#21

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 15:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #16
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #14
Von Gewaltorgien schreibst nur du, man kann auch durchaus still aufräumen.


Zu viel Actionfilme aus der Abteilung "so arbeiten geheime Geheimdienste!" gesehen?
Darin kommen doch immer an entscheidender Stelle die 'Cleaner' um in aller Stille die dreckigen, sogenannten 'nassen' Jobs zu erledigen.





Nein habe ich nicht.
War nur ein Gedankenspiel inspiriert durch den Eröffnunstext.
Ich habe mir einfach vorgestellt wie wohl die überaus harmlosen Ex-Geheimdienstler ihrem geliebten Aufklärer Hubertus K. nebst seinen "Straftätern" ihre Afklärungsmission vergelten würden wenn sie es denn könnten.
Und da die Gedanken immer frei waren drängte sich mir diese Frage auf.
Du hast den Ball, bedingt durch deine unermüdliche Kampfeslust für die Ex-DDR die dir weggenommen wurde, aufgenommen und geich den Bogen zu den marodierenden Banditen der ungarischen Konterrevolution geschlagen.


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#22

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 19:24
von S51 | 3.733 Beiträge

Wann war das? Hieß der Referent R...? Wegen der "Arbeitspflicht".
Wenn ja, muss mal schauen, mein Hausverbot müsste abgelaufen sein. Er hat mir immer noch nicht beantwortet, wie er es inzwischen mit Unterhalt hält.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#23

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 19:35
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Juli/August 2011, Referent kommt per PN

Sonst bisher niemand dort gewesen der etwas zu seinen Eindrücken sagen will?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#24

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 19:40
von Alfred | 6.854 Beiträge

Ich habe mir dies mehrfach angeschaut.

Man gewinnt den Eindruck, dass es überhaupt nicht um eine objektive Darstellung geht. Für jemanden der nie im Knast war, mag dies alles schlimm sein. Da wird doch wirklich verlangt, dass man sich auszieht und ein Blick u.a. in die Körperöffnungen geworfen wird. Für Herrn XY ist dies sicher schlimm aber auch heute gibt es dies. In Moabit trug dies die Bezeichnung "Aktion Sonnenschein". Entsprechende Kontrollen gibt es wohl in allen Haftanstalten der Welt.

Einer der ersten Hinweise die man z.B. in Moabit bekommt ist, dass man die Öffnung der Toilette entsprechend sichern sollte, da es sonst möglich wäre, dass sich eine Ratte meldet.

Leider ist es in HSH so, dass kritische Fragen nicht gern gehört werden. Warum dies so ist , da mag sich jeder sein Bild machen.


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#25

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 20:03
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #23
Juli/August 2011, Referent kommt per PN

Sonst bisher niemand dort gewesen der etwas zu seinen Eindrücken sagen will?


Ich war noch nie dort und werde es mir auch nicht antun


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#26

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 20:04
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ich habe dort jetzt insgesamt 4 Führungen besucht, auch um Detailbilder bestimmter baulicher Anlagen zu machen, und das große Problem scheint zu sein, dass es wohl tatsächlich kein einheitliches Konzept gibt. Alle 4 unterschieden sich erheblich in der Art der Durchführung, dem Wahrheitsgehalt und letztendlich auch dem Fachwissen der Referenten.

Immerhin stellte sich mir einer, der für mich auch die beste und sachlichste Führung veranstaltete, für ca. 20 Minuten zum pers. Gespräch. In dessen Verlauf schilderte er mir auch warum er aus seiner Sicht gewisse Falschaussagen in den Führungen verbreiten muss. Aus seiner Sicht eventuell nachvollziehbar, aus Sicht einer realen und sachlichen Geschichtsdarstellung jedoch unverzeihbar.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 17.08.2012 20:07 | nach oben springen

#27

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 21:26
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #26
Ich habe dort jetzt insgesamt 4 Führungen besucht, auch um Detailbilder bestimmter baulicher Anlagen zu machen, und das große Problem scheint zu sein, dass es wohl tatsächlich kein einheitliches Konzept gibt. Alle 4 unterschieden sich erheblich in der Art der Durchführung, dem Wahrheitsgehalt und letztendlich auch dem Fachwissen der Referenten.

