#41

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 00:23
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert

Zitat von Feliks D.
Etwas zwiespältig, meine Empfindung. Gut ist dass die CDU abgewatscht wurde, schlecht das Die Linke raus ist und erschreckend dass die FDP es nicht ist.

Was die Abwahl von Die Linke angeht hatte meine Meinung ja gerade aktuell bei der letzten Wahl gesagt. Wenn eine linke Partei es inmitten einer Gesellschaft wie unserer aktuellen, in der Leiharbeit, Lohndumping, sowie Finanz- und Schuldenkrise die größten Themen sind, nicht schafft die Menschen für eine entsprechende linke bzw. sozialistische Politik zu gewinnen, ja dann hat sie es wohl nicht anders verdient.

Sie muss sich durch innere Säuberung von porschefahrenden oder villenbesitzenden Vorsitzenden sowie anderen negativen Kräften trennen und sich, durch Zentralisation aller linken Kräfte/Parteien und Konzentration auf ihre Kernthemen, neu erfinden und dann aggressiv ihre Ziele verfolgen und durchsetzen. Nur so kann es gelingen demokratisch die Macht und Gestaltungsmöglichkeit in Deutschland zu erringen.




Feliks, da hast du meine volle Zustimmung






...meine auch!

Ich sehe jedoch die Demokratie in Deutschland weiter in großer Gefahr, eben durch dieses Porsche- fahrende und nicht nur eine Villa besitzendes Klientel der s. g. "Berufspolitiker". Berufspolitiker = Menschen mit fast vollständig verlorenem Realitätssinn - so meine Interpretation dieses Begriffes, dieses Wortes.

Und wenn erst "Die Piraten" gemerkt haben, wie schön es sich in den eigens durch Berufspolitik geschaffenen und ständig perfektionierten Selbstversorgungssystemen lebt, dann können sie sich mit den Linken und Grünen vereinigen und gemeinsam Loblieder auf die ach so schöne Demokratie singen...!

Und die FDP hat es ja wieder deutlich geschaftt, deutlich mit Wählerstimnmen...? Nein, mit gekonnter Verdummung ihrer Wähler!

Für mich gehört diese Partei genauso auf den Müllplatz der Geschichte wie einst die SED... und


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 14.05.2012 00:24 | nach oben springen

#42

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 01:17
von S51 | 3.733 Beiträge

Für mich ist die CDU nicht deshalb so abgerutscht weil sie schlecht war oder ist sondern weil ihr Chefsesselaspirant in einem Moment mentaler Schwäche eine Winzigkeit zu ehrlich war ("... sollte ich Ministerpräsident sein aber bedauerlicherweise muss der Wähler noch..." sinngemäß in einer Talkshow).
Ein Problem, welches schon mal jemand aus dieser Partei aber in einem anderen Amt vor einiger Zeit zu einem anderen Sachverhalt ebenfalls mal hatte.
So direkt mag der Bürger nicht gesagt bekommen, was unsere Führungseliten von ihm halten. Das er eigentlich bloß stört. Da gibt es schon mal die einzige Art von Watschen, die man als Bürger "denen da" austeilen kann.
Die SPD hat sich mit ihrer Taktiererei der letzten Monate als durchaus regierungsfähig erwiesen. Jedenfalls, wenn man öffentliches Intrigieren als sinnvolle Politik empfindet. Wobei es mangels anderer Formen von erkennbarer Politik vielleicht nur eben die einzige größere Alternative war. Obwohl dies eher nach Hamburg zu passen schien.
Die FDP hat sich zumindest als jemand empfohlen, der bei seiner Meinung blieb. Egal, wie gut man die fand. Da weiß man was man hat. Nicht immer gut aber stabil. Als so eine Art Klippe in der Strömung die einem selbst dann noch heimelig vorkommt wenn man daran zu zerschellen droht.
Die Piraten sind im Moment noch eine Modepartei die man wählt wenn man ansonsten weder nicht wählen noch jemanden wählen will. In der Hoffnung, dass die wenigstens nicht noch schlimmer sind als jene, die man sonst zur Auswahl hat.
Die Linken leben zur Zeit zu ausgiebig die uralten Traditionen der Linken in Sachen gegenseitiger Ausstecherei und Anschwärzerei. Da gibt es noch eine Tradition, hoffen wir mal, die kommt nicht auch noch. Die einzig dort überall erkennbare Linie ist jene, für die Bürger alles immer noch einen Zahn teurer machen zu wollen als dies die Sozis sowieso schon drauf haben. Und ansonsten jeden runterzumachen, der eine andere Meinung hat wobei diese eine, maßgebende Meinung schon mal variieren kann.
Sowas schreckt ab, weiß der Bürger doch nie, ob er seine Fahne bei Bedarf dann schnell genug drehen kann.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#43

