#21

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 19:24
von tiroler (gelöscht)
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Hallo Gilbert,

Zitat:"nar klar... die schdaaaasi ist so erfolgreich, sie killt sogar nach ihrer auflösung noch weiter...
kleine frage am rande: warum hat denn diese killertruppe nur herr herrhausen erschossen?"


Was mit Herr Herrhausen war ,weiß ich nicht.Aber was sagst Du dazu,daß in einer KD-Stelle
während ihrer Auflösung ,durch das Bürgerforum in einem Schreibtisch lose Pistolenmulition und Kleinkaliber-
mulition gefunden wurde.War es nur schlampige Arbeit eines Mitarbeiter des MFS ? Oder Sollte es eventuell
eine Drohung sein?
Wie hier im Forum schon einmal von einem Forenmitglied geschrieben, sagte ein ehemaliger MFS-Angehöriger
während einer Veranstaltung, er sei heute noch Waffenträger.Ein Vertrauenbildendes Verhalten waren diese
Ereignisse mit Sicherheit nicht.

Tiroler


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#22

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 19:41
von manudave (gelöscht)
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@GW

Das ist eher ein Fall, den du nicht aus dem FF kennst - zumindest hoffe ich das.

Hans war ein beliebter Taxi-Fahrer und hat immer wieder - auch mir persönlich - von Morddrohungen und Verfolgung berichtet, die ihm bis zum Lebensende letzendlich, zuteil wurden. Nicht umsonst hat er immer eine geladene Waffe gehabt - nur diesmal nicht.

Geh mal davon aus, dass jeder im Landkreis Fulda denkt, dass es ein Racheakt der Stasi war.

Und zu meinem Zitat, welches du rausgefischt hast:

Natürlich würde ich das gern sehen, weil es meine Vermutung bestätigen würde. Aber es ist eben nur eine Vermutung. Es wäre nichts leichter, als bei jeder Führung im Museum die Stasi als Täter hinzustellen. Aber das tue ich nicht - weil es eben nicht bewiesen ist und somit ist dieser Fall unklar.
Ich werde nicht sagen "Sie waren es" - ich kann es aber auch nicht ausschliessen.

Übrigens:

Die Kripo hat mich kürzlich nochmals darauf hingewiesen, dass es eher unwahrscheinlich ist, das es ein Racheakt war. Es gab wohl ein paar ähnliche Morde in anderen Bundesländern...


zuletzt bearbeitet 14.08.2009 19:41 | nach oben springen

#23

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 20:11
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von tiroler

Aber was sagst Du dazu,daß in einer KD-Stelle
während ihrer Auflösung ,durch das Bürgerforum in einem Schreibtisch lose Pistolenmulition und Kleinkaliber-
mulition gefunden wurde.War es nur schlampige Arbeit eines Mitarbeiter des MFS ? Oder Sollte es eventuell
eine Drohung sein?
Wie hier im Forum schon einmal von einem Forenmitglied geschrieben, sagte ein ehemaliger MFS-Angehöriger
während einer Veranstaltung, er sei heute noch Waffenträger.Ein Vertrauenbildendes Verhalten waren diese
Ereignisse mit Sicherheit nicht.


hmmmm @tiroler, erschrecken tut es mich nicht, denn oftmals wurde die persönliche munition der einzelnen mitarbeiter fahrlässig gelagert. dies wäre auch so in dem von dir angesprochenem fall.
die persönlichen waffen und die dazugehörige munition musste 1989 abgegeben werden. darüber wurde sehr akribisch buch geführt. dies ganze geschah unter den augen der damaligen bürgerbewegten und der vp.

in dem fall herrhausen ging es aber um ein scharfschützengewehr und da dies erst recht "exoten" waren wurden die in extra gesicherten waffenkammern gelagert. diese wurden 1989 gesondert von den militärstaatsanwälten verplombt und versiegelt.

aaach übrigens, meine persönliche waffe habe ich auch 1990 freiwillig abgegeben, wobei mir so ein gammliger typ noch dämlich kommen wollte. laut deine aussage dürfte ich heute nicht mal im jagdverband bzw. einen schützenverein sein ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#24

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 20:49
von tiroler (gelöscht)
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Halo Gilbert,

Zitat:"laut deine aussage dürfte ich heute nicht mal im jagdverband bzw. einen schützenverein sein ?"

