#101

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2012 23:23
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Mitläufer
@ frank

Im Beitrag 43 des laufenden Threads hatte ich Dir noch eine Frage bzw. Bitte geschrieben.
Wäre für eine Antwort Dankbar.



entschuldige bitte ,wenn du diese filmchen meinst , um diese für dich auseinander zunehmen , fehlt mir echt die zeit , um es noch deutlicher auszudrücken : habe ich auf so'nen schwachsinn auch kein bock !!!



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#102

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.04.2012 23:52
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von werner

Zitat von Mitläufer
@ werner

Es geht immer noch um die Machenschaften der Stasi und nicht um die des BND.
Du versuchst doch auch alles als lapidar hinzustellen. Frei nach der Devise "Wir nicht ---> die da sind schlimm".



Versuch´s mal mit verstehendem Lesen, gaaaaaaanz langsam. Vielleicht erfasst Du ja dann den Sinn der Ausführungen.

Mit Deinen herabwürdigenden Diffamierungen machst Du Dich nur selbst lächerlich und musst Dich dann nicht wundern, wenn keiner mehr Lust hat zu antworten.



werner die siegerjustiz werden wir nicht mehr abschaffen können und damit auch nicht die allgemeine art wie sich sieger fühlen. ich könnte bände sprechen über solche überkandidelten und lache wenn ich zurück winke.
und im übrigen @ mitläufer ddr ist geschichte, ich will meine akte heute von der brd einsehen. wie frei ist der staat heute?kann ich es?
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 23.04.2012 23:58 | nach oben springen

#103

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2012 07:20
von Micos | 48 Beiträge

Zitat von DoreHolm
Was die Kontrolle von Postsendungen betrifft, hatte meine Mutter damals gesagt, daß peniebel genau aufgelistet wird, wenn die Sendung Dinge enthielt, die vom Postversand ausgenommen waren. Dazu gehörten z.B. nicht genehmigte Arznbeimittel und Zeitschriften. Ob Bargeld dazugehörte, weiß ich nicht. Jedenfalls verschwand es nicht "irgendwie einfach". Der Empfänger wurde benachrichtigt, daß etwas entnommen wurde. So hat es uns meine Mutter erzählt, die eine zeitlang beim Zoll gearbeitet hatte. Ich denke, wenn Geld einfach so ohne Benachrichtigung des Empfängers verschwunden ist, dann war es in jedem Fall auch nach DDR-Recht verboten und die/der Mitarbeiter, der sowas tat, wurde gemaßregelt oder entlassen. Also so einfach, wie es sich hier einige in ihrer Argumentation machen, war es nun doch nicht.


@Dore - GENAUSO war es !


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#104

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2012 08:20
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zitat von Micos

Zitat von DoreHolm
Was die Kontrolle von Postsendungen betrifft, hatte meine Mutter damals gesagt, daß peniebel genau aufgelistet wird, wenn die Sendung Dinge enthielt, die vom Postversand ausgenommen waren. Dazu gehörten z.B. nicht genehmigte Arznbeimittel und Zeitschriften. Ob Bargeld dazugehörte, weiß ich nicht. Jedenfalls verschwand es nicht "irgendwie einfach". Der Empfänger wurde benachrichtigt, daß etwas entnommen wurde. So hat es uns meine Mutter erzählt, die eine zeitlang beim Zoll gearbeitet hatte. Ich denke, wenn Geld einfach so ohne Benachrichtigung des Empfängers verschwunden ist, dann war es in jedem Fall auch nach DDR-Recht verboten und die/der Mitarbeiter, der sowas tat, wurde gemaßregelt oder entlassen. Also so einfach, wie es sich hier einige in ihrer Argumentation machen, war es nun doch nicht.