Immerhin stellte sich mir einer, der für mich auch die beste und sachlichste Führung veranstaltete, für ca. 20 Minuten zum pers. Gespräch. In dessen Verlauf schilderte er mir auch warum er aus seiner Sicht gewisse Falschaussagen in den Führungen verbreiten muss. Aus seiner Sicht eventuell nachvollziehbar, aus Sicht einer realen und sachlichen Geschichtsdarstellung jedoch unverzeihbar.


Und welchen Inhalts sind diese Falschaussagen, Feliks? Da ich auch eine Führung dort mitgemacht habe, würde mich das schon interessieren!


.
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#28

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 22:37
von Kimble | 397 Beiträge

Ich finde es zum wie sich zum wiederholten male in diesem Forum über das Opfer Mario R. lustig gemacht wird.
Er ist Opfer und alles was ich in der YouTube von dem Mann zu hören bekommen habe erscheint mir absolut glaubwürdig.
Könnt Ihr euch überhaupt vorstellen was dieser Mann durchgemacht hat ? Aktion Sonnenschein ist also lustig ? Haha.

An mir ist der Kelch zum Glück vorbei gegangen, mir hat keiner in den A..... geglotzt.
Was bei mir auch nichts genützt hätte, weil bei mir die interessanten Sachen in den Socken versteckt waren.

Ich glaube auch, dass es zu heutigen Zeiten in Moabit nicht zum Standart- Programm gehört.
Das macht man nur bei dringendem Verdacht.
Da denke ich habe ich auch einen guten Einblick denn ich arbeite gelegentlich als Techniker in einer JVA.

Das von den Referenten manchmal etwas dick aufgetragen wird kann schon möglich sein. Die werden in ihrer Anfangszeit bestimmt
mit erfahrenen Führern mitgelaufen sein und sich die besten Geschichten besonders gut gemerkt haben.
Einfach durch Beobachtung der Reaktionen der Besucher. Gruselgeschichten sind da bestimmt sehr wirksam.

Finde ich in gewissen Grenzen auch nicht wirklich schlimm. Dazu hat man sein Gehirn. Wir sind doch nicht blöde und glauben jeden Schmarren.
Wenn ich eine alte Ritterburg besuche, dann glaube ich auch nicht das die erwartete und natürlich dort gezeigte Streckbank oder die diversen
Folterinstrumente wirklich durchgängig und immer dort vorrätig waren. Ich der Realität wird das Zeugs eher beim Schmied rumgelegen haben.
Oder im Keller vom zuständigen "Rechtspfleger" damals.

Der Frage von Gert schließe ich mich mal in neugieriger Erwartung an.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 17.08.2012 22:37 | nach oben springen

#29

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 23:09
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von Kimble im Beitrag #28
Ich glaube auch, dass es zu heutigen Zeiten in Moabit nicht zum Standart- Programm gehört.
Das macht man nur bei dringendem Verdacht.
Da denke ich habe ich auch einen guten Einblick denn ich arbeite gelegentlich als Techniker in einer JVA.







Hallo,

"Einblick" bedeutet jedoch nicht Durchblick.


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#30

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.08.2012 23:12
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

- Im Haftkrankenhaus wurden die modernen Geräte angeblich nur für MA des MfS genutzt
- In HSH waren nur politische weil das MfS nur für diese zuständig war, Kriminelle waren für die VP
- Die Häftlinge wussten nicht wo (Ort, nicht genaue Adresse) sie waren
- Die Zellen wurde nachts alle paar Minuten taghell erleuchtet
- Häftlinge konnten jahrelang in HSH festgehalten werden
- Türdurchgang war angeblich eine Zelle für Stehfolter
- Wer nicht arbeitete war automatisch kriminell und wurde verfolgt
- Angehörige wurden nicht informiert wo der Beschuldigte untergebracht wurde
- Freigabgzellen wurden mit Maschendrahtzaun abgedeckt um Beschuldigte zusätzlich zu demütigen
- Beschuldigte durften keinen Anwalt haben
- Zwangsabtreibungen, massenhafter Einsatz von Psychopharmaka zur Geständnisproduktion

Sollte mal für die Uhrzeit reichen. Festgestellt sei weiterhin dass dies Mischung aus allen 4 Führungen ist, bei der besten wurde nur das mit der DVP und das mit der Ortsunkenntnis erzählt.

