#21

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 20.07.2012 12:28
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #20
Egal. Bei allen möglichen Zuweisungen geht es um die Bevölkerungszahl.
Da zählt jeder, auch rückwandernde Rentner.

Im übrigen ist Hallle an der Saale eine sehr schöne Stadt, die jetzt ein neues Stadion und demnächst eine sehr schöne Ballsporthalle hat.
Und die Dank des Einsatzes mutiger Bürger den zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden hat.

Auch gibt es demnächst einen zupackenden Oberbürgermeister, nachdem die letzte 89iger Wendeheldin die Koffer packen muss.


Vielleicht kommen ja auch ein paar HFC- Fans zurück, wenigstens hier ist ein Aufstieg unter regulären sportlichen Bedingungen zu Stande gekommen.
Aber die Gewerbesteuer ist eigentlich keine Zuweisung im Sinne einer Verteilung, sie hat nichts unmittelbar mit Rückkehrern und Bevölkerungszahlen zu tun.
Die Gewerbesteuer bleibt im Gegensatz zu Umsatz-, Einkommens-, Grundsteuer usw. zu 100 % in der Kommune, während die angesiedelte Industrie von der weitgehend steuerfinanzierten Infrastruktur profitiert.
Klärwerke, Straßen, Dorfzentren u.a. sind teilweise sogar direkt vom Bürger bezahlt worden und nebenbei auch ein Standortkriterium.

Aber Halle ist in der Tat mit zunehmenden Alter immer schöner geworden, der ÖPNV z.B. ist deutschlandweit nach meiner Wahrnehmung am höchsten entwickelt.
Trotz der Kämpfe, die man auszufechten hatte, z.B. mit Bürgermeistern des Umfeldes, die horrende Einnahmnen aus der Gewerbesteuer allein beansprucht haben, weil sich große Ansiedlungen aus dem Chemiebereich zufällig (oder auch nicht) in Ortschaften (z.B. Spergau) mit minimaler Einwohnerzahl niedergelassen haben und die kommunalen Amigos was ganz anderes mit dem Geld vor hatten.
So was ist im Westen höher entwickelt, die halten zusammen, wenn das Geld in der Familie bleibt und das geht momentan zu Lasten des Ostens, das ist Teil des Dilemmas.
Hier in Sachsen- Anhalt kann man Dank linker Opposition allgemein etwas gegenlenken, im Bundesmaßstab gelingt das nicht und das ist ein Problem.
Und wer will kann sich ja noch dehttp://www.youtube.com/watch?v=7JL3XJUozIg&feature=relmfun ehemaligen Bürgerrechtler Schulz zur Gesamtproblematik anhören, keine Angst, der ist nicht rot



zuletzt bearbeitet 21.07.2012 10:37 | nach oben springen

#22

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 10:07
von OHS_Feldwebel (gelöscht)
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na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui


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#23

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 10:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #22
na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui


Sofern die frühen Flüchter überhaupt zu den Basiseliten zu zählen waren, haben sie in der Regel keine Lücken hinterlassen, zu groß war der Druck in den Kombinaten, nach der DM-Einführung Personal abzubauen.
Es kommt nun aber darauf an, welchen Zeitraum Du meinst, zutreffend wären Deine Vorwürfe für die Zeit vor der Grenzöffnung in jedem Fall.
...aber was meinst Du denn mit dem gemachten Nest ?



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#24

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 11:23
von OHS_Feldwebel (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #23
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #22
na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui


Sofern die frühen Flüchter überhaupt zu den Basiseliten zu zählen waren, haben sie in der Regel keine Lücken hinterlassen, zu groß war der Druck in den Kombinaten, nach der DM-Einführung Personal abzubauen.
Es kommt nun aber darauf an, welchen Zeitraum Du meinst, zutreffend wären Deine Vorwürfe für die Zeit vor der Grenzöffnung in jedem Fall.
...aber was meinst Du denn mit dem gemachten Nest ?


