#21

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 20.04.2012 22:54
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von feldwebel88
also mir als kgsi ,wär es auf die nerven gegangen wenn der,, uhu,, nachts aufgestanden hätte.



Mit dem Aufklappen das ist mir auch unklar, soll man da tatsächlich entfernte Geräusche rausfiltern können?
Da muss man sicher ganz konzentriert hinhören und das auf der FüSt wo eigentlich anderes wichtiger war nehme ich an.
Also ich kenn das jedenfalls nicht das die Dinger aufgeklappt blieben.


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#22

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 01:03
von frank | 1.753 Beiträge

deutsche und ihre abkürzungen will man im forum einige aus-'grenzen' ! wenn nicht , sagt mir mal warum ??
ich könnte auch so'n kauderwelsch erzählen was nur 'insider' mitbekommen und mach es nicht !! ist das ok !??



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#23

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 06:19
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo (KAMÜ)

Zitat von KAMÜ
Hallo Grenzwolf 62. Ein GSSZ == Grenzsignal und sicherungszaun- Hatte ein Y- Abweiser ( wurde gegen 1986 etwa gebaut),Ein GSZ == Grenzsicherungszaunhatte nur den Abweiser in Richtung DDR Hinterland - war vorgänger vom GSSZ. Der Uhu ,so wie er im Grenzlandmusseum Bad Sachsa steht wurde in den Nachtzeiten aufgeklappt in Bereichen, die Von FHG angelaufen wurde.gruß KAMÜ



GSZ: soweit erinnerlich(eigene Dienstzeit1978 bis1979): definitiv: GrenzSIGNALzaun
übrigens: was heißt FHG??


Ansonsten: die Abkürzungen von @94 im letzten Beitag: Fragen über Fragen....

Zitat von 94
... GT-Jargon wie ich mich erinnere IMMER ein Tor im GZ-I, vom BBKF auf MGZ [
genannt, gemeint. ...



Kleiner Vorschlag an die Forenaufsicht: vielleicht irgendwo einen "Legendenthread" installieren, in dem alle möglichen/ unmöglichen Abkürzungen (inclusive ausgeschriebener Erklärung ) zu erlesen sind ...
odär (geklaut von ... ) gibt´s das schon?


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 21.04.2012 06:34 | nach oben springen

#24

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 08:08
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Stimmt der Abkürzungswahn ist uns irgendwie in die Wiege gelegt worden.
Eine Frage zu der Y-Form des später eingeführten Grenzsignal- und Sicherungszaunes (GSSZ), warum eigentlich diese Form?
Das man fluchtbehindernte Zäune schon immer mit den Abweisern entgegensetzt der Fluchtrichtung baut ist klar und die ursprüngliche Aufgabe dieses Zaunes war ja die, der Name sagts, Signalauslösung.
Sollte "Kuno" (Grenzerjargon für Grenzverletzer) etwa daran gehindert werden wieder rauszuklettern wenn er es sich eventuell anders überlegt hat?


zuletzt bearbeitet 21.04.2012 09:53 | nach oben springen

#25

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 08:15
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Hallo Diskus, das gibt's das Wiki hier.

LG


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#26

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 08:15
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62

Zitat von feldwebel88
also mir als kgsi ,wär es auf die nerven gegangen wenn der,, uhu,, nachts aufgestanden hätte.



Mit dem Aufklappen das ist mir auch unklar, soll man da tatsächlich entfernte Geräusche rausfiltern können?
Da muss man sicher ganz konzentriert hinhören und das auf der FüSt wo eigentlich anderes wichtiger war nehme ich an.
Also ich kenn das jedenfalls nicht das die Dinger aufgeklappt blieben.




