#21

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 13.08.2014 07:54
von S51 | 3.733 Beiträge

Wobei der "Kampfauftrag" doch eigentlich eher eine politische Floskel war. Es war alles "Kampfauftrag", der Grenzdienst wie der Wachdienst, das Zeitungsstudium wie die sonstige Ausbildung und sogar die Freizeit.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#22

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 13.08.2014 10:06
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #2
lt. Wiki ist "Die Vergatterung beim Militär eine zeitweise Unterstellung eines oder mehrerer Soldaten während des Wachdienstes unter einen Wachvorgesetzten, im zivilen Leben wird der Begriff auch umgangssprachlich für Belehrungen verwendet."
nichts sonst!


hallo,
enscheidend bei "Vergatterung" ist Unterstellung NUR unter dem ( den ) Wachvorgesetzten. Viel "Lametta" gibt über zur Wache Eingeteilte eben KEINE Befehlsgewalt. Bei der Bundeswehr hingen in jeder Wachstube Bilder von den "Wachvorgesetzten", Kasenrenkommandanten, Inspekteur der BW und auch Verteidigungsminister.



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#23

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 12.10.2014 19:22
von Reppi | 5 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #19
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #15
hallo freienhagener,das war wirklich super geschrieben!!bei uns damals hieß die objektwache" Fuchs der Einheit"ich meine aber wir dind nicht mit den rausgehenden grenzern vergattert worden!!das war doch ein 24 stunden dienst??an eins kann ich mich aber erinnern!! luftbeobachtung und die beobachtung der straße..die an unserer kompanie vorbeiging...wegen verirrter alliierter die bestimmt dann unsere gk beobachten wollten!!also ein bisschen kampfauftrag war das schonLG Bernd


Bernd--Da stimme ich Dir zu. In Zarrentin lag die GK an der Verbindungsstraße nach Testdorf. Bei Eintritt der Dunkelheit wurde auch die Straße durch einen Schlagbaum dicht gemacht. Der Wachposten hatte auch die Aufgabe in Richtung Testoerwald und Schaalsee zu beobachten.Wenn bei Dunkelheit Personen oder Fahrzeuge sich den Schlagbaum näherten.Musste der UvD oder GUvD mit einen Bereitschaftsposten raus, zu Kontrolle. Auch das gehörte zu Objektwache dazu.



Wann soll das gewesen sein? Ich war bis 04/86 in Zarrentin. Da gab es keinen Schlagbaum. Wenn man aus dem Ausgang kam, muste man manchmal lange warten am Tor, bis die Wache aus der GK kam.



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#24

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 12.10.2014 22:00
von Kalubke | 2.294 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #8
wieso ist eigentlich der Befehl, Grenzverletzer festzunehmen und sie , wenn das nicht gelingt, zu vernichten, sprich zu erschiessen, nirgendwo in der Befehlskette vom Kommandeur der Grenztruppen bis zum Grenzposten schriftlich festgehalten worden ? Oder ist er es doch ? Jedenfalls habe ich bei den Mauerschützenprozessen vor Jahren mitbekommen, dass nicht ein Dokument im Nachlass der DDR gefunden wurde, in dem der sog. Schiessbefehl schriftlich in irgendeiner Art dokumentiert wurde.




m.E. standen die Vorschriften zum Umgang mit der Schusswaffe im Grenzgesetz drin, verbunden mit dem Passus, dass diese nicht gegen Frauen und Kinder einzusetzen ist. Interne Vorschriften gab es auch einige, wie z.B die um einiges schärferen Komplexaufträge der Einsatzkompanie siehe hier

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 12.10.2014 22:06 | nach oben springen

#25

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 13.10.2014 01:45
von G. Michael (gelöscht)
avatar

Zitat von Freienhagener im Beitrag #14
Eigentlich sollte der Unterschied zwischen Objekt und Kanten klar sein.
Im Objekt war kein Flüchtling zu erwarten. So dämlich war wohl keiner.............


Nein so dämlich war keiner, es kam da eine Lücke und dann kamen die gamz gewievten. Geschehen auf dem GAP in Glöwen, die Wache des dortigen
Feldlagers hat 2 Personen aus Spremberg festgenommen, die hatten mit vollem Körpereinsatz die Lehrgrenze überwunden. Das ist eventuell so eine
Storie die ich nach Meinung von Hufklaus erzählen sollte. So aus dem Nichts fällt einem ja nichts ein, aber beim Stöbern in den ganzen Themen kommen
die Erinnerungen wieder. Nicht nur Objektwache war Kampfauftrag, als GOvD in Glöwen wurde ich losgeschickt einen Randalierer festzunehmen (in Begleitung 2 Bereitschaftsposten der Objektwache) und das war gut so. Am Ort angekommen, gegenüber der Quelle hatte ein junger Mann ein ganzes
EFH zerlegt und die Familie verprügelt. Den Kerl angesprochen, und der übergab mir seinen Ausweis mit der Bemerkung meine Pistole behalte ich und
bekam das Flitzen. Der Ausweis war ein Dienstausweis der VP-Bereitschaft Schwerin. Bei der Verfolgung ging es auch bis zum Warnschuß in der Ortslage Glöwen, er war weg. Im Nachhinein haben wir dann nur noch erfahren, das der Kunde in Schwerin getürmt war und keine Waffe dabei hatte.
Ich habe ihn dann noch ein mal in Glöwen getroffen, er war entlassen worden, den größten Ärger hatte, weil er seinen Dienstausweis aus der Hand gegeben hatte. Das ist auch ein Teil zum Thema Vergatterung, einer zeitweisen Änderung des Unterstellungsverhältnisses. So wurde am Gefechtspark
in Glöwen der Regimentskommandeur festgenommen (vollkommen entsprechend der DV) Das schlimmste was der Posten, ein ganz Glatter gemacht
hat , den Oberst P. zu fragen. Und nu die Frage " Gen. Oltn. von welcher Kompanie sind sie denn?"
Abgelöst, Wachdienst zu Ende.
G. Michael


