#21

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 17:50
von damals wars | 12.113 Beiträge

Als ganz normaler DDR Jugendlicher habe ich leider (oder Gott sei Dank) keine Heldengeschichte zu bieten .
Für die EOS (erweiterte Oberschule = Gymnasium) hat es nicht gereicht, da ich in der achten Klasse mit mir beschäftigt war.
Als typischer "Spätzünder" machte mir dieSchule erst in der 9. Klasse Spaß, und da war es halt zu spät.
Über Berufsausbildung mit Abitur machte ich mir keine Kopf.

Ich wollte Tischler werden. Basta.

Also bewarb ich mich in BUNA, und da meine Mutter eh schon in BUNA arbeitete, bekam ich auch eine Lehrstelle.
Die im übrigen nicht "ausgeschrieben" wurde, weil es auch so genug Bewerber gab.
Ein Besuch beim Augenarzt zerstörte dann diese Traum ( bei Gert wäre es die Stazi gewesen) beim mir fehlte das räumliche Sehen.
Ich wäre nach kurzer Zeit fingerlos gewesen.

Dann wurde mir angeboten, Chemiefacharbeiter oder Maschinist für Wärmekraftwerke zu werden.
Maschinist klang besser. Und die Ausbildung beinhaltete 2 Abschlüsse, als Maschinist und als Heizer.
Ich habe genau 3 Monate bis zum Beginn der Armeezeit in diesem Beruf gearbeitet, Verdienst als Jungfacharbeiter so 900 bis 1000 Mark im Monat (12 Stunden Schichten).
Das wollte ich aber nicht bis ans Ende meines Lebens machen.

Nach meiner dreijährigen Armeezeit studierte ich dann mit dem Abschluss als Ingenieur für Kraftwerke und brauchte jede Mark meiner dreihundet Mark Stipendium, durch die Zeit als Uffz. war ich finanziell verwöhnt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 27.07.2012 17:53 | nach oben springen

#22

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 18:00
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #17
Und sicher ist auch, daß jemand in der BRD, der sich als bekennender Kommunist outet, ein Theologiestudium erhält und anschließend seine
Bewerbung als Militärseelsorger erhält.



Hier muss ich Gert recht geben - das Beispiel kann man eigentlich nur unter Satire einordnen. Entweder ist der Mann Kommunist und damit Atheist, oder gläubiger Christ und will Theologie studieren - beides zusammen schliesst sich gegenseitig aus.

Gruss

icke



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#23

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 18:11
von Polter (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #22
Zitat von Polter im Beitrag #17
Und sicher ist auch, daß jemand in der BRD, der sich als bekennender Kommunist outet, ein Theologiestudium erhält und anschließend seine
Bewerbung als Militärseelsorger erhält.



Hier muss ich Gert recht geben - das Beispiel kann man eigentlich nur unter Satire einordnen. Entweder ist der Mann Kommunist und damit Atheist, oder gläubiger Christ und will Theologie studieren - beides zusammen schliesst sich gegenseitig aus.

Gruss

icke




Es schliesst sich nichts aus. Einfach nur lesen:

http://www.weissenseerblaetter.de/h01_01.htm#t01


zuletzt bearbeitet 27.07.2012 18:39 | nach oben springen

#24

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 18:31
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #1

Zitat
Ein oft bemühtes Vorurteil bescheinigt der DDR, dass eine aus der Diktatur resultierende Bevormundung eine persönliche Entwicklung des Einzelnen verhindert hätte. In einigen Köpfen schwirrt die Idee, in der ehemaligen DDR hätte es keine freie Berufswahl gegeben. Das entspricht natürlich nicht der Wahrheit. In der DDR hatte jeder Schüler die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, was er einmal werden möchte, solange seine Schulnoten das rechtfertigten.
http://www.aus-der-ddr.de/artikel/freie_...dr-aid_143.html




Na dann will ich mal Deine heile Welt der Berufswahl zusammenstürzen lassen:

Als Abschluß der POS hatte ich nach den 10 Jahren einen Notendurchschnitt von 1,2.

