#1

Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 00:16
von passport | 2.640 Beiträge

Absender: Schmiernippel

Schade um den schönen Platz, den der Bericht hier einnimmt (aus :Ein Besuch in H1)

Ich gestatte mir einen Beitrag unseres Users PKE aus einen anderern Forum hier reinzusetzen. Mir ist der Platz nicht zu schade



Grenzübergangsstelle Marienborn, Zum Tag der "Deutschen Einheit"

PKE Geschrieben am: Donnerstag, 04.Oktober 2007, 21:37 Uhr




Der Tag der Deutschen Einheit 2007 in der märkischen Presse

In einem Bericht von Jochen Hung in der MÄRKISCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG in Potsdam vom 2./3 Oktober 2007 über einen Besuch des ehemaligen Grenzübergangs Marienborn mit dem Titel: „P wie Personalakte“ wird eine Führung des ehrenamtlichen Mitarbeiters der Gedenkstätte, Günther Dilling, geschildert. Seine persönlichen Befindlichkeiten und Erlebnisse in der Zeit, in der er in der DDR lebte, kann und möchte ich nicht bewerten, da ich darüber keine Kenntnisse habe.
Es gibt jedoch einige Aussagen und Schilderungen von Günther Dilling, wiedergegeben durch Jochen Hung, die man so nicht im Raum stehen lassen kann. Das habe ich der Redaktion der Zeitung mitgeteilt.
Daraus seien nur einige ausgewählte „Unebenheiten“ genannt:

- „Nach der Wende stellte sich heraus, dass ein Magdeburger Beerdigungsunternehmen in großem Stil Leute über die Grenze schmuggelte, versteckt in komfortabel gepolsterten Totenkisten – in Zusammenarbeitet mit einem Grenzmajor. 11000 Westmark kostete so eine Flucht, 8000 für den Bestatter, 3000 für den Major“...
- Die mussten sich hier dann zwei neue Fotos machen lassen, für 15 Westmark. Dazu kam eine Identitätsbescheinigung, die 35 Mark kostete“...
- „Dillings Pass lag, wenn er in seine alte Heimat fuhr, in der Ablage „Kairo“, wie auch der von Ulrike Meinhof“...
- „Jeder Ausweis wurde abfotografiert und abgestempelt. Manche Pässe bekamen außerdem eine Markierung ...Dilling entdeckte einen winzigen Kreis mit einem P in der Mitte. P. wie Personalakte. So wusste jeder Grenzmitarbeiter, dass Dilling bei der Stasi erfasst war“...
- „Außerdem wurden auch die Bewacher selbst bewacht. Einer der Vier war immer IM“...
- „Überhaupt wurde den Grenzern nicht vertraut: Die Dienstpläne wurde ständig gewechselt, man arbeitete frühestens nach elf Monaten wieder mit denselben Leuten zusammen“...

Darauf einige kurze Erwiderungen, die jederzeit konkretisiert werden können:

- Die Aussagen über das Beerdigungsunternehmen einschließlich der „Aktivitäten des Majors“ halte ich für unwahre Behauptungen. Gibt es einen Beweis dafür? Die an den Grenzübergangsstellen installierten „Gammastrahlengeräte“ hätten sicher jedes Lebewesen aufgespürt.
- Sein Pass lag in der Ablage „Kairo“. Woher will er das wissen? Seit Jahren wird in Marienborn über diese Ablage debattiert. Die Ablagefächer waren nicht für Pässe sondern für Visaduplikate bestimmter Reisekategorien gedacht und diese waren nicht einsehbar. Ist Ulrike Meinhof überhaupt über die Grenzübergangsstelle gefahren?
- Es wurden nicht alle, sondern nur einige wenige Ausweise ausgewählter Personen abgelichtet, wenn dies durch eine Fahndung gefordert wurde.
- Eine Markierung der Pässe wurde nicht vorgenommen. Dies kann ich für die Zeit 1965 bis 1989 mit Sicherheit sagen.
- In der Passkontrolleinheit des MfS (keine Grenzer!) gab es keine IM. Was soll diese Story?
- Auch die Dienstpläne wurden nicht ständig gewechselt. Es waren aufeinander eingespielte Teams in der Abfertigung tätig. Selbst einen Wechsel der Aufgabenbereiche PKW-Abfertigung, LKW-Abfertigung, Bus-Abfertigung, Ein- und Ausreise erfolgte nicht. Die elf Monate sind schon rechnerisch absoluter Unsinn
- Übrigens wurde nur ein Foto für eine Identitätsbescheinigung benötigt, die an einem Fotoautomaten für 2,00 Westmark (für vier Fotos) und nicht für 15.00 Westmark angefertigt wurden, und eine Identitätsbescheinigung kostete nicht 35 Mark, sondern nur Zehn Mark.

