#21

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 22.05.2012 20:09
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Feliks D.
Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen und in seiner Gesamtheit, Aussage und Wertung erfassen. Zur Erinnerung, wir sprechen hier von Mord!

Zitat
Seit einem Jahrzehnt kämpft der heutige Busfahrer um Entschädigung für die DDR-Haft. Laut Reha-Gesetz könnten 35.000 Euro fließen.

Laut Reha-Gesetz, so erklärten die Richter, werde zwar keine Wiedergutmachung gezahlt, wenn ein Häftling gegen Grundsätze der Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit verstoßen habe. Auf Jablonski träfe diese Einschränkung aber nicht zu, denn sie gelte nur für Taten zu Gunsten des DDR-Unrechtsregimes.



Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu Ungunsten der Deutschen Demokratischen Republik, sind also kein Ausschlussgrund für eine Entschädigung und werden so selbst nachträglich durch die BRD noch gerechtfertigt, befürwortet und belohnt. So ein Rechtsstaat ist schon eine tolle Sache und wehe einem von euch spukt nun das Wort Siegerjustiz im Hinterkopf rum, dann disqualifiziert ihr euch, als unverbesserliche ewig Gestriege, nämlich ganz schnell für diesen.


Erschieß einen AGT, gehe dafür ins Gefängnis, erhalte (da Verbrechen zu Ungunsten der DDR) von uns eine Entschädigung. So kann man diese Begründung nachträglich wohl zusammenfassen. Na da haben einige hier ja mächtig Glück gehabt, dass sie hier heute noch schreiben können und nicht das Schicksal eines Manfred Weiss teilen mussten.

35.000€ für einen toten AGT und hier hat sich doch neulich glatt einer über vorgebliche "Abschussprämien" für bulgarische Grenzsoldaten echauffiert.





Na Felix D. kennste den Sachverhalt so genau, dass du von Mord ausgehen kannst??

Ach Ja, in der DDR gabs in solchen Fällen nur die Bezeichnung Mord.

Und die Entschädigung für J. ist definitiv nicht für wegen dem toten AGT gelaufen.




Nun ja ich halte mich da mal an die rechtliche Bewertung dieses "Rechtsstaates"! Die BRD hat auf Mord erkannt und auch das Urteil der DDR an sich wurde ja nicht als falsch bewertet, denn an der Verurteilung wegen Mordes gab es ja keinen Anstoß. Unrecht war diese ja lt. BRD Gerichten nur, da die Umstände die zur Ergreifung des Beschuldigten angeblich nicht rechtens waren. Ich hoffe ja dann nur dass es keine Verurteilungen wegen Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit den, auch nach BRD Recht, illegal erlangten Steuer CD's gibt. Komisch nur das der "Rechtsstaat" BRD hier dann kein Beweisverwertungsverbot sieht und die dahingehende Verfassungsbeschwerde 2010 erst gar nicht zu Entscheidung annahm. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen, darf ich die Entscheidung in Bezug auf J. dann also als Siegerjustiz ansehen? Besser kann dieser Staat sich doch gar nicht selbst demaskieren!

Die Entschädigung für J. ist definitiv nicht für wegen dem toten AGT gelaufen?

Na das kann man ja nun sehen wie man will! Das rot Geschriebene, mit den Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu Gunsten der DDR, darunter versteht man ja schon eine billige Verpflichtungserklärung zur inoffiziellen Zusammenarbeit ohne jemals auch nur einen Bericht abgeliefert zu haben, die einer Entschädigung entgegenstehen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Mord, der ja nicht zu ihren Gunsten war, die einer Entschädigung durch die BRD nicht im Wege stehen, spricht ja da eine recht deutliche Sprache.

37.119,00 € Entschädigung für eine Verurteilung wegen Mordes, ja da lob ich mir den Rechtsstaat!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 22.05.2012 20:26 | nach oben springen

#22

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 22.05.2012 20:43
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Feliks D.
(...

