#1

Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 09:20
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Dieser Thread soll der eine Diskussion über Häftlingsarbeit bzw. den Arbeitseinsatz von Strafgefangenen im Allgemeinen und dieses Beispiels im Besonderen ermöglichen.

Häftlingsarbeit gibt es ja in verschiedenster Ausprägung in fast jedem Land. In europäischen Kulturkreisen, also auch in der DDR, unterliegt/unterlag sie strengen gesetzlichen Bestimmungen und ist/war als ein Mittel zur Erziehung und Resozialisierung, bzw. Wiedereingliederung der Häftlinge als vollwertiges Mitglied der sozialistischen Gesellschaft gedacht.


Nun bezeichnet man Häftlingsarbeit, die es so wohl auch in jedem EU Land gibt, schon als Zwangsarbeit. http://www.n-tv.de/politik/Ikea-prueft-D...cle6151696.html Scheinbar ist gewissen Kräften in ihrer paranoiden geistigen Umnachtung jedes nur erdenkliche Mittel recht um die DDR zu delegitimieren. Nicht umsonst kreischt auch gleich wieder der, der im Zusammenhang mit Eskimos ja gerichtlich bestätigt als Psychopath bezeichnet werden darf, solang man dies nicht auf eine tatsächliche Erkrankung seinerseits abstellt, gleich wieder am lautesten in seinem Loch und fordert eine Entschädigung von IKEA. http://www.morgenpost.de/wirtschaft/arti...schaedigen.html

Gerade was die Entlohnung betrifft waren die SG im AE der DDR rechtlich wesentlich bessergestellt als die Häftlinge heute in der BRD. Solche Fälle http://www.stern.de/panorama/baden-wuert...hne-642085.html werden ja bei dieser Diskussion gerne ausgeblendet.

Da fragt man sich doch glatt mit welchem Recht es diese gegen soll und ob es dann auch Entschädigungen für die in bundesgermanischen Haftanstalten mehr oder weniger freiwilligen Werktätigen gibt?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#2

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 09:40
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Wann kommen die Klagen gegen die Versandhäuser der BRD welche bekanntlich ebenfalls von der "Zwangsarbeit" in DDR Haftanstalten profitierten?
Wenn schon, denn schon!

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#3

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 09:40
von damals wars | 12.215 Beiträge

Unbestritten ist, das ein Teil der Strafgefangenen schwer arbeiten musste.
Manche das erste Mal in ihrem Leben.
In Buna arbeiten sie "im Chlor"
Ich sah sie jeden Tag auf meinen Weg zum I- Kraftwerk.
Ich musste laufen. Sie wurden mit dem Bus zur Arbeit gefahren.

Während des Studiums traf ich auch welche in Braunkohletagebau. Dort mussten sie die Stromkabel zu den Baggern per Hand zurechtrücken.
Die Kabel waren armdick. Auch eine schwere Arbeit. Sie wurden nur von einem Posten bewacht.
Das fand ich sehr seltsam. Jedoch befanden sich um den Tagebau Wachtürme.
Und es gab nur einen regulären Weg aus dem Tagebau.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#4

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 09:52
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Nun wissen wir endlich auch noch das die DDR-Knäste die besseren waren.
Man lernt halt nie so richtig aus, gut das es solche Foren gibt.


zuletzt bearbeitet 02.05.2012 09:53 | nach oben springen

#5

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 10:09
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Ich denke schon, dass der Käufer wissen soll, ob die Produkte in einer Strafanstalt hergestellt werden. Das hat Auswirkungen auf den Verkauf. Wenn IKEA jetzt kommt und sagt, sie hätten das nicht gewusst, ist das sehr dreist. Für mich ist die jetzige Diskussion um ausgebeutete politische Häftlinge reine Vernebelungstaktik von IKEA.
Strafvollzug ist teuer und deshalb wird man niemals höhe Löhne auszahlen; ein Teil wird einbehalten, um die Kosten des Vollzugs etwas niedriger zu gestalten.
Theo


