#41

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 11:06
von ddr-bürger (gelöscht)
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Ich werde in so ein "Anschauungsobjekt" auf keinen Fall gehen. jeder Besucher erhöht die Besucherzahl und die "Rechtfertigung" für solche Objekte. Wem sie nutzen und was sie bewirken sollen, das weiß ich auch so.
Aber der Bericht von @ feliks finde ich gut, er zeigt wie man Geschichte durch "Sieger" manipulieren kann.


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#42

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 19:34
von DoreHolm | 7.675 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #41
Ich werde in so ein "Anschauungsobjekt" auf keinen Fall gehen. jeder Besucher erhöht die Besucherzahl und die "Rechtfertigung" für solche Objekte. Wem sie nutzen und was sie bewirken sollen, das weiß ich auch so.
Aber der Bericht von @ feliks finde ich gut, er zeigt wie man Geschichte durch "Sieger" manipulieren kann.



Da gibt es ein altes Sprichwort. Du mußt die Argumente Deiner Gegner (und das sind solche wie H.Knabe in ideologischer Hinsicht nun mal) kennen, um ihnen Paroli bieten zu können. Entweder ihnen und ihren Gleichgesinnten direkt oder in Diskussionen mit Freunden, Bekannten und Verwandten.
Dies "Gedenkstätten" wird es auch geben, wenn sie amTropf des Staatshaushaltes hängen, weil sie politisch gewollt sind.



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#43

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 22:01
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #42
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #41
Ich werde in so ein "Anschauungsobjekt" auf keinen Fall gehen. jeder Besucher erhöht die Besucherzahl und die "Rechtfertigung" für solche Objekte. Wem sie nutzen und was sie bewirken sollen, das weiß ich auch so.
Aber der Bericht von @ feliks finde ich gut, er zeigt wie man Geschichte durch "Sieger" manipulieren kann.



Da gibt es ein altes Sprichwort. Du mußt die Argumente Deiner Gegner (und das sind solche wie H.Knabe in ideologischer Hinsicht nun mal) kennen, um ihnen Paroli bieten zu können. Entweder ihnen und ihren Gleichgesinnten direkt oder in Diskussionen mit Freunden, Bekannten und Verwandten.
Dies "Gedenkstätten" wird es auch geben, wenn sie amTropf des Staatshaushaltes hängen, weil sie politisch gewollt sind.



@DoreHolm , es ist richtig, dass es diese Gedenkstätten gibt und auch richtig dass sie vom Staat aus Steuergeldern unterhalten werden. Das triftt für alle Gedenkstätten zu, z.B. wie Bautzen, wie Waldheim, wie Hoheneck, wie HSH, wie Buchenwald, wie Oranienburg-Sachsenhausen, wie Dachau. Die nachfolgenden Generationen in Deutschland können gar nicht genug über den deutschen Staatsterror des 20 Jahrhunderts aufgeklärt werden.
Das müsste Pflichtfach für alle Schulen werden, solche Gedenkstätten aufzusuchen und anzusehen.
Ach, übrigens warst du schon in der Gedenkstätte des MfS Untersuchungshaftanstalt HSH ? Hast du dir das angesehen und eine Führung mitgemacht ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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#44

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 22:04
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #41
Ich werde in so ein "Anschauungsobjekt" auf keinen Fall gehen. jeder Besucher erhöht die Besucherzahl und die "Rechtfertigung" für solche Objekte. Wem sie nutzen und was sie bewirken sollen, das weiß ich auch so.
Aber der Bericht von @ feliks finde ich gut, er zeigt wie man Geschichte durch "Sieger" manipulieren kann.


rot mark.
Ich auch, ddr Bürger. Sie nützen der Aufklärung des Volkes über den Staatsterrorismus des 20 Jahrhunderts
Nie wieder Kommunismus und Faschismus in Deutschland , das muss unserer Jugend vermittelt werden. Ich habe es mit meinen Kindern getan


.
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zuletzt bearbeitet 31.08.2013 22:05 | nach oben springen

#45

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 22:17
von DoreHolm | 7.675 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #44
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #41
Ich werde in so ein "Anschauungsobjekt" auf keinen Fall gehen. jeder Besucher erhöht die Besucherzahl und die "Rechtfertigung" für solche Objekte. Wem sie nutzen und was sie bewirken sollen, das weiß ich auch so.
Aber der Bericht von @ feliks finde ich gut, er zeigt wie man Geschichte durch "Sieger" manipulieren kann.