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 07:15
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von simi73

Zitat von Feliks D.
Sie muss sich durch innere Säuberung von porschefahrenden oder villenbesitzenden Vorsitzenden sowie anderen negativen Kräften trennen und sich, durch Zentralisation aller linken Kräfte/Parteien und Konzentration auf ihre Kernthemen, neu erfinden und dann aggressiv ihre Ziele verfolgen und durchsetzen. Nur so kann es gelingen demokratisch die Macht und Gestaltungsmöglichkeit in Deutschland zu erringen.



Wer Porsche fährt und Wohneigentum besitzt kann keine soziale Verantwortung übernehmen? Muss der Vorstand der Linken aus Hartz IV Empfängern bestehen um glaubwürdig zu sein?. Ich bin mit der Arbeit der Linken derzeit überhaupt nicht zufrieden, aber das liegt nicht an den Besitztümern der Vorstandsmitglieder. Ich glaube nicht, das der Vorstand sich die Reichtümer mit Parteiarbeit verdient hat, sondern eher mit anderen Tätigkeiten.




Möglicherweise haben die Linken ja auch verloren, weil man ihnen die angestammten Themen abgejagt hat, so gesehen sind die ehemaligen Volksparteien ja eher die Piraten.
Nur zur Erinnerung, die Linken haben mit O. Lafontaine die Finanzterroristen bereits 2007 als echte Gefahr erkannt, sie haben die Niedriglohnkultur in Deutschland in einer viel früheren Phase als alle anderen auf das Schärfste kritisiert und Mindestlöhne gefordert, sie haben lange vor dem ausgebrannten Wohnwagen (dem vorläufigem Ende einer Terrorzelle) auf Gefahren von rechts hingewiesen und sich wie niemand sonst gegen Auslandseinsätze deutscher Soldaten gewehrt.
All diese Themen wurden nach und nach von der trägen Politikermasse gekapert und im Übrigen recht schlecht verwertet ganz im Sinne einer Placebo- Strategie, die niemanden nützt.
Nur mal als Beispiel möchte ich dabei die angeblichen Spitzengehälter deutscher Facharbeiter nennen, wonach diverse Autohersteller ein paar tausend Euro Prämie zahlen wegen guter Geschäftsergebnisse, Prämien, die 5 Leiharbeiter pro Stammbelegschaftsarbeiter erwirtschaften, die natürlich nicht weiter erwähnt werden.
Wie weltfremd beispielsweise eine s.-anhaltinische Wirtschaftsministerin B. Wolf (CDU) im Schlußlichkreis ihres Bundeslandes auftritt, als sie meinte, daß man hier analysieren sollte, warum wenige Firmen sehr erfolgreich sind, um es auf andere Firmen zu übertragen aber andererseits die Niedriglöhne ebenfalls als Problem gelöst werden müssen.
Daß genau die Firmen mit den Niedriglöhnen an besten platziert sind, hat man ihr wohl nicht gesagt...

