#21

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 12:03
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Ich hoffe doch der Herr Dr. h.c. hatte auch einen sogenannte A Schein falls er mal selbst fahren mußte......

Es gab auch damals unter diesen Leuten solche und solche......

Und wenn wir hier schon aus dem Nähkästchen plaudern, auch ein stellv. Staatsekretär, ohne Dr. h. c., machte seinen Fahrer zur Schnecke weil er zig Dutzende Danksagungskarten, welcher besagter Sekretär verschicken wollte, mit dem gleichen Motiv besorgte.....
Wahrscheinlich ging der Sekretär davon aus das sich die mit Danksagungskarten beglückten diese gegenseitig zeigen und wie peinlich es doch ist wenn alle das gleiche Motiv vorzeigen.
Ab einer bestimmten Machtposition, auch Heute, sind die Probleme dieser Personen nicht mehr von dieser Welt.....

Da mir der Fahrer diese Geschichte persönlich erzählte bürge ich für ihre Richtigkeit.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#22

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 12:17
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #21
Ich hoffe doch der Herr Dr. h.c. hatte auch einen sogenannte A Schein falls er mal selbst fahren mußte......

Es gab auch damals unter diesen Leuten solche und solche......

Und wenn wir hier schon aus dem Nähkästchen plaudern, auch ein stellv. Staatsekretär, ohne Dr. h. c., machte seinen Fahrer zur Schnecke weil er zig Dutzende Danksagungskarten, welcher besagter Sekretär verschicken wollte, mit dem gleichen Motiv besorgte.....
Wahrscheinlich ging der Sekretär davon aus das sich die mit Danksagungskarten beglückten diese gegenseitig zeigen und wie peinlich es doch ist wenn alle das gleiche Motiv vorzeigen.
Ab einer bestimmten Machtposition, auch Heute, sind die Probleme dieser Personen nicht mehr von dieser Welt.....

Da mir der Fahrer diese Geschichte persönlich erzählte bürge ich für ihre Richtigkeit.

Gruß
Nostalgiker

solche geschichten kanste glauben, die gabs und von mir besagter dr. h.c. hat den h.c. nur als nicknamen bekommen weil sein name mit h.c.war. der war so jagdgeil das wir oft in perleberg waren (sein jagdrevier,obere von dort müßten wissen von wem ich rede). zum anderen, ja, die hatten alle den freie fahrt schein und den größten freie fahrt-a, sowie waffe und schein. den kleinen freie fahrt schein hatten die bezirke, der war nur quer rot-weis gestreift mit ddr symbol oben stand "freie" und unten "fahrt" der große stand über der ddr flagge "freie fahrt" und ein großes A, hinten stand das es waffenträger ist uneingeschrängte fahrt hat und so weiter, beschwerden waren beim polizeipräsidenten einzureichen der diesen schein persönlich unterschrieb.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 16.07.2012 12:37 | nach oben springen

#23

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 12:35
von turtle | 6.961 Beiträge

Ja der Intershop, da war ich sehr oft. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Nicht überall, aber zu gewissen Zwecken schon. Hatte manchmal etwas Probleme durch mein sächsisch. Die wollten mir Forum Schecks als Rückgeld andrehen. Aber mit dem richtigen Pass und oh Entschuldigung gab es DM zurück. Allerdings wurden kleinere Beträge auch gern in Form von Bonbon etc. verrechnet. Der Bus von Hamburg nach Berlin stoppte immer an einen Intershop auf der Transitstrecke .Ein Restaurant war natürlich auch da. Also gingen wir essen und die meisten auch in den Intershop. Als ich in Westberlin wohnte stieg ich Friedrichstrasse kurz aus und kaufte im Shop Zigaretten. Da der Intershop auf dem Bahnsteig war musste man nicht einreisen. DDR Artikel waren viel billiger als im normalen DDR Geschäft. Im Intershop wurde nicht eins zu eins berechnet. Das war auch über Genex so.
Stimmt der Westberliner Zoll machte Stichproben in der U Bahn.
Ja wer Westgeld hatte!!!


