#1

Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 14:07
von Kesti | 32 Beiträge

Wurden eigentlich in der DDR auch so viele Lebensmittel und Verpackungen achtlos weggeworfen wie heute? Und wenn nicht, wie wurde das verhindert?



nach oben springen

#2

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 15:10
von Annakin | 526 Beiträge

Hallo

Lebensmittel weggeworfen ,denk mal nicht. Weiß aber das viele Kleintierhalter Brot kauften, weil es billig war um damit ihr Viehzeug zu füttern. Verpackungen hatten wir nicht viel,deshalb wurde auch nicht so viel Müll produziert.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
nach oben springen

#3

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 15:43
von Kimble | 397 Beiträge

Gefühlt wurde weniger weg geworfen. Was auch daran liegt, daß es z.B. schon rein aus Kostengründen
keine Mogelpackungen gegeben hat.

Für Küchen- Abfälle gab es in der Stadt "Schweinetonnen".
Leider landete dort mitunter auch so Sachen wie Glasscherben mit rein.
Das machte das eigentlich gut gedachte Unternehmen etwas schwierig in der Umsetzung.

Das Lebensmittel für die private Tierzucht zweckentfremdet wurden kann ich bestätigen.
Hatte man Bekannte auf dem Lande, so freuten sie sich immer wenn man einige Tüten Haferflocken
für das Federvieh mitbrachte.

Unterm Strich muss man sich um das Wegwerfen damals und heute keine Gedanken machen.
In gesunder Größenordnung ist so ein Verhalten normal und gehört auch zum angenehmen Leben mit dazu.

Das andere Extrem wäre, man erhält genau abgezählt oder in mg abgewogen nur die Menge,
die man als einzelner Mensch benötigt. Dann fällt bis auf die Pillenbox kein Müll an.
Wäre das aber erstrebenswert ?

Anderes Beispiel: Es gibt im pazifischen Ozean die Insel Nauru. Einfach mal nach Goockeln.
Die (waren) mal so eine Zeit lang so richtig reich, wenn bei denen das Auto nicht mehr angesprungen ist,
kauften die einfach ein neues. Bei denen konnte man wirklich von einer einer Wegwerfgesellschaft sprechen.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 22.04.2012 15:45 | nach oben springen

#4

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 19:57
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Kann mich noch gut daran erinnern als wir mal Besuch einer Tante (ueber 65 und durfte reisesn) aus der DDR hatten. Wir sind spazieren gegangen und eine Banane lag auf dem Gehweg. Aber keiner hat sie beachtet oder gar aufgehoben. "Die wuerde in der Ostzone nicht lange da liegen bleiben" hat sie dann verwundert gesagt.


nach oben springen

#5

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 20:44
von frank | 1.753 Beiträge

[quote="Wanderer zwischen 2 Welten"]Kann mich noch gut daran erinnern als wir mal Besuch einer Tante (ueber 65 und durfte reisesn) aus der DDR hatten. Wir sind spazieren gegangen und eine Banane lag auf dem Gehweg. Aber keiner hat sie beachtet oder gar aufgehoben. "Die wuerde in der Ostzone nicht lange da liegen bleiben" hat sie dann verwundert gesagt.[/quote]

da fehlen einem die worte !!!



nach oben springen

#6

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 20:58
von Kimble | 397 Beiträge

Bananen gab es schon. Nicht gerade jede Woche aber es gab sie.
Für kranke Kinder gab es Bananen sogar auf Rezept.
Die wurden im "Bananenkeller" auf Termin gelb gemacht. Kein Witz!
Na gut, um genau zu sein, es wurde der Reifeprozess gesteuert.

Na und später als ich auf einer DDR Werft gearbeitet habe, Mitte der 80er,
gab es die so etwa 1 bis 2 mal im Monat in den Verkaufsstellen auf Werftgelände zu kaufen.
Waren alles Chiquita oder Turbana Bananen wie ich mich erinnere.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
nach oben springen

#7

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 21:32
von eisenringtheo | 9.181 Beiträge

Zitat von Kimble
(...)
Für kranke Kinder gab es Bananen sogar auf Rezept.
(...).



