#21

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 17:32
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Augenzeuge,
es war ja nun nicht so, dass alle Bürger die in die BRD gingen es zu Wohlstand und Reichtum brachten. Und was ein neuer oder gebrauchter PKW zu damaligen Zeit kostete, ist doch auch bekannt. Nur wäre es eben schon ein Thema für sich, was man wie bewertet. Ich mache doch eine Person oder ein Land nicht am gefahrenen Auto fest.
Auch entspricht es nicht den Tatsachen, dass alle Briefe – Rückverbindungen - aus der BRD nicht in der DDR ankamen. Und auch persönliche Treffen gab es ja, CSSR, Polen, Ungarn usw. da gab es schon einiges. Das Rückverbindungen unter Kontrolle gehalten wurden ist doch normal, auch die Dienste West haben das eine oder andere Auge auf diese Kontakte geworfen.
Sicher wurde über die BRD berichtet, aber dies wurde aber von nicht wenigen nur als Propaganda eingestuft.
Was ändern ? Sicher eine Menge. Man hätte schon zeitiger – wie vom MfS vorgeschlagen – mit bestimmten Personen-gruppen- reden müssen . Ein neues Reisegesetz und vieles mehr. Aber bei allen muss man dies in die große Politik einordnen, welchen Einfluss hatte die UdSSR, welchen die USA, wie war das mit dem Geld, mit der Wirtschaft, warum konnten die DDR und die anderen soz. Staaten nicht alles auf dem Weltmarkt kaufen, was war mit dem Rohstofflieferungen aus der Sowjetunion, welche Rolle spielte die Politik der BRD usw. usw.
Ein großes Problem war u.a. immer, dass die BRD die DDR nicht voll anerkennen wollte und das die Währung der DDR nicht konvertierbar war.
Und mit den REISEN in dringenden Familienangelegeheiten, richtig, da gab es Fehler, auch wenn da oftmals das MfS vorgeschoben wird, gab es da verschiedene Entscheidungsträger.
Eigentlich gehört dies alles aber in einen anderen Bereich.


Alfred, mittlerweile hast du schon einiges an Kontra von unseren Mitstreitern hören dürfen. Aber auch ich möchte dir noch ein paar Sätze zu deiner Antwort mitteilen. Zunächst finde ich es gut, das du "Tag" gesagt hast (anderer Thread). Auch wenn ich persönlich gern etwas mehr von dir erfahren hätte, ist das ein guter Anfang.

Natürlich muss man sich hier die Sätze genau durchlesen, es passiert sehr schnell, dass man etwas in den falschen Hals bekommt.
Deshalb danke an wosch, der die Berichtigung über entwendete Briefe vorweggenommen hat. Meistens waren es die ersten Briefe, die man nach der Übersiedlung über die ersten Eindrücke und Erlebnisse schrieb, und die dann später in der MfS-Akte gefunden wurden.
Wir weichen hier etwas vom Thema ab, aber das ist egal. Sorry, admins, ihr könnt ja einen neuen Thread draus machen....

Mit dem Auto, dass hatte ich nur deshalb erwähnt, weil wir hier im Forum schon mal den Fall hatten, das einem Besucher seitens der DDR geraten worden ist, nicht mittels Porsche einzureisen. Klar waren die Autos nicht teuer. Aber das wusste die Mehrheit des DDR Volkes nicht. Woher denn? Die staunten nicht selten darüber, das man oft sehr schnell eine eingerichtete Wohnung hatte, und wie gut ein Auto für 2000 DM noch aussehen konnte. Beides war keine Selbstverständlichkeit. Und das führt sicher u.a. auch zur wirtschaftlichen Unzufriedenheit.

Ja, deine Änderungsmöglichkeiten sind sicher gut gemeint. Ich glaube nicht, das selbst bei einer frühzeitigen Auswechslung des Politbüros und eines vorhandenen Reisegesetzes eine Chance zum Überleben der DDR bestanden hätte. Selbst eine völlige Anerkennung der DDR durch die BRD hätte daran nichts geändert. CaptnDelta hatte sich diesbezüglich dazu auch geäussert. Falsch war, meines Erachtens, die Basisstruktur der DDR, das Betrachten des Volkes als Leibeigene, die sich strafbar machen, wenn man woanders leben möchte, die immer wieder (auch mittels Gewalt) versuchte Durchsetzung der Ideologie, die nicht freie Währung und nicht zuletzt auch die Ausbeutung durch die SU. Du weißt, wenn man ein Haus baut und das Fundament ist wacklig, dann hält es nicht lange.