Warum die Linken im Moment so schwach sind, liegt an der Mut- und Ideenlosigkeit und vor allem am Fehlversuch, eine gesamtdeutsche Kompetenz zu kommunizieren.
Die Linke wird nur Erfolg haben, wenn sie sich endlich allein zum abgekoppelten Osten bekennt, sie wird nur als Regionalpartei den nicht mehr ganz so neuen, aber nach wie vor armen Ländern nützlich sein.
So wie die Regionalpartei CSU einst auf Kosten der Alt- BRD Bayern zu einer Wirtschaftsmacht formen konnte, so wird die Linke nur mit dem eindeutigen Bekenntnis zum ostdeutschen Protektionismus es schaffen, daß nicht auch 2050 noch von den 500 größten deutschen Unternehmen nur sieben im Osten (außer Berlin) ansässig sind.
Wenn es die ostdeutschen CDU-/ SPD- und FDP- Eliten nicht schaffen, diese Unwuchtrepublik mit einer derartig ungleichmäßig strukturierten Wirtschaft zum Nachteil des Ostens homogener zu formen (ich nenne nur mal Haseloffs Einsatz bei der Solarförderung...mit Blick auf Q- Cells Bitterfeld, der sehr lobenswert und wohl auch erfolgreich war...), so wird die Linke zumindest im Osten eine Macht bleiben.
Ob das gut oder schlecht wäre, das läßt sich im Moment noch nicht sagen, da es noch Unwägbarkeiten zu deren Positionierung zu den Sozialgeldempfängern gibt, doch das würde jetzt den Rahmen sprengen.



zuletzt bearbeitet 14.05.2012 07:20 | nach oben springen

#44

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 08:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39
.

Warum die Linken im Moment so schwach sind, liegt an der Mut- und Ideenlosigkeit und vor allem am Fehlversuch, eine gesamtdeutsche Kompetenz zu kommunizieren.
Die Linke wird nur Erfolg haben, wenn sie sich endlich allein zum abgekoppelten Osten bekennt, sie wird nur als Regionalpartei den nicht mehr ganz so neuen, aber nach wie vor armen Ländern nützlich sein.
So wie die Regionalpartei CSU einst auf Kosten der Alt- BRD Bayern zu einer Wirtschaftsmacht formen konnte, so wird die Linke nur mit dem eindeutigen Bekenntnis zum ostdeutschen Protektionismus es schaffen, daß nicht auch 2050 noch von den 500 größten deutschen Unternehmen nur sieben im Osten (außer Berlin) ansässig sind.
Wenn es die ostdeutschen CDU-/ SPD- und FDP- Eliten nicht schaffen, diese Unwuchtrepublik mit einer derartig ungleichmäßig strukturierten Wirtschaft zum Nachteil des Ostens homogener zu formen (ich nenne nur mal Haseloffs Einsatz bei der Solarförderung...mit Blick auf Q- Cells Bitterfeld, der sehr lobenswert und wohl auch erfolgreich war...), so wird die Linke zumindest im Osten eine Macht bleiben.
Ob das gut oder schlecht wäre, das läßt sich im Moment noch nicht sagen, da es noch Unwägbarkeiten zu deren Positionierung zu den Sozialgeldempfängern gibt, doch das würde jetzt den Rahmen sprengen.



Die Frage ist welche Alternativen die Linken, oder besser Neokommunisten, den Menschen tatsächlich aufzeigen können.
Auch das Umhängen eines demokratischen Mäntelchens wird nicht verbergen können das am Ende immer restrektive und diktatorische Strukturen als Mittel zur Durchsetzung einseitiger ideologischer Ziele übrig bleiben werden.
Ob die Menschen das in letzter Konsequenz tatsächlich möchten ist mehr als fraglich.
Am Anfang des letzten Jahrhunderts war der Kommunismus eine reale Chance gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse für viele zu verbessern, real mündete dieser Versuch eine bessere Welt zu erschaffen in einem gigantischen Terror mit Millionen von Opfern.
Der moderne und denkende Mensch ist wissend und hat aus der Geschichte gelernt, bleibt zu hoffen das kommende Generationen nicht allzuschnell vergessen.


