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#81

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 25.04.2012 22:48
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feliks d. du hast recht das wir weit vom thema abgehen aber eines steht fest. was e. mielke sagte glaubte er selber nicht denn es war und bleibt ein mörder der eiskalt 2 polizisten erschoßen hat. seine worte sollten sicher nur der eigenen beruhigung dienen. an dieser meiner meinung halte ich fest. einzig und allein ist es der besonnenheit anderer kräfte zu verdanken das alles so friedlich abging und da gehören auch das Mfs dazu aber nicht ein herr mielke.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#82

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 25.04.2012 23:23
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 22 Punkte
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Andy tu und beiden einen Gefallen und behaupte nichts was Du nicht belegen kannst. Diese Worte waren klar und eindeutig und nicht seine einzigen die in diese Richtung gingen. Was den Bülowplatz betrifft ist nur bewiesen, dass Erich Mielke vor Ort war. Das allerdings waren andere auch, es gab mutmaßlich 3 Schützen und mehr konnte nie bewiesen werden! Also immer schön vorsichtig mit solchen Aussagen, von Dir hätte ich etwas mehr erwartet als die offizielle Sicht dieses Staates ungeprüft nachzuplappern.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
zuletzt bearbeitet 25.04.2012 23:25 | nach oben springen

#83

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 25.04.2012 23:27
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 22 Punkte
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Damit sollte es jetzt hier weitergehen!

Zitat von Grenzwolf62
Angeregt durch einen kürzlich von einem neuem User eingestellten Beitrag, habe ich noch einmal in Ruhe nachgedacht welche Empfindungen mich als junger Wehrpflichtiger angesichts der Grenzanlagen und des Dienstes in jenen bewegten.

Ich meine hier nicht die üblichen Willkommensrituale oder die berühmtberüchtigte erste Schicht, nein, eher das langsame Aufnehmen und die des Versuches der inneren Verarbeitung der Eindrücke an diesem doch recht gigantischen Bollwerk, der Konsequenzen des Dienstes und der Erfüllung aller Befehle.

Trotz aller anderslautenden Argumente in der politischen Schulung war sicherlich allen klar worin der Hauptzweck des Dienstes bestand, nämlich der, Republikfluchten mit aller Konsequenz zu verhindern, schlimmstenfalls mit der schlimmsten Konsequenz aller, also dem Verletzen oder töten von Menschen.

Ich möchte darauf hinweisen das ich hier meine eigenen, persönlichen Empfindungen beschreibe, Menschen empfinden unterschiedlich, einer macht sich mehr, der andere wenger Gedanken, aber dem Grenzregime unterlagen wir alle und die Situationen in die jeder hätte kommen können waren die selben.

Beeindruckt in verschiedener Weise hat mich die Anlage 501, für nicht Insider, die so genannten Selbstschussanlagen.

Auf dem ersten Blick "oha, so sehen die also aus, interessant", dann doch tieferes Nachdenkenüber den Sinn, über die Wirkungsweise und dann kommt die Frage "Wobei machst du hier mit?"

Ja, ich habe sie mir gestellt diese Frage, denn mit welchem tieferen Sinn kommt jemand auf die Idee solch eine perfide Maschinerie der Tötung oder Verstümmelung zu konstruieren und zu installieren?

Die Furcht einen Angriff auf mein Leben und meine Gesundheit zu erleben war natürlicherweise vorhanden und ich hätte mich mit der Waffe verteidigt ohne große Skrupel, aber in die Verlegenheit zu kommen einen wehrlosen Flüchtigen durch Schüsse stoppen zu müssen ist ewas anderes, das geht an die menschliche Substanz und wir waren fühlende Menschen, keine schießwütigen Killerkommandos, ganz einfache Soldaten mit einem Befehl zum Dienst kommandiert.

Ich empfinde Mitgefühl für die toten und verletzten Flüchtlinge, die getöteten und verletzten Grenzsoldaten, aber auch ein tiefes Mitgefühl mit Kameraden die des Todes oder der Verstümmelung von Menschen ansichtig werden mussten, sie sind sicherlich dauerhaft traumatisiert.

Ich habe aus dem Erlebten meine späteren Schlüsse gezogen, auch den das ein Staat der es für notwendig erachtet Tötungsautomaten zu installieren und auf Menschen, die um nichts als ihre Freiheit rennen, von jungen wehrpflichtigen schießen zu lassen, es mehr als verdient hat von der Erdoberfläche zu verschwinden, auch wenn er sonst so viel gutes getan haben mag.

Vielleicht sehen das viele anders, ich persönlich sah und sehe es so.






Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#84

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 26.04.2012 10:02
von Gert | 12.891 Beiträge | 755 Punkte
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E,Mielke ist rechtskräftig von einem deutschen Gericht wegen Mordes an dem Polizisten Anlauf zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worde. Wenn er jünger gewesen wäre, hätte er mit Sicherheit lebenslänglich bekommen.


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#85

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 26.04.2012 10:11
von Gert | 12.891 Beiträge | 755 Punkte
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Ich habe damals an der Grenze auch sehr oft mit mir gehadert, was machst du jetzt, wenn du die Schusswaffe anwenden musst.
Ich hatte eine Festnahme, sie war aber ganz unproblematisch. Der hat bei Anruf sofort die Pfötchen gen Himmel gestreckt. Als sie den GV an der Grenze abholten, hatte ich ein Danke auf den Lippen, dass er sich so pflegeleicht hat festnehmen lassen, habs natürlich mir verkniffen.Er tat mir nur leid, war eigentlich aus Hannover ( hatte bei der Durchsuchung einen westdeutschen Führerschein dabei) und der Liebe wegen nach Leipzig gegangen. Das muss dann wohl in die Brüche gegangen sein und er wollte zurück nach Hannover.
Als der Tag der Entlassung kam, habe ich tief durchgeatmet, dass das Schicksal mir gnädig war und ich nicht auf Menschen schiessen musste.


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#86

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 26.04.2012 11:52
von Mholzmichel | 381 Beiträge
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Schönes Thema.
Hin und wieder mach ich mir im Nachhinein auch Gedanken über das, zu dem wir "genötigt" wurden. Mit 18 Lenzen hab ich mir da noch nicht so den Kopf zerbrochen. Eher jetzt im Nachhinein kommen Gedanken hoch und werden Erinnerungen wach. Gute und Schlechte, wobei man das Schlechte eher vergisst. Beurteilen kann das sowieso nur derjenige von uns, der Tag für Tag am Kanten war, und nicht nur ab und zu über den Zaun geguckt hat und jetzt klugscheißt.


EK 81/2
zuletzt bearbeitet 26.04.2012 11:53 | nach oben springen

#87

RE: Empfindungen

in Grenztruppen der DDR 26.04.2012 11:58
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge | 1 Punkte
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grenzwolf so oder ähnlich dachten wohl die meisten und die schichten konnten manchmal so sehr lang sein das man an so ziehlich alles dachte in dieser zeit. mir ging auch durch den kopf was machste wenn dein posten das rennen bekommt oder was, wenn man mal weggenickt war und nacher werden spuren auf dem k6 gefunden was mir sogar einmal geschehen ist. da ging mir aber die muffe, zum glück waren es alte spuren.
die minen waren schäußliche dinger, aber genau dort bildete ich mir ein eine ruhige schicht zu haben weil hier schon keiner das rennen bekommt wenn er die warnschilder sieht. wie blöd wir damals dachten zeigt ja gert der durch so ein feld rannte.
andy


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