#21

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.01.2014 20:19
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde...
Na das war ja vor meiner Zeit.......Da war ich noch ein stolzer Jungpionier.
Auf dem Bahnhof Friedrichstraße sah die Kontrolle dann etwa so aus :
und das Ergebniss soll so ausgesehen haben:(Q. History-ch. und Eulenspiegel)
Die Kontrolle erfolgte übrigens durch das AZKW - Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs - Die Herrschaften in blau , die da hoffentlich zu sehen sind , sind also keine Trapojaner.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 04.01.2014 20:22 | nach oben springen

#22

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.01.2014 20:23
von Lutze | 8.039 Beiträge

eine Frage habe ich dazu,
wurden auch Gegenstände beschlagnahmt?,
zum Beispiel begehrte Konsumgüter der DDR?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#23

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.01.2014 20:32
von Hans | 2.166 Beiträge

Schau mal auf die linke Seite der Karikatur, Lutze. Da sind die Typischen Schmuggelsachen abgebildet. War wohl damals mehr oder wenigen Usus, und das Wort "Schieber" stammt ja auch irgendwie aus der Zeit.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.01.2014 20:37
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #23
Schau mal auf die linke Seite der Karikatur, Lutze. Da sind die Typischen Schmuggelsachen abgebildet. War wohl damals mehr oder wenigen Usus, und das Wort "Schieber" stammt ja auch irgendwie aus der Zeit.
73 Hans

Wieder ein Agent weniger!!

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Theo


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#25

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.01.2014 20:46
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #23
Schau mal auf die linke Seite der Karikatur, Lutze. Da sind die Typischen Schmuggelsachen abgebildet. War wohl damals mehr oder wenigen Usus, und das Wort "Schieber" stammt ja auch irgendwie aus der Zeit.
73 Hans

Hans,

ein Schmuggel würde aber doch nur dann vorliegen, wenn die mitgebrachten/mitgenommenen Güter rechtswidrig ein- oder ausgeführt werden?

Gruß
Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#26

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.01.2014 20:55
von Telamon | 129 Beiträge

In Bernau war es bestimmt auch keine Trapo bei der Kontrolle ich kann mich nur an die blauen Uniformen erinnern.
Meine Mutter wurde oft kontrolliert ich kann mich aber nicht daran erinnern das etwas eingezogen wurde. Zweimal musste sie sogar in einen Raum auf dem Bahnsteig zur Kontrolle, sie war da Hochschwanger, im Raum war dann eine Frau zur Kontrolle-
Gruß Winfried



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#27

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 10:03
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Telamon im Beitrag #26
In Bernau war es bestimmt auch keine Trapo bei der Kontrolle ich kann mich nur an die blauen Uniformen erinnern.
Meine Mutter wurde oft kontrolliert ich kann mich aber nicht daran erinnern das etwas eingezogen wurde. Zweimal musste sie sogar in einen Raum auf dem Bahnsteig zur Kontrolle, sie war da Hochschwanger, im Raum war dann eine Frau zur Kontrolle-
Gruß Winfried

Dem Bericht über Kontrollen kann ich nur zustimmen. Wir wohnten in Berlin-Schönholz, der S-Bahnhof lag im Westen. Kontrollen gab es auf der Straße sporadisch.
In der S-Bahn kann ich mich an Kontrollen nicht erinnern, auch nicht, wenn wir über Bhf. Friedrichstraße zum Alex fuhren und dabei am Nordbahnhof
wieder die "Grenze" durchfuhren.
Verwandte hatten wir in Berlin-Buch und in Röntgenthal bei Berlin. In Röntgenthal wurde dann am Abgang vom Bahnsteig kontrolliert, weniger, um zu erfahren, ob man als Ost-Bürger irgendwo hin wollte, sondern um Westberliner bzw. Nicht-DDR-Bürger zu erwischen, die ohne Genehmigung in die DDR einreisen wollten. Das wurde außerhalb der Stadtgrenzen überall praktiziert, gleich den Straßenkontrollpunkten an der Stadtgrenze Ostberlin-DDR.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#28

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 10:20
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde....
Hans,

ein Schmuggel würde aber doch nur dann vorliegen, wenn die mitgebrachten/mitgenommenen Güter rechtswidrig ein- oder ausgeführt werden?