Therapeutischer Nutzen von Bananen???
Theo


nach oben springen

#8

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 22.04.2012 22:01
von frank | 1.753 Beiträge

zum thema : ich glaube in der ddr wurden weniger lebensmittel verschwendet wie heut zu tage , überschuss wurde wahrscheinlich auch produziert und ging als viehfutter über , lag da natürlich auch an der sortimentsbreite die im westen ja sehr viel höher war als in der ddr ! dafür wurde weniger müll produziert und dank 'sero' wieder eingesetzt !
um nochmal zu #5 zu kommen ging es mir nicht um die 'frucht' , kenne keinen der in der ddr etwas von der strasse oder aus dem mülleimer essen mußte !! passt eher in die heutige 'wohlstandsgesellschaft' , schon weil diese frucht doch selten war lag sie, @ wanderer bestimmt in der OSTZONE nicht auf der strasse !!!



nach oben springen

#9

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 08:17
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Für kranke Kinder gab es Bananen sogar auf Rezept.@Kimble

Spass beiseite,da hat aber ein Apfel mehr Vitamine,aber Leider gabs die nicht auf REZEPT.


nach oben springen

#10

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 08:32
von damals wars | 12.198 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Kimble
(...)
Für kranke Kinder gab es Bananen sogar auf Rezept.
(...).



Therapeutischer Nutzen von Bananen???
Theo




Leicht verdaulich.
Es gab auch Mineralwasser auf Rezept. Für Kleinkinder.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#11

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 11:51
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Es gab auch Mineralwasser auf Rezept. Für Kleinkinder@damals wars

Klar fürs Bäuerchen.


nach oben springen

#12

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 11:56
von Kimble | 397 Beiträge

Stimmt, Mineralwasser auch. In Gegenden wo der Nitratgehalt im Trinkwasser zu hoch war.
Oft war die Landwirtschaft dafür die Ursache. Zu viel Dünger auf die Felder gekippt.
Das war aber durchaus kein DDR- typisches Problem.

Bananen scheinen ja besonders zum witzeln anzuregen was ?.
Aber Obacht, die Dinger sind in allen Darreichungsformen gefährlich !
Man kann leicht auf einer Schale Bananenquark ausrutschten.


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
zuletzt bearbeitet 23.04.2012 11:57 | nach oben springen

#13

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 14:27
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Kann mich noch gut daran erinnern als wir mal Besuch einer Tante (ueber 65 und durfte reisesn) aus der DDR hatten. Wir sind spazieren gegangen und eine Banane lag auf dem Gehweg. Aber keiner hat sie beachtet oder gar aufgehoben. "Die wuerde in der Ostzone nicht lange da liegen bleiben" hat sie dann verwundert gesagt.


der war ja gut, da muß ich gleich einen drauf setzen. ich sah neulich einen deutschen arbeitslosen und wies ihn darauf hin das er einen schuh verloren hat weil er nur einen trug. er klärte mich auf das er keinen verloren hat sondern einen gefunden weil hartz4 zu wenig ist um schuhe zu kaufen.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
nach oben springen

#14

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 14:30
von Mholzmichel | 381 Beiträge

Was wollte man denn wegschmeißen ? Verpackung, das Meißte gab es doch lose in den Dederonbeutel.
Salat, Äpfel oder Kohl entweder lose oder in der Büchse. Da war nicht alles 100Mal eingepackt und es schmeckte auch besser und hat länger gehalten. Ich glaub soviele Allerien wie heute gab es nicht.


EK 81/2
nach oben springen

#15

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 14:39
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Mholzmichel
Was wollte man denn wegschmeißen ? Verpackung, das Meißte gab es doch lose in den Dederonbeutel.
Salat, Äpfel oder Kohl entweder lose oder in der Büchse. Da war nicht alles 100Mal eingepackt und es schmeckte auch besser und hat länger gehalten. Ich glaub soviele Allerien wie heute gab es nicht.


genau was heute alles bio sein soll ist nicht mal alles qualität ddr. damals war obst und gemüse noch saisonbedingt und war natur. heute haben nur mal als beispiel erdbeeren ein hohlgehäuse und grüne gurken kein großen saftkern mehr usw. verpackungen wurden mitgebracht wie gläser zum abfüllen von sauerkraut aus dem fass oder spreewälder gurken. anstatt tüten gab es beutel oder netze. die farbe für bunte verpackungen war sehr reduziert und sah eintönig aus sowie die verpackung auf die menge reduziert war und nicht größer als der schein. die ddr war denke ich aus mangel von rohstoffen umweltfreundlicher als es die brd je sein kann.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 23.04.2012 14:40 | nach oben springen