Nun ja ich halte mich da mal an die rechtliche Bewertung dieses "Rechtsstaates"! Die BRD hat auf Mord erkannt und auch das Urteil der DDR an sich wurde ja nicht als falsch bewertet, denn an der Verurteilung wegen Mordes gab es ja keinen Anstoß. Unrecht war diese ja lt. BRD Gerichten nur, da die Umstände die zur Ergreifung des Beschuldigten angeblich nicht rechtens waren.(...)



http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&e...8cLbYF5N4NEGgBQ
Seite 4578:
Damals sah es die Bundesregierung genau gleich wie die DDR. Vermutlich hat man die Meinung später geändert (oder auch nicht)..
Theo


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#23

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 22.05.2012 22:55
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von passport
von Eisenringtheo

Art. 16. Nur Rechtsverstösse in Zusammenhang mit dem Transit fallen unter diese Bestimmungen. Der Mord war aber früher. Sofern die Verhaftung nur aufgrund dieser Bestimmung erfolgt ist, wäre es ein Verstoss gegen das Transitabkommen. Es ist aber wohl klar, dass der Beschuldigte aufgrund eines Abwesenheitsurteils einer DDR Strafkammer zur Verhaftung ausgeschrieben war.
Theo


Hier dazu ein interessanter Zeitungsartikel :

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40350786.html

Die Festnahme auf der Güst Marienborn / A. erfogte durch die PKE rechtmässig. Es war kein Verstoß gegen den Artikel 16 des Transitabkommens. Die Transitstrecken waren keine Korridore oder Tunneldurchfahrten. Hier galten die Gesetze der DDR.
Mord verjährt nicht, auch nicht in der BRD.

passport




Art. 16 des Transitabkommens.
http://www.ddr-geschichte.de/Politik/Sou...sitabkommen.php

Im Fall von J. kam dieser nicht zum tragen.
Es gab für solche Fälle unter die auch J. einzustufen wäre eine gesonderte Regelung.


...wegen früher begangener, nach dem Recht der DDR strafbarer Handlungen kann niemand von der Benutzung der Transitwege ausgeschlossen, durhsucht oder festgenommen werden.

Personen...
...die Straftaten gegen das Leben, keine vorsätzlichen Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit des Menschen und keine schweren Straftaten gegen Eigentum und Vermögen begangen haben.

Regelung:
Gegenüber Personen, die Straftaten der genannten Art nach dem Gesetz der DDR begangen haben, behält sich die DDR das Recht der Zurückweisung von der Benutzung der Transitwege vor.

Es gab keine Regelung die eine Zugriff der DDR-Behörden vorsah.


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#24

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 01.11.2012 22:01
von Spieß-Enkelin (gelöscht)
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Es gibt Leute die Manfred Weiss sehr gut kannten!
Dazu gehört meine Familie und wir haben heute noch Kontakt zu seiner Schwester.
Mein Opa war sein Gruppenführer und hat nach dem Mord die Einschusslöcher in dem Baum immer wieder ausgepuhlt um sie zu erhalten.
Desweiteren wurde eine kleine Gedenkstätte dort errichtet und mein Opa benannte die Kompanie in Schwickershausen nach dem Soldaten Weiss.
Der einzige der noch genau weiß was in dieser Nacht passierte ist der Mörder!


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#25

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 01.11.2012 23:01
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Spieß-Enkelin im Beitrag #24
Es gibt Leute die Manfred Weiss sehr gut kannten!
Dazu gehört meine Familie und wir haben heute noch Kontakt zu seiner Schwester.
Mein Opa war sein Gruppenführer und hat nach dem Mord die Einschusslöcher in dem Baum immer wieder ausgepuhlt um sie zu erhalten.
Desweiteren wurde eine kleine Gedenkstätte dort errichtet und mein Opa benannte die Kompanie in Schwickershausen nach dem Soldaten Weiss.
Der einzige der noch genau weiß was in dieser Nacht passierte ist der Mörder!



So welche Einschüsse sind denn da gemeint?

Insgesamt wurden 4 Schüsse aus der Waffe des J. abgegeben, alle 4 Schüsse trafen den Gefr. Weiß.
Die Waffe des Gefr. W. wurden auf Bundesgebiet aufgefunden.


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#26

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 09:39
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Wir hatten mal gelernt, daß ein Geschoss der AK 47 aus kurzer Entfernung senkrecht auftreffend durch 70 cm Fichte durchmacht. Da ist so ein menschlicher Oberkörper garnichts dagegen und wenn dahinter ein Baum steht, stecken die Geschosse sicher heute noch drin.



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#27

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 11:17
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #26
Wir hatten mal gelernt, daß ein Geschoss der AK 47 aus kurzer Entfernung senkrecht auftreffend durch 70 cm Fichte durchmacht. Da ist so ein menschlicher Oberkörper garnichts dagegen und wenn dahinter ein Baum steht, stecken die Geschosse sicher heute noch drin.



Die Waffe war keine AK.


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#28

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 11:33
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Tja Dore Holm,jetzt musst Du Thunderhorse fragen was es denn für eine Waffe war


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#29

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 11:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #27
Die Waffe war keine AK.

Vollmantel-Stahlkern wars aber schon, mit dem diese feige Fahnenflucht in Tateinheit mit einem Mord begangen wurde?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#30

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 11:57
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #28
Tja Dore Holm,jetzt musst Du Thunderhorse fragen was es denn für eine Waffe war



TJA, Pit 59 und wer a bisserl a Ahnung hat oder a Hirn, kommt ohne Nachfragen drauf.

Tipp für Dich, das Teil hatte ein rundes Mag, jedoch nicht der Plattenspieler.


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#31

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 12:01
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #29
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #27
Die Waffe war keine AK.

Vollmantel-Stahlkern wars aber schon, mit dem diese feige Fahnenflucht in Tateinheit mit einem Mord begangen wurde?



Obs Mord war?

Selbst die U-Kommission konnte ein Fahrlässiges Verhalten des J. nicht ausschließen!!

Und zur Munition:
http://de.wikipedia.org/wiki/7,62_x_25_mm_TT

Ohne Anmeldung, damit haste es leichter.


P.S.: Pit 59 nu isses aber oifach.


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zuletzt bearbeitet 02.11.2012 12:02 | nach oben springen

#32

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 12:13
von 94 | 10.792 Beiträge

Na wie sollte man die Tötung eines anderen Menschen um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken denn sonst nennen? Interessant übrigens, wie unterschiedlich die Knasterfahrungen des Mörders ausfielen.

Im Westen, so erinnert er sich, sei der Knast ein schmutziger "Saustall" gewesen. In Rummelsburg hingegen litt der Insasse mehr unter seelischem Druck. "Die Stasi wollte mich anwerben, dann würde ich früher rauskommen. Aber das habe ich abgelehnt."
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 17. Oktober 2002 (klick)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#33

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 12:32
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #32
Na wie sollte man die Tötung eines anderen Menschen um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken denn sonst nennen? Interessant übrigens, wie unterschiedlich die Knasterfahrungen des Mörders ausfielen.





Wäre zu klären, ob J. bis zu dem Vorfall überhaupt die Absicht hatte Fahnenflucht zu begehen!!

P.S.: Vorkomnisse mit dem Waffentyp waren zu jener Zeit keine Seltenheit. So als allgemeine Anmerkung.


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zuletzt bearbeitet 02.11.2012 12:34 | nach oben springen

#34

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 12:49
von Spieß-Enkelin (gelöscht)
avatar

Thunderhorse du tust ja gerade so, als wärst du live dabei gewesen.
wie schon gesagt, der einzige der noch weiß was wirklichpassierte ist der Mörder.


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#35

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 12:57
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Spieß-Enkelin im Beitrag #34
Thunderhorse du tust ja gerade so, als wärst du live dabei gewesen.
wie schon gesagt, der einzige der noch weiß was wirklichpassierte ist der Mörder.


Auch wenn die DDR-Organe auf die damals schnell einsetzende Welle der Mordversion ( in der GK und den Nachbarkompanienen) aufgesprungen sind.
War wohl die einfachere Variante.

Der Täter!

Jedoch nicht zu vergessen, es gab eine Tatortarbeit.
Und da gab es bereits erhebliche Zweifel ob es sich um Vorsatz handeln könnte.

Und Legenden sind schnell geschrieben.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 02.11.2012 12:57 | nach oben springen

#36

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 13:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #35
Und da gab es bereits erhebliche Zweifel ob es sich um Vorsatz handeln könnte.

Die sicher auch angebracht waren, nur ist der Vorsatz nicht mal bedingt notwendig, um als Mörder qualifiziert zu werden. Sollte Dir, lieber Donnergaul bei Deiner Vorbildung, eigentlich bekannt sein. Hier mal das letztinstanzliche Urteil zu diesem Fall ...

BVerwG 3 C 7.02 vom 24.10.2002


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#37

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 14:14
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #36
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #35
Und da gab es bereits erhebliche Zweifel ob es sich um Vorsatz handeln könnte.

Die sicher auch angebracht waren, nur ist der Vorsatz nicht mal bedingt notwendig, um als Mörder qualifiziert zu werden. Sollte Dir, lieber Donnergaul bei Deiner Vorbildung, eigentlich bekannt sein. Hier mal das letztinstanzliche Urteil zu diesem Fall ...

