#141

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 16:13
von UvD815 | 619 Beiträge

Habe mal das Buch " zweifache Tod... " eingelesen.

Interessant der Beitrag zur Dermbacher Kameradschaft "Florian Geyer " und den Aktivitäten des ehem. Majors Gerhard Lehmann im Bereich Point Alpha, die Ereignisse zur Grenze einfach aus seiner Sicht den Besuchern darzustellen....


zuletzt bearbeitet 10.07.2014 16:16 | nach oben springen

#142

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 16:39
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Hi UvD815,

"Florian Geyer" war doch der Ehrenname vom GR-3 Dermbach, oder?

Übrigens neben dem Treffobjekt "Fuchsbau" bei Volteroda gab es in der Gegend noch ein KO der HA I und zwar in Ebenhausen OT Frankenroda. Es steht in der Liste der MfS-Objekte drin, die 1990 den Gemeinden und staatlichen Trägern übergeben wurden. Ist Dir das zweite Objekt damals auch untergekommen?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 10.07.2014 16:52 | nach oben springen

#143

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 16:50
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #139

...
Deine Liste sehe ich das erste mal. Die Namen und die Buchstaben sagen mir gar nichts. ist aber unvollständig.
Es fehlt zum beispiel
Rudenz Schramm.
...
Thomas


In der Liste stehen nur Offiziere im besonderen Einsatz, also hauptamtliche MfS-Mitarbeiter, die außerhalb der MfS-Dienstobjekte und Dienstbereiche eine ständige Tätigkeit hatten, also keine IM und auch keine hauptamtlichen MfS-MA, die in MfS-DO tätig waren. Vieleicht war Schramm eher IM.
Dann ist noch wichtig, ob er 1989 noch Angehöriger war. Die Ehemaligen vor 1989 entlassenen stehen da auch nicht drin.

Dass G. Rolfs in seiner "Freizeit" Informationen über seine Mitbewohner weiter gegeben hat ist natürlich weniger prickelnd. Was wird er davon gehabt haben, Dir das Image eines Schlägertypen anzudichten? Wollte er sich vor den Empfängern der Informationen wichtig tun, oder berichten, was sie gerne hören wollten? Das spricht m. E. auch ganz klar gegen die selbstgeschaffene Legende der HV A, dass sie als DE für Auslandsaufklärung mit den Aktivitäten der Diensteinheiten, die für die innere Abwehr zuständig waren, nichts zu tun hatte.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 10.07.2014 17:03 | nach oben springen

#144

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 16:57
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Woher hast du dein Wissen?
Warst du
Agent oder so etwas?


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#145

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 17:07
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Nee, aber ich habe ein etwas intensiveres Interesse für jüngere Zeitgeschichte. Dank Internet stößt man doch auf allerhand interessante Quellen zu dieser Thematik. Und man kann im Nachinein Dinge verstehen lernen, vor denen man damals zu DDR-Zeiten ahnungslos und unwissend gestanden hat.

Gruß Kalubke



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#146

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 17:08
von UvD815 | 619 Beiträge

Ja, Agent Orange....nicht weitersagen


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#147

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 17:11
von UvD815 | 619 Beiträge

Hi Kalubke,

ja es gab ein Objekt der Firma in Frankenroda. Man muss über die Werrabrücke , dann den Schotterweg i.R. Steinbruch Scherbda. Das Wochenendhaus liegt so ca. 500 m von der Werrabrücke rechts im Wald. Unterhalb ist das Fröbeldenkmal

Es war eine gedeckte Anfahrt i.R. Scherbda - Schotterwerk- Schnellmannshausen F 250 gut möglich

Auch nutzten die bewaffneten Organe und die Reichsbahn den alten Bahnhof am Ortseingang. Nicht nur für Feiern..


