#121

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 13:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
Arbeitsscheue und Arbeitsbummelanten hatten es schwer....schuld an diesen Erscheinungen und an allem andern Übeln waren die Imperialisten und Kapitalisten... Eine Riesengemeinheit der BRD und deren Besatzer war das!!!
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/MfS-Do...publicationFile
Theo



Danke Theo für den Link. Wenn ich solche Texte heute lese, dann wird mir jetzt noch schlecht.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#122

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 13:46
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo
Arbeitsscheue und Arbeitsbummelanten hatten es schwer....schuld an diesen Erscheinungen und an allem andern Übeln waren die Imperialisten und Kapitalisten... Eine Riesengemeinheit der BRD und deren Besatzer war das!!!
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/MfS-Do...publicationFile
Theo



Uups, wie ist denn da dem Verfasser dieser Denkschrift die Wortwahl leicht entglitten?
"Die Erziehung in Haftanstalten, Arbeitslagern, Jugendwerkhöfen und ähnlichen Einrichtungen reicht noch nicht aus, um den konzentrierten negativen und feindlichen Einfluss von Mithäftlingen auszuschalten."


zuletzt bearbeitet 12.05.2012 14:00 | nach oben springen

#123

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 15:26
von Kimble | 397 Beiträge

Wir sind leicht vom Thema abgekommen, aber zum Glück noch weit vom OT entfernt.
Zu den Arbeitsscheuen meine eigenen, selbst gemachten Erfahrungen:

Ich war in Rostock Mitte der 80er arbeitslos und das fiel den Organen erst nach etwas über 7 Monaten auf.
Nun war es allerdings so, dass ich so gar nicht der typische Arbeitsscheue war.

Ich war alles andere als Arbeitsscheu und hatte genug mit der Planung meiner Flucht zu tun.
Trotzdem hätte ich liebend gerne gearbeitet und wer weiß, möglicherweise wäre ich sogar geblieben.
Nur ich fand keine Arbeit ! Klar hätte ich mir einen Job im Hafenumschlag andrehen lassen können.

Ich war jedenfalls kein Alkoholiker und schon desshalb nie auf den Kuhmarkt anzutreffen.
Dieser Markt war wimre hinterm Centrum- Kaufhaus und als Treffpunkt für Assoziale und Arbeitsscheue in Rostock bekannt.
Und da wurde öfter mal am Vormittag der Ausweis verlangt und dann auf der Arbeitsstelle nachgefragt.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#124

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 15:50
von Pit 59 | 10.128 Beiträge

Nur ich fand keine Arbeit !@Kimble

Na da hätteste Dich mal Vertrauensvoll an eine Kreisdienststelle (SED,MFS ) wenden sollen,wir haben doch jede Kraft für unseren Aufbau gebraucht.Deine Energie (verbraucht für die Fluchtplanung) hat uns gefehlt.


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#125

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 15:56
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von turtle
Durfte jeder studieren auch der sich negativ über den Staat geäußert hatte?



Nenne mir einen ostdeutschen Widerstandskämpfer, der nicht studiert hat:
Frau Dr. Merkel
Herr Dr. Bergner
Herr Doktor Uhlmann
Herr Reiche
Herr Reinhard Höppner
Frau Freya Klier
Herr Gauck


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 12.05.2012 16:03 | nach oben springen

#126

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 16:06
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Die Überschrift ist ja wohl "Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen" Es gibt wohl jede menge Aussagen, die besagen, dass die Gefangenen es als schlimmer empfanden (empfinden) nicht zu Arbeiten. Quasi den ganzen Tag nur in Ihrer Zelle zu hocken und keinen Verbindung zu den anderen Mitinsassen und auch keine Beschäftigung zu haben.
Es soll sogar politische Gefangene gegeben haben die nannten das Isolationsfolter (war aber wohl nicht in der DDR)
Das eine Haftanstalt nichts mit dem Leben ausserhalb der selben gemein hat - darüber braucht man nicht zu schreiben.
Gerd ist ja sogar der Meinung das alle DDR Bewohner politische Gefangene und somit in Zwangsarbeit waren - wenn ich das aufgreife, dann waren die, im "DDR Gulag" separat noch einmal eingesperrten, gemäß der Lehre von der Negation der Negation (Hegel) ja eigentlich die freisten Bewohner überhaupt. Somit würde sich die Frage der Zwangsarbeit aufheben und IKEA wäre fein raus.