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#45

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 08:51
von damals wars | 12.218 Beiträge

Oh Gott, das fährt einer einen 20 Jahre alten Porsche und schon wird eine Neiddebatte aufgemacht.

Links zu sein hat nichts mit Armut zu tun. Aber mit Solidarität.
Im Sachsen- Anhalt ist gerade eine Genossin aus der Partei ausgetreten, weil sie "gezwungen war", die Diätenerhöhungen der letzten Jahr in den Solidarfont der Landtagsfraktion einzuzahlen.
Soviel Diktatur war ihr einfach zu viel.
Sie wechselte zur CDU Fraktion.
Da "darf" sie das ganze Geld behalten.
Und bekommt sogar noch einen dotierten Posten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 14.05.2012 08:52 | nach oben springen

#46

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 09:24
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39
.

Warum die Linken im Moment so schwach sind, liegt an der Mut- und Ideenlosigkeit und vor allem am Fehlversuch, eine gesamtdeutsche Kompetenz zu kommunizieren.
Die Linke wird nur Erfolg haben, wenn sie sich endlich allein zum abgekoppelten Osten bekennt, sie wird nur als Regionalpartei den nicht mehr ganz so neuen, aber nach wie vor armen Ländern nützlich sein.
So wie die Regionalpartei CSU einst auf Kosten der Alt- BRD Bayern zu einer Wirtschaftsmacht formen konnte, so wird die Linke nur mit dem eindeutigen Bekenntnis zum ostdeutschen Protektionismus es schaffen, daß nicht auch 2050 noch von den 500 größten deutschen Unternehmen nur sieben im Osten (außer Berlin) ansässig sind.
Wenn es die ostdeutschen CDU-/ SPD- und FDP- Eliten nicht schaffen, diese Unwuchtrepublik mit einer derartig ungleichmäßig strukturierten Wirtschaft zum Nachteil des Ostens homogener zu formen (ich nenne nur mal Haseloffs Einsatz bei der Solarförderung...mit Blick auf Q- Cells Bitterfeld, der sehr lobenswert und wohl auch erfolgreich war...), so wird die Linke zumindest im Osten eine Macht bleiben.
Ob das gut oder schlecht wäre, das läßt sich im Moment noch nicht sagen, da es noch Unwägbarkeiten zu deren Positionierung zu den Sozialgeldempfängern gibt, doch das würde jetzt den Rahmen sprengen.



Die Frage ist welche Alternativen die Linken, oder besser Neokommunisten, den Menschen tatsächlich aufzeigen können.
Auch das Umhängen eines demokratischen Mäntelchens wird nicht verbergen können das am Ende immer restrektive und diktatorische Strukturen als Mittel zur Durchsetzung einseitiger ideologischer Ziele übrig bleiben werden.
Ob die Menschen das in letzter Konsequenz tatsächlich möchten ist mehr als fraglich.
Am Anfang des letzten Jahrhunderts war der Kommunismus eine reale Chance gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse für viele zu verbessern, real mündete dieser Versuch eine bessere Welt zu erschaffen in einem gigantischen Terror mit Millionen von Opfern.
Der moderne und denkende Mensch ist wissend und hat aus der Geschichte gelernt, bleibt zu hoffen das kommende Generationen nicht allzuschnell vergessen.





Die Linken sind für mich eine Pflichtversicherung gegen den Feudalismus, eine Drohkulisse, die sich gegen alle richtet, die im großen Stile auf Kosten von Millionen Arbeitnehmern wildern wollen.
Eine nachgelagerte Kompetenz im Großen haben sie erst mal noch nicht bewiesen, da sie immer noch als Schmuddelkinder da stehen und kaum echte Fachleute anzuziehen vermögen, wenngleich sie in den Kommunen doch alternativlos gute Sachpolitik betreiben.
Ich sehe die Partei wie einen Ersthelfer, der den Herzinfarkt erst mal diagnostiziert hat, aber nicht so recht weiß, wie er helfen soll.
Das reicht eben nicht, ist aber immer noch besser als gar nichts.
Sie brauchen eine Chance zum Ausbau ihrer Kompetenzen und müssen trotz ihrer Vergangenheit weg vom Pranger.
Die jungen Nachrücker besonders aus dem Osten brauchen Partner, von denen sie ernst genommen werden und keine Parteibonzen, die nur repräsentieren und sich in den Scheinwerfern der Talkshowstudios selbst vermarkten.