Außerdem ist mit S51 seinem Kunden nicht der schreckhafte Herr Mario R. gemeint, sondern eine andere dort tätige Person. Herr Mario R. tut sich als "Männerliebhaber" etwas schwer damit, mit einer Dame ein unterhaltsberechtigtes Menschlein zu zeugen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#31

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 05:14
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Guten Morgen,

nun meine "Erfahrung" mit dem Besuch Hohenschönhausen.

Vorab vielleicht mal: Enttäuschend, unvollständige Informationen an Besucher. Zumindest für die, die etwas Hintergrundwissen haben. Es wird dort auch nicht davor Halt gemacht, die aktuelle, politische Meinung des Referenten an die Besucher zu vermitteln, es werden Dinge ausgiebig dargestellt, die mehr als zweifelhaft erscheinen und nicht bewiesen sind wobei behauptet wird, Recherchen des Historikers Knabe hätten das zweifelsfrei ergeben.

Was haben die angeblichen 50 Mio DM, die Herr Gysi angeblich beiseite geschafft hat mit dem MfS, mit Hohenschönhausen zu tun?

Stand der Dinge ist heute, dass die "rote Fini" das angeleiert hat, Eigentümer der Millionen das Handelsunternehmen der DDR "Noum" ist oder war und nach aktueller Rechtsprechung die Schweizer Banken wohl 254 Mio an die Bundesländer auszahlen müssen.

Doch das ist ein anderes Thema und m.E. nach gehört das nun überhaupt nicht in eine Führung durch das UG des MfS.

Doch nun zum eigentlichen Besuch der Gedenkstätte: Nach überqueren der Straße ging es rechts herum in einen ehemaligen Garagentrakt, der zu einem Medienraum umgebaut wurde. Es wurde ein Einführungsfilm gezeigt, im Abspann u-A. Hubertus Knabe erwähnt. Wimre verschiedene Personen erwähnt, die während der Haft dort an den Folgen verstarben, u.A. Heinrich George.

Danach wurde dann auf dem Hof an einem Modell verschiedene Erklärungen zur Liegenschaft sowie den umliegenden Gebäuden abgegeben.

Im Verlauf dieser Erklärung erfolgte durch den Referenten, einem Bauing- a.D. K****** (Name vergessen), der nach eigener Aussage u.A. auch in Bauämtern der Stadt Berlin Gebäude genehmigt hatte (?) dieser Hinweis auf die verschwundenen 50 Mio DM..

Der Referent wurde angeblich zu 3 1/2 Jahren verurteilt und gegen Frau Guillaume ausgetauscht, dem bedeutendstem Spion des MfS nach bekunden Referenten.

Meinen Einwurf, dass andere Topas deutlich höher ansiedeln ließ der Referent nicht gelten, da Guillaume Zutritt zu den Atom Angriffsplänen hatte. Mein Einwand, dass die Bundesregierung da wohl wenig mitzubestimmen hatte und das doch von der NATO "gesteuert" wurde verlief im Sand.

Dem Part der Psychopharmaka wurde ebenfalls eine Minuten gewidmet, ohne das es konkrete Zahlen oder Fakten gab.

Die Besichtigung begann dann im U- Boot und keine Frage, die dortigen Zellen verbreiteten schon eine gewisse Beklemmung.

Weiter ging es dann mit dem Erdgeschoß links an der Einfahrt des Gefangenentransportes Barkas. Im Flur wurde uns die russische Alarmanlage vorgestellt, die genauere Funktion erschloß sich mir jedoch so nicht, denn wenn ein 2 poliges Kabel in einem 1 poligen Stecker endet macht mich sowas stutzig. Ich habe aber aus einem anderen Grund, den ich hier nicht nennen möchte, nicht weiter nachgefragt.

Verschiedene Zellen und Räume waren zu besichtigen, es erfolgten Erklärungen, auf die ich jedoch nicht mehr sonderlich achtete, denn irgendwie fehlte mir da doch etwas die "Fachkompetenz und noch mehr auffallen wollte ich nicht.

Insgesamt: Enttäuschend und irgendwie nicht ratsam. Oder doch ratsam ohne Führung wenn es denn mehr geschriebene Erklärungen gegeben hätte.