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.07.2014 17:12 | nach oben springen

#148

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 17:15
von UvD815 | 619 Beiträge

Florian Geyer war der Ehrenname vom GR 3 Dermbach ( im WK II gab es auch schon diesen Ehrennamen )

GR 1 war " Eugen Levine " - Mühlhausen


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#149

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 17:25
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #148
Florian Geyer war der Ehrenname vom GR 3 Dermbach ( im WK II gab es auch schon diesen Ehrennamen )

GR 1 war " Eugen Levine " - Mühlhausen


Böckel schätzt diese Kameradschaft in seinen Buch als total "rechts"-lastig ein. Das kann ich mir eigentlich kaum vorstellen, wenn sie aus ehem. Grenzoffizieren des GR-3 besteht. Dann doch schon eher "links"-lastig, oder? Was meinst Du?

Gruß Kalubke

p.s. Sorry, muss mich korrigieren, mit rechtsextremer Kraft war in dem Buch die "Thüringer Kameradschaft" gemeint (S. 149 zitiert aus einem Brief von L. Plüschke an den Autor)



zuletzt bearbeitet 10.07.2014 18:05 | nach oben springen

#150

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 21:27
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Wollte euch auch mal helfen und habe eine AK von der Gaststätte gesucht.
Tut mir leid, habe über 1800 Ak von Eisenach angesehen. Nichts gefunden.
Thomas


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#151

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.07.2014 22:17
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Dank für Deine Mühe, vieleicht ist in dem CIC-Bericht auch der Name nicht korrekt wiedergegeben. Die Amis hatten mit den deutschen Eigennamen anscheinend so ihre Probleme aus Hönebach wurde Honebach und aus Kleinensee wurde Kleinsee. Die Kneipe soll um 1948/49 angeblich der Treffpunkt für den gesamten Kurierverkehr zwischen der SED und der KPD, der von Berlin über Thüringen nach Westdeutschland lief, gewesen sein. Oder denen sind evt. Fehler in der Auswertung ihrer Aufklärungsergebnisse unterlaufen. Wird man wohl heute nicht mehr herausbekommen.

Gruß Kalubke



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#152

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 21:33
von UvD815 | 619 Beiträge

Heute erfuhr ich im persönlichen Gespräch mit dem ehem. GAK der GK Großensee , dass selbst bis zu seiner Dienstzeit in der GK bis 1974 noch große Aktivitäten vom MFS u.a. im Bereich Harther Eck, Kleinenseer Kopf und Dankmarshäuser Wald - Hornungskuppe und im Grund herrschten.

Die damalige Führungsstelle war im Bereich BT 11 - Mühlenspitze Strasse Großensee - Dankmarshausen.

Häufig bei der Anmeldung gab es schon eine Info vom Führungspunkt, diese og Bereiche mal nicht zu nutzen, da momentan ein Fahrzeug vom MFS im
Abschnitt eingefahren ist.

Der Schlagbaumposten Dankmarshausen - Werrabrücke war da schon eine gute Vorwarnung.

Interessant war folgender Bericht :

Im Bereich Harther Eck war ein kleines Wäldchen, welches direkt bis zur Strasse Hönebach - Rassdorf ging. Man konnte vom oberen Waldrand die
Autobahn sehen. Häufig waren wir hinter der Minensperre dort im Einsatz, da es immer mal Versuche gab, die Grenzsäule 1581 und 1580 zu beschädigen bzw. das DDR Symbol ( Ausführung Kunststoff ) zu entwenden.

Es war sehr einfach, da die beiden Grenzsäulen erst unmittelbar seit 1967 an der Grenzlinie standen und man von BRD Gebiet die Säule berühren konnte. Deshalb wurden später die Säulen 5 - 6 m i.R. DDR versetzt.

Somit war es eine Grenzverletzung, wenn Personen aus WD die Grenzsäulen beschädigen wollten.

Während einer Streife im Bereich Harther Eck wollte mein Begleitposten mal in die Büsche. Wir hörten dabei einen Schrei, er war verschwunden.
Wir stellten fest, dass er in ein Erdverhau, eine Art Erddepot einbrach. Es hatte eine Größe von ca 2 m x 2 m und war fast 2 m tief.

Dieses Versteck wurde mit Zeltbahnen und Schutzplanen gut abgetarnt. 2 große Munitionskisten waren dort abgestellt, welche wir jedoch nicht öffneten,
da wir schnell den Urzustand herstellen wollten.

Dieser Fund wurde sofort gemeldet. Wir bekamen jedoch den Auftrag, uns sofort davon fernzuhalten.