Eine Frage. Bei Reisen in dringenden Familienangelegenheiten war also das MfS nicht der alleinige Entscheidungsträger? Wer hatte denn die Macht zu entscheiden, ob ein Verwandter ersten Grades an einer Trauerfeier teilnehmen durfte? Warum gab es nicht die Möglichkeit einer Beschwerde in diesem Fall? Ich würde mich freuen hier noch etwas mehr erfahren zu können.


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#22

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 17:53
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Warum gab es nicht die Möglichkeit einer Beschwerde in diesem Fall? Ich würde mich freuen hier noch etwas mehr erfahren zu können.

Ich hatte mich auch schon mal an anderer Stelle genau zu diesem Thema geäußert. Die Möglichkeit der Beschwerde, eine Dienstaufsichtsbeschwerde zum Beispiel, oder auch der Gang vor ein Verwaltungsgericht sind die wesentlichen Merkmale eines Rechtsstaates. In der DDR gab es in der gesamten Zeit ihres Bestehens kein Verwaltungsgericht, obwohl es mal vorgesehen war. Hier kann man den Stand einer Beschwerde einfordern, die Behörde muß sich dazu äußern, diese Rechte gab es nicht. Dafür gab es aber Unzufriedenheit.
So einfach ist das.


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#23

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 17:56
von Affi976 (gelöscht)
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@Augenzeuge,
es gab Mittel und Wege, wenn man für eine Reise, z.B. Trauerfeier abgelehnt wurde.
Bei meiner Frau war es 1986, da starb ihre Oma in Westberlin. Mutter und Bruder durften zur Trauerfeier, nur meine Frau nicht. Nach einer "EINGABE" und Verlangen nach einem sofortigen Gespräch mit einem entsprechend zuständigen Mitarbeiter in der Berliner Keibelstrasse, wurde der Reise zugestimmt, da war zwar die Trauerfeier schon vorbei, aber die Beisetzung fand noch statt. Also, man konnte schon, wenn man natürlich auch noch den Mut hatte!!!!
VG Affi


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#24

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 18:03
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Affi976
@Augenzeuge,
es gab Mittel und Wege, wenn man für eine Reise, z.B. Trauerfeier abgelehnt wurde.
Bei meiner Frau war es 1986, da starb ihre Oma in Westberlin. Mutter und Bruder durften zur Trauerfeier, nur meine Frau nicht. Nach einer "EINGABE" und Verlangen nach einem sofortigen Gespräch mit einem entsprechend zuständigen Mitarbeiter in der Berliner Keibelstrasse, wurde der Reise zugestimmt, da war zwar die Trauerfeier schon vorbei, aber die Beisetzung fand noch statt. Also, man konnte schon, wenn man natürlich auch noch den Mut hatte!!!!
VG Affi


Ja Affi976 das ist mir bekannt. Aber mach das mal umgekehrt. Du kommst ja gar nicht von Westseite an denjenigen ran. Auch bei uns gab es zwar Menschen, die hier Widerspruch für uns in der DDR eingelegt haben. Erfolglos, Keine Erklärung. Glaube mir, wir hatten alles versucht, leider weiß ich bis heute nicht wer dafür verantwortlich war. Später will es immer keiner gewesen sein.


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#25

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 18:08
von Affi976 (gelöscht)
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Ja Jörg, da haben wir aneinander vorbei geredet. Ich dachte von Ost nach West, nicht andersrum. Wer da seine Finger im Spiel hatte, kann ich Dir auch nicht sagen. Aber ich kenne eben viele Fälle, wo ehemaligen DDR-Bürgern, die ausgereist waren, die Einreise ewig verwährt blieb und andere ruckzuck wieder da waren! Und das alles ohne Computer!!!!!
Aber vielleicht kann uns einer unserer Expertenkollegen weiterhelfen
Bis bald
VGAffi


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#26

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 18:33
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Affi976
Aber vielleicht kann uns einer unserer Expertenkollegen weiterhelfen
Bis bald
VGAffi


Genau! Hallo, Alfred!