Nein Gilbert,das will ich damit nicht sagen.Es gibt ,ja viele Sicherheitsdienste,in denen ehm. MFS-
Angehörige beschäftigt sind.Warum auch nicht ? Es gibt Firmen,die bilden Personenschützer aus.Ist alles O.K.
Wir müssen mal im Forum zurückblättern.Was der ehem.MFS-Angehörige während einer Versammlung sagte,hat sich nach einer
Drohung angehört.Es kam dann zum Eklat.Habe es aber nur in diesem Forum gelesen.Von wem es geschrieben wurde,kann
ich im Augenblick nicht sagen.Deshalb kann ich es selber nicht beurteilen.Leider hört man öfters Ähnliches.
Natürlich habe ich auch positive Gespräche mit ehm.MFS-Mitarbeitern gehabt.Einige haben eifach mit der DDR
abgeschlossen.Ich bin durchaus der Meinung,daß eine ehem.VS-Verantwortliche eine gute Angestellte bei der Bank sein
kann.warum sollen diese Menschen nicht eine Vertrauensstellung haben?Meine Meinung ist ,auf gar keinem Fall darf man sie ausgrenzen.
Dann könnten sie gefährlich werden.Ist meine pers.Meinung .

tiroler


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#25

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 21:03
von CaptnDelta (gelöscht)
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Hi Gilbert,

Zitat von GilbertWolzow
in dem fall herrhausen ging es aber um ein scharfschützengewehr und da dies erst recht "exoten" waren wurden die in extra gesicherten waffenkammern gelagert. diese wurden 1989 gesondert von den militärstaatsanwälten verplombt und versiegelt.

Herrhausen wurde nicht mit einem Scharfschuetzengewehr umgelegt, sein Auto wurde gesprengt:


Vielleicht meintest Du Treuhandchef Rohwedder, der wurde mit einem belgischen FN FAL erschossen.

Die Entfernung war ungefaehr 60 Meter, also nicht unbedingt Scharfschuetzenmetier.

-Th


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#26

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 21:55
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

ja @captdelta ich habe mich geirrt, ich habe beide fälle miteinander verwechselt. entschuldigung.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#27

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.08.2009 22:21
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Hi Gilbert,

noch mal 'ne andere Frage:
Wuerdest Du es fuer komplett unmoeglich halten, das, nach dem Zusammenbruch des MfS, sich Angehoerige des MfS bei solchen Terroraktionen "verdingt" haben? Das MfS hat gut ausgebildete Leute gehabt, nur waren ihre Faehigkeiten auf einmal nicht mehr gefragt. Dies, gekoppelt mit dem sozialen Stigma (das zum Bsp. MfS Leute einfach nicht eingestellt wurden), und auch dem warscheinlich immer noch vorhandenen Hass auf den "Klassenfeind", koennte fuer mich Motivation genug sein, ins "dunkle Lager" abzurutschen. Ich red' hier nicht von Kommandostrukturen und 'Seilschaften', sondern eher von Einzeltaetern oder maximal kleinen Gruppen. Wuerdest Du sagen das koennte es gegeben haben?

Ich sag das vor dem Hintergrund, das mir ein Freund von hier, welcher frueher bei der CIA war, gesagt hat, das man sich hier relativ intensiv um ehemalige Mitarbeiter kuemmert, weil man vermeiden moechte, das diese zu 'loose cannons' werden. Das gleiche hat es schaetzungsweise beim MfS nicht gegeben (wenns das gegeben hat, dann berichtige mich bitte), von daher waere das Potential doch um einiges hoeher.