Nach einiger Zeit gab es wieder einen Einsatz feindwärts dort im Bereich. Die Neugier wollte es , dass ich diesmal mit meinen Posten das Erdversteck
aufsuchen wollte, um mal in die Kisten zu schauen...

Die Überraschung war groß... das Loch war zu, nichts erinnerte mehr an ein Erddepot.

Von weiteren GAK s erfuhr ich, dass im Bereich Harther Eck mind. 3 solcher Erddepots vorhanden waren


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zuletzt bearbeitet 16.07.2014 21:36 | nach oben springen

#153

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 21:40
von UvD815 | 619 Beiträge

Ein Spaziergang am Abend mit Hund im Bereich Harther Eck brachte auch eine Überraschung.

Unmittelbar nach der noch stehenden ( zerstörten ) GS 1581 geht links am Grenzstein ein Waldweg hinein ( Blick Rtg Bahnlinie Hönebach )

Nach ca. 75 m gelangt man zum Verlauf der ehemaligen Minensperre. Links vom Weg ist eine 2 m x 2m große, gerade Vertiefung im Erdbereich mit einen schmalen Zugang. Leider haben sich schon Birken dort ihren Weg gesucht.

Ein Metalldetektor sollte das nächste Mal in Begleitung sein ...

Übrigens liegen im Bereich dort nach die Pfosten mit Stacheldraht der ehemaligen MS 62. Man schob sie immer als Wall zusammen, um davor 1980 den Grenzzaun 1 zu errichten.

Man kann daher den genauen Verlauf der ehem. MS 62 dort noch sehen. Parallel zum späteren GZ 1


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zuletzt bearbeitet 16.07.2014 21:43 | nach oben springen

#154

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 21:43
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #152
...
...
Interessant war folgender Bericht :

Im Bereich Harther Eck war ein kleines Wäldchen, welches direkt bis zur Strasse Hönebach - Rassdorf ging. Man konnte vom oberen Waldrand die
Autobahn sehen. Häufig waren wir hinter der Minensperre dort im Einsatz, da es immer mal Versuche gab, die Grenzsäule 1581 und 1580 zu beschädigen bzw. das DDR Symbol ( Ausführung Kunststoff ) zu entwenden.

Es war sehr einfach, da die beiden Grenzsäulen erst unmittelbar seit 1967 an der Grenzlinie standen und man von BRD Gebiet die Säule berühren konnte. Deshalb wurden später die Säulen 5 - 6 m i.R. DDR versetzt.

Somit war es eine Grenzverletzung, wenn Personen aus WD die Grenzsäulen beschädigen wollten.

Und ? das ist aber keine neue Erkenntnis - das ist doch bekannt das es so an der gesamten Grenze West war!

Zitat

...
...


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#155

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 21:46
von UvD815 | 619 Beiträge

Es ist die Einleitung zur zufälligen Auffindung des Erddepots....

Die Beschädigungen an den GS waren Grund des Einsatzes....


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#156

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 21:47
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #155
Es ist die Einleitung zur zufälligen Auffindung des Erddepots....

Die Beschädigungen an den GS waren Grund des Einsatzes....



Ach so.


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#157

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 22:29
von UvD815 | 619 Beiträge

Diese Erddepots wären geeignet, für die Aufnahme von Personen sowie für etvl. Ausrüstungen für Maßnahmen der Schleusungen u.a.


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#158

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 22:37
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #157
Diese Erddepots wären geeignet, für die Aufnahme von Personen sowie für etvl. Ausrüstungen für Maßnahmen der Schleusungen u.a.

Ist schon klar - ich vergesse sehr oft zu welcher Zeit das war. Sorry.


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#159

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.07.2014 23:19
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Da die Schleuse "Autobahn" im Harther Eck ursprünglich von der Abt. VK des ZK der SED genutzt wurde, die neben Personen auch größere Mengen von Propagandamaterial in den Westen schleuste, könnten die Erdverstecke eventuell für die Zwischenlagerung des Materials gedient haben, bevor es an die KPD/DKP-Transporteure aus dem Westen übergeben wurde.