ich sehe auch den zeitraum nach dem mauerabriss "treuhand wir verschenken den osten zeitraum" als viele menschen den firmen hinterhergezogen sind, die sich die rosinen aus der ddr wirtschaft gepickt haben und dann wieder in den westen abgehauen sind.
uns haben sie hier nur trümmer und ihren müll hinterlassen. jetzt wo wir aufgeräumt haben, die infrastruktur brauchbar und ein paar firmen sich hier niedergelassen haben, kommen die "fachkräfte" zurück. warum??? der wurzeln wegen, welche sie vor ein paar jahren sich selber mit freunden ausgerissen haben, um für ein paar westmark den skaven aus dem osten zu spielen?
unwahrscheinlich!!!
der billigeren mieten wegen? der kindertagesplätze wegen? oder einfach nur weil die stammwessis ihnen gezeigt haben, das sie nie dazu gehören egal wie lange sie bleiben?
wahrscheinlich!!!
gruss feldwebel


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#25

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 12:06
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #22
na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


Thomas 66 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 12:35
von OHS_Feldwebel (gelöscht)
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Zitat von turtle im Beitrag #25
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #22
na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.
vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel


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#27

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 12:53
von Fritze (gelöscht)
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OHS Feldwebel : Ich kann deine Verbitterung schon verstehen.Mir ging es ähnlich Anfang der 90iger Jahre,als ich noch im Osten wohnte.Diese Aufschneider mit ihren Mantas und Golf GTI gingen mir auch alle paar Wochen auf den Keks.Fett Kohle im Westen verdienen und dann im Osten den "Grossen Zampano "spielen.
Aber diese Denkweise ist doch genauso schlecht,wie das Aufgeschneide.
Das wollen doch unsere Politiker,daß sich die Bevölkerung uneins ist.Deshalb Falsch -und Desinformation.Was meinste wieviel hier im Rheinland noch nicht wissen ,oder wissen wollen,daß der Solidarbeitrag von allen Bürgern bezahlt wird.
Die Gründe ,weshalb im Laufe der Jahre (vor oder nach der Wende)der Einzelne seine Heimat verlassen hat,sind doch sehr mannigfaltig.Bei manchen wars der Hass auf die DDR und bei vielen einfach die finanzielle Not.Der Dicke hat doch damals soviele Versprechen gemacht und nicht gehalten nach der Wahl.
Ich bin erst 1994 im "Goldenen Westen " gelandet,weil ich hier Freunde habe und plane meine Rückkehr in den Osten,aber weder um zu protzen noch um mir wehleidige Sprüche anzuhören.


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#28

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 12:53
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
[quote=OHS_Feldwebel|p203503]na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.

vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel[/quote]

Sag mal für wen hast du die Ausbildung bezahlt, wer war denn so undankbar dir gegenüber ?
Pass auf, dass der Neid und Hass dich nicht zerfrisst. Die Menschen in den neuen Bundesländern, die ich kenne und mit denen ich gesprochen habe, reden eine andere Sprache. Es gibt in jedem politischen und wirtschaftlichen System Loser, damit muss man leben, oftmals sind es sogar die gleichen, die in beiden Systemen nicht zurecht kommen. Die wurden in der DDR in den VEB's mit durchgeschleppt ( verdeckte Arbeitslosigkeit ) und denen wird heute über das ALG II geholfen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#29

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 12:55
von Fritze (gelöscht)
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Hallo Gert ,ich gebe es nicht gern zu ,aber ich muss Dir zu Deinem letzten Beitrag Beifall spenden !


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#30

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 12:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #24
Zitat von Hackel39 im Beitrag #23
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #22
na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui


Sofern die frühen Flüchter überhaupt zu den Basiseliten zu zählen waren, haben sie in der Regel keine Lücken hinterlassen, zu groß war der Druck in den Kombinaten, nach der DM-Einführung Personal abzubauen.
Es kommt nun aber darauf an, welchen Zeitraum Du meinst, zutreffend wären Deine Vorwürfe für die Zeit vor der Grenzöffnung in jedem Fall.
...aber was meinst Du denn mit dem gemachten Nest ?


ich sehe auch den zeitraum nach dem mauerabriss "treuhand wir verschenken den osten zeitraum" als viele menschen den firmen hinterhergezogen sind, die sich die rosinen aus der ddr wirtschaft gepickt haben und dann wieder in den westen abgehauen sind.
uns haben sie hier nur trümmer und ihren müll hinterlassen. jetzt wo wir aufgeräumt haben, die infrastruktur brauchbar und ein paar firmen sich hier niedergelassen haben, kommen die "fachkräfte" zurück. warum??? der wurzeln wegen, welche sie vor ein paar jahren sich selber mit freunden ausgerissen haben, um für ein paar westmark den skaven aus dem osten zu spielen?
unwahrscheinlich!!!
der billigeren mieten wegen? der kindertagesplätze wegen? oder einfach nur weil die stammwessis ihnen gezeigt haben, das sie nie dazu gehören egal wie lange sie bleiben?
wahrscheinlich!!!
gruss feldwebel