Dieser Artikel wurde termingerecht zum Tag der Deutschen Einheit abgedruckt. damit hat sich aber die MAZ keinen guten Dienst erwiesen. Ich kann dies beurteilen, da ich mit der Tätigkeit der Passkontrolle an den Grenzübergangsstellen im damaligen Bezirk Potsdam über viele Jahre bestens vertraut bin. In Marienborn gab es keine anderen Kriterien in der Arbeit. Herr D. weiß da offensichtlich nicht, wovon er redet. Auf dem Gebiet der Schilderung von Einzelheiten der Tätigkeit an den Grenzübergangsstellen gibt es nicht nur in Marienborn Erklärungsbedarf, aber Dichtung und Wahrheit sollten auseinander gehalten werden.
Ursprünglich wollte ich eine Gegendarstellung in der Zeitung verlangen, habe mich dann aber entschlossen, diesen Beitrag nun in einige Internet-Foren einzustellen.

„Immer behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern, was schlimmer ist, zu Gewohnheiten“.
(Oliver Hassencamp im Duden 12, Zitate und Aussprüche, 1993, Seite 759)



Habe in den letzten Jahren 4 Exkursionen mit Führung auf dem Gelände meines alten Arbeitsplatz mitgemacht. Es ist schon erschreckend wieviel Unsinn und Unwahrheiten über die Tätigkeiten der Grenzsicherungs - und Kontrollorgane den Besuchern erzählt wird. Die psychologisch geschulten Führer(Innen) versuchen ihr " Wissen " den Besuchern aufzudrücken. Nur nicht die Wahrheit !


passport



5 2 1056 205967 Bedanken Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt


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zuletzt bearbeitet 17.08.2012 00:18 | nach oben springen

#2

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 01:37
von LO-Wahnsinn | 3.490 Beiträge

Naja in Marienborn waren ja auch die ganz bösen "VoPo's"

Es scheint sich wie ein roter Faden durch viele solcher "Gedenkstätten" zu ziehen.
Ich war am letzten Wochenende das erstemal in solch einer Stätte, weils vor der Nase lag.
Die ganzen Jahre hatte ich kein Bedarf, die Medienberichterstattungen über dies und das, sowie solche Gedenkstätten, reichte mir.
Nach dem Besuch einer dieser letztes Wochenende, hab ich eigentlich auch kein Bedarf mehr mich BILDen zu lassen.
Zeitzeugenwissen von ehemaligen Bediensteten, wenn es ehrlich ist, ist eben unersetzlich.
Nur scheinen sich offenbar nur die "Denker" in Deutschland dafür zu interessieren und diese Spezies ist definitiv eine Minderheit.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#3

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 01:40
von Schmiernippel | 244 Beiträge

[quote="passport"|p205976]Absender: Schmiernippel

Schade um den schönen Platz, den der Bericht hier einnimmt (aus :Ein Besuch in H1)

Ich gestatte mir einen Beitrag unseres Users PKE aus einen anderern Forum hier reinzusetzen. Mir ist der Platz nicht zu schade


Was soll die Erbsenzählerei. Du, passport, hast es ja selbst zitiert, dass es um den Besuch in H1 ging, für den ich den Platz zu schade fand. Der Bericht über die Güst Marienborn ist eine ganz andere Sache. Da habe ich nämlich meine eigene Meinung dazu und die habe ich hier auch schon im passenden Beitrag kundgetan. Habe ja selbst dort gedient.
Ich habe hier so das Gefühl, dass einige Leute zu schnell auf der hohen Palme sind, wenn jemand deutlich seine eigene Meinung vertritt. Wer mit seiner Vergangenheit immer noch nicht klarkommt, sollte seine Äußerungen wohl überlegen.
Gruß Schmiernippel



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#4

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 14:15
von passport | 2.640 Beiträge

Keine Angst, komme mit meiner Vergangenheit sehr gut klar.

passport


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#5

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 15:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Schmiernippel im Beitrag #3

Der Bericht über die Güst Marienborn ist eine ganz andere Sache. Da habe ich nämlich meine eigene Meinung dazu und die habe ich hier auch schon im passenden Beitrag kundgetan. Habe ja selbst dort gedient.



"Also dabei mitgeholfen ihnen die elementarsten Menschenrechte wie das der freien Wohnortwahl vorzuenthalten und sie so erst der Verfolgung durch das MfS ausgesetzt?"


P.S. Ich darf also davon ausgehen, dass deine Meinung zu HSH auch eine ganz andere wäre, wenn das Schicksal dich dort hätte Dienst verrichten lassen ?






Wie wäre es denn wenn die entsprechenden Fachleute, ja PITTI auch Du, hier erstmal ein wenig Input zum Thema geben würden?