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#47

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 10:36
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Einiges wurde bei der Wahl in NRW wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Ich sage bewusst einiges, längst nicht alles.
In NRW, von dem das Ruhrgebiet ein bedeutender Bestandteil ist, würde eine CDU-Regierung anmuten, wie eine Fremdherrschaft,
ähnlich absurd, wie eine Regierung geführt von der Linkspartei im stockkonservativen Bayern.
Doch die Zeiten von Johannes Rau liegen weit zurück im land an Rhein und Ruhr. Damals waren Regierungen der SPD mit absoluter Mehrheit nicht selten. Auch das Gift des Neoliberalismus, welches fast alle Parteien befallen hat, auch die Arbeiterpartei SPD, wirkt nach wie vor. Um so verwunderlicher, dass der Verfechter dieses Neoliberalismus, die FDP, eine Wiederauferstehung zu erfahren scheint.
Gibt es tatsächlich so viele, die zurück zum Kapitalismus pur wollen (dessen erste Auswirkungen mit der Wirtschaftskrise zu spüren waren) ? Würden sie die auch die Sklaverei wieder einführen wollen?
Auch bemerkenswert die schwächelnde Linkspartei. Ist hier die Propaganda noch wirkungsvoll, die dieser Partei ihre Vergangenheit vorwirft? Sind es innerparteiliche Streitereien? Oder zieht es die Wähler, die die Linken einst als Ersatz-SPD begriffen zurück zum Original?
Fragen über Fragen, die leider nur der Wähler beantworten kann, um hier einmal einen Spitzenkandidaten zu zitieren, der für dieses
"Demokratieverständnis" die Quittung bekam.
Weiterhin den Kopf schütteln kann man nur über die Nichtwähler. Die Gründe mögen vielfältig sein, ob bewusste Verweigerung, Faulheit,
Ignoranz oder einfach nur Ineressenlsoigkeit. "Wir ändern eh nichts", so das meist gehörte Argument. Genau, Nichtwähler ändern nichts. erst recht nicht durch Schimpfen und Jammern am Stammtisch. Dass es aber Alternativen gibt, zeigen doch die Piraten, die zumindest in der Lage sind, ein eingefahrenes System ins Wanken zu bringen.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#48

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 11:40
von Wolle76 (gelöscht)
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Die Wähler laufen zu den Piraten über.

In NRW hat man es genauso gesehen wie in S-H: Die Dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.

Kraft hat ja wohl die besten sozialen Wohltaten versprochen ohne den leuten zu erklären woher das Geld kommen soll.


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#49

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 14:21
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Diese starken Schwankungen bei wählerschwachen Parteien erklären sich vielleicht auch mit der 5 Prozent Klausel. Viele Wähler wollen ihre Stimmen nicht vergeuden und wählen solche Parteien nur, wenn sie überzeugt sind, dass die Hürde auch genommen wird. Gerade bei der FDP habe ich manchmal diesen Eindruck und bei der Linkspartei könnte es ähnlich sein.
Theo


zuletzt bearbeitet 14.05.2012 14:26 | nach oben springen

#50

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 18:50
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Etwas zwiespältig, meine Empfindung. Gut ist dass die CDU abgewatscht wurde, schlecht das Die Linke raus ist und erschreckend dass die FDP es nicht ist.

Was die Abwahl von Die Linke angeht hatte meine Meinung ja gerade aktuell bei der letzten Wahl gesagt. Wenn eine linke Partei es inmitten einer Gesellschaft wie unserer aktuellen, in der Leiharbeit, Lohndumping, sowie Finanz- und Schuldenkrise die größten Themen sind, nicht schafft die Menschen für eine entsprechende linke bzw. sozialistische Politik zu gewinnen, ja dann hat sie es wohl nicht anders verdient.