Grünau , Ari, Grünau !
Und das Schieberrei und Schmuggel im großen und im kleinen damals in Berlin geblüht haben, wird doch wohl keiner bestreiten ?
73 Hans


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#29

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 11:24
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #28
Morgen , Gemeinde....
Hans,

ein Schmuggel würde aber doch nur dann vorliegen, wenn die mitgebrachten/mitgenommenen Güter rechtswidrig ein- oder ausgeführt werden?

Grünau , Ari, Grünau !
Und das Schieberrei und Schmuggel im großen und im kleinen damals in Berlin geblüht haben, wird doch wohl keiner bestreiten ?
73 Hans


Das Verbringen von Devisen und Waren aus dem Währungsgebiet der DM-West in das Währungsgebiet der DM Ost und umgekehrt war reglementiert und meist verboten. Das AZKW interessierte sich bei der Einfuhr vor allem für DM Ost und Waren des täglichen Gebrauchs, der Westberliner Zoll für Schnäpse und Zigaretten.
Nach Abschaffung der Rationierung in der DDR im Jahre 1958 blühte der Schmuggel so richtig auf. Viele aus dem Osten suchten extra eine Arbeitsstelle im Westen, weil man für eine D-Mark West im Schwarztausch fünf D-Mark Ost erhielt. Da konnte man sich mehr leisten, als wenn man Osten gearbeitet hätte. Die Gefahr bei der Schieberei erwischt zu werden, war gering, speziell bei der Ostmark,wenn man Ostberliner Bürger war. Da es Freibeträge gab, musste man einfach quasi blank ausreisen und bei der Rückkehr hatte man den Freibetrag dabei.

http://youtu.be/U0WQ70lnKa8
Theo


zuletzt bearbeitet 05.01.2014 11:26 | nach oben springen

#30

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 12:03
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #28
Morgen , Gemeinde....
Hans,

ein Schmuggel würde aber doch nur dann vorliegen, wenn die mitgebrachten/mitgenommenen Güter rechtswidrig ein- oder ausgeführt werden?

Grünau , Ari, Grünau !
Und das Schieberrei und Schmuggel im großen und im kleinen damals in Berlin geblüht haben, wird doch wohl keiner bestreiten ?
73 Hans

Hans, mir war dabei die Rechtsgrundlage nicht geläufig.

So wie es ausschaut begann das Ganze mit dem (Ost-Sicht) "Gesetz zur Regelung des innerdeutschen Zahlungsverkehrs" sowie dem "Gesetz zum Schutze des innerdeutschen Handels" (in Berlin "Verordnung zum Schutze des innerdeutschen Handels") aus 1950.

Diese "Berlin-Malade", wie Du es so schön an anderer Stelle treffend formuliert hast, ist immer wieder faszinierend.

Gruß
Ari

PS: Wenn Du am Mittwoch, dem 4. Mai 1988 Dienst hattest, dann sind wir uns evtl. schon mal begegnet bei meiner Ein- bzw. Ausreise über den Bhf Friedrichstraße.


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#31

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 12:11
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Lässt sich jetzt nicht mehr nachvollziehen....... Wahrscheinlichkeit ist so 1:4 .
Aber Du währst nicht das erste meiner "Opfer" - das war der Vogtländer Frank......
Hast Du Dich wenigstens vor dem Schild an der Seite der Ausreisehalle fotografieren lassen?Das war um die Zeit mal so richtig Mode!
73 Hans
Ach so -1988 ! Da war ich einfach zu erkennen -Der einzige Transportpolizist auf Fri mit Bart ! H.


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zuletzt bearbeitet 05.01.2014 12:14 | nach oben springen

#32

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 19:06
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Telamon im Beitrag #20
Wir wohnten von 1953 bis1961 in Bernau (bei Berlin). Wenn wir von Berlin kamen, S-Bahn fuhr über Westberlin (Gesundbrunnen), wurden wir beim Ausgang in Bernau von Trapo kontrolliert. Es wurde der Ausweis und der Tascheninhalt kontrolliert, es waren aber nur Stichproben. Am Eingang zur S-Bahn wurde in Bernau nie kontrolliert. Im Zug habe ich auch nie eine Kontrolle erlebt. Soweit ich mich als Kind erinnern kann.
Gruß Winfried