Es gab mal eine Zeit, nach dem die Teile installiert waren, da wollte man die "Vorteile" der Möglichkeiten auch ausnutzen. Die wurden dann auch als "Richtmikrofon" (welch großer irreführender Name) genutzt. Bei uns allerdings nur zeitlich begrenzt, d.h. mal für x+30 oder x+60 in der Nacht, danach wieder geschlossen. Nach relativ kurzer Zeit hatte sich das aus den von dir @ Gw62 genannten Nachteilen erledigt. Der eine oder andere wilde junge Führungsdachs hat das dann noch mal auf eigenen Entschluss von seinen Posten machen lassen - mehr war dann nicht. Ansonsten waren die für die Land- und Forstarbeiter und dem einen oder anderen Sackie aus dem Stab der kein Gummiohr mithatte.

Mike59


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#27

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 10:00
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wie war das im Hinterland, gab es da für Gakels auch die Möglichkeit sich ins Grenzmeldenetz einzustöpseln, oder nur Kontakt über die Eulen?
Bei Kompaniesicherung waren da ja auch ab und an, ich glaube wir nannten die "Freundwärtsknollen", auf Posten, die mussten sicherlich ja auch irgendwie Verbindung halten.


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#28

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 11:22
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Wie war das im Hinterland, gab es da für Gakels auch die Möglichkeit sich ins Grenzmeldenetz einzustöpseln, oder nur Kontakt über die Eulen?
Bei Kompaniesicherung waren da ja auch ab und an, ich glaube wir nannten die "Freundwärtsknollen", auf Posten, die mussten sicherlich ja auch irgendwie Verbindung halten.


Jede Eule war an einer GMN Säule befestigt, somit war auch immer eine Buchse für den GMN Hörer vorhanden. Im Hinterland - sprich im Grenzgebiet waren nur an wenigen stellen GMN Säulen vorhanden, meist entlang der Kabeltrassen zwischen GAs und GK, wenn dann meist nur 1- 2 Stück wenn überhaupt. In der Zeit vor UFT und somit auch vor den Uhu's war es im Hinterland sehr entspannt*, da wußte kaum einer (auch die Führung nicht) wo der GAKl wirklich unterwegs war. Ich kenne da altgediente Stofä, die sind nach 12h Dauerregen, salztrocken mit blitzblank geputzten Stiefeln vom Grenzdienst zurück gekommen.

* trifft nicht für die Bereiche zu, wo die GAkl mit zusätzlichen Tauchermessern im Wald unterwegs waren

Mike59


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#29

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 11:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Mike59

Jede Eule war an einer GMN Säule befestigt, somit war auch immer eine Buchse für den GMN Hörer vorhanden. Im Hinterland - sprich im Grenzgebiet waren nur an wenigen stellen GMN Säulen vorhanden, meist entlang der Kabeltrassen zwischen GAs und GK, wenn dann meist nur 1- 2 Stück wenn überhaupt. In der Zeit vor UFT und somit auch vor den Uhu's war es im Hinterland sehr entspannt*, da wußte kaum einer (auch die Führung nicht) wo der GAKl wirklich unterwegs war. Ich kenne da altgediente Stofä, die sind nach 12h Dauerregen, salztrocken mit blitzblank geputzten Stiefeln vom Grenzdienst zurück gekommen.

* trifft nicht für die Bereiche zu, wo die GAkl mit zusätzlichen Tauchermessern im Wald unterwegs waren

Mike59



Wäre es technisch versierten GV (eventuell mit den Abläufen im Grenzabschnitt vertrauten) in Vorbereitung eines Durchbruchsversuches möglich gewesen von dort aus den Sprechverkehr abzuhören?


zuletzt bearbeitet 21.04.2012 11:32 | nach oben springen

#30

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 11:50
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
Stimmt der Abkürzungswahn ist uns irgendwie in die Wiege gelegt worden.
Eine Frage zu der Y-Form des später eingeführten Grenzsignal- und Sicherungszaunes (GSSZ), warum eigentlich diese Form?
Das man fluchtbehindernte Zäune schon immer mit den Abweisern entgegensetzt der Fluchtrichtung baut ist klar und die ursprüngliche Aufgabe dieses Zaunes war ja die, der Name sagts, Signalauslösung.
Sollte "Kuno" (Grenzerjargon für Grenzverletzer) etwa daran gehindert werden wieder rauszuklettern wenn er es sich eventuell anders überlegt hat?




