#41

RE: mir schmeckt das heut noch

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.06.2012 13:31
von Gert | 12.355 Beiträge

Pit, den Lebertran musste ich als Kind nach dem Krieg schlucken und zwar pur. Ich glaube aber, es war Dorschlebertran.
Der Grund war, dass da Vitamine drin sind, die eine damals grassierende Mangelkrankheit Rachitis verhindern sollte. Ich war jedesmal kurz vor dem, so hat es mich vor dem Fischtran geekelt. Heute esse ich zwar gern Fischgerichte, aber wenn da ein Stück tranig schmeckt, ist die Nummer für mich gelaufen, esse ich nicht weiter, den Fisch.


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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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zuletzt bearbeitet 20.06.2012 13:31 | nach oben springen

#42

RE: mir schmeckt das heut noch

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.06.2012 15:05
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Corres
In der Lausitz ist die Grützwurst eine Wurst im Schweinedarm, deren Füllung aus Schweineblut, aus in Wasser geqollener Buchweizengrütze und allerlei Gewürzen besteht. Das, was hier im Forum als "Tote Oma oder Verkehrsunfall" bezeichnet wird und auf Lausitzer Tellern landet nennt man hier "Fülling" - also die Füllung der Grützwurst. Hat jemand schon mal geräucherte Grützwurst gegessen? Oberlecker !!! Als Kind habe ich früher mit meinen Geschwistern (in Ermangelung von Süßigkeiten) desöfteren auf der Küchenherdplatte Brotscheiben braun geröstet, diese mit Leinöl beträufelt und mit Zucker bestreut und heiß gegessen. Das schmeckte sehr lecker. Auch frischgebackenes Brot mit Leinöl und Salz ist ein Gaumengenuss. Das wird jetzt immer noch im Spreewald den Besuchern angeboten. Leinöl soll ja bekanntlich nicht überall in Deutschland erhältlich sein. Vielleicht ist das mittlerweile nicht mehr so?

Gruß aus der Lausitz
vom Corres



Hallo Landsmann
Dazu gibt's nichts mehr hinzuzufügen.
Blos noch einen Spruch, den die Alten gerne verwendet haben;
Was macht den Lausitzer stark?.....Leinöl und Quark
Was wird er immer lieben?..... Grützwurst mit grossen Grieben

Gruss aus dem Spreewald


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#43

RE: mir schmeckt das heut noch

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.06.2012 15:33
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Gert
Pit, den Lebertran musste ich als Kind nach dem Krieg schlucken und zwar pur. Ich glaube aber, es war Dorschlebertran.
Der Grund war, dass da Vitamine drin sind, die eine damals grassierende Mangelkrankheit Rachitis verhindern sollte. Ich war jedesmal kurz vor dem, so hat es mich vor dem Fischtran geekelt. Heute esse ich zwar gern Fischgerichte, aber wenn da ein Stück tranig schmeckt, ist die Nummer für mich gelaufen, esse ich nicht weiter, den Fisch.




Das muss ein schreckliches Zeug gewesen sein, aber für die Versorgung mit Vitamin D, in der lichtarmen Zeit im Winter, unerlässlich. So ein üppiges Gemüseangebot, wie es heute angeboten wird, hat es damals eben nicht gegeben.
Da hat mir mal ein Alter erzählt, er war im 2. WK in Norwegen stationiert. dass die das auch unter Aufsicht eines Sanis einnehmen mussten. Auf dem Appellplatz angetreten hat es dann 3 verschiedenfarbige Tabletten gegeben. Weil die aber auch abscheulig geschmeckt haben, haben die Landser so getan, als ob sie das Ganze mit einen Ruck in den Mund befördern würden. Tatsächlich haben sie es hinter sich in den Schnee geworfen. Das böse Erwachen ist dann bei der Schneeschmelze gekommen und die bunten Flecken sind sichtbar geworden. Na, was dann abgegangen ist, kann sich ja jeder, der gedient hat, vorstellen.


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und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
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#44

RE: mir schmeckt das heut noch

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.06.2012 20:40
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Lebertran habe ich als Kind gern getrunken. Oh Gott, was muß ich in Euren Augen für einen verhunzten Geschmack gehabt haben ? Aber zu Eurer Beruhingung, kleine Kinder habe ich nicht gefressen (die schmeckten nicht nach Lebertran)



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