Reicht das für Dich als Manifestation, jeden Beruf der Wahl ergreifen zu können?
Aufgrund meiner standhaften Weigerung länger zu dienen wurde mir jedoch genau diese "freie" Wahl zunichte gemacht.
Ich strebte eine Berufsausbildung mit Abitur an als Elektronikfacharbeiter bei MME in Erfurt.
Das wurde dann abschlägig beschieden, stattdessen sollte ich Nähmaschinenmechaniker mit ABI werden.
Lachhaft, bei meinem Hang zur Elektronik!

Ich rettete mich aufgrund von Vitamin B in die Funkmechanikerlehre....wenigstens artverwandt....

Soviel zur gepriesenen "freien" Berufswahl bei entsprechender Vorraussetzung......

Gruß vom SEG15D



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#25

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 18:51
von Gelöschtes Mitglied
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Manchmal tut das weh ,was einige hier an Arkumenten hinlegen , nur um alles in der DDR zu verherrlichen. Bleibt doch bitte mal ganz sachlich . Vielen fehlt doch von Euch einfach die Lebenserfahrungen in der DDR, ihr wart doch einfach damals noch viel zu jung. Mama und Papa , haben Euch doch das Leben einfach ohne Schwierigkeiten aufgebaut. ODER?
Da ich auf dem Dorf geboren bin, wurde doch schon für uns die die weitere Zukunft in die Landwirtschaft gelegt. Der poltitechnische Unterricht erfolgte doch nur im Kuh oder Schweinestall. Vielleicht hätten wir auch mal einen Großbetrieb in der Stadt besucht
Der Sohn meines ehem.Arbeitskollegen wollte Flieger bei der NVA werden, seine körperliche Eignung i.o . Verwandschaft im Ausland, das wars,
Meine Schwägerin , hatte die Absicht zum Gymnasium 1960 zu gehen,
Ablehnung ,da mein Schwiegervater selbstständig war und einen (Tante Emma -Laden) betrieb , so wurde ihm gesagt , Gymnasium ist nur für Arbeiter und Bauernkinder da, für Kapitalistenkinder haben wir kein Platz.
Durch Beziehung hat sie, bei der Staatlichen Versicherung, eine Lehrstelle durch Bekannte erhalten..
Mein Sohn , nach Besuch der 12 Klasse , erst einmal verpflichten für 3 Jahre NVA,dann event. Studium
Es war alles örtlich bedingt wie es mit der politischen Einstellung der Mitarbeiter der Abteilung Volksbildung war. Von dort wurden die Fäden für die weitere Entwicklung der Bürger gespannt. Alles wurde staatlich gefördert , gelenkt und geleitet . mfg ratata


zuletzt bearbeitet 27.07.2012 19:03 | nach oben springen

#26

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 19:16
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #22


Hier muss ich Gert recht geben - das Beispiel kann man eigentlich nur unter Satire einordnen. Entweder ist der Mann Kommunist und damit Atheist, oder gläubiger Christ und will Theologie studieren - beides zusammen schliesst sich gegenseitig aus.

Gruss
icke



Da gibt es noch die Befreiungstheologie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungstheologie
http://www.lateinamerikanachrichten.de/i...tikel/3970.html
Diese Ideen fielen in der DDR auf fruchtbaren Boden. Ich habe einigemale die katholische Messe besucht, da die Mutter meiner Gastgeber katholisch war. Und sämtliche Geistlichen waren ziemlich in diese Richtung "angehaucht". Einmal wurde in der Kollekte für "unsere englische Missionsstation in Manchester" gesammelt , nachdem der Pfarrer zu Lukas 4,18 gepredigt und dies in Zusammenhang mit dem Arbeiterproletariat in England gebracht hatte.
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/4/

Aus diesem Grunde habe ich Mühe, wenn sich DDR Theologen heute als Märtyrer des Sozialismus aufspielen. Einige waren auch "rot".
Theo