@Dore - GENAUSO war es !



danke, damit ist meine frage (ob diejenigen vorgeladen wurden , welchen aus sendungen wegen devisenschmugel geld entnommen wurde ) beantwortet. also wie ich vermutete das diebstahl ein anderes delikt war und genauso geahndet wurde weil es der privaten bereicherung diente und nicht der ausübung eines bestehenden gesetzes.
geldsendungen sind auch heute noch zu melden, wenn ein hartz4 empfänger 500 euro bekommt, hat er dieses dem amt zu melden damit es ihm vom hartz4 bezug abgerechnet wird. meldet er es nicht, liegt eine anklage wegen betrug im briefkasten wenn ihn jemand anzinkt. ein schlechter vergleich? nein noch schlimmer es handelt sich nur um geldsendung im eigenen land!
andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 24.04.2012 08:25 | nach oben springen

#105

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2012 08:30
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Micos

Zitat von DoreHolm
Was die Kontrolle von Postsendungen betrifft, hatte meine Mutter damals gesagt, daß peniebel genau aufgelistet wird, wenn die Sendung Dinge enthielt, die vom Postversand ausgenommen waren. Dazu gehörten z.B. nicht genehmigte Arznbeimittel und Zeitschriften. Ob Bargeld dazugehörte, weiß ich nicht. Jedenfalls verschwand es nicht "irgendwie einfach". Der Empfänger wurde benachrichtigt, daß etwas entnommen wurde. So hat es uns meine Mutter erzählt, die eine zeitlang beim Zoll gearbeitet hatte. Ich denke, wenn Geld einfach so ohne Benachrichtigung des Empfängers verschwunden ist, dann war es in jedem Fall auch nach DDR-Recht verboten und die/der Mitarbeiter, der sowas tat, wurde gemaßregelt oder entlassen. Also so einfach, wie es sich hier einige in ihrer Argumentation machen, war es nun doch nicht.


@Dore - GENAUSO war es !





So genau will es aber der DDR Spezialist nicht wissen.
Passt nicht ins Bild Böse DDR Stasi - Guter BRD BND


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#106

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.12.2012 22:01
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Als Schüler und als Jugendlicher habe ich mir gern Samstagabend um 19:30 Uhr die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck angeschaut. Es waren auch bei den verschiedenen Interpreten oder Sänger die Adressen der Werbeagenturen eingeblendet. Wie es so war hat man sich auch mit den Gedanken getragen von dem einen oder anderen Sänger ein Foto mit Unterschrift zu bekommen. Damals wäre ich sehr stolz gewesen, ein solches zu besitzen. Was ich natürlich auch tat, an solch eine Adresse zu schreiben. Ohne das Wissen meiner Eltern. Ausreichendes Porto habe ich auf das Briefkuvert geklebt, meines achtens hätte es ankommen müssen. Es vergingen über vier Wochen und es geschah nichts. Weder, eine erfreuliche Nachricht, noch zurück an den Absender. Die zwei Briefe waren weg. Mir war bekannt das Post von Ost nach West und umgekehrt längere Zeit in Anspruch nimmt. Ich war, oder bin besser gesagt noch ein Fan von Peter Maffay. Mir war auch bekannt gewesen das seine Werbeagentur in Bietigheim-Bissingen in der Stuttgarter Straße ansässig war. Also wieder einen neuen Versuch gestartet. Auch dieser war leider vergebens. Gab es denn in der DDR überhaupt ein Postgeheimnis? Oder gibt es noch andere Gründe warum ich keine Antwort bekam, auf mehrere Schreiben. Über sachdienliche Hinweise wäre sehr dankbar.
Harra 318


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#107

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.12.2012 22:30
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #106
Als Schüler und als Jugendlicher habe ich mir gern Samstagabend um 19:30 Uhr die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck angeschaut. Es waren auch bei den verschiedenen Interpreten oder Sänger die Adressen der Werbeagenturen eingeblendet. Wie es so war hat man sich auch mit den Gedanken getragen von dem einen oder anderen Sänger ein Foto mit Unterschrift zu bekommen. Damals wäre ich sehr stolz gewesen, ein solches zu besitzen. Was ich natürlich auch tat, an solch eine Adresse zu schreiben. Ohne das Wissen meiner Eltern. Ausreichendes Porto habe ich auf das Briefkuvert geklebt, meines achtens hätte es ankommen müssen. Es vergingen über vier Wochen und es geschah nichts. Weder, eine erfreuliche Nachricht, noch zurück an den Absender. Die zwei Briefe waren weg. Mir war bekannt das Post von Ost nach West und umgekehrt längere Zeit in Anspruch nimmt. Ich war, oder bin besser gesagt noch ein Fan von Peter Maffay. Mir war auch bekannt gewesen das seine Werbeagentur in Bietigheim-Bissingen in der Stuttgarter Straße ansässig war. Also wieder einen neuen Versuch gestartet. Auch dieser war leider vergebens. Gab es denn in der DDR überhaupt ein Postgeheimnis? Oder gibt es noch andere Gründe warum ich keine Antwort bekam, auf mehrere Schreiben. Über sachdienliche Hinweise wäre sehr dankbar.
Harra 318