In den Krankentrakt oder in den ersten Stock ging es übrigens nicht.

Mfg Berlin.

Edit: Rechtschreibung


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
exgakl, Feliks D., 94, Kurt und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.08.2013 19:59 | nach oben springen

#32

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 08:38
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #31

Doch nun zum eigentlichen Besuch der Gedenkstätte: Nach überqueren der Straße ging es rechts herum in einen ehemaligen Garagentrakt, der zu einem Medienraum umgebaut wurde. Es wurde ein Einführungsfilm gezeigt, im Abspann u-A. Hubertus Knabe erwähnt. Wimre verschiedene Personen erwähnt, die während der Haft dort an den Folgen verstarben, u.A. Heinrich George.



ist wirklich gesagt worden, dass heinrich george im speziallager nr. 3 in hohenschönhausen umkam ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#33

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 08:52
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Nein, dass wurde so nicht verkündet und steht auch so nicht dort geschrieben.

Es wurde gesagt, dass Heinrich George dort (wie auch andere Prominente) einsaß und dann "verlegt" wurde. So steht es dort im U- Boot auch unter dem Foto.

Er verstarb, wimre, in einem "Lager" in Oranienburg.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 30.08.2013 08:52 | nach oben springen

#34

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 13:33
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #22
Wann war das? Hieß der Referent R...? Wegen der "Arbeitspflicht".
Wenn ja, muss mal schauen, mein Hausverbot müsste abgelaufen sein. Er hat mir immer noch nicht beantwortet, wie er es inzwischen mit Unterhalt hält.


Bezüglich Arbeitspflicht: Ich glaube mich zu erinnern, daß diese aufgehoben wurde mit dem beitritt zur UNO oder mit der Unterzeichnung der Helsinki-Akte. Danach durfte niemand verpflichtete sein, einer Arbeit nachzugehen. Bestraft wurde nur, wenn dieser jenige seinen Lebensunterhalt durch kriminelle Aktivitäten bestritten hat.



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#35

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 13:37
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Kimble im Beitrag #28
Ich finde es zum [kotzen] wie sich zum wiederholten male in diesem Forum über das Opfer Mario R. lustig gemacht wird.
Er ist Opfer und alles was ich in der YouTube von dem Mann zu hören bekommen habe erscheint mir absolut glaubwürdig.
Könnt Ihr euch überhaupt vorstellen was dieser Mann durchgemacht hat ? Aktion Sonnenschein ist also lustig ? Haha.

An mir ist der Kelch zum Glück vorbei gegangen, mir hat keiner in den A..... geglotzt.
Was bei mir auch nichts genützt hätte, weil bei mir die interessanten Sachen in den Socken versteckt waren.

Ich glaube auch, dass es zu heutigen Zeiten in Moabit nicht zum Standart- Programm gehört.
Das macht man nur bei dringendem Verdacht.
Da denke ich habe ich auch einen guten Einblick denn ich arbeite gelegentlich als Techniker in einer JVA.

Das von den Referenten manchmal etwas dick aufgetragen wird kann schon möglich sein. Die werden in ihrer Anfangszeit bestimmt
mit erfahrenen Führern mitgelaufen sein und sich die besten Geschichten besonders gut gemerkt haben.
Einfach durch Beobachtung der Reaktionen der Besucher. Gruselgeschichten sind da bestimmt sehr wirksam.

Finde ich in gewissen Grenzen auch nicht wirklich schlimm. Dazu hat man sein Gehirn. Wir sind doch nicht blöde und glauben jeden Schmarren.
Wenn ich eine alte Ritterburg besuche, dann glaube ich auch nicht das die erwartete und natürlich dort gezeigte Streckbank oder die diversen
Folterinstrumente wirklich durchgängig und immer dort vorrätig waren. Ich der Realität wird das Zeugs eher beim Schmied rumgelegen haben.
Oder im Keller vom zuständigen "Rechtspfleger" damals.

Der Frage von Gert schließe ich mich mal in neugieriger Erwartung an.



Rot: WIR sicher nicht und Männer auch nicht so sehr wie die emotionaler empfindenden Frauen. Brauch da nur von meiner eigenen auszugehen, wenn ich ihre Bemerkungen höre, wenn im Fernsehen mal Schauergeschichten erzählt werden. Da ist mit ihr dann auch nicht vernünftig zu reden. Nicht wenige Menschen WOLLEN es so hören und glauben. Leider.