-Aufgabe und Geschichte von Marienborn
-Organisation und Sicherstellung
-Tagesdienstablauf
-pers. Anekdoten
-etc.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.08.2012 15:07 | nach oben springen

#6

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 15:55
von Gelöschtes Mitglied
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Bei aller Fleißigkeit die hier einige im Forum über den Grenzübergang von Marienborn von sich geben , wenn Schmiernippel als einfacher Soldat dort seinen Dienst versehen hat ,schildert er es nach seinen Gesichtspunkten wie es damals war.
Von den ersten Führungen in der Güst Marienborn ist mir noch in Erinnerung ,Als uns ehemalige Offiz. durch das Objekt führten und allen erklärten , das es eine Zusammenarbeit dort unter den einzelnen Dienststellen nicht gab. Alles war strikt von einander getrennt. Die Mitarbeiter wie Zoll und Paßwesen begegneten sich kaum .Das Mißtrauen der dort Beschäftigten war sehr groß. Das erzählten uns damals ehem. Anghörige die 20 jahre Dienst hinter sich hatten . oder denkt ihr diese Leute haben uns angelogen und nun soll mir einer sagen :, der gerade damals seine Laufbahn bei der NVA oder MFS angefangen hat , das war nicht so???. mG ratata


Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 16:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ja das ist doch gleich eine schöne Frage die Pitti (NVA) und Passport (MfS) sicher gern aus ihrer Sicht beantworten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#8

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 16:25
von passport | 2.640 Beiträge

von ratata

Von den ersten Führungen in der Güst Marienborn ist mir noch in Erinnerung ,Als uns ehemalige Offiz. durch das Objekt führten und allen erklärten ,...



Da hätte ich gerne etwas mehr Informationen. Mir ist nicht bekannt und habe persönlich auch keine ehemalige MA der GT, Pass-und Zollkontrolle bei den offiziellen Führungen erlebt. Nur eine ehemalige Kellnerin von A... Kneipe ist im Service der Gedenkstätte angestellt.

passport


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#9

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 17:12
von Gelöschtes Mitglied
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http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Oeffentlich...utschland_I.pdf

Hallo passport , im obrigen link , kannst Du mehr über die Güst Marienborn erfahren. Wer nach dem 13.08 ,1996 dort mit an den Führungen von ehem. Angehörigen teilnahm,sind mir leider der Name nicht mehr bekannt. Aber solltest Du dort mal vorbei kommen, dann sieh Dir mal die Filme im Dokumentationszentrum an . Auch der Film mit dem Kommandeur der Güst 1989 und später nach einigen Jahren bitte nicht entgehen lassen. mfG ratata

Ps:Wenn ich an Feiertagen damals in Marienborn zu Besichtigung war ,haben uns wohl eherenamtliche ehem. Angehörige bei den Führungen begleidet. Denn wenn ich das Führungspersonal fragte , kam im Gespräch zum Ausdruck , das es ein Hauptmann der NVA hier von der Güst war.


Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.08.2012 18:06 | nach oben springen

#10

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.08.2012 17:26
von passport | 2.640 Beiträge

Bei der Beschreibung der Arbeitsweise der Passkontrolle und des GZA sind dem Autor dieses Links viele Fehler unterlaufen. Man merkt das er die üblichen Klischees wiedergegeben hat.
Was die ehrenamtlichen Führer betrifft, stammen sie nach Information des Service alle aus den alten Bundesländer. Habe selber an 4 Führungen teilgenommen und kann das bestätigen. Sie wohnten alle in den Kreisen Helmstedt und Schöningen. Das ist aber bei solchen "Gedenkstätten" normal. Insider mit Erfahrungen und Kenntnissen über die Grenzkontrollen sind unerwünscht. Man könnte die Wahrheit erfahren, das ist aber nicht gewollt.
Ein "Hauptmann der NVA" hat eine Führung gemacht, toll. Aber woher stammten die Kenntnisse des NVA-Hauptmanns ?
Ein Dienstbezeichnung "Kommandeur der Güst" gab es nicht. Das Video ist mir bekannt, es handelt sich um den " Diensthabenen des Kommandanten" OSL W.

Absender: ratata

das es eine Zusammenarbeit dort unter den einzelnen Dienststellen nicht gab. Alles war strikt von einander getrennt. Die Mitarbeiter wie Zoll und Paßwesen begegneten sich kaum .Das Mißtrauen der dort Beschäftigten war sehr groß


Die MA des GZA und der PKE unterstanden unterschiedlichen Ministerien. D.h. beide Kontrollorgane hatten unterschiedliche Aufgabenbereiche.

