#41

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 09:56
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#42

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 10:18
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #41


ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.




Wenn der so Umworbene leidlich einen deutschen Text ohne groß zu holpern und inhaltlich verstehend vorlesen kann, die 4 Grundrechenarten beherrscht, des weiteren einen Hauch von dem sein eigen nennt was früher unter Allgemeinbildung firmierte, er ein gewisses Verantwortungsgefühl mitbringt, Leistung nicht in der Hinsicht definiert das ihm Leistungen dargeboten werden, ja dann könnte es mit dem Auftritt auf dem roten Teppich klappen......

Es ist natürlich so das Politiker, Bildungswissenschaftler welche in der Gegenwart feststellen das der Bildungsauftrag der Schulen, nämlich die Schüler und Schülerinnen für den Arbeitsmarkt vorzubereiten (Bildungsmä0ig), heute zu großen Teilen nicht mehr gegeben ist als Nestbeschmutzer verunglimpft werden.

Da ich ab und an selber mit solchen Kandidaten für den roten Teppich konfrontiert werde kann ich nur für mich feststellen; es Trauerspiel zu nennen wäre geschmeichelt.......

Unser gegenwärtiges Bildungssystem ist das Beste was wir je in Deutschland hatten! Deshalb haben wir es auch 16 mal in unterschiedlicher qualitativer Ausprägung in den einzelnen Bundesländern.
Wenn die Kultusminister der Länder darüber nachdenken das es in den nächsten Jahren sinnvoll wäre ein qualitativ vergleichbares Abitur in Deutschland einzuführen, dann frage ich mich wirklich was in deren Köpfen umgeht.

Wir sollten offiziell die einklassige Dorfschule wieder einführen. Das entspräche der Realität was die Bildung großer Teile der heutigen Jugend entspricht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 10:20
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.




Wie ich sehe Gert-beziehst Du Deine Darstellungen nur auf die Region in der Du wohnen tust,und nun gehst Du davon aus--so ist es und muss es in ganz Deutschland sein. Man kann auch sagen,das ist das typische ich Denken und das haben alle zu glauben. Aber ein schönes Wochenende noch.


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#44

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 10:28
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #42
Zitat von Gert im Beitrag #41


ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.




Wenn der so Umworbene leidlich einen deutschen Text ohne groß zu holpern und inhaltlich verstehend vorlesen kann, die 4 Grundrechenarten beherrscht, des weiteren einen Hauch von dem sein eigen nennt was früher unter Allgemeinbildung firmierte, er ein gewisses Verantwortungsgefühl mitbringt, Leistung nicht in der Hinsicht definiert das ihm Leistungen dargeboten werden, ja dann könnte es mit dem Auftritt auf dem roten Teppich klappen......

Es ist natürlich so das Politiker, Bildungswissenschaftler welche in der Gegenwart feststellen das der Bildungsauftrag der Schulen, nämlich die Schüler und Schülerinnen für den Arbeitsmarkt vorzubereiten (Bildungsmä0ig), heute zu großen Teilen nicht mehr gegeben ist als Nestbeschmutzer verunglimpft werden.

Da ich ab und an selber mit solchen Kandidaten für den roten Teppich konfrontiert werde kann ich nur für mich feststellen; es Trauerspiel zu nennen wäre geschmeichelt.......

Unser gegenwärtiges Bildungssystem ist das Beste was wir je in Deutschland hatten! Deshalb haben wir es auch 16 mal in unterschiedlicher qualitativer Ausprägung in den einzelnen Bundesländern.
Wenn die Kultusminister der Länder darüber nachdenken das es in den nächsten Jahren sinnvoll wäre ein qualitativ vergleichbares Abitur in Deutschland einzuführen, dann frage ich mich wirklich was in deren Köpfen umgeht.

Wir sollten offiziell die einklassige Dorfschule wieder einführen. Das entspräche der Realität was die Bildung großer Teile der heutigen Jugend entspricht.

Gruß
Nostalgiker


Da stimme ich dir zu,es ist teilweise verheerend, mit welchen Kenntnissen und mit welcher Nullbockmentalität Jugendlich vor dieser Aufgabe stehen. Hat aber nur indirekt mit dem Angebot Lehrstellen zu tun, die sind ausreichend da und es wird sich in den kommenden Jahren noch weiter zugunsten der Bewerber entwickeln.


.
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#45

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 10:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #43
Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.




