#61

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 18.04.2013 08:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #58
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #55
Fällt mir noch was ein aus der Ausbildungszeit.
Auf einen vorbei fahrenden Panzer springen und den Sehschlitz des Fahrers abdecken.
Wie das in der wahren Praxis aussehen sollte , mir ein Rätsel.
Wir hatten da aus Beton eine Platte mit einer Art Kfz-Grube. Da mußten wir uns überrollen lassen und wenn der Panzer drüber weg war Panzerhandgranate ( Atrappe ) auf den Panzer werfen.
Anschliessend wie geschrieben auf den Panzer springen, natürlich in Fahrtrichtung.
Da gab es gleich nebenan ein Gebäudeteil mit Treppe, jeder da hoch ca 3m, der Panzer kam wurde extra langsam ...das ja nichts passierte und sich noch jemand verletzte. Natürlich hatten wir auch ein schwarzes Tuch bei der Hand...Sehschlitz abgedeckt...und alles war gut.
Wie das in der reellen Praxis ausgesehen hätte, keine Ahnung.
Fand die Filme von der polnischen Panzerbesatzung " 4 Panzersoldaten und ein Hund " recht witzig. Den wurde mal der Turm weggeschossen und alle haben das überlebt......[nachdenken]


War das nicht der Film.Wo nur der Hund eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Abitur hatte.


Nein, ich glaub das verwechselst Du jetzt mit einem bekannten Polizistenwitz...

Aber, mal zurück zum Handgranaten-Thema, ich kram mal in meinen Erinnerungen:
Eisenach 1978 - ich war ein Werfer am unteren Durchschnitt, so 25, max. 30 m.
Irgendwann sollten wir dann die scharfe Angriffshandgranate werfen, natürlich aus der Deckung.
Mein Zugführer stand etwas nervös neben mir im Graben. Ich beruhigte ihn:
"Wird schon gutgehen, ich weiss ja, was ich in der Hand habe"
(nein, ich habe nicht den Schwejk zitiert: "Herr Obrleitnant, es ist mir eine Ehre, mit ihnen gemeinsam sterbn zu derfn" - aber ich sah seinem Gesicht an, dass er an die Option dachte).
Ich warf dass Ding über den Grabenrand, vielleicht 10 m, wir duckten uns, es machte "Bumm" und nach dem Aufstehen, sah ich meinen Vorgesetzten erleichtert durchatmen.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 18.04.2013 08:22 | nach oben springen

#62

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 18.04.2013 09:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #60
Zitat von Lutze im Beitrag #51
Zitat von Rainman2 im Beitrag #48
Zitat von DoreHolm im Beitrag #45
... Aber sag mal, 50 m werfen ? Das war doch eine beachtliche Leistung nach viel, viel Übung ? Ich habe beim Leistungstest knapp 30 m geworfen und durfte trotzdem an so ein Ding. Wie schon gesagt, 25 m Splitterwirkung wurde verkündet. ...

Hallo DoreHolm,

an der OHS war sogar eines der Frühsportthemen "Handgranatenwurf". Das wurde zwar nur sehr selten (ca. 1x alle 2 Wochen) aufgerufen, aber es wurde gemacht. Dazu gab es erst eine Runde (1000m) Lauf zum Warmwerden, dann eine Schultergymnastik und dann ging es an diese Wurfanlagen, wo man die Granaten an einem gespannten Stahlseil schräg nach oben warf. Das hat, neben der eigentlichen MKE (Militärischen Körperertüchtigung) über drei Jahr durchaus zur Verbesserung der Wurfleistung beigetragen. Als ich anfing in Plauen, warf ich die Granate nur knapp über 30 Meter. Am Ende war meine Bestweite 42 Meter und ich war immer noch unter den schlechtesten Werfern. Die besten im Zug warfen dann durchaus über die 50 Meter. Der Beste, allerdings ein ehemaliger Speerwerfer, kam sogar auf etwa 80 Meter. Handgranatenwerfen war in erster Linie eine Frage der Wurftechnik.

ciao Rainman

EDIT: @ Grenzwolf - Und wer renkt dann die Arme wieder ein?

in der Schule gab es im Sportunterricht das Weitwerfen mit diesen Lederbällen,über 30 Meter kam ich nie,und dann die Granate über 50 sogar 80 Meter
schmeißen?ist da nicht ein bischen Übertreibung angesagt
Lutze


Das waren diese schweren Lederbälle--man nannte sie Medizinball,wenn ich mich noch recht entsinne.