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#27

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 19:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #25
Manchmal tut das weh ,was einige hier an Arkumenten hinlegen , nur um alles in der DDR zu verherrlichen. Bleibt doch bitte mal ganz sachlich . Vielen fehlt doch von Euch einfach die Lebenserfahrungen in der DDR, ihr wart doch einfach damals noch viel zu jung. Mama und Papa , haben Euch doch das Leben einfach ohne Schwierigkeiten aufgebaut. ODER?
Da ich auf dem Dorf geboren bin, wurde doch schon für uns die die weitere Zukunft in die Landwirtschaft gelegt. Der poltitechnische Unterricht erfolgte doch nur im Kuh oder Schweinestall. Vielleicht hätten wir auch mal einen Großbetrieb in der Stadt besucht
Der Sohn meines ehem.Arbeitskollegen wollte Flieger bei der NVA werden, seine körperliche Eignung i.o . Verwandschaft im Ausland, das wars,
Meine Schwägerin , hatte die Absicht zum Gymnasium 1960 zu gehen,
Ablehnung ,da mein Schwiegervater selbstständig war und einen (Tante Emma -Laden) betrieb , so wurde ihm gesagt , Gymnasium ist nur für Arbeiter und Bauernkinder da, für Kapitalistenkinder haben wir kein Platz.
Durch Beziehung hat sie, bei der Staatlichen Versicherung, eine Lehrstelle durch Bekannte erhalten..
Mein Sohn , nach Besuch der 12 Klasse , erst einmal verpflichten für 3 Jahre NVA,dann event. Studium
Es war alles örtlich bedingt wie es mit der politischen Einstellung der Mitarbeiter der Abteilung Volksbildung war. Von dort wurden die Fäden für die weitere Entwicklung der Bürger gespannt. Alles wurde staatlich gefördert , gelenkt und geleitet . mfg ratata



@ratata das ist genau das Argument, welches man bei meiner Entscheidung 1958 auf die Oberschule zu gehen, durchblicken liess.
Die waren ja obendrein noch zu feige, das meinen Eltern ins Gesicht zu sagen, aber andeutungsweise kam das heraus. Mein Vater,genauer mein Stiefvater, aber das nahmen die nicht so genau, war nämlich selbstständiger Handwerksmeister. Aber was soll's das Leben ging weiter und es hat es gut mit mir gemeint. So mussten sie eben ihren Sozialismus alleene aufbauen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#28

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 20:51
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von SEG15D im Beitrag #24
Zitat von Feliks D. im Beitrag #1

Zitat
Ein oft bemühtes Vorurteil bescheinigt der DDR, dass eine aus der Diktatur resultierende Bevormundung eine persönliche Entwicklung des Einzelnen verhindert hätte. In einigen Köpfen schwirrt die Idee, in der ehemaligen DDR hätte es keine freie Berufswahl gegeben. Das entspricht natürlich nicht der Wahrheit. In der DDR hatte jeder Schüler die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, was er einmal werden möchte, solange seine Schulnoten das rechtfertigten.
http://www.aus-der-ddr.de/artikel/freie_...dr-aid_143.html




Na dann will ich mal Deine heile Welt der Berufswahl zusammenstürzen lassen:

Als Abschluß der POS hatte ich nach den 10 Jahren einen Notendurchschnitt von 1,2.

Reicht das für Dich als Manifestation, jeden Beruf der Wahl ergreifen zu können?
Aufgrund meiner standhaften Weigerung länger zu dienen wurde mir jedoch genau diese "freie" Wahl zunichte gemacht.
Ich strebte eine Berufsausbildung mit Abitur an als Elektronikfacharbeiter bei MME in Erfurt.
Das wurde dann abschlägig beschieden, stattdessen sollte ich Nähmaschinenmechaniker mit ABI werden.
Lachhaft, bei meinem Hang zur Elektronik!

Ich rettete mich aufgrund von Vitamin B in die Funkmechanikerlehre....wenigstens artverwandt....

Soviel zur gepriesenen "freien" Berufswahl bei entsprechender Vorraussetzung......

Gruß vom SEG15D




Es wäre jetzt aber ganz wichtig zu wissen, ob es denn diese Stelle auch im Lehrstellenverzeichnis, das in der 9. Klasse ausgereicht wurde, enthalten war.
Du kannst nämlich auch mit 300.000 Euro in den Buchladen gehen und würdest trotzdem kein Brot bekommen.
Vorentscheidend war nach meiner Erinnerung auch nicht das Zeugnis der 10. sondern das der 9. Klasse.
Im Lehrvertrag stand zumindest bei mir etwas in Richtung, daß die Leistung der 9. auch in der 10. Klasse gehalten werden muß, drin.
Der Vorbehalt des Rücktritts durch den Ausbildungsbetrieb wurde ausdrücklich im Vertrag vorgesehen.
Was genau meintest Du mit Vitamin B für die Funkmechanikerlehre ?
Und die Verpflichtung zum "Längerdienen" ist mir nur im Zusammenhang mit der EOS + Anschlußstudium bekannt, mit den Abiturberuf hatte das meines Wissens im Allgemeinen nichts zu tun.