(Uebrigens wurde der genannte Freund auch auf Grund des Zusammenbruchs in Osteuropa arbeitslos. Die CIA wurde auf Grund der geaenderten Verhaeltnisse entsprechend zurechtgestutzt)
-Th


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#28

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 00:54
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Hi Gilbert,

noch mal 'ne andere Frage:
Wuerdest Du es fuer komplett unmoeglich halten, das, nach dem Zusammenbruch des MfS, sich Angehoerige des MfS bei solchen Terroraktionen "verdingt" haben? Das MfS hat gut ausgebildete Leute gehabt, nur waren ihre Faehigkeiten auf einmal nicht mehr gefragt. Dies, gekoppelt mit dem sozialen Stigma (das zum Bsp. MfS Leute einfach nicht eingestellt wurden), und auch dem warscheinlich immer noch vorhandenen Hass auf den "Klassenfeind", koennte fuer mich Motivation genug sein, ins "dunkle Lager" abzurutschen. Ich red' hier nicht von Kommandostrukturen und 'Seilschaften', sondern eher von Einzeltaetern oder maximal kleinen Gruppen. Wuerdest Du sagen das koennte es gegeben haben?

Ich sag das vor dem Hintergrund, das mir ein Freund von hier, welcher frueher bei der CIA war, gesagt hat, das man sich hier relativ intensiv um ehemalige Mitarbeiter kuemmert, weil man vermeiden moechte, das diese zu 'loose cannons' werden. Das gleiche hat es schaetzungsweise beim MfS nicht gegeben (wenns das gegeben hat, dann berichtige mich bitte), von daher waere das Potential doch um einiges hoeher.

(Uebrigens wurde der genannte Freund auch auf Grund des Zusammenbruchs in Osteuropa arbeitslos. Die CIA wurde auf Grund der geaenderten Verhaeltnisse entsprechend zurechtgestutzt)
-Th

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Mal meinen Senf dazu gegegeben,sicher wir sich die CIA um gewisse Leute der Staatssicherheit kümmer.Dieses wird sicherlich auch der BND und der MAD tun,und aus welchen Grund wohl.Fachkräfte und Wissen sind goldes Wert.Ein Geheimdienst der dieses nicht nutzt,sollte im Sandkasten mit den Backformen spielen.Und noch eins,CIA und Staatssicherheit kann man auf einen Treppenabsatz stellen.Mehr möchte ich nicht dazu sagen,wer seine Opfer ins Ausland fliegen lassen tut um sie zu verhören.Das gibt einen doch schon zu denken und das Gefangenenlager auf Kuba-Guatanamo, verstößt doch gegen jegliches Völkerrecht.Sind halt Geheimdienste mit einer Grauzone im Staate.


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#29

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 13:04
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
Zitat von josy95

Du mußt auch mal davon ausgehen, das die Stasi nicht nur Leute waren, die ihren fachen "Kampfauftrag" erfüllt haben. Wie bei allen Geheimdiensten schleichen sich dort ganz schnell schwarze Schafe ein, die ihre Macht, ihr Insiderwissen, ihre Konnection einfach noch für persönliche Zwecke ausnutzen. Skrupellosigkeit ist sowieso vorhanden. Und das gerade diese Typen sich geschlagen geben, sang und klanglos verschwinden und nun plötzlich ehrbaren Berufen nachgehen..., aber hallo???
Und da kann es schon gut möglich sein, "alte Wäsche waschen"zu müssen, so wie vermutlich hier auch!
Und ich glaub kaum, das diese Leute sich jemals outen werden, die nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab!


@josy, es gab und gibt keine toten. es fiel auch zur wende kein einzigster schuss. die waffen wurden ordnungsgemäss abgegeben. darüber wurde buch geführt. ehrlich, ich hätte meine waffe, als andenken, auch lieber behalten.
man hat vorher und nachher keine politiker gekillt. womit und wofür ?
auch wenn die journaillie es gern anders darstellt, im mfs wurde auch nur mit wasser gekocht.