Es gab auch den kleinen Lederball, nannte sich glaube ich Schlagball-Weitwurf der Medizinball wurde gestoßen, nicht geworfen und um sich auf die Zukunft vorzubereiten gab es im Schulsport ja die kleine geriffelte und die Stielhandgranaten-Imitation als Wurfgerät.


zuletzt bearbeitet 18.04.2013 09:42 | nach oben springen

#63

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 18.04.2013 11:06
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #60
Zitat von Lutze im Beitrag #51
Zitat von Rainman2 im Beitrag #48
Zitat von DoreHolm im Beitrag #45
... Aber sag mal, 50 m werfen ? Das war doch eine beachtliche Leistung nach viel, viel Übung ? Ich habe beim Leistungstest knapp 30 m geworfen und durfte trotzdem an so ein Ding. Wie schon gesagt, 25 m Splitterwirkung wurde verkündet. ...

Hallo DoreHolm,

an der OHS war sogar eines der Frühsportthemen "Handgranatenwurf". Das wurde zwar nur sehr selten (ca. 1x alle 2 Wochen) aufgerufen, aber es wurde gemacht. Dazu gab es erst eine Runde (1000m) Lauf zum Warmwerden, dann eine Schultergymnastik und dann ging es an diese Wurfanlagen, wo man die Granaten an einem gespannten Stahlseil schräg nach oben warf. Das hat, neben der eigentlichen MKE (Militärischen Körperertüchtigung) über drei Jahr durchaus zur Verbesserung der Wurfleistung beigetragen. Als ich anfing in Plauen, warf ich die Granate nur knapp über 30 Meter. Am Ende war meine Bestweite 42 Meter und ich war immer noch unter den schlechtesten Werfern. Die besten im Zug warfen dann durchaus über die 50 Meter. Der Beste, allerdings ein ehemaliger Speerwerfer, kam sogar auf etwa 80 Meter. Handgranatenwerfen war in erster Linie eine Frage der Wurftechnik.

ciao Rainman

EDIT: @ Grenzwolf - Und wer renkt dann die Arme wieder ein?

in der Schule gab es im Sportunterricht das Weitwerfen mit diesen Lederbällen,über 30 Meter kam ich nie,und dann die Granate über 50 sogar 80 Meter
schmeißen?ist da nicht ein bischen Übertreibung angesagt
Lutze


Das waren diese schweren Lederbälle--man nannte sie Medizinball,wenn ich mich noch recht entsinne.



Hallo,

die Medizinbälle waren die großen Lederbälle, mindestens 30cm - geschätzt. Damit haben wir so eine Art Kugelstoßen trainiert.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#64

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 18.04.2013 11:35
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #59
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #54
Ich kann mich noch an eine Episode in der Ausbildung erinnern.
Auf dem Ausbildungsplatz war Handgranaten werfen angesagt, aus dem Graben heraus...diesmal scharfe, ob Angriff-oder Verdeitigungsgranate kann ich nicht mehr sagen.
Alle saßen wir im sicheren Bunker und wurden Gruppenweise rauszitiert.
Es waren schon 2-3 Mann dran, als ich an der Reihe war, wenn ich mich recht entsinne waren mindestens 30 m gefordert.
Ich entsicherte ( Splind gezogen ) warf und bumm..an die 40 m.
Nach mir noch 2 Kollegen und dann kam Kollege X dran.
Alle warteten das er warf, aber Fehlanzeige. Wir beobachteten wie der Verantwortliche ( ein Hauptmann ) blass wurde.....
Unser Kollege fing an zu zittern und der Gen. Hptm. fragte warum er nicht werfe, der Splind war gezogen.
Er teilte mit , das es nicht seine Wurfhand ist und er nicht werfen kann.
Dann wechseln sie vorsichtig und halten sie ja den Bügel dabei fest umschlossen.
Er schaffte es und warf, aber nicht weit. Es hatte ganz schön gescheppert und Gen Hptm hatte erst mal tief durchgeatmet.
Die verbliebenen fragten als wir den Bunker wieder betraten , was los war...und wir berichteten was passiert war.


Wenn der die Granate mit der falschen Hand nur zwei, drei Meter weitergekullert hätte und abgeduckt im Schützengraben, dabei Ohren zugehalten, wäre auch nichts passiert. Oder einfach dei gedrücktem Hebel den Splint wieder reingesteckt und dann gewechselt.
Ich hatte es vor einiger Zeit schon mal geschrieben, was mir beim ersten Handgranatenwurf passiert ist: Ring gezogen, Granate geschmissen - der kleine Knall des Zünders blieb aus, demzufolge dann auch der große Knall. Offz. nach einer Minute nachgeschaut, Splint war noch drin. Mir wieder in die Hand gedrückt, Abzugsring nach mal zusammengebogen, Splint noch mal richtig zusammengedrückt, dann gezogen, geguckt, ob der Splint auch wirklich raus war und dann geworfen. In aller Ruhe, ganz ohne Muffensausen. Passiert war, daß ich den Splint nicht richtig zusammengebogen hatte und beim Abzug den Ring auseinandergezerrt hatte, der Splint aber drin blieb. Sowas ist mir später nie wieder passiert. Immer erst geguckt, ob der Splint auch draußen war, bevor ich geschmissen habe bzw. vorher schon darauf geachtet, daß die Splintenden auch weit genug zusammengebogen waren.