Wie ich sehe Gert-beziehst Du Deine Darstellungen nur auf die Region in der Du wohnen tust,und nun gehst Du davon aus--so ist es und muss es in ganz Deutschland sein. Man kann auch sagen,das ist das typische ich Denken und das haben alle zu glauben. Aber ein schönes Wochenende noch.




Ja ja Meck Pomm muss man wohl ausklammern, aber in den restliche Gebieten D's gilt das.
P.S Thüringen sucht dringend Fachkräfte


.
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#46

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 10:47
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #45
Zitat von Rostocker im Beitrag #43
Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.




Wie ich sehe Gert-beziehst Du Deine Darstellungen nur auf die Region in der Du wohnen tust,und nun gehst Du davon aus--so ist es und muss es in ganz Deutschland sein. Man kann auch sagen,das ist das typische ich Denken und das haben alle zu glauben. Aber ein schönes Wochenende noch.




Ja ja Meck Pomm muss man wohl ausklammern, aber in den restliche Gebieten D's gilt das.
P.S Thüringen sucht dringend Fachkräfte



Es werden 20 Jährige Fachkräfte mit 30 Jahren Berufserfahrung gesucht, welche für den halben Lohn arbeiten!


Gruß
Theo 85/2


Backe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 14:40
von Fritze (gelöscht)
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Genau ,Berufserfahrung ,womöglich noch Auslandseinsätze und jede Menge Verantwortung übernehmen und schön mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs,davon träumen alle Arbeitgeber,aber beim Lohn ,Gehalt da hörts dann auf." Da müssen wir erstmal sehen,so nach 2 Jahren können wir noch mal drüber sprechen."
Und warum macht die Industrie und ihre Interessenvertreter denn nicht Druck,daß mehr für die Bildung getan wird ?bei anderen ihnen zuträglichen Themen gehts doch auch.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#48

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 29.07.2012 15:24
von Polter (gelöscht)
avatar

Das Bewerbungsgespräch ist entscheidend. Was den Personalchef gewogen macht:


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#49

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 29.07.2012 17:31
von pio85 | 6 Beiträge

Man konnte schon den Beruf frei wählen,ob man ihn bekommen hat,stand auf einem anderen Blatt.
Ich hatte damals einen Kumpel der wollte den gleichen Beruf erlernen.
Ich wollte Berufssoldat werden und bekam die Lehrstelle.Er nicht!!!
Bin später dann für untauglich befunden worden und habe 3Jahre gemacht.
Das ist ein Fall und kann wahrscheinlich nicht verallgemeinert werden.


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#50

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 29.07.2012 17:48
von stutz | 568 Beiträge

Noch nach 50 Jahren will ich mal behaupten, dass die Lehre und das fröhliche Jugendleben im dazugehörigem Internat. die schönste Zeit in meinem Leben gewesen ist. Ich hatte ja keine grossen Ambititionen einen landwirschaftlichen Beruf zu erlernen, aber der Boss, mein Vater, der Vorsitzende unserer LPG, war da anderer Meinung und so war die Sache entschieden. Heute weiss ich, dass er für mich nur das Beste wollte. Mein Grossvater, ein Hans Dampf in allen Gassen und seiner Zeit Anfang der 60er weit voraus, hätte es gerne gesehen, wenn ich in die Elektronikbranche gegangen wäre. Die beiden haben sich deshalb auch oft gezofft. Mein Vater aber dachte, ich könnte mal seine Nachfolge antreten.
Um das zu erreichen war ein Studium unumgänglich. Das habe ich dann auch begonnen und man höre und staune, man hat mich zu keiner Zeit zu irgend einer Vorleistung, seitens des Staates, genötigt. Das Gegenteil war eher der Fall, weil ich für diese Zeit vom Wehrdienst befreit worden bin und ein Stipendium erhalten habe. Wenn man nicht allzu faul war und gute Zensuren vorweisen konnte, wurde auch noch ein Leistungsstipendium drauf gelegt.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir unter anderen Voraussetzungen eine eben solche solide Ausbildung und Entwicklung zuteil geworden wäre.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
utkieker, damals wars und praeceptor507 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 07:29
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.