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#6

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 10:33
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Auch in der Warnowwerft waren Strafgefangene beschäftigt. Sie wohnten in einem Barackenlager (Klein Texas) in der Nähe ihrer "Arbeitsstätte". Auf den Schiffen wurden sie vor allem für die Drecksarbeit, auch Tanks reinigen (nicht nur für Treibstoff, sondern auch für Ballstwasser), eingesetzt. Auch das Entrosten des Unterwasserschiffs mit Hand im Dock wurde von ihnen gemacht. War wohl bei den Werftarbeitern selber nicht so beliebt, weil fast nur gebückt und noch Überkopf gearbeitet wurde. Später hat sich die Werft dazu eine Maschine entwickelt, die aber auch noch intensive Nacharbeit erforderte. Die Strafgefangenen hatten normale Arbeitskluft an mit einem gelben Streifen auf dem Rücken und den Ärmeln. Unter uns Seeleuten hießen sie nur die Maikäfer.
Peter, der Zaunkönig, der fast jedes Jahr einmal für etwa 2 Monate mit der Fähre in der Werft war


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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#7

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 10:54
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Nun wissen wir endlich auch noch das die DDR-Knäste die besseren waren.



Könnte man so sehen wenn man das ganze nur oberflächlich gelesen hat, oder polemisieren will.

Zitat
Gerade was die Entlohnung betrifft waren die SG im AE der DDR rechtlich wesentlich bessergestellt als die Häftlinge heute in der BRD.



Das Wort Entlohnung hast Du sicherlich nur zufällig überlesen! Absicht, um den Inhalt zu entstellen, will ich ja niemanden unterstellen.

Sicherlich kannst Du mir die Frage beantworten welchen Prozentsatz des Durchschnitts aller Einkommen ein SG der DDR als Entlohnung erhielt und welchen Prozentsatz ein Häftling heute erhält? Ich erwarte deine Antwort!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 02.05.2012 10:58 | nach oben springen

#8

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 11:04
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Da habe ich
Hier was zu lesen

Mike59


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#9

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 11:39
von damals wars | 12.215 Beiträge

Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind, sind sie bemüht, eine Arbeit zu bekommen.
Sie sind einfach auf das Geld angewiesen.
Und sei es nur, um an Vitamine (Obst) und Bohnenkaffee heranzukommen.
Auch Briefe kosten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#10

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 11:46
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von damals wars
Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind, sind sie bemüht, eine Arbeit zu bekommen.
Sie sind einfach auf das Geld angewiesen.
Und sei es nur, um an Vitamine (Obst) und Bohnenkaffee heranzukommen.
Auch Briefe kosten.



Das sehe ich auch so, die Frage ist halt, wo beginnt eine eventuelle Ausbeutung der Häftlinge und wer hat den nutzen. Das einfache Wegsperren kann es ja nicht sein, das wäre eine Verschwendung von Steuergeldern sonders gleichen.

Mike59

P.S. Ist etwas umfangreicher, aber die Seiten 7 - 10 sind informativ

http://evakreisky.at/2003-2004/staat-krieg/referat12_b.pdf


zuletzt bearbeitet 02.05.2012 11:51 | nach oben springen

#11

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 11:48
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind,@damals

Was issen ne Unterschicht? Im Beitrag steht nichts davon.


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#12

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 11:53
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Pit 59
Da, wie im Beitrag angegeben, die meisten Gefangenen aus der Unterschicht sind,@damals

Was issen ne Unterschicht? Im Beitrag steht nichts davon.



Ich glaube das nennt sich heute "Bildungsferne Schichten"

Mike59


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#13

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:02
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Zaunkönig
Auch in der Warnowwerft waren Strafgefangene beschäftigt. Sie wohnten in einem Barackenlager (Klein Texas) in der Nähe ihrer "Arbeitsstätte". Auf den Schiffen wurden sie vor allem für die Drecksarbeit, auch Tanks reinigen (nicht nur für Treibstoff, sondern auch für Ballstwasser), eingesetzt. Auch das Entrosten des Unterwasserschiffs mit Hand im Dock wurde von ihnen gemacht. War wohl bei den Werftarbeitern selber nicht so beliebt, weil fast nur gebückt und noch Überkopf gearbeitet wurde. Später hat sich die Werft dazu eine Maschine entwickelt, die aber auch noch intensive Nacharbeit erforderte. Die Strafgefangenen hatten normale Arbeitskluft an mit einem gelben Streifen auf dem Rücken und den Ärmeln. Unter uns Seeleuten hießen sie nur die Maikäfer.
Peter, der Zaunkönig, der fast jedes Jahr einmal für etwa 2 Monate mit der Fähre in der Werft war



Möchte nur hinzufügen,es gab auch Strafgefangene--die in der Sektion Doppelbodenbau als Schweißer arbeiteten.Die bekamen wie wir als Werftarbeiter das gleiche Werkessen und jeden Tag ihre Fl.Milch.Manchmal kamen die zu Arbeit,nur von so einen alten Rentner bewacht oder nur mit ihren Vorarbeiter.Ich sagte dann immer zu meinen Kollegen--das sind die leichten Fälle--die haben nur den alten Leuten den verkehrten Weg zu Rentenstelle gezeigt.
Zaunkönig--das Wort --klein Texas--hat aber nichts mit dem Straflager zu tun gehabt.Das bezog sich damals auf das ehm.Arbeiterwohnheim.Das andere Arbeiterwohnheim was sich am Rande von Warnemünde Richtung Dierhagen befand--nannte man Bullenkloster..
Hab 16 Jahre auf der Warnowwerft gearbeitet. Gruß Rostocker


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#14

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:10
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.

Zitat von Grenzwolf62
Nun wissen wir endlich auch noch das die DDR-Knäste die besseren waren.



Könnte man so sehen wenn man das ganze nur oberflächlich gelesen hat, oder polemisieren will.

Zitat
Gerade was die Entlohnung betrifft waren die SG im AE der DDR rechtlich wesentlich bessergestellt als die Häftlinge heute in der BRD.



Das Wort Entlohnung hast Du sicherlich nur zufällig überlesen! Absicht, um den Inhalt zu entstellen, will ich ja niemanden unterstellen.

Sicherlich kannst Du mir die Frage beantworten welchen Prozentsatz des Durchschnitts aller Einkommen ein SG der DDR als Entlohnung erhielt und welchen Prozentsatz ein Häftling heute erhält? Ich erwarte deine Antwort!




Dein Argument der fast fürstlichen Entlohnung der fleißigen, wie hast du sie genannt, SG der DDR, kann ich natürlich nicht entkräften, wie auch, die oft von dir geschilderten, manigfaltigen mildtätigen Taten der DDR für ihre glücklichen Bewohner sind nun einmal geschichtliche Realität an der man einfach nicht vorbei kommt.
Es ist wichtig im immerwährenden Kampfe dem Imperialismus seine Larve der Menschlichkeit vom Gesicht zu reissen und den unbedarften Menschen seine wahrhaftig hässliche Fratze zu präsentieren.
Die hunderttausenden Ochsen und Esel haben einfach nicht verstanden was für ein unerschöpfliches Füllhorn der Güte über sie ausgeschüttet wurde, nicht einmal die SG der DDR.
Ihre bundesrepublikanischen Leidensgenossen fallen nun in den dunklen kapitalistischen Kerkern der nackten Ausbeutung anheim.
Ein Aufschrei des Entsetzens muss durchs Land klingen!


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#15

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:14
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Dem Ausfluss deiner geistigen Diarrhö entnehme ich dass Du auf der Sachebene nichts beizutragen hast und zu diesem Thema nur dummschwatzen kannst! Andere Mitglieder bezeichnen solche Personen dann auch gerne mal als Troll.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#16

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:16
von damals wars | 12.215 Beiträge

Vergiß nicht die Bemühungen zur Resozialisierung.
Die lief zu DDR Zeiten hauptsächlich über die Arbeit.
So war es ganz normal, das ich in Kraftwerk mit ehemaligen Strafgefangenen zusammenarbeitete.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#17

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Dem Ausfluss deiner geistigen Diarrhö entnehme ich dass Du auf der Sachebene nichts beizutragen hast und zu diesem Thema nur dummschwatzen kannst! Andere Mitglieder bezeichnen solche Personen dann auch gerne mal als Troll.