Von wie vielen Zwangsarbeitern (politische Gefangene) in der DDR sprechen wir denn überhaupt ? Gerd spricht von 16 Mio. abzüglich der die nicht gearbeitet haben. Offizielle Quellen bewegen sich wohl in der Spanne von 170 000 bis 280 000 also das Mittel wäre dann wohl 225 000. Eine Zahl die wohl etwas bei 4% aller Strafgefangenen ausmacht - auf 40. Jahre gerechnet!

Das ist das, was ich jetzt so aus den Unterlagen die mir zur Verfügung stehen herauslese. Ist sicher nicht das non plus ultra

Ist aber u.a. von einer Uni aus dem
Rheinland

4 %

Mike59


zuletzt bearbeitet 12.05.2012 16:13 | nach oben springen

#127

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 16:16
von Pit 59 | 10.128 Beiträge

Es gibt wohl jede menge Aussagen, die besagen, dass die Gefangenen es als schlimmer empfanden nicht zu Arbeiten. @Mike 59

Das kann ich mir sehr gut Vorstellen.Das merken wir doch alle im täglichen Leben,wenn man was macht vergeht die Zeit viel schneller,manchmal zu schnell.

P.S. Gert (soviel Zeit muss sein.


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#128

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 17:19
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Mike59

Gerd ist ja sogar der Meinung das alle DDR Bewohner politische Gefangene und somit in Zwangsarbeit waren -




Und er gehörte zu dem Personal mit den Filzpantoffeln.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#129

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 17:29
von Gert | 12.354 Beiträge

na Mike, das mit den 16 Mio "Zwangsarbeiter" musst du nicht so eng sehen, ich habe nur mal all die staatlichen Verbote aufgelistet , die den Menschen in der DDR von der SED zugemutet wurden und das war aus Sicht eines freien Staates 'ne ganze Menge unzumutbares.Meine Schlussfolgerung war zugegebenermassen etwas hart formuliert, aber manchmal muss man Probleme auf den Punkt darstellen, damit sie auch deutlich werden.
Mir ist jedenfalls dieses ständige Regulieren und Vorschreiben des DDR Staates, als ich noch dort lebte, selbst auf den Senkel gegangen. Ich lasse mir nicht gern von anderen ständig vorschreiben, wie ich zu leben habe und wann ich Glücksgefühle zu zeigen habe. Der Mensch wird als freies Individuum geboren und sollte auch im weiteren Leben frei entscheiden können was er tut und unterlässt.

Zur Arbeit von Gefangenen. Ich kannte jemanden, der sass in den 70er Jahren im Gefängnis Untermassfeld ( Südthüringen ) ein. Dort wurden im Schichtbetrieb Elektroarbeiten ( Schalter, Stecker usw) montiert. Er berichtete von einem Mithäftling, der dort einsass,und sich weigerte, für den Gewinn der DDR zu arbeiten. (Er sass wegen versuchter Republikflucht ein ) Er wurde zum Hofkehren eingeteilt und gut war es.


.
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#130

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 19:06
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat von Gert

...Meine Schlussfolgerung war zugegebenermassen etwas hart formuliert, aber manchmal muss man Probleme auf den Punkt darstellen, damit sie auch deutlich werden.



Zur Überspitzung neigen wir hier wohl alle


Zitat
Mir ist jedenfalls dieses ständige Regulieren und Vorschreiben des DDR Staates, als ich noch dort lebte, selbst auf den Senkel gegangen. Ich lasse mir nicht gern von anderen ständig vorschreiben, wie ich zu leben habe und wann ich Glücksgefühle zu zeigen habe. Der Mensch wird als freies Individuum geboren und sollte auch im weiteren Leben frei entscheiden können was er tut und unterlässt.



Mal echt - wo steht das denn? Und vor dem Posting bitte Idee und Wirklichkeit auf Warhaftigkeit abklopfen.