Als sie dann später von der HV A übernommen wurde, könnten hier wegen der günstigen Bedingungen (Nähe zur A 4, Einfahrtmöglichkeiten für Kfz in das Harther Eck von Westen aus) eventuell ebenfalls umfangreichere Materialsendungen in beide Richtungen über die Grenze gegangen sein.

Noch 'ne Frage an @UvD815: Bist Du sicher, das die alte Minensperre im Harther Eck nur 75 m von der Grenze entfernt war? Ich habe das zusammengeschobene Erdreich mit den Betonpfostenresten auch gesehen. Meines Erachtens war das an der südöstlichen Waldkante des Harther Ecks und die liegt fast 400 m von der Grenze entfernt. 75 m würde bedeuten, dass die von Dir beschriebene Minensperre mitten duch den Wald gegangen sein muss. Gabs da eventuell mehrere Drahtsperren hintereinander?



Habe mal den aus meinen Ortseindrücken abgeleiteten mutmaßlichen Verlauf des alten und neuen GZ in einen Kartenausschnitt eingetragen.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 17.07.2014 00:21 | nach oben springen

#160

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.07.2014 15:52
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #157
Diese Erddepots wären geeignet, für die Aufnahme von Personen sowie für etvl. Ausrüstungen für Maßnahmen der Schleusungen u.a.


Nein, wir haben solche "gedeckten Stellungen" angelegt um bei besonderen Veranstaltungen näher an bestimmte Personen heranzukommen. Im Raum der 7. GK Schierke gab es über die Jahre vier solcher Stellungen. Zwei davon habe ich 1984/85 mit neu gebaut.
"Besondere Veranstaltungen, bestimmte Personen" - damit sind zum Beispiel Einweisungen gemeint, bei denen von der Gegenseite Kommandeure oder Angehörige der Pioniereinheiten der Alliierten, des 1/S, der "Feuerwerker", im Bereich zum Beispiel des Wurmberges der amerikanischen Dienste, im Bereich Torfhaus des BND oder VS gemeint sind. Thunder wird es abstreiten aber manchmal gab es dann Augenblicke, wo man Namen mitbekommen konnte, besondere Vorlieben (Anhänger im/Aufkleber am Auto), Orientierungspunkte der Gegenseite, Kartenbezeichnungen, Rufzeichen. Die Aufzählung ist keinesfalls komplett. Diese Stellungen wurden bei schlechter Sicht oft Stunden vorher bezogen und viele Stunden später bei schlechter Sicht wieder verlassen. Kisten waren entweder leer oder es waren blinde Kabel darin, die wir benutzten, um Verbindungen in das GMN herzustellen und nicht vom Funk abhängig zu sein.
Solche Stellungen haben wir aber gerade dann, wenn sie mal wieder aufgeflogen waren, als Hinterhalte benutzt um bei besonderen Störern unvermittelt aufzutauchen und sie vielleicht sogar unauffällig vorläufig festnehmen zu können. Etwa, wenn in einem Bereich immer mal wieder die Grenzsäulen beschädigt wurden, im Sommer gezündelt wurde, Müll abgeladen wurde und was derlei Nettigkeiten mehr waren. Normalerweise waren wir GAK ja "meilenweit" zu sehen, jeder also entsprechend vorgewarnt. In einem solchen Fall dann doch recht überraschend aufzutauchen konnte solche Leute wirksam abschrecken. Meist musste man gar nicht mehr tun, als möglichst plötzlich hinter "ihm" zu stehen...
Weil diese gedeckten Stellungen sehr nahe am Grenzverlauf waren, wären sie als Versteck bei Transporten eher ungeeignet. Sie waren von der Gegenseite bei Kenntnis kontrollierbar. Es brauchte eine Deckung, die einem sagen konnte, ob die Luft rein ist, um dort ungesehen hinein und wieder heraus zu kommen. Diese Deckung musste nah sein, um etwas sehen zu können und das war wohl bei der EK eher die Ausnahme.
Im Oberharz, auf dem Wurmberg nahe Schanzenauslauf kann man die Reste einer solchen Stellung auch heute noch finden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Kalubke, eisenringtheo und Waldmeister haben sich für diesen Beitrag bedankt
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