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#24

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 12:45
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #23
Ja der Intershop, da war ich sehr oft. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Nicht überall, aber zu gewissen Zwecken schon. Hatte manchmal etwas Probleme durch mein sächsisch. Die wollten mir Forum Schecks als Rückgeld andrehen. Aber mit dem richtigen Pass und oh Entschuldigung gab es DM zurück. Allerdings wurden kleinere Beträge auch gern in Form von Bonbon etc. verrechnet. Der Bus von Hamburg nach Berlin stoppte immer an einen Intershop auf der Transitstrecke .Ein Restaurant war natürlich auch da. Also gingen wir essen und die meisten auch in den Intershop. Als ich in Westberlin wohnte stieg ich Friedrichstrasse kurz aus und kaufte im Shop Zigaretten. Da der Intershop auf dem Bahnsteig war musste man nicht einreisen. DDR Artikel waren viel billiger als im normalen DDR Geschäft. Im Intershop wurde nicht eins zu eins berechnet. Das war auch über Genex so.
Stimmt der Westberliner Zoll machte Stichproben in der U Bahn.
Ja wer Westgeld hatte!!!


ja dafür war die DDR gut. ich habe grade am wochenende viele westler gefahren die sich in ostberlin ein glanzvolles essen leisteten für ca 7 ostmark und auch solche die nur sonnabend um 24 uhr ihr stempel holten für den sonntag. ein wochenende im osten, arbeiten im westen und heute meckern. die sind doch nur sauer das es ihre berlinzulage nicht mehr gibt und billigpolen nicht mehr um die ecke liegt.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 16.07.2012 12:46 | nach oben springen

#25

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 13:24
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #21
Ich hoffe doch der Herr Dr. h.c. hatte auch einen sogenannte A Schein falls er mal selbst fahren mußte......

Es gab auch damals unter diesen Leuten solche und solche......

Und wenn wir hier schon aus dem Nähkästchen plaudern, auch ein stellv. Staatsekretär, ohne Dr. h. c., machte seinen Fahrer zur Schnecke weil er zig Dutzende Danksagungskarten, welcher besagter Sekretär verschicken wollte, mit dem gleichen Motiv besorgte.....
Wahrscheinlich ging der Sekretär davon aus das sich die mit Danksagungskarten beglückten diese gegenseitig zeigen und wie peinlich es doch ist wenn alle das gleiche Motiv vorzeigen.
Ab einer bestimmten Machtposition, auch Heute, sind die Probleme dieser Personen nicht mehr von dieser Welt.....

Da mir der Fahrer diese Geschichte persönlich erzählte bürge ich für ihre Richtigkeit.

Gruß
Nostalgiker

hier mal der unterschied zu freifahrtscheinen, leider etwas unkentlich aber es gab noch viele mehr, dies waren die beiden höchsten die es gab und mit denen ich gefahren bin. rechts zeigt den "freie fahrt A" wer diese fahrt behinderte hatte ein echtes problem. und dieses kam sogar einmal extrem vor das ein minister zum tramper wurde ( ich hatte nur 2 oder 3 mal eine kontrolle mit extremer entschuldigung und frage nach polizeibegleitung) aber davon in einem späteren und anderen beitrag

Angefügte Bilder:
Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 16.07.2012 13:48 | nach oben springen

#26

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 14:50
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von EK 82/2 im Beitrag #24
Zitat von turtle im Beitrag #23
Ja der Intershop, da war ich sehr oft. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Nicht überall, aber zu gewissen Zwecken schon. Hatte manchmal etwas Probleme durch mein sächsisch. Die wollten mir Forum Schecks als Rückgeld andrehen. Aber mit dem richtigen Pass und oh Entschuldigung gab es DM zurück. Allerdings wurden kleinere Beträge auch gern in Form von Bonbon etc. verrechnet. Der Bus von Hamburg nach Berlin stoppte immer an einen Intershop auf der Transitstrecke .Ein Restaurant war natürlich auch da. Also gingen wir essen und die meisten auch in den Intershop. Als ich in Westberlin wohnte stieg ich Friedrichstrasse kurz aus und kaufte im Shop Zigaretten. Da der Intershop auf dem Bahnsteig war musste man nicht einreisen. DDR Artikel waren viel billiger als im normalen DDR Geschäft. Im Intershop wurde nicht eins zu eins berechnet. Das war auch über Genex so.
Stimmt der Westberliner Zoll machte Stichproben in der U Bahn.
Ja wer Westgeld hatte!!!


ja dafür war die DDR gut. ich habe grade am wochenende viele westler gefahren die sich in ostberlin ein glanzvolles essen leisteten für ca 7 ostmark und auch solche die nur sonnabend um 24 uhr ihr stempel holten für den sonntag. ein wochenende im osten, arbeiten im westen und heute meckern. die sind doch nur sauer das es ihre berlinzulage nicht mehr gibt und billigpolen nicht mehr um die ecke liegt.