Wie zuvor schon erwähnt, sollte unterschieden werden zw. Kontrollen an der Sektorengrenze zw. den Westsektoren und dem Sowjetsektor von Berlin einerseits und der Außengrenze von Berlin zur sowjetischen Besatzungszone andererseits. Zu dieser Außengrenze zählten alle S-Bahnhöfe außerhalb der Berliner Stadtgrenze, da man ja bis dahin ohne besondere Kontrollen vordringen konnte. Auf der Strecke nach Bernau (siehe oben) also Bernau selbst, Zepernick und Röntgental. Auf diesen Bahnhöfen kontrollierte nach meiner Erinnerung nicht die Trapo sondern die Grenzpolizei mit den braunen Uniformen. Die hatten auf den Bahnsteigen eine kleine Holzbude, wahrscheinlich Dienstraum genannt, in die mache Reisenden zu einer näheren Kontrolle geführt wurden und sie standen an der Bahnsteigsperre wenn Züge angekommen sind und Erwachsene mussten ihren Ausweis vorzeigen, der flüchtig angesehen wurde. Da wurden wohl auch die Opfer für den Dienstraum herausgefischt.

Gruss Wolfgang



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#33

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 19:31
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #31
[...]
Hast Du Dich wenigstens vor dem Schild an der Seite der Ausreisehalle fotografieren lassen?Das war um die Zeit mal so richtig Mode!

Hallo Hans,

die Chance hätte ich damals gern genutzt, auch wenn mein Geld (D-Mark) quasi abgezählt war (die 25 Mark der DDR waren bei der Ausreise schon verschenkt). Einen Fotografen habe ich in der Menge dann auch leider nicht wahrgenommen.

Zitat von Hans im Beitrag #31

Ach so -1988 ! Da war ich einfach zu erkennen -Der einzige Transportpolizist auf Fri mit Bart ! H.


Hui, an solche Details kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich hätte damals (und auch heute) auch nicht die Uniformen unterscheiden können.
Andere Sehenswürdigkeiten, ohne Bart, hatten natürlich Vorrang...

Gruß
Ari


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#34

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 05.01.2014 19:46
von Hans | 2.166 Beiträge

Verständlich!
Hab logischerweise auch mehr an andere Sehenswürdikeiten gedacht.....(Hoffentlich liest meine Regierung jetzt gerade was anderes)
Aber die Trapo war doch einfach zu erkennen -----Blau-------- na ja , da gabs noch Eisenbahner und...... egal, Ach so- einen "richtigen Fotografen " gabs da auch nicht- ehr so "Dienstleister mit " Pst, wollen se nen Foto von hier- mach ick für ne Mark...... Ein Tei davon waren meine besten Freunde, die knirschen heute noch ....... na, so ähnlich.
73 Hans


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#35

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2014 18:05
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,

interessant ist zum Thema sicherlich auch der Roman von Erich Wildberger, "Ring über Ostkreuz" von 1953. Hier wird der "Alltag" des Berufsverkehrs auf der damaligen Ringbahn lebendig beschrieben. Ob da drin alles stimmt? Na ja, ein Roman eben, allerdings für Freunde der S-Bahn ein schöner Einblick in die S-Bahn-Zeit vor dem Mauerbau mit allen kleinen Problemchen.

Informativ auch die Sonderausgabe von "Signal" und Berliner S-Bahn-Museum "Strecke ohne Ende - Die Berliner Ringbahn"

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2014 18:20
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ich stelle mir gerade die Frage, wo man denn bei der U-Bahn, Bahnhof Warschauer Straße kontrolliert hatte. Vor dem Bahnhof, im Bahnhof, auf dem Bahnsteig oder gar im Zug vor der Abfahrt?