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#27

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 19:03
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge


Ja Affi976 das ist mir bekannt. Aber mach das mal umgekehrt. Du kommst ja gar nicht von Westseite an denjenigen ran. Auch bei uns gab es zwar Menschen, die hier Widerspruch für uns in der DDR eingelegt haben. Erfolglos, Keine Erklärung. Glaube mir, wir hatten alles versucht, leider weiß ich bis heute nicht wer dafür verantwortlich war. Später will es immer keiner gewesen sein.

Hallo Augenzeuge,
beim Berliner Senat gab es ab 1972 od.73 eine Beschwerdestelle, dort konnte man diese Fälle vorbringen, in regelmäßigen Abständen wurden diese der DDR-Seite vorgelegt, mir sind einige Fälle bekannt, wo eine Einreisesperre vorlag. Der Senat mußte die Bürger unterrichten was dabei rauskam. Es gab auch positive Bescheide und die Einreise wurde gestattet,
Gruß aus Berlin


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#28

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 19:15
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
[Eine Frage. Bei Reisen in dringenden Familienangelegenheiten war also das MfS nicht der alleinige Entscheidungsträger?


Das Gerücht, dass die Entscheidung über die Ablehnung von Reisen in DFA einzig und allein beim MfS lag hält sich ja nun schon seit Jahren. Das MfS hatte lediglich ein Einspruchsrecht aus sicherheitspolitischen Gründen. Die letzte Entscheidung traf immer Inneres/PM.



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#29

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 19:26
von Alfred | 6.853 Beiträge

Augenzeuge,

habe bitte Verständnis dafür, dass ich Dir nicht mitteilen kann, welche Anlaufstellen es in der BRD oder WB gab, um seine Beschwerden zu verweigerten Einreisen in die DDR vorzutragen.

Ich habe aber in Erinnerung, dass es da eine „Kommission“? o. ähnliches gab, wo verschiedene Probleme angesprochen worden sind. Auch auf diplomatischer E§bene gab es zu dieser Problematik wohl den einen oder anderen Meinungsaustausch.

Einreisesperren in die DDR konnten vom MfS ausgesprochen werden. Ob auch noch andere Stellen, wie das MdI entsprechendes – in Eigenverantwortung- veranlassen konnten ist mir nicht bekannt. Aber ich kann mir vorstellen, dass es da schon eine Abstimmung gab, denn die Kräfte an den Grenzübergangsstellen – sprich MA des MfS – mussten ja die Reisesperre realisieren. Entschuldige diese Ungenauigkeiten, aber nach 20 Jahren und ohne Archiv ist einiges nicht so einfach.


Zu den Genehmigungen hat Merkur ja schon eine entsprechende Antwort gegeben. Übrigens galt dies auch bei „STÄNDIGEN AUSREISEN“.


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#30

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 21:56
von Augenzeuge (gelöscht)
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Danke allen für die Beantwortung. Über die Beschwerdestellen in WB damals war ich bestens informiert. Auch über andere Stellen. (Aber da ging nichts schnell- also für eine schnelle Beerdigung sinnlos)Z.B. war das Bürgerbüro in Neukölln des Hans Jochen Vogel ist auch einiges gelaufen. Persönlich habe ich auch damals mit ihm gesprochen. Aber das half leider erst nach dem 2. Sterbefall eines Verwandten. Das waren gut 2,5 Jahre nach Übersiedlung. Aber darüber hatte ich schon einmal berichtet.

Übrigens, das Interview von Mielke ist ja interessant. Aussage Mielke: "Mir war klar, daß die ständige Zunahme von Besuchen aus der BRD - von Politikern ebenso wie von Privaten - zersetzend wirken mußte." Da war es wieder. Das Wort der Stasi. "Zersetzend". Nur mit dem kleinen Unterschied- diesmal richtete es sich gegen sie selbst... Aber die Aussage bestätigt ja nur mein o.a. Post. Und dann noch aus erster Hand, toll.


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#31

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.08.2009 22:12
von LEGO | 487 Beiträge

vielleicht hat der arme Herr Mielke auch nur über einen relativ geringen Wortschatz verfügt ....