Das war von der DDR Führung auch so gewollt um Devisen zu bekommen,sonst hätte es diese Läden nicht gegeben.Da hat man bewusst Zwietracht in Kauf genommen mit denen die konnten und die nur mal schauen durften.Im übrigen ist es doch nichts anderes wenn Bewohner in der Grenznähe zu Tschechien oder Polen da Essen oder einkaufen gehen.Damals im Westen oder Heute gibt es nicht wenige die auf das Geld achten müssen. Verurteilen kann man nicht die Menschen welche diese Möglichkeiten nutzten.Für die DDR waren auch Menschen gut genug um dafür Devisen zu bekommen.Ich denke das sollte mehr verurteilt werden als im Intershop einzukaufen oder im Osten billig zu essen.


glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.07.2012 14:51 | nach oben springen

#27

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 15:12
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #26
Zitat von EK 82/2 im Beitrag #24
Zitat von turtle im Beitrag #23
Ja der Intershop, da war ich sehr oft. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Nicht überall, aber zu gewissen Zwecken schon. Hatte manchmal etwas Probleme durch mein sächsisch. Die wollten mir Forum Schecks als Rückgeld andrehen. Aber mit dem richtigen Pass und oh Entschuldigung gab es DM zurück. Allerdings wurden kleinere Beträge auch gern in Form von Bonbon etc. verrechnet. Der Bus von Hamburg nach Berlin stoppte immer an einen Intershop auf der Transitstrecke .Ein Restaurant war natürlich auch da. Also gingen wir essen und die meisten auch in den Intershop. Als ich in Westberlin wohnte stieg ich Friedrichstrasse kurz aus und kaufte im Shop Zigaretten. Da der Intershop auf dem Bahnsteig war musste man nicht einreisen. DDR Artikel waren viel billiger als im normalen DDR Geschäft. Im Intershop wurde nicht eins zu eins berechnet. Das war auch über Genex so.
Stimmt der Westberliner Zoll machte Stichproben in der U Bahn.
Ja wer Westgeld hatte!!!


ja dafür war die DDR gut. ich habe grade am wochenende viele westler gefahren die sich in ostberlin ein glanzvolles essen leisteten für ca 7 ostmark und auch solche die nur sonnabend um 24 uhr ihr stempel holten für den sonntag. ein wochenende im osten, arbeiten im westen und heute meckern. die sind doch nur sauer das es ihre berlinzulage nicht mehr gibt und billigpolen nicht mehr um die ecke liegt.


Das war von der DDR Führung auch so gewollt um Devisen zu bekommen,sonst hätte es diese Läden nicht gegeben.Da hat man bewusst Zwietracht in Kauf genommen mit denen die konnten und die nur mal schauen durften.Im übrigen ist es doch nichts anderes wenn Bewohner in der Grenznähe zu Tschechien oder Polen da Essen oder einkaufen gehen.Damals im Westen oder Heute gibt es nicht wenige die auf das Geld achten müssen. Verurteilen kann man nicht die Menschen welche diese Möglichkeiten nutzten.Für die DDR waren auch Menschen gut genug um dafür Devisen zu bekommen.Ich denke das sollte mehr verurteilt werden als im Intershop einzukaufen oder im Osten billig zu essen.

stimmt, heute gibt es keinen intershop mehr und dafür vitnamesen mit zigarettenhandel. wer kauft denn dort? menschen die sich zigaretten in der kaufhalle nicht leisten können. eigentlich das selbe schema wie in der ddr nur unmenschlicher und ungesünder.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 16.07.2012 15:13 | nach oben springen

#28

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.07.2012 17:01
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat: EK82/2

stimmt, heute gibt es keinen intershop mehr und dafür vitnamesen mit zigarettenhandel. wer kauft denn dort? menschen die sich zigaretten in der kaufhalle nicht leisten können. eigentlich das selbe schema wie in der ddr nur unmenschlicher und ungesünder.


finde ich auch total unmenschlich... die armen Raucher die Logik ist wirklich beeindruckend!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
Angelo und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.07.2012 17:01 | nach oben springen

#29

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.11.2012 00:01
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Im Intershop habe ich damals auf der Rückfahrt meiner Schulklassenfahrt 1988 noch die wenigen D-Mark, die ich im Portemonnaie hatte, für Radeberger Pilsner ausgegeben, erstaunt war ich über die ganz anderen Flaschenetiketten, die extra für den Westexport wohl anders gedruckt waren, als die Etiketten auf den heimischen Bierflaschen. Dort stand z.B. drauf: "Made in GDR", also englisch, "German Beer", usw., habe die Etiketten heute noch, damals abgelöst und ins Fotoalbum mitsamt meiner Fotos von dieser Schulfahrt, eingeklebt.