rot mark.
Ich auch, ddr Bürger. Sie nützen der Aufklärung des Volkes über den Staatsterrorismus des 20 Jahrhunderts
Nie wieder Kommunismus und Faschismus in Deutschland , das muss unserer Jugend vermittelt werden. Ich habe es mit meinen Kindern getan


Genau, mit meinen Kindern habe ich auch darüber gesprochen und mit meinen Enkeln werde ich es auch. Vermutlich aber mit etwas anderer Zielsetzung als der Deinen, aber das ist legitim. Was die Eltern einen erzählt haben und was davon stimmt, werden sie schon selbst herausfinden.
Faschismus als Form des Kapitalismus hatten wir ja schon, auch wenn Du und ich ihn nicht live erlebt haben. Kommunismus hatten wir noch nicht, allenfalls den Aufbau eines Sozialismus in der bekannten Form (wieder eine Frage der Definition), die Du aber auch nur für die frühen Anfänge selbst kennst und Deine Kinder werden sich vielleicht gefragt haben, woher Du das alles so genau weißt. Ist ja keine Seltenheit, daß die Kinder in ganz andere politische Richtungen driften als den Eltern lieb wäre. Hier wie da.



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#46

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 22:19
von Vogtländer (gelöscht)
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@ Gert:
Du hast zwar recht,aber:
Es bringts nicht,wenn auf Fragen bei Führungen nicht eingegangen wird bzw. falsch geantwortet wird und das zum Teil sogar bewußt.
Es bringt auch nichts,wenn Sachen falsch dargestellt werden in Form von Ausstellungstücken,die in anderen zeitlichen Abschnitten angewandt wurden als behauptet und beschrieben wird.
Und ich denke mal,das wir uns in einem,aber ganz wichtigen,Punkt einigt sind:
Nie wieder Geschichtsfälschung und Lügen!

Eine Bitte an Alle:
Durchatmen,Entspannen,Nachdenken,Weitermachen!


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zuletzt bearbeitet 31.08.2013 22:22 | nach oben springen

#47

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 22:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #46
@ Gert:
Du hast zwar recht,aber:
Es bringts nicht,wenn auf Fragen bei Führungen nicht eingegangen wird bzw. falsch geantwortet wird und das zum Teil sogar bewußt.
Es bringt auch nichts,wenn Sachen falsch dargestellt werden in Form von Ausstellungstücken,die in anderen zeitlichen Abschnitten angewandt wurden als behauptet und beschrieben wird.
Und ich denke mal,das wir uns in einem,aber ganz wichtigen,Punkt einigt sind:
Nie wieder Geschichtsfälschung und Lügen!

Eine Bitte an Alle:
Durchatmen,Entspannen,Nachdenken,Weitermachen!


@Vogtländer hast du eine Führung durch die Gedenkstätte HSH gemacht ? Kannst du aus eigener Erfahrung sagen , dass sie lügen ?
Ich habe eine Führung mtigemacht und kann sagen, dass mein Führer Fragen geduldig beantwortet hat und dass die Antworten glaubwürdig rüberkamen. Er war nämlich selbst Insasse dort für eindeutig politisch motivierte Delikte, für die er in der Bundesrepublik nicht einen Tag eingesessen hätte. Also bitte schreib mal etwas aus deiner Erfahrung. Aber nicht über den Schmarrn mit den sog. Wasserzellen im " Uboot ", das hat selbst unser Führer in Zweifel gezogen. Soll auch noch zu Sowjetzeiten, also in den 40er Jahren angeblich passiert sein. So atme durch und hau in die Tasten.


.
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#48

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 22:38
von Gert | 12.354 Beiträge

@DoreHolm , ich dachte eigentlich, dass du noch etwas zu deiner Erfahrung der Führung durch die Gedenkstätte HSH schreiben könntest. Da kann man sich ja mal austauschen. ( ich hatte dich gefragt, ob du dort warst ?