Hallo Harra, das Postgeheimnis in der DDR war halt relativ. Wenn du an den pösen Klassenfeind geschrieben hast und dann noch an subversive Elemente, die in der Lage waren, den ganzen Staatsapperat zu zersetzen, dann brauchste dich doch nicht zu wundern, das die Briefe abgefangen wurden. Schließlich stand das Fortbestehen des ersten und einzigen Sozialismus auf deutschen Boden in Gefahr........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#108

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.12.2012 23:19
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #106
Als Schüler und als Jugendlicher habe ich mir gern Samstagabend um 19:30 Uhr die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck angeschaut. Es waren auch bei den verschiedenen Interpreten oder Sänger die Adressen der Werbeagenturen eingeblendet. Wie es so war hat man sich auch mit den Gedanken getragen von dem einen oder anderen Sänger ein Foto mit Unterschrift zu bekommen. Damals wäre ich sehr stolz gewesen, ein solches zu besitzen. Was ich natürlich auch tat, an solch eine Adresse zu schreiben. Ohne das Wissen meiner Eltern. Ausreichendes Porto habe ich auf das Briefkuvert geklebt, meines achtens hätte es ankommen müssen. Es vergingen über vier Wochen und es geschah nichts. Weder, eine erfreuliche Nachricht, noch zurück an den Absender. Die zwei Briefe waren weg. Mir war bekannt das Post von Ost nach West und umgekehrt längere Zeit in Anspruch nimmt. Ich war, oder bin besser gesagt noch ein Fan von Peter Maffay. Mir war auch bekannt gewesen das seine Werbeagentur in Bietigheim-Bissingen in der Stuttgarter Straße ansässig war. Also wieder einen neuen Versuch gestartet. Auch dieser war leider vergebens. Gab es denn in der DDR überhaupt ein Postgeheimnis? Oder gibt es noch andere Gründe warum ich keine Antwort bekam, auf mehrere Schreiben. Über sachdienliche Hinweise wäre sehr dankbar.
Harra 318



Auch ich war damals in den siebziger Jahren Autogrammjaeger bei den Anschriften die bei der ZDF Hitparade eingeblendet wurden. Einen Rueckumschlag mit Briefmarke beizufuegen war wichtig um eine Antwort zu bekommen. Hast Du ja auch gemacht. Ich nehme jetzt mal an Du hast von Osten nach Westen geschrieben und den Rueckumschlag mit einer DDR Briefmarke frankiert? Die hatten natuerlich keine Gueltigkeit im Westen. Darum kann es sein das die Presseagentur oder die Bundespost Deinen Brief aussortiert hat und nicht die Stasi.


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#109

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.12.2012 23:47
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #108
Zitat von Harra318 im Beitrag #106
Als Schüler und als Jugendlicher habe ich mir gern Samstagabend um 19:30 Uhr die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck angeschaut. Es waren auch bei den verschiedenen Interpreten oder Sänger die Adressen der Werbeagenturen eingeblendet. Wie es so war hat man sich auch mit den Gedanken getragen von dem einen oder anderen Sänger ein Foto mit Unterschrift zu bekommen. Damals wäre ich sehr stolz gewesen, ein solches zu besitzen. Was ich natürlich auch tat, an solch eine Adresse zu schreiben. Ohne das Wissen meiner Eltern. Ausreichendes Porto habe ich auf das Briefkuvert geklebt, meines achtens hätte es ankommen müssen. Es vergingen über vier Wochen und es geschah nichts. Weder, eine erfreuliche Nachricht, noch zurück an den Absender. Die zwei Briefe waren weg. Mir war bekannt das Post von Ost nach West und umgekehrt längere Zeit in Anspruch nimmt. Ich war, oder bin besser gesagt noch ein Fan von Peter Maffay. Mir war auch bekannt gewesen das seine Werbeagentur in Bietigheim-Bissingen in der Stuttgarter Straße ansässig war. Also wieder einen neuen Versuch gestartet. Auch dieser war leider vergebens. Gab es denn in der DDR überhaupt ein Postgeheimnis? Oder gibt es noch andere Gründe warum ich keine Antwort bekam, auf mehrere Schreiben. Über sachdienliche Hinweise wäre sehr dankbar.
Harra 318



Auch ich war damals in den siebziger Jahren Autogrammjaeger bei den Anschriften die bei der ZDF Hitparade eingeblendet wurden. Einen Rueckumschlag mit Briefmarke beizufuegen war wichtig um eine Antwort zu bekommen. Hast Du ja auch gemacht. Ich nehme jetzt mal an Du hast von Osten nach Westen geschrieben und den Rueckumschlag mit einer DDR Briefmarke frankiert? Die hatten natuerlich keine Gueltigkeit im Westen. Darum kann es sein das die Presseagentur oder die Bundespost Deinen Brief aussortiert hat und nicht die Stasi.


Schon mal was von der Abteilung M (Postkontrolle) gehört.....?

"Die Arbeitsweise der Abteilung M war wie folgt: Grundsätzlich war die Übergabe der gesamten Post an die Stasi der Bearbeitung durch die Deutsche Post vorgeschaltet. Die Abteilung M sortierte die aufgrund der Adresse oder äußeren Merkmale verdächtigen Briefe aus, öffnete diese, kopierte und untersuchte sie gegebenenfalls und verschloss sie anschließend wieder - möglichst, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Konkrete Fahndungsaufträge wurden von den operativen Abteilungen (z.b. Linie XX) erteilt. Erst nach der Kontrolle durch das MfS, das innerhalb der Post unter der Tarnbezeichnung „Stelle 12“ firmierte, gingen die Sendungen ihren vorgesehenen Weg - sofern sie nicht einbehalten wurden. "


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 09.12.2012 23:52 | nach oben springen

#110

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 09:17
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Das "Problem" bei solchen Aktivitäten war wohl nicht so sehr die 'Stasi', sondern mehr der fehlende ausreichend frankierte Rückumschlag.........

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#111

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 10:18
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #110
Das "Problem" bei solchen Aktivitäten war wohl nicht so sehr die 'Stasi', sondern mehr der fehlende ausreichend frankierte Rückumschlag.........

Gruß
Nostalgiker


1.Schön ,daß es ein Lebenszeichen von Dir gibt.Ich hoffe es geht Dir besser.
2.Ich hoffe einfach mal,Du meinst das zynisch.Oder meinst Du das wirklich ernst?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#112

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 10:27
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Und wegen der "spurenlosen" Öffnung und wieder verschließen der Post in´s kapitalistische Ausland habe ich meine Briefe an meine Tauschpartner dort nicht normal mit Spucke zugeklebt, sondern sie mit unserem Superkleber Chemisol L 1526 noch mal extra geklebt. Da war auch nichts drin von wegen über Wasserdampf öffnen und einfach wieder zumachen. So wie ich mich erinnern kann, war nur einmal bei einer Paketsendung mit Steinen von einem Taschpartner die Rückmeldung gekommen, daß da jemand schon mal was geöffnet haben könnte, weil das Paket etwas zerfleddert war und mit Klebeband wieder verschlossen. Das kann natürlich auch ein simpler Transportschaden gewesen sein, denn Steine wiegen nun mal was. Aber nichts genaues weiß man nicht.



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#113

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 10:30
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #111
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #110
Das "Problem" bei solchen Aktivitäten war wohl nicht so sehr die 'Stasi', sondern mehr der fehlende ausreichend frankierte Rückumschlag.........

Gruß
Nostalgiker


1.Schön ,daß es ein Lebenszeichen von Dir gibt.Ich hoffe es geht Dir besser.
2.Ich hoffe einfach mal,Du meinst das zynisch.Oder meinst Du das wirklich ernst?


Zu Punkt 2, Du darfst zwischen den beiden Varianten wählen
Du weißt doch wie das mit der Hoffnung und dem sterben ist......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#114

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 10:38
von KARNAK | 1.690 Beiträge

o.k.,ich bin ein positiv denkender Mensch.Damit bin ich beruhigt.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#115