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#29

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 20:52
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

gibt es denn heute die freie berufswahl? ich denke die wahl schon, aber die lehrstellen nicht für jeden. nicht mal ein arbeitsloser kann sich noch aussuchen ob er auf umschulung nach der lehre geht weil er nicht übernommen wurde. mal die kirche im dorf lassen. 2 oder 3 jahre nach der schule ohne lehrstelle sind doch heute tagesordnung weil die firmen nur auf billigarbeiter pokern, am besten ausländer.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#30

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 20:53
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

In meiner Schulzeit, 1957 bis 1967, waren neben den üblichen Fächern die sogenannten polytechnischen Fächer ein Teil der Schulausbildung.
Schulgarten von der 3 bis zur 4. Klasse, vorrangig Unkrautzupfen so die Erinnerung
In der 4. Klasse ein Highlight: Nadelunterricht! Hieß bestimmt anders aber in diesem Fach lernten wir mit Nadel und Faden umzugehen und als Gesellenstück nähten wir eine Arbeitsschürze welche dann im:
Werkunterricht ab Klasse 5 bis 7, vorrangig Holzbearbeitung, getragen wurde.
Ab 7. Klasse dann UTP, ESP und Technisches Zeichnen. UTP und ESP wurde von uns in einem Metallverarbeitenden Betrieb absolviert, wobei wir ab der 9. Klasse in einem anderen Betrieb gingen.
Arbeiteten wir in der 8. Klasse auch schon an Punktschweißmaschinen, konnten wir in der 9. und 10. auch an Drehmaschinen (einfache) arbeiten.
Dadurch war für mich klar was ich nicht unbedingt werden wollte: Gärtner, Schneider, Tischler, Dreher......

Mit Beendigung der 8. Klasse schieden einige Schüler aus um einen Beruf zu lernen. Das war 1965 und die 10 Klassenschule, POS, war bereits die Regel.
Bei den ausscheidenden Schülern handelte es sich allerdings um sehr leistungsschwache Schüler und mit Absprache der Eltern erlernten sie ihren Fähigkeiten entsprechende Berufe.
An eine gezielte Berufsberatung in der 9. Klasse kann ich mich nicht mehr so erinnern.
Eine "Verpflichtung" zum 3 Jährigen um an einen der begehrten EOS-Plätze zu kommen ebenfalls nicht.
Damals wechselte man noch nach der 8. Klasse auf die EOS. Auswahlkriterium war neben der Leistung, sprich Zensurendurchschnitt, die soziale Herkunft. Meine Schulgegend war traditionell eine bürgerliche, also waren Kinder von Angestellten und der Intelligenz deutlich in der Überzahl und Arbeiterkinder in der Minderheit.
Bei der damals strengen 50/50 Regel passierte es das ein 'Arbeiterkind' leistungsmäßig auf Platz 5 und 8 liegend den Zuschlag bekamen. Platz 3 und 4, leer ausgehend fühlten sich zwar ungerecht behandelt aber da damals die Auswahl so war hielt sie sich in Grenzen. Zumal uns die Möglichkeit eröffnet wurde den damals neu eingerichteten Weg der Berufsausbildung mit Abitur zu gehen.

Damals in einer Großstadt lebend war es für alle Schüler möglich sich in ihrem Traumberuf zu bewerben, ob natürlich die Schülerin mit der Note 4 in Deutsch unbedingt die Lehrstelle als Sekretärin bekam sei dahingestellt.
Grundlage für die Bewerbung war das Zeugnis der 9. Klasse und; eben nochmal nachgesehen; hatte bereits Mitte November 1966 den Lehrvertrag in der Tasche.
Am 1. September 67 begann ich dann eine Berufsausbildung mit Abitur und da damals in der Stadt nur zwei Betriebe diese Art der Ausbildung anboten war es mir letztendlich egal welchen von den beiden Berufen ich erlernte. Ganz pragmatisch gesagt, es ging mir um das Abitur und nicht darum mich in einem Facharbeiterberuf zu verwirklichen.
Zumindest wurde in der Zeit von 1967 bis 1970 ein volles Abitur angeboten wie es auch an der EOS abgelegt wurde.