Sie muss sich durch innere Säuberung von porschefahrenden oder villenbesitzenden Vorsitzenden sowie anderen negativen Kräften trennen und sich, durch Zentralisation aller linken Kräfte/Parteien und Konzentration auf ihre Kernthemen, neu erfinden und dann aggressiv ihre Ziele verfolgen und durchsetzen. Nur so kann es gelingen demokratisch die Macht und Gestaltungsmöglichkeit in Deutschland zu erringen.


Ich habe ja fleissig gezählt...nach 18:00. Für die linken hatten wir 8 Stimmen..von über 700 möglichen. Das ist nichts...jedenfalls bei uns im Wahlkreis.



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#51

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 14.05.2012 23:20
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Hackel39

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39
.

Warum die Linken im Moment so schwach sind, liegt an der Mut- und Ideenlosigkeit und vor allem am Fehlversuch, eine gesamtdeutsche Kompetenz zu kommunizieren.
Die Linke wird nur Erfolg haben, wenn sie sich endlich allein zum abgekoppelten Osten bekennt, sie wird nur als Regionalpartei den nicht mehr ganz so neuen, aber nach wie vor armen Ländern nützlich sein.
So wie die Regionalpartei CSU einst auf Kosten der Alt- BRD Bayern zu einer Wirtschaftsmacht formen konnte, so wird die Linke nur mit dem eindeutigen Bekenntnis zum ostdeutschen Protektionismus es schaffen, daß nicht auch 2050 noch von den 500 größten deutschen Unternehmen nur sieben im Osten (außer Berlin) ansässig sind.
Wenn es die ostdeutschen CDU-/ SPD- und FDP- Eliten nicht schaffen, diese Unwuchtrepublik mit einer derartig ungleichmäßig strukturierten Wirtschaft zum Nachteil des Ostens homogener zu formen (ich nenne nur mal Haseloffs Einsatz bei der Solarförderung...mit Blick auf Q- Cells Bitterfeld, der sehr lobenswert und wohl auch erfolgreich war...), so wird die Linke zumindest im Osten eine Macht bleiben.
Ob das gut oder schlecht wäre, das läßt sich im Moment noch nicht sagen, da es noch Unwägbarkeiten zu deren Positionierung zu den Sozialgeldempfängern gibt, doch das würde jetzt den Rahmen sprengen.



Die Frage ist welche Alternativen die Linken, oder besser Neokommunisten, den Menschen tatsächlich aufzeigen können.
Auch das Umhängen eines demokratischen Mäntelchens wird nicht verbergen können das am Ende immer restrektive und diktatorische Strukturen als Mittel zur Durchsetzung einseitiger ideologischer Ziele übrig bleiben werden.
Ob die Menschen das in letzter Konsequenz tatsächlich möchten ist mehr als fraglich.
Am Anfang des letzten Jahrhunderts war der Kommunismus eine reale Chance gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse für viele zu verbessern, real mündete dieser Versuch eine bessere Welt zu erschaffen in einem gigantischen Terror mit Millionen von Opfern.
Der moderne und denkende Mensch ist wissend und hat aus der Geschichte gelernt, bleibt zu hoffen das kommende Generationen nicht allzuschnell vergessen.