DoreHolm da hast Du sicher Recht , die Situation war halt angespannt und das Nervenkostüm.....gab den Rest...
Weit geworfen hat er auch nicht und passiert ist glücklicherweise auch nichts.


xxx
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#65

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 18.04.2013 12:48
von gitarre52 | 126 Beiträge

hallo, ich kann mich auch noch an meine mot-schützen ausbildung in magdeburg und später in halberstadt erinnern.die erwähnten panzerübungen; überrollen und auf und abspringen , mußten wir auch absolvieren. scharfe handgranaten wurden ebenso geworfen, wobei ich mich an einen soldaten erinnere, welcher nach abziehen des splintes, die granate dem offizier mit der bemerkung: "Was soll ich denn jetzt machen?", hinhielt.
dieser ergriff geistesgegenwärtig das teil und warf es weg, riss den soldat nach unten, und schrie "Deckung"! danach wurde abgebrochen, und neu trainiert und belehrt. beim wurf der panzerhandgranate erinnere ich mich, daß man sich ganz schön verschätzen konnte, um die enfernung beim wurf richtig abzuschätzen, da beim flug der granate, sich ein fallschirm öffnete, welcher den flug stark abbremste, so daß ich nicht den panzer traf, sondern die granate einige meter davor im schlamm landete. nach der detonation flog dadurch einiger schlamm zu uns in den bunker.
der fallschirm war deshalb nötig, damit die granate senkrecht mit dem zünder nach unten traf.
mfg klaus


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#66

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 18.04.2013 20:48
von rotrang (gelöscht)
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So dann auch ein Kommentar von mir.
Dore Holm deine Beschreibungen zur HG sind absolut richtig.Zu meiner Zeit war die unterste Norm 36m.Es wurde mit F1 Granaten(Übungsteile
mit Initialzünder) solange geübt bis der letzte der Gruppe-Zug diese Norm schaffte. war in dieser Disziplin relativ gut, 56m. Heute nah wer weiß.
Rotrang


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#67

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 07.06.2013 21:41
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #5
Hat doch Spass gemacht. In Eisenach Wartenberg oder Böller,weiss nicht mehr genau standen schon Durchlöcherte Panzer rum,wo wir aus sicherer Deckung die Dinger geworfen haben.


Und an diesen Orten hast Du eine Panzerhandgranate geworfen?

Gruss BO


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#68

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 07.06.2013 22:10
von Bugsy | 454 Beiträge

Obwohl wir als Sanis ausgebildet werden sollten, mussten wir in der Grundausbildung auch das Schießen lernen. Jeder Soldat, ungeachtet der Gattung, muss schießen können.
Wenn ich sage, dass alle Soldaten bei der britischen Armee müssen schießen können, dann meine ich mit so ziemlich allem, was das Militär an Schießgerät zu bieten hat. Bei uns schloss das auch Übungen mit der Panzerfaust ein (Bazooka genannt).
Dieses komische Ding war einfach ein zweigeteiltes Rohr, das man zusammen klemmen musste und das in voller Länge etwa 160 Zentimeter maß, mit einem Innendurchmesser von circa zehn Zentimetern. Die von uns benutzten Übungsgranaten hatten nur eine Treibladung, waren aber ansonsten gewichtsmäßig wie die echten.
Wir schossen auf einen alten Holzschuppen am dem Ende des Schießplatzes, wo auch mit Handgranaten geübt wurde. Der alte Schuppen bestand fast nur noch aus Löchern, weigerte sich aber standhaft umzufallen. Jede Truppe hoffte, ihn zum Einsturz zu bringen. Wir auch.
Etwa vier Jungs hatten schon Übungsgranaten abgefeuert, dann war ich an der Reihe. Ich setzte mir das Ding auf die Schulter und ein zweiter Kamerad schob die Rakete ins hintere Ende und wickelte die Anschlussdrähte um die Kontaktfeder. Dann klatschte er mir zweimal mit der flachen Hand auf den Stahlhelm, um mir zu signalisieren, dass er sich wegen der nach hinten rausschießenden, zwanzig Meter langen Stichflamme in Sicherheit gebracht hatte. Ich peilte den Schuppen an und drückte auf den Abzug.
Ich hatte naiverweise erwartet, dass es ein Rauschen, Poltern und Zischen geben würde und schon wäre die Rakete unterwegs. Aber ich hörte ganz deutlich, wie die Rakete im Rohr beschleunigte und mit einem hohlen, metallischen Klappern an meinem rechten Ohr vorbei schlitterte. Plötzlich wurde das vordere Ende des Gerätes ganz schwer und kippte unvermittelt nach unten, bevor ich mich dagegen stemmen konnte. Die Rakete knallte mit uriger Wucht gegen die Seite des Schutzgrabens, der für Granatenübungen benutzt wurde, und lag spuckend, zischend und qualmend da, bis die Treibladung ausgebrannt war.
”Toll gemacht, Bugsy”, sagte Corporal Blake, unser Ausbilder, in gespielter Anerkennung und klatschte mir höhnisch Beifall. Er beugte sich über den Rand des etwa 1,5 m tiefen Grabens und nickte. ”Jawohl, absolut tot. Also der Graben wird uns keinen Ärger mehr bereiten. Klasse gemacht, Junge, wirklich Klasse." Er fing an zu lachen und die ganze Truppe lachte laut mit. Ich hatte das Gefühl, mir platzt gleich der Kopf, so sehr stieg mir die Röte ins Gesicht. Corporal Blake bedeutete mir, ich sollte es noch mal versuchen. Diesmal saß der Schuss auch, aber der verdammte Schuppen brach immer noch nicht zusammen.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 07.06.2013 22:39
von Kurt | 933 Beiträge