.
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#49

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 23:06
von Vogtländer (gelöscht)
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Gert,ich mache keine Führung,hatte aber beruflich bedingt die Möglichkeit,mir einiges auf dem Gleände anzusehen.Desweiteren bin ich viele Jahre im "weiteren" Wohnumfeld der UHA aufgewachsen,habe von Dezember 1979 bis August 1998 also viel Zeit in Hsh zugebracht und kenne also auch noch die Außenansichten des Gesamtgeländes(wenn auch nur zu 75 %,wenns hoch kommt,aber mindestens 50%).
Ein ehemaliger Kollege konnte mir auch viele Fragen beantworten zum Gelände.
Ps:
Zechliner Straße/Ecke Landsber Allee (ehem. Leninallee),dort hab ich gelebt,und in der Sandinostraße(genau das andre Ende der Großen-Leege-Straße) war ich inne Schule.
Wer nachgucken wegen den Entfernungen will,nehme sich ne Karte oder ein Navi.


zuletzt bearbeitet 31.08.2013 23:12 | nach oben springen

#50

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 23:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #49
Gert,ich mache keine Führung,hatte aber beruflich bedingt die Möglichkeit,mir einiges auf dem Gleände anzusehen.Desweiteren bin ich viele Jahre im "weiteren" Wohnumfeld der UHA aufgewachsen,habe von Dezember 1979 bis August 1998 also viel Zeit in Hsh zugebracht und kenne also auch noch die Außenansichten des Gesamtgeländes(wenn auch nur zu 75 %,wenns hoch kommt,aber mindestens 50%).
Ein ehemaliger Kollege konnte mir auch viele Fragen beantworten zum Gelände.
Ps:
Zechliner Straße/Ecke Landsber Allee (ehem. Leninallee),dort hab ich gelebt,und in der Sandinostraße(genau das andre Ende der Großen-Leege-Straße) war ich inne Schule.
Wer nachgucken wegen den Entfernungen will,nehme sich ne Karte oder ein Navi.




wenn du mir lediglich bestätigst, dass du nur von aussen gucken konntest, so beantwortest du mir leider nicht die gestellten Fragen.(Lüge oder
Wahrheit )
Aber eines wirst du dann sicher bestätigen können : dass man zu DDR Zeiten nicht bis an das Rolltor und die Mauern des Gefängnisses kam, da das ganze Viertel " Sperrgebiet " gewesen sein soll und man schon viel früher zurückgewiesen wurde. Auch soll es auf dem Ostberliner Strassenplan ein weißer Fleck gewesen sein?


.
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#51

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 23:21
von Vogtländer (gelöscht)
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Du meinst also,Du warst dabei,als ich auf dem Gelände war mit meinem Kollegen?Ok,na wenn Du meinst.
Ehrlich Gert,ich brauch nicht lügen.Und ja,meinemKollegen konnte ich glauben.
Und ja,ich stand vor dem Haftkrankenhaus und war auch drinne.Und ja,ich hab die Kabuffs gesehn,wo die Inhaftierten ihren "Hofgang" hatten.Hofgang kann man da nicht sagen bei die kleinen Höfe.
Nur eben keine offizielle Führung.Nachdemich nun aber von mehreren Teilnehmern (aus mehrerenBundesländern) unabhäng voneinander kritiche Äußerungen über die Führungen gehört hab,nun ja,da werde ich mir lieber eine Führung mit ehemaligen Angestellten nehmen.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.09.2013 00:34 | nach oben springen

#52

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.08.2013 23:31
von Vogtländer (gelöscht)
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Sperrgebiet wars meiner Meinung nach.Aber bis ran kam man auf der der Großen-Leege-Straße sowohl auch in der Genslerstraße,sowohl auch an der Plauener und am Ahrendsweg.Viel war auch nicht eingezeichnet in den Karten damals.War mir aber ehrlich auch nicht unbedingt wichtig.Ich wollte undmußte da ja nicht rein zu DDR-Zeiten!
Gert,eh Du es falsch verstehst:In der Gensler war zwischen dem paralellaufenden und dem quer zur Gensler stehenden "Neubaublock" ein Blechtor von über 2,5m höhe,also kamst nicht direkt ran an die UHA,sprich,als Normalo kamstnicht ans Rolltor ran in der Gensler zu DDR-Zeiten,aber ans Gesamt-Gelände kamst ran,denn das Gebiet bestand ja nicht nur aus UHA.
Von der Großen-Leege-Straße aus konntest auch nur durch "Extrazugänge"(also Blechtore) bis vor die UHA.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.09.2013 00:36 | nach oben springen

#53

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 09:46
von Wolle76 (gelöscht)
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Mal kurzer Eindruck von meinem Besuch gestern Abend. Genau das was ich vom Referenten erwartet habe ist eingetroffen. Da ich ihn ja kanne war mir klar was mich für eien Tour erwartet.

