden der DDR gegen einen Rettungsschirm in dreistelliger Eurohöhe um die Staatspleite in Griechenland abzuwenden. Wobei immer noch nicht klar ist wieviel Schulden Griechenland denn überhaupt hat.

Immer schön die Hasskappe aufsetzen wenn ein Beitrag zur DDR geschrieben wird, gell?

Nostalgiker


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#76

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 01:16
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Jedenfalls kann ich solche Aussagen, das die Kinder heutzutage viel mehr Zeit in der Schule verbringen müßten wie zu DDR Zeiten nicht nachvollziehen.



Ist vielleicht nicht generell so, wie Du schon sagtest, die Systeme sind nicht einheitlich.
Ich kann aber aus erster Hand und ganz real, einen Vergleich zwischen Gymnasium Sachsen-Anhalt (DDR) damals und NRW heute ziehn und dort sind die Unterschiede, was Zeitaufwand für das Abitur angeht, gravierend, insbesondere ab Wegfall des 13.Schuljahres.

Klar, von nichts kommt nichts, dass war früher nicht anders als heute wenn es um Schule ging, aber was kommt denn unterm Strich heraus?
Du schreibst ja selber von Abiturienten mit "Bildungslücken" die viele zweifellos auch haben.
Wenn ich heute mal so und etwas intensiver mit Menschen rede, mit dem Hintergrundwissen der Mensch hat ein Abitur gemacht und/oder studiert, dann frage ich mich oft, für was der seine Jahre verbraten hat und ob er in meine Pfeife passt, um es mal ganz diplomatisch auszudrücken.

Immerhin ich hab "nur" 10.POS und war auch nicht unbedingt ein Strebender und meine Deffizite offenbaren sich schon in der Rechtschreibung, aber wenn es sich um ganz allgemeine Dinge handelt, Allgemeinwissen wie man so schön sagt, was für uns DDRler ganz normal ist, dann offenbaren sich da grosse Lücken.
Das Ergebnis unterm Strich, also den Nutzen nach dem Abi, was du selber schon aufgeführt hast, ist ebenso gravierend zu ungunsten der heutigen Abiturienten.

Kurz gesagt, wie im Vorposting erwähnt, mehr Aufwand weniger Nutzen.
Das Schulsystem der DDR, vermochte mit weniger Zeitaufwand einen höheren Bildungsstand zu erzielen.
Hätte man den ganzen Politkram noch weggelassen, wär diese Effektivität noch höher ausgefallen.

So zumindest sind meine Einschätzungen anhand meiner möglichen Vergleiche, die müssen natürlich nicht pauschal richtig sein.

Auf Rügianer antworte ich morgen, hab heute auch kein Bock mehr viel zu tippen.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#77

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 01:41
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
@Major Tom, solange Du die Geschichten von der maroden Wirtschaft und dem Pleitestaat DDR erzählst, behalte ich mir vor Vergleiche zu ziehen wie sie mir gefallen.


Das machst du doch auch ohne Geschichten von der maroden Wirtschaft und dem Pleitestaat DDR. Gerade waren wir noch bei der Bildung und der moraden Wirtschaft und schwups...

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Was sind 24 Milliarden DM Auslandschulden der DDR gegen einen Rettungsschirm in dreistelliger Eurohöhe um die Staatspleite in Griechenland abzuwenden. Wobei immer noch nicht klar ist wieviel Schulden Griechenland denn überhaupt hat.


---> sind wir beim Griechenland-Rettungsschirm

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #
Immer schön die Hasskappe aufsetzen wenn ein Beitrag zur DDR geschrieben wird, gell?


Um zu erkennen dass die DDR pleite war benötigt man keine Hasskappe.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#78

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 09:32
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Major Tom im Beitrag #

Um zu erkennen dass die DDR pleite war benötigt man keine Hasskappe.



Vielleicht braucht man um zu erkennen keine Hasskappe aber es sollten doch Grundkenntnisse in Betriebswirtschaft/Volkswirtschaft/Politwissenschaft vorhanden sein um zu verstehen wann ein Staat "pleite" ist.
Alles andere ist inhaltsloses Nach- Geschwätz.

Verschone mich Bitte mit dem "Beweis" in Form des 'Schürer-Berichtes'. Er, Schürer, war Parteifunktionär und kein anerkannter Ökonom im Sinne theoretischer Grundlagenarbeit in Verbindung mit der wirtschaftlichen Praxis.

Es gibt einige Ökonomen, Ost wie West, die diese hahnebüchene These innerhalb von 30 Sek. ad adsudum führen und es auch gemacht haben.

Nur passen ihre Erkenntnisse nicht in den heutigen mainstream, welcher unvermindert seit 22 Jahren anhält, und schon überhaupt nicht in das Weltbild eines @Major Toms welches er von der DDR wahrnimmt und anschließend verbreitet.

Wir könnten uns auch mit der Staatsverschuldung der BRD beschäftigen und dem ach so ausgeglichenen Staatshaushalt selbiger. Aber als BRD Gläubiger willst sowas bestimmt nicht hören.

Die Schuldenlast, umgerechnet auf die Bevölkerung betrug 1989 ca. 5.200 Mark (umgerechnet in DM) und die in der BRD deutlich über 15.000 DM pro Kopf der Bevölkerung.
Wer ist den aus Deiner Sicht da 'Pleiter' gewesen?

Diskussionen entwickeln sich, aber auch dieser Fakt scheint Dir fremd und ungewöhnlich.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#79

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 09:40
von Pit 59 | 10.134 Beiträge
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#80

RE: Was ist schief gelaufen nach der Wende?

in DDR Staat und Regime 09.09.2012 10:02
von Marder | 1.413 Beiträge

Die Schuldenlast, umgerechnet auf die Bevölkerung betrug 1989 ca. 5.200 Mark (umgerechnet in DM) und die in der BRD deutlich über 15.000 DM pro Kopf der Bevölkerung.

Nostalgiker.

Wenn du schon rechnest uns vergleichst, musste auch die kaputten Straßen, verkommene Bauten usw. usw. dazu rechnen. Wenn man sich KAPUTT spart und die notwendigen Investitionen nicht tätigt, hat man zwar keine Schulden aber dafür ein schrottreifes GEBÄUDE. Was die Reparatur dieses GEBÄUDES DDR gekostet hat kannste getrost der Staatsverschuldung dieser Deutschen Demokratischen Republik hinzu rechnen.

Vielleicht hatten sie auch nicht mehr Schulden pro Kopf, weil ihnen niemand mehr Kredit geben wollte, außer FJS.

MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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