Erst mit Beginn der 70er Jahre gab es bezüglich der 'Schulfächer' Einschränkungen. In meinem 'Leistungsnachweis zur Berufsausbildung' sind zum Beispiel das Fach Geschichte über 3 Jahre benotet, Biologie 3 Jahre und Geographie ebenfalls. Selbst Kunsterziehung hatten wir.
Mit dem Zeugnis der 12. Klasse (analog dem Zeugnis der 11. der EOS) erfolgte die Studienbewerbung, egal ob nach der Facharbeiterprüfung/Abitur sofort studiert werden wollte oder es erst zum GWD ging.
Auch hier keine Einschränkung von wegen einer nicht erfolgten Verpflichtung zum länger dienen.
Von uns 16 Schülern der Abiturklasse wurden Zwei! unmittelbar nach dem Abitur zum GWD eingezogen alle anderen begannen am 1. September an der Hochschule oder Universität zu studieren an der sie sich beworben hatten.
Als Anmerkung, wir waren eine reine Jungenklasse.
Einer begann ein Studium an einer Offiziershochschule mit dem Ziel Berufsoffizier zu werden.
Ich glaube es gab insgesamt 2 sogenannte Umlenkungen, sprich das der Traumberuf nicht studiert werden konnte.

Im Studium gab es in unserem Studienjahr von 50 Jungmännern mal gerade 4 welche ihren GWD abgeleistet haben, alle anderen haben unmittelbar nach dem Abitur ihr Studium begonnen.
Auch war für den Studienjahrgang 1970 die Gefahr nach dem Studium den GWD abzuleisten sehr gering.
Zu Beginn des 2. Studienjahren ging es nämlich für 6 Wochen in das beliebte Seelingstädt und nach dieser Zeit wurden die Teilnehmer vereidigt und als 'ungediente' Soldaten entlassen.
Auch das gab es später so nicht mehr.

Eine weitere Möglichkeit die allgemeine Hochschulreife zu erlangen, wenn es mit der EOS oder der BmA nicht klappte war die Volkshochschule.
Jedenfalls in 60er Jahren bot sie alle Fächer an welche auch an der EOS gelehrt wurden und für die VHS galten keinerlei Aufnahmebeschränkungen. Der Unterricht fand sowieso in der Freizeit, meist Abends statt.
In meiner Seminargruppe war ein Mädel welches diesen Weg ging da sie vom Elternhaus weder Arbeiterkind noch Angestelltenkind war, nein ihre Eltern waren private Gewerbetreibende.

Es gab also ohne die DDR zu verklären durchaus Möglichkeiten einen angestrebten Abschluß auch auf einem Weg zu erlangen der nicht der direkte war.
Wenn ich allerdings in der nonchalanten Haltung verharrte das in der DDR sowieso alles Scheiße sei und ich nur benachteiligt werde, sei es auf Grund meiner Herkunft etc. wurde das eh nichts.
So wie heute gefordert wird war auch damals, wenn es nicht so klappte wie es sich optimal vorgestellt wurde, Eigeninitiative angesagt.

Wer sich natürlich mit ablehnenden Bescheiden zufrieden gab und dafür nur das System als solches verantwortlich machte um sich dann in seiner Ablehnung bestätigt sah, nun gut wenn er es brauchte.....

In keinem Land der Welt kann jeder Mensch allzeit seinen Traumberuf erlernen. Das ist einfach ein Mythos.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 21:26
von Gelöschtes Mitglied
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Wollen wir mal den Kreis zur Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR weiter schließen. Bereits in der 5 Klasse so ab 1981 wurde das Fach wehrpolitischer Unterricht eingeführt. Die Kinder wurden psychologisch mit der Volksarmee vetraut gemacht. So gab es dann auch jugendliche die zwar nicht einen guten Leistungsstand hatten , sich aber für einen Beruf bei der NVA interessierten.
So gab es in Sachsen-Anhalt Betriebe ,die vorwiegend Jugendliche speziell für die NVA ausbildeten. Das waren z.Bsp. Fahrzeuginstandhaltungsmechaniker , (wie in meinem Betrieb) . Diese Offiz. anwärter ???? erlangten die Fahrerlaubnißklasse V für LKW,PKW Motorrad, Einige pfiffige machten sich im Wehrkreiskommando beliebt und diese durften dann schon eher zur NVA und somit mußten sie auch eher ihre Facharbeiterprüfung ablegen. Was da so gemunkelt ,gelogen wurde, ich hatte auch mit solchen Lehrlingen zu tun. Die Lehrausbilder setzten alles daran , das diese Lehrlinge ihren Abschluß bekamen. Wenn die Zensuren auch noch so schlecht waren , hauptsache weg zur Armee. mfg ratata


