#41

RE: Wem gehört die BRD eigentlich?

in Themen vom Tage 19.07.2012 16:06
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #25
Merkt ihr man nichts , Feliks D will Euch doch nur wieder aus der Reserve locken.

Auch ich konnte mir zu DDR Zeiten kein Wohneigentum leisten , warum , weil ich nicht finanzell in der Lage war., angefangen 1967 nach der Lehre mit 1,50 Mark Stundenlohn . Immer versucht mal etwas zu erreichen , hat nicht so richtig geklappt.

Seit der Wende haben wir gearbeitet und gespart , so haben wir uns das Rentenalter mit Wohneigentum auf ehrlicher Art verdingt. ratata


@ratata dafür hast du aber stressfrei gelebt, sagt Feliks.Frei nach dem Motto: Wer nix hat, braucht auch keine Angst zu haben, etwas zu verlieren. Die Angsthasen sind nur jene, die etwas angehäufelt haben


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Mahatma Gandhi
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#42

RE: Wem gehört die BRD eigentlich?

in Themen vom Tage 19.07.2012 18:18
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #41
Zitat von ratata im Beitrag #25
Merkt ihr man nichts , Feliks D will Euch doch nur wieder aus der Reserve locken.

Auch ich konnte mir zu DDR Zeiten kein Wohneigentum leisten , warum , weil ich nicht finanzell in der Lage war., angefangen 1967 nach der Lehre mit 1,50 Mark Stundenlohn . Immer versucht mal etwas zu erreichen , hat nicht so richtig geklappt.

Seit der Wende haben wir gearbeitet und gespart , so haben wir uns das Rentenalter mit Wohneigentum auf ehrlicher Art verdingt. ratata


@ratata dafür hast du aber stressfrei gelebt, sagt Feliks.Frei nach dem Motto: Wer nix hat, braucht auch keine Angst zu haben, etwas zu verlieren. Die Angsthasen sind nur jene, die etwas angehäufelt haben



10 Männer beim Essen.
Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen und die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100 Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:-Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.- Der Fünfte zahlte 1 Euro. Der Sechste 3 Euro.- Der Siebte 7 Euro. Der Achte 12 Euro.- Der Neunte 18 Euro.- Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.
Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden. Bis - der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren. "Weil Sie alle so gute Gäste sind!" Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte? Die sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam folgendes:- Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).- Der Sechste zahlte 2 € statt 3 € (33% Ersparnis).- Der Siebte zahlte 5 € statt 7 € (28% Ersparnis).- Der Achte zahlte 9 € statt 12 € (25% Ersparnis).- Der Neunte zahlte 14 € statt 18 € (22% Ersparnis).- Der Zehnte und Reichste zahlte 49 € statt 59 € (16% Ersparnis).
Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. "Ich hab' nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!" sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen. "Aber er kriegt 10 Euro!" "Stimmt!" rief der Fünfte. "Ich hab' nur 1 Euro gespart und er spart sich zehnmal so viel wie ich." "Wie wahr!!" rief der Siebte.
"Warum kriegt er 10 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!" "Moment mal," riefen da die ersten vier aus einem Munde. "Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!" Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.
Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest: Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

....und ?
Würde jetzt wirklich die Welt untergehen, wenn der zehnte weg wäre, wieso kann er sich überhaupt die 59 Euro leisten, oder ist so eine Frage schon verboten ?
Wird dann der neunte als nächster verjagt ?
Wäre es denn wirklich so schlimm, wenn jeder bezahlt, was er ißt ?
Und wenn die ersten vier sich den Gaststättenbesuch nicht leisten können, so sollten sie doch eher selber zu Hause kochen, oder wäre das dann schon wieder Sozialismus ?
Zwar ist diese Mahlzeit nur eine Metapher und soll die Struktur der Wirtschaft beschreiben, aber ist es denn wirklich so schlimm, wenn es große und kleine Fische gibt im Haifischbecken ?