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#26

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 13.10.2014 03:24
von B208 | 1.335 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #19
Zitat von icke-ek71 im Beitrag #15
hallo freienhagener,das war wirklich super geschrieben!!bei uns damals hieß die objektwache" Fuchs der Einheit"ich meine aber wir dind nicht mit den rausgehenden grenzern vergattert worden!!das war doch ein 24 stunden dienst??an eins kann ich mich aber erinnern!! luftbeobachtung und die beobachtung der straße..die an unserer kompanie vorbeiging...wegen verirrter alliierter die bestimmt dann unsere gk beobachten wollten!!also ein bisschen kampfauftrag war das schonLG Bernd


Bernd--Da stimme ich Dir zu. In Zarrentin lag die GK an der Verbindungsstraße nach Testdorf. Bei Eintritt der Dunkelheit wurde auch die Straße durch einen Schlagbaum dicht gemacht. Der Wachposten hatte auch die Aufgabe in Richtung Testoerwald und Schaalsee zu beobachten.Wenn bei Dunkelheit Personen oder Fahrzeuge sich den Schlagbaum näherten.Musste der UvD oder GUvD mit einen Bereitschaftsposten raus, zu Kontrolle. Auch das gehörte zu Objektwache dazu.



War das ein SCHLAGBAUM oder eine SCHWENKBARE SCHRANKE ?
Auf einer Luftaufnahme des BGS des Objektes in Zarrentin ist evtl. etwas wie eine Art schwenkbare Schranke zu erkennen .


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#27

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 13.10.2014 09:23
von hardi24a | 331 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #5
Zitat von Gast im Beitrag #3
wieso war der wachdienst kein kampfauftrag!? ...

Hallo OHS_Feldwebel,

zunächst hat SCORN mit seinem Zitat vollkommen recht. Die Vergatterung selbst war KEIN Kampfauftrag sondern lediglich die zeitweilige Änderung des Unterstellungsverhältnisses. Zu Deutsch, die eigentlichen disziplinarischen Vorgesetzten (z.B. der Kompaniechef) hatten dem Vergatterten in der Zeit der Geltung der Vergatterung nichts zu sagen. Das galt insbesondere bei der Wache, wo ein Wachposten auch seine eigenen Vorgesetzten im Postenbereich festnehmen konnte und sie in der Zeit keine Befehlsgewalt über ihn hatten.

Das heißt nicht, dass wir den Wachdienst nicht als "Gefechtsdienst in Friedenszeiten" angesehen haben. Natürlich wurde der immer so bezeichnet. Und auch der Grenzdienst wurde unter diese Kategorie eingeordnet. Aber, das hatte nichts aber auch garnichts mit der eigentlichen Vergatterung zu tun.

In der Kompaniesicherung, beispielsweise, wurde der Grenzdienst im Grenzabschnitt der Kompanie rund um die Uhr vom Kompaniechef oder einem seiner beiden Stellvertreter geführt (Diensthabender Stellvertreter). In dieser Konstellation benötigte man keine Vergatterung mehr. Wenn sie dennoch in einigen Einheiten durchgeführt wurde, dann weil man das Prinzip nicht erkannt hatte. In der Kompaniesicherung gab es nur noch den Befehl zum Grenzdienst.

Was der Kollege im Video meint, ist der Wortlaut des Befehls zur Vergatterung, der im eigentlichen Sinne der Grenzdienstbefehl war. Darin hieß es "... Grenzverletzer festzunehmen und zu vernichten ...". Diese Formulierung wurde oft auch in die Befehle zum Grenzsdienst nach Übergang zur Kompaniesicherung übernommen.

ciao Rainman



1975 Kompaniesicherung : "Vergatterung"


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#28

RE: Es war ein Kampfauftrag?

in Grenztruppen der DDR 14.10.2014 09:02
von hardi24a | 331 Beiträge

Ashampoo_Snap_2013.02.19_18h51m59s_002_
So sah es damal 1975 aus zur Vergatterung !


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