zuletzt bearbeitet 27.07.2012 21:28 | nach oben springen

#32

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 21:40
von Polter (gelöscht)
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Zum Fach wehrpolitischer Unterricht ist anderes bekannt. Beginn ab 9. Klasse.......
Und von Betrieben, die vorwiegend für die NVA Azubis ausgebildet haben, höre ich auch zum 1. Mal. Man lernt nie aus.
Vorzeitiges Beenden des Lehrverhältnis um bei der NVA zu dienen, ist mir ebenfalls neu. Wie erklärt sich dies? Der Termin der Gestellung
war doch einheitlich, oder?


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#33

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 21:51
von utkieker | 2.914 Beiträge

Durfte man in der DDR seinen Wünschen und Neigungen entsprechend seinen Traumberuf nicht erlernen? Aber was war mit denen, die ohne "Vitamin B" trotzdem ihren Traumjob gefunden haben? Verdächtig, verdächtig!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#34

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 22:06
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Polter , da ich im Elternaktiv der Klasse meines Sohnes war , kann ich nur sagen ,das ab der 5 Klasse im Pioniernachmittag ein Obeleutnant vom WKK , auftauchte und für die NVA seine Werbung absolvierte.

Zum vorzeitigen Facharbeiterabschluß. Im Juni nach 2 jähriger Lehrzeit waren die Prüfungen zum Fachrbeiter abgeschlossen.

Da sich aber Jugendliche zu mindestens 12 Jahre verpflichteten , wurden sie im Mai zur NVA gezogen. Demzufolge mußten sie schon anfang April ausgelernt haben. o.k mfg ratata

Das mit dem Pioniernachmittag fiel mir gerade zur Richtigstellung ein


zuletzt bearbeitet 27.07.2012 22:18 | nach oben springen

#35

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 22:12
von Polter (gelöscht)
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Zitat von ratata im Beitrag #34
Hallo Polter , da ich im Elternaktiv der Klasse meines Sohnes war , kann ich nur sagen ,das ab der 5 Klasse im Pioniernachmittag ein Obeleutnant vom WKK , auftauchte und für die NVA seine Werbung absolvierte.

Zum vorzeitigen Facharbeiterabschluß. Im Juni nach 2 jähriger Lehrzeit waren die Prüfungen zum Fachrbeiter abgeschlossen.

Da sich aber Jugendliche zu mindestens 12 Jahre verpflichteten , wurden sie im Mai zur NVA gezogen. Demzufolge mußten sie schon anfang April ausgelernt haben. o.k mfg ratata


Pioniernachmittag ? Du hattest vorher vom Fachunterricht geschrieben. Dank für die anderen Auskünfte.


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#36

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 27.07.2012 23:44
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #25
Manchmal tut das weh ,was einige hier an Arkumenten hinlegen , nur um alles in der DDR zu verherrlichen. Bleibt doch bitte mal ganz sachlich . Vielen fehlt doch von Euch einfach die Lebenserfahrungen in der DDR, ihr wart doch einfach damals noch viel zu jung. Mama und Papa , haben Euch doch das Leben einfach ohne Schwierigkeiten aufgebaut. ODER?
Da ich auf dem Dorf geboren bin, wurde doch schon für uns die die weitere Zukunft in die Landwirtschaft gelegt. Der poltitechnische Unterricht erfolgte doch nur im Kuh oder Schweinestall. Vielleicht hätten wir auch mal einen Großbetrieb in der Stadt besucht
Der Sohn meines ehem.Arbeitskollegen wollte Flieger bei der NVA werden, seine körperliche Eignung i.o . Verwandschaft im Ausland, das wars,
Meine Schwägerin , hatte die Absicht zum Gymnasium 1960 zu gehen,
Ablehnung ,da mein Schwiegervater selbstständig war und einen (Tante Emma -Laden) betrieb , so wurde ihm gesagt , Gymnasium ist nur für Arbeiter und Bauernkinder da, für Kapitalistenkinder haben wir kein Platz.
Durch Beziehung hat sie, bei der Staatlichen Versicherung, eine Lehrstelle durch Bekannte erhalten..
Mein Sohn , nach Besuch der 12 Klasse , erst einmal verpflichten für 3 Jahre NVA,dann event. Studium
Es war alles örtlich bedingt wie es mit der politischen Einstellung der Mitarbeiter der Abteilung Volksbildung war. Von dort wurden die Fäden für die weitere Entwicklung der Bürger gespannt. Alles wurde staatlich gefördert , gelenkt und geleitet . mfg ratata