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 11:33
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #106
Als Schüler und als Jugendlicher habe ich mir gern Samstagabend um 19:30 Uhr die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck angeschaut. Es waren auch bei den verschiedenen Interpreten oder Sänger die Adressen der Werbeagenturen eingeblendet. Wie es so war hat man sich auch mit den Gedanken getragen von dem einen oder anderen Sänger ein Foto mit Unterschrift zu bekommen. Damals wäre ich sehr stolz gewesen, ein solches zu besitzen. Was ich natürlich auch tat, an solch eine Adresse zu schreiben. Ohne das Wissen meiner Eltern. Ausreichendes Porto habe ich auf das Briefkuvert geklebt, meines achtens hätte es ankommen müssen. Es vergingen über vier Wochen und es geschah nichts. Weder, eine erfreuliche Nachricht, noch zurück an den Absender. Die zwei Briefe waren weg. Mir war bekannt das Post von Ost nach West und umgekehrt längere Zeit in Anspruch nimmt. Ich war, oder bin besser gesagt noch ein Fan von Peter Maffay. Mir war auch bekannt gewesen das seine Werbeagentur in Bietigheim-Bissingen in der Stuttgarter Straße ansässig war. Also wieder einen neuen Versuch gestartet. Auch dieser war leider vergebens. Gab es denn in der DDR überhaupt ein Postgeheimnis? Oder gibt es noch andere Gründe warum ich keine Antwort bekam, auf mehrere Schreiben. Über sachdienliche Hinweise wäre sehr dankbar.
Harra 318




Ging mir ähnlich.

Hab auch einige Versuche gestartet, Rückumschlag beigelegt. Nur habe ich den wegen dem bekannten Problem mit den DDR- Briefmarken nie freigemacht. 1 Autogrammkarte von bestimmt 10 Versuchen ist zurückgekommen -Juliane Werding- und war mit einer Bundespostbriefmarke freigemacht. Vielleicht hatte sie selbst oder ihre Agentur ein Herz für DDR- Fans.

Hab es dann irgendwann anders gemacht. Hab mir von unserer Sippschaft entsprechende Bundespostbriemarken zum Freimachen des Rückumschlages mitbringen oder schicken lassen. Meißt hab ich die Briefe dann von hier, also DDR aus geschickt, einige Male auch mit nach drüben mitnehmen und dort zum Versand bringen lassen. War mir aber wegen der Bundespostbriefmarken und des höhren Portos, der wertvollen "Deviesen" zu teuer.
Alles in allem hat das bis auf einmal immer geklappt. Für das Autogramm von Smokie, das war der eine Fall, war ein zweiter Anlauf nötig. Warum auch immer...

Meine Ex hat 1986 bei der Post als Zustellerin aber ab und an auch im Schalterdienst angefangen bzw. gearbeitet- Klar gab es ein Postgeheimnis wie anderswo auf dieser Welt auch. Klar gab es dafür auch strenge Gesetze, die vom Grundsatz her vielleicht strenger waren wie die heutigen. Auch Verfehlungen im Postgeheimnis wurden m. Ea. damals härter und unnachgibieger bestraft. Sie erzählte nur immer von den doch durchdringenden Belehrungen und auch Auswertungen von Verstößen. Ebenfalls anders wie heute, fast mit vollständigem Namen und Adresse (wobei der Nachname mit Anfangsbuchstaben abgekürzt war) und Strafe. Meißt gingen diese Fälle nicht ohne Freiheitsstrafe, sprich Absitzen ab...

Wenn da das große ABER nicht wäre...

Das galt alles nur solange, wie es der SED in den Kram passte und sie ihren Alleinherschaftsanspruch auch im Geringsten nicht in Gefahr sah.
Dann heiligte der Zweck alle Mittel und MfS, Zoll und wer auch immer noch damit zu tun hatte, wurde aktiviert.

Um gleich vorweg mal einigen den Wind des Protestes aus den Seegeln zu nehmen. Klar ist es irgendwo ein legitimes Recht eines jeden Staates, Post und Telekommunikation in angemessener(!) Weise und und bei begründeten(!) Verdacht von Straftaten, Verbrechen, staatsfeindlichen (geheimdienstlichen) oder gar terroristischen Aktivitäten zu überwachen.

Die durch die SED über ihren Machtapparat jedoch veranstaltete fast totale Überwachung von Post und Telekommunikation war weder angemessen noch in den allermeißten Fällen begründet.
Warum nicht? Weil allein die Selbstpropagierung eines Alleinherschaftsanspruches - durch wen auch immer - nach meiner Auffassungsgabe nie diesen massiven Eingriff in das Post- und Telekommunikationsrecht, dieses Geheimnis und Grundrecht legitimiert.