Diente eher der Erhöhung des Übersteigschutz, ab Mitte der 80er Jahre wurden zusätzliche Vorkehrungen erprobt und letztlich auch installiert. Es gab auch unterschiedliche Ausführungen des GSSZ, schauste hier lang:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index....opic=10662&st=0

Vielleicht auch mal die Suchhilfe im Forum hier bemühen. Eventuell kann da die 13 (ähm 94) behilflich sein.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#31

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 11:51
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Mike59
[
* trifft nicht für die Bereiche zu, wo die GAkl mit zusätzlichen Tauchermessern im Wald unterwegs waren

Mike59




Dort war doch eh alles anders.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#32

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 12:28
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo (Feliks)

Zitat von Feliks D.
Hallo Diskus, das gibt's das Wiki hier.

LG


Nachdem ich die (beispielsweise)Abkürzung BBKF eingegeben habe poppt (u.a.) folgender Text auf:

(Zitat hierherkopiert)

Der Artikel „BBKF“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Anleitung).
Wenn dir die folgenden Suchergebnisse nicht weiterhelfen, wende dich bitte an die Suchhilfe.


Und nu...?

Mir ging es bei meinem Vorschlag um die Grenz(er) typischen Abkürzungen...


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 21.04.2012 12:29 | nach oben springen

#33

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 13:33
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Google genügt vollauf. Das findet auch nichtamtliche Abkürzungen und weist hierher zurück:
BBKF:
Was dachten die Offiziere??
Theo


zuletzt bearbeitet 21.04.2012 13:33 | nach oben springen

#34

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 13:36
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Hallo Diskus hier das Wiki des Forums... Wiki:index

Da unter Abkürzungen nachschauen, da hab ich mal angefangen und 3/4 der Buchstaben schon abgearbeitet. Wenn der BBKF noch nicht dabei ist einfach hinzufügen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#35

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 21.04.2012 21:31
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo Feliks,

wer lesen kann ist klar im Vorteil...
habe noch gar nicht gesehen, daß es ein Foreneigenes Wiki gibt....
Danke für den Tip....(mit dem Zaunspfahl)

Allerdings: wenn Abkürzungen verwendet werden die dem einen oder anderem User unbekannt sind dann nützt der Tip (mir)

Zitat von Feliks D.
Hallo Diskus hier das Wiki des Forums... Wiki:index

Da unter Abkürzungen nachschauen, da hab ich mal angefangen und 3/4 der Buchstaben schon abgearbeitet. Wenn der BBKF noch nicht dabei ist einfach hinzufügen.



auch nichts ...
Trotzdem nat. Danke für den Hinweis.


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 21.04.2012 21:36 | nach oben springen

#36

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 23.04.2012 16:07
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mike59
[quote="Grenzwolf62"]Wie war das im Hinterland, gab es da für Gakels auch die Möglichkeit sich ins Grenzmeldenetz einzustöpseln, oder nur Kontakt über die Eulen?
... Im Hinterland - sprich im Grenzgebiet waren nur an wenigen stellen GMN Säulen vorhanden, meist entlang der Kabeltrassen zwischen GAs und GK, wenn dann meist nur 1- 2 Stück wenn überhaupt. In der Zeit vor UFT und somit auch vor den Uhu's war es im Hinterland sehr entspannt*, da wußte kaum einer (auch die Führung nicht) wo der GAKl wirklich unterwegs war. Ich kenne da altgediente Stofä, die sind nach 12h Dauerregen, salztrocken mit blitzblank geputzten Stiefeln vom Grenzdienst zurück gekommen.