Ich bin auch für Sachlich bleiben, aber bitte auf beiden Seiten, die sich hier beharken. Ich bin verwundert über die doch in weiten Teilen unsachliche Diskussion. Jawohl, vieles in der DDR wurde übertrieben und manch einer bekam aus politischen Gründen nicht seine Lehrstelle, seinen erstrebten Schulabschluss oder sein Studium. aber die Masse musste sich , wenn man ehrlich nachdenkt, keine Rübe über eine Lehrstelle machen. und heute kann ja fast jeder das Abi machen und da es soviele Abiturienten gibt, können sich Firmen diese raussuchen für ihre Zwecke, obwohl ein Hauptschulabschluss für manchen Handwerksberuf ausreichen würde. Diese Hauptschüler haben dann das Nachsehen, obwohl vielleicht besser motiviert, als der mit dem Abi, der ganz andere Träume hatte.
Gruß Schmiernippel



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#37

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 06:27
von damals wars | 12.113 Beiträge

Stimmt.
An der EOS zählte das Leistungsprinzip, und nur eine bestimmte Anzahl Schüler wurde an der EOS aufgenommen.
Das konnte bei einer bestimmten Leistungsdichte in der Klasse dazu führen, das Zweier- Schüler es schon mal nicht schafften.
Die einen wählten dann den Beruf mit Abitur, die nächsten den zweiten Bildungsweg.

Die anderen sind heute Opfer des Stalinismus.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#38

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 09:18
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #32
Zum Fach wehrpolitischer Unterricht ist anderes bekannt. Beginn ab 9. Klasse.......
Und von Betrieben, die vorwiegend für die NVA Azubis ausgebildet haben, höre ich auch zum 1. Mal. Man lernt nie aus.
Vorzeitiges Beenden des Lehrverhältnis um bei der NVA zu dienen, ist mir ebenfalls neu. Wie erklärt sich dies? Der Termin der Gestellung
war doch einheitlich, oder?




Doch, der vorzeitig Abschluss der Ausbildung war zu meiner Lehrzeit (80 - 82) möglich. Voraussetzung war die Längerverpflichtung zur NVA und ein Notendurchschnitt von höchstens 2,2. Da die so gewonnenen "Längerdienenden" aber schon bei ihren zukünftigen Dienststellen eingeplant waren, wurde mit dem Notendurchschnitt und auch mit der Facharbeiterprüfung oft ziemlich gemauschelt. In meinem Jahrgang war so ein Kandidat der errklärt hat: "Die müssen mich bestehen lassen, ich bin ja schon verplant" und mit diesem Wissen eine schriftliche Abschlußarbeit vorgelegt hat, mit der jeder andere mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt worden wäre. Er ist damit durchgekommen!


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#39

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 09:28
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #20
Zitat von Polter im Beitrag #17
Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR! Ich will hier nicht auf die selektiven Kriterien der Berufwahl und Berufsausbilung der
BRD eingehen. Nennen schon: Leistung, Lehrervorschlag zum Gym. Gesundheit, Bewerbertest und Kosten. Und mir möchte bitte niemand erklären, daß in der BRD Gymnasium, Lehre oder Studium am Bedarf vorbei erfolgt. Oft reicht schon das Nennen vom Wohngebiet, ob jemand die Azubi - Stelle bekommt. Es ist nicht sicher, daß jeder Schulabgänger überhaupt einen Vertrag bekommt.Und sicher ist auch, daß jemand in der BRD, der sich als bekennender Kommunist outet, ein Theologiestudium erhält und anschließend seine
Bewerbung als Militärseelsorger erhält.