Hallo Bugsy,

ich ziehe den Hut vor Dir. Nicht alle Menschen können über sich selbst lachen und schreiben von so einem Mißgeschick.
An der Unteroffiziersschule mußten wir mit der RPG schießen. Allerdings hatte jeder nur einen Schuß, weil es so teuer war.

Gruß, Kurt


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#70

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 07.06.2013 22:55
von Bugsy | 454 Beiträge

Immer noch bei der Schießausbildung:

Die meisten von uns hatten anfangs auch ihre liebe Not mit der Browning Hi-Power Pistole (L9 in der Armeesprache). Und gerade da war es wichtig, sich auszukennen, denn als Sanis würden wir eine solche Waffe tragen müssen.

Ein Sanitäter kann kaum eine Langwaffe mit sich schleppen und gleichzeitig verwundete Kameraden auf dem Rücken tragen oder sie verbinden. Und weil das Verbinden sehr oft auf dem Schlachtfeld im Liegen passiert, tragen Sanis bei der britischen Armee die Pistole am Rücken. Was nützt einem eine Waffe zur Selbstverteidigung, wenn man gerade seitlich draufliegt und die bösen Buben tauchen auf? Deshalb den Halfter am Rücken.

Keine von uns hatte besondere Schwierigkeiten, das Schießen mit Langwaffen zu lernen, aber mit der Browning Pistole haperte es wirklich gewaltig. Leute, die einhändig schießen, sieht man nur noch in den alten Cowboy Filmen, sonst greifen die Helden alle beidhändig zu. Indes, das Schießen mit beiden Händen an der Waffe kam erst Mitte der 70er mit den Isosceles und Weaver Stellungen auf. Davor gab es ausschließlich die einhändige „ein-Mann-muss-tun-was-ein-Mann-eben-tun-muss“ John-Wayne Methode.

Und so lernten wir dementsprechend den Umgang mit der Pistole – den Körper zur Seite gedreht, den Schießarm voll ausgestreckt und die andere Hand in der Hosentasche. Fast so, als würden wir ein Duell im Morgengrauen austragen. Der Rückstoß der Pistole war damit kaum zu beherrschen und ein zweiter Schuss war erst nach einem sehr langen Zeitraum möglich. Nicht gerade vertrauenseinflößend, wenn man mit der ersten Kugel vorbei geschossen hat. Und wir schossen alle regelmäßig vorbei.

Die Browning Hi-Power Pistole hat dreizehn Schuss im Magazin. Bei meinem ersten Schießversuch aus sieben Meter Entfernung gelang es mir, gerade mal zwei Löcher in die mannshohe Zielscheibe zu stanzen. Mit dreizehn Schuss! Aus sieben Meter Entfernung! Nur zwei Treffer! Kaum zu glauben, dass so etwas möglich war. Völlig erstaunt schaute ich runter auf die leergeschossene Pistole in meiner Hand und überlegte mir ernsthaft, ob es eigentlich nicht sinnvoller wäre, auf den Feind zuzulaufen und ihn mit dem Scheißding einfach zu erschlagen.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 07.06.2013 23:06
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #70
Immer noch bei der Schießausbildung:

Die meisten von uns hatten anfangs auch ihre liebe Not mit der Browning Hi-Power Pistole (L9 in der Armeesprache). Und gerade da war es wichtig, sich auszukennen, denn als Sanis würden wir eine solche Waffe tragen müssen.