#16

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 14:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von EK 82/2

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Kann mich noch gut daran erinnern als wir mal Besuch einer Tante (ueber 65 und durfte reisesn) aus der DDR hatten. Wir sind spazieren gegangen und eine Banane lag auf dem Gehweg. Aber keiner hat sie beachtet oder gar aufgehoben. "Die wuerde in der Ostzone nicht lange da liegen bleiben" hat sie dann verwundert gesagt.


der war ja gut, da muß ich gleich einen drauf setzen. ich sah neulich einen deutschen arbeitslosen und wies ihn darauf hin das er einen schuh verloren hat weil er nur einen trug. er klärte mich auf das er keinen verloren hat sondern einen gefunden weil hartz4 zu wenig ist um schuhe zu kaufen.
andy




Als ich vor kurzem dieses Forum gefunden habe, freute ich mich auf angeregte und sachliche Diskussionen zur innerdeutschen Grenze und die ehemalige DDR.
Als ich dann dachte ich bin in eine neosozialistische Agitprop-Veranstaltung geraten ging es ja noch, einen gelernten DDR-Bürger kann man nicht so leicht einem vom Pferd erzählen, da gibt es ja noch eigene Erfahrungen, aber langsam machts keinen richtigen Spaß mehr, denn solcher, sorry, unausgegorener Stuss geht dann schon an die Schmerzgrenze, um bei "Grenze" zu bleiben..


zuletzt bearbeitet 23.04.2012 14:40 | nach oben springen

#17

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 14:45
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von EK 82/2

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Kann mich noch gut daran erinnern als wir mal Besuch einer Tante (ueber 65 und durfte reisesn) aus der DDR hatten. Wir sind spazieren gegangen und eine Banane lag auf dem Gehweg. Aber keiner hat sie beachtet oder gar aufgehoben. "Die wuerde in der Ostzone nicht lange da liegen bleiben" hat sie dann verwundert gesagt.


der war ja gut, da muß ich gleich einen drauf setzen. ich sah neulich einen deutschen arbeitslosen und wies ihn darauf hin das er einen schuh verloren hat weil er nur einen trug. er klärte mich auf das er keinen verloren hat sondern einen gefunden weil hartz4 zu wenig ist um schuhe zu kaufen.
andy




Als ich vor kurzem dieses Forum gefunden habe, freute ich mich auf angeregte und sachliche Diskussionen zur innerdeutschen Grenze und die ehemalige DDR.
Als ich dann dachte ich bin in eine neosozialistische Agitprop-Veranstaltung geraten ging es ja noch, einen gelernten DDR-Bürger kann man nicht so leicht einem vom Pferd erzählen, da gibt es ja noch eigene Erfahrungen, aber langsam machts keinen richtigen Spaß mehr, denn solcher, sorry, unausgegorener Stuss geht dann schon an die Schmerzgrenze, um bei "Grenze" zu bleiben..



na nun sei mal nicht gleich sauer. mein kommentar konntert doch nur den anderen. immer die banane, als wenn alle ossis auf den bäumen sassen. ehrlich ne banane von der strasse aufheben? wie hungrig waren wir denn im osten? ich war nie gezwungen etwas von der strasse aufzuheben, auch keine bananen und heute werden sogar zigarettenstummel gesammelt.
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
nach oben springen

#18

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 15:21
von 94 | 10.792 Beiträge

Zurück zur Specki-Tonne, kennt noch jemand diesen Aufkleber?



Upps, das war mein Viertausender, hmm, bissel schweinisch *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#19

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 15:26
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Das war eine Sauerei mit den Holzkübeln,gefreut haben sich nur die Ratten.


nach oben springen

#20

RE: Lebensmittelvernichtung

in Leben in der DDR 23.04.2012 15:42
von Backe | 480 Beiträge

genau was heute alles bio sein soll ist nicht mal alles qualität ddr. damals war obst und gemüse noch saisonbedingt und war natur. heute haben nur mal als beispiel erdbeeren ein hohlgehäuse und grüne gurken kein großen saftkern mehr usw.
andy[/quote]
Was Du meinst sind Paprikaschoten
PS: bin im Besitz mehrerer Paar Schuhe

Aber weggeschmissen wird heut mehr wie zur guten alten DDR-Zeit.


"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing
nach oben springen


Besucher
17 Mitglieder und 106 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2483 Gäste und 146 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558450 Beiträge.

Heute waren 146 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen