#1

Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 01.05.2012 21:46
von Hans55 | 762 Beiträge

Hallo,zusammen!
Wenn ich manchmal so zurückdenke,an die Ausbildungszeit beim GAR-40 Oranienburg,da fällt mir immer wieder der" Hfw" ein!Der Mann hatte eine solche" Vorliebe" für Bettenbau,das war eigentlich nicht mehr normal! So was hier: http://farm5.static.flickr.com/4026/4522..._287cb4d125.jpg hätte er als nicht gemacht angesehen und es eingerissen! 100% Faltenfrei sonst gab es mächtig Ärger! Die Ausbildungszeit war wahrlich nicht einfach! Gruß Hans55


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#2

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 01.05.2012 22:37
von PzGrenWest | 29 Beiträge

Mal ehrlich, sowas wäre bei uns auch nicht durchgegangen, nicht nur beim Spieß.
Die Betten haben Falten, das ist ja quasi ein naturgetreues Modell des Grand Canyon.



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#3

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 01.05.2012 22:44
von Fritze (gelöscht)
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Tja diese Betten werden nicht kontrolliert.Weisse Bettwäsche hatten bei uns in der Kompanie nur die BUs auf ihren Stuben.Wir UaZ und die Soldaten hatten die Buntkarierten.Lange her eure Dienstzeit , nich ?


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#4

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 02.05.2012 06:55
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Mensch Hans,wo hast Du den gedient?Blau Weiss kariert wars.Die Falten hätte man aber noch leicht weg bekommen.


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#5

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 02.05.2012 08:15
von PzGrenWest | 29 Beiträge

Ich hatte weißes Bettzeug. :-)
Wobei ich zwar auch bloß Mannschaftsdienstgrad war, aber trotzdem kein Uffz gewagt hätte, mich mein Bett neu machen zu lassen oder etwa den Spind kontrolliert hätte.
Einer hat es mal getan, der hatte danach richtig Ärger mit allen Uffzen bis hoch zum HFw. :-)

Ich war nämlich für das Führen der VGAL (Verpfegungsgeldabrechnungsliste) der Kompanie zuständig.
Das bedeutete für die Uffze bares Geld.

Da konnte man dann als Obergefreiter im Geschäftszimmer nett sein und am Stichtag zwei Stunden freiwillig dranhängen, auch wenn es Freitag war, die Liste fertig machen, schnell noch zum Battailonsstab rüberbringen und die Kameraden hatten ihr Geld einen Monat eher.
Oder man tat es nicht.
Tja, als sie dann ankamen und fragten, wieso es den Monat kein Verpflegungsgeld gegeben habe, konnte ich nur sagen, dass ich es ja machen wollte, aber wegen Stabsunteroffizier xyz den Freitag beim Bettenbau und Spindreinigen verbracht habe und deshalb der Abgabetermin im Bataillon verpasst wurde. Leider, leider.

Der SU hat danach nie wieder was zu bemängeln gehabt. Und auch kein anderer. :-)



zuletzt bearbeitet 02.05.2012 08:29 | nach oben springen

#6

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 02.05.2012 08:41
von GeMi | 556 Beiträge

Hallo,

den besten Bettenbauer aller Zeiten habe ich 1976 in Halberstadt erlebt.
Major Strom..ger hat bei starkem Wind auf dem Ex-Platz ein Bett gebaut, das hätten viele von uns nicht bei Windstille auf der Stube hinbekommen. Hut ab.
Der Major war auch ein ganz Doller. Immer der Erste und Beste, egal wo. Wir haben ihn mal gesehen, wie er hinter einer Tür Waffengriffe geübt hat.
Er war wohl ein ziemlich guter Mittelstreckler (auch in der DDR-Bestenliste vetreten). Als wir mal KdP-Wache standen, ist er im Winter im Trainingsanzug an uns vorbeigesaust. Alle haben nur ehrfürchtig Platz gemacht - der "Strom..ger" kommt - Tor auf.
Außerdem soll er einer der jüngsten Majore der DDR und auf dem Wege ganz nach oben gewesen sein. Was ist aus ihm geworden? Vielleicht weiß ja Büdinger was. Der hat aber auch lange nichts geschrieben.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#7

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 03.05.2012 13:41
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Pit 59
Mensch Hans,wo hast Du den gedient?Blau Weiss kariert wars.Die Falten hätte man aber noch leicht weg bekommen.



War ja die bekannte Standart-Einheits-Bettwäsche, wurde glaube ich, überall wo Massenbeherbergung angesagt war verwendet.
Wie war das mit den grauen Wolldecken, waren ja bestickt oder geprägt, Armee glaub ich mit NVA und in den Beherbergungseinrichtungen mit Gittern an den Fenstern stand wohl Ministerium des Inneren drauf.


zuletzt bearbeitet 03.05.2012 13:45 | nach oben springen

#8

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 03.05.2012 13:59
von damals wars | 12.113 Beiträge

Die MdI Decken waren in der DDR ein weit verbreitetes Phänomen, z.B. auch in Jugendherbergen.
Die, ohne Gitter.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#9

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 03.05.2012 14:01
von Sorge78 (gelöscht)
avatar