guten morgen gert, ich kann leider auch nur regional reden und am besten an eigenen beispielen. ich erlernte meinen wunschberuf in der DDR und bekam am ende der lehrzeit sogar ein angebot weiter zum studium zu gehen ohne auflagen wie hier immer geschrieben wird. von 60 auszubildenen wurden 3 studiumplätze vergeben, ich lehnte ab weil ich endlich arbeiten wollte und geld verdienen. meine kinder bekamen auch ihren wunschberuf aber zu welchen konditionen? sohn muste 900 km weit weg ziehen und die tochter erst mal 2,5 jahre warten und dann auch 600 km weit weg. familien werden zerrissen und wartezeiten muß man in kauf nehmen. damit steht doch fest das die chancen der berufsausbildung in der DDR besser war.
deine angepriesenen freien lehrstellen gab es auch schon in der DDR, auch damals wollten wenige bäcker werden oder einige andere berufe erlernen. wer schlechte noten hatte wurde in diese unliebsamen berufe eingeschoben so wie heute auch.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#52

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 08:02
von GeMi | 556 Beiträge

wer schlechte noten hatte wurde in diese unliebsamen berufe eingeschoben so wie heute auch

Guten Morgen,

na ganz so stimmt das auch nicht.
Wer in der Schule nicht so ganz so fit war, konnte auch zwischen mehreren Berufen wählen. Immerhin sind auch sie in das Berufsleben gestartet und konnten sich was aufbauen.
Heute gibt es diese "Helfer"-Berufe fast nicht mehr.
Nach Abschluss meines Häuslebaues frage ich mich jedoch, welchen Schulabschluss meine Brigade gehabt hat. Die 8.Klasse des DDR-Schulsystems war es bestimmt nicht.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#53

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 08:38
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #51
Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.



guten morgen gert, ich kann leider auch nur regional reden und am besten an eigenen beispielen. ich erlernte meinen wunschberuf in der DDR und bekam am ende der lehrzeit sogar ein angebot weiter zum studium zu gehen ohne auflagen wie hier immer geschrieben wird. von 60 auszubildenen wurden 3 studiumplätze vergeben, ich lehnte ab weil ich endlich arbeiten wollte und geld verdienen. meine kinder bekamen auch ihren wunschberuf aber zu welchen konditionen? sohn muste 900 km weit weg ziehen und die tochter erst mal 2,5 jahre warten und dann auch 600 km weit weg. familien werden zerrissen und wartezeiten muß man in kauf nehmen. damit steht doch fest das die chancen der berufsausbildung in der DDR besser war.
deine angepriesenen freien lehrstellen gab es auch schon in der DDR, auch damals wollten wenige bäcker werden oder einige andere berufe erlernen. wer schlechte noten hatte wurde in diese unliebsamen berufe eingeschoben so wie heute auch.

ek82, schreibst ein bischen an meinem Post vorbei. Ich sprach von der Gegenwart, also heute, nicht von irgendeiner fernen Vergangenheit in der DDR oder danach.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#54

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 08:52
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #53
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #51
Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #29
gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.



ek82 entschuldige woher kommen deine Erkenntnisse? Da wo ich lebe, wird den Azubis der sprichwörtliche rote Teppich ausgerollt und es können immer noch nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Also bitte Kirche im Dorf lassen wie du selbst schriebst.



guten morgen gert, ich kann leider auch nur regional reden und am besten an eigenen beispielen. ich erlernte meinen wunschberuf in der DDR und bekam am ende der lehrzeit sogar ein angebot weiter zum studium zu gehen ohne auflagen wie hier immer geschrieben wird. von 60 auszubildenen wurden 3 studiumplätze vergeben, ich lehnte ab weil ich endlich arbeiten wollte und geld verdienen. meine kinder bekamen auch ihren wunschberuf aber zu welchen konditionen? sohn muste 900 km weit weg ziehen und die tochter erst mal 2,5 jahre warten und dann auch 600 km weit weg. familien werden zerrissen und wartezeiten muß man in kauf nehmen. damit steht doch fest das die chancen der berufsausbildung in der DDR besser war.
deine angepriesenen freien lehrstellen gab es auch schon in der DDR, auch damals wollten wenige bäcker werden oder einige andere berufe erlernen. wer schlechte noten hatte wurde in diese unliebsamen berufe eingeschoben so wie heute auch.

ek82, schreibst ein bischen an meinem Post vorbei. Ich sprach von der Gegenwart, also heute, nicht von irgendeiner fernen Vergangenheit in der DDR oder danach.


gert meine kinder gingen vor wenigen jahren in die lehrausbildung und heute sieht es noch schlechter aus seinen wunschberuf zu bekommen. also schrieb ich auch von der gegenwart.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#55

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 09:09
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,

bei mir ging eigentlich fast alles glatt. Meinen Traumberuf als BMSR-Mechaniker m. Abi konnte ich nicht lernen. Die einzige Klasse war voll. Da aber an der BBS-Leuna noch viele Bewerber mit guten Noten übrig blieben, hat man kurzerhand eine Klasse aufgemacht - Instandhaltungsmechaniker m. Abi.
So bin ich in die Maschinenbaustrecke hineingerutscht.
Einen Studienplatz zu bekommen, war auch kein Problem. Ich brauchte mich nicht 3 Jahre zu verpflichten.
Vielleicht lag es auch an meiner sozialen Herkunft:
Arbeiterkind, Vater Genosse, Mutter arbeitete bei der FDGB-Kreisleitung in der Kurenverwaltung
Da ich nicht an eine TH oder Uni wollte, war es überhaupt kein Problem mit dem Maschinenbaustudium. Eine Ingenieurhochschule (Fachhochschule) mit starkem Praxisbezug kann ich auch heute jedem Maschinenbaustudenten empfehlen.

P.S. Bis in den VW-Aufsichtrat kommt man mit Fachhochschule aber nicht.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#56

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 12:49
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von GeMi im Beitrag #55
... Ich brauchte mich nicht 3 Jahre zu verpflichten.
Vielleicht lag es auch an meiner sozialen Herkunft:
Arbeiterkind, Vater Genosse, Mutter arbeitete bei der FDGB-Kreisleitung in der Kurenverwaltung ...

Hallo GeMi,

vielleicht war der Grund noch viel trivialer: Das Wehrkreiskommando hatte sein Soll bei UAZ schon erfüllt. Würde ich hier eher vermuten.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#57

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 21:03
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #56
Zitat von GeMi im Beitrag #55
... Ich brauchte mich nicht 3 Jahre zu verpflichten.
Vielleicht lag es auch an meiner sozialen Herkunft:
Arbeiterkind, Vater Genosse, Mutter arbeitete bei der FDGB-Kreisleitung in der Kurenverwaltung ...

Hallo GeMi,

vielleicht war der Grund noch viel trivialer: Das Wehrkreiskommando hatte sein Soll bei UAZ schon erfüllt. Würde ich hier eher vermuten.

ciao Rainman

warum wird studienplatz immer auf verpflichtung geschoben. wie bei mir war es nämlich anders, auch arbeiterkind eines vaters der maurer war bekam ich ein angebot ohne vorher zu sagen armee hurra, aber ich lehnte ab. was war am studienplatz so interessant? ich verdiente als arbeiter mehr als ein studierter der älter war als ich. als schertz sehen, damals dachte ich immer die studieren weil sie 2 linke daumen haben. was daran war ist kann sich jeder selber denken wenn er so manche ämter sieht.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 30.07.2012 21:05 | nach oben springen

#58

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 22:37
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Hallo EK,

Du musst jetzt ganz tapfer sein, aber bei einem Studium entscheidet nicht primär die Anzahl der Daumen, sondern die Fähigkeit die Hirnsubstanz zu gebrauchen. Oder um es mit Heine zu sagen: So ein bisschen Bildung ziert doch gleich den ganzen Menschen.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#59

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 30.07.2012 23:16
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #58
Hallo EK,

Du musst jetzt ganz tapfer sein, aber bei einem Studium entscheidet nicht primär die Anzahl der Daumen, sondern die Fähigkeit die Hirnsubstanz zu gebrauchen. Oder um es mit Heine zu sagen: So ein bisschen Bildung ziert doch gleich den ganzen Menschen.

Ciao Rainman

warum muß ich dazu tapfer sein? ich lehnte studium zum baumaschineningeneur ab und ein anderer bekam die stelle. mir wurde es nicht angeboten weil ich so geil ausgesehen habe, sondern weil ich die noten als baumachinist dazu hatte. ohne weitere beziehungen damals.
aber schöner kalauer den du rein knalltest.
ich sage ja auch nicht, wer was konnte ging arbeiten und wer nicht den nahm die NVA auf. also etwas überlegen bevor angriffe gestartet werden.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 30.07.2012 23:19 | nach oben springen

#60

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 31.07.2012 01:00
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #57
... damals dachte ich immer die studieren weil sie 2 linke daumen haben. was daran war ist kann sich jeder selber denken wenn er so manche ämter sieht. ...

Hallo EK,

nunja, den Satz kann man schon in den falschen Hals bekommen. Sorry, wenn ich da missverstanden haben sollte.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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