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#32

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.08.2009 07:58
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von karl143
Zitat von Augenzeuge
Warum gab es nicht die Möglichkeit einer Beschwerde in diesem Fall? Ich würde mich freuen hier noch etwas mehr erfahren zu können.

Ich hatte mich auch schon mal an anderer Stelle genau zu diesem Thema geäußert. Die Möglichkeit der Beschwerde, eine Dienstaufsichtsbeschwerde zum Beispiel, oder auch der Gang vor ein Verwaltungsgericht sind die wesentlichen Merkmale eines Rechtsstaates. In der DDR gab es in der gesamten Zeit ihres Bestehens kein Verwaltungsgericht, obwohl es mal vorgesehen war. Hier kann man den Stand einer Beschwerde einfordern, die Behörde muß sich dazu äußern, diese Rechte gab es nicht. Dafür gab es aber Unzufriedenheit.
So einfach ist das.


@karl143, da hast du recht, ein verwaltungsgericht gab es in der ddr nicht, obwohl seit anfang 1989 dafür die vorbereitungen liefen. dies sollte die sozialistische demokratie stärken. dem mfs war nicht ganz so wohl dabei (bei der kenntnisnahme der vorbereitungen) , da es im streitfall immer "die karten auf den tisch" hätte legen müssen... z.b. versagungsgründe, da bruder offizier der nva etc.
in der ddr gab es jedoch das "eingabe"- recht. dieses musste von jeder verwaltung bzw. behörde innerhalb von 4 wochen bearbeitet werden. wenn mich nicht alles täuscht, gab es dafür auch gesetzliche bzw. verwaltungsmässige vorgaben.

das v.g. führte zu der kuriosen situation, das nach 1990 ehem. ddr- bürger bei beschwerden an behörden immer noch "eingaben" verfassten anstatt "widerspruch" etc.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#33

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 18:45
von jacky (gelöscht)
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Hallo, ich habe das Buch gelesen und ihn danach kontaktiert. Seit dem stehen wir im Kontakt. Ich hatte soviele Fragen an ihn. Weil das eine sehr interessante Geschichte ist. Obwohl ich jemanden kenne, die meint, das er übertreiben würde. Auch darüber hab ich mit ihm gesprochen, da ich ein sehr direkter Mensch bin. Aber er hat nicht übertrieben. Manche meinen sogar er hätte sich bereichert damals. Stimmt auch nicht. Das was er getan hat, fand ich super.
Was ich aber nicht verstehe ist, warum man die Leute nicht einfach gehen lassen hat. Ich meine Verlust Warum man sie gequält hat. Sogar Mord vorgekommen ist. Für was?? Ich habe auch hier im Forum so viele Fragen.Vielleicht würde ich sogar Antworten bekommen. Das wäre lieb. Ich hatte immer das Vergnügen Opfer kennenzulernen. Nun möchte ich auch mal "Täter" kennenlernen. Was hat man eigentlich davon, wenn man Leute einsperrt? Man erreicht doch nur das Gegenteil. Die Kinder tun mir leid, die zwangsadoptiert wurden. Das ist unmenschlich. Nur weil man in Freiheit leben möchte? Ich habe schon so viel gelesen hier im Forum, das ich ganz durcheinander bin. Allein von manchen die sagen, es war doch gar nicht so schlimm. Aber warum Gefängnis? Wenn es doch gar nicht so schlimm war. Ich habe mir HSH angeschaut und Gänsehaut bekommen. Ich habe öfters Führungen mit gemacht, mit verschiedene Jahrgängen. Es hat sich mit den Jahren geändert, das ist richtig. Aber die Schikanen sind geblieben. Zum Beispiel, kenne ich Leute die nicht wussten in welches Gefängnis sie kamen. Hier wird gesagt, es wurde immer gesagt wohin. Was soll ich glauben? Ich hoffe das ich ein paar Antworten bekomme. Lg Jacky


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#34

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 19:02
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

natürlich hat der wolfgang w. immer die wahrheit erzählt und nie märchen... inbesondere über seine zeit in der pankower u- haftanstalt. jeder aus diesem forum hat und hatte die möglichkeit, sich mit ehem. mitarbeitern der pankower u-haftanstalt zu unterhalten und wird feststellen, dass wolfgang w. seine erzählungen schon rein technisch nicht funktionieren können. aber das ist einem ahnungslosem laien egal...er nimmt erstmal alles lunge...