Ein Sanitäter kann kaum eine Langwaffe mit sich schleppen und gleichzeitig verwundete Kameraden auf dem Rücken tragen oder sie verbinden. Und weil das Verbinden sehr oft auf dem Schlachtfeld im Liegen passiert, tragen Sanis bei der britischen Armee die Pistole am Rücken. Was nützt einem eine Waffe zur Selbstverteidigung, wenn man gerade seitlich draufliegt und die bösen Buben tauchen auf? Deshalb den Halfter am Rücken.

Keine von uns hatte besondere Schwierigkeiten, das Schießen mit Langwaffen zu lernen, aber mit der Browning Pistole haperte es wirklich gewaltig. Leute, die einhändig schießen, sieht man nur noch in den alten Cowboy Filmen, sonst greifen die Helden alle beidhändig zu. Indes, das Schießen mit beiden Händen an der Waffe kam erst Mitte der 70er mit den Isosceles und Weaver Stellungen auf. Davor gab es ausschließlich die einhändige „ein-Mann-muss-tun-was-ein-Mann-eben-tun-muss“ John-Wayne Methode.

Und so lernten wir dementsprechend den Umgang mit der Pistole – den Körper zur Seite gedreht, den Schießarm voll ausgestreckt und die andere Hand in der Hosentasche. Fast so, als würden wir ein Duell im Morgengrauen austragen. Der Rückstoß der Pistole war damit kaum zu beherrschen und ein zweiter Schuss war erst nach einem sehr langen Zeitraum möglich. Nicht gerade vertrauenseinflößend, wenn man mit der ersten Kugel vorbei geschossen hat. Und wir schossen alle regelmäßig vorbei.

Die Browning Hi-Power Pistole hat dreizehn Schuss im Magazin. Bei meinem ersten Schießversuch aus sieben Meter Entfernung gelang es mir, gerade mal zwei Löcher in die mannshohe Zielscheibe zu stanzen. Mit dreizehn Schuss! Aus sieben Meter Entfernung! Nur zwei Treffer! Kaum zu glauben, dass so etwas möglich war. Völlig erstaunt schaute ich runter auf die leergeschossene Pistole in meiner Hand und überlegte mir ernsthaft, ob es eigentlich nicht sinnvoller wäre, auf den Feind zuzulaufen und ihn mit dem Scheißding einfach zu erschlagen.

MsG



Schoen geschrieben...Bugsy und
Jeder hier im Forum der an der Pistole ausgebildet wurde,kann Deine Trainingsergebnisse voll verstehen.
Bei den" Makarow Jungs"war es anfangs nicht anders.

Sodann BO


Bugsy, seaman und Grete85 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#72

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 19:42
von Bugsy | 454 Beiträge

Nun eine Geschichte, bei der mir wirklich die Muffe gegangen ist, und das nicht zu knapp:

Nach dem Ende unserer Ausbildung als Sanis, wurde uns die Möglichkeit anheim gestellt, uns für den Fallschirmkurs anzumelden. Viele Sanis sind darin ausgebildet, denn schließlich müssen wir auch dort an, wo Luftlandetruppen eingesetzt werden, weil auch die eine medizinische Versorgung nötig haben. Ich habe mich mit Begeisterung dafür gemeldet.

Nach 8 Wochen, in denen wir Druckmärsche zwischen 8 und 30 km, das Schießen unter Stress, das Tragen eines riesigen 200 Kilo Baumstammes mit 8 Mann abwechselnd über eine 10 km Strecke, das Tragen eines 80 Kg Verletzten auf einer Bahre (in Wirklichkeit nur Betonbrocken) und wiederum abwechselnd über eine 6 km Strecke geübt hatten, wurden wir zur eigentlichen Ausbildung vorgelassen.

Vier Wochen lang sprangen wir von immer größeren Höhen und lernten, wie man sich zur Aufnahme der Aufprallkräfte zur Seite drehen musste. Dann kam das Praktische dazu. Zur Erlangung der begehrten "Wings", also das Abzeichen, das ein Fallschirm mit Schwingen darstellt, muss man insgesamt 8 Sprünge vorweisen können. Sechs Sprünge waren als "clean fatigue" (also ohne Gerät oder sonstige Ausrüstung) ausgewiesen, wobei davon zwei Nachtsprünge beinhaltet waren, und die zwei weiteren Sprünge waren mit dem "full Monty (das heißt mit allem, was zu einem an Ausrüstung zur Verfügung stand, wobei manche Kameraden locker die 200 kg Marke überstiegen.

Die ersten zwei Sprünge bei der Ausbildung waren immer von einer Plattform unter einem Ballon gehängt, wobei man in eine Höhe von 800 Fuß befördert wurde und dann einfach von der Plattform ins Leere schreiten musste. Das waren aber alle Automatiksprünge. Bei meinem ersten Sprung, fragte ich den zuständigen Sergeant damals auf der Plattform, was passiert, wenn mein Fallschirm nicht funktioniert.