Also da müßte man jeden Einzelfall prüfen, ob die als Versager, Investor, der Heimatliebe wegen oder warum auch immer wieder kommen.
Wenn ich als Niedriglohnflüchtling richtig viel Geld, Kompetenz und eine Idee hätte hier im Osten eine Firma meines Fachgebiets Eisenbahnverkehr zu gründen, würde ich sofort heimkehren und sogar noch selbst Züge fahren, das jedoch sind Tagträume.
Jene Niedriglohnflüchtlinge Ost, die flexibel genug sind, dem Lohndumping in ihrer alten Heimat zu entkommen stoppen vielleicht auch die Abwärtsspirale im Lohnniveau und wenn sie auf Basis höherer realer Einkommenserwartungen zurück kehren, finde ich das legitim, weil es eine Maßnahme gegen die Ausbeutung ist.
Den Bossen gelingt es offenbar nicht mehr so leicht wie früher, Arbeitnehmer gegeneinander auszukaspern oder einzuschüchtern zu Gunsten exorbitanter Profite, die Deutsche Bahn hat sich unter Mehdorns Führung eine blutige Nase geholt und leckt heute noch ihre Wunden, genau diese Strategie hat sie um die 10-15 % Marktanteil im Güterverkehr gekostet, da besonders im Osten die Privaten überproportional zu Lasten der Staatsbahn gewonnen haben.
Sieh das bitte nicht so verbissen, sicherlich hast Du Einzelpersonen vor Dir, die sehe ich auch- jene Mitstreiter, die vor und während der Wende alles hingeschmissen haben und ihre Fähigkeiten ganz gewaltig überschätzt haben, teilweise meinten sie, sie wären was besseres, einfach nur Sieger als sie loszogen um Nachbarn und Freunde mit Versicherungen und dubiosen Kapitalanlagen das Fell über die Ohren zu ziehen.
Mit den Provisionen, die sie in einer solchen Rauschphase eingestrichen haben, lebten sie eine Weile recht gut, aber glaube mir, von solchen nimmt kein Hund mehr einen Knochen- die haben verschissen bis in die Steinzeit, aber wie gesagt, es sind Einzelfälle, nur ein Beispiel von vielen.
Dabei sind auch Gastwirte, Bausparfüchse, Hausmeisterdienste...alle sind auf den Führerstand zurück gekommen als sie merkten wie schwer das ist, irgendwo 2000 Euro im Monat zu verdienen, alle kamen sie zurück gekrochen und sie sind eben leider nicht die Besten im Job, so ist meine Erfahrung.
Tatsächlich gibt es unter den Rückkehrern aber auch Fachkräfte, die sich drüben einen update erworben haben um sich so in Chemnitz, Jena oder Eisleben beim Aufbau perspektivreicher Firmen einzubringen, zum Wohle einer homogener strukturierten Volkswirtschaft zu Gunsten ostdeutscher Standorte, das macht auch ein bißchen Hoffnung und ist vielleicht nicht nur ein Tagtraum...



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#31

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 13:04
von OHS_Feldwebel (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #28
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
[quote=OHS_Feldwebel|p203503]na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.

vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel[/quote]

Sag mal für wen hast du die Ausbildung bezahlt, wer war denn so undankbar dir gegenüber ?
Pass auf, dass der Neid und Hass dich nicht zerfrisst. Die Menschen in den neuen Bundesländern, die ich kenne und mit denen ich gesprochen habe, reden eine andere Sprache. Es gibt in jedem politischen und wirtschaftlichen System Loser, damit muss man leben, oftmals sind es sogar die gleichen, die in beiden Systemen nicht zurecht kommen. Die wurden in der DDR in den VEB's mit durchgeschleppt ( verdeckte Arbeitslosigkeit ) und denen wird heute über das ALG II geholfen.




das hat hier nichts mit neid, hass oder losern zu tun. mir geht es gut in grossdeutschland.
aber du solltest dich mal fragen ob die heimkommer mehr ne fernsehsendung verdient haben als die die hiergebliebenen.
gruss feldwebel