p.s. @jacky, ich vermisse tatsächlich eine vorstellung von dir ... deine homepage habe ich mir angesehen auch mit den offensichtlichen lügen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
zuletzt bearbeitet 22.10.2012 19:20 | nach oben springen

#35

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 19:16
von jacky (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #34
natürlich hat der wolfgang w. immer die wahrheit erzählt und nie märchen... inbesondere über seine zeit in der pankower u- haftanstalt. jeder aus diesem forum hat und hatte die möglichkeit, sich mit ehem. mitarbeitern der pankower u-haftanstalt zu unterhalten und wird feststellen, dass wolfgang w. seine erzählungen schon rein technisch nicht funktionieren können. aber das ist einem ahnungslosem laien egal...er nimmt erstmal alles lunge...


p.s. @jacky, ich vermisse tatsächlich eine vorstellung von dir ... eine homepage habe ich mir angesehen auch mit den offensichtlichen lügen.
hallo gilbert. danke für die schnelle antwort von dir. also darf ich es nicht glauben? wie kamst du denn auf meine homepage? Achja bin einfach neugierig und möchte viel wissen.


zuletzt bearbeitet 22.10.2012 19:20 | nach oben springen

#36

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 20:10
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich habe das Buch auch gelesen ,und habe es noch da. Der Herr Welsch saß fast zur gleichen Zeit wie ich in der DDR in Haft.Was Herrn Welsch alles wiederfahren ist kann ich zumindest von mir nicht bestätigen,da ich es nicht so erlebt habe.Misshandlungen so wie er sie erlebte,Folter,Unterernährung,bis zur Scheinhinrichtung mag glauben wer will,ich nicht.Dabei bin ich bestimmt kein Liebhaber des DDR Systems gewesen und war noch weniger ein Freund der Stasi.Für mich hat immer gezählt sachlich und wahrheitsgemäß zu berichten. Gebe aber zu das im Arrest das Essen nicht gerade üppig war. Aufarbeit der DDR Vergangenheit ja,aber wahrheitsgemäß. Auch wenn meine Zeilen einigen nicht passen.die mir sogar einmal klüngelei mit der Stasi vorgeworfen haben werde ich nur das schreiben was ich mit meinem Gewissen vertreten kann.
Richtig ist auf alle Fälle das eine Haftstrafe wegen eines Versuches die DDR illegal zu verlassen Unrecht war. Ich fühlte mich und fühle mich noch heute zu Unrecht zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt.


Altmark01, PF75 und Stabsfähnrich haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 20:26
von jacky (gelöscht)
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Zitat von turtle im Beitrag #36
Ich habe das Buch auch gelesen ,und habe es noch da. Der Herr Welsch saß fast zur gleichen Zeit wie ich in der DDR in Haft.Was Herrn Welsch alles wiederfahren ist kann ich zumindest von mir nicht bestätigen,da ich es nicht so erlebt habe.Misshandlungen so wie er sie erlebte,Folter,Unterernährung,bis zur Scheinhinrichtung mag glauben wer will,ich nicht.Dabei bin ich bestimmt kein Liebhaber des DDR Systems gewesen und war noch weniger ein Freund der Stasi.Für mich hat immer gezählt sachlich und wahrheitsgemäß zu berichten. Gebe aber zu das im Arrest das Essen nicht gerade üppig war. Aufarbeit der DDR Vergangenheit ja,aber wahrheitsgemäß. Auch wenn meine Zeilen einigen nicht passen.die mir sogar einmal klüngelei mit der Stasi vorgeworfen haben werde ich nur das schreiben was ich mit meinem Gewissen vertreten kann.
Richtig ist auf alle Fälle das eine Haftstrafe wegen eines Versuches die DDR illegal zu verlassen Unrecht war. Ich fühlte mich und fühle mich noch heute zu Unrecht zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt.
hallo turtle natürlich zu unrecht. denn man darf niemanden einsperren. was ich mich frage, warum sollte er lügen? ich denke jeder hat seine erfahrung anders erlebt oder? jeder sollte darüber berichten. Siegmar faust haben sie auch nicht mit samthandschuhen angefasst. ich glaube Herrn Welsch. Es gab schon viele verschiedene Methoden. Ich finde es nur traurig, das die Stasi es nicht zugibt. Langsam sollten sie mal dazu stehen!