“Keine Sorge,“ meint er lässig. “Du schlägst ganz flink das linke Bein übers rechte, damit wir dich auf Linksgewinde wieder rausschrauben können!“ Nicht gerade vertrauenseinflößend!

Somit trat ich ins Leere. Was irgendwie nicht erwähnt wurde, war, dass man gut und gern 200 Fuß oder mehr fällt, bevor der Schirm aufgeht. Das war wirklich das erste Mal, dass mir die echte Muffe gegangen ist. Das war wahrhaftig das erste Mal, dass ich mein ganzes Leben vor meinem geistigen Auge ablaufen sah.

Die 8 Sprünge mussten jedes Jahr wiederholt werden, wollte man die so genannte "Sprungzulage" weiterhin erhalten. Bei den Amis waren nur 5 Sprünge nötig, aber die hatten auch eine besondere “Qualität“. Sollte der/die eine oder andere mehr davon erfahren wollen, so meldet euch.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
seaman, exgakl und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 19:49
von seaman | 3.487 Beiträge

“Keine Sorge,“ meint er lässig. “Du schlägst ganz flink das linke Bein übers rechte, damit wir dich auf Linksgewinde wieder rausschrauben können!“ Nicht gerade vertrauenseinflößend!
Zitat bugsy


Dieser Spruch ist wohl überall gebräuchlich, wo normale Menschen grundlos aus heilen Flugzeugen springen.....

seaman


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#74

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 20:49
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Hallo liebe Forumsmitglieder....(ohne Glied waere ja auch ein wirklich dummes Ding)

Also ick stell hier mal ne Behauptung uff....

Die wenigsten AGT duerften wohl eine scharfe RKG 3 geworfen haben,im Training mit Uebungsladung,jo das mag sein.
Das gleiche gilt fuer eine scharfe Granate mit der RPG,Gipskoepfe waren angesagt,wenn wir schon mal dabei sind, duerften auch die wenigsten einen scharfen Schuss mit der SPG 9 erlebt haben.
Das linienmaessige AGTs die F1 geworfen haben wage ich ebenfalls eher zu bezweifeln.

Grunduebung war die Blechtrommel RDG 5 aus dem Graben oder Mulde,4 Scheiben standen in einer "Gruppe"Distanz 25 Meter.Trefferanzeige im Bunker.rueckwaertiger Raum von der Wurflinie min. 25 m entfernt....

Sodann,aber musste mal sein...
Gruessli BO

Fuer den alten "FED"...
es hatte einen Grund warum Panzertruppen/Besatzungen nicht zusehen sollten wenn SPG 9 oder RPG 7 einen fahrenden "Sarg" zerlegen...ist einfach nicht gut fuer die Kampfmoral,wenn aus jedem Kellerloch eine Hohlladung "gruesst"...


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#75

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 21:08
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #74
Hallo liebe Forumsmitglieder....(ohne Glied waere ja auch ein wirklich dummes Ding)

Also ick stell hier mal ne Behauptung uff....

Die wenigsten AGT duerften wohl eine scharfe RKG 3 geworfen haben,im Training mit Uebungsladung,jo das mag sein.
Das gleiche gilt fuer eine scharfe Granate mit der RPG,Gipskoepfe waren angesagt,wenn wir schon mal dabei sind, duerften auch die wenigsten einen scharfen Schuss mit der SPG 9 erlebt haben.
Das linienmaessige AGTs die F1 geworfen haben wage ich ebenfalls eher zu bezweifeln.

Grunduebung war die Blechtrommel RDG 5 aus dem Graben oder Mulde,4 Scheiben standen in einer "Gruppe"Distanz 25 Meter.Trefferanzeige im Bunker.rueckwaertiger Raum von der Wurflinie min. 25 m entfernt....

Sodann,aber musste mal sein...
Gruessli BO

Fuer den alten "FED"...
es hatte einen Grund warum Panzertruppen/Besatzungen nicht zusehen sollten wenn SPG 9 oder RPG 7 einen fahrenden "Sarg" zerlegen...ist einfach nicht gut fuer die Kampfmoral,wenn aus jedem Kellerloch eine Hohlladung "gruesst"...



Liebe Boelleronkel, ich habe alles verstanden, bis auf: AGT, RKG 3SPG 9RDG, 5Mulde. Kannst du für einen hoffnungslosen überforderten Ausländer dementsprechend "Übersetzungen“ bzw. Erklärungen liefern?

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#76

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 21:20
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #75
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #74
Hallo liebe Forumsmitglieder....(ohne Glied waere ja auch ein wirklich dummes Ding)

Also ick stell hier mal ne Behauptung uff....