Berufswahl und Berufsauswahl in der DDR? Ist es nicht in jeder Gesellschaft/Staat erforderlich Eliten zu schaffen? Wie lange dauert es, bis eine Elite ensteht, die die entsprechende Gesellschaft/ Staat trägt? In allen Gesellschaften ist es wohl erlaubt und wird gern gesehen. Dies soll für die ehemalige DDR nicht zutreffen dürfen? Selbst hier gab es für
die DDR Beispiele als Pfarrer/Pastoren oberste Polizisten und Militärminister wurden.
Wenn ich mir in der Namens - Liste von DDR - Oppositionellen anschaue und die Bildungsabschlüsse sehe, dann kann das alles nicht so repressiv gewesen sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_O...llen_in_der_DDR

PS. Es juckt natürlich auf solche Vorhaltungen, wie " größter Schwachsinn " zu antworten. Es ist schon lustig, wenn man selber
nichts zu bieten hat. Unkenntnis und Unwahrheiten können, müssen nicht ubedingt zur Lachnummer werden. Dann ist es krankhafter,
eitriger Gehirnausfluß!


Mich juckt es auch, dir zu schreiben, dass das rotmarkierte unter die DDR Floskel einzuordnen ist : so etwas gibt es in keinem 3-teiligen Russenfilm




Den Vergleich möchte ich nachvollziehen. Ich bin ja hier um mein Wissen zu stärken. Wie lautet der Titel des 3 - teiligen Films?
Wo kann man den sehen bzw. kaufen?


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#40

RE: Berufswahl und Berufsausbildung in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2012 09:54
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #38
Zitat von Polter im Beitrag #32
Zum Fach wehrpolitischer Unterricht ist anderes bekannt. Beginn ab 9. Klasse.......
Und von Betrieben, die vorwiegend für die NVA Azubis ausgebildet haben, höre ich auch zum 1. Mal. Man lernt nie aus.
Vorzeitiges Beenden des Lehrverhältnis um bei der NVA zu dienen, ist mir ebenfalls neu. Wie erklärt sich dies? Der Termin der Gestellung
war doch einheitlich, oder?




Doch, der vorzeitig Abschluss der Ausbildung war zu meiner Lehrzeit (80 - 82) möglich. Voraussetzung war die Längerverpflichtung zur NVA und ein Notendurchschnitt von höchstens 2,2. Da die so gewonnenen "Längerdienenden" aber schon bei ihren zukünftigen Dienststellen eingeplant waren, wurde mit dem Notendurchschnitt und auch mit der Facharbeiterprüfung oft ziemlich gemauschelt. In meinem Jahrgang war so ein Kandidat der errklärt hat: "Die müssen mich bestehen lassen, ich bin ja schon verplant" und mit diesem Wissen eine schriftliche Abschlußarbeit vorgelegt hat, mit der jeder andere mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt worden wäre. Er ist damit durchgekommen!


Also dazu kann ich auch noch was sagen.Wir hatten in unserer Schweißermeisterei zwei Lehrlinge,die machten ihre Praktische Prüfung.Mussten zu zweit ein Schott über Kopf schweißen,die Qualität war so klasse,das wir 4 Tage brauchten um das wieder auszubessern.Aber sie haben ihre Prüfung bestanden.Ich fragte den Meister was das soll--er antwortete--beruhige dich,die haben wir nicht lange.Denn der eine hatte sich 25 Jahre zu Armee verpflichtet zu den GT und der andere 10 Jahre zu NVA:Ich hatte dann auch so überlegt,wenn man solche Leute als Vorgesetzte bei der Truppe gehabt hätte und man hätte gewusst wie die ihre Facharbeiterprüfung bestanden haben.Ich wäre aus den Grinsen nicht mehr rausgekommen. OK;nun sollte man das nicht verallgemeinern aber so was gab es auch. Und zum Schluss---Nun brauchen sich die Hartliner nicht aus dem Fenster hängen,mit Sicherheit wird es solche Blindfische auch bei der heutigen Bundeswehr geben.


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