Und zwar ohne Märchen,Mythen und Gerüchte.Er verglich es vielfach mit Westdeutschland der 60iger Jahre. Da war vieles gleich, was Umgang und Austattung der Häftlinge bzw Zellen angeht.

Zum U-Boot : Es wird zum einen auf einer Tafel erklärt das es spätestens ab Ende der 50iger nicht mher genutzt wird, Und Ja, Heinrich George saß wohl im sowj Speziallager HSH vor seiner Verlegung nach Sachsenhausen

Zum Barkas: zumindest in HSH ist es ein von außen ganz unscheinbarer Kastenwagen. OHNE jede Beschriftung/Werbung.

Zu den Gerüchten die dort verbreitet werden (teilweise schwarz auf weiß durch Tafeln): Natürlich die Vermutung das Jürgen Fuchs und andere dort verstrahlt wurden durch Röntgen " Ich mußte lange angeschnallt auf einem Stuhl sitzen und hörte seltsame Lampenegräusche. " später erkrankte er "urplötzlich" er verstarb um 1990 wie einige andere Häftlinge auch an Krebs

Der größte Brüller aus meiner Sicht: "ab den 70igern gab es moderne Abhöranlagen in den Zellen", nur welchen Sinn machen die in Einzelzellen ?

Im großen und ganzen kommt es sehr auf den jeweiligen Referenten an. Kollgen hatten letztens einen westdeutschen Schleuser als Referent, er saß in HSh nur paar Wochen bis er an Bulgarien überstellt wurde.
Er sagte das im Gegensatz zum Bulgarischen Knast HSH fast Luxus ist.


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 10:15
von Alfred | 6.841 Beiträge

""Strahlungsgeräte" des Ministeriums für Staatssicherheit und der Tod von J. Fuchs"



In der Nr. 4/99 des "Deutschland Archiv", im Teil Kommentare und aktuelle Beiträge kam auf S. 544 ff. Herr Hubertus Knabe von der Behörde des "Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR" mit einem Thema zu Wort, das wegen seiner Brisanz seit Monaten Gemüter erregt.

Will man der Wahrheit auch in Ihrer Zeitschrift näherkommen, darf das, was dort behauptet wird, nicht unwidersprochen bleiben.

Wieder einmal geht es um die "Röntgenkanonen", mit denen angeblich "Stasi"- Untersuchungshäftlinge bestrahlt wurden, die so langfristig zu Tode gekommen seien.

Genannt werden immer die "Regimekritiker" Jürgen Fuchs, Rudolf Bahro und Gerolf Pannach, die an einer sehr heimtückischen, seltenen Krebsart verstorben seien.

Der böse Verdacht gegen Mitarbeiter des MfS wurde - so weiß man - im Kreise der Länderbeauftragten der Gauck-Behörde, auch gegen den Willen von Zweiflern am Wahrheitsgehalt, losgetreten und vom "Spiegel" Nr. 20/99 vom 17. Mai 1999 in die Öffentlichkeit gebracht.

Sehr viele Medien, auch Funk und Fernsehen kolportierten dieses Thema in den verschiedensten Varianten. Grundtenor war immer: das MfS verursachte mit "Bestrahlungen" den Tod der drei Menschen.

Trotz gegenteiliger kompetenter Bekundungen wird nun auch im "Deutschland Archiv" dieses Thema erneut behandelt.

Deshalb sollte auch ein Wort ehemals kompetenter leitender Mitarbeiter des MfS, zu denen auch ich gehöre, angebracht sein.

Zuvor jedoch in aller Sachlichkeit ein Blick auf jene "Indizien", die für einen solchen Verdacht herangezogen wurden und sogar zum Teil recht locker, unkritisch und verantwortungslos als "Beweise" für die Behauptungen benutzt werden.



Bei der Auflösung der Bezirksverwaltung Gera des MfS im Jahre 1989 wurde im Fotoraum der dortigen Haftanstalt ein Durchleuchtungsgerät vorgefunden, über das auch eine - nicht öffentlich bekannte - Einschätzung eines "Physikers" vorliegt.


In einigen anderen Untersuchungshaftanstalten des MfS, auch in Berlin-Hohenschönhausen, wurden gleichartige Geräte an die Beauftragten für die Auflösung des MfS und die Bürgerrechtsgruppen übergeben.