* trifft nicht für die Bereiche zu, wo die GAkl mit zusätzlichen Tauchermessern im Wald unterwegs waren

Mike59



Doch, war da ganz genauso.
Die Anzahl der GMN-Säulen im Hinterland war vielleicht etwas höher. Zwischen Schierke und dem Winterberg gab es zwei Säulen. Zwischen Schierke und der oberen Kreuzung gab es drei Säulen. Jene am K 2 oder im Eckernloch nicht gerechnet und vielleicht habe ich auch je eine oder zwei vergessen.
Kontrollen gab es immer wieder. Die erfolgten aber meist durch die Kompanieführung. Soll heißen, man kannte sich...
Es gab Bereiche, da hatten Pilze, Heidelbeeren oder Geweihstangen während so einer Hinterlandschicht wirklich keine Ruhe. Andererseits war da am Tage natürlich der Urlauberverkehr, über den man schon einer gewissen Kontrolle unterlag. Was auf Gegenseitigkeit beruhte. Im Wesentlichen jedoch verließt der GAK die Kompanie im Hinterland zu Schichtbeginn und kam zu Schichtende wieder zurück. Was dazwischen passierte, das wußte nur einer. Meldung war die Ausnahme.
Das Phänomen mit einer der Witterung unangepassten Kleidung ließ sich auch nach einer Pause im Ort oder in der Wildfütterung mit einem kurzen Querfeldeinmarsch beheben. So einfach ließ man sich eigentlich nicht erwischen.
Funkverbindung gab es vor der UFT-Zeit fast nicht und ab dieser Zeit auch nur begrenzt. Sehr bald wußte sowohl der GAK als auch der KGSi, wo man erreichbar war und wo dann doch eher nicht.
Wenn in der fraglichen Zeit in den betreffenden Bereich keiner "durch" war, dann war alles schön. Ansonsten musste man sich eben etwas einfallen lassen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 23.04.2012 16:10 | nach oben springen

#37

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 23.04.2012 16:30
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62
...Wäre es technisch versierten GV (eventuell mit den Abläufen im Grenzabschnitt vertrauten) in Vorbereitung eines Durchbruchsversuches möglich gewesen von dort aus den Sprechverkehr abzuhören?



Natürlich. Telefonhörerlautsprecher (der oben im Hörer) mit zwei Drähten und einem angerödelten Antennenflachstecker hätte vollauf genügt. Da das Netz eigentlich immer irgendwo ein bischen kaputt war, hätte der KGSi das (brummte ein bischen) kaum mitbekommen und wenn, dann irgendeiner der überall üblichen illegalen "Verlängerungen" zugeschrieben.
Dazu hätte man aber den jeweils regional üblichen Jargon kennen müssen um zu wissen, worüber da gesprochen wurde. Denn es gab zwar einheitliche Regeln die jedoch überall etwas anders gehandhabt wurden. Also andere Kürzel, andere Namen für die Postenbereiche, andere Formen der Absprachen und dann die Postentabelle sowieso, die ja auch ab und an benutzt wurde und deren Codierung zwar simpel war aber sich immer wieder änderte.
Damit hätte ein GV wahrscheinlich unnütz Zeit verloren. Ich war bei einigen Durchsuchungen dabei. So etwas habe ich nicht zu sehen bekommen. Das ist wohl eher eine theoretische Möglichkeit.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#38

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 23.04.2012 16:49
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von 94
Hallo Gw62, die UHUs waren nicht anstelle, sondern zusätzlich zur GMN-Buchse installiert. Allerdings nicht an den Gassentoren im GZ-I sondern an neuralgischen Punkten außerhalb des Abschnitts. Sie dienten der Kontaktaufnahme mit der FÜSt für jene Kräfte wie GAKls oder FHGs , welche gerade keinen Knochen dabei hatten. Aber auch Kulper (LPG-Bauern) konnten so Einlaß in den Abschnitt begehren.
Außerdem hatte die Klappe einen Stab, mit welchen sie offen gehalten werden konnte, um so die Umgebungsgeräusche zu 'belauschen'.