Ein passendes Beispiel dieses hier mit der Zusendung von Autogrammkarten aus einem, sagen wir mal Nachbarstaat. Wie krank muß man sein, wie krank und panisch in Angst muß ein System und ihre Chefideologen sein, um hieraus, aus Autogrammkarten von Künstlern, Schlagersängern ect. staatsfeindliche Aktivitäten, eine Kontaktaufnahme mit dem (Klassen-) Feind zu konstruieren???

Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: Mächtig krank.....

Krankheitsbild: U. a. schwere Paranoidität, extremer Verfolgungswahn.

So wie einst die stalinistischen Vorbeter in Moskau und ihre Vasallen, ihre Mordbuben und -mägdelein in der SED- Führungsriege...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.12.2012 11:44 | nach oben springen

#116

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 12:10
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #93
Was die Kontrolle von Postsendungen betrifft, hatte meine Mutter damals gesagt, daß peniebel genau aufgelistet wird, wenn die Sendung Dinge enthielt, die vom Postversand ausgenommen waren. Dazu gehörten z.B. nicht genehmigte Arznbeimittel und Zeitschriften. Ob Bargeld dazugehörte, weiß ich nicht. Jedenfalls verschwand es nicht "irgendwie einfach". Der Empfänger wurde benachrichtigt, daß etwas entnommen wurde. So hat es uns meine Mutter erzählt, die eine zeitlang beim Zoll gearbeitet hatte. Ich denke, wenn Geld einfach so ohne Benachrichtigung des Empfängers verschwunden ist, dann war es in jedem Fall auch nach DDR-Recht verboten und die/der Mitarbeiter, der sowas tat, wurde gemaßregelt oder entlassen. Also so einfach, wie es sich hier einige in ihrer Argumentation machen, war es nun doch nicht.


Daß Arzneimittel nicht genehmigt wurden, hatte mitunter auch gewichtige Gründe.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...n-a-853259.html
Der Contergan- Skandal der Grünenthal AG hat wohl auch in der DDR- Opfer gebracht (acht Fälle sind dokumentiert) ,http://www.chemie.de/lexikon/Thalidomid.html#_ref-1/ (Nachweis Nr. 6) so gesehen hatten diese Kontrollen auch eine ethische Kategorie, wenngleich das nicht unbedingt primäres Anliegen der Stasi war.



zuletzt bearbeitet 10.12.2012 13:04 | nach oben springen

#117

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 12:52
von grenzergold | 187 Beiträge

Nur mal nebenbei . Der Postverkehr mit der DDR wurde nicht nur überwacht sondern es wurden auch massenhaft Sendungen aus den Verkehr gezogen , beschlagnahmt und vernichtet , von 1956 - 1972 nachweislich in mehr als in 100 Millionen Fällen . Nicht jeder Brief der verlorenging , hatte mit dem MfS zutun .

Da es einige User aus den Altbundesländer gibt , müßte ihnen ja das Gesetz zur Beschränkung des Brief , Post - und Fernmeldegeheimnisses (G-10) bekannt sein . Kürzlich gab es einen Fernsehbeitrag darüber zu sehen .

gg


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#118

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 13:36
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von grenzergold im Beitrag #117
Nur mal nebenbei . Der Postverkehr mit der DDR wurde nicht nur überwacht sondern es wurden auch massenhaft Sendungen aus den Verkehr gezogen , beschlagnahmt und vernichtet , von 1956 - 1972 nachweislich in mehr als in 100 Millionen Fällen . Nicht jeder Brief der verlorenging , hatte mit dem MfS zutun .

Da es einige User aus den Altbundesländer gibt , müßte ihnen ja das Gesetz zur Beschränkung des Brief , Post - und Fernmeldegeheimnisses (G-10) bekannt sein . Kürzlich gab es einen Fernsehbeitrag darüber zu sehen .

gg



Alles richtig, auch was im vorhergehenden Beitrag die nicht genehmigte Einfuhr von Arzeneimitteln anbelangt.
Es kommt aber, wie in allen Lebenslagen, immer auf die Verhältnismäßigkeit an! Und die war hier nicht mehr gegeben, weil flächendeclend und ohne konkreten Verdacht vorgegangen wurde. Ein Zustand, der auch jedem Datenschützer heute die Haare zu Berge stehen läßt. Denke da nur an die Voratsdatenspeicherung & Co.!