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#38

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 20:34
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von jacky im Beitrag #37
Ich finde es nur traurig, das die Stasi es nicht zugibt. Langsam sollten sie mal dazu stehen!


hat ja nicht lange gedauert... da ist ja die botschaft....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#39

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 20:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von jacky im Beitrag #35
wie kamst du denn auf meine homepage?

Na vermutlich hat er nicht nur diesen Beitrag von Dir (oder sollte ich lieber sagen von Ihnen?) gelesen. Und das mit der Neugier finde ich ja toll, nur schei... wenn die Meinung bereits feststeht und jetzt mit Fakten (naja, oder zumindest einem anderen Standpunkt/Blickwinkel) verwirrt wird, so was aber auch.
Unterlass am besten mal diese Täter/Opfer-Denke, auch wenn Du, ich zitiere mal aus #33 Ich hatte immer das Vergnügen Opfer kennenzulernen; offensichtlich professionelle Hilfe brauchen könntest. Nun, die bekommst Du hier nicht. Aber auf jeden Fall einen Blick hinter die Kulissen der vorgefertigten Meinung(en). Zugegebnermaßen nicht immer bequem, auch alle Zusammenhänge und Befindlichkeiten (auch Selbstdarstellungen auf beiden Seiten) zu überblicken, aber Du bist ja (und wiederum zitiere ich nur) einfach neugierig und möchte[st] viel wissen.

P.S. *tschuldschung* dass es schon gequotet wurde, ich war noch nicht ganz fertsch mit'm Stiel ..
Versuche nähmlich nebenher die Stiefel mit der Kragenbinde zu putzen, geht echt gut aber wie habt'n ihr die Kragenbinde wieder sauber ... *blöd_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 22.10.2012 20:49 | nach oben springen

#40

RE: Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2012 20:47
von jacky (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #39
Zitat von jacky im Beitrag #35
wie kamst du denn auf meine homepage?

Na vermutlich hat er nicht nur diesen Beitrag von Dir (oder sollte ich lieber sagen von Ihnen?) gelesen. Und das mit der Neugier finde ich ja toll, nur schei... wenn die Meinung bereits feststeht und jetzt mit Fakten (naja, oder zumindest einem anderen Standpunkt/Blickwinkel) verwirrt wird, so was aber auch.
Unterlass am besten mal diese Täter/Opfer-Denke, auch wenn Du, ich zitiere mal aus #33 'Ich hatte immer das Vergnügen Opfer kennenzulernen. offensichtlich professionelle Hilfe brauchen könntest. Nun, die bekommst Du hier nicht. Aber auf jeden Fall einen Blick hinter die Kulissen der vorgefertigten Meinung. Zugegebnermaßen nicht immer bequem, immer alle Zusammenhänge zu überblicken, aber Du bist ja (und wiederum zitiere ich) einfach neugierig und möchte[st] viel wissen.
Zitat von 94 im Beitrag #39
Zitat von jacky im Beitrag #35
wie kamst du denn auf meine homepage?
klar will ich viel wissen. und eine botschaft wollte ich nicht damit sagen. Ich wollte einfach nur antworten haben. Aber ok dann eben nicht. schade eigentlich. für einen laien ist diese grad echt unbequem!!!
Na vermutlich hat er nicht nur diesen Beitrag von Dir (oder sollte ich lieber sagen von Ihnen?) gelesen. Und das mit der Neugier finde ich ja toll, nur schei... wenn die Meinung bereits feststeht und jetzt mit Fakten (naja, oder zumindest einem anderen Standpunkt/Blickwinkel) verwirrt wird, so was aber auch.
Unterlass am besten mal diese Täter/Opfer-Denke, auch wenn Du, ich zitiere mal aus #33 'Ich hatte immer das Vergnügen Opfer kennenzulernen. offensichtlich professionelle Hilfe brauchen könntest. Nun, die bekommst Du hier nicht. Aber auf jeden Fall einen Blick hinter die Kulissen der vorgefertigten Meinung. Zugegebnermaßen nicht immer bequem, immer alle Zusammenhänge zu überblicken, aber Du bist ja (und wiederum zitiere ich) einfach neugierig und möchte[st] viel wissen.


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