Die Linken sind für mich eine Pflichtversicherung gegen den Feudalismus, eine Drohkulisse, die sich gegen alle richtet, die im großen Stile auf Kosten von Millionen Arbeitnehmern wildern wollen.Eine nachgelagerte Kompetenz im Großen haben sie erst mal noch nicht bewiesen, da sie immer noch als Schmuddelkinder da stehen und kaum echte Fachleute anzuziehen vermögen, wenngleich sie in den Kommunen doch alternativlos gute Sachpolitik betreiben.
Ich sehe die Partei wie einen Ersthelfer, der den Herzinfarkt erst mal diagnostiziert hat, aber nicht so recht weiß, wie er helfen soll.
Das reicht eben nicht, ist aber immer noch besser als gar nichts.
Sie brauchen eine Chance zum Ausbau ihrer Kompetenzen und müssen trotz ihrer Vergangenheit weg vom Pranger.
Die jungen Nachrücker besonders aus dem Osten brauchen Partner, von denen sie ernst genommen werden und keine Parteibonzen, die nur repräsentieren und sich in den Scheinwerfern der Talkshowstudios selbst vermarkten.






Ooooh, @Hackel39..., Deine Worte in Gottes Ohr. Ob Du nun gläubig bist oder nicht....


Eine Pflichtversicherung, eine Drohkulisse, so wie Du es schreibst, für diese wohl ehrbaren Tugenden wird es frühestens erst dann wieder geben, wenn in der Politik, in allen momentan relevanten Partein wieder eine einigermaßen ehrliche Aufrichtigkeit einkehrt, nur dem Wähler verpflichtet zu sein! Aber ob wir Beide das alterstechnisch erleben werden???

Da nützt es auch nichts, wenn bei den LINKEN Diätenerhöhungen anteilmäßig(!) in die Parteikasse abgeführt werden müssen..., übrig bleibt anscheinend immer noch genug, viel zu viel..., um objektiv den Kontakt zur Realität, den des realen Lebens, den der real fortscheitenden Armut in einem reichen Land wie Deutschland zu verlieren.

Was einige (führende) Größen Deiner linken Lieblinge anscheinend auch nicht begriffen haben und sich in dem Selbstversorgersystem der deutschen Politik anscheinend doch ganz trefflich eingerichtet haben....

Schönen Gruß aus dem Harz (nicht aus Kassel!)

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 14.05.2012 23:22 | nach oben springen

#52

RE: Politik und der Wähler in NRW

in Themen vom Tage 15.05.2012 04:42
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von josy95

Zitat von Hackel39

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von Hackel39
.

Warum die Linken im Moment so schwach sind, liegt an der Mut- und Ideenlosigkeit und vor allem am Fehlversuch, eine gesamtdeutsche Kompetenz zu kommunizieren.
Die Linke wird nur Erfolg haben, wenn sie sich endlich allein zum abgekoppelten Osten bekennt, sie wird nur als Regionalpartei den nicht mehr ganz so neuen, aber nach wie vor armen Ländern nützlich sein.
So wie die Regionalpartei CSU einst auf Kosten der Alt- BRD Bayern zu einer Wirtschaftsmacht formen konnte, so wird die Linke nur mit dem eindeutigen Bekenntnis zum ostdeutschen Protektionismus es schaffen, daß nicht auch 2050 noch von den 500 größten deutschen Unternehmen nur sieben im Osten (außer Berlin) ansässig sind.
Wenn es die ostdeutschen CDU-/ SPD- und FDP- Eliten nicht schaffen, diese Unwuchtrepublik mit einer derartig ungleichmäßig strukturierten Wirtschaft zum Nachteil des Ostens homogener zu formen (ich nenne nur mal Haseloffs Einsatz bei der Solarförderung...mit Blick auf Q- Cells Bitterfeld, der sehr lobenswert und wohl auch erfolgreich war...), so wird die Linke zumindest im Osten eine Macht bleiben.
Ob das gut oder schlecht wäre, das läßt sich im Moment noch nicht sagen, da es noch Unwägbarkeiten zu deren Positionierung zu den Sozialgeldempfängern gibt, doch das würde jetzt den Rahmen sprengen.