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#32

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 13:25
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #28
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
[quote=OHS_Feldwebel|p203503]na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.

vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel[/quote]

Sag mal für wen hast du die Ausbildung bezahlt, wer war denn so undankbar dir gegenüber ?
Pass auf, dass der Neid und Hass dich nicht zerfrisst. Die Menschen in den neuen Bundesländern, die ich kenne und mit denen ich gesprochen habe, reden eine andere Sprache. Es gibt in jedem politischen und wirtschaftlichen System Loser, damit muss man leben, oftmals sind es sogar die gleichen, die in beiden Systemen nicht zurecht kommen. Die wurden in der DDR in den VEB's mit durchgeschleppt ( verdeckte Arbeitslosigkeit ) und denen wird heute über das ALG II geholfen.




Das kann ich so nicht bestätigen--zumindestens in den beiden Betrieben wo ich gearbeitet habe.Aber diese feststellung kommt natürlich wieder von jemanden--der die letzten 25 Jahre nicht in der DDR gelebt hat.Ach heute gibt es keine verdeckte Arbeitslosigkeit nur eine öffentliche Massenarbeitslosigkeit.Und viele die heute ALG2 beziehen oder Hartz4 sind in diesen schönen reichen Deutschland auf Spenden angewiesen.


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#33

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 13:30
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #32
Zitat von Gert im Beitrag #28
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
[quote=OHS_Feldwebel|p203503]na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.

vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel[/quote]

Sag mal für wen hast du die Ausbildung bezahlt, wer war denn so undankbar dir gegenüber ?
Pass auf, dass der Neid und Hass dich nicht zerfrisst. Die Menschen in den neuen Bundesländern, die ich kenne und mit denen ich gesprochen habe, reden eine andere Sprache. Es gibt in jedem politischen und wirtschaftlichen System Loser, damit muss man leben, oftmals sind es sogar die gleichen, die in beiden Systemen nicht zurecht kommen. Die wurden in der DDR in den VEB's mit durchgeschleppt ( verdeckte Arbeitslosigkeit ) und denen wird heute über das ALG II geholfen.




Das kann ich so nicht bestätigen--zumindestens in den beiden Betrieben wo ich gearbeitet habe.Aber diese feststellung kommt natürlich wieder von jemanden--der die letzten 25 Jahre nicht in der DDR gelebt hat.Ach heute gibt es keine verdeckte Arbeitslosigkeit nur eine öffentliche Massenarbeitslosigkeit.Und viele die heute ALG2 beziehen oder Hartz4 sind in diesen schönen reichen Deutschland auf Spenden angewiesen.




.................der Bezug zu Afghanistan fehlt in deinem Post , Rostocker ist doch fast in jedem Beitrag


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#34

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 13:46
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von Rostocker im Beitrag #32
Zitat von Gert im Beitrag #28
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
[quote=OHS_Feldwebel|p203503]na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.

vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel[/quote]

Sag mal für wen hast du die Ausbildung bezahlt, wer war denn so undankbar dir gegenüber ?
Pass auf, dass der Neid und Hass dich nicht zerfrisst. Die Menschen in den neuen Bundesländern, die ich kenne und mit denen ich gesprochen habe, reden eine andere Sprache. Es gibt in jedem politischen und wirtschaftlichen System Loser, damit muss man leben, oftmals sind es sogar die gleichen, die in beiden Systemen nicht zurecht kommen. Die wurden in der DDR in den VEB's mit durchgeschleppt ( verdeckte Arbeitslosigkeit ) und denen wird heute über das ALG II geholfen.




Das kann ich so nicht bestätigen--zumindestens in den beiden Betrieben wo ich gearbeitet habe.Aber diese feststellung kommt natürlich wieder von jemanden--der die letzten 25 Jahre nicht in der DDR gelebt hat.Ach heute gibt es keine verdeckte Arbeitslosigkeit nur eine öffentliche Massenarbeitslosigkeit.Und viele die heute ALG2 beziehen oder Hartz4 sind in diesen schönen reichen Deutschland auf Spenden angewiesen.




.................der Bezug zu Afghanistan fehlt in deinem Post , Rostocker ist doch fast in jedem Beitrag


Hab in diesen Thema nichts zu Afganistan gefunden.Da musste wohl ihr was falsch gelesen haben.Aber einen schönen Sonnabend wünsch ich Dir.