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#43

RE: Wem gehört die BRD eigentlich?

in Themen vom Tage 19.07.2012 19:06
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo Hackel,

die Geschichte ist nett und trifft auch solange den Kern, solange ich ein Gleichnis zum grundsätzlichen Funktionsprinzip anbringen will, nach dem die Gesellschaft auch tatsächlich funktioniert. Sie trifft nicht, wenn sie auf das tatsächliche Funktionsprinzip zielen würde. Dann müsste mindestens eine Ergänzung eingefügt werden:

"Einer derer, die nichts bezahlen mussten, verdiente eigentlich mehr als der Zehnte. Nehmen wir an, es wäre in der Reihe der Vierte. Dieser Vierte hatte soviel Geld, dass er jemanden bezahlen konnte, der für ihn solange die Ausgaben, Einnahmen, die Gewinne und Verluste hin und her rechnete, dass der Vierte getrost und vor dem Recht auch augenscheinlich glaubhaft behaupten konnte, dass er eigentlich gar kein Geld verdiente. Und so musste er auch nicht für sein Essen zahlen. Er freute sich über die ehrliche Trottelhaftigkeit des Zehnten, der augenscheinlich nichts von Abschreibungsmöglichkeiten bei Immobilienbesitz oder ähnlichem wusste. Allerdings schlug er beim Verprügeln des Zehnten nicht allzu hart zu. Aber musste mitprügeln, sonst hätte vielleicht noch jemand dumme Fragen gestellt ..."

Ist nicht ganz ausgefeilt, aber auf die Schnelle muss es reichen.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 19.07.2012 19:07 | nach oben springen

#44

RE: Wem gehört die BRD eigentlich?

in Themen vom Tage 19.07.2012 19:45
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #43
Hallo Hackel,

die Geschichte ist nett und trifft auch solange den Kern, solange ich ein Gleichnis zum grundsätzlichen Funktionsprinzip anbringen will, nach dem die Gesellschaft auch tatsächlich funktioniert. Sie trifft nicht, wenn sie auf das tatsächliche Funktionsprinzip zielen würde. Dann müsste mindestens eine Ergänzung eingefügt werden:

"Einer derer, die nichts bezahlen mussten, verdiente eigentlich mehr als der Zehnte. Nehmen wir an, es wäre in der Reihe der Vierte. Dieser Vierte hatte soviel Geld, dass er jemanden bezahlen konnte, der für ihn solange die Ausgaben, Einnahmen, die Gewinne und Verluste hin und her rechnete, dass der Vierte getrost und vor dem Recht auch augenscheinlich glaubhaft behaupten konnte, dass er eigentlich gar kein Geld verdiente. Und so musste er auch nicht für sein Essen zahlen. Er freute sich über die ehrliche Trottelhaftigkeit des Zehnten, der augenscheinlich nichts von Abschreibungsmöglichkeiten bei Immobilienbesitz oder ähnlichem wusste. Allerdings schlug er beim Verprügeln des Zehnten nicht allzu hart zu. Aber musste mitprügeln, sonst hätte vielleicht noch jemand dumme Fragen gestellt ..."

Ist nicht ganz ausgefeilt, aber auf die Schnelle muss es reichen.

ciao Rainman2



Ja Rainman, man nennt das Gruppendynamik und viele von denen, die in Leipzig mit marschierten als nicht mehr drauf gehauen wurde, wußten noch gar nicht, vor was für einen Karren sie gespannt wurden.
Ich erinnere mich hier an die Ansprache von A. Böhme, SED- Bezirkschef von Halle anläßlich einer Demonstration, der Mob war nur am Grölen, eine Pastorin aus der Bürgerbewegung mußte sich reinhängen, um nicht noch weiter ins Tierreich zurückzusetzen, einfach schlimm.
Die Meisten wollten schon hören, was Böhme zu sagen hat, als sie es aber aussichtslos fanden, noch etwas aufzuschnappen, krakeelten sie einfach mit, so wie Dein vierter Mann mit den Samtpfötchen.
http://www.youtube.com/watch?v=aHUBdRbrVP4&feature=related
Zu Deiner Anmerkung.
Wenn nun nach dem 10. der 9. und 8. auch noch abhaut, haben wir dann wieder Sozialismus ?
Sind die teilverstaatlichten Banken nicht schon die Vorboten, immerhin sind die ja verstaatlicht wurden, weil genau diese mangels spekulativer Geldflüsse u.a. Tricksereien aufgeflogen sind.
Aber was ist mit dem Wirt aus der Geschichte, warum geht der ohne Not um 20 % zurück, ist er ein Linker und wollte er den Klassenkampf provozieren ?
So gesehen ist die Geschichte, die ich übrigens anderswo aufgeschnappt hatte, auch noch nicht ganz rund.



zuletzt bearbeitet 20.07.2012 13:49 | nach oben springen



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