Zitat
Zur Arbeit von Gefangenen. Ich kannte jemanden, der sass in den 70er Jahren im Gefängnis Untermassfeld ( Südthüringen ) ein. Dort wurden im Schichtbetrieb Elektroarbeiten ( Schalter, Stecker usw) montiert. Er berichtete von einem Mithäftling, der dort einsass,und sich weigerte, für den Gewinn der DDR zu arbeiten. (Er sass wegen versuchter Republikflucht ein ) Er wurde zum Hofkehren eingeteilt und gut war es.



[/quote]

Mike59


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#131

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 19:28
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Gert
.
Mir ist jedenfalls dieses ständige Regulieren und Vorschreiben des DDR Staates, als ich noch dort lebte, selbst auf den Senkel gegangen.



Da bist Du ja vom Regen in die Traufe....
Den in der BRD gilt das Prinzip, das was gesetzlich geregelt werden kann, muss auch gesetzlich geregelt werden.

Und als Kleingärtner muss ich Dir sagen, das man heutzutage so was von gegängelt wird, das hätte sich zu DDR Zeiten niemand gefallen lassen.

Da waren die Gesetze zwar ähnlich, haben aber niemanden interessiert.

Ich musste allein 5 Nadelbäume vernichten, einfach so, weil angeblich das Bundeskleingartengesetz es so vorschreibt. und die waren ein wichtiger Futterplatz für Singvögel.
Und so wurden allein in meiner Heimatstadt hunderte von Bäume einfach so aus Prinzip und somit auch Nistplätze vernichtet.
In Eisleben wurde Kleingärtnern sogar der Abriss der Lauben angedroht. und und und


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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#132

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 19:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nachdem wir jetzt wieder bei ermüdenden Grundsatzdiskussionen über das Recht der DDR zu bestehen, oder auch nicht, angelangt sind....

Zitat von Merkur
Nun sind wir ja wieder schön weit weg vom eigentlichen Thema. Kann eigentlich mal ein Thema sachlich diskutiert werden, ohne das es sinnlos zertrollt wird ? Am meisten "beeindruckt" mich der beifallsklatschende Obermatrose, der einst für die Unantastbarkeit der Staatsgrenze gesorgt hat.
Also, zurück zum Thema.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#133

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 20:03
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Schade, Feliks, gerade wollte ich noch was zu der Regulierungswut der BRD-Gesetzgebung sagen. Ich erinnere mich noch gut an die kroßkotzig tönenden Politiker aus dem Westen, daß alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist. Stimmt, aber es ist viel viel mehr verboten als in der DDR, wenn ich an die ganze Freizeit- und Hobbygestaltung denke. "Damals wars" hat recht.



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#134

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 20:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat
wollte ich noch was zu der Regulierungswut der BRD-Gesetzgebung sagen.



Kein Problem, allgemeines Thema zu den Arbeitsbedingungen in der DDR suchen, wenn nicht vorhanden eröffnen, und immer rein in die Tasten.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 12.05.2012 20:07 | nach oben springen

#135

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 20:22
von Polter (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat
wollte ich noch was zu der Regulierungswut der BRD-Gesetzgebung sagen.



Kein Problem, allgemeines Thema zu den Arbeitsbedingungen in der DDR suchen, wenn nicht vorhanden eröffnen, und immer rein in die Tasten.




Hallo!
Wird doch wieder kein Grenzerthema!!


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#136

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 20:33
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Kimble
Wir sind leicht vom Thema abgekommen, aber zum Glück noch weit vom OT entfernt.
Zu den Arbeitsscheuen meine eigenen, selbst gemachten Erfahrungen:

Ich war in Rostock Mitte der 80er arbeitslos und das fiel den Organen erst nach etwas über 7 Monaten auf.
Nun war es allerdings so, dass ich so gar nicht der typische Arbeitsscheue war.

Ich war alles andere als Arbeitsscheu und hatte genug mit der Planung meiner Flucht zu tun.
Trotzdem hätte ich liebend gerne gearbeitet und wer weiß, möglicherweise wäre ich sogar geblieben.
Nur ich fand keine Arbeit ! Klar hätte ich mir einen Job im Hafenumschlag andrehen lassen können.