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#35

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 13:52
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #26
Zitat von turtle im Beitrag #25
Zitat von OHS_Feldwebel im Beitrag #22
na wie schön!!! das da ein paar zurückkommen!!! als wir sie brauchten sind sie abgehauen und haben den osten im stich gelassen.
"für ein besseres leben" und nun komm sie zurückgekrochen weil es jetzt hier auch bananen und westfernsehn gibt oder was!!!
solche "fachkräfte" brauchen wir, die sich jetzt ins gemachte nest legen. pfui



Mir ist nicht ganz klar wer hier alles gemeint ist, bzw. welcher Zeitraum ! Persönliche Gründe mag es viele gegeben haben persönliche, politische, oder auch wirtschaftliche die DDR oder den Osten wie Du es nennst zu verlassen. Nach dem Plattmachen vieler Firmen nach der Wende hatten viele überhaupt keine andere Möglichkeit als in den alten Bundesländern einen Job zu suchen. Davon zu schreiben nun kommen sie zurück gekrochen ist fehl am Platze. Derartige Abfälligkeit wird den meisten sicherlich nicht gerecht! Und Westfernsehen konnte man in der DDR bereits vor der Wende empfangen! (nicht im Dresdner Raum) und wegen den Bananen die es nun überall immer gibt kommen sie bestimmt nicht zurück. Wie wäre es mit der Verbundenheit der Heimat, Freunde, Verwandte, und weil es jetzt auch da einen Job gibt?


....und was haben die gemacht die geblieben sind?? die keine möglichkeit hatten in den goldenen westen zu gehen?? sei es aus wirtschaftlichen, privaten gründen oder verbundenheit!! (stell dir mal vor es wären alle weggegangen)
ich habe in einer kleinen schlosserfirma gearbeitet, aus sch... gold gemacht und mit kleinen aufträgen über wasser gehalten.
und nun kommt der "heimkehrer" und macht ein auf "alten freund" mit fetten auto und so, nachdem er uns damals im stich gelassen hat. wir haben ihn ausgebildet aber sein arbeitskraft hat er mit in den westen genommen.
vielleicht kannst du nun meinen unmut verstehen. friede freude eierkuchen kommt bei mir da nicht auf.
die sollten mal lieber die im fernsehen zeigen die geblieben sind.
natürlich kann man es nicht verallg. aber die gründe verbundenheit und freunde ....lasse ich nicht gelten. die wahrheit steht immer im kleingedruckten.
gruss feldwebel


Die Frage ist nun, ob jener Abgänger nicht etwa die Firma verlassen hatte, weil eben keine Aufträge mehr da waren, womöglich hat er seinen Arbeitgeber ja sogar vor der Zahlung einer Abfindung bewahrt, indem er freiwillig gegangen war.
Oft haben solche Heimkehrer nach ihrer Abwesenheit eine andere Perspektive auf die ganze Sache, eine die weniger mit Grundsatzfragen zu tun hat, oft waren solche Umzüge auch ein privater Neuanfang- vielleicht war die Beziehung schon kaputt und man konnte sich unter einem solchen Vorwand des drohenden wirtschaftklichen Abstiegs zeitweilig oder für immer verpissen, auch so etwas ist mir bekannt.
Andere Mitstreiter haben offensichtlich auch ein hochdominantes Nomadenchromosom in ihrem genetischen code eigearbeitet, die wandern auch gern mal aus, um dann zu merken, daß die fremde Sprache zu schwer und das Portemonaie zu leicht ist, um in Norwegen, Spanien oder Kanada zu bestehen, solche sind ein Leben lang auf der Flucht, die kenne ich allerdings nur aus dem Fernsehen.



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#36

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 21.07.2012 17:24
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo OHS_Feldwebel
Habe nun doch noch eine Frage an Dich. Es gab ja auch ehemalige Staatsdiener (MfS z.B.) die nach der Wende im Westen untergetaucht wo sie niemand kannte weil sie Angst vor einer Hexenjagd hatten. Nun langsam normalisiert sich vieles und sie kommen auch zurück. Haben die Deiner Meinung nach auch den Osten im Stich gelassen? Oder ist das für Dich etwas anderes, wie der Familienvater der im Osten keinen Job mehr hatte und erst einmal im Westen einen fand?