Die wenigsten AGT duerften wohl eine scharfe RKG 3 geworfen haben,im Training mit Uebungsladung,jo das mag sein.
Das gleiche gilt fuer eine scharfe Granate mit der RPG,Gipskoepfe waren angesagt,wenn wir schon mal dabei sind, duerften auch die wenigsten einen scharfen Schuss mit der SPG 9 erlebt haben.
Das linienmaessige AGTs die F1 geworfen haben wage ich ebenfalls eher zu bezweifeln.

Grunduebung war die Blechtrommel RDG 5 aus dem Graben oder Mulde,4 Scheiben standen in einer "Gruppe"Distanz 25 Meter.Trefferanzeige im Bunker.rueckwaertiger Raum von der Wurflinie min. 25 m entfernt....

Sodann,aber musste mal sein...
Gruessli BO

Fuer den alten "FED"...
es hatte einen Grund warum Panzertruppen/Besatzungen nicht zusehen sollten wenn SPG 9 oder RPG 7 einen fahrenden "Sarg" zerlegen...ist einfach nicht gut fuer die Kampfmoral,wenn aus jedem Kellerloch eine Hohlladung "gruesst"...



Liebe Boelleronkel, ich habe alles verstanden, bis auf: AGT, RKG 3SPG 9RDG, 5Mulde. Kannst du für einen hoffnungslosen überforderten Ausländer dementsprechend "Übersetzungen“ bzw. Erklärungen liefern?

MsG



Schleime nicht Bugsy...
AGT Angehoeriger Grenztruppen
RKG 3 Panzerhandgranate
SPG 9 Schwere Panzerbuechse
F 1 Verteidigungshandgranate
RDG 5 Angriffshandgranate
Mulde ist einfach ein Schuetzenloch

Du findest unter diesen Abkuerzungen auch mehr im Forum oder "Gurgeln"

BITTE BUGSY

Gruss BO


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 21:55
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #76
Schleime nicht Bugsy...
AGT Angehoeriger Grenztruppen
RKG 3 Panzerhandgranate
SPG 9 Schwere Panzerbuechse
F 1 Verteidigungshandgranate
RDG 5 Angriffshandgranate
Mulde ist einfach ein Schuetzenloch

Du findest unter diesen Abkuerzungen auch mehr im Forum oder "Gurgeln"

BITTE BUGSY

Gruss BO


Vomwegen schleimen! Es mag daran liegen, dass ich, was "Armeejargon" anbelangt, ziemlich "vorbelastet” bin. Betrachte mal folgendes, aus einem Bericht der damaligen Zustände im Staate Oman in den 1970ern:

"Ole Smudge arrived back in the OP after stagging on all on his tod atop the jebel for four days and tabbing the 25 klicks. His dessies were in shreds (as were his knacker-crackers), he’d ditched his Blackpools, his slouch was chopped to the max, he was still festooned with link and his Gimpy was caked and baked. He looked ally as fuck!"

Und nun eine (meine) Übersetzung dazu:

"Der alte Smudge kehrte zum Beobachtungsposten zurück, nachdem er ganz alleine oben am Berg vier Tage lang Wache geschoben hatte und die 25 Kilometer marschiert war. Seine Wüstenstiefel waren völlig zerrissen (wie auch seine kurze Hose), er hatte seine Strümpfe weggeworfen, die Krempe seines Hutes hatte er fast vollständig entfernt, über den Schultern trug er noch reichlich Munitionsgurte und sein Maschinengewehr war total mit Sand verkrustet. Er sah aus wie einen richtigen Kriegshelden! "

Sag nun mal ehrlich: Wärst du anhand des Englischen darauf gekommen? Nur mal als Frage, wegen der vielen Begriffe, die ausschließlich militärisch sind.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
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#78

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 21:56
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #74
Hallo liebe Forumsmitglieder....(ohne Glied waere ja auch ein wirklich dummes Ding)

Also ick stell hier mal ne Behauptung uff....

Die wenigsten AGT duerften wohl eine scharfe RKG 3 geworfen haben,im Training mit Uebungsladung,jo das mag sein.
Das gleiche gilt fuer eine scharfe Granate mit der RPG,Gipskoepfe waren angesagt,wenn wir schon mal dabei sind, duerften auch die wenigsten einen scharfen Schuss mit der SPG 9 erlebt haben.
Das linienmaessige AGTs die F1 geworfen haben wage ich ebenfalls eher zu bezweifeln.

Grunduebung war die Blechtrommel RDG 5 aus dem Graben oder Mulde,4 Scheiben standen in einer "Gruppe"Distanz 25 Meter.Trefferanzeige im Bunker.rueckwaertiger Raum von der Wurflinie min. 25 m entfernt....

Sodann,aber musste mal sein...
Gruessli BO

Fuer den alten "FED"...
es hatte einen Grund warum Panzertruppen/Besatzungen nicht zusehen sollten wenn SPG 9 oder RPG 7 einen fahrenden "Sarg" zerlegen...ist einfach nicht gut fuer die Kampfmoral,wenn aus jedem Kellerloch eine Hohlladung "gruesst"...