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#36

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 15:10
von Udo | 1.267 Beiträge

Bei meiner Führung hat der Referent gesagt, dass er in Potsdam eingesessen hat und er nur für den Gefängnistrackt Wahrheitsgehalt übernimmt. Fand ich schon mal fair. Im U Boot gab es eher Andeutungen als Gruselgeschichten.
Was mich aber ärgerte, war das willkürliche Springen durch die Zeit, so dass ein Nichtgeschichtsinteressieter bzw. eine ausländische Schülergruppe nie die Zusammenhänge verstehen konnte. Für Diese war es das Gruselkabinett bis 1989.


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#37

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 15:55
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #35
WIR sicher nicht und Männer auch nicht so sehr wie die emotionaler empfindenden Frauen. Brauch da nur von meiner eigenen auszugehen, wenn ich ihre Bemerkungen höre, wenn im Fernsehen mal Schauergeschichten erzählt werden. Da ist mit ihr dann auch nicht vernünftig zu reden. Nicht wenige Menschen WOLLEN es so hören und glauben. Leider.


Da muss ich Dir widersprechen, weil es ein Pauschalurteil ist.

Auch Frau kann sehr gut unterscheiden.

Das Problem ist eher ein allgemeines. Schlechte Nachrichten und Grausamkeiten lassen sich besser verbreiten und erfahren mehr Aufmerksamkeit. Und darauf sprechen sowohl Mann als auch Frau an.

Ich bin Berlinerin. Ich bin noch kein einziges Mal in Höhenschönhausen gewesen. Wenn, dann würde ich diesen Besuch nur mit mir "bekannten" Zeitzeugen machen - turtle und Feliks. Vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit.

LG von der grenzgaengerin


Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 19:44
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #37
Zitat von DoreHolm im Beitrag #35
WIR sicher nicht und Männer auch nicht so sehr wie die emotionaler empfindenden Frauen. Brauch da nur von meiner eigenen auszugehen, wenn ich ihre Bemerkungen höre, wenn im Fernsehen mal Schauergeschichten erzählt werden. Da ist mit ihr dann auch nicht vernünftig zu reden. Nicht wenige Menschen WOLLEN es so hören und glauben. Leider.


Da muss ich Dir widersprechen, weil es ein Pauschalurteil ist.

Auch Frau kann sehr gut unterscheiden.


Das Problem ist eher ein allgemeines. Schlechte Nachrichten und Grausamkeiten lassen sich besser verbreiten und erfahren mehr Aufmerksamkeit. Und darauf sprechen sowohl Mann als auch Frau an.

Ich bin Berlinerin. Ich bin noch kein einziges Mal in Höhenschönhausen gewesen. Wenn, dann würde ich diesen Besuch nur mit mir "bekannten" Zeitzeugen machen - turtle und Feliks. Vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit.

LG von der grenzgaengerin



Verzeihung für die unzulässige verallgemeinerung. Anwesende Damen natürlich ausgenommen . Es gibt ja auch Frauen, die besser einparken können als Männer.

Aber was den Besuch in Hohenschönhausen betrifft, werde ich bestimmt mal reingehen. Vielleicht will meine Frau mit. Ich habe bei Ausstellungsbesuchen immer die unangenehme Eigenschaft, daß ich den durch die Ausstellung Führenden da immer auf fehler aufmerksam mache. Allerdings nicht vor versammelter Mannschaft und nur, wenn es sich um Sachverhalte handelt, die ich wirklich genau kenne. Meist bei Ausstellungen zu Naturwissenschaft und Technik, in diesem Fall auch zur Grenze.



Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 19:52
von Wolle76 (gelöscht)
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Ich werde Samstag gehen. Ein Kollege ist auch dort als Referent tätig und hat mich eingeladen. Bei ihm weiß ich auch was mich Inhaltsmäßig erwartet, im Gegensatz zu anderen Referenten oder Zeitzeugen.


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#40

RE: Ein Besuch in H1

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.08.2013 21:21
von Vogtländer (gelöscht)
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Tja,Dore,da sind wir wohl allen in unseren Bereichen mal sehr gleich.


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