BVerwG 3 C 7.02 vom 24.10.2002



Meine Aussage bezieht sich auf die DDR-Organe die die Untersuchungen durchführten.

Schön wenn Du hier die Schadensersatzforderungen einstellst.
Das Gericht hat in diesem Zusammenhang das damalige Urteil (1962) nicht neu geprüft (mußte es auch nicht) und das Gericht in SW hat zur damaligen Zeit nach dem im Westen bekannten bzw. auf Grund der Aussagen des Täters (seine Aussagen waren wiederholt widersprüchlich), von Gutachten etc. geurteilt.

Und die Ermittlungsergebnisse der DDR-Organe lagen nicht im entsprechenden Umfang vor.
Wimre mußten die sich in 1979 nochmal kräftig anstrengen bevor es zur Verhandlung kam.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#38

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 14:15
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #36

Die sicher auch angebracht waren, nur ist der Vorsatz nicht mal bedingt notwendig, um als Mörder qualifiziert zu werden. Sollte Dir, lieber Donnergaul bei Deiner Vorbildung, eigentlich bekannt sein. Hier mal das letztinstanzliche Urteil zu diesem Fall ...

BVerwG 3 C 7.02 vom 24.10.2002


Totschlag, vorsätzliche Tötung und Mord sind alles sogenannte "Vorsatzdelikte". Hat der Täter nicht den Vorsatz, den Tod seines Opfers herbeizuführen (wenn auch nur bedingt - als sog. Eventualvorsatz), so wird er wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Theo


zuletzt bearbeitet 02.11.2012 14:16 | nach oben springen

#39

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 14:20
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

http://books.google.de/books?id=_svXIKvL...einfurt&f=false

Ich hoffe die Seite wird angeziegt, ansonsten wirds die 13 schon richten.
Na funzt wohl.

Es geht um den Vorsatz oder ein versehentlicher Schusswaffengebrauch des J..


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 02.11.2012 14:21 | nach oben springen

#40

RE: Manfred Weiss

in Grenztruppen der DDR 02.11.2012 14:25
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hab mir mal die Mühe gemacht, alles durchzulesen, auch die Links ect. .

Ich war nicht dabei, falls diese Feststellung oder Frage wieder aufkommt.

Aus meiner Sicht, nach meinem Rechtsverständnis ist es höchst bedenklich, wenn hier eine derart horrente Haftentschädigung gezahlt wurde.

Warum?

1. Der Herr J. war freiwillig dienender bei den dam. GT der DDR. Eigenartig!
2. Als Fluchtgrund schlechte Verpflegung und eintönigen Dienst anzugeben, naja, Naivität ist ja ganz schön, aber Naivität ist nicht strafbar.
3. Das Ermittlungsergebnis auch der DDR- Untersuchungsorgane, das es sich ggfls. um fahrlässigen Schusswaffengebrauch gehandelt hat, spricht im Zweifelsfall für den Angeklagten. Komisch ist nur, das und warum die Waffe des Opfers auf bundesdeutsches Gebiet gelangte.
4. Interessant ist jedoch die Verurteilung durch das bundesdeutsche Gericht in Schweinfurt, was in seinem Urteil auch auf Mord plädierte.
5. Strafmaß nach Jugendstrafrecht der BRD wurde fast ausgeschöpft. Bei Verurteilungsmerkmal Mord Jugendstrafrecht anzuwenden, heute wie damals m. Ea. moralisch bedenklich.
6. Wie extrem Naiv muß ein Mensch sein, nach Fahnenflucht mit Schusswaffengebrauch, dazu noch ein tödlich getroffenes Opfer(Kamerad), unter den damaligen Umständen auf dem Landwege in die DDR einzureisen, auch wenn es nur für den Zweck desTransitverkehrs war und deutliche Warnhinweise Seitens der Bundesregierung vorhanden waren.
7. Was an beiden Urteilen bedenklich ist, das man den Geisteszustand des Herrn J. anscheinend nicht geprüft hat und ihn wegen verminderter Schuldfähigkeit in den Maßregelvollzug eingewiesen hat. Denn es hat ein Mensch wegen ihm sein junges Leben verloren.
8. Denn so dämlich- naiv kann doch ein Mensch kaum sein, aber anscheinend doch extrem dreist und unverschämt.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.11.2012 14:28 | nach oben springen



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