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#30

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.11.2012 13:07
von 80er | 570 Beiträge

Kein Witz!

Ich hatte das Glück, während meiner Studienzeit fast die gesamte Freizeit in einer Studentengemeinde zu verbringen. Ende der 70er Jahre wurden diese Checks eingeführt, die es von da an DDR Bürgern nur noch erlaubte, in den I-Shops einzukaufen, wenn sie zuvor DM gegen Checks getauscht hatten.
Einige von uns sassen eines Sonntag nachmittags bei einem Gläschen Apfelschnaps zusammen (der war zu dieser Zeit gerade angesagt, genauso wie Apfelseife ...). Die Flasche ging zur Neige und es stand uns auf etwas mehr davon. Ohne überheblich zu wirken, aber guter Kaffee und immer einen Fuffi in der Kasse war bei uns - dank u.a. diverser Paten-Studentengemeinden im Westen, die dort Hochschulgemeinden hiessen - nie Mangelware. Was wir nicht hatten waren diese dämlichen Checks.

Also wurden ich und ein Spassvogel aus Nordhausen ausgeguckt, zwei weitere Flaschen im I-Shop am Bahnhof zu besorgen. Die Hürde mit den Checks sollten wir nehmen, indem wir als selbstsichere Bundis auftraten, die mit (bayrischem) Dialekt nicht in Verdacht kämen, ihre Pässe zeigen zu müssen. Dies war insofern nicht schwierig, weil der Kontrast zwischen sächsisch (Shop-Personal) und bayrisch (in diesem Falle wir) keine Verdachtsmomente aufkommen lassen würde.

Die Wahl auf mich und Erich (ja, der heisst wirklich so) viel nicht zufällig. Während Erich als sprachliches Naturtalent durchging, hatte ich mich als Mitglied der hauseigenen Figurentheatertruppe für diesen Job qualifziert, weil ich in dem aktuellen Stück ohnehin einen Schweizer und einen Bayern zu sprechen hatte und die Aktion als "Sprechübung" anzusehen war.

Mit etwas Herzklopfen reihten wir uns in die Schlange der I-Shop Konsumenten ein und führten schon einen nicht zu überhörenden Dialog, noch bevor wir an der Reihe waren. Mir sind noch solche Dialogfetzen wie "Kolonialwarnladn", "komisch riechts do herinnen scho" in Erinnerung. Letztendlich sind wir unentdeckt mit 2 Flaschen Apfelschnaps zurück in die Runde und hatten nicht nur wegen des Schnapskonsums noch einen lustigen Nachmittag.

PS: Auf die Idee, sich evtl. vor "richtigen" Bayern outen zu müssen, sind wir natürlich nicht gekommen.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 14:40 | nach oben springen

#31

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 16.11.2012 17:55
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Soweit ich mich erinnern kann, hat zumindest in den Berliner Intershops, kein Mensch Anstoß daran genommen , das ich als DDR-Bürger in DM bezahlt habe. Auch im Intershop in Michendorf, an der Autobahn, der noch günstiger war ,habe ich immer in DM bezahlt und nie Probleme gehabt. Es haben die Devisen gezählt und mit einem Pseudo-Umtausch hat sich niemand aufgehalten. In der Provinz mag es anders gewesen sein.


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#32

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 17.11.2012 21:24
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #31
Soweit ich mich erinnern kann, hat zumindest in den Berliner Intershops, kein Mensch Anstoß daran genommen , das ich als DDR-Bürger in DM bezahlt habe. Auch im Intershop in Michendorf, an der Autobahn, der noch günstiger war ,habe ich immer in DM bezahlt und nie Probleme gehabt. Es haben die Devisen gezählt und mit einem Pseudo-Umtausch hat sich niemand aufgehalten. In der Provinz mag es anders gewesen sein.