Die Frage ist welche Alternativen die Linken, oder besser Neokommunisten, den Menschen tatsächlich aufzeigen können.
Auch das Umhängen eines demokratischen Mäntelchens wird nicht verbergen können das am Ende immer restrektive und diktatorische Strukturen als Mittel zur Durchsetzung einseitiger ideologischer Ziele übrig bleiben werden.
Ob die Menschen das in letzter Konsequenz tatsächlich möchten ist mehr als fraglich.
Am Anfang des letzten Jahrhunderts war der Kommunismus eine reale Chance gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse für viele zu verbessern, real mündete dieser Versuch eine bessere Welt zu erschaffen in einem gigantischen Terror mit Millionen von Opfern.
Der moderne und denkende Mensch ist wissend und hat aus der Geschichte gelernt, bleibt zu hoffen das kommende Generationen nicht allzuschnell vergessen.





Die Linken sind für mich eine Pflichtversicherung gegen den Feudalismus, eine Drohkulisse, die sich gegen alle richtet, die im großen Stile auf Kosten von Millionen Arbeitnehmern wildern wollen.Eine nachgelagerte Kompetenz im Großen haben sie erst mal noch nicht bewiesen, da sie immer noch als Schmuddelkinder da stehen und kaum echte Fachleute anzuziehen vermögen, wenngleich sie in den Kommunen doch alternativlos gute Sachpolitik betreiben.
Ich sehe die Partei wie einen Ersthelfer, der den Herzinfarkt erst mal diagnostiziert hat, aber nicht so recht weiß, wie er helfen soll.
Das reicht eben nicht, ist aber immer noch besser als gar nichts.
Sie brauchen eine Chance zum Ausbau ihrer Kompetenzen und müssen trotz ihrer Vergangenheit weg vom Pranger.
Die jungen Nachrücker besonders aus dem Osten brauchen Partner, von denen sie ernst genommen werden und keine Parteibonzen, die nur repräsentieren und sich in den Scheinwerfern der Talkshowstudios selbst vermarkten.






Ooooh, @Hackel39..., Deine Worte in Gottes Ohr. Ob Du nun gläubig bist oder nicht....


Eine Pflichtversicherung, eine Drohkulisse, so wie Du es schreibst, für diese wohl ehrbaren Tugenden wird es frühestens erst dann wieder geben, wenn in der Politik, in allen momentan relevanten Partein wieder eine einigermaßen ehrliche Aufrichtigkeit einkehrt, nur dem Wähler verpflichtet zu sein! Aber ob wir Beide das alterstechnisch erleben werden???

Da nützt es auch nichts, wenn bei den LINKEN Diätenerhöhungen anteilmäßig(!) in die Parteikasse abgeführt werden müssen..., übrig bleibt anscheinend immer noch genug, viel zu viel..., um objektiv den Kontakt zur Realität, den des realen Lebens, den der real fortscheitenden Armut in einem reichen Land wie Deutschland zu verlieren.

Was einige (führende) Größen Deiner linken Lieblinge anscheinend auch nicht begriffen haben und sich in dem Selbstversorgersystem der deutschen Politik anscheinend doch ganz trefflich eingerichtet haben....

Schönen Gruß aus dem Harz (nicht aus Kassel!)

josy95




Hallo Josy,

Die zwei wichtigsten Aspekte meiner Linkslastigkeit sind ist Moment das Volumen an Nebentätigkeiten, hier sind linke Berufspolitiker bestenfalls in Sportvereinen und irgendwelchen Stadtwerken integriert, nirgendwo aber in Dax- , M- Dax oder Überhaupt- Dax- Firmen präsent, das macht sie etwas vertrauenswürdiger als den Rest.
Zum anderen bin ich davon überzeugt, daß sie allein mit ihrer Anwesenheit die Resteliten der Politik, besonders auf Bundesebene davon abhalten, ganz andere Greueltaten zu verzapfen.
Übrigens ist das Einkommen reiner Abgeordneter ohne Nebenjobs und Schriftstellerhonorare nicht wirklich feudalistisch.
Aber nun pack mers, ich muß zum Dienst 8:58 h Anreise vom Mansfelder Land nach Basel SBB, ich fahre aber mal vorsichtshalber den Südharz entlang, also auf der Gegenseite von Deiner Heimat.
gruß Hackel.



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