Und mein lieber @Grenzergold, gerade die Zahl 100 Millionen Fälle von 1956 bis 1972 spricht doch schon Bände!

Wo hast Du die Zahl eigentlich her?

Was rechtmäßig entnommen wurde ist die eine Sache. Was wiederrechtlich entnommen wurde oder (vorsätzlich) zerstört wurde die ganz andere Seite der Medallie! Da wurden besonders in der Vorweihnachtszeit Pakete mit dünnen Nadeln durchstochen, weil man vermutlich es einfach nicht schaffte, alle Pakete oder Päckchen zu öffnen. Dabei wurde vacuumverpackter Kaffee und andere Lebens- und Genußmittel, Kosmetikartikel zerstochen. Unbrauchbar, ungenießbar. Ganz zu schweigen vom übrigen Inhalt der sendung, wenn vorab genanntes auslief.

Und woher ich das weiß? Von den Paketen, Päckchen die unsere Familie damals bekommen haben. Dieser (durchstochene) Zustand war absolut kein Einzelfall! Unsere Sippschaft schickte später auch nur noch Pakete, um einen Nachweis für Schgadenersatz gegenüber der Bundespost in der Hand zu haben. Es verschwanden nämlich besonders gern Päckchen auf nimmer Wiedersehen! Und ohne, das irgendetwas Verbotenes darin war!

Möchte damit nochmals darlegen, das es rechtlich schon extrem grenzlastig ist, eine derartige flächendeckende Postkontrolle durchzuführen. Im Grunde doch nur, um den damaligen DDR Bürger unter direkter Kontrolle zu haben, jede Kritik, jede gegenteilige Auffassung im Keim zu ersticken. Jeden Zweifel am System des Alleinherschaftsanspruches der SED, propagandistisch getarnt als angeblichen Sozialismus von vornherein auszuschalten.

Wirklich echt grenzlastig...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 10.12.2012 13:37 | nach oben springen

#119

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 13:59
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #118
Zitat von grenzergold im Beitrag #117
Nur mal nebenbei . Der Postverkehr mit der DDR wurde nicht nur überwacht sondern es wurden auch massenhaft Sendungen aus den Verkehr gezogen , beschlagnahmt und vernichtet , von 1956 - 1972 nachweislich in mehr als in 100 Millionen Fällen . Nicht jeder Brief der verlorenging , hatte mit dem MfS zutun .

Da es einige User aus den Altbundesländer gibt , müßte ihnen ja das Gesetz zur Beschränkung des Brief , Post - und Fernmeldegeheimnisses (G-10) bekannt sein . Kürzlich gab es einen Fernsehbeitrag darüber zu sehen .

gg



Alles richtig, auch was im vorhergehenden Beitrag die nicht genehmigte Einfuhr von Arzeneimitteln anbelangt.
Es kommt aber, wie in allen Lebenslagen, immer auf die Verhältnismäßigkeit an! Und die war hier nicht mehr gegeben, weil flächendeclend und ohne konkreten Verdacht vorgegangen wurde. Ein Zustand, der auch jedem Datenschützer heute die Haare zu Berge stehen läßt. Denke da nur an die Voratsdatenspeicherung & Co.!

Und mein lieber @Grenzergold, gerade die Zahl 100 Millionen Fälle von 1956 bis 1972 spricht doch schon Bände!

Wo hast Du die Zahl eigentlich her?

Was rechtmäßig entnommen wurde ist die eine Sache. Was wiederrechtlich entnommen wurde oder (vorsätzlich) zerstört wurde die ganz andere Seite der Medallie! Da wurden besonders in der Vorweihnachtszeit Pakete mit dünnen Nadeln durchstochen, weil man vermutlich es einfach nicht schaffte, alle Pakete oder Päckchen zu öffnen. Dabei wurde vacuumverpackter Kaffee und andere Lebens- und Genußmittel, Kosmetikartikel zerstochen. Unbrauchbar, ungenießbar. Ganz zu schweigen vom übrigen Inhalt der sendung, wenn vorab genanntes auslief.

Und woher ich das weiß? Von den Paketen, Päckchen die unsere Familie damals bekommen haben. Dieser (durchstochene) Zustand war absolut kein Einzelfall! Unsere Sippschaft schickte später auch nur noch Pakete, um einen Nachweis für Schgadenersatz gegenüber der Bundespost in der Hand zu haben. Es verschwanden nämlich besonders gern Päckchen auf nimmer Wiedersehen! Und ohne, das irgendetwas Verbotenes darin war!