Kann ich eigentlich auch bestätigen. Wichtig war nur, daß Valuta in die Kasse kam. Die Einführung der Forumscheine hatte m.E. einen einzigen realen Grund, nämlich die in den Geldkasseten der ostdeutschen Haushalte brach liegenden Valuta möglichst schnell für die Wirtschaft verfügbar zu machen. Im Vorfeld der Einführung haben sich nicht wenige Bürger in Panik versetzen lassen und Angstkäufe mit ihren DM getätigt. Wollte meine damalige Frau auch, habe ihr aber plausibel machen können, daß "die" das nicht machen können, uns hier wertloses Papier ohne Intershop-Kaufkraft anzudrehen. So haben wir unsere DM behalten. Im Übrigen habe ich sehr wenig DM in den Intershop gebracht. Das Allermeiste habe ich für Rohmaterial für meine Schmuckproduktion ausgegeben und somit einen legalen enormen "Veredelungseffekt" meiner Devisen erreicht. Und noch was. Wenn mitunter von bösen Zungen behauptet wird, an DM wären nur "SED-Bonzen", Leute mit Westverwandtschaft und andere Privilegierte rangekommen, stimmt das nicht. Schwarz einzutauschen, je nach Gelegenheit 1 : 5 bis 1 : 10, das war jedem Bürger möglich.



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#33

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 17.11.2012 21:29
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Schwarz getauscht habe ich meine D-Mark gegen Mark der DDR auch öfters, das stimmt, DoreHolm! Die ganze Mark der DDR, die ich dann im Tausch erhalten hatte, hatte ich in Schallplatten, Kassetten und Bücher bzw. Essen und Bier investiert! Bin im nachhinein froh, dass ich DDR-Schallplatten und Bücher in meinem Zuhause habe!


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#34

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 17.11.2012 21:44
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

[DoreHolm| Und noch was. Wenn mitunter von bösen Zungen behauptet wird, an DM wären nur "SED-Bonzen", Leute mit Westverwandtschaft und andere Privilegierte rangekommen, stimmt das nicht. Schwarz einzutauschen, je nach Gelegenheit 1 : 5 bis 1 : 10, das war jedem Bürger möglich.

Man durfte sich nur nicht erwischen lassen.


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#35

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 17.11.2012 21:58
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #34
[DoreHolm| Und noch was. Wenn mitunter von bösen Zungen behauptet wird, an DM wären nur "SED-Bonzen", Leute mit Westverwandtschaft und andere Privilegierte rangekommen, stimmt das nicht. Schwarz einzutauschen, je nach Gelegenheit 1 : 5 bis 1 : 10, das war jedem Bürger möglich.

Man durfte sich nur nicht erwischen lassen.



Ach was ? Wenn man einen Kellner (hatten oft etwas DM) oder andere traf und tauschte, stand wohl kaum jemand daneben, der da zugeguckt hat. Etwas sehr illegal war es schon wie in meinem Fall, als ich auf den Mineraltauschtagen in CZ (Tisnow, Prag) eben auch mit westeuropäischen Sammlern tauschen konnte. Da unser Material bei denen sehr begehrt war, wurde auch was dafür geboten. Ich konnte mir entweder wieder andere Minerale eintauschen oder aber auch gegen DM, Schillinge u.s.w. verkaufen, je nachdem was mir wichtiger war. Die CZ-Behörden ware da wesentlich offener in internationalen privaten Kontakten. Die ausländischen Sammler konnten ihr Material problemlos wieder ausführen. Ein Vertreter des lokalen Museums war da und hat eine Banderole um die Pakete gemacht, das reichte. Die Währungen habe ich ganz normal in die Hosentasche gesteckt und in die DDR ausgeführt. Wenn kontrolliert wurde, dann wurde sonstwo gesucht, aber nicht in der Hosentasche.



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#36

RE: Intershop - Der kleine Westen

in DDR Zeiten 17.11.2012 22:16
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Der Besitz von Devisen war in der DDR erlaubt. Die Schenkung auch. Die Ausfuhr von Devisen und der private Umtausch waren streng verboten und waren ein Verstoß gegen die DDR Devisengesetze. In der Regel wurden bei kleineren Beträgen, diese ersatzlos eingezogen. Bei größeren Summen konnte es richtigen Ärger geben und es auch hinter Gittern enden.
Am Tisch im Restaurant beim Kellner Devisen tauschen, hätte ich mir zu DDR-Zeiten nicht getraut. So etwas wurde etwas unauffälliger geregelt.


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