Hallo Gilbert,
glaube, Du hast mich etwas mißverstanden. Ich spreche nicht von den "normalen" Leuten, so wie Du sicher einer mit vielen anderen auch warst und die mit dem Zusammenbruch der DDR quasi abgewickelt wurden, sprich auf die Straße gesetzt wurden. Das wurde ja von anderen hier im Forum schon zur Genüge beschrieben, wie es auch so vielen anderen erging. Das ist auch unumstritten, das da für die meißten eine bis dahin relativ heile Welt zusammengebrochen ist. Das wär mir bestimmt nicht viel anders ergangen, ich hatte selbst von Haus aus eine ganz andere politisch- ideologisch andere Ausrichtung und auch Einstellung. Man muß sich auch in einer Demokratie damit abfinden, das es bewaffnete "Dienste" wie Polizei, Militär und auch Geheimdienste gibt. Und die tragen nun auch mal keine Zündplätzchenrevolver oder Wasserpistolen. Das weiß eigentlich jedes Kind. Nur ist die Gefahr gerade bei Geheimdiensten nur die, das sich dort auch Elemente sammeln, die neben ihrem eigentlichen Job auch ihre privaten Interessen sehen oder für andere Interessen sich natürlich für Geld vor der ihren Karren spannen lassen. Und da treten immer wieder diese niederen Motive wie Habgier und Macht verbunden mit der Kopplung Geld (Besitz) bedeutet Macht in Erscheinung. Aber auch Neid, Mißgunst und auch Rache/ Vergeltungsgefühle für vermeintlich erlittenes Unrecht durch den "Gegner", den Feind in Erscheinung. Die Geschichte hat es bewiesen und fast tagtäglich hört man auch immer davon, wie lange manche Menschen ihre Rachegefühle mit sich herumschleppen um irgendwann mal in ihrem teils krankhaften Wahn nach Vergeltung zuschlagen. Das ist doch auch die Fratze des Krieges. Dem Befehlsgeber kann doch nichts besseres passieren, als die Verrohung seiner Untergebenen. Der Grad der Verrohung wird natürlich auch von anderen menschlichen Faktoren wie Charackter, Bildung und der Einstellung zum Leben überhaupt bestimmt. Ich will Dir keine Moralpredigt halten oder hier klugscheißen.
Aber man hat es nun mal mit solchen und solchen Menschen zu tun. Und manche schrecken eben vor nichts zurück, auch wenn sie dabei billigend das Leben und die Gesundheit anderer aufs Spiel setzen.
Ein Ausspruch gerade in Diktaturen war und ist auch immer der, die Macht heiligt die Mittel...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#30

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 14:34
von Ernest | 210 Beiträge

Zitat von josy95

Du mußt auch mal davon ausgehen, das die Stasi nicht nur Leute waren, die ihren fachen "Kampfauftrag" erfüllt haben. Wie bei allen Geheimdiensten schleichen sich dort ganz schnell schwarze Schafe ein, die ihre Macht, ihr Insiderwissen, ihre Konnection einfach noch für persönliche Zwecke ausnutzen. Skrupellosigkeit ist sowieso vorhanden.
josy95


josy95,

so abwegig ist das alles gar nicht.
Es gab bestimmt einige Stasi-Leute, die mehr gemacht haben, als die Vorschrift vorsah, die denunziert und gelogen haben, nur um gelöste Fälle vorlegen zu können. Dem denunzierten Opfer haben sie zwar damit sein Leben, seine Zukunft zerstört.........haben jedoch einen Meilenstein für die eigene Karriereleiter gesetzt. Das Opfer konnte sich eh nicht wehren.

Anders sah das Bild nach der Wende aus. Nach und nach wurde immer mehr Unrecht aufgearbeitet, kamen Beweise zu Tage und kommen immer noch.
Der Ex-Stasi weiß also genau, daß es Leute gibt, denen er ihr Leben zerstört hat und die, wenn die richtige Beweislage vorhanden sein wird, alles umkehren können. Denn nun könnte man ihm Unrecht nachweisen, was durch seine Eigeninitiative entstanden ist und auch nicht durch damalige Dienstvorschriften der Stasi zu rechtfertigen ist. Er könnte unter Anklage gestellt werden und dann könnte eventuell sein Leben, was er sich nach Wende wieder aufgebaut hat, schlagartig "futsch" sein.

Und wie du schon schreibst, wer damals skrupellos war, wird es auch immer noch sein, nur um das eigene Fortkommen zu sichern.
Einmal Mafia, immer Mafia....................
Wenn so ein Mann merkt, es könnte ihn irgendwann an den Kragen gehen, weiß man nie, zu welchen Mitteln er greift, um das zu verhindern.
Wie sagt ein Sprichwort ? " Wo kein Kläger......................"