Möchte damit nochmals darlegen, das es rechtlich schon extrem grenzlastig ist, eine derartige flächendeckende Postkontrolle durchzuführen. Im Grunde doch nur, um den damaligen DDR Bürger unter direkter Kontrolle zu haben, jede Kritik, jede gegenteilige Auffassung im Keim zu ersticken. Jeden Zweifel am System des Alleinherschaftsanspruches der SED, propagandistisch getarnt als angeblichen Sozialismus von vornherein auszuschalten.

Wirklich echt grenzlastig...


josy95


Eines war aber noch viel schlimmer im Zusammenhang mit einbehaltenen Sendungen, insbesondere den Geldgeschenken und das hatte nicht mal in jedem Fall mit der Stasi zu tun.
In meiner Gemeinde gab es hintereinander drei Zustellerinnen, die der widerrechtlichen Entnahme von Paketsendungen und Bargeld überführt worden sind, die erste hatte gar 4,5 Jahre Haft bekommen und zahlreiche Familienkontakte schwer gestört.
Man muß sich mal vorstellen, wenn der Beschenkte andauernd behauptet, es sei nichts angekommen, da ja die geschulte Posträuberin am Ende systematisch vorgehen konnte und genau wußte, wo etwas zu holen ist, einfach nur pervers.
Ältere Mitstreiter aus meiner Schule erzählten später immer mal davon, daß sie sich wunderten, daß der Sohn dieser Frau dauernd neue Westklamotten am Leibe hatte und pausenlos mit Kugelgaugummis um sich werfen konnte.
Wo sollten sich die Opfer nun aber beschweren, wo sollten sie die z.T. widerrechtlich zugesandten und abgefangenen Waren zurück verlangen ?
Es ist auch nicht auszuschließen, daß jene Gefängnisstrafe (für die man heute schon jemanden totschlagen müßte) auch eine Ansage der "zuständigen Organe" war, denen nicht das Geschäft zu versauen.



Gert und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Stasi - Ein Volk unter Kontrolle

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.12.2012 14:02
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #116
Zitat von DoreHolm im Beitrag #93
Was die Kontrolle von Postsendungen betrifft, hatte meine Mutter damals gesagt, daß peniebel genau aufgelistet wird, wenn die Sendung Dinge enthielt, die vom Postversand ausgenommen waren. Dazu gehörten z.B. nicht genehmigte Arznbeimittel und Zeitschriften. Ob Bargeld dazugehörte, weiß ich nicht. Jedenfalls verschwand es nicht "irgendwie einfach". Der Empfänger wurde benachrichtigt, daß etwas entnommen wurde. So hat es uns meine Mutter erzählt, die eine zeitlang beim Zoll gearbeitet hatte. Ich denke, wenn Geld einfach so ohne Benachrichtigung des Empfängers verschwunden ist, dann war es in jedem Fall auch nach DDR-Recht verboten und die/der Mitarbeiter, der sowas tat, wurde gemaßregelt oder entlassen. Also so einfach, wie es sich hier einige in ihrer Argumentation machen, war es nun doch nicht.


Daß Arzneimittel nicht genehmigt wurden, hatte mitunter auch gewichtige Gründe.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...n-a-853259.html
Der Contergan- Skandal der Grünenthal AG hat wohl auch in der DDR- Opfer gebracht (acht Fälle sind dokumentiert) ,http://www.chemie.de/lexikon/Thalidomid.html#_ref-1/ (Nachweis Nr. 6) so gesehen hatten diese Kontrollen auch eine ethische Kategorie, wenngleich das nicht unbedingt primäres Anliegen der Stasi war.


Unter diesem Gesichtspunkt ist die restriktive Haltung gegen Arzneimitteleinfuhren verständlich. Wenn man aber andererseits liest, dass DDR Bürger in Krankenhäusern als Versuchskaninchen für Arzneimittelfeldversuche herhalten mussten, halte ich diese Gründe für vorgeschoben.
Jendefalls war diese Stasipostkontrolle eine Bande von Dieben, nichts weiter. Mich haben sie auch bestohlen, ich konnte auch Pakete auf der Verlustseite abbuchen.


.
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zuletzt bearbeitet 10.12.2012 14:03 | nach oben springen



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