Dachte wir hätten.
RPG war tatsächlich nur Gipskopp ist aber auch so abgezischt wie die scharfe.


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#79

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 22:27
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #74
Hallo liebe Forumsmitglieder....(ohne Glied waere ja auch ein wirklich dummes Ding)

Also ick stell hier mal ne Behauptung uff....

Die wenigsten AGT duerften wohl eine scharfe RKG 3 geworfen haben,im Training mit Uebungsladung,jo das mag sein.
Das gleiche gilt fuer eine scharfe Granate mit der RPG,Gipskoepfe waren angesagt,wenn wir schon mal dabei sind, duerften auch die wenigsten einen scharfen Schuss mit der SPG 9 erlebt haben.
Das linienmaessige AGTs die F1 geworfen haben wage ich ebenfalls eher zu bezweifeln.

Grunduebung war die Blechtrommel RDG 5 aus dem Graben oder Mulde,4 Scheiben standen in einer "Gruppe"Distanz 25 Meter.Trefferanzeige im Bunker.rueckwaertiger Raum von der Wurflinie min. 25 m entfernt....

Sodann,aber musste mal sein...
Gruessli BO

Fuer den alten "FED"...
es hatte einen Grund warum Panzertruppen/Besatzungen nicht zusehen sollten wenn SPG 9 oder RPG 7 einen fahrenden "Sarg" zerlegen...ist einfach nicht gut fuer die Kampfmoral,wenn aus jedem Kellerloch eine Hohlladung "gruesst"...





Hallo Bölleronkel,

Dann war ich kein "linienmäßiger AGT". Ein BLG 60M2 basiert irgendwie schon auf dem T55. Wir haben trotzdem mit RPG 7 geschossen.
Das war während meiner sechsmonatigen Ausbildung an der Unteroffiziersschule "Rudolf Egelhofer", in Weißkeißel, genannt AZ 6.
Danach wurde ich zu den Grenztruppen versetzt, nach Groß Glienicke. Dort habe ich weder RPGs noch Handgranaten zu sehen bekommen.

Gruß, Kurt


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#80

RE: Ich hatte Muffensausen

in Grenztruppen der DDR 08.06.2013 23:00
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #78
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #74
Hallo liebe Forumsmitglieder....(ohne Glied waere ja auch ein wirklich dummes Ding)

Also ick stell hier mal ne Behauptung uff....

Die wenigsten AGT duerften wohl eine scharfe RKG 3 geworfen haben,im Training mit Uebungsladung,jo das mag sein.
Das gleiche gilt fuer eine scharfe Granate mit der RPG,Gipskoepfe waren angesagt,wenn wir schon mal dabei sind, duerften auch die wenigsten einen scharfen Schuss mit der SPG 9 erlebt haben.
Das linienmaessige AGTs die F1 geworfen haben wage ich ebenfalls eher zu bezweifeln.

Grunduebung war die Blechtrommel RDG 5 aus dem Graben oder Mulde,4 Scheiben standen in einer "Gruppe"Distanz 25 Meter.Trefferanzeige im Bunker.rueckwaertiger Raum von der Wurflinie min. 25 m entfernt....

Sodann,aber musste mal sein...
Gruessli BO

Fuer den alten "FED"...
es hatte einen Grund warum Panzertruppen/Besatzungen nicht zusehen sollten wenn SPG 9 oder RPG 7 einen fahrenden "Sarg" zerlegen...ist einfach nicht gut fuer die Kampfmoral,wenn aus jedem Kellerloch eine Hohlladung "gruesst"...




Dachte wir hätten.
RPG war tatsächlich nur Gipskopp ist aber auch so abgezischt wie die scharfe.



Gips ? Die zertrümmerten Teile sahen aber richtig gelb aus. Meines Wissens ist Gips weiß, wird auch nicht gelb an der Luft. Sah eher aus wie Schwefel. Erschließt sich mir aber nicht, warum es richtiger S sein sollte (wertvoller Rohstoff), aber ebensowenig, warum der Gips gelb eingefärbt sein sollte, wenn es denn welcher war. Ich gehe davon aus, daß wegen der Ballistik ein Stoff drin sein muß, der etwa die gleiche Dichte hat wie z.B. TNT, was vermutlich in den Echten drin ist. TNT hat etwa die Dichte 1,6 g/cm³, Gips (kristallin) liegt bei 2,6 g/cm³ und Schwefel bei 2,07 g/cm³. Oder aber es war kein Gips, wie wir ihn kennen, sondern mit einem leichten Streckmittel auf etwa Dichte wie TNT gebracht und dieses Mittel sah vielleicht gelb aus. Weiß da wer was genaueres ?



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