Gruß
Herbert


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#31

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 23:43
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@captndelta, ich würde es, so lange sie nicht evtl. einen "neuen dienstherren" gefunden haben, wirklich ausschliessen. mir ist aber bekannt, dass u.a. der sächsische verfassungsschutz fortwährend "stasi-strukturen" sucht, aber offensichtlich eher des eigenen bestätigungswillen.


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#32

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 23:46
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@josy95, interessanter beitrag deinerseits, der es wirklich wert ist länger diskutiert zu werden.
ich kann nur wiederholen, es ist während der wende 1989/ 1990 kein schuss gefallen, weil die mitarbeiter nicht gewillt waren gegen das eigene volk zu handeln. daher können auch evtl. rachehandlungen danach ausgeschlossen werden.


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#33

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 23:48
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

sorry ernest, in deinem beitrag sind nur spekulationen enthalten. über was wäre wenn ist es müssig zu diskutieren.


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#34

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.08.2009 23:50
von Mike59 | 7.939 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
@captndelta, ich würde es, so lange sie nicht evtl. einen "neuen dienstherren" gefunden haben, wirklich ausschliessen. mir ist aber bekannt, dass u.a. der sächsische verfassungsschutz fortwährend "stasi-strukturen" sucht, aber offensichtlich eher des eigenen bestätigungswillen.

--------------------------------
Hmm - kommt mir bekannt vor 'Wenn ich keine Aufgabe habe suche ich mir eine" Diesen Mist erlebe ich täglich.


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#35

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2009 13:26
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
@josy95, interessanter beitrag deinerseits, der es wirklich wert ist länger diskutiert zu werden.
ich kann nur wiederholen, es ist während der wende 1989/ 1990 kein schuss gefallen, weil die mitarbeiter nicht gewillt waren gegen das eigene volk zu handeln. daher können auch evtl. rachehandlungen danach ausgeschlossen werden.


Hallo Gilbert,

es ist heute auch noch schön zu wissen, das kein einziger Schuß gefallen ist, kein menschliches Opfer im Zuge der Wende zu beklagen ist. Das rechne ich der Mehrheit der Leute zu, die besonnen und überlegt gehandelt haben und nicht die Waffe gegen das eigene Volk erhoben haben. Richtig interpretiert ist das auch unmißverständlich in der DDR- Verfassung zum Ausdruck gekommen.
Aber leider gibt es eben überall die schwarzen Schafe, und ich denke mal auch nicht gerade wenige. Für die ist nicht nur die Welt der Broterwerbs, des Zerfallsprozesses ihres bisherigen Arbeitgebers zusammengebrochen, für die ging es noch um viel mehr. Geld und Macht. Macht und Geld. Egal wie und mit was für Methoden. Aber das ist auch ein Phänomen, was den gesammten Erdball überzieht und was es auch immer geben wird, solange Menschen diesen Globus bevölkern!
Es ist nur immer wieder wichtig, das es genug andere Menschen gibt, die darauf obacht geben und soetwas nicht dulden oder gar vereiteln, oft ja auch unter Einsatz ihres Lebens. Mir graut es vor dem Gedanken, was auch mit Leuten aus den eigenen Reihen (NVA, MfS, GT, VP) passiert wär, wenn mit der Wende die Gewalt eskaliert wär und die man des Eidbruches, der Fahnenflucht, Feigheit usw. bezichtigt hätte!

josy95


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#36

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2009 15:41
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Ernest
[quote="josy95"]

so abwegig ist das alles gar nicht.
Es gab bestimmt einige Stasi-Leute, die mehr gemacht haben, als die Vorschrift vorsah, die denunziert und gelogen haben, nur um gelöste Fälle vorlegen zu können. Dem denunzierten Opfer haben sie zwar damit sein Leben, seine Zukunft zerstört.........haben jedoch einen Meilenstein für die eigene Karriereleiter gesetzt. Das Opfer konnte sich eh nicht wehren.

Anders sah das Bild nach der Wende aus. Nach und nach wurde immer mehr Unrecht aufgearbeitet, kamen Beweise zu Tage und kommen immer noch.