Ich war jedenfalls kein Alkoholiker und schon desshalb nie auf den Kuhmarkt anzutreffen.
Dieser Markt war wimre hinterm Centrum- Kaufhaus und als Treffpunkt für Assoziale und Arbeitsscheue in Rostock bekannt.
Und da wurde öfter mal am Vormittag der Ausweis verlangt und dann auf der Arbeitsstelle nachgefragt.





Kleine Berichtigung---Es war nicht der Kuhmarkt ----sondern der Jakobiplatz--dort befand sich die Jakobikirche bis zu Zerstörung im 2.Weltkrieg


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#137

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 21:28
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von damals wars

Zitat von turtle
Durfte jeder studieren auch der sich negativ über den Staat geäußert hatte?



Nenne mir einen ostdeutschen Widerstandskämpfer, der nicht studiert hat:
Frau Dr. Merkel
Herr Dr. Bergner
Herr Doktor Uhlmann
Herr Reiche
Herr Reinhard Höppner
Frau Freya Klier
Herr Gauck




na prima,die Gegenfrage mit den Widerstandskämpfern- Ich denke es ist sinnlos und gebe auf.


zuletzt bearbeitet 13.05.2012 08:56 | nach oben springen

#138

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 12.05.2012 22:54
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat von turtle

Zitat von damals wars

Zitat von turtle
Durfte jeder studieren auch der sich negativ über den Staat geäußert hatte?



Nenne mir einen ostdeutschen Widerstandskämpfer, der nicht studiert hat:
Frau Dr. Merkel
Herr Dr. Bergner
Herr Doktor Uhlmann
Herr Reiche
Herr Reinhard Höppner
Frau Freya Klier
Herr Gauck




na prima,die Gegenftrage mit den Wiederstandaskämpfer- Ich denke es ist sinnlos und gebe auf.





Echt - ist voll Unfug. Wer im Knast sitzt arbeitet dort auch. Ob Kifi oder Pol. - ende und aus. Die Bedingungen dazu sind Gesellschaftlicht unterschiedlich gegeben.

Mike59


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#139

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 13.05.2012 10:21
von Polter (gelöscht)
avatar

" Zur Arbeit von Gefangenen. Ich kannte jemanden, der sass in den 70er Jahren im Gefängnis Untermassfeld ( Südthüringen ) ein. Dort wurden im Schichtbetrieb Elektroarbeiten ( Schalter, Stecker usw) montiert. Er berichtete von einem Mithäftling, der dort einsass,und sich weigerte, für den Gewinn der DDR zu arbeiten. (Er sass wegen versuchter Republikflucht ein ) Er wurde zum Hofkehren eingeteilt und gut war es. "

Eine Bitte. Wenn es geht, dann bitte immer nur einen Bekannten ins Spiel bringen! Sonst wird es unübersichtlich!


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#140

RE: Häftlingsarbeit - Arbeitseinsatz von Strafgefangenen

in Leben in der DDR 13.05.2012 11:00
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von turtle

Zitat von damals wars

Zitat von turtle
Durfte jeder studieren auch der sich negativ über den Staat geäußert hatte?



Nenne mir einen ostdeutschen Widerstandskämpfer, der nicht studiert hat:
Frau Dr. Merkel
Herr Dr. Bergner
Herr Doktor Uhlmann
Herr Reiche
Herr Reinhard Höppner
Frau Freya Klier
Herr Gauck




na prima,die Gegenfrage mit den Widerstandskämpfern- Ich denke es ist sinnlos und gebe auf.




Ich bin davon überzeugt wenn ihre spätere Einstellung zur DDR bereits vor ihrem Studium bekannt gewesen wäre gebe es kein Studium.Musste nun doch noch etwas dazu schreiben. Übrigens ich war auch in Untermaßfeld ,ein uraltes Zuchthaus mit sehr dicken Mauern und 1965 gab es noch keine vernünftige Toiletten. Nur Kübel ,welche jeden Tag entleert wurden. Gearbeitet hatte ich da in der Bäckerei. Ja da gab es eine richtige Bäckerei, in der wir sogar heimlich Schnaps brannten. Bei den Nazis waren echte Widerstandskämpfer in Untermaßfeld in Haft.


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