Dazu 2 Beiträge vom Ex-User Rabe :

Zum 01.12., den Tag der GT, haben wir nicht gefeiert, aber wohl gratuliert. Gehört sich doch so!
Du hast recht, wenn Du sagst, daß die PKE zum Zoll mehr Berührungspunkte hatte. Die ergaben sich auch daraus, daß der Zoll
auf der GÜST das" Betriebsessen "( Mittag/Nacht ) versorgte und die Mitarbeiter der PKE dort gegen Bezahlung am Essen teil-
nehmen konnten. Im Ernst, auch der Zoll war ein selbstständiges Organ. Zur Durchführung der Zollkontrollen war die PKE nicht be-
fugt und auch nicht qualifiziert. Dies schließt jedoch nicht aus, daß bei bestimmten Kontrollfeststellungen des Zoll die PKE informiert
werden mußte z.B. nichtangemeldete Waffen und Munition, Gifte oder auch bei der versuchten ungesetzlichen Einfuhr größerer
Mengen Literatur.
Zum Handeln bei einem versuchten gewaltsamen Grenzdurchbruch, war nicht derjenige befugt, der ein Waffe trug. Die Angehörigen des
Zoll waren ja auch Waffenträger. Es stimmt, daß auf dem Kontrollterritorium zuerst die PKE handelte. Außerhalb des Kontrollterritoriums ( im sogenannten Grenzstreckenabschnitt ) waren zunächst
die Angehörigen der GT ( SIK ) zuständig.

Rabe


Hallo

Um die an mich gestellten Fragen zum obigen Thema zu beantworten, hab ich versucht z.B. bei Google u.ä. etwas zum Zusammenwirken ( ZW ) der GT und PKE zu finden. Fehlanzeige. Wäre daher selber an eventuelle Hinweisen auf Quellen dankbar.
Auf der GÜST Mbn./A. war der Kommandant der GÜST der " oberste Kriegsherr " im Rang eines Oberst der GT. Ihm oblag die
militärische Sicherung der GÜST und das " Facility Management . Gegenüber den Mitarbeitern der PKE war er, bezüglich der Kontrolle und Abfertigung des grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehrs, nicht weisungsberechtigt. Er wurde von uns milit. gegrüßt und legte die Anzugsordnung ( Winter/Sommer) fest.
Das tägliche Dienstgeschehen auf der GÜST realisierte der Diensthabende Offizier des Kommandanten im 24 h Dienst. Auch er hatte
keine Weisungsbefugnisse zur Grenzabfertung. Dem DHO war ein Gehilfe aus der SIK zugeordnet.
Der Ansprechpartner des DHO war der Diensthabende Offizier der PKE. Zwischen beiden fand täglich (gegen 00.00 Uhr ) eine Abstimmung für den Tag statt.
Es erfolgte eine Abstimmung von Sofort/Eilfahndungen, Reinigungs- Reperatur- und Wartungsarbeiten
statt. War darüber hinaus ein ZW erforderlich z.B. Winterdienst, Verkehrsunfälle, Sachbeschädigung, Alkoholdelikte durch Reisende, med. Hilfeleistungen, Anforderung Abschleppdienst Einsatz der 'Betriebsfeuerwehr ' zur Brandbekämpfung erfolgte dies zeitnah und
gegenenfalls auch unter Einbeziehung des Gehilfen.
Die Mitarbeiter der PKE hatten auf der GÜST gegenüber den Angehörigen der GT ( auch Zoll oder DRK usw. ) keinerlei Weisungsbefugnisse oder Befehlsgewalt. Die in Anspruchname von Einrichtungen der GT z.B. MHO war nicht gestattet bzw.
nur nach Zustimmung des Kommandanten. ( Wer fragt schon gerne einen Oberst ?).
Mit den Angehörigen der SIK hatten die Mitarbeiter der PKE in der Dienstdurchführung praktisch keine Berührungspunkte. Mir ist z.B. nicht einmal der Name des Chefs der SIK oder der Zugführer bekannt gewesen. Warum auch?
Mehr möchte ich hier nicht " preisgeben". Beantworte jedoch gerne Eure Fragen.

Rabe


Es wurden z.B. gemeinsame Sportveranstaltungen Zoll-PKE durchgeführt. MA beider Organe wohnten im gleichem Ort und im gleichen Haus. Daher war es auch normal das es "gemischte Ehen" gab. Das man sich als MA unterschiedlicher Kontrollorgane nicht über dienstliche Angelegenheiten unterhielt, ist doch normal. Das hat aber nichts mit Misstrauen zu tun.

passport


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#11

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.08.2012 20:45
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #10
....
Ein Dienstbezeichnung "Kommandeur der Güst" gab es nicht. Das Video ist mir bekannt, es handelt sich um den " Diensthabenen des Kommandanten" OSL W.


In dem Zusammenhang denke ich mal, er meinte das dort vor Ort laufende Video:



Gruß,254Spielregel


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#12

RE: Besichtigung und Führungen auf der Güst Marienborn/A.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.08.2012 21:02
von passport | 2.640 Beiträge

Danke 254Spielregel,

dieses Video kannte ich noch nicht. Man lernt nie aus.

passport


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