#1

schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.07.2012 22:50
von Hans55 | 762 Beiträge

Hallo,zusammen!
Nur eine Frage!http://www.aus-der-ddr.de/uploads/bilder.../2000004102.jpg Waren wir das damals? Was meint ihr?


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#2

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 00:03
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Hans 55--Wer soll das denn sonst gewesen sein! Das Bild und den Spruch,den kannste jeder Armee dieser Welt zuordnen.


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#3

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 00:07
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Gebe meinem Vorschreiber recht: Das Bild hätte zu meiner aktiven Zeit auf dem Flur der Unterkunft neben der UvD-bude hängen können.
Grüße Schmiernippel



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#4

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 00:07
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Hans,

beim Betrachten dieses Bildes habe ich mir für einen Moment vorgestellt, wie ich zum Regimentskommendeur unseres Regiments gegangen wäre mit der Meldung: "Genosse Oberstleutnant, ich habe mich entschlossen in der nächsten Ausbildungeinheit die Lehrfrage 'Überwindung eines Stacheldrahthindernisses' zu behandeln!" Nee, doch - für die Grenztruppe eine geniale Idee. Das wäre dann wahrscheinlich meine dritte Parteistrafe geworden.

Aber das Bild erinnert mich auch an die Lehrvorführungen an der Offiziershochschule der Grenztruppen, damals noch in Plauen: Brandmitteleinsatz im Angriff, Brandmitteleinsatz in der Verteidigung, Panzenahbekämpfung mit Handgranaten, Minen und ... was war das ... ach ja, mit Brandmitteln, natürlich ... Einsatz des Flammenwerfers und Nahkampf. Nönö - uns kann keiner nachsagen, dass wir im Verscheißern Halbwüchsiger keine gute Figur gemacht haben.

Im dritten Lehrjahr an der OHS hat man uns zum Wirkungsschießen mitgenommen. Dort war auch die "Mot.-Schützenkompanie im Angriff mit SPW" zu sehen. Dort habe ich zum ersten Mal gesehen (nach fast drei Jahren Ausbildung an der OHS) wie sowas richtig aussieht. Übrigens so ähnlich wie auf Deinen Bild. Nuja, geholfen hat's nicht, aber wenigstens hat man was zum Erzählen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#5

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 00:20
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #2
Hans 55--Wer soll das denn sonst gewesen sein! Das Bild und den Spruch,den kannste jeder Armee dieser Welt zuordnen.


Nicht ganz. Wenn es zB ein Bundeswehrpropagandabild gewesen waere, dann haette man vom Gegner aber nicht vom Feind gesprochen. Das war damals halt der Unterschied zwischen Motivation der Soldaten bei den beiden deutschen Teilstaatarmeen.


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#6

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 06:09
von damals wars | 12.125 Beiträge

Stimmt.
Auf die Idee mit Brunnen bohren und Mädchenschulen errichten wären unserer Politniks einfach nicht gekommen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#7

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 12:53
von KAMÜ | 198 Beiträge

Hallo Rainman 2, Das Bild war nicht nur an der OHS in Suhl zu sehen den es war auch an der Unteroffizeiersschule in Perleberg zu sehen. Dieses war auch ein Ausbildungsfach bei den Unteroffizieren sondern auch bei der Fähnrichausbildung.Überwindung von Hindernissen mir Brandmitteleinsatz habe ich persönlich auch mitmachen müssen. Dieses war zur damaligen Zeit auf Grund das Klassenkampfes auch sehr wichtig dieses zu beherschen.Gruß KAMÜ. P.S. Dieses Bild ist auch auf einem Buch über die Mot.Schützen abgebildet.



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#8

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 14:52
von Fritze (gelöscht)
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Auf dem StÜP in Perleberg habe ich so ein Meter Hindernis abgebrochen und auch einige Drähte sind gerissen ,nachdem ich auf die Bohle sprang,welche auf ihnen lag.Mein GF rief nur :" Ist ja gut ,kommen sie bloss runter ,sonst können wir noch die ganze Kampfbahn renovieren."


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#9

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 17:25
von utkieker | 2.915 Beiträge

Sind das überhaupt Grenzsoldaten? Sind das überhaupt Wehrpflichtige auf dem Foto?
Ich kenne dieses Plakat nicht, halte es aber für authentisch. Würde als Überschrift stehen: "Grenzsoldaten üben das Überwinden der deutsch - deutschen Grenze", wäre das sicherlich ein satirischer Seitenhieb aber sicherlich nicht für den Eulenspiegel!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#10

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 28.07.2012 22:11
von mksk (gelöscht)
avatar

@ utkieker

Wenn man das Bild vergrößert, dann erkennt man den Gefreitenbalken (beim 1. von li)! Das gehörte sicher höchstens bei Muckern oder der Grundausbildung zum Dienstalltag.
Solche Dienstaktionen kenne ich zum Glück nicht. Bei uns wurde fast nur die Technik gewartet, abgesehen von der Pflichtrotlichtbestrahlung und sonstigen wie etwas Dienstsport, halbj. Schießen usw..


zuletzt bearbeitet 28.07.2012 22:15 | nach oben springen

#11

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.07.2012 11:39
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von KAMÜ im Beitrag #7
... Dieses war auch ein Ausbildungsfach bei den Unteroffizieren sondern auch bei der Fähnrichausbildung.Überwindung von Hindernissen mir Brandmitteleinsatz habe ich persönlich auch mitmachen müssen. ...