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#37

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 22.07.2012 11:39
von OHS_Feldwebel (gelöscht)
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Zitat von turtle im Beitrag #36
Hallo OHS_Feldwebel
Habe nun doch noch eine Frage an Dich. Es gab ja auch ehemalige Staatsdiener (MfS z.B.) die nach der Wende im Westen untergetaucht wo sie niemand kannte weil sie Angst vor einer Hexenjagd hatten. Nun langsam normalisiert sich vieles und sie kommen auch zurück. Haben die Deiner Meinung nach auch den Osten im Stich gelassen? Oder ist das für Dich etwas anderes, wie der Familienvater der im Osten keinen Job mehr hatte und erst einmal im Westen einen fand?




ein verallg. meiner zeilen habe ich bereits ausgeschlossen und es ging hier auch nicht um die grossdeutsche siegerjustiz, sondern um die fernsehsendung, wo das sonnenscheinfachkräfteehepaar aus dem westen, zurück in ihr ach ja so geliebten osten
zurückkehrte und dafür gleich ein fernsehauftritt bekam. den mfs mitarbeiter, welcher nun nach jahren zurückkehrt hätten die wohl kaum vor die kamera gestellt (es sei den bei gericht).
meine wut richtet sich wohl in erster linie gg die presse aber ich frage mich ob die so schön geschminkten (fürs fernsehen ausgewählten) fachkräfte bleiben oder bei schwierigkeiten wieder der goldenen henne nachlaufen.

ich freue mich sehr das meine zeilen eine solche diskussion ausgelöst hat, den das ist was dieses forum so interessant macht.
msg (mitsozialemgruss)
feldwebel


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#38

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 22.07.2012 11:51
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,

auch ich bin in den Westen gegangen. Nach der Wende wurde in den Leuna-Werken massiv und "sozialverträglich" abgebaut. Nach 9 Monaten Arbeitslosigkeit fragt man sich, ob sich das Aushalten und Warten auf eine Stelle im Osten noch lohnt -trotz einer halbwegs sicheren Stelle meiner Frau im Öffentlichen Dienst (Volkshochschule). Also habe ich die gesamte Bundesrepublik in meine Bewerbungen einbezogen, zumal die Angebote in der "DDR" äußerst rar und schlecht bezahlt wurden. Wer verkauft sich schon unter Wert?.
Nach 9 Monaten war dann die Entscheidung gefallen, es geht nach Rheinland-Pfalz. Aber zu 100% mit Frau und Kind. Pendeln kam nicht in Frage. Heute galube ich, daß ein Pendeln von mir, zumindest für meine Frau, die bessere Lösung gewesen wäre.
Ein Go East kommt aber für uns nicht in Frage. Wir fühlen uns hier wohl, haben tiefe Wurzeln geschlagen und bleiben. Was könnten wir im Osten erwarten. Ein paar "Feldwebel" die sich im Stich gelassen fühlen und Angst um ihre Arbeitsplätze haben? Die Zeit im Osten ist an uns vorbeigegangen und wir haben keinen Bezug mehr dazu.
Nochmal zum Feldwebel. Da klingt aber ganz schön Verbitterung aus den Beiträgen. Was ist Dir denn passiert, daß Du so einen Frust auf die Heimkehrer hast. Diese mussten doch auch nur ihre Familien ernähren und sind nicht wegen einem dicken Benz in den Westen.
Ich wäre gern in Leuna geblieben, aber jetzt ist es auch gut.

Viele Grüße aus der Pfalz und keine Sorge. Ich komme nicht.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#39

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 22.07.2012 12:26
von OHS_Feldwebel (gelöscht)
avatar

Zitat von GeMi im Beitrag #38
Hallo,

Ein paar "Feldwebel" die sich im Stich gelassen fühlen und Angst um ihre Arbeitsplätze haben?



aber gemi wir "feldwebel" müssen doch keine angst um unsere arbeitsplätze haben, es kommen doch nur fachkräfte zurück, welche wir hier ja nicht zu haben scheinen. (so sagen sie im TV und die lügen ja nie oder)