Gruß
Herbert


Hallo Herbert,
da hast Du genau recht. Muß Dir nur in einem etwas wiedersprechen. Es sieht doch heute teilweise mit der "Karrieregeilheit" in deutschen und europäischen Amtsstuben auch nicht vielanders aus, nur das dort nicht ein stalinistisches System Marke Ulbricht/ Mielke/ Honecker/ Krenz & Co dahintersteht. Und ich sag einmal, der deutsche (Büttel) Bürokrat ist doch weltweit für sein übergenaues Handeln bestens bekannt.... Und wie immer, fällt das Kind in den Brunnen, war es niemand von den höheren Herren und Damen gewesen und alles wäscht sich wie schon in der Biebel bei Pontius Pilatus die Hände in Unschuld! Vorgeschickt zum Kopf- hinhalten werden nur die Kleinen.
Heutzutage entwickelt sich dieses perfide, mafiose System unter dem Begriff Lobbyismus, dort sind oft die mafiosen Strukturen schnell zu erkennen. Die Wahrheit, wenn überhaupt, kommt dann urplötzlich irgendwann nach 20/ 30 Jahren zögerlich an die Öffentlichkeit. Da sind dann aber ehemals handelnde/ verantwortliche Personen entweder derart (finanziell)so mächtig, das sie jedwede Enthüllungen gegen ihre Person ganz schnell mit juristischen Mitteln unterdrücken können, sie sind nicht mehr erreichbar, sprich irgendwo untergetaucht oder auf Grund des Zeitvorlaufes und "angepaßter" Gesetzteslagen ist eine Strafverfolgung unmöglich.

josy95


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#37

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.08.2009 17:27
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Angelo

Denkt nur an Alfred Herrhausen das angeblich letzte Opfer der RAF. Die Mauer ist gefallen und Herrhausen mußte sterben! Und warum? Er wusste zu viel über die Stasi.....



Da muss ich direkt mal nachfragen. Diese Aussage hat mich neugierig gemacht. Was wusste denn Herr Herrhausen über die Stasi?



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#38

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2012 17:43
von utkieker | 2.913 Beiträge

Gleich drei Namen tauchen hier auf, Herrhausen, Rohwedder und Plüschke. Herrhausen und Rohwedder sollten vieleicht gesondert betrachtet werden ich möchte eine RAF- Beteiligung an ihrer Tötung nicht ausschließen.
Plüschke fällt aber gar nicht ins Beuteschema der RAF, so daß ich auch keinen kausalen Zusammenhang zum Herrhausen- Attentat sehe. Ein Racheakt gegen Plüschke, wegen des tödlichen Schußes an Rudi Arnstadt wäre als Motiv denkbar. Plüschke starb 1998, die Stasi existierte da schon 8 Jahre nicht mehr und ich selber halte es für Blödsinn zu glauben, daß es irgend ein Stasi- Untergrundkommando noch irgendwo herumdümpelt und das aus zweierlei Gründen. Erstens ist der Stasi ihre materielle Basis entzogen worden, zweitens und das ist viel Bedeutender ist die gesamte Kommandohierarchie der Stasi weggebrochen. Ehemalige Stasi- Angehörige haben heute ganz andere Probleme um mit dem Arsch an die Wand zu kommen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#39

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2012 19:45
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Na da haste ja ne Leiche ausgebuddelt. Wurde schon eine Verbindung zur NSU geprüft? Was soll's, er hatte länger was vom Leben als sein Opfer.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#40

RE: Racheakt der DDR-Staatssicherheit Die Ermordung des früheren BGS-Beamten Hans Plüschke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2012 20:03
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

wenn man logisch denkt, muß man sich auch die frage stellen für welche interessen ehemaliger mitarbeiter des mfs eigentlich noch kämpfen sollten wenn sie ihre waffen schon nieder legten und damit die aufgabe erklärten? aber ein gespenst mus leben,der geschichten wegen. glaube ist ja ne feine sache,aber außerhalb des eigenen denkens kann es gefährlich weden. siehe deutsche geschichte.
ek 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 13.02.2012 20:08 | nach oben springen


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