#1

hab ich anders erlebt

in Grenztruppen der DDR 15.06.2012 22:24
von Hans55 | 763 Beiträge

http://www.berlinermaueronline.de/erinne...enzsoldaten.htm
Der erste Versuch hat nicht geklappt!
Einiges stimmt hier nicht!Ich war2x Reservist ,mein Grundwehrdienst war78-79 und ich bin als Gefreiter entlassen!
Alle 5-6 Wochen Urlaub wäre ein Traum gewesen(ewiger Leutemangel,vor allem Postenführer) Hans55


zuletzt bearbeitet 15.06.2012 22:33 | nach oben springen

#2

RE: hab ich anders erlebt

in Grenztruppen der DDR 15.06.2012 22:48
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich bin im Oktober 82 zu den GT abgetrabt, mein Sohn war im Januar geboren, erster Urlaub waren 3 Tage im Januar 83, davon alleine 10 Stunden Fahrt für eine Strecke, am Kanten dann 3 mal Urlaub im Jahr und wieder mit den Fahrtzeiten, KU war wirklich nur mal paar Stunden Daheim vorbeischauen, konnte man nicht als Urlaub werten, ich war damals manchmal vor Sehnsucht fast verzweifelt.
Dein Kind wächst und entwickelt sich und du schleichst durch einen Grenzabschnitt und bist monatelang von deiner Familie abgeschnitten.


zuletzt bearbeitet 16.06.2012 13:56 | nach oben springen

#3

RE: hab ich anders erlebt

in Grenztruppen der DDR 16.06.2012 09:15
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

1966 im November eingezogen an die Grenze. Grundausbildung und nach gut einem Monat erster Urlaub (nach der Vereidigung). Nach dem ersten Urlaub schrieb mir meine damalige freundin, daß es besser wäre, wenn wir uns trennen. Ich war natürlich am Boden zerstört, war sie doch meine Erste (reichlich spät, nicht wahr ? ). Der Durchschnitt zwischen den urlauben war bei mir 9 Wochen, wobei die kürzeste zeit 5 Wochen waren (letzte Fahrt nach Hause, um die Zivilklamotten zu holen), die längste zeit 13 Wochen. Da keine Freundin auf mich wartete, kann ich mich nicht daran erinnern, daß es mir viel ausgemacht hätte. Da sind die jetzigen BW-Jungchen richtig verwöhnt.



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#4

RE: hab ich anders erlebt

in Grenztruppen der DDR 16.06.2012 16:18
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm
1966 im November eingezogen an die Grenze. Grundausbildung und nach gut einem Monat erster Urlaub (nach der Vereidigung). Nach dem ersten Urlaub schrieb mir meine damalige freundin, daß es besser wäre, wenn wir uns trennen. Ich war natürlich am Boden zerstört, war sie doch meine Erste (reichlich spät, nicht wahr ? ). Der Durchschnitt zwischen den urlauben war bei mir 9 Wochen, wobei die kürzeste zeit 5 Wochen waren (letzte Fahrt nach Hause, um die Zivilklamotten zu holen), die längste zeit 13 Wochen. Da keine Freundin auf mich wartete, kann ich mich nicht daran erinnern, daß es mir viel ausgemacht hätte. Da sind die jetzigen BW-Jungchen richtig verwöhnt.



Neidisch ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#5

RE: hab ich anders erlebt

in Grenztruppen der DDR 16.06.2012 20:10
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Gert, warum sollte ich neidisch sein ? Die 1,5 Jahre fehlen mir nicht, haben mir einige Lebenserfahrung eingebracht und ich kann mitreden, wenn es um Grenze geht. Im Gegenteil, ich bedauere sogar ein bischen die bis dahin noch Wehrpflichtigen der BW wegen der entgangenen Erlebnisse. Natürlich haben sie Anderes erlebt als ich, aber unter dem Strich gesehen hatten sie weniger erlebt, meine ich.



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#6

RE: hab ich anders erlebt

in Grenztruppen der DDR 16.06.2012 20:16
von Sorge78 (gelöscht)
avatar

Zitat von Hans55
http://www.berlinermaueronline.de/erinnerungen/Erinnerungen_eines_DDR_Grenzsoldaten.htm
Der erste Versuch hat nicht geklappt!
Einiges stimmt hier nicht!Ich war2x Reservist ,mein Grundwehrdienst war78-79 und ich bin als Gefreiter entlassen!
Alle 5-6 Wochen Urlaub wäre ein Traum gewesen(ewiger Leutemangel,vor allem Postenführer) Hans55



Ja, einiges liest sich da merkwürdig.
Da ich 3 Jahre gemacht habe waren es doch alle 4 - 6 Wochen, die ich übers Wochenende nach Hause fahren durfte.
Aber 1 - 2 x pro Woche Ausgang? Da wir Wechselschichten im 4-Tagesrhythmus hatten (F, S , N), wäre es theoretisch nur nach jeder Frühschicht möglich gewesen. Aber da ja auch A-Zug, das generelle Verhältnis Ausgänger/"Heimbleiber" und für mich zum Schluß auch Kontrolle Spurenstreifen bei Auslösung waren, wäre einmal wöchentlich das theoretisch Maximale gewesen. Real waren es eher als 2 Wochen einmal, die man hätte gehen können.
Und das Essen war sicher besser als es die Mucker hatten aber an Wahlessen kann ich mich nicht erinnern. Und auch nicht an eine Wahl der Postenverpflegung.
Die einzige Wahl an die ich mich erinnere, ist die am "Komplekte-Tag" . Wenn es noch alle Sorten gab und nicht nur "Käse". Und da reden sie heute von Käseersatz........
Ja, wir hatten Zivilkräfte in der Küche aber eher 2 oder 3 als 5 - 8. Das beste Essen gabs beim "Smutje", einem gelernten Koch, der zur See gefahren war. So eine heiße Schokoladensuppe nach der Nachtschicht im Winter war eine Kleinigkeit in der Zubereitung, baute aber Körper und Geist doch wieder auf.
Ich gestehe, ich habe die Suchfunktion nicht benutzt um zum Thema Spurenstreifen zu schauen. Aber zumindest im Harz waren die "geharkten" Spurenstreifen größtenteils ein Witz. Denn Kiesel mit Körnungsgröße ab ca 0,5 cm aufwärts kann man zwar harken aber auch danach erkennt man darauf kaum Spuren.
Gruß
Uwe


zuletzt bearbeitet 16.06.2012 20:16 | nach oben springen



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