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#40

RE: Go East ;-)

in DDR Politik Presse 22.07.2012 20:31
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von GeMi im Beitrag #38
Hallo,

auch ich bin in den Westen gegangen. Nach der Wende wurde in den Leuna-Werken massiv und "sozialverträglich" abgebaut. Nach 9 Monaten Arbeitslosigkeit fragt man sich, ob sich das Aushalten und Warten auf eine Stelle im Osten noch lohnt -trotz einer halbwegs sicheren Stelle meiner Frau im Öffentlichen Dienst (Volkshochschule). Also habe ich die gesamte Bundesrepublik in meine Bewerbungen einbezogen, zumal die Angebote in der "DDR" äußerst rar und schlecht bezahlt wurden. Wer verkauft sich schon unter Wert?.
Nach 9 Monaten war dann die Entscheidung gefallen, es geht nach Rheinland-Pfalz. Aber zu 100% mit Frau und Kind. Pendeln kam nicht in Frage. Heute galube ich, daß ein Pendeln von mir, zumindest für meine Frau, die bessere Lösung gewesen wäre.
Ein Go East kommt aber für uns nicht in Frage. Wir fühlen uns hier wohl, haben tiefe Wurzeln geschlagen und bleiben. Was könnten wir im Osten erwarten. Ein paar "Feldwebel" die sich im Stich gelassen fühlen und Angst um ihre Arbeitsplätze haben? Die Zeit im Osten ist an uns vorbeigegangen und wir haben keinen Bezug mehr dazu.
Nochmal zum Feldwebel. Da klingt aber ganz schön Verbitterung aus den Beiträgen. Was ist Dir denn passiert, daß Du so einen Frust auf die Heimkehrer hast. Diese mussten doch auch nur ihre Familien ernähren und sind nicht wegen einem dicken Benz in den Westen.
Ich wäre gern in Leuna geblieben, aber jetzt ist es auch gut.

Viele Grüße aus der Pfalz und keine Sorge. Ich komme nicht.




Dazu kann man Dir nur gratulieren, daß Du die neue Heimat angenommen hast, aber warum schreibst Du dann, daß Pendeln für Dich besser gewesen wäre ?
Teilt Deine Frau etwa diese Einsicht nicht und kommt es nicht auch darauf an, wie die Netzwerke daheim sind, Vereine Eltern, Spielkameraden der Kinder, Bekannte usw. ?
Hast Du in RP Anschluß gefunden außerhalb des Arbeitsumfeldes ?
Was ich nicht sagen kann ist, daß man drüben schief angesehen oder abgelehnt wird, nur weil man ostdeutschen Akzent spricht, richtig positiv war ich überrascht, daß man sich auf den Bahnsteigen (außerhalb der Großstädte und Hauptbahnhöfe) noch einen "Guten Morgen" wünscht, mir ist das mehrfach passiert und das kenne ich von hier überhaupt nicht, sofern es sich um Fremde handelt.
Ich hatte mir das dort in dem kleinem Schwarzwalddorf Bad Bellingen dann auch angewöhnt und war angenehm überrascht über die Selbstverständlichkeit mit der man sich dort viel freundlicher begegnet als hier zuweilen.
Auch die demolierten Bahnhaltestellen (wer kann, sehe sich mal die Bahnstrecke Halle- Sangerhausen an, dort sind bereits nach wenigen Tagen tausende Euro teure Wartehäuschen und Automaten, Solarmodule und Zugzielanzeiger zerstört wurden, einfach zum Kotzen aber eine Lösung dem beizukommen, weiß ich auch nicht in dieser viel zu liberalen Gesellschaft.
Wenn nun ein Heimkehrer solche Stätten als Visitenkarte bei der Ankunft präsentiert bekommt, könnte er durchaus auch Rückschlüsse auf die lokale Stimmung ziehen.
Trotzdem kann ich es mir nicht vorstellen, für immer dort zu bleiben, vermissen würde ich z.B. die viel weitläufiger angelegten Dörfer (Stadt käme generell nicht in Frage...auch hier nicht), die fairen Preise beim Gaststättenbesuch und auch deren normale Öffnungszeiten, die viel freizügigere Nutzung der Angelreviere (DAV- Gewässerfonds) , lokale Nachrichten aus der Heimat, ein bezahlbares Haus mit Garten naja und eben auch das private Umfeld sowieso.
Die Hürde liegt zu hoch aber meine Firma zahlt mir die Bahncard 100, Jahr für Jahr 4000 Euro das hat schon einen Wert und so versuche ich es so gut es geht, zu ertragen auch wenn diese BC 100 lange nicht so viel Wert ist wie das Rückfahrticket in die DDR.



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