Hallo KAMÜ,

danke für die Hinweise, wo das Bild überall Verwendung fand. Solche "Kampfbildchen" fanden sich haufenweise neben konzentriert aus dem Wald starrenden Grenzern ... naja.

Ein paar kleine Bemerkungen noch dazu:
Das Bild zeigt keine Situation aus dem Bereich "Ausbildung zur Überwindung von Hindernissen". Sowohl bei der Sturm- als auch bei der Brandmittelkampfbahn wurden "Fecht-MPi" eingesetzt und nicht die richtigen Waffen.
Die Brandmittelkampfbahn wurde in der Regel mit aufgesetzter Schutzmaske überwunden.
In der Einzelausbildung "Überwinden von Hindernissen" wurde keinesfalls das Seitengewehr aufgesetzt!
Die Soldaten haben die "Schutzrolle" auf dem Rücken, also den zusammengerollten Schutzanzug. Das spricht eindeutig für eine Gefechtsausbildungs- oder Manöversituation.
Dass das Bild nicht unbedingt gestellt ist, erkennt man am zweiten Soldaten: Die Magazintasche ist offen.

Ist alles nicht weiter wichtig, aber ich staune immer wieder, was einem noch so alles einfällt.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#12

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.07.2012 12:49
von zoni-94 | 176 Beiträge

Hallo Leute
Ein schönes Bild, aber nach meiner Meinung eine ..."Foto-Montage"...,ich habe auf solchen Bohlen
gearbeitet und ich kann euch versichern, das auf dem Bild gezeigte Brett wäre bei dieser Belastung
ca 5-10 cm durchgebogen ..

Gruß zoni


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#13

RE: schwere Frage?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.07.2012 13:57
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von zoni-94 im Beitrag #12
... Ein schönes Bild, aber nach meiner Meinung eine ..."Foto-Montage"..., ....

Hallo zoni-94,

ich habe mir das Bild mal extrem vergrößert. Bei dem Soldaten auf der Bohle fehlen die typischen Trennschärfen einer Fotomontage aus dieser Zeit. Die Farbübergänge gerade beim Stacheldraht wirken eher natürlich. Nee, ich glaub, der Teil des Bildes ist echt. Die Bohle dürfte ca. 30 cm breit und ca. 4 cm stark sein und hat noch auf der Oberseite Tritthilfen drauf. Das sieht nach einer recht soliden Konstruktion auf dem Taktikacker zu Ausbildungszwecken aus. Das ist nicht mal eben schnell drauf gelegt. Insofern wäre die Frage, wie dieses Brett noch im Boden verankert ist.

Wenn man im Schrittsprung auf diese Bohle drauf springt, biegt sie sich tatsächlich durch. Bei dem nächsten Schritt wird sie aber entlastet und schwingt zurück. Der Soldat im Bild hebt gerade ab zum zweiten Schritt. Somit ist hier die Entlastungssituation zu sehen. Wie gesagt, die Amplitude würde noch durch eine entsprechende Verankerung beeinflusst.

Was mich eher stutzig macht ist der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Soldaten. Die Abstände zwischen zweitem, drittem und viertem Soldaten sind gleich und entsprechen einer Schützenreihe beim Passieren einer Gasse. Beim ersten gibt es zwei Möglichkeiten: Er wurde hineinmontiert um das Bild auszubalancieren (das lässt sich nach der jpeg-Wandlung nicht mehr erkennen) oder er war beim Landen gestolpert und brauchte ein paar Augenblicke, um wieder in Tritt zu kommen. Letzteres ist nicht unwahrscheinlich, denn der zweite hat augenscheinlich zu rudern, dass er ihm nicht ins Kreuz springt. Da die Jungs in kurzer Frequenz über die Bohle springen, wie das für das Passieren einer Gasse auch richtig wäre, würde ein leichtes Stolpern genau diesen Effekt haben. Und das Gesicht des dritten Soldaten, der gleich von der Bohle abspringen muss, scheint auch zu sagen: "Ach du Sch***, hoffentlich kommen die gleich weg!" Bremsen kann er jedenfalls nicht mehr.

ciao Rainman


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