Wie war es denn bei den Zügen der Ringlinie oder der NS-Bahn? Kam man da mit dem Einhalten vom Fahrplan immer zurecht? Hatte man da auf dem letzten Bahnhof im Demokratischen Sektor eine extra Haltezeit schon eingeplant?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#37

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2014 18:54
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Gleiches Problem bestand auch zwischen Pankow, Bornholmer Straße und Gesundbrunnen, Nord-Süd-Bahn bzw Ringbahn
Gesundbrunnen.Schönhauser Allee.
Hier wurde nach Aussage meiner Eltern so gut wie nicht kontrolliert, denn es war innerhalb Berlins. Außerdem wäre der
Fahrplan zusammengebrochen. Stichpunktkontrollen während der Fahrt auf Ostgebiet gab es aber wohl.
In der Praxis hat man die Grenze nicht gespürt.
.
Gleiches galt auch für die U-Bahn.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
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"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 06.01.2014 18:54 | nach oben springen

#38

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2014 19:20
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend...
ne nicht noch ein "Langbeitrag"
In der U-Bahn wurde nicht oder kaum kontrolliert. Wenn, dann die Zugänge zum Bahnhof.Die erwähnten S-Bahn Strecken: es gab tolle, aber recht fruchtlose Maßnahmen, die einfach nicht durchsetzbar waren. Bitte mal Kontrollbahnsteige googeln ev, mit jahreszahl oder so.
73 Hans


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#39

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2014 20:54
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Ich habe ja das Thema aufgemacht. Möchte mal etwas wiedergeben, was einem unserer Wachtmeister nachts passiert ist. Wir wohnten zu Zeiten vor dem Mauerbau in Polizeiobjekten, wir in Pankow-Niederschönhausen. Ausgang nach Dienst war bis 24:00 Uhr. Einer unserer Leute war in Zenner in Treptow und musste nun zu nachtschlafender Zeit hoch nach Pankow. Nun hatte er aber dem Bier gut zugesprochen; d.h. er war leicht beduselt. Von Treptow mit dem Ring hoch zur Schönhauser Allee (letzter Bahnhof im Osten,da musste er raus und umsteigen in die Straßenbahn) war nicht sehr lange, aber er ist eingeschlafen. Gesundbrunnen (erster Bahnhof im Westen) weckt ihn ein Fahrgast auf mit der Bemerkung, dass er wohl etwas verkehrt ist. Er vor ins Dienstabteil (1. Wagen 1. Tür) kriegt vom Eisenbahner einen Mantel und fährt den Ring einmal rum über Treptow. Bei beiden Passagen der Sektorengrenze keine Kontrolle, kann demnach Nachts nicht so doll gewesen sein. Das Ergebnis, er kam 25 Minuten zu spät vom Ausgang in die Bereitschaft (so hieß unsere Kaserne). Was das für ihn für Folgen hatte, weiß ich aber nicht mehr.
Wäre da stärker kontrolliert worden, hätten ihn die Kontrolleure schon aus dem Zug geholt.
Peter, der Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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#40

RE: Kontrolle in Berliner S-Bahn vor Mauerbau

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2014 21:27
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

Zitat von Zaunkönig im Beitrag #39
I(...)Bei beiden Passagen der Sektorengrenze keine Kontrolle, kann demnach Nachts nicht so doll gewesen sein. Das Ergebnis, er kam 25 Minuten zu spät vom Ausgang in die Bereitschaft (so hieß unsere Kaserne). Was das für ihn für Folgen hatte, weiß ich aber nicht mehr.
Wäre da stärker kontrolliert worden, hätten ihn die Kontrolleure schon aus dem Zug geholt.
Peter, der Zaunkönig

Es gab über 100 Kontrollpassierpunkte (Strassen und Bahnhöfe, vor allem an der Stadtgrenze zu Gross-Berlin. Aus politischen Gründen (Berlin-Pläne Chruschtschows) waren sie vom Ost- zum Westsektor eher diskret. Für S- und U-Bahn innherhalb Gross-Berlins gab es keine längeren Aufenthaltszeiten an Bahnhöfen, ganz im Gegensatz zur Aussengrenze von Gross-Berlin. Wer von ausserhalb Ostberlins nach Westberlin musste unbedingt die Kontrollen umgehen. Das ging am besten über Nebenstrassen bis nahe der Grenze und von dort mit der S-Bahn.
In Potsdam und Babelsberg verstopften die hinterlassenen Autos geflüchteter DDR-Bürger ganze Quartiere,,
http://passkontrolle.thomschke.org/griebnitz.html
http://passkontrolle.thomschke.org/griebnitz2.html
Theo


zuletzt bearbeitet 06.01.2014 21:28 | nach oben springen


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