#1

Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.06.2009 22:32
von karl143 (gelöscht)
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Ich möchte hier mal auf die HP des B. Veigel aufmerksam machen. Er war zwischen 1961 und 1970 selber als Fluchthelfer tätig und hat mit Helfern zusammen ca. 650 Personen die Flucht aus der DDR ermöglicht.

http://www.fluchthilfe.de/

Interessanter Lesestoff unter Beiträge/ "Der Anfang" und "Kanalisation"


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#2

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 07:09
von S51 | 3.733 Beiträge

Wohl einer von den "Provessionellen", die nicht wenig Geld mit Schleusungen verdient haben sollen. Manche Flüchtlinge haben zwischen 3500 und 10000 DM auf Kreditbasis für die Schleusung bezahlen müssen und dies später dann abgestottert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 07:15
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von S51
Wohl einer von den "Provessionellen", die nicht wenig Geld mit Schleusungen verdient haben sollen. Manche Flüchtlinge haben zwischen 3500 und 10000 DM auf Kreditbasis für die Schleusung bezahlen müssen und dies später dann abgestottert.

Lies mal durch, da geht er naemlich 'drauf ein, die "Provessionellen" waren anscheinend eher hinderlich...
-Th


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#4

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 07:19
von S51 | 3.733 Beiträge

Ja, habe ich. Aber er schreibt auch immer wieder von "Mitarbeitern". Irgendwas passt da nicht. Konkurrenz ist immer hinderlich. Ich bin auch sauer, wenn ich meine "Kunden" im Kahn besuchen muß, weil andere schneller waren.


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#5

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 07:40
von CaptnDelta (gelöscht)
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Die "Mitarbeiter" waren Kollegen und Komillitonen der FU Berlin. Worauf ich hinauswollte, er schreibt auch:

Zitat von Burkhart Veigel
Natürlich hat es auch - vor allem später - Fluchthelfer gegeben, die aus der Not anderer Menschen Kapital schlugen. Und gelegentlich hat es auch echte Kriminelle dabei gegeben, die wenig Sinn für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Menschen hatten, dafür aber einen kräftig entwickelten Erwerbssinn. Sie haben aber nie mehr als eine Statistenrolle gespielt. Allerdings waren ihre Untaten oft recht medienwirksam, und für die Presse war es oft auch interessanter, irgendwelche obskuren Machenschaften aufzudecken als eine „saubere“ Fluchtgeschichte zu recherchieren. An die echten Fluchthelfer kamen die Journalisten aber auch kaum heran, weil die sich aus Furcht vor Stasi-Spitzeln immer im Hintergrund hielten. So ist in der Öffentlichkeit ein schiefes Bild über die Fluchthilfe entstanden, das hier zurechtgerückt werden soll, nicht durch Dichtung, sondern durch Wahrheit und Fakten.


Da war auch vor 'ner Weile mal ein Interview mit ihm:
Teil 1
Teil 2

Uebrigens, warum must Du Deine "Kunden im "Kahn" besuchen, weil andere schneller waren"? Steh' hier gerade auf dem Schlauch.
-Th



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#6

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 08:38
von S51 | 3.733 Beiträge

Hallo, wie ich schon mal geschrieben habe, verbreite ich eben auch "Sicherheit", indem ich Leute finde. Das machen andere ebenfalls. Das sind zwar mehr oder weniger Kollegen aber fieserweise nur kommerziell interessiert und ganz nebenbei hinderlich...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#7

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 08:49
von karl143 (gelöscht)
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@S51 Allein der Satz von ihm >Natürlich hat es auch - vor allem später - Fluchthelfer gegeben, die aus der Not anderer Menschen Kapital schlugen.< zeigt doch eindeutig, das er keiner von den Professionellen war. Ich glaube, keiner der Fluchthelfer konnte die Arbeit, Vorbereitung und Ausführung alleine stemmen. Außerdem haben damals die meißten von denen noch studiert. Es ist also ganz logisch das er da von Mitarbeitern spricht.


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#8

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.06.2009 09:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Es gibt von ihm auch ein Interview im Spiegel vom 11.08.2001. Das kann man so und so lesen. Insgesamt aber hast du hier wohl recht. In der Organisation, zu der er gehörte, waren offensichtlich die verschiedensten Motive vertreten. Geheimdienste mischten dort mit, Leute, die ihre Einkünfte aufbesserten und auch viele, die dies taten, um anderen zu helfen. Eine recht erfolgreiche Truppe.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#9

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.06.2009 13:47
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo zusammen,
ja die DDR war darin bemüht, jeden Fluchthelfer den professionellen Menschenhändlern gleichzusetzen. Ich kann mich noch an die Artikel in den Zeitungen erinnern, die immer erscheinten, wenn man wieder einige Leute verurteilt hatte. Die Strafen waren ja sehr hoch angesetzt, heute bekommt ein Mörder fast dieses Strafmaß, viele wurden jedoch eher freigekauft.
Das es Menschen gab, die das aus Überzeugung getan haben, passte nicht ins Bild. Man muss natürlich auch zugeben, dass Fluchthilfe teuer war. Umsonst setzte sich kaum jemand diesem Risiko aus oder stellte falsche Pässe her. Wolfgang Welsch war neben Veigel auch sehr erfolgreich.
Ich kann mich an keinen Fall erinnern, wo man Leute verschleppt hatte, die nicht weg wollten. Nur umgekehrt, es gab da wohl so ein paar Aktionen in den 50er Jahren vom MfS...

Gruß, Augenzeuge


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#10

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.06.2009 14:16
von karl143 (gelöscht)
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Für das Verschleppen von West nach Ost gibt es ja genug Beispiele, z. B. die des systemkritischen Journalisten Fricke am 1. April 1955.
Ist hier auch noch mal nachzulesen: http://www.morgenpost.de/printarchiv/ber...choeneberg.html oder Rechtsanwaltes Dr. Walter Linse aus Westberlin in 1952 (http://www.stiftung-aufarbeitung.de/down...p2007/Muhle.pdf).
Man kan sich gut vorstellen, das gerade zur Zeit nach dem Weltkrieg bei dem ganzen durcheinander in der Viersektorenstadt so eine Verschleppung ziemlich problemlos zu machen war.



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#11

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 16:50
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Ich habe einen Bekannten, der kurz nach Inkrafttreten des Grundlagenvertrags Anfang der 70ger im dann erleichterten Transit Berlin-Bundesgebiet aus der DDR durch eine Fluchthilfe-Organisation ausgeschleust wurde. Er gab an, daß in den ersten Jahren in Ausnutzung der "Lücken im Überwachungssystem durch die neue Situation" im Transit Tausende ausgeschleust werden konnten. Er hat die Fluchthilfe durch Kredit selbst bezahlt.

Die Fluchthilfe lief nach seinen Erzählungen folgendermaßen ab:
Nachdem er zur Verabredung seinen Fluchthelfer in der Raststätte Michendorf auf die Toilette gehen sah, zahlte er und passte seinen Fluchthelfer dementsprechend ab, daß beide zeitgleich die Raststätte gemeinsam verließen, als ob sie sie gemeinsam betreten hätten. Beide gingen zum Auto und er setzte sich nach vorne auf den Beifahrersitz des Mercedes-PKW. Sie fuhren los am frühen Sonntagmorgen(?), als die Transitstrecke erfahrungsgemäß recht leer war. An einer bestimmten Stelle der Transitstrecke gab es eine Vertiefung. So etwas, wie ein kleines Tal, in der sich das Fahrzeug kurzfristig einer Überwachung aus der Ferne entzog. Im PKW erfuhr er vom Fluchthelfer den genauen Ablauf. Das er mitten auf der Transitstrecke stoppen werde. Und das er dann nach hinten rennen solle, um sich in den Kofferraum zu legen. Das geschah dann auch so. Das Fahrzeug stoppte rasant. Er rannte nach hinten, sprang in den Kofferraum und der Fluchthelfer gab sofort wieder Vollgas. Aus dem Kofferraum hörte er dann nach eigenen Erzählungen die Abfertigungsgespräche. Das Fahrzeug fuhr ein Stück. Dann fuhr das Fahrzeug ein längeres Stück. Dann stoppte es nochmals. Genau erinnern konnte er sich dann an die Frage: "Guten Tag, gab es in der DDR besondere Vorkommnisse"? Da wußte er: "...ich hab´s geschafft...". Der Fluchthelfer verneinte die Frage und sie fuhren noch ein Stück bis auf einen abegelegenen Teil einer Raststätte. Er kann sich noch heute an die ersten Eindrücke erinnern. "Der Kofferraum öffnete sich. Und ich sah als allererstes im Westen eine Shell-Tankstellenreklame hinten auf der anderen Fahrbahnseite."

Er setzte sich wieder nach vorne auf den Beifahrersitz. Und die Fahrt ging ganz normal weiter nach Frankfurt/Main zu seinen Verwandten....

So sinngemäß die Erzählung, die ich vor ca. einem Jahr im Urlaub auf den Kanaren neugierig erfragte.


zuletzt bearbeitet 24.06.2009 17:03 | nach oben springen

#12

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:03
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo FSK-Veteran
An dieser Geschichte habe ich starke Zweifel.Auch wenn vielleicht die Transitstrecken und die Autobahnraststätten sowie dazugehörige Parkplätze noch nicht wie später überwacht wurden!Aber ohne Kofferraumkontrolle am Grenzübergang? Nein das kann ich mir nicht vorstellen! Gruß Peter(Turtle)


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#13

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:16
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Hallo Turtle!

Ich halte den Mann für glaubwürdig.
Im Transitverkehr gab es keine Kofferraumkontrollen. Ein hervorragender Erfolg des Verhandlungsführers der Bundesregierung Egon Bahr bei den Verhandlungen war es, daß die DDR soweit Souveränitätsrechte im Transit Berlin(West)-Bundesrepublik abtrat, daß Fahrzeugkontrollen nur in streng begründeten Ausnahmefällen gestattet waren. Ich werde dazu gleich noch ein Thema eröffnen. Reisende brauchten das Fahrzeug weder bei der Einfahrt in die DDR, noch bei der Ausfahrt verlassen! Ansonsten wären die Westberliner nicht in diesen Massen an den Wochenenden ins Bundesgebiet geströmt, wenn es ähnlich geartete Kontrollen gegeben hätte, wie bei der Einreise in die DDR...

Wikipedia schreibt:

"Visa-Erteilung und Personenkontrollen

Mit dem Abkommen wurde unter anderem vereinbart, dass die Ausstellung von Visa an den Grenzkontrollstellen der DDR direkt am Fahrzeug der Reisenden zu erfolgen habe und dass eine Kontrolle der Gepäckstücke unterbleibe. In die Pässe wurde dabei ein zweifarbiger Visavermerk gestempelt. Die Farben wechselten jedes Jahr. Für Einwohner West-Berlins wurde ein extra Blatt in den (grünen) „behelfsmäßigen“ Berliner Personalausweis eingelegt."

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Transitabkommen



zuletzt bearbeitet 24.06.2009 17:20 | nach oben springen

#14

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:29
von turtle | 6.961 Beiträge

Hätte ich das damals gewusst,hätte ich etwas für meinen Bruder organisiert!


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#15

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:34
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Gut, daß Du es nicht getan hast. Wenig später waren Fluchthilfeorganisation derartig von der Stasi durchsetzt, daß es nachher kaum noch möglich war, über die Trasitstrecke auszuschleusen. Die Rate der entdeckten Flüchtlinge war nachher enorm. Außerdem setzte die DDR in den 80ger Jahren schwedische Wärmeüberwachungsgeräte ein, die vom Dach der Ausfahrten aus genau registrierten, ob jemand im Kofferraum liegt....

Alles richtig gemacht!


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#16

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:35
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Vieleicht gab es ja Stichkontrollen und zack,ausgerechnet an diesem Tage ,genau zu der Stunde,exakt an dem Ort heisst
es dann:Nun machem sie mal den Kofferraum auf.



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#17

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:41
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Also ich mußte bei meinen Transitfahrten mit meinen Eltern (und auch sonst seit 1972) nicht ein einziges mal in Drewitz oder Rudolfstein (oder Marienborn) das Fahrzeug verlassen. Und meine Eltern fuhren oft, da sie in Bayern bis zur Wende eine eigene Ferienwohnung besaßen.

Die haben sie übrigens inzwischen getauscht gegen ein kleines Ferienhaus am Schermützelsee. Sparen sie mal locker ca. 350 Kilometer pro Strecke...


zuletzt bearbeitet 24.06.2009 17:48 | nach oben springen

#18

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 17:49
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Hab da mal eine Frage.Kann es sein,das durch dieses Abkommen die Fluchthilfe kriminalisiert wurde und keine Hilfe mehr war, sondern eine Strafttat.Die dann eigentlich auch von seitens der damaligen BRD verfolgt hätte werden müssen.Schließlich haben ja 2 deutsche Staaten den Vertrag unterzeichnet.
Aber ich bin sicher--werde hier schon eine Antwort erhalten


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#19

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 18:02
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Nach meinen Erkenntnissen hat sich die DDR mehrfach beklagt, daß die Bundesregierung Fluchthelfer bzw. Flüchtlinge nicht verfolgt. Zu lesen ist das aus Sicht der DDR-Verhandlungsseite in einem sehr interessanten Buch von Karl Seidel "Berlin-Bonner-Balance".
Karl Seidel war später im DDR-Aussenministerium der Leiter der Abt."BRD"

Quelle:
http://www.vip-ev.de/text209.htm

Dort "beklagt er sich" auch, daß Bahr durch eine direkte Vorsprache bei Erich Honecker die Verhandlungspositionen der DDR-Verhandlungsführer untergraben konnte und erreicht hat, daß die Regelungen für den Transitverkehr per "Ordre de Mufti" durch "Abtretungen souveräner DDR-Rechte" gratis (ohne Gegenleistungen) zu sehr zugunsten der Position Egon Bahrs verschoben wurde.


zuletzt bearbeitet 24.06.2009 18:11 | nach oben springen

#20

RE: Fluchthilfe - Fluchthelfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.06.2009 20:41
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Rostocker
Hab da mal eine Frage.Kann es sein,das durch dieses Abkommen die Fluchthilfe kriminalisiert wurde und keine Hilfe mehr war, sondern eine Strafttat.Die dann eigentlich auch von seitens der damaligen BRD verfolgt hätte werden müssen.Schließlich haben ja 2 deutsche Staaten den Vertrag unterzeichnet.
Aber ich bin sicher--werde hier schon eine Antwort erhalten


Klare Antwort: Nein.
Der Grundlagenvertrag regelte zwar die Zugangsmöglichkeiten nach Westberlin, aber es konnte keine klare Regelung explizit über Fluchthilfe geben. Geregelt war, unter welchen Bedingungen eine ungehinderte Durchreise zu erfolgen hat. Sofern eine Regel verletzt wird, hat die DDR das Recht einzugreifen. Die BRD hat es ja erst erfahren, wenn jemand schon im Westen war. Den durfte man dann aufgrund des höherwertigen Grundgesetzes nicht zurückschicken. Aber das war der DDR von vornherein klar.

Noch ein Beispiel. Aus dem Westen konnte man für DDR-Bürger Flüge im Ostblock kaufen. Hier musste man natürlich die Daten angeben. Daraus konnte man BRD-Pässe machen. Also, in Prag als DDRler rein- in Budapest als Bundesbürger ausgestiegen und den Einreisestempel bekommen. Hier gab es auch Verträge die verletzt wurden. Aber wen sollte man verklagen?
Ein Deutscher konnte nicht ausgeliefert werden.


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