Danke für die überaus liebenswerte Beleidigung, ist aber trotzdem ein schöner Tag
"Geistige Diarrhö", wie kommt man auf sowas, steht bestimmt in irgendwelchen Kampfhandbüchern.
Troll eigentlich weniger, eher einer von den störrischen Ochsen und Eseln.


zuletzt bearbeitet 02.05.2012 12:21 | nach oben springen

#18

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:29
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

So war es ganz normal, das ich in Kraftwerk mit ehemaligen Strafgefangenen zusammenarbeitete.@damal wars

Mit der Unterschicht.


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#19

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:35
von Kimble | 397 Beiträge

Bitte seid nett zueinander !

@Rostocker: Das "Bullenkloster" am Ortsausgang beim Sportplatz hieß offiziell "Ledigenwohnheim".

Zu den Strafgefangenen auf der Warnowert habe ich ja schon einiges geschrieben. Forumsuche hilft immer.
Zusammenfassend kann ich sagen sie wurden "hart aber fair" behandelt.
Das bezieht sich natürlich nur auf das was wir Außenstehende sehen und erleben konnten.
Die Strafgefangenen wurden auch zur Straßen- und Schieneninstandhaltung (Werksbahn uns S- Bahn) herangezogen.
Wie es im Lager zuging, darüber weiß ich wenig bis nichts.
Es gibt auch wenig bekannte Bereichte darüber, was mich etwas wundert denn es es waren zahlenm. recht viele.

Was mich heute immer noch brennend interessiert, wöfür waren die 2 oder 3 extra
hohen, runden Beton- Wachtürme auf der Wiese vor dem Lager in Richtung Rostock ?
Die Kanzel war so rund wie der Rest, auf jeden Fall keine normale von einem B- Turm.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 02.05.2012 12:38 | nach oben springen

#20

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 02.05.2012 12:38
von Gert | 12.362 Beiträge

Feliks, du hattest das Wort Häftlingseinsatz in der DDR noch nicht in den Mund genommen, da kam schon der stets bekannte Fingerzeig auf die anderen(Länder). Da die DDR nicht auf allen Gebieten mit anderen zu vegleichen war, vor allem nicht im Rechtswesen, spreche ich ihr ( der DDR)diese Vergleichsmöglichkeiten ab, weil sie kein Rechtsstaat war.
Nun zum Inhalt : ich hätte beinahe ironisch gesagt, Feliks stell den Häftlingen noch eine Flachbildschirm in die Zelle. Vor lauter zur Schau gestellten Menschlichkeit wird dich die Stasi noch nachträglich fristlos kündigen- war nämlich nicht in ihrem Sinne.

Zur Häftlingarbeit. Ich habe Gespräche mit Ehemaligen geführt, die haben mir anderes berichtet. Z.B. bei Arbeiten mit stark gesundheitsgefährdenden Klebstoffen ohne jeden Schutz schwere Lungenschäden. Jahre später musste ein Schlauch ständig in der Nase bleiben um Sauerstoff dem Körper zuzuführen. Vor kurzem mit Anfang 60 in Bremerhafen gestorben.
Die von dir so herausgestellte Entlohnung reichte gerade mal, um ein paar Zigaretten zu kaufen. Ein zweiter Augenzeuge berichtet von schweren, körperlich Arbeiten im damaligen Erdölkombinat Schwedt. Sie mussten Eisenbahnschienen schleppen usw.Ich denke dass die Produktivität der Häftlingen nicht sehr hoch war, dass die DDR aber sie immer noch ausbeuten konnten um Profite zu erwirtschaften. Abschließend noch einen Kommentar zu den Politischen, die ja in nicht unerheblicher Zahl unter den Häftlingen waren. Für sie war es bestimmt besonders hart, weil sie für Delikte eingebuchte wurden, die nach internationalem Recht keine Vergehen waren. Dann noch für ein paar Silberlinge für den Staat schuften, der sie weggesperrt, das muss man dann tagtäglich im Kopf erst einmal verarbeite, Einsicht oder Resozialisierung bei diesen Häftlingen im Sinne der SED würde ich gleich 0 ansetzen.Also, die von dir erwähnte Resozialisierung mag vielleicht für Arbeitsscheue oder Kriminelle ein probates Mittel sein, einen Republikflüchtling oder Dissidenten wird das kaum beeindruckt haben.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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