Zitat von GeMi
Hallo,

den besten Bettenbauer aller Zeiten habe ich 1976 in Halberstadt erlebt.
Major Strom..ger hat bei starkem Wind auf dem Ex-Platz ein Bett gebaut, das hätten viele von uns nicht bei Windstille auf der Stube hinbekommen. Hut ab.
Der Major war auch ein ganz Doller. Immer der Erste und Beste, egal wo. Wir haben ihn mal gesehen, wie er hinter einer Tür Waffengriffe geübt hat.
Er war wohl ein ziemlich guter Mittelstreckler (auch in der DDR-Bestenliste vetreten). Als wir mal KdP-Wache standen, ist er im Winter im Trainingsanzug an uns vorbeigesaust. Alle haben nur ehrfürchtig Platz gemacht - der "Strom..ger" kommt - Tor auf.
Außerdem soll er einer der jüngsten Majore der DDR und auf dem Wege ganz nach oben gewesen sein. Was ist aus ihm geworden? Vielleicht weiß ja Büdinger was. Der hat aber auch lange nichts geschrieben.



Durfte zwar nur 6 Wochen in der "Knollenburg" Wache schieben (zwischen Perleberg und "Kanten" aber Strom....r war auch uns als Musterbeispiel der Pedanterie bekannt. Und das betraf nicht nur den "Bettenbau", sondern auch Uniformen.....


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#10

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 03.05.2012 19:26
von furry | 3.562 Beiträge

Bei der BePo stand auf unseren Decken auch MdI. Gittern an den Fenstern fehlten zwar, aber das Objekt durften wir auch nur zu den festgelegten Wandertagen verlassen.
Im Zusammenhang mit den Decken fällt mir eine nette Episode ein.
Spieß steht vor der Kompanie. "Also alle mal herhören, wer zwei Decken hat, gibt eine ab und wer eine Decke hat, kann sich eine zweite bei mir holen."


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#11

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 03.05.2012 19:35
von PF75 | 3.291 Beiträge

sehr beliebt war auch das "Deckenklopfen" oder so ähnlich,alle mann mit ihren decken vom bett nach draussen,bißchen schüteln unddann durfte man die wieder ordnungsgemäß ans fußende platzieren


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#12

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 03.05.2012 20:04
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von PzGrenWest
Ich hatte weißes Bettzeug. :-)
Wobei ich zwar auch bloß Mannschaftsdienstgrad war, aber trotzdem kein Uffz gewagt hätte, mich mein Bett neu machen zu lassen oder etwa den Spind kontrolliert hätte.
Einer hat es mal getan, der hatte danach richtig Ärger mit allen Uffzen bis hoch zum HFw. :-)

Ich war nämlich für das Führen der VGAL (Verpfegungsgeldabrechnungsliste) der Kompanie zuständig.
Das bedeutete für die Uffze bares Geld.

Da konnte man dann als Obergefreiter im Geschäftszimmer nett sein und am Stichtag zwei Stunden freiwillig dranhängen, auch wenn es Freitag war, die Liste fertig machen, schnell noch zum Battailonsstab rüberbringen und die Kameraden hatten ihr Geld einen Monat eher.
Oder man tat es nicht.
Tja, als sie dann ankamen und fragten, wieso es den Monat kein Verpflegungsgeld gegeben habe, konnte ich nur sagen, dass ich es ja machen wollte, aber wegen Stabsunteroffizier xyz den Freitag beim Bettenbau und Spindreinigen verbracht habe und deshalb der Abgabetermin im Bataillon verpasst wurde. Leider, leider.

Der SU hat danach nie wieder was zu bemängeln gehabt. Und auch kein anderer. :-)






Derartige "Starallüren" gab´s in den GT auch ;-). Und, von Kompanie zu Kompanie unterschiedlich, auch die von dir erwähnten Auswirkungen. Sofern es sich um puren Diensteifer- oder auch Schikaneabwehr handelte war sowas ja auch verständlich. Besonders gerne die Kompanieschreiber oder ähnliche Planstellen hielten sich für unantastbar.
Um so schöner ist es, wenn man als ehemals "Betroffener" einige Zeit später den selben Kameraden in anderer Dienststellung und nicht mehr "untouchable" vorfand. Es gibt nur sehr wenig Schöneres als einem Gefreiten beim Revierreinigen Zuzuschauen



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#13

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 04.05.2012 09:00
von moreau | 384 Beiträge

Zitat von Hans55
Hallo,zusammen!
Wenn ich manchmal so zurückdenke,an die Ausbildungszeit beim GAR-40 Oranienburg,da fällt mir immer wieder der" Hfw" ein!Der Mann hatte eine solche" Vorliebe" für Bettenbau,das war eigentlich nicht mehr normal! So was hier: http://farm5.static.flickr.com/4026/4522..._287cb4d125.jpg hätte er als nicht gemacht angesehen und es eingerissen! 100% Faltenfrei sonst gab es mächtig Ärger! Die Ausbildungszeit war wahrlich nicht einfach! Gruß Hans55



Hey Hans diese Furzmullen wären auch in meiner Zeit (84/85) nicht durchgegangen.

Gruß
Moreau


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#14

RE: Etwas Übertrieben?

in Grenztruppen der DDR 04.05.2012 21:07
von KAMÜ | 198 Beiträge

Hallo , ich kann mich nicht erinnern, das bei den Soldaten einfache Betten Standen. Bei den UAZ war das schon möglich. Wir als BU hatten andere Liegemöglichkeiten, jedenfalls keine Metallbetten. Der Bettenbau wäre bei mir auch durchgefallen. Gruß KAMÜ



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