Sowie für den Wachposten am Kompanietor oder zum Beispiel auch für den Einlaß an der Brockenmauer.
An Gassentoren auch, wobei ich hier jene am GSZ meine und (für Scharfenstein, wo ich so etwas am Zaun I am Durchlaß zum Eckertal gesehen habe) vereinzelt auch am Zaun I. Schierke selbst hatte kein solches Tor bis 1985 und im Abschnitt Elend gab es gegenüber dem unteren Parkplatz zumindest bis Herbst 1985 kein solches Gerät.
Wenn bei uns der KGSi Langeweile hatte, dann hat er die KS am K 2 beauftragt, die Klappe aufzustellen. Manchmal war ja doch etwas zu hören. An der Haarnadelkurfe, einer Stelle, wo die Urlauber bis auf etwa 10 Meter an den dort noch vorhandenen GSZ herankamen, stand, glaube ich, auch so ein Uhu. Da hat es immer Spaß gemacht, die Kommentare der Urlauber mitzuhören.
Das klappte über einen kleines, selbstgebautes Telefonmikrofon aber auch ganz gut.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#39

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 24.04.2012 07:34
von Udo | 1.267 Beiträge

BBKF= Bitterböser Klassenfeind


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#40

RE: Frage zu Sprecheinrichtungen an den Gassentoren

in Grenztruppen der DDR 24.04.2012 08:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von S51

Zitat von Grenzwolf62
...Wäre es technisch versierten GV (eventuell mit den Abläufen im Grenzabschnitt vertrauten) in Vorbereitung eines Durchbruchsversuches möglich gewesen von dort aus den Sprechverkehr abzuhören?



Natürlich. Telefonhörerlautsprecher (der oben im Hörer) mit zwei Drähten und einem angerödelten Antennenflachstecker hätte vollauf genügt. Da das Netz eigentlich immer irgendwo ein bischen kaputt war, hätte der KGSi das (brummte ein bischen) kaum mitbekommen und wenn, dann irgendeiner der überall üblichen illegalen "Verlängerungen" zugeschrieben.
Dazu hätte man aber den jeweils regional üblichen Jargon kennen müssen um zu wissen, worüber da gesprochen wurde. Denn es gab zwar einheitliche Regeln die jedoch überall etwas anders gehandhabt wurden. Also andere Kürzel, andere Namen für die Postenbereiche, andere Formen der Absprachen und dann die Postentabelle sowieso, die ja auch ab und an benutzt wurde und deren Codierung zwar simpel war aber sich immer wieder änderte.
Damit hätte ein GV wahrscheinlich unnütz Zeit verloren. Ich war bei einigen Durchsuchungen dabei. So etwas habe ich nicht zu sehen bekommen. Das ist wohl eher eine theoretische Möglichkeit.




Wenn ich es hätte später versuchen wollen, dann nur da wo ich mich richtig auskenne, wo ich weiß wo 501-Bereiche sind, schlecht einsehbare u.s.w.
Beim Sprechverkehr wurden wurden Postenpunkte mit Nummern genannt, Bereiche aber auch mit einer richtigen Benennung, wie "handeln im Bereich Schweinewald, nächste Meldung in X+15 Minuten".
Bei Kompaniesicherung war die Postendichte relativ gering, oft auch Kombi Fußstreife-Turmposten, da hättest du als Wissender auch raushören können wenn die Ablösung zum BT geht oder zurückkommt und du kanntest die üblichen Wege.
Wie die zwei A-Gruppen zeitlich deinen gewählten Eindringeort erreichen konnten wusstest du ebenfalls, also Zufallsbegegnungen ausschließen und schnell sein.
Ich meine das schwierigste wäre gewesen bis an den Abschnitt ranzukommen, dann hättest du als Wissender durchaus eine reale Chance gehabt, wärst du als Ex-Grenzer vorher hoppgenommen worden wäre natürlich für die Untersuchungsorgane alles klar gewesen.


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