Jürgen Fuchs, der ebenso wie Rudolf Bahro, zeitweilig in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen untergebracht war, hatte im Kreise von Gleichgesinnten die Vermutung ausgesprochen, daß sein Krebsleiden ursächlich mit einer "Verstrahlung" mittels eines solchen Gerätes während seiner U-Haft zusammenhänge


Durch ehemalige Bürgerrechtler wurde mehrfach der Verdacht geäußert, daß auch Rudolf Bahro und Gerolf Pannach solchen "Verstrahlungen" ausgesetzt worden waren und deshalb verstarben.


Es meldeten sich einige Leute in der Öffentlichkeit als fragwürdige Zeugen, die, nachdem sie die Bilder in den Medien gesehen hatten, sogar mehrere Stunden einer solchen Verstrahlung ausgesetzt gewesen sein wollen.


Es wird eigentlich immer wieder - wie aus heiterem Himmel - behauptet, die "Stasi" habe in den Untersuchungs- Haftanstalten "Regimekritiker" verstrahlt, nicht etwa viel gefährlichere Spione oder Terroristen. Niemand käme jemals auf den Gedanken, daß die gleichartigen Geräte - bekannt seit 1974 - in den bundesdeutschen Haftanstalten jemals zur "Verstrahlung" von Menschen eingesetzt werden.

Emotionen werden mit diesem Thema immer wieder - mit oder ohne Gitarre - regelrecht hochgekocht. Jeder, der das hört oder liest spürt, das wäre eine Ungeheuerlichkeit, so heimtückisch und hinterhältig, daß man die Täter bestrafen müßte.

Kenner der Szene, auch aus den alten Bundesländern, die alle Verdächtigungen dieser Art als Phantastereien beurteilen, stellen die Frage: warum lassen sich das die Mitarbeiter des MfS gefallen, warum setzen sie sich nicht zur Wehr und gehen gegen diese Beleidigungen vor.

Das wollen wir - als ehemals Verantwortliche in Berlin-Hohenschönhausen - auch tun.

Deshalb haben wir öffentlich begrüßt, daß die mangels Beweisen vor Jahren schon eingestellten Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft wieder aufgenommen wurden.

Deshalb haben wir uns auch - das waren Generalmajor K. Coburger, Generalmajor G. Niebling und Oberst S. Rataizik - in der Presse angeboten, an der Aufklärung dieses ungeheuerlichen Verdachtes mitzuwirken.

Das taten wir in der noch immer währenden Überzeugung, daß sich ein solcher Verdacht niemals bestätigen wird.

Die Staatsanwaltschaft hat dieses Angebot auch angenommen und entsprechende Untersuchungshandlungen geführt.

Was gibt es nun aus der Sicht kompetenter ehemals leitender Mitarbeiter zu diesem Thema zu sagen ?

Anfang der 80ger Jahre entstand bei verantwortlichen Mitarbeitern der Untersuchung und des Untersuchungshaftvollzuges, nach positiven Erfahrungen bei der Zollverwaltung und in Strafvollzugsanstalten des Ministeriums des Innern, der Gedanke "Durchleuchtungsgeräte" zur intensiven Kontrolle von Effekten inhaftierter Personen anzuschaffen und einzusetzen.

Das erfolgte deshalb, weil zunehmend Beweismittel in Schuhen, anderen Bekleidungsgegenständen und Taschen usw. durch die Festgenommenen versteckt worden waren.

Das war häufig bei inhaftierten Spionen der Fall, die bestimmte nachrichtendienstliche Hilfsmittel auf diese Weise versteckt mit sich trugen.

Durch die Leitung des Untersuchungshaftvollzugs wurden solche Geräte für die Anstalt in Berlin-Hohenschönhausen und für einige weitere der insgesamt 15 Haftanstalten der Bezirksverwaltungen des MfS beschafft.

Das in der U-Haftanstalt Gera des MfS vorgefundene Gerät gehört sicher auch dazu.

Welche anderen Haftanstalten solche Geräte erhielten ist ohne die entsprechenden Dokumente für uns als Ehemalige nicht nachzuvollziehen.

Die Anschaffung und die Vorbereitung des Einsatzes geschah in enger Zusammenarbeit und ständiger Konsultation mit wissenschaftlich ausgebildeten Experten des zuständigen Operativ-Technischen Sektors (OTS) des MfS. Durch Spezialisten dieses Bereiches wurden auch - ähnlich wie bei den Zollorganen an den Grenzübergangsstellen - jene Mitarbeiter des Untersuchungshaftvollzugs ausgebildet, geschult und trainiert, die mit solchen Geräten zur Kontrolle der Effekten zu arbeiten hatten.

Diese Geräte bewährten sich jedoch nicht, oder deren Benutzung wurde zunehmend unnötig, so daß man die Arbeit damit wieder einstellte.

So wurden sie in Berlin- Hohenschönhausen z. B. neben der sogenannten Effektenkammer, in Gera eben im Fotoraum und anderenorts sicher auch an ähnlichen Stellen und Räumen stehen gelassen und aufbewahrt.

Es müßten also noch genügend derartige Geräte zur Verfügung stehen, die auf ihre Einsetzbarkeit begutachtet werden könnten.

In voller Verantwortung für unsere ehemalige Tätigkeit im MfS, Bereich Untersuchung und U-Haftvollzug erklären wir - natürlich in Übereinstimmung mit unseren Bekundungen gegenüber der Ermittlungsbehörde: Solche "Durchleuchtungs-Röntgengeräte" wurden in den Untersuchungshaftanstalten des MfS niemals gegen Menschen eingesetzt. Die Gründe dafür lassen sich wie folgt zusammenfassen:


1.
Unsere politisch-moralische Auffassung und Haltung als Mitarbeiter des Untersuchungsorgans und des Untersuchungshaftvollzuges des MfS, unsere Erziehung zur Achtung der Würde des Menschen, zur Korrektheit und Anständigkeit auch gegenüber Inhaftierten, Gegnern und Feinden der DDR verbot es uns, über die Anwendung solcher Dinge gegen Menschen überhaupt nachzudenken geschweige denn solche anzuwenden.

2.
Die sozialistische Gesetzlichkeit, die mit dem Völkerrecht in Übereinstimmung stehenden, für die Untersuchung bedeutenden Rechtsvorschriften der DDR, z. B. Artikel 4 des Allgemeinen Teils des STGB der DDR - ("Schutz der Würde und der Rechte des Menschen") sowie die auch für diesen Bereich in der Aktenbehörde nachlesbaren Befehle und Weisungen ließen derartige Dinge nicht zu und bedrohten sie natürlicherweise mit Strafe. Eben wie in jedem zivilisierten Staat.

3.
Die im Zusammenhang mit den Beschuldigungen immer wieder angeführten technischen Geräte sind von ihrer Konstruktion, Beschaffenheit und Handhabung absolut ungeeignet, gegen Menschen eingesetzt zu werden. Die Strahlendosis ist nach Experteneinschätzung viel zu schwach, Schäden der beschriebenen Art bei Menschen herbeizuführen, ähnlich den auf Flughäfen gebräuchlichen "Durchleuchtungsgeräten".


Vielleicht erhellt das die ganze Unhaltbarkeit der Beschuldigungen gegen das MfS, wenn definitiv und - natürlich auch nachvollziehbar durch die Gauck-Behörde - festgestellt werden muß, daß es zu den Zeiten der Untersuchungshaft von

J. Fuchs (1976) und R. Bahro (1978) in der MfS-Haftanstalt Berlin-Hohenschönhausen überhaupt noch keine solchen Geräte gab.


Um diese Feststellungen der ehemaligen Mitarbeiter des MfS nicht einfach und allein gegen die aufgestellten Behauptungen zu setzen, sollen noch einige Dinge - überwiegend aus Medien - angeführt werden, die zumindest beachtenswert sind, ohne den Ermittlungsergebnissen vorgreifen zu können oder zu wollen.



Die Fotos im "Spiegel" Nr. 20/99 mit der vielsagenden Überschrift "In Kopfhöhe ausgerichtet" die ein solches Gerät zeigen sind - nach Eingeständnissen eines Einsenders - als gestellt gekennzeichnet. Das läßt die Schlußfolgerung zu, daß sie die Verstrahlung beim Betrachter suggerieren sollten.


Die Einschätzung eines " Physikers", die nach dem Auffinden des Gerätes 1989 in Gera gefertigt wurde, spielte in der öffentlichen Kampagne bisher noch keine Rolle. Sie wurde nicht zur Begründung der Argumentation benutzt.


Das Bundesamt für Strahlenschutz - zweifellos eine seriöse Einrichtung, die sicher nicht vom MfS unterwandert ist, hält die Behauptungen für "unwahrscheinlich" und ließ verlauten: Wir haben bisher keine Hinweise darauf, solche Diskussionen verlassen die sachliche Ebene.


Wir, die wir uns öffentlich gemeldet haben, wollen diese sachliche Ebene trotz der ungeheuerlichen Behauptung auch nicht verlassen, und sehen den Ergebnissen der Ermittlung mit Ruhe und Gelassenheit entgegen.

Es gibt, so hoffen wir sehr, genügend Beweise für unsere Darstellung einschließlich der Begutachtung der Geräte.

Will man dennoch weitere Informationen über die Untersuchungshaft des MfS, so soll man objektive Menschen befragen, die beispielsweise als Diplomaten bei ca 3500 Besuchen ihre Landsleute in den Haftanstalten des MfS sprachen oder man stütze sich auf Menschen, die sich unter den ca. 32000 freigekauften ehemaligen Häftlingen aus der DDR befinden, und ohne Voreingenommenheit bereit sind zur Wahrheit beizutragen.





Dr. Gerhard Niebling"

Quelle : MfS Insider
Markierung zum "Fall Fuchs" von mir.


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#55

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 10:21
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #44

Nie wieder Kommunismus und Faschismus in Deutschland , das muss unserer Jugend vermittelt werden. Ich habe es mit meinen Kindern getan

wir hatten sogar schon "kommunismus" in deutschland sorry, du merkst schon nicht mehr wie du indokriniert wurdest.


Zitat von Gert im Beitrag #50
Auch soll es auf dem Ostberliner Strassenplan ein weißer Fleck gewesen sein?


thema wurde auch schon mehrfach hier im forum besprochen. evtl. solltest du wirklich mal ab und zu die suchfunktion nutzen oder nicht immer das selbe behaupten.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#56

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 10:30
von Vogtländer (gelöscht)
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Gilbert,bleib friedlich am Sonntag.Mach nen Kirchgang und beichte Deinen erhöhten Blutdruck.
Es bringt nix,wenn jetzt wieder ne Fetzerei losgeht.


hundemuchtel 88 0,5 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 12:05
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #50

.... ganze Viertel " Sperrgebiet " gewesen sein soll und man schon viel früher zurückgewiesen wurde. Auch soll es auf dem Ostberliner Strassenplan ein weißer Fleck gewesen sein?




@ Gert , für Dich hier aus einem Stadtplan-Archiv mit Berliner Stadtplänen die Detailsichten der bewußten Gegend 1946, 1954, 1989

Berlin - Lichtenberg 1946, Gebiet HSH

Berlin - Lichthenberg 1954, Gebiet HSH

Berlin -Lichthenberg 1989, Gebiet HSH

Nun sei so nett und zeige mir den weißen Fleck der das Objekt Untersuchungshaftanstalt des MfS "tarnen" soll .....

Selber noch meine diversen Stadtpläne von Berlin durchgesehen, sie sind auch von 1954, 1960, 1964, 1976, 1988 vom VEB Landkartenverlag bzw. VEB Tourist Verlag und dann noch Falk-Pläne von 1976, 1987, 1992 1997, 2002 und der letzte von 2012 .
Auf allen Plänen , auch auf denen aus dem "Westen" ist dieses bewußte Gebiet nicht anders dargestellt wie in den Link-Beispielen.

Wenn du Dir mal die Mühe machst einen Stadtplan genauer zu betrachten und vor allem die 'Legende' der Farbgebung wist Du sehr schnell feststellen das mit den durchgefärbten Flächen in der Regel nicht näher bezeichnete Industrieobjekte oder ähnliches dargestellt werden.
Da haben die Kartographen nichts unter Zwang der Stasi verheimlicht oder vertuscht.

Auch auf Kölner Stadtplänen gibt es solche "weißen Flecken" ..... auch Stasi Haftanstalten?

Noch nen Beispiel:
Berlin Oberschöneweide / Rummelsburg

Auf der Fläche neben dem Blockdamm Weg/ Köpenicker Chausse befindet sich das Kraftwerk Klingenberg
Die Köpenicker hochRichtung Hautstrasse befindet sich zur Spree hin das Gelände der Haftanstalt Rummelsburg ,
Zwischen der Rummelsburger Landstrasse und der Spree befindet sich das Gelände des DDR Rundfunks; wenn genau hinschaust findest die Nalepastr., das war die offizielle Anschrift .....

Alles "geheim", alles gefälscht? Ich würde eher sagen hier wird und in diesem speziellen Fall HSH etwas gewollt herbei geredet oder wird etwa erwartet das auf Stadtplänen der Vermerk sein sollte "und hier befindet sich das Gefängnis, die U-Haft in welche sie kommen wenn sie nicht artig sind!"

Und nun einen schönen Sonntag

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

DoreHolm, Küchenbulle 79, GilbertWolzow und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.09.2013 12:05 | nach oben springen

#58

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 12:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #55
Zitat von Gert im Beitrag #44

Nie wieder Kommunismus und Faschismus in Deutschland , das muss unserer Jugend vermittelt werden. Ich habe es mit meinen Kindern getan

wir hatten sogar schon "kommunismus" in deutschland sorry, du merkst schon nicht mehr wie du indokriniert wurdest.


Zitat von Gert im Beitrag #50
Auch soll es auf dem Ostberliner Strassenplan ein weißer Fleck gewesen sein?


thema wurde auch schon mehrfach hier im forum besprochen. evtl. solltest du wirklich mal ab und zu die suchfunktion nutzen oder nicht immer das selbe behaupten.


GW, es gibt bestimmte Dinge im Leben, die kann man gar nicht oft genug sagen, damit die Leute es auch begreifen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#59

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 12:46
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #57
Zitat von Gert im Beitrag #50

.... ganze Viertel " Sperrgebiet " gewesen sein soll und man schon viel früher zurückgewiesen wurde. Auch soll es auf dem Ostberliner Strassenplan ein weißer Fleck gewesen sein?




@ Gert , für Dich hier aus einem Stadtplan-Archiv mit Berliner Stadtplänen die Detailsichten der bewußten Gegend 1946, 1954, 1989

Berlin - Lichtenberg 1946, Gebiet HSH

Berlin - Lichthenberg 1954, Gebiet HSH

Berlin -Lichthenberg 1989, Gebiet HSH

Nun sei so nett und zeige mir den weißen Fleck der das Objekt Untersuchungshaftanstalt des MfS "tarnen" soll .....

Selber noch meine diversen Stadtpläne von Berlin durchgesehen, sie sind auch von 1954, 1960, 1964, 1976, 1988 vom VEB Landkartenverlag bzw. VEB Tourist Verlag und dann noch Falk-Pläne von 1976, 1987, 1992 1997, 2002 und der letzte von 2012 .
Auf allen Plänen , auch auf denen aus dem "Westen" ist dieses bewußte Gebiet nicht anders dargestellt wie in den Link-Beispielen.

Wenn du Dir mal die Mühe machst einen Stadtplan genauer zu betrachten und vor allem die 'Legende' der Farbgebung wist Du sehr schnell feststellen das mit den durchgefärbten Flächen in der Regel nicht näher bezeichnete Industrieobjekte oder ähnliches dargestellt werden.
Da haben die Kartographen nichts unter Zwang der Stasi verheimlicht oder vertuscht.

Auch auf Kölner Stadtplänen gibt es solche "weißen Flecken" ..... auch Stasi Haftanstalten?

Noch nen Beispiel:
Berlin Oberschöneweide / Rummelsburg

Auf der Fläche neben dem Blockdamm Weg/ Köpenicker Chausse befindet sich das Kraftwerk Klingenberg
Die Köpenicker hochRichtung Hautstrasse befindet sich zur Spree hin das Gelände der Haftanstalt Rummelsburg ,
Zwischen der Rummelsburger Landstrasse und der Spree befindet sich das Gelände des DDR Rundfunks; wenn genau hinschaust findest die Nalepastr., das war die offizielle Anschrift .....

Alles "geheim", alles gefälscht? Ich würde eher sagen hier wird und in diesem speziellen Fall HSH etwas gewollt herbei geredet oder wird etwa erwartet das auf Stadtplänen der Vermerk sein sollte "und hier befindet sich das Gefängnis, die U-Haft in welche sie kommen wenn sie nicht artig sind!"

Und nun einen schönen Sonntag

Gruß
Nostalgiker

@Nostalgiker
Vielleicht hast du mitbekommen , ich sprach in der grammatikalischen Form des Konjunktiv. Also was soll diese lange Abhandlung ? Rechtfertigung ?


.
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#60

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.09.2013 12:58
von Vogtländer (gelöscht)
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Gert,steck mal die "Krawallbürste" ein.;)


Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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